Das Wichtigste in Kürze
- Avianca Cargo ist die Frachtairline der kolumbianischen Avianca-Gruppe, gegründet 1973 als Tampa und seit 2013 unter dem heutigen Namen unterwegs.
- Codes: IATA QT, ICAO TPA, Rufzeichen „TAMPA“.
- Die Frachterflotte besteht heute aus Airbus A330: sechs A330-200F ab Werk plus umgebaute A330P2F. Die Boeing 767 gehört zur Geschichte.
- Blumen sind das Kerngeschäft: Rosen, Nelken und Orchideen aus Kolumbien und Ecuador gehen vor allem nach Miami.
- Europa ist ein Sonderfall: Avianca-Frachter flogen ab 2018 Brüssel an, seit Oktober 2025 Maastricht-Aachen – mit Blick auf den niederländischen Blumenmarkt.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Avianca Cargo im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Von Tampa zu Avianca Cargo: die Geschichte
- 4.Die Flotte: A330 statt 767
- 5.A330-200F oder A330P2F? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Avianca Cargo erkennst
- 7.Blumen als Kerngeschäft
- 8.Miami: das wichtigste Ziel
- 9.Avianca Cargo in Europa
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | QT |
|---|---|
| ICAO-Code | TPA |
| Rufzeichen | TAMPA |
| Drehkreuze | BOG, MDE, MIA |
| Geschäftsmodell | Nurfracht-Airline der Avianca-Gruppe; vermarktet zusätzlich die Frachträume der Avianca-Passagierflugzeuge |
| Sitz | Medellín, Kolumbien |
| Gegründet | 1973 in Medellín als Tampa (Transportes Aéreos Mercantiles Panamericanos) |
| Name Avianca Cargo | seit 2013, davor Tampa Cargo |
| Konzern | Avianca-Gruppe, die seit 2022 zur Abra Group gehört |
| Drehkreuze | Bogotá (BOG), Medellín-Rionegro (MDE) und Miami (MIA) |
| Flotte (Stand 2025) | sechs Airbus A330-200F ab Werk und mindestens ein umgebauter Airbus A330P2F |
| Frühere Typen | u. a. Douglas DC-6, Boeing 707-320C, Douglas DC-8-Frachter, Boeing 767-200 (Umbaufrachter) und eine Boeing 767-300F |
| Schwestergesellschaft | Avianca Cargo México (früher AeroUnion, ICAO TNO) mit A330P2F |
| Hauptfracht | Schnittblumen aus Kolumbien und Ecuador, dazu verderbliche Waren und allgemeine Fracht |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Avianca Cargo?
- Fast immer ein Airbus A330: zwei Triebwerke, großer Flügel mit hochgestellten Winglets, keine Fensterreihe
- Beim ab Werk gebauten A330-200F sitzt unter der Nase eine auffällige Verkleidungsbeule für das geänderte Bugfahrwerk
- Umgebaute A330P2F haben keine Beule, dafür oft noch erkennbare, verschlossene Fensterreihen
- Avianca-Markenauftritt in Rot mit Cargo-Schriftzug am Rumpf
- Auf dem Tracker steht TPA, im Funk „TAMPA“ – ein Überbleibsel des alten Namens
- In Miami vor allem auf den Frachtvorfeldern zu sehen, in den Wochen vor dem Valentinstag besonders häufig
Wenn in Miami ein fensterloser A330 in Avianca-Rot auf das Frachtvorfeld rollt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er nach Rosen riecht. Avianca Cargo ist die Frachtairline der kolumbianischen Avianca-Gruppe – und eine der wichtigsten Blumen-Airlines der Welt. Hinter dem modernen Namen steckt eine Gesellschaft mit über 50 Jahren Geschichte: Tampa Cargo aus Medellín, mit DC-6, Boeing 707, DC-8 und Boeing 767. Diese Seite zeigt dir, wie du Avianca Cargo heute erkennst und alte Fotos richtig einordnest.
Jeder Frachter einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline fest – und siehst auf einen Blick, welche A330-Frachter dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Avianca Cargo im Überblick
Avianca Cargo ist eine kolumbianische Nurfracht-Airline mit Sitz in Medellín. Sie gehört zur Avianca-Gruppe, deren Passagier-Airline Avianca zu den ältesten Fluggesellschaften der Welt zählt und Mitglied der Star Alliance ist. Seit 2022 ist die Avianca-Gruppe Teil der Abra Group, zu der auch die brasilianische GOL gehört.
Das Geschäft hat zwei Standbeine: Zum einen betreibt Avianca Cargo eigene Frachter, heute ausschließlich vom Typ Airbus A330. Zum anderen vermarktet die Airline die Frachträume im Bauch der Avianca-Passagierflugzeuge. Nach eigenen Angaben erreicht sie so mehr als 350 Ziele. Die eigenen Frachter fliegen dagegen ein deutlich kleineres Netz, vor allem zwischen Süd- und Mittelamerika und den USA.
Die wichtigsten Drehkreuze sind Bogotá, Medellín-Rionegro und Miami. Miami ist der wichtigste Markt: Hier landet der Großteil der Blumen aus Kolumbien und Ecuador, bevor er per Lkw in die ganze USA verteilt wird.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code QT: steht in der Flugnummer und auf Frachtdokumenten.
- ICAO-Code TPA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen TAMPA: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Code und Rufzeichen verraten die Herkunft: TPA und TAMPA stammen aus der Zeit, als die Airline noch Tampa Cargo hieß. Mit der Stadt in Florida hat der Name übrigens nichts zu tun – Tampa war die Abkürzung von Transportes Aéreos Mercantiles Panamericanos.
Tracker richtig lesen
Ein A330-Frachter mit Avianca-Schriftzug, der auf dem Tracker als TNO auftaucht, gehört zur mexikanischen Schwester Avianca Cargo México, der früheren AeroUnion. Wie du ADS-B-Daten am Spot sinnvoll nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Von Tampa zu Avianca Cargo: die Geschichte
Die Geschichte beginnt 1973 in Medellín. Tampa startete mit einer einzelnen Douglas DC-6 zwischen Medellín und Bogotá. Ende der 1970er-Jahre kamen Boeing 707-320C hinzu, also Kombi-Versionen des ersten großen Boeing-Jets mit großer Frachttür – mehr zu dem Typ findest du im Artikel zur Boeing 707. Später übernahmen Douglas DC-8-Frachter die Langstrecke nach Miami.
Spannend für europäische Spotter ist ein Kapitel in den 1990er-Jahren: 1996 stieg die niederländische Martinair mit 40 Prozent bei Tampa ein und erhöhte ihren Anteil 2003 auf 58 Prozent. In dieser Zeit begann ab 2004 die Umstellung auf Boeing 767-200, die zu Frachtern umgebaut worden waren. 2008 übernahm Avianca die Airline vollständig; ab 2010 gehörte Tampa damit zur neuen Holding AviancaTaca.
Mit der Bestellung von vier Airbus A330-200F im Jahr 2011 wurde Tampa zum ersten A330F-Betreiber in Lateinamerika. Im selben Jahr kam eine einzelne Boeing 767-300F in die Flotte. 2013 folgte der Namenswechsel: Seitdem fliegt die Airline als Avianca Cargo.
| Zeitraum | Typ | Rolle |
|---|---|---|
| 1973–1980er | Douglas DC-6 | Erstes Flugzeug, Inlandsverkehr |
| 1979–1999 | Boeing 707-320C | Erste Jet-Frachter |
| ab 1988 | Douglas DC-8-Frachter | Langstrecke, u. a. nach Miami |
| 2004–2014 | Boeing 767-200 (Umbaufrachter) | Ablösung der DC-8 |
| 2011–2015 | Boeing 767-300F | Einzelstück neben den ersten A330F |
| seit den 2010er-Jahren | Airbus A330-200F | Rückgrat der heutigen Flotte |
| seit 2025 | Airbus A330P2F | Umgebaute Passagierjets als Ergänzung |
Die genauen Einsatzjahre der älteren Typen schwanken je nach Quelle um ein, zwei Jahre. Für dein Archiv reicht meist die Zuordnung zur Ära: DC-8 und 707 für die frühe Tampa-Zeit, 767 für die Übergangsjahre, A330 für Avianca Cargo.
Die Flotte: A330 statt 767
Heute besteht die Frachterflotte von Avianca Cargo nur noch aus dem Airbus A330. Den Kern bilden sechs ab Werk gebaute A330-200F. Ergänzt werden sie durch umgebaute Passagierflugzeuge, sogenannte A330P2F. Die Umbauten verantworten die Airbus-Beteiligung Elbe Flugzeugwerke aus Dresden und ihre Partner; ein solcher Frachter, umgebaut bei ST Engineering in Singapur, kam im Herbst 2025 zu Avianca Cargo. Weitere Umbauten verzögerten sich; Avianca nannte dafür fehlendes Personal und Planungsprobleme beim Umbaubetrieb.
| Typ | Anzahl (Stand 2025) | Herkunft | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A330-200F | 6 | ab Werk als Frachter | Beule unter der Nase, kein Fensterrest |
| Airbus A330P2F | 1, weitere in Auslieferung | umgebaute Passagierjets | Ohne Nasenbeule, Spuren der alten Fenster |
| Airbus A330-300P2F (Avianca Cargo México) | 2 | umgebaute Passagierjets | Längerer Rumpf, ICAO-Code TNO |
Die Boeing 767 suchst du bei Avianca Cargo vergeblich. Die umgebauten 767-200 und die einzelne Boeing 767-300F sind seit Mitte der 2010er-Jahre ausgemustert, und auch die mexikanische Schwester hat ihre 767-200-Frachter 2024 abgegeben. Wer heute eine 767 mit Fracht aus Kolumbien sieht, hat eher eine andere Airline vor sich – etwa LAS Líneas Aéreas Suramericanas oder die konkurrierende LATAM Cargo, deren Frachter-Tochter ebenfalls in Bogotá sitzt.
Nur noch der A330P2F fehlt?
Setz Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich bei Anflug oder Landung in deiner Nähe benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A330-200F oder A330P2F? So unterscheidest du sie
Beide sehen auf den ersten Blick gleich aus: fensterloser Rumpf, große Frachttür auf der linken Seite vor dem Flügel, zwei Triebwerke. Ein paar Details verraten aber, ob der Frachter so ab Werk kam oder ein umgebauter Passagierjet ist.
Das spricht für den A330-200F
- Deutliche Verkleidungsbeule unter der Nase am Bugfahrwerk
- Rumpf steht am Boden eher waagerecht statt leicht nach vorn geneigt
- Glatter Rumpf ohne Spuren alter Fenster
- Kurzer Rumpf der A330-200
Das spricht für einen A330P2F
- Keine Beule unter der Nase, normales Bugfahrwerk
- Typische, leicht nach vorn geneigte Haltung am Boden
- Oft noch sichtbare Umrisse der verschlossenen Fenster und Türen
- Als -300P2F mit deutlich längerem Rumpf
Der Grund für die Beule: Beim A330-200F hat Airbus das Bugfahrwerk geändert, damit der Rumpf am Boden waagerecht steht und Frachtpaletten leichter geladen werden können. Die zusätzliche Verkleidung dafür ist von der Seite gut zu erkennen – auch im Anflug mit Teleobjektiv. Wenn du A330 generell sicher von der vierstrahligen A340 trennen willst, hilft dir der Guide A330 oder A340?. Hersteller beider Varianten ist Airbus.
Woran du Avianca Cargo erkennst
Die Frachter tragen den roten Markenauftritt von Avianca mit Cargo-Schriftzug. Zusammen mit dem fensterlosen A330-Rumpf ist das am Frachtvorfeld schnell eindeutig. Aufpassen musst du vor allem bei der Zuordnung der Gesellschaft: Avianca Cargo México tritt unter derselben Marke auf, gehört aber zu einem anderen Flugbetrieb mit eigenem ICAO-Code. Umgekehrt tragen Passagierflugzeuge der Avianca dieselbe Farbe – dort sind die Fensterreihe und die Passagiertüren das Unterscheidungsmerkmal.
Fenster prüfen
Keine Fensterreihe am Rumpf? Dann hast du einen Frachter vor dir und keinen Avianca-Passagierjet.
Nase ansehen
Beule unter dem Cockpit spricht für einen A330-200F ab Werk, ohne Beule für einen Umbaufrachter.
Tracker abgleichen
TPA steht für Avianca Cargo aus Kolumbien, TNO für die mexikanische Schwester.
Kennzeichen notieren
Fotografiere das Kennzeichen lesbar mit. So bleibt die Sichtung auch später eindeutig, wenn Flugzeuge innerhalb der Gruppe wechseln.
Wie du Kennzeichen grundsätzlich liest und Länderpräfixe zuordnest, erklärt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen. Allgemeine Tipps, um Frachter auch ohne Bemalung zu bestimmen, findest du unter Frachtflugzeuge erkennen.
Blumen als Kerngeschäft
Kolumbien ist nach den Niederlanden der zweitgrößte Blumenexporteur der Welt und führt jedes Jahr Schnittblumen im Wert von Milliarden US-Dollar aus. Dazu kommen die Rosen aus Ecuador. Blumen sind empfindlich und müssen gekühlt und schnell ans Ziel – ein Geschäft wie gemacht für Luftfracht. Avianca Cargo nennt Blumen ausdrücklich ihr wichtigstes Produkt und gibt an, 2025 mehr als 100.000 Tonnen Rosen, Nelken und Orchideen aus Kolumbien und Ecuador in die USA, nach Europa und Asien geflogen zu haben.
Für Spotter bedeutet das: Der Frachtverkehr aus Kolumbien folgt dem Blumenkalender. Vor dem Valentinstag und vor dem Muttertag steigen die Mengen stark an, und Airlines setzen dann zusätzliche Frachter ein. Wer Avianca-Frachter, aber auch Konkurrenten wie LATAM Cargo, Aerosucre oder Amerijet in Miami erwischen will, hat in diesen Wochen die besten Karten. Um die Blumen ankommen zu lassen, investiert Avianca Cargo auch am Boden – etwa in die Kühllager in Miami und in eine neue Blumenhalle in Medellín.
Achtung Verwechslung
Viele Blumen aus Kolumbien fliegen auch im Bauch von Passagierjets. Eine Avianca-Passagiermaschine in Miami ist deshalb ebenfalls ein Teil des Cargo-Geschäfts – im Logbuch gehört sie aber zur Passagier-Airline Avianca, nicht zu Avianca Cargo.
Miami: das wichtigste Ziel
Am Flughafen Miami laufen die Fäden zusammen. Miami ist Drehkreuz für den Frachtverkehr zwischen Lateinamerika und den USA, und Avianca Cargo betreibt dort ein eigenes Lager für verderbliche Waren. Die A330-Frachter stehen auf den Frachtvorfeldern des Flughafens, oft neben anderen Lateinamerika-Frachtern wie MasAir. Wo du in Miami gut stehst und welche Pisten wann genutzt werden, zeigt der Guide Planespotting in Miami.
Gute Chancen auf Avianca Cargo, wenn …
- du in Miami spottest, am besten in den Wochen vor Valentinstag oder Muttertag
- du in Bogotá oder Medellín-Rionegro unterwegs bist
- auf dem Tracker Flüge mit TPA-Kennung im Anflug stehen
Prüf es vorher, wenn …
- du in Europa auf einen Avianca-Frachter hoffst – die Routen wechseln
- du nach alten Spotterberichten aus der Tampa-Zeit planst
Eher kein Avianca-Cargo-Tag, wenn …
- du an einem großen deutschen Passagierflughafen ohne Lateinamerika-Fracht stehst
Avianca Cargo in Europa
Nach Europa fliegt Avianca Cargo nur vereinzelt mit eigenen Frachtern, und die Ziele haben sich mehrfach geändert. Gemeinsam ist ihnen der Blick in die Niederlande, wo der europäische Blumenhandel zusammenläuft. Eine regelmäßige Direktverbindung nach Amsterdam-Schiphol gibt es nach den verfügbaren Quellen nicht.
- Brüssel (ab 2018): Im November 2018 landete erstmals ein A330-200F von Avianca Cargo am Flughafen Brüssel. Die Verbindung sollte die Blumen aus Lateinamerika an den niederländischen Blumenmarkt anbinden. Ob sie heute noch besteht, solltest du vor einer Tour prüfen.
- Maastricht-Aachen (seit Oktober 2025): Ein A330F fliegt zweimal pro Woche den Flughafen Maastricht-Aachen an. Nordwärts kommen vor allem Blumen aus Quito über Miami, südwärts geht es über Zaragoza mit europäischer Fracht zurück.
- Lüttich mit Partner: Ab November 2024 boten Turkish Cargo und Avianca Cargo gemeinsam Frachtkapazität zwischen Lüttich und Miami an. Welche Airline die Flüge dort mit welchem Muster durchführt, solltest du vorab auf dem Tracker prüfen – nicht jeder Flug dieser Partnerschaft ist automatisch ein Avianca-Frachter.
Für Spotter aus Deutschland ist Maastricht-Aachen damit der realistischste Ort, um einen Avianca-A330F in Europa zu sehen. Weil es nur wenige Umläufe pro Woche gibt, lohnt der Blick auf den Tracker vor der Abfahrt. Für Brüssel hilft dir der Guide Planespotting in Brüssel.
Sicherheit und Regeln
Frachtvorfelder liegen oft abseits der bekannten Spotterhügel. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus, halte Abstand zu Zäunen und Zufahrten von Speditionen und lass Drohnen in Flughafennähe am Boden.
Häufige Verwechslungen
- Tampa für die Stadt in Florida halten – Tampa war eine kolumbianische Abkürzung; heute steht der Name nur noch im Rufzeichen.
- Jeden Avianca-A330 für einen Frachter halten – Avianca fliegt auch Passagierjets; die Fensterreihe entscheidet.
- Avianca Cargo México mit Avianca Cargo gleichsetzen – die mexikanische Schwester fliegt unter ICAO TNO.
- A330P2F als A330-200F notieren – ohne Beule unter der Nase ist es ein Umbaufrachter.
- Eine 767 mit kolumbianischer Fracht automatisch Avianca zuordnen – die 767 ist bei Avianca Cargo Geschichte.
- Jeden Flug der Turkish-Cargo-Partnerschaft in Lüttich als Avianca-Sichtung zählen – entscheidend ist, wer das Flugzeug tatsächlich betreibt.
Avianca Cargo im Blick behalten
Beobachte Airlines, Typen oder einzelne Kennzeichen, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Avianca Cargo ist eine Airline mit zwei Gesichtern: heute eine moderne A330-Frachtflotte im Avianca-Rot, früher Tampa Cargo mit DC-8 und Boeing 767. Wer den ICAO-Code TPA kennt, die Beule unter der Nase des A330-200F deuten kann und alte Fotos der richtigen Ära zuordnet, loggt diese Frachter sauber. Die besten Chancen hast du in Miami, in Europa ist ein Avianca-Frachter eine echte Rarität.
Kurzfazit
Avianca Cargo (IATA QT, ICAO TPA) ist die Frachtairline der Avianca-Gruppe, bis 2013 bekannt als Tampa Cargo. Heute fliegt sie Airbus A330, vor allem mit Schnittblumen von Kolumbien und Ecuador nach Miami; die 767-Frachter sind Geschichte.
Zusammenfassung
- Avianca Cargo erkennst du an einem fensterlosen A330 im Avianca-Rot; auf dem Tracker hilft der ICAO-Code TPA.
- Zwischen A330-200F und A330P2F unterscheidest du an der Beule unter der Nase und an Spuren der alten Fenster.
- Frühere 767- und DC-8-Fotos in Tampa-Farben sind historische Aufnahmen und gehören sauber beschriftet ins Archiv.
- Die besten Chancen hast du in Miami; in Europa ist Avianca Cargo selten und an wenige Frachtflughäfen gebunden.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Avianca Cargo?
Avianca Cargo nutzt den IATA-Code QT und den ICAO-Code TPA. Im Funk meldet sich die Besatzung mit „TAMPA“. Code und Rufzeichen stammen noch aus der Zeit, als die Airline Tampa Cargo hieß.
Ist Avianca Cargo dasselbe wie Tampa Cargo?
Ja. Tampa wurde 1973 in Medellín gegründet. 2008 übernahm Avianca die Airline vollständig, 2013 bekam sie den Namen Avianca Cargo. Die Gesellschaft dahinter ist dieselbe geblieben – deshalb auch die alten Codes.
Welche Flugzeuge fliegt Avianca Cargo?
Airbus A330. Avianca Cargo betreibt sechs ab Werk gebaute A330-200F; 2011 bestellte die Airline die ersten vier und war damit der erste A330F-Betreiber Lateinamerikas. Dazu kommen umgebaute Passagierjets (A330P2F), die schrittweise ausgeliefert werden. Zusätzlich verkauft Avianca Cargo die Frachträume im Bauch der Avianca-Passagierflugzeuge.
Fliegt Avianca Cargo noch die Boeing 767?
Nein. Tampa setzte ab 2004 umgebaute Boeing 767-200 ein und hatte ab 2011 außerdem eine einzelne Boeing 767-300F. Die 767-200 verließen die Flotte bis 2014, die 767-300F 2015. Auch die mexikanische Schwester AeroUnion, heute Avianca Cargo México, hat ihre 767-Frachter 2024 ausgemustert.
Warum fliegt Avianca Cargo so viele Blumen?
Kolumbien ist nach den Niederlanden der zweitgrößte Blumenexporteur der Welt, und auch Ecuador exportiert große Mengen Rosen. Schnittblumen müssen schnell und gekühlt transportiert werden – ein klassischer Fall für Luftfracht. Laut Avianca Cargo transportierte die Airline 2025 mehr als 100.000 Tonnen Rosen, Nelken und Orchideen.
Fliegt Avianca Cargo nach Amsterdam?
Nicht direkt nach Schiphol. Der europäische Blumenhandel konzentriert sich aber in den Niederlanden, und genau darauf zielen die Europa-Flüge: Ab 2018 flog Avianca Cargo mit dem A330F nach Brüssel, unter anderem als Zubringer für den niederländischen Blumenmarkt. Seit Oktober 2025 steuert ein A330F zweimal pro Woche Maastricht-Aachen an. Prüf vor einer Tour, welche Verbindung aktuell im Plan steht.
Wo kann ich Avianca Cargo spotten?
Am sichersten in Miami, dem wichtigsten Markt der Airline. In Europa sind die Chancen gering und an einzelne Frachtrouten gebunden, zuletzt an Maastricht-Aachen. Wer in Südamerika unterwegs ist, findet Avianca-Frachter in Bogotá und Medellín-Rionegro.
Gehört Avianca Cargo zu einer Allianz?
Die Passagier-Airline Avianca ist Mitglied der Star Alliance. Für Avianca Cargo spielt das im Alltag kaum eine Rolle; im Frachtgeschäft arbeitet die Airline mit eigenen Partnern, zum Beispiel seit 2023 mit Turkish Cargo.
Avianca Cargo im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A330-200F
Fensterloser A330-Rumpf, Frachttor vorn links und eine auffällige Beule unter der Nase: Die A330-200F ist der Werksfrachter der A330-Familie. So erkennst du ihn und weißt, wer ihn heute noch fliegt.
FlugzeugtypAirbus A330-200P2F und A330-300P2F
Großraum-Airbus ohne Fenster, aber auch ohne Beule unter der Nase: Das ist die A330P2F, der Umbaufrachter der Elbe Flugzeugwerke aus Dresden. So erkennst du beide Versionen und findest sie an Europas Frachtdrehkreuzen.
FlugzeugtypBoeing 767-300F und 767-300BCF
Fensterloser, schlanker Großraumrumpf, großes Frachttor vorn links: Die 767-300F ist das Arbeitspferd der Express-Netze. So erkennst du Neubau-Frachter und Umbauten und findest sie an den Cargo-Drehkreuzen.
FlugzeugtypBoeing 767-200/-200ER
Die erste 767 überhaupt: kurz, schlank, zweistrahlig. Die 767-200 und ihre Langstreckenversion -200ER haben ETOPS möglich gemacht und mit dem Gimli Glider Geschichte geschrieben. Heute siehst du sie fast nur noch als Frachter oder in Uniform.
Weitere Airlines
Avianca
Kolumbiens Flag-Carrier mit Drehkreuz Bogotá: 1919 als SCADTA gegründet, nach KLM die zweitälteste noch bestehende Airline der Welt, Star-Alliance-Mitglied und heute Teil der Abra Group – in Europa mit der Boeing 787-8 zu Gast.
FrachtLATAM Cargo
Die Frachtsparte der LATAM-Gruppe aus Santiago de Chile: eine Flotte aus Boeing 767-300F und umgebauten 767-300ER, Gesellschaften in Chile, Brasilien und Kolumbien, Drehkreuz Miami und Frachtflüge nach Europa – früher auch mit der Boeing 777F.
FrachtAeroUnion
Mexikanische Nurfracht-Airline aus Mexiko-Stadt: über zwei Jahrzehnte mit Airbus-A300- und Boeing-767-Frachtern zwischen Mexiko und den USA unterwegs, seit 2025 unter dem Namen Avianca Cargo México.
FrachtLAS Líneas Aéreas Suramericanas
Historische Frachtairline aus Bogotá: Vom C-46 über die Caravelle bis zum Boeing-727-Frachter flog LAS Cargo gut fünf Jahrzehnte durch Lateinamerika und die Karibik, bevor 2023 Schluss war.
FrachtAerosucre
Kolumbiens traditionsreiche Frachtairline aus Bogotá: jahrzehntelang einer der letzten Betreiber der Boeing 727F, heute mit betagten Boeing-737-Frachtern im Inland, in der Karibik und nach Venezuela und Ecuador unterwegs.
FrachtAmerijet International
Frachtairline aus Miami mit über 50 Jahren Geschichte: Vom Bahamas-Charter mit einer Cessna zur Boeing-767-Frachterflotte, die Karibik, Mittel- und Südamerika versorgt – mit umgebauten Ex-Passagierjets und Fabrikfrachtern im Einsatz für Maersk.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Abra Group
Die Abra Group bündelt seit 2022 die kolumbianische Avianca und die brasilianische GOL unter einem Dach – zwei Airlines, zwei Flottenwelten, zwei Farben. Hier erfährst du, wie die Gruppe aufgebaut ist und woran du ihre Flugzeuge erkennst.
FlughafenFlughafen Miami (MIA)
Vom Pan-Am-Flugfeld an der 36th Street zum Tor der USA nach Lateinamerika: American Airlines mit ihrem Karibik-Drehkreuz, Frachter aus Bogotá, Santiago und Lima im Minutentakt und vier Pisten mitten im Großraum Miami – der Flughafen, an dem Frachtspotting zur Hauptsache wird.
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Kleiner Regionalflughafen mit großem Frachtprofil: In Beek bei Maastricht landen Großraumfrachter, Ferienjets und Business Jets an einer einzigen Piste – und das nur rund eine halbe Autostunde von Aachen entfernt.
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