Das Wichtigste in Kürze
- Die F 13 ist eine Weltpremiere: Am 25. Juni 1919 flog in Dessau das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug der Welt, ein freitragender Tiefdecker aus Duralumin.
- Schnellster Erkennungsweg: Wellblech, nur ein Motor, offenes Cockpit und Kabine für vier – so sieht nur die F 13 aus.
- Sie prägte die frühe Lufthansa: Über Junkers Luftverkehr kam die F 13 1926 zur Deutschen Luft Hansa, die laut Literatur bis zu 55 Exemplare einsetzte.
- Neue F 13 fliegen wieder: Auf Initiative des früheren Rimowa-Chefs Dieter Morszeck entstanden in der Schweiz flugfähige Nachbauten, die erste (HB-RIM) flog 2016 in Dübendorf.
- Originale sind selten: Fünf F 13 sind erhalten, öffentlich zu sehen sind sie etwa im Deutschen Museum München, in Le Bourget und in Stockholm.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Junkers Flugzeugwerke, Dessau; Montage bzw. Fertigung auch bei Junkers-Larsen (USA), in Fili bei Moskau und in Fürth |
|---|---|
| Werksbezeichnung | J 13 |
| Konstrukteur | Otto Reuter im Auftrag von Hugo Junkers |
| Erstflug | 25. Juni 1919 in Dessau (Prototyp „Herta“, Pilot Emil Monz) |
| Bauzeit | 1919 bis 1932 |
| Stückzahl | je nach Quelle rund 320 bis 350 |
| Status | historisch – fünf Originale erhalten, dazu statische und flugfähige Nachbauten |
| Bauart | Einmotoriger, freitragender Ganzmetall-Tiefdecker aus Duralumin mit Wellblechbeplankung |
| Fahrwerk | Starres Spornradfahrwerk; auch mit Schwimmern oder Kufen betrieben |
| Triebwerk | ein Kolbenmotor; je nach Version etwa Mercedes D IIIa, BMW IIIa oder Junkers L 5 – Leistung über die Bauzeit von rund 160 bis gut 500 PS |
| Länge | rund 9,6 m |
| Spannweite | rund 14,8 m (F 13 fe mit vergrößertem Flügel rund 17,75 m) |
| Max. Startgewicht | rund 1,8 t (F 13 fe rund 2,3 t) |
| Besatzung / Passagiere | 2 Piloten im offenen Cockpit, 4 Passagiere in geschlossener Kabine |
| Reisegeschwindigkeit | rund 140 bis 160 km/h je nach Version |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Wellblech: Rumpf, Flügel und Leitwerk tragen das typische Junkers-Blech mit Längsrillen – bei der F 13 auf einem auffallend kleinen Flugzeug
- Ein Motor in der Nase: Anders als die dreimotorige Ju 52 hat die F 13 nur einen Motor vorn
- Offenes Cockpit, geschlossene Kabine: Die Piloten sitzen vor dem Flügel unter freiem Himmel, dahinter liegt die verglaste Kabine für vier Passagiere
- Freitragender Tiefdecker: keine Streben, keine Spanndrähte, der Flügel sitzt glatt unten am Rumpf
- Starres Spornradfahrwerk mit hoch stehender Nase am Boden, bei Wasserflugzeugversionen zwei große Schwimmer
- Schlanker, kantiger Rumpf mit kleiner, eckiger Seitenflosse – Spannweite knapp 15 Meter, also kleiner als viele heutige Businessjets
Aktualisiert: Oktober 2026 – Klein, kantig, mit glänzendem Wellblech und nur einem Motor in der Nase: Die Junkers F 13 sieht neben modernen Flugzeugen fast wie ein Modell aus. Dabei steht sie am Anfang von allem, was du heute am Flughafen fotografierst. 1919 flog in Dessau mit ihr das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug der Welt. Hier liest du, wie die F 13 entstand, woran du sie erkennst, was hinter den Schweizer Nachbauten mit Rimowa-Bezug steckt und in welchen Museen du Originale und Repliken siehst.
Ein Stück Pioniergeschichte im Hangar
Mit Planetrack hältst du deine F-13-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Flughafen und Spot fest und setzt die übrigen Nachbauten auf deine Wunschliste. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Junkers F 13?
Die F 13 ist ein einmotoriger, freitragender Tiefdecker aus Duralumin für zwei Piloten und vier Passagiere. Hugo Junkers hatte schon während des Ersten Weltkriegs mit Metallflugzeugen experimentiert. Nach Kriegsende ließ er seinen Chefkonstrukteur Otto Reuter daraus ein ziviles Verkehrsflugzeug entwickeln, intern als J 13 bezeichnet. Am 25. Juni 1919 startete in Dessau der Prototyp mit dem Namen „Herta“, am Steuer saß Werkpilot Emil Monz.
Das Neue daran war die Kombination: Bis dahin bestanden Flugzeuge überwiegend aus Holz, Stoff und Spanndrähten, meist als Doppeldecker. Die F 13 dagegen war komplett aus Metall, ihr Flügel trug sich ohne Streben selbst, und die Passagiere saßen in einer geschlossenen, beheizbaren Kabine. Das gewellte Blech machte die dünne Haut steif genug, um Lasten mitzutragen. Dieses Prinzip prägte Junkers-Flugzeuge über Jahrzehnte bis zur Junkers Ju 52.
Schon wenige Monate nach dem Erstflug zeigte die F 13, was in ihr steckt: Am 13. September 1919 stieg Monz mit insgesamt acht Personen an Bord auf 6.750 Meter – ein Höhenrekord für ein Verkehrsflugzeug, der wegen der Beschränkungen für die deutsche Luftfahrt nach dem Krieg allerdings nicht offiziell anerkannt wurde.
Ein Flugzeug für die ganze Welt
Die F 13 wurde zum ersten echten Exportschlager der deutschen Luftfahrtindustrie. Weil der Versailler Vertrag den Flugzeugbau in Deutschland zeitweise stark einschränkte, verlagerte Junkers Teile der Produktion und vor allem den Vertrieb ins Ausland. In den USA vermarktete Junkers-Larsen die Maschine als JL-6, unter anderem für Postflüge. In der Sowjetunion entstanden in Fili bei Moskau Exemplare als Ju 13, die unter anderem die Gesellschaft Dobroljot flog, eine Vorläuferin von Aeroflot.
In Europa flogen F 13 bei zahlreichen jungen Airlines, etwa bei AB Aerotransport in Schweden und bei Ad Astra Aero in der Schweiz. Hinzu kamen Betreiber in Südamerika, Persien und Afghanistan. Junkers baute ein ganzes Netz aus eigenen und befreundeten Gesellschaften auf und nutzte günstige Leasingangebote, um seine Flugzeuge in die Welt zu bringen. Laut Literatur betrieb Junkers Luftverkehr um 1923 bereits rund 60 Maschinen des Typs.
| Version / Bezeichnung | Herkunft | Besonderheit |
|---|---|---|
| F 13 (J 13) | Junkers, Dessau | Grundversion, über die Jahre in vielen Unterversionen mit Buchstabenkürzeln |
| F 13 fe | Junkers, Dessau | schwerere Version mit Junkers-L-5-Motor und größerem Flügel |
| JL-6 | Junkers-Larsen, USA | US-Vermarktung, unter anderem für Postflüge |
| Ju 13 | Fili bei Moskau | sowjetische Fertigung, unter anderem für Dobroljot |
| Schwimmer- und Kufenversionen | verschiedene Betreiber | Fahrwerk je nach Einsatz austauschbar |
Die Vielseitigkeit war ein großer Vorteil: Die F 13 ließ sich mit Rädern, Schwimmern oder Kufen betreiben. Über die Bauzeit stieg die Motorleistung von rund 160 PS auf über 500 PS. Mitte der 1920er-Jahre flogen F 13 als Wasserflugzeuge sogar einen Liniendienst entlang der Elbe zwischen Altona und Dresden.
Die F 13 und die frühe Lufthansa
Als im Januar 1926 die Deutsche Luft Hansa entstand, ging Junkers Luftverkehr in der neuen Gesellschaft auf, und mit ihr ein großer Teil der F-13-Flotte. Laut gängigen Darstellungen setzte die Luft Hansa bis zu 55 F 13 ein und bediente damit zeitweise Dutzende innerdeutsche Strecken. Im Liniendienst hielt sich der Typ bis weit in die 1930er-Jahre. Die F 13 gehört damit ebenso zur Gründungsgeschichte der heutigen Lufthansa wie später die Tante Ju. Wie es mit der Airline weiterging, findest du auf der Seite zur Lufthansa Group.
Ein Drehkreuz der damaligen Zeit war der Flughafen Berlin-Tempelhof. Die Geschichte des Platzes erzählt der Beitrag Flughafen Tempelhof. Viele F 13 trugen neben dem Kennzeichen auch Namen, oft von Vögeln – etwa die „Silbermöwe“ der Luft Hansa oder die „Schleiereule“, die heute in Stockholm steht.
Kennzeichen von damals lesen
Frühe deutsche Flugzeuge trugen Kennzeichen wie „D 1“ oder „D-366“ statt der heutigen vierstelligen Buchstabenfolgen. Wie sich das System entwickelt hat, erklärt Geschichte der deutschen Luftfahrzeugkennzeichen.
Woran du die Junkers F 13 erkennst
Im Museum oder auf einem Oldtimer-Flugtag ist die F 13 eine echte Herausforderung für deine Typenkenntnis – nicht weil sie schwer zu bestimmen wäre, sondern weil sie so selten auftaucht. Wenn du sie siehst, helfen dir drei Merkmale.
Wellblech prüfen
Die Längsrillen auf Rumpf, Flügeln und Leitwerk sind das Junkers-Markenzeichen. Bei schrägem Licht werfen sie feine Schattenlinien und sind schon aus Entfernung zu sehen.
Motoren zählen
Nur ein Motor, und zwar vorn in der Nase. Damit scheidet die dreimotorige Ju 52 sofort aus. Die Nachbauten tragen einen runden Sternmotor, viele Originale einen Reihenmotor mit kantiger Verkleidung.
Cockpit und Kabine
Die Piloten sitzen offen vor der Flügelvorderkante, dahinter folgt die geschlossene Kabine mit seitlichen Fenstern. Diese Aufteilung ist typisch für die F 13 und ihre Zeit.
Hinzu kommt die Größe: Mit knapp 15 Metern Spannweite und rund 9,6 Metern Länge ist die F 13 kleiner als viele Geschäftsreiseflugzeuge. Wer gerade eine Douglas DC-3 oder eine Ju 52 gesehen hat, ist von den Dimensionen meist überrascht. Einen breiteren Einstieg in die Bestimmung alter Muster liefert Oldtimer am Himmel erkennen.
Es spricht für eine F 13, wenn …
- ein kleiner Tiefdecker komplett mit Wellblech beplankt ist
- nur ein Motor in der Nase sitzt
- die Piloten offen sitzen und dahinter eine Kabine mit Fenstern folgt
- das Kennzeichen HB-RIM, HB-RIA oder HB-RIO lautet
Sieh genauer hin, wenn …
- die Maschine im Museum steht – viele ausgestellte F 13 sind statische Nachbauten
- Schwimmer statt Rädern montiert sind – auch das gab es bei der F 13
- ein größerer Junkers-Einmot mit Wellblech vor dir steht – Junkers baute weitere Muster nach demselben Prinzip
Es ist keine F 13, wenn …
- drei Motoren dran sind – dann ist es eine Ju 52
- die Haut glatt ist und zwei Motoren da sind – dann eher eine DC-3
- zwei Flügelebenen und Streben zu sehen sind – dann ein Doppeldecker
Rimowa F13: die Rückkehr in die Luft
Fast 85 Jahre nach dem Ende der Serienfertigung fliegt die F 13 wieder – als originalgetreuer Nachbau. Den Anstoß gab ab 2013 Dieter Morszeck, damals Chef des Kofferherstellers Rimowa. Die Verbindung liegt auf der Hand: Rimowa versieht seine Aluminiumkoffer seit 1950 mit Rillen, die von der Luftfahrt inspiriert sind, und als Vorbild gilt das Junkers-Wellblech.
Gebaut wurde die erste Replik in der Schweiz von einem Team aus Spezialfirmen gemeinsam mit der Ju-Air und dem Verein der Freunde historischer Luftfahrzeuge. Weil die Originalpläne nicht vollständig waren, vermaßen die Konstrukteure laut EAA unter anderem eine erhaltene JL-6 im Pariser Luftfahrtmuseum per Laserscan. Das Ergebnis besteht aus rund 2.600 Teilen und über 35.000 Nieten. Unter der Haube arbeitet ein neunzylindriger Pratt & Whitney R-985 Wasp Junior mit 450 PS, wie ihn schon die amerikanische JL-6 kannte. Bremsen, ein modernes Spornrad und zeitgemäße Instrumente sorgen für die heute nötige Sicherheit.
Die Replik mit der Werknummer 13-001 und dem Kennzeichen HB-RIM startete am 9. September 2016 in Dübendorf zum ersten Mal, der offizielle Erstflug folgte am 15. September 2016 mit Morszeck an Bord. Zunächst flog die Ju-Air Gäste damit. 2015 war mit Erlaubnis der Familie Junkers die Junkers Flugzeugwerke AG in der Schweiz neu gegründet worden, die weitere Exemplare baute: die HB-RIA (13-002) und die HB-RIO (13-003). HB-RIM war zeitweise als N13JU in den USA unterwegs, unter anderem bei der EAA AirVenture in Oshkosh, und kehrte später in die Schweiz zurück.
Mitfliegen und Sichten: die F 13 heute
Nach dem Absturz der Ju-Air-Ju-52 im Jahr 2018 hat die Schweiz die Regeln für historische Flugzeuge deutlich verschärft. Seit 2022 sind gewerbliche Passagierflüge mit solchen Maschinen dort nicht mehr erlaubt. Vereine dürfen aber weiterhin ihre Mitglieder mitnehmen, wenn diese mindestens 30 Tage vor dem Flug beigetreten sind. Die Hintergründe zur Ju-Air findest du auf der Seite zur Ju 52 und im Beitrag Junkers Ju 52: die Tante Ju.
Genau so funktionieren die F-13-Flüge heute: Laut einem Bericht von aeroTELEGRAPH aus dem Juni 2025 bot der Verein Junkers Luftverkehr Rundflüge mit den drei Nachbauten an. Startplatz ist St. Gallen-Altenrhein am Bodensee, im Sommer waren zudem Flüge ab Kempten, Kirchheim unter Teck, Leverkusen und Oberschleißheim angekündigt. In der Kabine finden wie beim Original vier Gäste Platz. Termine, Preise und Bedingungen wechseln, informier dich deshalb direkt beim Verein.
Für Spotter heißt das: Deine besten Chancen auf eine fliegende F 13 hast du am Bodensee und an den genannten Flugplätzen im Sommer. In Altenrhein lohnt sich ein Abstecher zum Fliegermuseum am Flugplatz Altenrhein. In Kirchheim unter Teck liegt die Hahnweide, Schauplatz des Oldtimer-Fliegertreffens Hahnweide, und in Oberschleißheim die Flugwerft Schleißheim des Deutschen Museums. Weitere Termine mit historischem Fluggerät findest du über Flugplatzfeste in Deutschland.
HB-RIM, HB-RIA oder HB-RIO im Anflug?
Setz die Kennzeichen der drei Nachbauten auf deine Wunschliste – Planetrack meldet sich per Sichtungs-Alarm, sobald eine von ihnen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du Originale und Repliken siehst
Von den Hunderten gebauten F 13 sind laut Literatur nur fünf Originale erhalten, drei davon öffentlich ausgestellt. Dazu kommen mehrere statische Nachbauten.
Originale. Das Deutsche Museum München zeigt seit 1984 eine F 13 mit dem historischen Kennzeichen D-366, deren genaue Identität wegen eines fehlenden Typenschilds nicht ganz geklärt ist. Im Musée de l’Air et de l’Espace in Le Bourget steht ein weiteres Original – den Standort am Flughafen beschreibt der Spot Musée de l’Air am Flughafen Paris-Le Bourget. Das Tekniska museet in Stockholm zeigt die „Schleiereule“. Die F 13 des Verkehrsmuseums Budapest ist laut Literatur derzeit eingelagert, und im Deutschen Technikmuseum Berlin lagert als Leihgabe das Wrack einer F 13, die 1933 in Kanada verunglückte.
Statische Nachbauten. Eine originalgetreue Replik, gebaut zwischen 2004 und 2015, zeigt das Technikmuseum Hugo Junkers in Dessau – passenderweise in der Stadt, in der alles begann. Einen weiteren Nachbau besitzt laut Literatur das Luftfahrtmuseum Hannover-Laatzen. Auch in Mönchengladbach, Rechlin und im tschechischen Zlín stehen Repliken.
Ausstellungsstatus vorher prüfen
Museen bauen um, lagern Exponate ein oder verleihen sie. Ob eine bestimmte F 13 gerade zu sehen ist, klärst du am besten direkt beim Museum, bevor du dich auf den Weg machst.
Bereit für deinen F-13-Besuch?
- Ich weiß, ob vor Ort ein Original oder ein Nachbau steht.
- Ich habe geprüft, ob die Maschine aktuell ausgestellt ist.
- Ich kenne Öffnungszeiten und Fotoregeln des Museums.
- Ich habe ein Weitwinkel für enge Hallen dabei.
- Für fliegende Repliken habe ich Termine beim Verein nachgesehen.
Fototipps für die F 13
Die F 13 ist klein und steht in Museen oft zwischen anderen Exponaten. Mit ein paar Kniffen holst du trotzdem das Beste heraus.
Weitwinkel in der Halle
In engen Ausstellungshallen bekommst du die ganze Maschine nur mit kurzer Brennweite aufs Bild. Was dabei zu beachten ist, steht in Weitwinkel- und Normalobjektive beim Spotting.
Streiflicht fürs Wellblech
Fällt das Licht schräg auf die Rillen, wirkt das Blech plastisch. Draußen planst du das mit dem Guide Sonnenstand planen, im Planetrack-Sonnenstand-Planer siehst du den Lichtverlauf direkt für deinen Spot.
Propeller drehen lassen
Bei einer fliegenden Replik wirkt der Sternmotor erst mit verwischtem Propeller richtig. Die passende Verschlusszeit findest du in Propeller fotografieren.
Details sammeln
Offenes Cockpit, Kabinenfenster, Spornrad und Nietreihen erzählen die Geschichte des Flugzeugs. Im Museum lohnen Nahaufnahmen oft mehr als das zehnte Gesamtbild.
Wie besonders eine F-13-Sichtung im Vergleich ist, ordnest du mit Seltenheit einer Sichtung einschätzen ein – fliegend dürfte sie in fast jeder Sammlung zu den seltensten Einträgen gehören. Für die Schweizer Kennzeichen der Nachbauten hilft dir Schweizer HB-Kennzeichen.
Fazit
Die Junkers F 13 ist der Urahn des modernen Verkehrsflugzeugs: ganz aus Metall, freitragend, mit geschlossener Kabine für zahlende Gäste. Sie flog auf allen Kontinenten, prägte die frühe Luft Hansa und legte den Grundstein für die Ju 52. Dass du sie heute nicht nur im Museum, sondern dank der Schweizer Nachbauten auch wieder am Himmel erleben kannst, macht sie zu einem der spannendsten Ziele für Oldtimer-Fans.
Kurzfazit
Wellblech, ein Motor, offenes Cockpit und Kabine für vier: Das ist die Junkers F 13. Originale siehst du in München, Le Bourget und Stockholm, Repliken unter anderem in Dessau und Laatzen. Fliegend triffst du die Nachbauten HB-RIM, HB-RIA und HB-RIO vor allem rund um Altenrhein und bei ausgewählten Flugtagen.
Zusammenfassung
- Hugo Junkers ließ die F 13 von Otto Reuter konstruieren; sie verband 1919 erstmals Ganzmetallbauweise und freitragenden Tiefdecker in einem Verkehrsflugzeug.
- Bis 1932 entstanden je nach Quelle rund 320 bis 350 Exemplare, die weltweit flogen – von Europa über die USA und die Sowjetunion bis nach Südamerika und Asien.
- Seit 2016 fliegen in der Schweiz originalgetreue Nachbauten mit modernem Sternmotor, die Mitglieder eines Vereins für Rundflüge buchen können.
- Spotter erkennen sie an Wellblech, einem Motor, offenem Cockpit und geringer Größe; Originale stehen nur noch in wenigen Museen.
Häufige Fragen
Warum gilt die Junkers F 13 als erstes Ganzmetall-Verkehrsflugzeug?
Die F 13 war das erste Flugzeug, das von Anfang an für den Transport zahlender Passagiere gebaut wurde und vollständig aus Metall bestand. Rumpf und Flügel bestehen aus Duralumin, der Flügel trägt sich ohne Streben selbst. Holz und Stoff, damals Standard, kamen in der Struktur nicht mehr vor.
Hat die Junkers F 13 einen ICAO-Typcode?
Für die historische F 13 ist uns kein gesicherter ICAO-Typcode bekannt. Bei den heutigen Nachbauten orientierst du dich am besten am Kennzeichen – etwa HB-RIM, HB-RIA oder HB-RIO – und am Halter, nicht am Typcode.
Was hat Rimowa mit der Junkers F 13 zu tun?
Der frühere Rimowa-Chef Dieter Morszeck stieß ab 2013 den Nachbau der F 13 an. Die erste Replik flog 2016 unter dem Namen Rimowa F13. Die Verbindung ist kein Zufall: Rimowa versieht seine Alukoffer seit 1950 mit Rillen, die von der Luftfahrt inspiriert sind – das Wellblech der Junkers-Flugzeuge gilt dabei als Vorbild.
Kann man heute in einer Junkers F 13 mitfliegen?
Laut einem Bericht von 2025 bot der Verein Junkers Luftverkehr Rundflüge mit den Schweizer Nachbauten ab St. Gallen-Altenrhein und im Sommer von einzelnen Flugplätzen in Deutschland an. Mitfliegen durften nur Vereinsmitglieder, weil gewerbliche Passagierflüge mit historischen Flugzeugen in der Schweiz seit 2022 nicht mehr erlaubt sind. Prüf Termine und Bedingungen direkt beim Verein.
Wo stehen originale Junkers F 13?
Öffentlich ausgestellt sind Originale im Deutschen Museum München, im Musée de l’Air et de l’Espace in Le Bourget und im Tekniska museet in Stockholm. Ein weiteres Original aus Budapest ist laut Literatur eingelagert, das Wrack einer in Kanada verunglückten F 13 befindet sich als Leihgabe im Deutschen Technikmuseum Berlin.
Was unterscheidet die F 13 von der Ju 52?
Beide tragen Wellblech, doch die F 13 ist deutlich kleiner, hat nur einen Motor und Platz für vier Passagiere. Die dreimotorige Ju 52 kam gut ein Jahrzehnt später und nahm bis zu 17 Fluggäste mit. Technisch baut sie auf den Erfahrungen mit der F 13 auf.
Junkers F 13 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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