Das Wichtigste in Kürze
- Der Affenfelsen an der Holtkoppel ist der bekannteste Spotterpunkt am Flughafen Hamburg – eine kleine Anhöhe neben dem Café Coffee to Fly mit Blick auf die Piste 15/33.
- Du stehst auf der Ostseite der Piste. Deshalb ist das Licht vom Sonnenaufgang bis zum frühen Mittag ideal und danach Gegenlicht.
- Die häufigste Konfiguration in Hamburg sind Landungen auf der 23 und Starts auf der 33 – genau die Starts, die am Affenfelsen vorbeirollen.
- Eine Leiter brauchst du hier nicht, an vielen anderen Hamburger Zaunpunkten dagegen schon, seit die Fotolöcher geschlossen wurden.
- Zwischen 23 und 6 Uhr gilt eine Nachtflugbeschränkung, plane deine Session also in den Tag.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Der Spot in Zahlen
- 2.Steckbrief
- 3.Die besten Standpunkte
- 4.Was du hier zu sehen bekommst
- 5.Lohnt sich die Anreise?
- 6.Ein Stadtflughafen mit gekreuzten Pisten
- 7.Betriebsrichtung: Wann der Affenfelsen zündet
- 8.Licht und Fotografie
- 9.Was du in Hamburg zu sehen bekommst
- 10.Anreise: Auto, U-Bahn und Bus
- 11.So läuft ein guter Vormittag am Affenfelsen
- 12.Ausweichspots rund um den Hamburger Flughafen
- 13.Regeln am Zaun
- 14.Fazit
- 15.Häufige Fragen
Empfohlener Standpunkt53.64060, 9.99210 · Hamburg, Hamburg
Auf der Karte öffnenDer Spot in Zahlen
Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5 – gemessen an dem, was du an einem normalen Tag in der häufigsten Betriebsrichtung realistisch erwarten kannst.
Steckbrief
| Flughafen | Hamburg Airport Helmut Schmidt (IATA: HAM, ICAO: EDDH), früher Hamburg-Fuhlsbüttel |
|---|---|
| Spot-Typ | Erhöhter Aussichtspunkt am Flughafenzaun, direkt neben dem Café Coffee to Fly |
| Adresse | Holtkoppel 100, 22415 Hamburg-Langenhorn |
| Blickrichtung | Von Osten auf die Piste 15/33, etwa auf halber Länge, mit dem Rollweg direkt davor |
| Pisten am Flughafen | Zwei sich kreuzende Bahnen: 05/23 (3.250 m) und 15/33 (3.666 m) |
| Anreise ÖPNV | U1 bis Langenhorn Markt, dann Bus bis Wrangelkoppel und rund 15 Minuten Fußweg |
| Zugang | Öffentlich zugänglich und kostenlos; Café mit eigenen Öffnungszeiten |
| Leiter | Nicht nötig – die Anhöhe reicht, um über den Zaun zu fotografieren |
| Typische Aufenthaltsdauer | 2–4 Stunden, am besten am Vormittag |
Die besten Standpunkte
Alle genannten Punkte liegen auf öffentlich zugänglichem Gelände außerhalb des Sicherheitsbereichs. Zäune, Absperrungen und Betriebsflächen sind tabu – auch wenn der Winkel von dort besser wäre.
Betriebsrichtung und Licht
Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. Die Windrichtung entscheidet deshalb, welche Pisten in welche Richtung genutzt werden – und damit, ob an deinem Standpunkt Landungen, Starts oder gar nichts zu sehen sind. Prüfe vor der Anreise die Windvorhersage und die aktuelle Betriebsrichtung (etwa über Live-Flugdaten) und gleiche sie mit dem Sonnenstand ab: Die Sonne sollte möglichst hinter dir stehen.
Affenfelsen an der Holtkoppel
Der Klassiker. Die kleine Anhöhe neben dem Coffee to Fly hebt dich gerade so weit an, dass du ohne Leiter über den Zaun schaust. Vor dir liegt ein Rollweg, dahinter die Piste 15/33. Bei Betrieb auf 33 rollen die Starter an dir vorbei Richtung Norden, kleinere Jets sind teils schon in Höhe des Hügels in der Luft. Für Rollverkehr reichen moderate Brennweiten, für Flugzeuge auf der Piste solltest du etwa 150 bis 250 mm einplanen.
Wiese an der Holtkoppel
Von der Straße Holtkoppel zweigt ein Fußweg an einer Wiese ab. Hier geht es nur um Landungen auf der Piste 23, die du in einer anderen Perspektive als vom Hügel bekommst. Ein Ausweichpunkt, wenn der Anflug über die 23 läuft. Plane eher ein längeres Tele ein, etwa bis 400 mm.
Krohnstiegtunnel, Ostseite
Am nördlichen Teil der Piste 15/33 führt der Krohnstieg im Tunnel unter dem Flughafen hindurch. Über dem östlichen Tunnelportal stehst du nah an der Bahn und siehst Bewegungen auf 15/33 in einem anderen Winkel. Die früheren Fotolöcher im Zaun gibt es nicht mehr, ohne kleine Leiter geht hier wenig.
Besucherterrassen an Terminal 1 und 2
Die Terrassen an den Terminals sind der Ort für Vorfeld, Andocken und Abfertigung. Hier bist du mitten im Geschehen und siehst die geparkten Flugzeuge aus der Nähe. Eine sinnvolle Ergänzung, wenn du nach dem Vormittag am Affenfelsen noch Registrierungen am Gate sammeln willst.
Café Himmelsschreiber am General Aviation Terminal
Am Weg beim Jäger im Süden des Flughafens liegt das Café am Terminal für die Allgemeine Luftfahrt. Du schaust aufs Vorfeld mit Business Jets und hast einen guten Blick auf Starts von der 33. Gut für den Nachmittag, wenn am Affenfelsen das Gegenlicht kommt.
Was du hier zu sehen bekommst
Deine Ausbeute an Affenfelsen am Flughafen Hamburg
- Starts auf der 33 aus nächster Nähe – an den meisten Tagen die häufigste Startrichtung
- Rollverkehr direkt vor dem Zaun bei den selteneren Landungen auf der 33 und Starts auf der 15
- Europaverkehr der Lufthansa Group mit Zubringern nach Frankfurt, München, Zürich und Wien
- Eurowings und Condor, die in Hamburg Flugzeuge stationiert haben
- Emirates-Langstrecke nach Dubai, derzeit mit der Boeing 777
- Business Jets und Sondergäste, etwa VIP-Maschinen, die bei Lufthansa Technik am Flughafen betreut werden
- Gelegentlich Airbus-Werksflugzeuge, weil Hamburg Ausweichflughafen für das Werk Finkenwerder ist
Lohnt sich die Anreise?
Dafür spricht
- Keine Leiter nötig – die Anhöhe reicht über den Zaun
- Morgenlicht von hinten auf der wichtigsten Startpiste
- Café mit Toilette direkt am Spot – an den meisten Hamburger Zaunpunkten gibt es keine Infrastruktur
- Treffpunkt der Szene: Du stehst selten allein und bekommst schnell Tipps
- Kostenlos und ohne Öffnungszeiten für den Hügel selbst
Dagegen spricht
- Mit Bus und Bahn umständlich, rechne mit Umstiegen und Fußweg
- Ab dem Nachmittag Gegenlicht
- Bei Betrieb auf 05/23 passiert vor dem Hügel wenig
- Hitzeflimmern über der Piste an warmen Sommertagen
- An schönen Wochenenden voll, Parkplätze knapp
Aktualisiert: Oktober 2026 – Wenn Hamburger Spotter sich verabreden, fällt fast immer derselbe Name: Affenfelsen. Gemeint ist eine unscheinbare Anhöhe an der Holtkoppel in Langenhorn, direkt neben dem kleinen Café Coffee to Fly. Von hier schaust du über den Flughafenzaun auf die Piste 15/33, ohne Leiter, ohne Eintritt und mit einem Kaffee in Reichweite.
Diese Seite erklärt dir, wann der Spot funktioniert, wann nicht, wie du hinkommst und wohin du ausweichst, wenn Wind oder Licht nicht mitspielen.
Deine Hamburger Sichtungen an einem Ort
Kennzeichen, Typ und Spot festhalten und sehen, was andere Spotter gerade an der 33 erwischt haben. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Ein Stadtflughafen mit gekreuzten Pisten
Der Hamburg Airport Helmut Schmidt liegt mitten im Stadtgebiet, zwischen Fuhlsbüttel, Niendorf und Langenhorn, ein kleiner Teil reicht bis nach Norderstedt. Anders als in München oder Düsseldorf gibt es hier keine parallelen Bahnen, sondern zwei Pisten, die sich kreuzen: die 05/23 mit 3.250 Metern und die 15/33 mit 3.666 Metern Länge. Welche Bahn für Starts und welche für Landungen genutzt wird, hängt vom Wind, vom Wetter und von Lärmschutzregeln ab, die die Deutsche Flugsicherung umsetzt.
Für dich als Spotter heißt das: Es gibt keinen Spot, der immer funktioniert. Rund um den Zaun liegen Dutzende Standpunkte, jeder für eine bestimmte Bahn und eine bestimmte Tageszeit. Der Affenfelsen ist deshalb so beliebt, weil er die häufigste Startrichtung abdeckt, ohne Leiter auskommt und Infrastruktur hat.
Betriebsrichtung: Wann der Affenfelsen zündet
Die häufigste Konfiguration in Hamburg sind Landungen auf der 23 und Starts auf der 33. Die Landungen kommen dabei aus Nordosten über Langenhorn herein, die Starts beginnen am südlichen Ende der 15/33 in der Nähe der Terminals und führen nach Norden in Richtung Norderstedt. Genau diese Starter rollen am Affenfelsen vorbei. Schmalrumpfjets sind teils schon in Höhe des Hügels in der Luft, schwerere Maschinen sind noch am Boden oder steigen gerade erst.
Seltener wird auf der 15 gelandet, meist zusammen mit Starts auf der 23. Dann kommen die Flugzeuge von Norden herein und rollen nach dem Aufsetzen auf der Piste an dir vorbei Richtung Süden. Landungen auf der 33 und Starts auf der 15 sind noch seltener, nutzen aber den Rollweg direkt vor dem Zaun – das sind die Momente für Bilder auf Augenhöhe.
| Konfiguration | Was du am Affenfelsen siehst | Wie oft | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Landung 23, Start 33 | Starts auf der 15/33 in voller Breite | am häufigsten | Hügel ist die erste Wahl |
| Landung 15, Start 23 | Landungen, die vor dir auf der Piste ausrollen | gelegentlich | lohnend, früh da sein |
| Landung 33, Start 15 | Rollverkehr auf dem Rollweg vor dir | selten | lohnend, Licht prüfen |
| Betrieb nur auf 05/23 | wenig auf der 15/33 | wetterabhängig | auf Westseite oder Holtkoppel-Wiese ausweichen |
Bei schlechter Sicht spricht viel für Landungen auf der 23, weil diese Bahn mit dem Instrumentenlandesystem der höchsten Kategorie ausgestattet ist. Bei Nebel und tiefen Wolken wird es am Affenfelsen deshalb oft ruhiger. Wie du Wind und Betriebsrichtung vor der Anfahrt richtig deutest, erklärt der Ratgeber Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Vor der Abfahrt kurz prüfen
Ein Blick auf einen Flugtracker verrät dir in Sekunden, auf welcher Bahn gerade gestartet wird: Ziehen die Abflüge aus Hamburg nach Norden über Norderstedt, läuft Betrieb auf der 33 – dann passt der Affenfelsen. Wie du ADS-B-Daten dafür nutzt, steht im Beitrag Flugverfolgung per ADS-B für Spotter.
Licht und Fotografie
Der Affenfelsen liegt auf der Ostseite der Piste. Du schaust also nach Westen, und die Sonne steht vom Sonnenaufgang bis etwa zum frühen Mittag in deinem Rücken. Das ist das Zeitfenster, für das du kommen solltest. Ab dem Nachmittag dreht das Licht ins Gegenlicht, und die Rümpfe werden auf der Sonnenseite dunkel.
Eine Leiter brauchst du nicht, die Anhöhe reicht über den Zaun. Bei der Brennweite kommst du mit einem Standard-Telezoom gut aus: Für Flugzeuge auf dem Rollweg genügen kürzere Brennweiten, für einen Schmalrumpfjet auf der Piste solltest du etwa 150 bis 250 mm einplanen. Wer Details wie Kennzeichen oder Triebwerke formatfüllend will, nimmt mehr mit.
An heißen Sommertagen ist Hitzeflimmern das größte Problem. Über dem langen Asphalt flirrt die Luft, und Bilder von Flugzeugen am anderen Ende der Bahn werden weich. Fotografiere dann möglichst früh am Morgen und konzentriere dich auf Flugzeuge, die nah an dir vorbeikommen.
Das Morgenlicht nicht verschlafen
Mit dem Sonnenstand-Planer siehst du vorab, bis wann am Affenfelsen die Sonne im Rücken steht. Planetrack ist bald verfügbar – sichere dir jetzt einen Platz auf der Warteliste.
Was du in Hamburg zu sehen bekommst
Hamburg ist kein Drehkreuz, sondern ein großer Punkt-zu-Punkt-Flughafen. Das prägt das Bild am Zaun: viel europäischer Kurz- und Mittelstreckenverkehr, wenige Großraumflugzeuge, dafür eine breite Mischung an Airlines.
- Lufthansa Group: Lufthansa verbindet Hamburg mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, dazu kommen Swiss aus Zürich und Austrian Airlines aus Wien. Die Lufthansa-Flüge und die Partner der Star Alliance werden am Terminal 2 abgefertigt.
- Eurowings und Condor: Beide haben in Hamburg Flugzeuge stationiert. Eurowings prägt den Städte- und Ferienverkehr, Condor vor allem die Urlaubsziele.
- Langstrecke: Emirates fliegt Hamburg seit 2006 an und setzt auf der Dubai-Verbindung nach aktuellem Stand die Boeing 777 ein. Der A380 war auf der Strecke schon zu sehen – welches Muster gerade fliegt, prüfst du am besten vorab im Flugtracker.
- Typen: Am häufigsten siehst du Schmalrumpfjets wie den Airbus A320neo und die Boeing 737-800, dazu Regionaljets wie die Embraer E190.
Eine Besonderheit ist die Lufthansa Technik am Flughafen. 2021 beschloss die Lufthansa Group, die Wartung ihrer Linienflugzeuge in Hamburg aufzugeben, VIP- und Regierungsmaschinen werden aber weiter betreut. Deshalb können in Hamburg auch ungewöhnliche Business- und Großraumjets auftauchen. Außerdem dient der Flughafen als Ausweichplatz für das Airbus-Werk in Finkenwerder.
Nachtflugbeschränkung beachten
Der planmäßige Flugbetrieb in Hamburg läuft zwischen 6 und 23 Uhr. Danach dürfen nur noch Linienflüge mit nachweislich unvermeidbarer Verspätung bis Mitternacht starten oder landen, zwischen Mitternacht und 6 Uhr braucht ein Flug grundsätzlich eine Ausnahmegenehmigung der Umweltbehörde. Für dich heißt das: Eine Nachtsession am Affenfelsen lohnt sich nicht, die besten Stunden liegen ohnehin am Vormittag.
Anreise: Auto, U-Bahn und Bus
Mit dem Auto ist der Affenfelsen am einfachsten. Du fährst über Langenhorn zur Holtkoppel und parkst in der Nähe des Cafés. An sonnigen Wochenenden wird es dort eng, plane dann etwas Zeit für die Parkplatzsuche ein und stelle dich nicht in Einfahrten oder auf Wege.
Mit Bus und Bahn ist es umständlicher, denn die S1 hält zwar am Terminal, aber der Hügel liegt auf der anderen Seite des Geländes. Der übliche Weg führt mit der U1 bis Langenhorn Markt und von dort mit dem Bus bis zur Haltestelle Wrangelkoppel. Danach folgst du der Straße Wrangelkoppel bis zum Ende und gehst rechts zum Hügel, rechne mit mindestens 15 Minuten zu Fuß. Linien und Takte prüfst du am besten in der HVV-Auskunft.
Mit dem Fahrrad bist du flexibel: Das Gelände lässt sich größtenteils umrunden, und du kannst je nach Betriebsrichtung den Spot wechseln.
Wie früh musst du losfahren?
Richtwert ohne Gewähr. Umstiege und Taktzeiten im Nahverkehr können die Anreise verlängern.
So läuft ein guter Vormittag am Affenfelsen
Betriebsrichtung checken
Am Vorabend Windvorhersage, am Morgen den Flugtracker prüfen. Starten die Flieger über die 33 nach Norden, fährst du zur Holtkoppel.
Früh ankommen
Das Licht ist am frühen Vormittag am besten, und am Wochenende sind die guten Plätze auf der Kuppe schnell belegt.
Rollweg und Piste trennen
Für Flugzeuge auf dem Rollweg reicht eine kürzere Brennweite, für Starts auf der Piste brauchst du mehr Tele. Stell beides vorher ein, statt im Moment umzudenken.
Kennzeichen festhalten
Fotografiere so, dass das Kennzeichen lesbar ist. Nur dann ordnest du die Sichtung später sicher zu.
Mittags umziehen
Wenn das Gegenlicht kommt, wechselst du zu den Besucherterrassen, ans General Aviation Terminal oder auf die Westseite der Piste.
Bist du bereit für den Affenfelsen?
- Betriebsrichtung geprüft, Starts laufen über die 33
- Ankunft für den Vormittag geplant
- Telezoom bis mindestens 250 mm eingepackt
- Akku geladen, Ersatzkarte dabei
- Bargeld für das Café in der Tasche
- Ausweichspot für Betrieb auf 05/23 herausgesucht
- Keine Drohne im Gepäck
Was sonst in die Fototasche gehört, steht in der Ausrüstungs-Checkliste fürs Planespotting. Wenn du ganz neu dabei bist, hilft dir der Ratgeber Planespotting für Einsteiger beim Start.
Ausweichspots rund um den Hamburger Flughafen
Weil die Pisten sich kreuzen, ist ein zweiter Spot in Hamburg Pflicht. An einem Fußweg an der Holtkoppel bekommst du Landungen auf der 23 aus einer anderen Perspektive. Wer nach dem Vormittag Registrierungen sammeln will, geht zu den Besucherterrassen an Terminal 1 und 2, die laut Stadtportal täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet sind. Auf der Westseite der 15/33 liegen weitere Punkte rund um den Bayernweg und das westliche Ende des Krohnstiegtunnels, die ab Mittag das bessere Licht haben. Je nach Standpunkt brauchst du dort eine kleine Leiter.
Der Affenfelsen passt, wenn …
- über die 33 gestartet oder auf der 15 gelandet wird
- du am Vormittag Zeit hast
- du keine Leiter mitschleppen willst
- du Gesellschaft und ein Café am Spot schätzt
Kombiniere weiter, wenn …
- du nachmittags weitermachen willst – dann Terminals oder General Aviation Terminal
- Landungen auf der 23 laufen und du Anflüge willst – dann die Wiese an der Holtkoppel
- du Vorfeld und Gates sehen willst – dann die Besucherterrassen
Fahr woanders hin, wenn …
- der gesamte Verkehr über 05/23 läuft
- du nur am späten Nachmittag Zeit hast
- du gezielt Langstrecken-Großraumflugzeuge in Serie suchst
Wenn du mehr Großraumverkehr sehen willst, lohnt ein Ausflug zu den Drehkreuzen. Im Süden bietet der Besucherhügel am Flughafen München einen ähnlich entspannten Einstieg, im Westen ist die Besucherterrasse am Flughafen Düsseldorf die naheliegende Wahl.
Den nächsten Sondergast nicht verpassen
Setz Kennzeichen, Typen und Special Liveries auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie Hamburg ansteuern. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Regeln am Zaun
Der Affenfelsen liegt außerhalb des Sicherheitsbereichs auf öffentlich zugänglichem Gelände. Damit das so bleibt, gelten ein paar einfache Regeln.
Was am Hamburger Zaun nicht verhandelbar ist
Fass den Zaun nicht an und rüttel nicht daran: Viele Abschnitte rund um den Flughafen sind mit Sensoren ausgestattet, und ein Alarm ruft den Sicherheitsdienst auf den Plan. Wenn du an anderen Spots eine Leiter nutzt, stell sie frei auf und lehne sie nie an den Zaun. Bleib auf Wegen und öffentlichen Flächen, respektiere Absperrungen und lass die Drohne zu Hause – im Umfeld des Flughafens ist ihr Betrieb verboten. Mehr dazu im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?
Auch gegenüber den Nachbarn gilt Rücksicht: Die Holtkoppel ist eine Wohn- und Kleingartengegend. Park nicht in Einfahrten, nimm deinen Müll mit und denk daran, dass das Café ein privater Betrieb ist, kein Spotter-Vereinsheim.
Fazit
Der Affenfelsen ist nicht der spektakulärste Spot Deutschlands, aber einer der angenehmsten. Er verbindet einen legalen, erhöhten Standpunkt ohne Leiter mit Morgenlicht auf der wichtigsten Startpiste, einer Toilette und einem Kaffee. Wer die Betriebsrichtung im Blick hat und am Vormittag kommt, bekommt hier entspannte und saubere Bilder vom Hamburger Alltagsverkehr.
Seine Grenzen liegen in der Natur des Flughafens: Bei Betrieb auf 05/23 und am Nachmittag musst du umziehen. Mit ein bis zwei Ausweichpunkten in der Hinterhand wird aus dem Affenfelsen trotzdem ein voller Spottertag.
Kurzfazit
Der bekannteste Spotterpunkt Hamburgs: erhöht, kostenlos, ohne Leiter und mit Café. Ideal am Vormittag bei Starts auf der 33 – bei Betrieb auf 05/23 oder Gegenlicht am Nachmittag brauchst du einen zweiten Spot.
Zusammenfassung
- Der Affenfelsen kombiniert, was Einsteiger suchen: legaler Standpunkt, freie Sicht ohne Leiter, Infrastruktur und Gleichgesinnte.
- Er lebt von der Piste 15/33. Wenn der Verkehr über 05/23 läuft, wechselst du besser zu einem Spot im Westen oder Süden des Flughafens.
- Das beste Fenster ist der Vormittag. Wer nachmittags weitermachen will, zieht zu den Terminals oder ans General Aviation Terminal um.
- Mit dem Auto ist der Spot bequem, mit Bus und Bahn brauchst du Geduld – dafür ist der Rest des Tages unkompliziert.
Häufige Fragen
Wo genau liegt der Affenfelsen am Flughafen Hamburg?
Auf der Ostseite der Piste 15/33 an der Straße Holtkoppel im Stadtteil Langenhorn, direkt neben dem Kiosk-Café Coffee to Fly (Holtkoppel 100). Die Anhöhe liegt ungefähr auf halber Länge der Piste. Vom Terminalbereich aus ist es mit dem Auto nur eine kurze Fahrt, zu Fuß ist der Weg um das Gelände herum deutlich länger.
Warum heißt der Spot Affenfelsen?
Der Name ist ein Spitzname aus der Spotterszene und kein offizieller Ortsname. Woher er genau stammt, ist nicht belegt – bekannt ist er trotzdem, und auch das Stadtportal hamburg.de nennt den Treffpunkt so.
Brauche ich am Affenfelsen eine Leiter?
Nein. Die Anhöhe reicht aus, um über den Zaun zu fotografieren, das ist einer der großen Vorteile des Spots. An anderen Punkten rund um den Hamburger Flughafen sieht das anders aus: Viele frühere Fotolöcher im Zaun wurden geschlossen, und dort kommst du ohne kleine Leiter nicht mehr weit. Wichtig: Leitern nie an den Zaun lehnen und nicht am Zaun rütteln.
Welche Betriebsrichtung ist in Hamburg am häufigsten?
Am häufigsten wird auf der 23 gelandet und auf der 33 gestartet. Für den Affenfelsen ist das ideal, weil die Starter direkt vor dir über die 33 nach Norden rollen. Die Verteilung legt die Deutsche Flugsicherung nach Wind, Wetter und Lärmschutzregeln fest – bei schlechter Sicht spricht viel für Landungen auf der 23, weil sie das Instrumentenlandesystem der höchsten Kategorie hat. Wie du die Richtung vorab einschätzt, erklärt der Ratgeber zur Betriebsrichtung am Flughafen.
Wann ist das Licht am Affenfelsen am besten?
Vom Sonnenaufgang bis etwa zum frühen Mittag. Du schaust von Osten nach Westen auf die Piste, die Sonne steht morgens also hinter dir. Ab dem Nachmittag fotografierst du ins Gegenlicht. Wie du den Sonnenstand für deinen Termin genau berechnest, steht im Beitrag Sonnenstand am Fotospot planen.
Wie komme ich ohne Auto zum Affenfelsen?
Mit der U1 bis Langenhorn Markt, dann mit dem Bus bis zur Haltestelle Wrangelkoppel. Von dort folgst du der Straße bis zum Ende und gehst zum Hügel, rechne mit mindestens einer Viertelstunde Fußweg. Aus der Innenstadt bist du so insgesamt deutlich länger unterwegs als zum Terminal mit der S1. Prüfe Linien und Takte vorher in der HVV-Auskunft.
Gibt es am Affenfelsen etwas zu essen und eine Toilette?
Ja, das Coffee to Fly bietet warme und kalte Getränke, Frühstück und Eis, eine Toilette gibt es ebenfalls. Das Stadtportal hamburg.de nennt Öffnungszeiten von 9 bis 23 Uhr. Weil sich so etwas ändern kann, prüf die Zeiten vor deinem Besuch. Nimm außerdem Bargeld mit, Kartenzahlung ist dort nach Angaben aus Verzeichnissen nicht möglich.
Welche Flugzeuge sehe ich am Affenfelsen?
Vor allem europäischen Kurz- und Mittelstreckenverkehr: Schmalrumpfjets wie den Airbus A320neo und die Boeing 737-800, dazu Regionaljets. Prägend sind Lufthansa, Eurowings und Condor. Für Langstrecke sorgt vor allem Emirates mit der Boeing 777.
Darf ich am Affenfelsen eine Drohne fliegen lassen?
Nein. Der Flughafen liegt in einer Kontrollzone, und in der Nähe von Flughäfen ist der Betrieb von Drohnen ohne besondere Genehmigung verboten. Das gilt auch für kleine Kameradrohnen. Was am Zaun sonst erlaubt ist und was nicht, fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen.
Lohnt sich der Affenfelsen, wenn auf 05/23 geflogen wird?
Nur eingeschränkt. Dann passiert auf der 15/33 vor dem Hügel wenig. Anflüge auf die 23 siehst du von der Wiese an der Holtkoppel weiter südlich besser, für Bewegungen auf der 05 sind die Spots im Westen bei Niendorf die bessere Wahl. Schau vor der Anfahrt auf einen Flugtracker – wie das funktioniert, steht im Beitrag zur Flugverfolgung per ADS-B.
Affenfelsen am Flughafen Hamburg in der Planetrack App
Spot auf der Karte mit Anreise, bestem Licht und Community-Fotos, dazu Pisten, Wetter und Wind am Flughafen – und deine Sichtungen postest du direkt mit Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Spots in der Nähe
Besucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
SpotterhügelAussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
BesucherterrasseBesucherterrasse am Flughafen Berlin Brandenburg
Der einzige offizielle Aussichtspunkt am Hauptstadtflughafen: Die Besucherterrasse auf Terminal 1 liegt außerhalb des Sicherheitsbereichs, ist täglich geöffnet und mit der Bahn direkt erreichbar. Was du dort siehst, wann das Licht passt und wo ihre Grenzen liegen.
Flugzeugtypen, die du hier bestimmen kannst
Airbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
✈ FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
✈ FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
✈ FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
Airlines, die hier fliegen
Lufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
Low-CostEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
FerienfliegerCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
NetzwerkEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
NetzwerkSwiss International Air Lines
Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.
NetzwerkAustrian Airlines
Österreichs Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Wien: seit 2009 Teil der Lufthansa Group, seit 2000 in der Star Alliance – und mitten im größten Flottenumbau seit Jahren.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Lufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
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