Wamos Air

Die spanische Charter- und Wet-Lease-Airline aus Madrid startete 2003 als Pullmantur Air für Kreuzfahrtgäste, flog jahrelang Jumbos und ist heute mit Airbus A330 für andere Airlines in aller Welt unterwegs.

Auch bekannt als: Pullmantur Air · Wamos · EB

SpanienSpanienCharter & Wet-LeaseIATA: EBICAO: PLM11 Min. Lesezeit

PLM

ICAO-Code

PULLMAN

Rufzeichen

13

Airbus A330 in der Flotte

EC-

Kennzeichen-Präfix Spanien

Das Wichtigste in Kürze

  • Wamos Air ist eine spanische ACMI- und Charterairline mit Basis in Madrid-Barajas.
  • Codes: IATA EB, ICAO PLM, Rufzeichen „PULLMAN“ – ein Überbleibsel aus der Zeit als Pullmantur Air.
  • Die Flotte besteht nur aus Airbus A330: laut Wamos acht A330-300 und fünf A330-200.
  • Jumbo-Vergangenheit: Als Pullmantur Air und Wamos flog die Airline Boeing 747-200, -300 und -400; der letzte Jumbo verließ die Flotte 2021.
  • Seit Oktober 2024 gehört Wamos zur Abra Group, der Holding hinter Avianca und GOL.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Wamos Air im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Von Pullmantur Air zu Wamos Air
  4. 4.So funktioniert das Geschäft: Charter und Wet Lease
  5. 5.Die Flotte: nur noch Airbus A330
  6. 6.Die Jumbo-Ära (historisch)
  7. 7.Woran du Wamos Air erkennst
  8. 8.Wamos Air in Madrid, Europa und Deutschland spotten
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeEB
ICAO-CodePLM
RufzeichenPULLMAN
DrehkreuzeMAD
GeschäftsmodellCharter- und ACMI-Airline (Wet Lease): Flugzeug samt Crew, Wartung und Versicherung für Airlines, Reiseveranstalter, Unternehmen und Regierungen
SitzMadrid, Spanien
BasisFlughafen Madrid-Barajas (MAD)
Gegründet23. Juni 2003 als Pullmantur Air, seit 2014 Wamos Air
EigentümerAbra Group (Übernahme im Oktober 2024), Minderheitsanteil bei der Royal Caribbean Group
Allianzkeine
Flotte (laut Wamos Air, Stand Oktober 2026)13 Airbus A330: 8 A330-300 und 5 A330-200
Frühere GroßraumtypenBoeing 747-200 und 747-300 (bis 2008), Boeing 747-400 (bis 2020/2021)
ZertifizierungSpanisches AOC E-AOC-055, IOSA-registriert seit 2012

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Wamos Air?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Immer ein Airbus A330 – zweistrahlig, als A330-200 oder als längere A330-300
  • Spanisches Kennzeichen mit EC- am Heck, etwa EC-NHM oder EC-ODP
  • Auf dem Tracker PLM, im Funk „PULLMAN“ – das Erbe des alten Namens
  • Oft unter fremder Flugnummer unterwegs: Kunde auf dem Ticket, Wamos im Cockpit
  • Manche Maschinen fliegen langfristig verleast und tragen dann Farben oder Titel des Kunden
  • Heimatflughafen ist Madrid-Barajas, Einsätze aber weltweit

Wamos Air gehört zu den Airlines, die du oft siehst, ohne es zu merken. Auf der Anzeigetafel steht Iberia, Condor oder eine Airline vom anderen Ende der Welt, gelandet ist aber ein spanischer A330 mit EC-Kennzeichen. Dahinter steckt eine Charter- und Wet-Lease-Airline aus Madrid, die als Fluggesellschaft eines Kreuzfahrtveranstalters begann und lange mit Jumbos unterwegs war. Hier liest du, wie Wamos arbeitet, was aus den 747 geworden ist und wie du die A330 der Airline sicher erkennst.

Jeder A330 mit EC-Kennzeichen

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Wamos Air im Überblick

Wamos Air ist eine spanische Charter- und ACMI-Airline mit Sitz in Madrid. Ihre Flugzeuge sind am Flughafen Madrid-Barajas zu Hause, im Einsatz sind sie aber dort, wo ein Kunde gerade Kapazität braucht. Nach eigenen Angaben fliegt Wamos rund 200 Flughäfen in 87 Ländern an und bezeichnet sich selbst als Europas führenden Anbieter für Charter- und Wet-Lease-Flüge – das ist eine Selbstdarstellung, keine unabhängige Rangliste.

Die Kunden sind Airlines, Reiseveranstalter, große Unternehmen und Regierungen. Zu den Kunden zählen unter anderem Iberia, Vueling, TUI und Condor. Eigene Tickets verkauft die Airline seit 2022 nicht mehr: Damals gab sie ihre letzten Linienflüge auf und konzentriert sich seitdem ganz auf Charter und Wet Lease.

Seit Oktober 2024 gehört Wamos zur Abra Group, der Holding hinter Avianca und GOL. Marke und Flugbetrieb blieben dabei eigenständig.

EBIATA-Code der Airline
PLMICAO-Code auf dem Tracker
EC-Länderkennung Spanien am Kennzeichen

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code EB: wird bei eigenen Charterflügen genutzt. Fliegt Wamos für eine andere Airline, steht meist deren Code in der Flugnummer.
  • ICAO-Code PLM: der Betreibercode im Flugplan und damit das, was dir viele Flugtracker anzeigen.
  • Rufzeichen PULLMAN: So meldet sich die Besatzung im Funk.

PLM und PULLMAN stammen aus der Zeit als Pullmantur Air. Bei der Umbenennung blieben beide erhalten – ein schönes Detail für alle, die Funk hören. Warum Flugnummer, Rufzeichen und durchführende Airline nicht dasselbe sind, erklärt Callsign und Flugnummer: der Unterschied. Die Systematik der Codes findest du in IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Tracker-Trick

Bei Wet-Lease-Einsätzen kann der Flug auch unter dem Code des Kunden laufen. Merk dir deshalb die EC-Kennzeichen der Wamos-A330 und such zusätzlich danach. Wie das funktioniert, steht im Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.

Von Pullmantur Air zu Wamos Air

Die Airline entstand am 23. Juni 2003 als Luftfahrtsparte des spanischen Reise- und Kreuzfahrtunternehmens Pullmantur, das damals zur Grupo Marsans gehörte. Der Zweck war klar: Gäste der Pullmantur-Kreuzfahrten sollten mit eigenen Flugzeugen zu den Schiffen kommen, vor allem in die Karibik. Noch im Gründungsjahr erhielt Pullmantur Air das Luftverkehrsbetreiberzeugnis.

2006 übernahm Royal Caribbean das Pullmantur-Geschäft und damit auch die Airline. Ab 2011 flog Pullmantur Air zusätzlich eigene Linienflüge, etwa von Madrid nach Cancún und Punta Cana. 2012 kam die IOSA-Registrierung der IATA, ein wichtiges Sicherheitssiegel für Airlines, die für andere fliegen.

2014 verkaufte Royal Caribbean die Mehrheit von 81 Prozent an den Investor Springwater Capital. Kurz darauf trat die Airline als Wamos Air auf. Mehr zur Frühphase liest du auf der eigenen Seite zu Pullmantur Air.

2003

Gründung als Pullmantur Air, Jumbos der Typen 747-200 und 747-300.

2006

Royal Caribbean übernimmt Pullmantur samt Airline.

2014

Mehrheit geht an Springwater, neuer Name Wamos Air.

2020/21

Abschied von der Boeing 747-400, Umstieg auf reine A330-Flotte.

2022

Ende der Linienflüge, Fokus auf Charter und Wet Lease.

2024

Die Abra Group übernimmt Wamos.

So funktioniert das Geschäft: Charter und Wet Lease

Wamos verkauft Kapazität, keine Sitzplätze. Im ACMI-Modell, auch Wet Lease genannt, stellt die Airline einem Kunden Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung. Der Kunde legt Strecken und Flugplan fest und vermarktet die Plätze selbst. Typische Anlässe sind Engpässe bei der eigenen Flotte, etwa wenn Triebwerke in der Werkstatt stehen, Spitzen in der Hochsaison oder neue Strecken, die eine Airline erst testen will. Das Prinzip erklärt Wet Lease erklärt.

Daneben fliegt Wamos klassische Charter: für Reiseveranstalter, Sportvereine, Unternehmen oder Regierungen. Den Unterschied zum Linienverkehr liest du in Charterflug und Linienflug.

Einsatz Was Wamos liefert Was der Kunde macht Spotter-Folge
Wet Lease / ACMI A330, Crew, Wartung, Versicherung Strecke, Flugplan, Ticketverkauf Wamos-A330 unter Kundenflugnummer
Langfristiges Leasing Flugzeug über längere Zeit Betrieb im eigenen Netz A330 mit EC-Kennzeichen, oft in Kundenfarben
Charter Komplettes Flugzeug für einen Auftrag Gruppe, Reise oder Event Einzelne Flüge, auch an ungewöhnlichen Flughäfen
Fracht im Passagierflugzeug A330 mit Ladung in Kabine und Unterflur Frachtkunde Passagier-A330 auf Frachtrouten

Für dich als Spotter heißt das: Bei Wamos sagt die Flugnummer wenig. Entscheidend sind Typ, Kennzeichen und Rufzeichen.

Bekannte Einsätze rund um die Welt

Wie weit Wamos herumkommt, zeigen ein paar dokumentierte Verträge. Von November 2022 bis April 2024 flog die Airline mit eigenen A330-200 und eigenen Crews täglich zwischen Auckland und Perth für Air New Zealand. Ab Juni 2024 setzte Philippine Airlines für einige Monate zwei Wamos-A330-200 zwischen Manila und Sydney beziehungsweise Melbourne ein, weil eigene Flugzeuge wegen Lieferkettenproblemen fehlten.

Näher an Europa flog Wamos zuletzt für Air Europa zwischen Madrid und New York-JFK, für Iberia ab Madrid und für TAP Air Portugal zwischen Lissabon und Fortaleza (Stand 2025). Laut der spanischen Wikipedia sind einzelne Maschinen außerdem an Airlines wie LATAM, Saudia und Avianca verleast. Solche Verträge laufen aus und werden neu vergeben – ob sie im Oktober 2026 noch bestehen, solltest du vor einer Tour prüfen.

Den nächsten Wamos-A330 nicht verpassen

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Die Flotte: nur noch Airbus A330

Laut der Flottenübersicht von Wamos Air besteht die Flotte aus 13 Airbus A330. Die Airline betont, dass die Kabinen sehr unterschiedlich konfiguriert sind – Kunden können sich die Auslegung teilweise selbst zusammenstellen. Eine einheitliche Sitzzahl gibt es deshalb nicht.

Typ Anzahl Kennzeichen (laut Wamos) Spotter-Hinweis
Airbus A330-300 8 EC-OLG, EC-ODR, EC-ODQ, EC-NHM, EC-NOF, EC-NOG, EC-NTX, EC-NYJ Längerer Rumpf, größte Gruppe in der Flotte
Airbus A330-200 5 EC-ODP, EC-MAJ, EC-NBN, EC-NCK, EC-NUI Kürzer, größere Reichweite, Arbeitspferd für lange Wet-Lease-Strecken

Die Mischung hat sich schnell verändert. 2019 flog Wamos laut eigener Darstellung noch fünf Boeing 747-400 und sieben A330-200, 2022 waren es vier A330-200 und fünf A330-300. Seitdem ist vor allem die A330-300 dazugekommen. Hergestellt werden beide Varianten von Airbus.

A330-200 oder A330-300?

Beide Versionen sehen auf den ersten Blick gleich aus: zwei Triebwerke, gleiche Flügel, gleiches Cockpit. Der Unterschied liegt in der Rumpflänge. Die A330-300 ist rund fünf Meter länger, was du an mehr Fenstern zwischen Tür 1 und Flügel sowie hinter dem Flügel erkennst. Die kürzere A330-200 hat dafür ein etwas höheres Seitenleitwerk, um den kürzeren Hebelarm auszugleichen.

Das spricht für die A330-300

  • Langer, schlanker Rumpf mit vielen Fenstern vor dem Flügel
  • Auf Trackern als A333 geführt
  • Bei Wamos die größere Gruppe

Das spricht für die A330-200

  • Kürzerer, gedrungener wirkender Rumpf
  • Etwas höheres Seitenleitwerk
  • Auf Trackern als A332 geführt

A330 oder A340? Der Klassiker unter den Verwechslungen

Wamos fliegt keine Vierstrahler mehr. Trotzdem wird ein Wamos-A330 gern für einen A340 gehalten – kein Wunder, denn beide Typen teilen Rumpf, Cockpit und Flügel. Das sichere Merkmal: Der A330 hat zwei, die A340-300 vier Triebwerke. Außerdem trägt die A340 ein zusätzliches Hauptfahrwerk unter dem Rumpf. Alle Details zeigt A330 oder A340? Triebwerkszahl, Fahrwerk und Varianten erkennen.

Die Jumbo-Ära (historisch)

Lange war die Boeing 747 das Gesicht der Airline. Schon Pullmantur Air flog ab 2003 drei Boeing 747-200 in der Kombiversion 747-200BM und eine 747-300. Alle vier verließen die Flotte 2008.

Danach übernahm die Boeing 747-400. Laut ch-aviation betrieb die Airline im Lauf der Jahre acht 747-400, aber nie mehr als sechs gleichzeitig. Die Jumbos brachten Kreuzfahrtgäste und Urlauber in die Karibik, halfen anderen Airlines aus – 2018 etwa LATAM, als dort eine Boeing 787 wegen Triebwerksproblemen ausfiel – und waren in dichter Bestuhlung regelmäßig für Pilgerflüge von Garuda Indonesia zwischen Indonesien und Saudi-Arabien im Einsatz.

Mit der Pandemie kam das Ende. Im Frühjahr 2020 holten die Jumbos noch gestrandete Urlauber nach Hause, darunter zwei Flüge von Madrid nach Hawaii. Den letzten Umlauf flog die EC-KXN am 19. Juli 2020 als Rückholflug von Windhoek nach Frankfurt. Danach stand sie in Madrid abgestellt, bis sie am 26. März 2021 Spanien endgültig verließ – damit war die 747 bei Wamos Geschichte. Zu den 747-400, die im Lauf des Jahres 2020 ausschieden, gehörten unter anderem EC-KXN, EC-LNA, EC-KQC, EC-MDS, EC-KSM, EC-MQK und EC-MRM.

Warum vierstrahlige Großraumflugzeuge in dieser Zeit fast überall verschwanden, erklärt Das Ende der Vierstrahler. Wie du die Jumbo-Generationen auf alten Fotos unterscheidest, steht in Boeing 747-100 bis 747-8.

Fracht im Passagier-A330

Während der Pandemie flogen vier der damals sieben Wamos-A330 als behelfsmäßige Frachter: Die Ladung reiste in Kabine und Unterflurraum, die Flugzeuge blieben aber Passagiermaschinen. Wer aus dieser Zeit Fotos hat, besitzt ein ungewöhnliches Stück Wamos-Geschichte.

Woran du Wamos Air erkennst

Viele Wamos-Flugzeuge fliegen in der Hausbemalung mit dem Schriftzug der Airline, andere sind langfristig verleast und tragen Farben oder Titel des Kunden. Verlass dich deshalb nicht allein auf die Lackierung. Am sichersten erkennst du Wamos so:

  • Typ: immer ein Airbus A330, entweder -200 oder -300.
  • Kennzeichen: spanische Registrierung mit EC-. Die aktuelle Liste steht in der Flottentabelle oben. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen, die Länderpräfixe findest du in Länderkennungen von Flugzeugen.
  • Tracker und Funk: ICAO PLM, Rufzeichen PULLMAN – sofern der Flug nicht unter Kundencode läuft.
  • Einsatzort: Madrid-Barajas als Heimat, dazu wechselnde Wet-Lease-Strecken weltweit.

Achtung Verwechslung

Auch andere Airlines aus Spanien und Portugal fliegen A330 mit ähnlichen Geschäftsmodellen: Iberojet mit spanischen Kennzeichen, Plus Ultra auf Strecken nach Lateinamerika und die portugiesische Wet-Lease-Spezialistin Hi Fly mit CS-Kennzeichen. Ein A330 mit EC-Kennzeichen ist also nicht automatisch ein Wamos – gleich das Kennzeichen mit der Flottenliste ab.

Wamos Air in Madrid, Europa und Deutschland spotten

Die besten Chancen hast du in Madrid-Barajas. Dort sind die Flugzeuge zu Hause, dort werden sie gewartet und zwischen zwei Verträgen geparkt. Einen bekannten Standort mit Blick auf die Pisten beschreibt die Seite zur La Muñoza am Flughafen Madrid-Barajas, weitere Tipps gibt Planespotting in Madrid-Barajas. Bevor du in Spanien losziehst, lohnt ein Blick in Spotten in Spanien.

Je nach Vertrag tauchen die A330 auch anderswo auf, etwa am Flughafen Lissabon bei Einsätzen für TAP oder in New York bei Flügen für Air Europa. In Deutschland siehst du Wamos vor allem bei Charterflügen oder wenn eine Airline wie Condor kurzfristig ein Großraumflugzeug braucht. Einen Fahrplan gibt es dafür nicht.

Gute Chancen auf Wamos, wenn …

  • du in Madrid-Barajas stehst, der Heimatbasis der Flotte
  • du vorher auf dem Tracker nach PLM und den EC-Kennzeichen gefiltert hast
  • eine Airline gerade Wet-Lease-Kapazität angekündigt hat

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach älteren Berichten planst – Wet-Lease-Verträge enden oft nach einer Saison
  • du eine bestimmte Maschine suchst, die vielleicht gerade auf einem anderen Kontinent fliegt

Eher kein Wamos-Tag, wenn …

  • du an einem kleinen Regionalflughafen ohne Großraumverkehr stehst

Weil ein Wet-Lease-A330 oft nur einmal am Tag kommt, lohnt sich gute Planung: Betriebsrichtung prüfen, Sonnenstand für die lange Rumpfseite einplanen und rechtzeitig vor Ort sein.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Flächen, halte Abstand zu Zäunen und Zufahrten und lass die Drohne zu Hause. Was erlaubt ist, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Häufige Verwechslungen

  • Wamos und Pullmantur für zwei Airlines halten – es ist dieselbe Gesellschaft, nur mit neuem Namen seit 2014.
  • Das Rufzeichen PULLMAN einer Kreuzfahrtfirma zuordnen – es gehört heute zu Wamos Air.
  • Den Kunden für den Betreiber halten – im Wet Lease steht die Kundenflugnummer auf der Tafel, geflogen wird von Wamos.
  • Einen A330 als A340 notieren – Wamos fliegt nur Zweistrahler; vier Triebwerke bedeuten eine andere Airline.
  • Noch Jumbos erwarten – die letzte Wamos-747 verließ die Flotte im März 2021.
  • Jeden spanischen A330 für Wamos halten – auch Iberia, Air Europa, Iberojet und Plus Ultra fliegen A330 mit EC-Kennzeichen.

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Fazit

Wamos Air ist eine Airline für Spotter, die genau hinschauen. Vom Kreuzfahrtzubringer Pullmantur Air über die Jumbo-Jahre bis zur heutigen A330-Flotte hat sie sich zu einer Wet-Lease-Airline entwickelt, die zwischen Madrid, Lissabon, New York und Auckland unterwegs war. Wer auf EC-Kennzeichen, den Code PLM und das Rufzeichen PULLMAN achtet, entdeckt Wamos auch unter fremder Flugnummer.

Kurzfazit

Wamos Air (IATA EB, ICAO PLM, Rufzeichen PULLMAN) ist eine spanische Charter- und ACMI-Airline aus Madrid mit reiner Airbus-A330-Flotte. Bis 2014 hieß sie Pullmantur Air, bis 2021 flog sie Boeing 747; seit 2024 gehört sie zur Abra Group.

Zusammenfassung

  • Wamos Air ist die typische Airline hinter fremden Flugnummern: Der Kunde verkauft die Tickets, Wamos stellt A330 und Crew.
  • Das sicherste Erkennungsmerkmal ist das EC-Kennzeichen an einem A330 – der Tracker bestätigt es mit PLM.
  • Vierstrahler gibt es bei Wamos nicht mehr; die 747-Ära endete mit der Pandemie.
  • Einen festen Flugplan gibt es nicht. Wer Wamos erwischen will, schaut auf aktuelle Wet-Lease-Verträge und filtert den Tracker nach PLM.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Wamos Air?

Wamos Air nutzt den IATA-Code EB und den ICAO-Code PLM. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „PULLMAN“. Bei Wet-Lease-Einsätzen läuft der Flug oft unter der Flugnummer des Kunden; auf dem Tracker taucht dann je nach Vertrag PLM oder der Code des Kunden auf.

Warum heißt das Rufzeichen von Wamos Air „PULLMAN“?

Wamos Air hieß bis 2014 Pullmantur Air. Bei der Umbenennung blieben ICAO-Code PLM und Rufzeichen PULLMAN erhalten. Wer im Funk „PULLMAN“ hört, hat es also mit Wamos zu tun, nicht mit der früheren Kreuzfahrtmarke.

Welche Flugzeuge fliegt Wamos Air?

Laut der Flottenübersicht von Wamos Air besteht die Flotte aus 13 Airbus A330: acht A330-300 und fünf A330-200. Die Kabinen sind je nach Flugzeug unterschiedlich ausgelegt, weil Wamos sie an die Wünsche der Kunden anpasst. Andere Typen hat Wamos derzeit nicht im Einsatz.

Fliegt Wamos Air noch Boeing 747 oder Airbus A340?

Nein. Die Vierstrahler-Zeit von Wamos war die Ära der Boeing 747. Die letzte 747-400, EC-KXN, flog im Juli 2020 ihren letzten Umlauf und verließ Madrid im März 2021. Seitdem fliegt Wamos nur noch zweistrahlige A330. Ein A330 wird von Einsteigern aber gern mit dem A340 verwechselt – zähl die Triebwerke.

Was ist der Unterschied zwischen Wamos Air und Pullmantur Air?

Es ist dieselbe Airline unter neuem Namen. Pullmantur Air wurde 2003 gegründet, um Gäste der Kreuzfahrtmarke Pullmantur zu fliegen. 2014 verkaufte die Royal Caribbean Group die Mehrheit an den Investor Springwater, danach hieß die Airline Wamos Air. Die Geschichte bis zur Umbenennung findest du auf der Seite zu Pullmantur Air.

Wem gehört Wamos Air?

Seit Oktober 2024 gehört Wamos Air zur Abra Group, die auch Avianca und GOL kontrolliert. Wamos behält dabei Marke und eigenen Flugbetrieb. Einen kleineren Anteil hält laut Wikipedia weiterhin die Royal Caribbean Group.

Für welche Airlines fliegt Wamos Air?

Das wechselt mit den Verträgen. Bekannte Einsätze waren etwa die Strecke Auckland–Perth für Air New Zealand von November 2022 bis April 2024 und Flüge ab Manila für Philippine Airlines im Jahr 2024. In Europa zählen etwa Iberia, Vueling, TUI und Condor zu den Kunden; zuletzt flog die Airline auch für Air Europa und TAP. Welcher Vertrag gerade läuft, prüfst du am besten auf dem Tracker.

Wo kann ich Wamos Air spotten?

Am ehesten in Madrid-Barajas, wo die Flugzeuge gewartet und zwischen Einsätzen geparkt werden. Je nach Vertrag tauchen die A330 aber auch in Lissabon, New York, Südamerika oder Asien auf. In Deutschland siehst du Wamos vor allem bei Charterflügen oder wenn eine Airline wie Condor kurzfristig Kapazität braucht.

Wamos Air im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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