Das Wichtigste in Kürze
- Wamos Air ist eine spanische ACMI- und Charterairline mit Basis in Madrid-Barajas.
- Codes: IATA EB, ICAO PLM, Rufzeichen „PULLMAN“ – ein Überbleibsel aus der Zeit als Pullmantur Air.
- Die Flotte besteht nur aus Airbus A330: laut Wamos acht A330-300 und fünf A330-200.
- Jumbo-Vergangenheit: Als Pullmantur Air und Wamos flog die Airline Boeing 747-200, -300 und -400; der letzte Jumbo verließ die Flotte 2021.
- Seit Oktober 2024 gehört Wamos zur Abra Group, der Holding hinter Avianca und GOL.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Wamos Air im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Von Pullmantur Air zu Wamos Air
- 4.So funktioniert das Geschäft: Charter und Wet Lease
- 5.Die Flotte: nur noch Airbus A330
- 6.Die Jumbo-Ära (historisch)
- 7.Woran du Wamos Air erkennst
- 8.Wamos Air in Madrid, Europa und Deutschland spotten
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | EB |
|---|---|
| ICAO-Code | PLM |
| Rufzeichen | PULLMAN |
| Drehkreuze | MAD |
| Geschäftsmodell | Charter- und ACMI-Airline (Wet Lease): Flugzeug samt Crew, Wartung und Versicherung für Airlines, Reiseveranstalter, Unternehmen und Regierungen |
| Sitz | Madrid, Spanien |
| Basis | Flughafen Madrid-Barajas (MAD) |
| Gegründet | 23. Juni 2003 als Pullmantur Air, seit 2014 Wamos Air |
| Eigentümer | Abra Group (Übernahme im Oktober 2024), Minderheitsanteil bei der Royal Caribbean Group |
| Allianz | keine |
| Flotte (laut Wamos Air, Stand Oktober 2026) | 13 Airbus A330: 8 A330-300 und 5 A330-200 |
| Frühere Großraumtypen | Boeing 747-200 und 747-300 (bis 2008), Boeing 747-400 (bis 2020/2021) |
| Zertifizierung | Spanisches AOC E-AOC-055, IOSA-registriert seit 2012 |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Wamos Air?
- Immer ein Airbus A330 – zweistrahlig, als A330-200 oder als längere A330-300
- Spanisches Kennzeichen mit EC- am Heck, etwa EC-NHM oder EC-ODP
- Auf dem Tracker PLM, im Funk „PULLMAN“ – das Erbe des alten Namens
- Oft unter fremder Flugnummer unterwegs: Kunde auf dem Ticket, Wamos im Cockpit
- Manche Maschinen fliegen langfristig verleast und tragen dann Farben oder Titel des Kunden
- Heimatflughafen ist Madrid-Barajas, Einsätze aber weltweit
Wamos Air gehört zu den Airlines, die du oft siehst, ohne es zu merken. Auf der Anzeigetafel steht Iberia, Condor oder eine Airline vom anderen Ende der Welt, gelandet ist aber ein spanischer A330 mit EC-Kennzeichen. Dahinter steckt eine Charter- und Wet-Lease-Airline aus Madrid, die als Fluggesellschaft eines Kreuzfahrtveranstalters begann und lange mit Jumbos unterwegs war. Hier liest du, wie Wamos arbeitet, was aus den 747 geworden ist und wie du die A330 der Airline sicher erkennst.
Jeder A330 mit EC-Kennzeichen
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot fest, sammelst sie in deinem Hangar und setzt fehlende Wamos-Maschinen auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Wamos Air im Überblick
Wamos Air ist eine spanische Charter- und ACMI-Airline mit Sitz in Madrid. Ihre Flugzeuge sind am Flughafen Madrid-Barajas zu Hause, im Einsatz sind sie aber dort, wo ein Kunde gerade Kapazität braucht. Nach eigenen Angaben fliegt Wamos rund 200 Flughäfen in 87 Ländern an und bezeichnet sich selbst als Europas führenden Anbieter für Charter- und Wet-Lease-Flüge – das ist eine Selbstdarstellung, keine unabhängige Rangliste.
Die Kunden sind Airlines, Reiseveranstalter, große Unternehmen und Regierungen. Zu den Kunden zählen unter anderem Iberia, Vueling, TUI und Condor. Eigene Tickets verkauft die Airline seit 2022 nicht mehr: Damals gab sie ihre letzten Linienflüge auf und konzentriert sich seitdem ganz auf Charter und Wet Lease.
Seit Oktober 2024 gehört Wamos zur Abra Group, der Holding hinter Avianca und GOL. Marke und Flugbetrieb blieben dabei eigenständig.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code EB: wird bei eigenen Charterflügen genutzt. Fliegt Wamos für eine andere Airline, steht meist deren Code in der Flugnummer.
- ICAO-Code PLM: der Betreibercode im Flugplan und damit das, was dir viele Flugtracker anzeigen.
- Rufzeichen PULLMAN: So meldet sich die Besatzung im Funk.
PLM und PULLMAN stammen aus der Zeit als Pullmantur Air. Bei der Umbenennung blieben beide erhalten – ein schönes Detail für alle, die Funk hören. Warum Flugnummer, Rufzeichen und durchführende Airline nicht dasselbe sind, erklärt Callsign und Flugnummer: der Unterschied. Die Systematik der Codes findest du in IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Tracker-Trick
Bei Wet-Lease-Einsätzen kann der Flug auch unter dem Code des Kunden laufen. Merk dir deshalb die EC-Kennzeichen der Wamos-A330 und such zusätzlich danach. Wie das funktioniert, steht im Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Von Pullmantur Air zu Wamos Air
Die Airline entstand am 23. Juni 2003 als Luftfahrtsparte des spanischen Reise- und Kreuzfahrtunternehmens Pullmantur, das damals zur Grupo Marsans gehörte. Der Zweck war klar: Gäste der Pullmantur-Kreuzfahrten sollten mit eigenen Flugzeugen zu den Schiffen kommen, vor allem in die Karibik. Noch im Gründungsjahr erhielt Pullmantur Air das Luftverkehrsbetreiberzeugnis.
2006 übernahm Royal Caribbean das Pullmantur-Geschäft und damit auch die Airline. Ab 2011 flog Pullmantur Air zusätzlich eigene Linienflüge, etwa von Madrid nach Cancún und Punta Cana. 2012 kam die IOSA-Registrierung der IATA, ein wichtiges Sicherheitssiegel für Airlines, die für andere fliegen.
2014 verkaufte Royal Caribbean die Mehrheit von 81 Prozent an den Investor Springwater Capital. Kurz darauf trat die Airline als Wamos Air auf. Mehr zur Frühphase liest du auf der eigenen Seite zu Pullmantur Air.
2003
Gründung als Pullmantur Air, Jumbos der Typen 747-200 und 747-300.
2006
Royal Caribbean übernimmt Pullmantur samt Airline.
2014
Mehrheit geht an Springwater, neuer Name Wamos Air.
2020/21
Abschied von der Boeing 747-400, Umstieg auf reine A330-Flotte.
2022
Ende der Linienflüge, Fokus auf Charter und Wet Lease.
2024
Die Abra Group übernimmt Wamos.
So funktioniert das Geschäft: Charter und Wet Lease
Wamos verkauft Kapazität, keine Sitzplätze. Im ACMI-Modell, auch Wet Lease genannt, stellt die Airline einem Kunden Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung. Der Kunde legt Strecken und Flugplan fest und vermarktet die Plätze selbst. Typische Anlässe sind Engpässe bei der eigenen Flotte, etwa wenn Triebwerke in der Werkstatt stehen, Spitzen in der Hochsaison oder neue Strecken, die eine Airline erst testen will. Das Prinzip erklärt Wet Lease erklärt.
Daneben fliegt Wamos klassische Charter: für Reiseveranstalter, Sportvereine, Unternehmen oder Regierungen. Den Unterschied zum Linienverkehr liest du in Charterflug und Linienflug.
| Einsatz | Was Wamos liefert | Was der Kunde macht | Spotter-Folge |
|---|---|---|---|
| Wet Lease / ACMI | A330, Crew, Wartung, Versicherung | Strecke, Flugplan, Ticketverkauf | Wamos-A330 unter Kundenflugnummer |
| Langfristiges Leasing | Flugzeug über längere Zeit | Betrieb im eigenen Netz | A330 mit EC-Kennzeichen, oft in Kundenfarben |
| Charter | Komplettes Flugzeug für einen Auftrag | Gruppe, Reise oder Event | Einzelne Flüge, auch an ungewöhnlichen Flughäfen |
| Fracht im Passagierflugzeug | A330 mit Ladung in Kabine und Unterflur | Frachtkunde | Passagier-A330 auf Frachtrouten |
Für dich als Spotter heißt das: Bei Wamos sagt die Flugnummer wenig. Entscheidend sind Typ, Kennzeichen und Rufzeichen.
Bekannte Einsätze rund um die Welt
Wie weit Wamos herumkommt, zeigen ein paar dokumentierte Verträge. Von November 2022 bis April 2024 flog die Airline mit eigenen A330-200 und eigenen Crews täglich zwischen Auckland und Perth für Air New Zealand. Ab Juni 2024 setzte Philippine Airlines für einige Monate zwei Wamos-A330-200 zwischen Manila und Sydney beziehungsweise Melbourne ein, weil eigene Flugzeuge wegen Lieferkettenproblemen fehlten.
Näher an Europa flog Wamos zuletzt für Air Europa zwischen Madrid und New York-JFK, für Iberia ab Madrid und für TAP Air Portugal zwischen Lissabon und Fortaleza (Stand 2025). Laut der spanischen Wikipedia sind einzelne Maschinen außerdem an Airlines wie LATAM, Saudia und Avianca verleast. Solche Verträge laufen aus und werden neu vergeben – ob sie im Oktober 2026 noch bestehen, solltest du vor einer Tour prüfen.
Den nächsten Wamos-A330 nicht verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für Wamos Air oder einzelne EC-Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie bei deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Flotte: nur noch Airbus A330
Laut der Flottenübersicht von Wamos Air besteht die Flotte aus 13 Airbus A330. Die Airline betont, dass die Kabinen sehr unterschiedlich konfiguriert sind – Kunden können sich die Auslegung teilweise selbst zusammenstellen. Eine einheitliche Sitzzahl gibt es deshalb nicht.
| Typ | Anzahl | Kennzeichen (laut Wamos) | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A330-300 | 8 | EC-OLG, EC-ODR, EC-ODQ, EC-NHM, EC-NOF, EC-NOG, EC-NTX, EC-NYJ | Längerer Rumpf, größte Gruppe in der Flotte |
| Airbus A330-200 | 5 | EC-ODP, EC-MAJ, EC-NBN, EC-NCK, EC-NUI | Kürzer, größere Reichweite, Arbeitspferd für lange Wet-Lease-Strecken |
Die Mischung hat sich schnell verändert. 2019 flog Wamos laut eigener Darstellung noch fünf Boeing 747-400 und sieben A330-200, 2022 waren es vier A330-200 und fünf A330-300. Seitdem ist vor allem die A330-300 dazugekommen. Hergestellt werden beide Varianten von Airbus.
A330-200 oder A330-300?
Beide Versionen sehen auf den ersten Blick gleich aus: zwei Triebwerke, gleiche Flügel, gleiches Cockpit. Der Unterschied liegt in der Rumpflänge. Die A330-300 ist rund fünf Meter länger, was du an mehr Fenstern zwischen Tür 1 und Flügel sowie hinter dem Flügel erkennst. Die kürzere A330-200 hat dafür ein etwas höheres Seitenleitwerk, um den kürzeren Hebelarm auszugleichen.
Das spricht für die A330-300
- Langer, schlanker Rumpf mit vielen Fenstern vor dem Flügel
- Auf Trackern als A333 geführt
- Bei Wamos die größere Gruppe
Das spricht für die A330-200
- Kürzerer, gedrungener wirkender Rumpf
- Etwas höheres Seitenleitwerk
- Auf Trackern als A332 geführt
A330 oder A340? Der Klassiker unter den Verwechslungen
Wamos fliegt keine Vierstrahler mehr. Trotzdem wird ein Wamos-A330 gern für einen A340 gehalten – kein Wunder, denn beide Typen teilen Rumpf, Cockpit und Flügel. Das sichere Merkmal: Der A330 hat zwei, die A340-300 vier Triebwerke. Außerdem trägt die A340 ein zusätzliches Hauptfahrwerk unter dem Rumpf. Alle Details zeigt A330 oder A340? Triebwerkszahl, Fahrwerk und Varianten erkennen.
Die Jumbo-Ära (historisch)
Lange war die Boeing 747 das Gesicht der Airline. Schon Pullmantur Air flog ab 2003 drei Boeing 747-200 in der Kombiversion 747-200BM und eine 747-300. Alle vier verließen die Flotte 2008.
Danach übernahm die Boeing 747-400. Laut ch-aviation betrieb die Airline im Lauf der Jahre acht 747-400, aber nie mehr als sechs gleichzeitig. Die Jumbos brachten Kreuzfahrtgäste und Urlauber in die Karibik, halfen anderen Airlines aus – 2018 etwa LATAM, als dort eine Boeing 787 wegen Triebwerksproblemen ausfiel – und waren in dichter Bestuhlung regelmäßig für Pilgerflüge von Garuda Indonesia zwischen Indonesien und Saudi-Arabien im Einsatz.
Mit der Pandemie kam das Ende. Im Frühjahr 2020 holten die Jumbos noch gestrandete Urlauber nach Hause, darunter zwei Flüge von Madrid nach Hawaii. Den letzten Umlauf flog die EC-KXN am 19. Juli 2020 als Rückholflug von Windhoek nach Frankfurt. Danach stand sie in Madrid abgestellt, bis sie am 26. März 2021 Spanien endgültig verließ – damit war die 747 bei Wamos Geschichte. Zu den 747-400, die im Lauf des Jahres 2020 ausschieden, gehörten unter anderem EC-KXN, EC-LNA, EC-KQC, EC-MDS, EC-KSM, EC-MQK und EC-MRM.
Warum vierstrahlige Großraumflugzeuge in dieser Zeit fast überall verschwanden, erklärt Das Ende der Vierstrahler. Wie du die Jumbo-Generationen auf alten Fotos unterscheidest, steht in Boeing 747-100 bis 747-8.
Fracht im Passagier-A330
Während der Pandemie flogen vier der damals sieben Wamos-A330 als behelfsmäßige Frachter: Die Ladung reiste in Kabine und Unterflurraum, die Flugzeuge blieben aber Passagiermaschinen. Wer aus dieser Zeit Fotos hat, besitzt ein ungewöhnliches Stück Wamos-Geschichte.
Woran du Wamos Air erkennst
Viele Wamos-Flugzeuge fliegen in der Hausbemalung mit dem Schriftzug der Airline, andere sind langfristig verleast und tragen Farben oder Titel des Kunden. Verlass dich deshalb nicht allein auf die Lackierung. Am sichersten erkennst du Wamos so:
- Typ: immer ein Airbus A330, entweder -200 oder -300.
- Kennzeichen: spanische Registrierung mit EC-. Die aktuelle Liste steht in der Flottentabelle oben. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen, die Länderpräfixe findest du in Länderkennungen von Flugzeugen.
- Tracker und Funk: ICAO PLM, Rufzeichen PULLMAN – sofern der Flug nicht unter Kundencode läuft.
- Einsatzort: Madrid-Barajas als Heimat, dazu wechselnde Wet-Lease-Strecken weltweit.
Achtung Verwechslung
Auch andere Airlines aus Spanien und Portugal fliegen A330 mit ähnlichen Geschäftsmodellen: Iberojet mit spanischen Kennzeichen, Plus Ultra auf Strecken nach Lateinamerika und die portugiesische Wet-Lease-Spezialistin Hi Fly mit CS-Kennzeichen. Ein A330 mit EC-Kennzeichen ist also nicht automatisch ein Wamos – gleich das Kennzeichen mit der Flottenliste ab.
Wamos Air in Madrid, Europa und Deutschland spotten
Die besten Chancen hast du in Madrid-Barajas. Dort sind die Flugzeuge zu Hause, dort werden sie gewartet und zwischen zwei Verträgen geparkt. Einen bekannten Standort mit Blick auf die Pisten beschreibt die Seite zur La Muñoza am Flughafen Madrid-Barajas, weitere Tipps gibt Planespotting in Madrid-Barajas. Bevor du in Spanien losziehst, lohnt ein Blick in Spotten in Spanien.
Je nach Vertrag tauchen die A330 auch anderswo auf, etwa am Flughafen Lissabon bei Einsätzen für TAP oder in New York bei Flügen für Air Europa. In Deutschland siehst du Wamos vor allem bei Charterflügen oder wenn eine Airline wie Condor kurzfristig ein Großraumflugzeug braucht. Einen Fahrplan gibt es dafür nicht.
Gute Chancen auf Wamos, wenn …
- du in Madrid-Barajas stehst, der Heimatbasis der Flotte
- du vorher auf dem Tracker nach PLM und den EC-Kennzeichen gefiltert hast
- eine Airline gerade Wet-Lease-Kapazität angekündigt hat
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Berichten planst – Wet-Lease-Verträge enden oft nach einer Saison
- du eine bestimmte Maschine suchst, die vielleicht gerade auf einem anderen Kontinent fliegt
Eher kein Wamos-Tag, wenn …
- du an einem kleinen Regionalflughafen ohne Großraumverkehr stehst
Weil ein Wet-Lease-A330 oft nur einmal am Tag kommt, lohnt sich gute Planung: Betriebsrichtung prüfen, Sonnenstand für die lange Rumpfseite einplanen und rechtzeitig vor Ort sein.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Flächen, halte Abstand zu Zäunen und Zufahrten und lass die Drohne zu Hause. Was erlaubt ist, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Wamos und Pullmantur für zwei Airlines halten – es ist dieselbe Gesellschaft, nur mit neuem Namen seit 2014.
- Das Rufzeichen PULLMAN einer Kreuzfahrtfirma zuordnen – es gehört heute zu Wamos Air.
- Den Kunden für den Betreiber halten – im Wet Lease steht die Kundenflugnummer auf der Tafel, geflogen wird von Wamos.
- Einen A330 als A340 notieren – Wamos fliegt nur Zweistrahler; vier Triebwerke bedeuten eine andere Airline.
- Noch Jumbos erwarten – die letzte Wamos-747 verließ die Flotte im März 2021.
- Jeden spanischen A330 für Wamos halten – auch Iberia, Air Europa, Iberojet und Plus Ultra fliegen A330 mit EC-Kennzeichen.
Wet-Lease-Funde teilen
Poste deine Wamos-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Airline und Spot, plane mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht und tausch dich in der Community mit anderen Spottern aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Wamos Air ist eine Airline für Spotter, die genau hinschauen. Vom Kreuzfahrtzubringer Pullmantur Air über die Jumbo-Jahre bis zur heutigen A330-Flotte hat sie sich zu einer Wet-Lease-Airline entwickelt, die zwischen Madrid, Lissabon, New York und Auckland unterwegs war. Wer auf EC-Kennzeichen, den Code PLM und das Rufzeichen PULLMAN achtet, entdeckt Wamos auch unter fremder Flugnummer.
Kurzfazit
Wamos Air (IATA EB, ICAO PLM, Rufzeichen PULLMAN) ist eine spanische Charter- und ACMI-Airline aus Madrid mit reiner Airbus-A330-Flotte. Bis 2014 hieß sie Pullmantur Air, bis 2021 flog sie Boeing 747; seit 2024 gehört sie zur Abra Group.
Zusammenfassung
- Wamos Air ist die typische Airline hinter fremden Flugnummern: Der Kunde verkauft die Tickets, Wamos stellt A330 und Crew.
- Das sicherste Erkennungsmerkmal ist das EC-Kennzeichen an einem A330 – der Tracker bestätigt es mit PLM.
- Vierstrahler gibt es bei Wamos nicht mehr; die 747-Ära endete mit der Pandemie.
- Einen festen Flugplan gibt es nicht. Wer Wamos erwischen will, schaut auf aktuelle Wet-Lease-Verträge und filtert den Tracker nach PLM.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Wamos Air?
Wamos Air nutzt den IATA-Code EB und den ICAO-Code PLM. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „PULLMAN“. Bei Wet-Lease-Einsätzen läuft der Flug oft unter der Flugnummer des Kunden; auf dem Tracker taucht dann je nach Vertrag PLM oder der Code des Kunden auf.
Warum heißt das Rufzeichen von Wamos Air „PULLMAN“?
Wamos Air hieß bis 2014 Pullmantur Air. Bei der Umbenennung blieben ICAO-Code PLM und Rufzeichen PULLMAN erhalten. Wer im Funk „PULLMAN“ hört, hat es also mit Wamos zu tun, nicht mit der früheren Kreuzfahrtmarke.
Welche Flugzeuge fliegt Wamos Air?
Laut der Flottenübersicht von Wamos Air besteht die Flotte aus 13 Airbus A330: acht A330-300 und fünf A330-200. Die Kabinen sind je nach Flugzeug unterschiedlich ausgelegt, weil Wamos sie an die Wünsche der Kunden anpasst. Andere Typen hat Wamos derzeit nicht im Einsatz.
Fliegt Wamos Air noch Boeing 747 oder Airbus A340?
Nein. Die Vierstrahler-Zeit von Wamos war die Ära der Boeing 747. Die letzte 747-400, EC-KXN, flog im Juli 2020 ihren letzten Umlauf und verließ Madrid im März 2021. Seitdem fliegt Wamos nur noch zweistrahlige A330. Ein A330 wird von Einsteigern aber gern mit dem A340 verwechselt – zähl die Triebwerke.
Was ist der Unterschied zwischen Wamos Air und Pullmantur Air?
Es ist dieselbe Airline unter neuem Namen. Pullmantur Air wurde 2003 gegründet, um Gäste der Kreuzfahrtmarke Pullmantur zu fliegen. 2014 verkaufte die Royal Caribbean Group die Mehrheit an den Investor Springwater, danach hieß die Airline Wamos Air. Die Geschichte bis zur Umbenennung findest du auf der Seite zu Pullmantur Air.
Wem gehört Wamos Air?
Seit Oktober 2024 gehört Wamos Air zur Abra Group, die auch Avianca und GOL kontrolliert. Wamos behält dabei Marke und eigenen Flugbetrieb. Einen kleineren Anteil hält laut Wikipedia weiterhin die Royal Caribbean Group.
Für welche Airlines fliegt Wamos Air?
Das wechselt mit den Verträgen. Bekannte Einsätze waren etwa die Strecke Auckland–Perth für Air New Zealand von November 2022 bis April 2024 und Flüge ab Manila für Philippine Airlines im Jahr 2024. In Europa zählen etwa Iberia, Vueling, TUI und Condor zu den Kunden; zuletzt flog die Airline auch für Air Europa und TAP. Welcher Vertrag gerade läuft, prüfst du am besten auf dem Tracker.
Wo kann ich Wamos Air spotten?
Am ehesten in Madrid-Barajas, wo die Flugzeuge gewartet und zwischen Einsätzen geparkt werden. Je nach Vertrag tauchen die A330 aber auch in Lissabon, New York, Südamerika oder Asien auf. In Deutschland siehst du Wamos vor allem bei Charterflügen oder wenn eine Airline wie Condor kurzfristig Kapazität braucht.
Wamos Air im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypBoeing 747-400
Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.
FlugzeugtypAirbus A340-300
Vier schlanke Triebwerke, ein drittes Fahrwerksbein unter dem Rumpf und der Rumpf einer A330: Die A340-300 ist Airbus’ klassischer Langstrecken-Vierstrahler – und verschwindet gerade aus Europas Flotten. So erkennst du sie, solange es noch geht.
Weitere Airlines
Pullmantur Air
Historische spanische Charterairline aus Madrid: 2003 gegründet, um Kreuzfahrtgäste mit Jumbos zu den Schiffen zu fliegen, später mit Boeing 747-400 in die Karibik unterwegs – und Ende 2014 in Wamos Air umbenannt.
FerienfliegerIberojet
Spanisch-portugiesische Ferien- und Charterairline der Barceló-Reisesparte Ávoris: kleine, reine Airbus-Flotte mit A350-900 und A330, Langstrecke ab Madrid und Lissabon in die Karibik und nach Asien.
CharterHi Fly
Portugiesischer Wet-Lease-Spezialist mit Airbus-Großraumjets: Hi Fly vermietet A330 und A340 samt Crew an Airlines und Regierungen, flog als erste Airline einen gebrauchten A380 und landet mit dem A340 in der Antarktis.
NetzwerkPlus Ultra Líneas Aéreas
Kleine spanische Langstreckenairline aus Madrid: Airbus A330 nach Lima, Caracas und Buenos Aires, eine A340-Vergangenheit und eine viel diskutierte Staatshilfe aus der Corona-Zeit.
NetzwerkAir Europa
Spaniens private Netzwerk-Airline von Mallorca: Drehkreuz Madrid-Barajas, SkyTeam-Mitglied, reine Boeing-Flotte aus 737 und 787 Dreamliner und ein starker Fokus auf Lateinamerika.
NetzwerkIberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Abra Group
Die Abra Group bündelt seit 2022 die kolumbianische Avianca und die brasilianische GOL unter einem Dach – zwei Airlines, zwei Flottenwelten, zwei Farben. Hier erfährst du, wie die Gruppe aufgebaut ist und woran du ihre Flugzeuge erkennst.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Madrid-Barajas
Spaniens größter Flughafen und das Tor nach Lateinamerika: vier Start- und Landebahnen, zwei Betriebsrichtungen mit klaren Regeln, Terminal 4 als Heimat von Iberia und oneworld – und eine Spotterszene, die zwischen Schotterweg, Autobahnbrücke und offizieller Aena-Zone pendelt.
FlughafenFlughafen Lissabon Humberto Delgado
Portugals größter Flughafen liegt mitten in der Stadt: eine einzige Bahn, Anflüge direkt über die Dächer von Lissabon und ein Drehkreuz der TAP Air Portugal mit Verbindungen nach Brasilien, Afrika und Nordamerika. Eine Besucherterrasse gibt es nicht – dafür eine ganze Reihe öffentlicher Plätze rund um den Zaun.
Wo du Wamos Air vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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