Das Wichtigste in Kürze
- LACSA war die Flag-Carrier Costa Ricas, gegründet 1945 mit Pan American und ab 1946 im Linienverkehr ab San José.
- Codes: IATA LR, ICAO LRC, Rufzeichen „LACSA“ – Codes und Rufzeichen existieren bis heute.
- Technischer Vorreiter in der Region: Mit der BAC One-Eleven kam 1967 der erste Jet, im Dezember 1990 übernahm LACSA als erste Airline Mittelamerikas einen Airbus A320.
- Von LACSA zu TACA zu Avianca: 1992 übernahm Grupo TACA die Mehrheit, 2013 verschwand die Marke unter dem gemeinsamen Namen Avianca.
- Heute Avianca Costa Rica: Die Gesellschaft fliegt unter Avianca-Bemalung weiter, seit 2022 erinnert ein Retro-A320 an die LACSA-Farben.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | LR |
|---|---|
| ICAO-Code | LRC |
| Rufzeichen | LACSA |
| Drehkreuze | SJO |
| Allianz | Star Alliance |
| Status | Historische Marke – seit 2013 fliegt die Gesellschaft unter dem Namen Avianca, 2017 wurde sie auch formal in Avianca Costa Rica umbenannt |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Strecken von San José nach Mittelamerika, in die Karibik, nach Südamerika und in die USA |
| Gegründet | 17. Oktober 1945 mit Beteiligung von Pan American, Costa-ricanischem Staat und privaten Investoren; Flugbetrieb ab 1. Juni 1946 mit Douglas DC-3 |
| Sitz und Drehkreuz | San José, Flughafen Juan Santamaría (SJO) in Alajuela |
| Flag-Carrier | Seit 1949 offizielle Fluggesellschaft Costa Ricas |
| Konzern | Ab 1992 mehrheitlich bei Grupo TACA, nach dem Zusammenschluss von Avianca und TACA heute Teil der Avianca-Gruppe |
| Allianz | Über TACA seit Juni 2012 in der Star Alliance, heute als Teil von Avianca |
| Historische Flottentypen | Douglas DC-3, Curtiss C-46, Convair CV-340, Douglas DC-6B, BAC One-Eleven, Lockheed L-188 Electra, Boeing 727, Boeing 737-200, Airbus A319, A320 und A321, Embraer 190 |
| Kennzeichen | Costa-ricanische Registrierung mit TI-; in der TACA- und Avianca-Ära viele Flugzeuge mit anderen Kennzeichen, etwa N- |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich LACSA?
- Klassische Optik: die Farben der costa-ricanischen Flagge – Blau, Weiß und Rot – am Leitwerk und entlang der Rumpfseiten
- Logo mit einem „L“, in das die Landesflagge eingearbeitet ist
- Später Schriftzug „TACA“ oder Doppelname TACA/LACSA, ab 2013 nur noch die Avianca-Bemalung
- Flugnummern mit LR, im Funk das Rufzeichen LACSA – das Rufzeichen nutzt die Gesellschaft bis heute
- Costa-ricanisches Kennzeichen mit TI-, wenn das Flugzeug im Land registriert war
- Seit 2022 als Hommage zu sehen: ein Avianca-A320 im Retro-Look von LACSA mit Flagge am Leitwerk
Wenn heute ein Airbus mit dem Rufzeichen „LACSA“ über Funk nach San José einfliegt, hörst du den Namen einer Airline, die es als Marke seit über zehn Jahren nicht mehr gibt. LACSA war jahrzehntelang die Flag-Carrier Costa Ricas: rot-weiß-blau lackiert, mit Drehkreuz in San José und einer Flotte, die von der DC-3 bis zum ersten A320 Mittelamerikas reichte. Diese Seite zeigt dir die Geschichte, die Flugzeuge und die Spuren, die LACSA bis heute hinterlässt.
Retro-Liveries im Hangar sammeln
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ und Airline fest – und setzt Sonderbemalungen wie den LACSA-Retro-A320 auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
LACSA im Überblick
LACSA – Líneas Aéreas Costarricenses S.A. – war die nationale Airline Costa Ricas. Gegründet wurde sie am 17. Oktober 1945. Hinter der Gründung standen drei Partner: die US-Airline Pan Am, der costa-ricanische Staat und private Investoren aus dem Land. Für Pan Am war das ein typisches Modell der Zeit – lokale Gesellschaften in Lateinamerika sollten Fluggäste zubringen, vor allem in Richtung Miami.
Am 1. Juni 1946 startete der Flugbetrieb, zunächst mit einer Douglas DC-3 im Inland. 1949 erhielt LACSA den Status als offizielle Fluggesellschaft des Landes, im selben Zeitraum kamen die ersten internationalen Strecken dazu. Zum frühen Netz gehörten Ziele wie Miami, Panama, Havanna, Mexiko-Stadt und die Kaimaninseln.
Als Marke endete LACSA 2013: Seit dem 28. Mai 2013 fliegen die früheren TACA-Gesellschaften gemeinsam mit Avianca unter einem Namen. Die Gesellschaft selbst gibt es aber weiter – 2017 wurde sie auch offiziell in Avianca Costa Rica umbenannt.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code LR: stand auf Tickets und Anzeigetafeln, solange LACSA eigene Flugnummern verkaufte.
- ICAO-Code LRC: wird im Flugplan der Flugsicherung genutzt – und taucht bei Flügen von Avianca Costa Rica bis heute auf.
- Rufzeichen LACSA: Laut englischsprachiger Wikipedia meldet sich auch Avianca Costa Rica im Funk weiterhin so.
Das macht LACSA zu einem seltenen Fall: Die Marke ist vom Rumpf verschwunden, lebt aber in den Betriebscodes weiter. Wenn du auf einem Tracker LRC siehst, fliegt mit großer Wahrscheinlichkeit die costa-ricanische Avianca-Gesellschaft, auch wenn auf der Anzeigetafel eine AV-Flugnummer steht. Wie IATA- und ICAO-Codes zusammenspielen, erklärt der Guide zu IATA- und ICAO-Codes. Mehr zu ungewöhnlichen Funknamen findest du im Beitrag über Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.
Tracker richtig lesen
Avianca verkauft Flüge unter AV, durchgeführt werden sie aber von verschiedenen Gesellschaften der Gruppe. Achte deshalb auf den ICAO-Code im Tracker: LRC steht für die frühere LACSA, AVA für die kolumbianische Avianca.
Die Geschichte in Etappen
LACSAs Weg lässt sich gut in Phasen einteilen – von der kleinen Pan-Am-Tochter bis zum Baustein eines mittelamerikanischen Konzerns.
1945–1970: Pan-Am-Partner
Gründung mit Pan Am, Start mit der DC-3, Status als Flag-Carrier ab 1949 und erste Auslandsstrecken. Laut El Financiero zog sich Pan Am 1970 aus dem Kapital zurück.
1967–1990: Jet-Zeitalter
Die BAC One-Eleven bringt die ersten Jets, später kommen die Boeing 727 und kurzzeitig die Electra dazu. Das Netz wächst in Richtung Karibik und Südamerika.
1990–1998: Airbus und TACA
Im Dezember 1990 kommt der erste Airbus A320. 1992 übernimmt Grupo TACA aus El Salvador die Mehrheit an LACSA.
1998–2013: Teil des TACA-Netzes
Schrittweise Integration unter der Marke TACA, 2012 Beitritt zur Star Alliance, 2013 Wechsel zur Marke Avianca.
Die frühen Jahre mit Pan Am
In der Anfangszeit war LACSA eng mit Pan Am verbunden. Laut der costa-ricanischen Wirtschaftszeitung El Financiero lag das Startkapital zu 40 Prozent bei Pan Am, zu 40 Prozent bei costa-ricanischen Teilhabern und zu 20 Prozent beim Staat. Neben der Douglas DC-3 flog LACSA früh die Curtiss C-46, ein bulliges zweimotoriges Transportflugzeug, das bei LACSA laut englischsprachiger Wikipedia von 1948 bis 1979 im Einsatz war – vor allem im Frachtverkehr.
Der Schwerpunkt von LACSA lag zunehmend auf internationalen Strecken; Inlandsflüge übernahm später die Tochter Sansa. In den 1950er- und 1960er-Jahren folgten die Convair CV-340 – eng verwandt mit der Convair CV-440 – und die Douglas DC-6 in der Version DC-6B, die vor allem nach Miami flog.
Die Verbindung zu Cayman Airways
Eine Randnotiz mit Folgen: LACSA bediente früh die Kaimaninseln und betrieb dort eine eigene Tochtergesellschaft. 1968 kaufte die Regierung der Kaimaninseln 51 Prozent dieser Gesellschaft, Cayman Brac Airways, und formte daraus Cayman Airways. Grand Cayman blieb noch länger ein Zwischenstopp auf der Strecke von San José nach Miami.
Jets und Wachstum
Im April 1967 nahm LACSA die erste BAC One-Eleven in Betrieb, zunächst auf Strecken in die Karibik. Der britische Zweistrahler mit Hecktriebwerken war damit das erste Jet-Muster der Airline. Ab Ende der 1970er-Jahre übernahm die Boeing 727-200 diese Rolle, ergänzt durch die Turboprop Lockheed L-188 Electra, die bei LACSA nur wenige Jahre flog.
Die 1980er-Jahre waren wirtschaftlich schwierig. Laut El Financiero ging der Reingewinn ab 1982 zurück, bevor Anfang der 1990er-Jahre mit neuen Flugzeugen und neuen Eigentümern ein Neuanfang folgte.
Der erste A320 Mittelamerikas
Im Dezember 1990 übernahm LACSA ihren ersten Airbus A320 – nach Angaben der Tico Times als erste Airline Mittelamerikas. Damit kam die Fly-by-Wire-Technik von Airbus nach Costa Rica, Jahre bevor sie in der Region üblich wurde. Der A320 verdrängte nach und nach die Boeing-Jets; zwischenzeitlich flog LACSA noch die Boeing 737-200, laut Wikipedia von 1992 bis 2004.
Unter dem Dach von TACA
1992 übernahm TACA aus El Salvador die Mehrheit an LACSA. Die Tico Times nennt einen Anteil von 86 Prozent. Ab 1998 führte Grupo TACA ihre mittelamerikanischen Gesellschaften schrittweise unter einer gemeinsamen Marke zusammen. LACSA trat zunächst als TACA/LACSA auf, laut El Financiero hieß die Airline ab 2003 im Auftritt TACA Costa Rica. Flugzeuge wurden zunehmend aus einem gemeinsamen Pool der Gruppe eingesetzt – mit A319, A320, A321 und ab 2008 auch der Embraer 190.
Am 21. Juni 2012 trat TACA gemeinsam mit Avianca und Copa Airlines der Star Alliance bei. Der Flughafen Juan Santamaría in San José zählte damals zu den Drehkreuzen von TACA.
Der Wechsel zu Avianca
Schon 2009 hatten Avianca und TACA ihren Zusammenschluss angekündigt. Am 28. Mai 2013 stellten die Airlines auf eine gemeinsame Marke um: Avianca. Damit verschwand auch die letzte Spur von LACSA aus dem Kundenauftritt. 2017 folgte die formale Umbenennung in Avianca Costa Rica. Heute gehört die Avianca-Gruppe zur Abra Group.
Die Flotte im Wandel
LACSA hat in rund 70 Jahren fast jede Flugzeuggeneration durchlaufen. Die Jahresangaben stammen aus der englischsprachigen Wikipedia und können je nach Quelle leicht abweichen.
| Typ | Bei LACSA im Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Douglas DC-3 | 1946–1959 | Erstes Flugzeug der Airline, Inlandsverkehr |
| Curtiss C-46 | 1948–1979 | Lange als Frachter im Einsatz |
| Convair CV-340 | 1955–1962 | Zweimotoriger Kolben-Airliner der Convair-Liner-Familie |
| Douglas DC-6B | 1960–1977 | Viermotorig, vor allem auf der Miami-Strecke |
| BAC One-Eleven | 1967–1982 | Erster Jet, Hecktriebwerke und T-Leitwerk |
| Lockheed L-188 Electra | 1976–1981 | Viermotoriger Turboprop |
| Boeing 727-200 | 1979–1994 | Drei Hecktriebwerke, T-Leitwerk |
| Boeing 737-200 | 1992–2004 | Schlanke, lange Triebwerksgondeln |
| Airbus A320 | ab 1990 | Erster A320 Mittelamerikas |
| Airbus A319 / A321 | 2007–2022 / 2009–2021 | Aus dem gemeinsamen TACA-Pool |
| Embraer 190 | 2008–2012 | Kurzes Gastspiel in der TACA-Ära |
Laut englischsprachiger Wikipedia setzt Avianca Costa Rica heute (Stand Juli 2026) rund sechs Airbus A320neo ein. Diese Zahl ist eine Momentaufnahme; Avianca verschiebt Flugzeuge innerhalb der Gruppe, deshalb solltest du sie nicht als feste Größe nehmen.
Typ für Typ sammeln
Vom A320 bis zur A320neo: Mit Planetrack siehst du in deinem Hangar, welche Typen und Airlines dir noch fehlen, und lässt dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du LACSA erkennst
Die klassische LACSA-Optik war ein Bekenntnis zum eigenen Land. Die Farben der costa-ricanischen Flagge – Blau, Weiß und Rot – liefen laut El Financiero über das Leitwerk und die Rumpfseiten bis zu den Flügelspitzen. Laut AirlineGeeks führte LACSA die Rot-Blau-Kombination bei einer Neugestaltung in den 1960er-Jahren ein, und das „L“ im Logo war so geformt, dass es die Landesflagge zeigte. Auch in der Kabine setzte die Airline auf Heimat: Auf den Sitzbezügen war laut El Financiero die Guaria Morada abgebildet, die Nationalblume Costa Ricas.
In der TACA-Zeit wurde das Bild uneinheitlicher. Erst trugen Flugzeuge Doppeltitel, dann setzte sich die TACA-Bemalung durch. Wer Archivfotos sortiert, trifft deshalb auf Mischformen – ein typisches Beispiel für die Lackierungswechsel, die der Beitrag zu Hybrid-Liveries beschreibt.
Achtung Verwechslung
In der TACA-Ära flogen Flugzeuge aus einem gemeinsamen Pool. Ein A320 mit TACA-Schriftzug kann zu LACSA, zur salvadorianischen TACA oder zu einer anderen Gruppengesellschaft gehören. Erst Kennzeichen und ICAO-Code im Flugplan zeigen, wer den Flug wirklich durchführte.
Der Retro-A320: LACSA lebt auf
Für Spotter ist ein Flugzeug besonders interessant: Am 29. November 2022 landete in San José ein Airbus A320 von Avianca in einer Retro-Bemalung, die an die frühere LACSA erinnert. Wie damals trägt die Maschine die Flagge Costa Ricas am Leitwerk. Laut der costa-ricanischen Nachrichtenseite Observador war sie bei der Vorstellung als N821AV registriert. Avianca verstand die Lackierung als Hommage an die costa-ricanischen Wurzeln der Gesellschaft.
Solche Bemalungen gehören zu den begehrtesten Motiven überhaupt. Mehr über das Phänomen liest du im Beitrag zu Retro-Lackierungen. Weil der A320 im großen Avianca-Netz unterwegs ist, kann er nicht nur in San José, sondern auch an anderen Flughäfen der Gruppe auftauchen – etwa auf Strecken nach Miami. Für Florida hilft dir der Guide zum Planespotting in Miami und die Seite zum Flughafen Miami.
Gute Chancen auf LACSA-Spuren, wenn …
- du in San José oder an einem Avianca-Drehkreuz spottest
- du gezielt nach dem Retro-A320 suchst und seinen aktuellen Einsatz prüfst
- du im Funk oder auf dem Tracker auf das Rufzeichen LACSA achtest
Prüf es vorher, wenn …
- du dich auf alte Berichte zur Sonderbemalung verlässt – Kennzeichen und Einsatz können sich ändern
Kein LACSA-Tag, wenn …
- du auf eine klassische LACSA-Lackierung im Linienbetrieb hoffst – die gibt es seit der TACA-Zeit nicht mehr
LACSA im Funk und auf Trackern heute
Spannend wird LACSA, wenn du über Mittel- und Nordamerika Flugdaten verfolgst. Flüge von Avianca Costa Rica laufen mit dem ICAO-Code LRC. Auf dem Tracker erscheint ein Avianca-Flugzeug, im Funk hörst du „LACSA“. Für Sammler stellt sich dann die Frage, wie man die Sichtung einordnet: als Avianca, weil Bemalung und Flugnummer so aussehen, oder als Avianca Costa Rica, weil die Gesellschaft dahintersteht. Eine gute Lösung ist, beides zu notieren – Marke und durchführende Gesellschaft. Tipps dazu findest du im Beitrag Airlines sammeln.
Die Kennzeichen helfen dagegen wenig: Viele Flugzeuge der Avianca-Gruppe sind in den USA registriert und tragen ein N-Kennzeichen. Warum das so ist und wie du solche Nummern liest, zeigt der Guide zu US-amerikanischen N-Nummern.
Sicherheit und Regeln
Auch im Ausland gilt: Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen, halte Abstand zu Zäunen und Sicherheitsbereichen und informiere dich vorab über lokale Regeln. Wie du eine Spotting-Reise vorbereitest, liest du im Beitrag Spotting-Urlaub planen.
Häufige Verwechslungen
- LACSA für eine eigenständige Airline von heute halten – die Marke endete 2013, die Gesellschaft fliegt als Avianca Costa Rica.
- LACSA und Sansa gleichsetzen – Sansa war eine Inlandstochter, LACSA flog vor allem international.
- Jeden TACA-A320 LACSA zuordnen – in der TACA-Ära flogen Flugzeuge aus einem gemeinsamen Pool mehrerer Länder.
- Den Retro-A320 für ein Original halten – es ist eine Avianca-Sonderbemalung von 2022 auf einem Flugzeug mit N-Kennzeichen.
- LR mit LRC verwechseln – LR ist der IATA-Code für Flugnummern, LRC der ICAO-Code für Flugsicherung und Tracker.
- LACSA als Gründung von TACA sehen – LACSA ist älter als ihre Rolle im TACA-Verbund und wurde von TACA erst 1992 übernommen.
Sonderbemalungen im Blick
Lass dich benachrichtigen, wenn Special Liveries wie der LACSA-Retro-A320 an deinem Flughafen landen – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
LACSA steht für fast sieben Jahrzehnte Luftfahrtgeschichte Costa Ricas – vom Pan-Am-Partner mit DC-3 über die BAC One-Eleven und den ersten A320 Mittelamerikas bis zur Eingliederung in TACA und Avianca. Die Marke ist verschwunden, die Gesellschaft nicht: Als Avianca Costa Rica fliegt sie mit den Codes LR und LRC und dem Rufzeichen LACSA weiter. Und wer Glück hat, erwischt den Retro-A320, der die alten Landesfarben zurück an den Himmel bringt.
Kurzfazit
LACSA (IATA LR, ICAO LRC) war die historische Flag-Carrier Costa Ricas mit Drehkreuz San José. Seit 2013 fliegt sie unter der Marke Avianca, seit 2017 heißt sie Avianca Costa Rica – das Rufzeichen LACSA ist geblieben.
Zusammenfassung
- LACSA startete 1946 mit der Douglas DC-3 und wurde 1949 zur nationalen Airline Costa Ricas.
- Über die Jahrzehnte flog LACSA Kolbenflugzeuge, Turboprops, BAC One-Eleven, Boeing 727 und schließlich die Airbus-A320-Familie.
- Mit der Übernahme durch Grupo TACA 1992 begann die schrittweise Eingliederung in ein mittelamerikanisches Airline-Netz, aus dem 2013 Avianca wurde.
- Für Spotter ist LACSA heute vor allem ein Archivthema – mit Ausnahme des Retro-A320 von Avianca und des Rufzeichens LACSA, das im Funk weiterlebt.
Häufige Fragen
Gibt es LACSA heute noch?
Als Marke nicht mehr. Seit 2013 treten die früheren TACA-Gesellschaften und Avianca unter dem gemeinsamen Namen Avianca auf. Die Gesellschaft selbst besteht aber weiter: 2017 wurde Líneas Aéreas Costarricenses S.A. formal in Avianca Costa Rica umbenannt. IATA-Code LR, ICAO-Code LRC und das Rufzeichen LACSA blieben erhalten.
Welchen IATA- und ICAO-Code hat LACSA?
LACSA fliegt unter dem IATA-Code LR und dem ICAO-Code LRC. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „LACSA“. Weil Avianca Costa Rica diese Codes weiter nutzt, kannst du sie auf Flugtrackern auch heute noch entdecken.
Wann wurde LACSA gegründet?
Gegründet wurde LACSA am 17. Oktober 1945. Beteiligt waren Pan American, der costa-ricanische Staat und private Investoren aus dem Land. Der erste Linienflug folgte am 1. Juni 1946 mit einer Douglas DC-3 im Inlandsverkehr. 1949 erhielt LACSA den Status als nationale Fluggesellschaft.
Welche Flugzeuge flog LACSA?
In den ersten Jahrzehnten Douglas DC-3, Curtiss C-46, Convair CV-340 und Douglas DC-6B. Ab 1967 kam die BAC One-Eleven als erster Jet, später die Lockheed L-188 Electra, die Boeing 727 und die Boeing 737-200. Ab 1990 prägte die Airbus A320 die Flotte, ergänzt durch A319, A321 und zeitweise die Embraer 190.
Wie hängen LACSA und TACA zusammen?
TACA aus El Salvador übernahm 1992 die Mehrheit an LACSA. Ab 1998 wurden die Mittelamerika-Airlines der Gruppe schrittweise unter einer gemeinsamen TACA-Identität zusammengeführt; LACSA flog als TACA/LACSA und später als TACA Costa Rica. Manche Quellen nennen für die Mehrheitsübernahme ein späteres Jahr – die meisten costa-ricanischen Quellen sprechen von 1992.
War LACSA Mitglied der Star Alliance?
Indirekt. Im Juni 2012 traten Avianca, TACA Airlines und Copa der Star Alliance bei, die costa-ricanische TACA-Gesellschaft gehörte dazu. Als Teil von Avianca ist die Gesellschaft bis heute im Bündnis.
Was hat LACSA mit Cayman Airways zu tun?
LACSA betrieb früh Flüge zu den Kaimaninseln und eine eigene Tochter dort. 1968 gab LACSA die Mehrheit an dieser Tochter, Cayman Brac Airways, an die Regierung der Kaimaninseln ab, die daraus Cayman Airways formte.
Wo sehe ich heute noch etwas von LACSA?
Am ehesten auf Archivfotos. Eine Ausnahme ist ein Airbus A320 von Avianca, der seit November 2022 eine Retro-Bemalung im Stil der früheren LACSA-Farben trägt. Er war bei seiner Vorstellung als N821AV registriert. Prüf vor einer Tour, wo die Maschine gerade eingesetzt wird.
LACSA im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypBAC One-Eleven
Zwei Rolls-Royce Spey am Heck, T-Leitwerk, kompakter Rumpf: Die One-Eleven war Großbritanniens erfolgreichster Kurzstreckenjet – und flog später als Rombac 1-11 aus rumänischer Fertigung sogar für die junge Ryanair.
FlugzeugtypBoeing 727-200
Drei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und eine Treppe im Rumpfende: Die 727-200 war einer der meistgebauten Jets ihrer Zeit. Heute ist sie eine echte Rarität – so erkennst du sie und so stehen deine Chancen.
FlugzeugtypBoeing 737-200
Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.
FlugzeugtypDouglas DC-6
Vier Sternmotoren, Druckkabine, Bugradfahrwerk: Die Douglas DC-6 war nach dem Zweiten Weltkrieg eines der wichtigsten Langstreckenflugzeuge der Welt. Heute fliegt sie noch als Frachter in Alaska – und als blank polierte DC-6B der Flying Bulls aus Salzburg. So erkennst du sie und so bekommst du sie vor die Linse.
Weitere Airlines
TACA
Historische Airlinegruppe aus Mittelamerika: 1931 in Honduras gegründet, später in San Salvador zu Hause, mit LACSA, Aviateca und TACA Perú zur Grupo TACA gewachsen – und seit Mai 2013 unter dem Namen Avianca unterwegs.
NetzwerkAvianca
Kolumbiens Flag-Carrier mit Drehkreuz Bogotá: 1919 als SCADTA gegründet, nach KLM die zweitälteste noch bestehende Airline der Welt, Star-Alliance-Mitglied und heute Teil der Abra Group – in Europa mit der Boeing 787-8 zu Gast.
NetzwerkCopa Airlines
Panamas Netzwerk-Airline mit dem „Hub of the Americas“ in Tocumen: reine Boeing-737-Flotte, Star-Alliance-Mitglied seit 2012 und ein Streckennetz, das Nord-, Mittel- und Südamerika samt Karibik über Panama-Stadt verknüpft.
NetzwerkCayman Airways
Die staatliche Airline der Kaimaninseln: vier Boeing 737-8 für die Strecken in die USA und die Karibik, dazu Twin Otter und Saab 340 von Cayman Airways Express für die Flüge zu den Schwesterinseln.
NetzwerkPan American World Airways
Historische US-Weltairline: Pan Am flog von 1927 bis 1991, brachte 707 und 747 in den Liniendienst, verband West-Berlin mit Westdeutschland und ging nach Lockerbie und Golfkrieg unter.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Abra Group
Die Abra Group bündelt seit 2022 die kolumbianische Avianca und die brasilianische GOL unter einem Dach – zwei Airlines, zwei Flottenwelten, zwei Farben. Hier erfährst du, wie die Gruppe aufgebaut ist und woran du ihre Flugzeuge erkennst.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
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