Das Wichtigste in Kürze
- Die 1900D ist die letzte und meistgebaute Version der Beechcraft 1900: ein 19-sitziger Zubringer-Turboprop, abgeleitet von der Super King Air.
- Schnellster Erkennungsweg: erhöhter Rumpfrücken plus Winglets plus Flossen-Sammlung am Heck. Das passt zu keinem anderen 19-Sitzer.
- Ihr großes Plus war die Stehkabine: Mit rund 1,80 m Innenhöhe konnten die meisten Passagiere aufrecht gehen – in dieser Klasse eine Seltenheit.
- Gebaut von 1991 bis 2002, die Produktion endete unter dem damaligen Eigentümer Raytheon.
- Heute fliegt sie vor allem in Kanada, den USA, Afrika, Südamerika und in der Fracht – in Europa ist Twin Jet in Frankreich der bekannteste Betreiber.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Beechcraft 1900D?
- 2.Die Stehkabine: warum die 1900D so aussieht, wie sie aussieht
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.1900D oder 1900C?
- 5.1900D, Jetstream, Metro oder Twin Otter?
- 6.Wo die 1900D geflogen ist und heute fliegt
- 7.Spotting-Strategie: Exot im DACH-Raum, Alltag in Kanada
- 8.Fototipps speziell für die 1900D
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Beech Aircraft, später Raytheon Aircraft (Wichita, USA) |
|---|---|
| Familie | Beechcraft 1900 (1900, 1900C, 1900D) |
| ICAO-Typcode | B190 (gilt für alle 1900-Versionen) |
| Erstflug 1900D | 1. März 1990 (Prototyp) |
| Zulassung | 1991 nach US-Vorschrift FAR Part 23, Commuter Category |
| Produktionsende | Oktober 2002 |
| Gebaute Exemplare | rund 440 1900D, knapp 700 Beechcraft 1900 insgesamt |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney Canada PT6A-67D, je 1.279 WPS |
| Propeller | Hartzell, vierblättrig |
| Länge | rund 17,6 m |
| Spannweite | rund 17,6 m |
| Höhe | 4,72 m |
| Kabinenhöhe | rund 1,80 m |
| Sitzplätze | 19 Passagiere |
| Besatzung | 2 Piloten im Airline-Betrieb, kein Flugbegleiter |
| Max. Startgewicht | rund 7,7 t |
| Reisegeschwindigkeit | bis rund 280 kt (gut 500 km/h) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Deutlich erhöhter Rumpfrücken: Die Kabine wirkt wie mit einem Buckel aufgestockt, das Cockpitdach liegt sichtbar tiefer
- T-Leitwerk mit kleinen senkrechten Zusatzflossen an der Unterseite des Höhenleitwerks
- Kleine waagerechte Hilfsflächen („Stabilons“) seitlich am hinteren Rumpf und zwei Bauchflossen unter dem Heck
- Winglets an den Flügelspitzen – die älteren 1900 und 1900C haben keine
- Zwei PT6A-Turboprops mit vierblättrigen Propellern und die typische King-Air-Nase
- Viele kleine rechteckige Fenster und eine große Frachttür hinten links
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner Turboprop rollt zur Startbahn, der Rumpf wirkt merkwürdig hoch, und am Heck sitzen mehr Flossen, als du auf den ersten Blick zählen kannst: Das ist sehr wahrscheinlich eine Beechcraft 1900D. Der 19-Sitzer war über Jahre das Rückgrat vieler Zubringernetze in Nordamerika und ist heute ein spannender Exot für Spotter. Hier erfährst du, wie du sie sicher erkennst, wie sie sich von 1900C, Jetstream und Metro unterscheidet und wo du sie noch vor die Linse bekommst.
B190 im Hangar abhaken
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Was ist die Beechcraft 1900D?
Die 1900D ist die dritte und letzte Version der Beechcraft-1900-Familie und zugleich die erfolgreichste. Sie ist ein zweimotoriger, druckbelüfteter Turboprop für 19 Passagiere – die klassische Größe für Zubringer- und Commuter-Flüge, die in den USA und vielen anderen Ländern mit vergleichsweise schlanken Vorschriften betrieben werden können. Im Cockpit sitzen im Airline-Betrieb zwei Piloten, Kabinenpersonal ist bei dieser Sitzzahl in der Regel nicht vorgesehen.
Die Wurzeln liegen bei der King Air. Beechcraft entwickelte die ursprüngliche 1900 Anfang der 1980er-Jahre direkt aus der Super King Air, um Regionalairlines eine Alternative zur Swearingen Metro und zur Jetstream zu bieten. Die erste 1900 flog im September 1982, darauf folgte die 1900C mit großer Frachttür. Wer die Verwandtschaft sehen will, vergleicht Nase und Triebwerksgondeln mit der King Air 350 oder der King Air 200.
Der Prototyp der 1900D hob am 1. März 1990 ab, die Zulassung erfolgte 1991 nach der US-Vorschrift FAR Part 23 in der Commuter-Kategorie, die die ältere Sonderregel SFAR 41C abgelöst hatte. Erster Kunde war Mesa Airlines, die Ende 1991 die erste Maschine übernahm und den Typ in großer Stückzahl bestellt hatte. Beech gehörte zu dieser Zeit bereits zum Raytheon-Konzern, weshalb du in vielen Registern auch die Bezeichnung „Raytheon 1900D“ findest. Im Oktober 2002 endete die Produktion; nach gängigen Angaben entstanden rund 440 Exemplare der 1900D und knapp 700 Beechcraft 1900 insgesamt. Heute gehört die Marke Beechcraft zu Textron Aviation.
Die Stehkabine: warum die 1900D so aussieht, wie sie aussieht
Das wichtigste Verkaufsargument der 1900D war die Kabine. Die älteren 1900 und 1900C hatten den niedrigen Querschnitt der King Air – Passagiere mussten gebückt zu ihrem Platz gehen. Bei der 1900D zog Beechcraft das Rumpfdach nach oben, sodass die Kabine rund 1,80 Meter hoch ist – deutlich mehr als bei der 1900C. Über dem Flügelholm ist es durch eine kleine Rampe etwas niedriger. Damit konnten die meisten Fluggäste aufrecht gehen, was in der 19-Sitzer-Klasse nur wenige Typen bieten.
Für dich als Spotter ist das ein Geschenk: Der erhöhte Rumpfrücken setzt deutlich sichtbar hinter dem Cockpit an. Das Cockpitdach liegt tiefer als die Kabinenoberkante, die Silhouette wirkt dadurch fast wie ein kleiner Buckel.
Der größere Rumpf hatte Folgen. Mehr Stirnfläche bedeutet mehr Luftwiderstand, und der erweiterte Schwerpunktbereich verlangte mehr Stabilität. Beechcraft reagierte mit einem ganzen Paket:
- stärkere PT6A-67D-Triebwerke von Pratt & Whitney Canada mit je 1.279 Wellen-PS
- Winglets an den Flügelspitzen, um den Widerstand zu senken; die Spannweite wuchs gegenüber der 1900C
- ein vergrößertes T-Leitwerk mit zusätzlichen kleinen Flossen
- ein Glascockpit mit elektronischen Fluginstrumenten von Rockwell Collins
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Auf den Rumpfrücken achten
Hinter dem Cockpit steigt die Rumpfoberkante sichtbar an und bleibt bis kurz vor dem Leitwerk hoch. Das unterscheidet die 1900D von allen King-Air-Modellen und von der älteren 1900C.
Flossen am Heck zählen
T-Leitwerk, darunter kleine senkrechte Flossen am Höhenleitwerk, seitlich am Hinterrumpf waagerechte Stabilons und unten zwei Bauchflossen. Kein anderer 19-Sitzer hat so viele Anbauteile am Heck.
Winglets suchen
Die Flügelspitzen enden in kleinen, nach oben gestellten Winglets. Siehst du die, ist eine 1900C praktisch ausgeschlossen.
Die Kombination ist eindeutig. Bestätigt wird die Bestimmung am Ende über das Kennzeichen: Da B190 für alle Versionen gilt, hilft der Typcode allein nicht weiter. In Registern erkennst du eine 1900D an Werknummern mit dem Präfix UE. Wie du Kennzeichen liest und einordnest, steht im Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen; wie du eine bestimmte Maschine gezielt findest, erklärt Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Den Rumpfbuckel siehst du am besten genau im Profil, die Heckflossen eher schräg von hinten. Beim Rollen zur Piste hast du oft beide Ansichten nacheinander – nimm dir die Zeit, statt nur den Start abzudrücken.
1900D oder 1900C?
Beide Versionen teilen Grundkonstruktion, Rumpflänge-Klasse und Triebwerksfamilie, unterscheiden sich aber außen deutlicher, als man erwarten würde.
| Merkmal | 1900C | 1900D |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | B190 | B190 |
| Kabine | niedrig, gebückt gehen | Stehkabine, rund 1,80 m |
| Rumpfrücken | durchgehend flach wie bei der King Air | sichtbar erhöht |
| Winglets | nein | ja |
| Heckflossen | Stabilons, wenige Anbauteile | Stabilons plus zusätzliche Flossen am Leitwerk und unter dem Heck |
| Triebwerke | PT6A-65B | PT6A-67D |
Die 1900C hat zudem eine militärische Schwester: die C-12J der US-Streitkräfte. Wer eine flache 1900 ohne Winglets sieht, steht also vor einer der älteren Versionen – oder vor einer militärischen Variante.
1900D, Jetstream, Metro oder Twin Otter?
In der 19-Sitzer-Klasse tummeln sich einige Typen, die aus der Ferne ähnlich wirken. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: 19-sitziger Turboprop
Beechcraft 1900D
Erhöhter Rumpfrücken, Winglets und die Flossen-Sammlung am T-Leitwerk sind das typische 1900D-Bild. Prüf zur Sicherheit das Kennzeichen.
BAe Jetstream 31/32
Kreuzleitwerk und runder, glatter Rumpf ohne Buckel sprechen für die Jetstream – die einzige andere 19-Sitzer-Kabine, in der man ebenfalls aufrecht gehen kann.
Fairchild Swearingen Metro
Ein sehr langer, dünner Rumpf mit spitzer Nase und tief angesetztem Höhenleitwerk deutet auf die Metro.
DHC-6 Twin Otter
Hochdecker mit starrem Fahrwerk und kantigem Rumpf – das ist die Twin Otter, ein ganz anderes Flugzeugkonzept für kurze Pisten.
Mehr zu den Nachbarn findest du auf den Seiten zur BAe Jetstream 31, zur Fairchild Swearingen Metro und zur DHC-6 Twin Otter. Die ebenfalls 19-sitzige Dornier Do 228 ist ein Hochdecker mit markant geformten Flügelspitzen und schnell auszuschließen. Eine Klasse größer liegen Embraer EMB 120 Brasilia und Saab 340 mit jeweils rund 30 bis 35 Sitzen. Einen breiten Überblick über die Turboprop-Welt bietet der Beitrag Turboprops unterscheiden.
Wo die 1900D geflogen ist und heute fliegt
Die 1900D war vor allem ein nordamerikanisches Flugzeug. In den USA flog sie in den 1990er- und 2000er-Jahren für zahlreiche Regionalairlines, oft unter den Marken großer Netzwerk-Carrier wie US Airways Express oder Continental Connection. Mesa war Erstkunde, Great Lakes Airlines aus Cheyenne flog den Typ bis zur Einstellung des Flugbetriebs 2018 auf Zubringerstrecken im Mittleren Westen und in den Rocky Mountains.
In Kanada ist die 1900D bis heute verbreitet. Eine Bestandsaufnahme vom Juli 2018 zählte unter den größeren Betreibern unter anderem Central Mountain Air, Pacific Coastal Airlines, Air Georgian, North Cariboo Air und Rise Air. Dazu kommen Frachtfirmen in den USA wie Ameriflight und Alpine Air Express, für die es sogar einen eigenen Frachtumbau gibt. Weitere Schwerpunkte liegen in Afrika, Südamerika und der Karibik.
In Neuseeland flog Eagle Airways die 1900D im Auftrag von Air New Zealand; mit dem letzten Linienflug im August 2016 endete dieses Kapitel, die Maschinen wurden an andere Betreiber verkauft. In Australien setzte Impulse Airlines den Typ um die Jahrtausendwende ein; nach der Übernahme durch Qantas flogen die 1900D noch kurz im Regionalverkehr weiter, bevor sie 2002 ausgemustert wurden.
In Europa ist Twin Jet der bekannteste Betreiber. Die französische Regionalairline fliegt nach aktuellen Übersichten ausschließlich die 1900D, mit Hauptsitz in Aix-en-Provence und Basen unter anderem in Toulouse, Lyon, Marseille und Straßburg. In der Schweiz nutzte die Luftwaffe eine 1900D mit dem Kennzeichen T-729 beim Lufttransportdienst des Bundes am Flughafen Bern-Belp; ob sie heute noch im Einsatz ist, ließ sich nicht verlässlich klären.
| Region | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Kanada | hoch | Viele Regional-, Charter- und Frachtbetreiber |
| USA | mittel | Vor allem Fracht- und Nischenbetreiber, kaum noch Linien-Zubringer |
| Frankreich | mittel | Twin Jet mit reiner 1900D-Flotte |
| DACH-Raum | niedrig | Überführungen, Charter, Wartungs- und Sonderflüge |
Flotten ändern sich – gerade bei alten Typen
Die jüngste 1900D ist über 20 Jahre alt. Betreiber mustern aus, verkaufen weiter oder bauen auf Fracht um. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf vor einer Tour Ankünfte und Abflüge nach dem Typcode B190.
Wie du solche Flüge live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B; wie du dir Benachrichtigungen für einen Typ einrichtest, zeigt Alarme für Flugzeuge, Typen und Airlines. Einen Überblick über Europas kleinere Carrier gibt der Beitrag Regionalairlines in Europa.
Keine 1900D mehr verpassen
Richte für den Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen einen Sichtungs-Alarm ein – Planetrack meldet sich, wenn die Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting-Strategie: Exot im DACH-Raum, Alltag in Kanada
Im deutschsprachigen Raum ist eine 1900D ein echter Glücksfund. Am ehesten taucht sie an Regionalflughäfen und kleineren Plätzen auf, etwa bei Charterflügen, Überführungen oder Wartungsaufenthalten. Wie du an solchen Flughäfen vorgehst, steht im Beitrag Spotting an Regionalflughäfen. Ob deine Sichtung wirklich selten ist, kannst du mit dem Guide Seltenheit einer Sichtung einschätzen einordnen.
Wer gezielt 1900D sehen will, plant eine Reise. In Frankreich bieten die Twin-Jet-Basen gute Chancen, Toulouse lässt sich zudem perfekt mit dem Airbus-Spotting kombinieren – Tipps dazu im Beitrag Planespotting in Toulouse-Blagnac. In Kanada hat Pacific Coastal Airlines ihren Schwerpunkt am Flughafen Vancouver; dort ist der Larry Berg Flight Path Park ein beliebter Startpunkt für Spotter, an dem neben Jets auch Regional-Turboprops vorbeikommen.
Bereit für deine 1900D-Jagd?
- Ich habe eine B190-Bewegung im Flugplan oder Tracking-Dienst gefunden.
- Ich habe per Kennzeichen geprüft, dass es eine 1900D und keine 1900C ist.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
- Meine Kamera steht auf einer Verschlusszeit, die die Propeller nicht einfriert.
Fototipps speziell für die 1900D
Die 1900D ist klein, und ihre Erkennungsmerkmale sitzen in Details. Ein paar Punkte machen den Unterschied.
Propeller nicht einfrieren
Mit zu kurzer Belichtungszeit stehen die Propeller still und das Bild wirkt wie ein Modell. Längere Zeiten mit sauberem Mitziehen zeigen eine Propellerscheibe. Wie das klappt, erklärt der Guide Propeller fotografieren.
Profil für den Buckel
Die Stehkabine wirkt nur im Seitenprofil. Eine reine Frontalaufnahme versteckt das wichtigste Merkmal.
Heck mitnehmen
Die Flossen sind klein. Wähle den Ausschnitt nicht zu eng und nimm, wenn möglich, eine Dreiviertelansicht von hinten beim Rollen dazu.
Mehr Brennweite als gedacht
Mit knapp 18 Metern Länge ist die 1900D deutlich kleiner als ein Airbus. Am selben Spot brauchst du für ein formatfüllendes Bild spürbar mehr Brennweite.
Wann das Licht an deinem Spot passt, kannst du vorab berechnen; wie das geht, steht im Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Wenn du gerade erst einsteigst, bringt dich Planespotting für Einsteiger schnell auf Kurs.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die 1900D, wenn …
- der Rumpfrücken hinter dem Cockpit sichtbar ansteigt
- an den Flügelspitzen Winglets sitzen
- das T-Leitwerk kleine Zusatzflossen trägt
- die Werknummer im Register mit UE beginnt
Sieh genauer hin, wenn …
- im Tracking-Dienst nur B190 steht – das gilt auch für die 1900C
- du die Maschine nur frontal oder im Gegenlicht siehst
- die Fenster überklebt sind – dann ist es oft ein Frachtumbau
Es ist keine 1900D, wenn …
- der Rumpf durchgehend flach ist und Winglets fehlen – dann eher 1900C oder King Air
- der Flügel oben auf dem Rumpf sitzt
- das Höhenleitwerk tief am Rumpf ansetzt, wie bei Metro oder Saab 340
- der Rumpf auffällig kurz ist und nur wenige Kabinenfenster hat – dann ist es eine King Air
Fazit
Die Beechcraft 1900D ist ein Flugzeug mit unverwechselbarem Charakter: ein aufgestockter King-Air-Abkömmling mit Stehkabine, Winglets und einem Heck voller kleiner Flossen. Gebaut wurde sie nur rund zwölf Jahre lang, geprägt hat sie aber Zubringernetze auf mehreren Kontinenten. In Kanada und bei Frachtbetreibern ist sie Alltag, in Frankreich über Twin Jet gut erreichbar, im DACH-Raum ein seltener Gast.
Kurzfazit
Buckel hinter dem Cockpit, Winglets, Flossen am T-Leitwerk: Das ist die 1900D. Weil B190 für alle Versionen gilt, bestätigst du sie über Kennzeichen und UE-Werknummer – und für sichere Sichtungen planst du eine Tour nach Frankreich oder Kanada ein.
Zusammenfassung
- Die 1900D flog im März 1990 erstmals, erhielt 1991 ihre Zulassung und ging im selben Jahr an den Großkunden Mesa Airlines.
- Gegenüber der 1900C bekam sie eine höhere Kabine, stärkere Triebwerke, Winglets und ein überarbeitetes Leitwerk mit zusätzlichen Flossen.
- Rund 440 Exemplare entstanden bis Oktober 2002; viele frühere Passagiermaschinen fliegen heute als Frachter oder bei kleinen Charterbetreibern.
- Im DACH-Raum ist sie selten – wer sie sucht, filtert in Tracking-Diensten nach dem Code B190 und achtet auf Überführungen, Charter und Frankreich-Verkehr.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Beechcraft 1900D?
Die ganze 1900-Familie läuft unter B190. Der Code unterscheidet also nicht zwischen 1900C und 1900D – die Variante klärst du über das Kennzeichen oder die Werknummer. 1900D-Werknummern beginnen mit UE.
Was ist der Unterschied zwischen 1900C und 1900D?
Die 1900D hat einen höheren Rumpf mit Stehkabine, Winglets, stärkere PT6A-67D-Triebwerke, ein vergrößertes Leitwerk mit zusätzlichen Flossen und ein Glascockpit. Von außen erkennst du sie am schnellsten am erhöhten Rumpfrücken und an den Winglets – beides fehlt der 1900C.
Wie viele Passagiere passen in eine 1900D?
Die Kabine ist für 19 Passagiere ausgelegt, jeweils mit Einzelsitzen links und rechts eines Mittelgangs. Manche Betreiber nutzen weniger Sitze. Einen Flugbegleiter gibt es in der Regel nicht, da etwa in den USA erst ab 20 Passagiersitzen ein Flugbegleiter vorgeschrieben ist.
Warum hat die 1900D so viele kleine Flossen am Heck?
Der höhere Rumpf und der größere Schwerpunktbereich machten zusätzliche Stabilisierung nötig. Beechcraft ergänzte deshalb Stabilons am Hinterrumpf, kleine Flossen unter dem Höhenleitwerk und zwei Bauchflossen. Für Spotter ist genau diese Flossen-Sammlung ein zuverlässiges Erkennungsmerkmal.
Ist die 1900D mit der King Air verwandt?
Ja. Die Beechcraft 1900 wurde direkt aus der Super King Air entwickelt. Cockpit-Bedienung, Nase und Triebwerksfamilie ähneln sich, die 1900 hat aber einen deutlich längeren Rumpf und eine Linienflug-Kabine.
Wird die 1900D noch gebaut?
Nein. Raytheon stellte die Produktion der 1900-Reihe im Oktober 2002 ein. Alle heute fliegenden Exemplare sind also mehr als zwei Jahrzehnte alt; viele wurden zu Frachtern umgebaut oder an kleine Betreiber weitergegeben.
Wo sehe ich eine 1900D in Europa?
Am verlässlichsten in Frankreich bei Twin Jet, die laut aktuellen Übersichten eine reine 1900D-Flotte betreibt und Basen unter anderem in Toulouse, Lyon, Marseille und Straßburg hat. Im DACH-Raum sind Sichtungen meist Überführungen, Charter oder Wartungsflüge – prüf vorab den Typcode B190 in einem Tracking-Dienst.
Beechcraft 1900D sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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