Das Wichtigste in Kürze
- East Fortune ist Schottlands nationales Luftfahrtmuseum – mit Concorde G-BOAA als Hauptattraktion, Vulcan und Comet im Freien und vier Ausstellungsbereichen in Hangars aus dem Zweiten Weltkrieg.
- Der Platz hat Weltgeschichte geschrieben: 1919 startete hier das Luftschiff R34 zur ersten Atlantiküberquerung von Ost nach West.
- Fliegen tut hier nichts mehr: Das Museum zeigt nur stehende Flugzeuge, und die frühere Airshow ist seit 2022 ausgesetzt.
- Plane mit Weitwinkel: In den Hallen und in der Concorde entscheidet kurze Brennweite über gute Bilder, draußen reicht das Standardzoom.
- Prüf Öffnungstage und Preise vorab: Im Sommer ist täglich geöffnet, im Winter nur an Wochenenden; Tickets im Vorverkauf sind günstiger.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Der Spot in Zahlen
- 2.Steckbrief
- 3.Die besten Standpunkte
- 4.Was du hier zu sehen bekommst
- 5.Lohnt sich die Anreise?
- 6.Ein Flugplatz mit Atlantik-Geschichte
- 7.Die Lage: Museum auf dem alten Technikbereich
- 8.Concorde G-BOAA: der Star von East Fortune
- 9.The Jet Age: Airliner-Geschichte im Detail
- 10.Hangar 2: Militärluftfahrt von Spitfire bis Tornado
- 11.Hangar 3: Schottlands Zivilluftfahrt
- 12.Freigelände: Vulcan und Comet unter schottischem Himmel
- 13.Airshow-Tradition: Scotland’s National Airshow
- 14.Anreise: Auto, Bus und Bahn
- 15.Regeln und Praktisches vor Ort
- 16.East Fortune mit anderen Spots kombinieren
- 17.Fazit
- 18.Häufige Fragen
Empfohlener Standpunkt55.99500, -2.72300 · East Fortune, East Lothian, Schottland
Auf der Karte öffnenDer Spot in Zahlen
Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5 – gemessen an dem, was du an einem normalen Tag in der häufigsten Betriebsrichtung realistisch erwarten kannst.
Steckbrief
| Offizieller Name | National Museum of Flight, Teil der National Museums Scotland, auf dem ehemaligen Flugplatz RAF East Fortune |
|---|---|
| Spot-Typ | Luftfahrtmuseum auf einem denkmalgeschützten Weltkriegsflugplatz, ohne regulären Flugbetrieb |
| Adresse | East Fortune Airfield, East Lothian, EH39 5LF – an der B1347 zwischen der A1 und North Berwick |
| Star der Sammlung | Concorde G-BOAA von British Airways, laut Museum die einzige Concorde in Schottland |
| Ausstellungsbereiche | Concorde-Hangar mit „The Jet Age“, Military Aviation (Hangar 2), Civil Aviation (Hangar 3), Freigelände; Hangar 1 als Restaurierungshalle nur mit Führung |
| Öffnungszeiten | April bis Oktober täglich 10–17 Uhr; im Winterhalbjahr laut Art Fund nur am Wochenende 10–16 Uhr (Stand Oktober 2026, vorab prüfen) |
| Eintritt | Erwachsene 15 £ im Vorverkauf, 16 £ an der Kasse; Kinder 5–15 Jahre 10 £ bzw. 11 £; unter fünf Jahren, Begleitpersonen und Mitglieder frei (Stand Oktober 2026) |
| Anreise ÖPNV | Buslinie 121 zwischen Haddington und North Berwick mit Haltestelle auf dem Gelände; nächster Bahnhof Drem |
| Parken | Eigener Besucherparkplatz mit Behindertenparkplätzen |
| Typische Aufenthaltsdauer | Ein halber bis ganzer Tag, je nachdem, wie gründlich du fotografierst |
Die besten Standpunkte
Alle genannten Punkte liegen auf öffentlich zugänglichem Gelände außerhalb des Sicherheitsbereichs. Zäune, Absperrungen und Betriebsflächen sind tabu – auch wenn der Winkel von dort besser wäre.
Betriebsrichtung und Licht
Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. Die Windrichtung entscheidet deshalb, welche Pisten in welche Richtung genutzt werden – und damit, ob an deinem Standpunkt Landungen, Starts oder gar nichts zu sehen sind. Prüfe vor der Anreise die Windvorhersage und die aktuelle Betriebsrichtung (etwa über Live-Flugdaten) und gleiche sie mit dem Sonnenstand ab: Die Sonne sollte möglichst hinter dir stehen.
Concorde-Hangar mit „The Jet Age“
Der wichtigste Standort des Besuchs. In der großen Halle steht die Concorde G-BOAA, die du laut Museum auch betreten kannst – der Gang durch die Kabine gehört zur „Concorde Experience“. Daneben zeigt „The Jet Age“ den Bug der BOAC-Boeing 707 G-APFJ, ein Trident-Cockpit, die Red-Arrows-Hawk XX308 und eine Reihe historischer Strahltriebwerke. Für die Gesamtansicht der Concorde brauchst du ein starkes Weitwinkel; Details wie Droop Nose, Fahrwerk und Triebwerkseinläufe gehen mit dem Standardzoom.
Hangar 2: Military Aviation
Der Militärhangar zeigt unter anderem die Spitfire XVI TE462, die Messerschmitt Me 163 Komet, eine Bristol Bolingbroke, die Lightning F.2A, Tornado F.3 und Jaguar. Laut Undiscovered Scotland gibt es hier eine erhöhte Aussichtsplattform, die per Aufzug erreichbar ist – für Fotos von oben auf Rumpfrücken und Tragflächen ein echter Gewinn.
Hangar 3: Civil Aviation
Die zivile Halle gehört den kleineren Mustern mit Schottland-Bezug: Twin Pioneer von Scottish Aviation, die Beech 18 von Loganair, eine Britten-Norman Islander des Scottish Ambulance Service, dazu Tiger Moth, Dragon, Dove und Anson. Unter der Decke hängen Segelflugzeuge. Die Flugzeuge stehen dicht – nimm dir Zeit für saubere Ausschnitte.
Freigelände mit Vulcan und Comet
Draußen stehen die Avro Vulcan B.2A XM597, die im Falklandkrieg zwei Black-Buck-Einsätze flog, und die de Havilland Comet 4C G-BDIX in den Farben von Dan-Air. Hier fotografierst du mit Himmel im Hintergrund und kannst den Abstand frei wählen. Bei grauem Himmel helfen eine leichte Unterbelichtung und ein enger Bildausschnitt.
Historische Flugplatzgebäude und „Fortunes of War“
Das ganze Gelände ist ein Scheduled Monument. Zwischen den Hallen siehst du Hangars, Luftschutzbauten und Lagergebäude aus der Zeit um 1940. Die Ausstellung „Fortunes of War“ erzählt die Geschichte des Flugplatzes und der Menschen, die hier gearbeitet haben. Gute Motive für Stimmungsbilder ohne Flugzeug im Mittelpunkt.
Was du hier zu sehen bekommst
Deine Ausbeute an National Museum of Flight in East Fortune
- Concorde G-BOAA – begehbar, mit eigener Ausstellung zur Überschallära
- Avro Vulcan B.2A XM597 mit Black-Buck-Geschichte aus dem Falklandkrieg
- Comet 4C G-BDIX in Dan-Air-Farben und Bugsektion der BOAC-707 G-APFJ
- Messerschmitt Me 163 Komet, der Raketenjäger, den der Testpilot Eric Brown flog
- Spitfire XVI TE462, Lightning, Tornado F.3, Jaguar und die laut Nachschlagewerken älteste erhaltene Harrier XV277
- Red-Arrows-Hawk XX308, die 1999 mit einer Concorde über das schottische Parlament flog
- Schottische Zivilluftfahrt mit Loganair-Beech 18, Twin Pioneer, Islander und Jetstream 31
Lohnt sich die Anreise?
Dafür spricht
- Concorde zum Betreten – in Großbritannien eine der wenigen Gelegenheiten nördlich von England
- Breite Mischung aus Militär- und Zivilluftfahrt mit starkem Schottland-Bezug
- Echter Weltkriegsflugplatz mit erhaltenen Hangars als Kulisse
- Großflugzeuge im Freien mit Platz für Gesamtansichten
- Gut mit dem Flughafen Edinburgh und einem Schottland-Trip kombinierbar
Dagegen spricht
- Kein Flugbetrieb – hier sammelst du ausschließlich stehende Exponate
- Scotland's National Airshow ist seit 2022 auf unbestimmte Zeit ausgesetzt
- Ohne Auto nur mit einer Buslinie und Umstieg erreichbar
- Enge Aufstellung in den Hallen, für Totalen brauchst du starkes Weitwinkel
- Im Winterhalbjahr eingeschränkte Öffnungstage
Aktualisiert: Oktober 2026 – Wer an Schottland und Luftfahrt denkt, landet schnell bei Barra mit seinem Strand oder bei den Anflügen in Edinburgh. Dabei steht östlich der Hauptstadt einer der spannendsten Museumsspots im Norden Großbritanniens: das National Museum of Flight in East Fortune. Auf einem Flugplatz, der schon im Ersten Weltkrieg Luftschiffe beherbergte, zeigt National Museums Scotland die nationale Luftfahrtsammlung des Landes – mit der Concorde G-BOAA als unbestrittenem Star.
Für dich als Spotter heißt das: East Fortune ist ein Typenspot, kein Bewegungsspot. Hier fliegt nichts mehr, aber du kommst nah an Muster heran, die du sonst nur in Büchern siehst – von der Me 163 Komet bis zur Vulcan. Diese Seite zeigt dir, was wo steht, wie du hinkommst und wie du Hallen und Freigelände fotografisch sauber abarbeitest.
Die Concorde in deinem Hangar
Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen und Spot – von G-BOAA in der Halle bis zur Vulcan im Freigelände – und baust dir deine eigene Sammlung auf. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Ein Flugplatz mit Atlantik-Geschichte
East Fortune ist älter als die Royal Air Force. 1915 wurde der Platz als Flugfeld für Flugzeuge und Luftschiffe festgelegt, zum Schutz von Edinburgh und dem Firth of Forth vor Zeppelin-Angriffen. Ab 1916 war er eine Station des Royal Naval Air Service, gegen Kriegsende kamen eine Torpedoflieger-Schule und Trainingseinheiten dazu.
Der große Moment folgte am 2. Juli 1919: Das britische Luftschiff R34 hob in East Fortune ab und erreichte nach rund 108 Stunden Mineola auf Long Island bei New York. Es war die erste Atlantiküberquerung durch die Luft von Ost nach West und mit der Rückfahrt nach Pulham in Norfolk die erste Hin- und Rückreise über den Atlantik auf dem Luftweg. Mehr zur Ära der Großluftschiffe liest du im Beitrag Geschichte der Zeppeline.
1920 wurde der Platz aufgegeben, die Luftschiffhallen verschwanden. Erst 1940 reaktivierte die RAF East Fortune, zunächst als Ausweichplatz für RAF Drem. Ab 1941 bildete die No. 60 Operational Training Unit hier Nachtjägerbesatzungen aus, unter anderem auf Defiant, Blenheim und Beaufighter. Später übernahm die No. 132 OTU das Training für Küstenangriffe, gegen Kriegsende vor allem auf der Mosquito. Laut einer Mitteilung des Museums aus dem Jubiläumsjahr 2025 fielen im November 1940 drei Bomben auf den Platz, im Oktober 1941 griffen Flugzeuge ihn aus der Luft an – Opfer gab es keine.
Nach dem Krieg wurde es ruhig. Ein kurzes Comeback als Verkehrsflughafen gab es im Sommer 1961, als die Piste in Turnhouse – dem heutigen Flughafen Edinburgh – erneuert wurde und der Linienverkehr vorübergehend nach East Fortune auswich. Nach gängigen Nachschlagewerken nutzten damals knapp 100.000 Passagiere den Platz. Am 7. Juli 1975 öffnete das Museum erstmals für Besucher. Heute steht das gesamte Gelände als Scheduled Monument unter Schutz und gilt laut National Museums Scotland als einer der am besten erhaltenen Flugplätze des Zweiten Weltkriegs im Vereinigten Königreich.
Die Lage: Museum auf dem alten Technikbereich
Das Museum liegt an der B1347 zwischen der A1 und North Berwick in East Lothian. Es belegt den ehemaligen technischen Bereich des Flugplatzes mit seinen Hangars aus der Zeit um 1940. Die alten Start- und Landebahnen gehören nicht zum Museum: Der größte Teil der früheren Flugfläche wird heute landwirtschaftlich genutzt, andere Abschnitte dienen nach Angaben in Nachschlagewerken Motorsport, einem Sonntagsmarkt und Ultraleichtfliegern.
Die Ausstellung verteilt sich auf mehrere Hallen und das Freigelände:
| Bereich | Schwerpunkt | Highlights für Spotter |
|---|---|---|
| Concorde-Hangar / The Jet Age | Überschall- und Jetzeitalter | Concorde G-BOAA, Bug der BOAC-707 G-APFJ, Trident-Cockpit, Hawk XX308 |
| Hangar 2 – Military Aviation | Militärluftfahrt | Spitfire XVI, Me 163 Komet, Lightning, Tornado F.3, Jaguar, Harrier |
| Hangar 3 – Civil Aviation | Zivilluftfahrt mit Schottland-Bezug | Twin Pioneer, Loganair-Beech 18, Islander, Tiger Moth, Dragon, Dove |
| Hangar 1 | Restaurierung und Depot | Nur mit Führung oder an Aktionstagen |
| Freigelände | Großflugzeuge | Avro Vulcan XM597, Comet 4C G-BDIX |
Die Übersicht ist eine Orientierung. Museen tauschen Exponate, und nicht jedes Flugzeug aus älteren Berichten steht noch am alten Platz. Die BAC One-Eleven G-AVMO, die lange im Freigelände stand, wurde nach Angaben in Nachschlagewerken 2026 wegen ihres schlechten Zustands entfernt. Wenn du für ein bestimmtes Muster anreist, prüf vorher, ob es zu sehen ist. Hintergründe zur Institution selbst findest du im Porträt des National Museum of Flight East Fortune.
Licht im Freigelände einschätzen
Vulcan und Comet stehen unter freiem Himmel, und in Schottland wechselt das Licht schnell. Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du vorab, wann die Sonne seitlich auf die Großflugzeuge fällt, und mit Wetter und Wind am Flughafen Edinburgh hast du die Wolkenlage im Blick. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Concorde G-BOAA: der Star von East Fortune
Die Geschichte von „Alpha Alpha“
Die Concorde mit dem Kennzeichen G-BOAA flog laut Heritage Concorde erstmals am 5. November 1975 in Filton bei Bristol und wurde am 14. Januar 1976 an British Airways übergeben. Sie gehört damit zu den ersten Serienmaschinen der Airline. Bis zum Sommer 2000 flog sie im Liniendienst. Nach den Daten von Heritage Concorde kam sie auf fast 22.800 Flugstunden und mehr als 8.000 Landungen.
Ihr letzter Flug fand am 12. August 2000 statt, als BA002 von New York-JFK nach London-Heathrow. Kurz zuvor war im Juli 2000 eine Concorde der Air France bei Paris verunglückt. G-BOAA erhielt die anschließenden Modifikationen nicht mehr und blieb am Boden. Die ganze Geschichte des Überschallflugzeugs erzählt der Beitrag Die Concorde, die Technik das Typenporträt der Aérospatiale/BAC Concorde.
Die Reise nach Schottland
Wie die Concorde nach East Fortune kam, ist eine eigene Geschichte. Weil eine Überführung auf dem Luftweg nicht mehr möglich war, wurde die Maschine Anfang 2004 in einem Hangar in Heathrow in mehrwöchiger Arbeit teilweise zerlegt. Per Straße ging es nach Isleworth an der Themse, dort auf den Lastkahn „Terra Marique“. Der Kahn fuhr die Themse hinunter und an der Ostküste entlang nach Norden. In Torness kam die Concorde an Land und wurde über eine eigens verlegte Behelfsstraße bis East Fortune geschleppt. Laut den Berichten erreichte sie das Museum im April 2004.
Nach dem Zusammenbau öffnete am 16. März 2005 die „Concorde Experience“. Seitdem ist G-BOAA das Herzstück des Museums – nach Angaben des Museums die einzige Concorde in Schottland.
Concorde fotografieren
Die Halle ist großzügig, aber die Concorde ist lang und flach. Für eine Gesamtansicht brauchst du ein starkes Weitwinkel und einen Standpunkt schräg vor dem Bug. Achte darauf, dass die Linien des Rumpfes nicht zu stark verzerrt werden: Halte die Kamera möglichst waagerecht und korrigiere stürzende Linien später. Grundlagen dazu erklärt der Beitrag Weitwinkel- und Normalobjektive beim Spotting.
Lohnende Details sind die abgesenkte Nase, das hohe Hauptfahrwerk, die Triebwerkseinläufe und die schmalen Kabinenfenster. In der Kabine wird es eng – hier gelingen eher Detailbilder von Sitzen und Instrumenten als große Raumansichten. Fotografiere das Kennzeichen am Heck mit, dann ordnest du jede Aufnahme später eindeutig zu.
Concorde ohne Gedränge
Komm direkt zur Öffnung um 10 Uhr und geh als Erstes in den Concorde-Hangar. Später am Tag bilden sich an der Treppe Schlangen, und in der Kabine hast du kaum Raum für ruhige Aufnahmen. Danach postest du G-BOAA mit Kennzeichen und Spot in Planetrack und hakst sie in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – sichere dir einen Platz auf der Warteliste.
The Jet Age: Airliner-Geschichte im Detail
Im selben Hangar zeigt „The Jet Age“, wie Strahltriebwerke die Zivilluftfahrt verändert haben. Mittelpunkt ist die Bugsektion der Boeing 707 G-APFJ in den Farben der BOAC. Seit 2010 ist sie in East Fortune ausgestellt. Wie die 707 den Langstreckenverkehr umkrempelte, steht im Beitrag Boeing 707.
Dazu kommt das Cockpit einer Hawker Siddeley Trident 1C von British Airways und eine Reihe von Triebwerken – von de Havilland Ghost und Rolls-Royce Avon über Conway und Spey bis zum RB211 und dem General Electric CF6. Für Technikfans ist das eine seltene Gelegenheit, die Entwicklung der Strahltriebwerke Stück für Stück nebeneinander zu fotografieren.
Ein besonderes Exponat steht seit 2018 dauerhaft in diesem Hangar: die BAE Systems Hawk XX308 in Farben der Red Arrows. Sie war eine der neun Maschinen, die am 1. Juli 1999 gemeinsam mit einer Concorde über das neue schottische Parlament flogen.
Hangar 2: Militärluftfahrt von Spitfire bis Tornado
Der Militärhangar ist für Typensammler der dichteste Teil des Museums. Die Supermarine Spitfire XVI TE462 stammt aus der Endphase des Zweiten Weltkriegs und gehört zu den bekanntesten Stücken der Sammlung. Eine echte Rarität ist die Messerschmitt Me 163 Komet, der raketengetriebene Abfangjäger der Luftwaffe. Das Exemplar in East Fortune wurde laut Nachschlagewerken nach dem Krieg vom britischen Testpiloten Eric Brown geflogen.
Daneben stehen eine Bristol Bolingbroke, die kanadische Lizenzversion der Blenheim, ein Meteor NF.14, die English Electric Lightning F.2A, ein Panavia Tornado F.3 und ein SEPECAT Jaguar. Laut Nachschlagewerken zeigt das Museum mit der XV277 zudem die älteste erhaltene Harrier. Aus dem Ostblock stammt eine in der Tschechoslowakei gebaute Lizenz-MiG-15.
Die erhöhte Plattform in der Halle, laut Undiscovered Scotland mit Aufzug erreichbar, ist für Fotografen Gold wert. Von oben siehst du Rumpfrücken, Cockpithauben und Tragflächenformen – Perspektiven, die du in vielen Museen nicht bekommst. Wenn du dir bei älteren Mustern unsicher bist, hilft der Beitrag Oldtimer am Himmel erkennen.
Seltene Typen auf die Wunschliste
Me 163, Lightning oder Vulcan – setz die Muster, die dir noch fehlen, in Planetrack auf deine Wunschliste und behalte im Blick, wo du sie findest. Planetrack startet bald – zur Warteliste.
Hangar 3: Schottlands Zivilluftfahrt
Hangar 3 erzählt eine Geschichte, die du an keinem anderen großen britischen Museum so findest: die der schottischen Zivilluftfahrt. Die Scottish Aviation Twin Pioneer steht für die Flugzeugindustrie in Prestwick, die Beechcraft Model 18 G-ASUG trägt die Farben von Loganair, und die Britten-Norman Islander G-BELF flog für den Scottish Ambulance Service. Die Inselflüge, für die solche Muster gebaut wurden, kannst du heute noch auf dem Strand von Barra erleben – passend dazu zeigt der Hangar ein ehemaliges Feuerwehrfahrzeug des Flughafens Barra.
Ergänzt wird die Halle durch Klassiker wie die de Havilland Tiger Moth, eine DH.84 Dragon, die de Havilland Dove G-ANOV der früheren CAA-Flugvermessung und eine Avro Anson. Besonders ist die General Aircraft Cygnet, die laut Nachschlagewerken zweimal von Guy Gibson geflogen wurde, dem Kommandeur des Dambusters-Angriffs. Unter der Decke hängen Segelflugzeuge. Zur Sammlung gehört außerdem eine Jetstream 31 als Vertreter moderner Regionalflugzeuge.
Freigelände: Vulcan und Comet unter schottischem Himmel
Draußen stehen die beiden Großflugzeuge, für die sich der Weg nach East Fortune allein schon lohnt. Die Avro Vulcan B.2A XM597 kam 1984 ins Museum. Sie flog im Falklandkrieg 1982 zwei Black-Buck-Einsätze – Langstreckenangriffe von Ascension aus, die zu den bekanntesten Operationen der späten V-Bomber-Ära gehören.
Gleich in der Nähe steht die de Havilland Comet 4C G-BDIX in den Farben von Dan-Air. Sie flog 1981 selbst nach East Fortune ein und erinnert an die Pionierzeit der Düsenverkehrsflugzeuge. Mehr zur Comet liest du im Beitrag De Havilland Comet.
Im Freien bestimmen Wetter und Sonnenstand deine Bilder. Bei tief stehender Sonne bekommst du Struktur in Rumpf und Flügel, an grauen Tagen ist das Licht gleichmäßig und die Farben bleiben ruhig. Für die Deltaflügel der Vulcan lohnt sich ein tiefer Standpunkt schräg von vorn. Was du an einem verregneten Tag trotzdem herausholst, zeigt der Beitrag Planespotting bei schlechtem Wetter.
Wie viel Zeit brauchst du in East Fortune?
Richtwert ohne Gewähr, ohne Rückfahrt und ohne Sonderveranstaltungen.
Airshow-Tradition: Scotland’s National Airshow
Über viele Jahre war East Fortune im Sommer auch ein Ziel für Airshow-Fans. Scotland’s National Airshow fand jährlich auf dem Museumsgelände statt und brachte Flugvorführungen über den alten Weltkriegsflugplatz. 2020 und 2021 fiel sie wegen der Pandemie aus. Anfang 2022 gab das Museum bekannt, dass die Airshow auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wird. Stand Oktober 2026 ist keine Wiederaufnahme bekannt.
Für dich heißt das: Plane East Fortune als reinen Museumsbesuch. Das Museum veranstaltet stattdessen andere Formate – nach Angaben in Nachschlagewerken etwa ein Wochenende zum Leben in Kriegszeiten im Mai und ein Fahrzeugtreffen im September, dazu Familienprogramme in den Schulferien. Wer Airshows in Großbritannien erleben will, findet im Beitrag Airshows in Europa für Planespotter die großen Termine und im Spot-Guide zu IWM Duxford einen Platz, an dem historische Flugzeuge noch regelmäßig fliegen.
Anreise: Auto, Bus und Bahn
Das Museum liegt östlich von Edinburgh in East Lothian. Mit dem Auto fährst du über die A1 und folgst der Ausschilderung; das Museum liegt direkt an der B1347. Das Museum hat einen eigenen Besucherparkplatz mit Behindertenparkplätzen. Die Adresse für das Navi lautet East Fortune Airfield, EH39 5LF.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anreise machbar, braucht aber Planung:
- Die Buslinie 121 fährt zwischen Haddington und North Berwick und hält auf dem Museumsgelände.
- Von Edinburgh erreichst du North Berwick mit der Bahn und Haddington mit dem Bus, dort steigst du in die 121 um.
- Der nächste Bahnhof ist Drem. Von dort fährt ebenfalls die 121, alternativ nimmst du ein Taxi.
Die Busse fahren nicht im dichten Takt. Schau dir die Verbindungen für deinen Reisetag vorher an und plane die Rückfahrt mit Puffer. Allgemeine Tipps findest du im Beitrag Anreise zum Spot.
Öffnungstag und Ticket prüfen
Im Sommerhalbjahr ist täglich geöffnet, im Winter nur an Wochenenden. Wer im Voraus bucht, zahlt weniger.
Zur Öffnung in die Concorde
Starte im Concorde-Hangar, solange die Kabine noch leer ist.
Freigelände bei gutem Licht
Wenn die Sonne durchkommt, geh direkt raus zu Vulcan und Comet. In Schottland kann das Fenster kurz sein.
Hangar 2 und 3 abarbeiten
Militär- und Zivilhalle sind wetterunabhängig – ideal für die Phase, in der draußen Wolken oder Regen kommen.
Zum Abschluss „Fortunes of War“
Die Geschichte des Flugplatzes ordnet ein, was du gerade fotografiert hast – und liefert Motive aus der Weltkriegszeit.
Bist du bereit für East Fortune?
- Öffnungstag geprüft (im Winter nur Wochenende)
- Ticket im Vorverkauf gebucht
- Weitwinkel für Concorde und Hallen eingepackt
- Standardzoom für das Freigelände dabei
- Regenschutz für Kamera und dich
- Busverbindung oder Parkplatz geklärt
- Akkus geladen, Ersatzkarte dabei
Regeln und Praktisches vor Ort
East Fortune ist ein Museum mit historischen Gebäuden und empfindlichen Exponaten. Halte Abstand zu Absperrungen, fass keine Flugzeuge an, die nicht ausdrücklich zum Betreten freigegeben sind, und achte in den engen Kabinen auf andere Besucher. Die Airliner einschließlich der Concorde erreichst du nur über Treppen.
Was vor Ort gilt
Drohnen gehören nicht über ein Museumsgelände mit Besuchern. Ob Stative in den Hallen erlaubt sind, regelt die Hausordnung – frag im Zweifel am Empfang. Hangar 1 ist eine Restaurierungshalle und nur mit Führung oder an Aktionstagen zugänglich. Wie die Rechtslage beim Fotografieren in Großbritannien allgemein aussieht, erklärt der Beitrag Spotten in Großbritannien.
Auf dem Gelände gibt es einen Shop, ein Café und einen Picknickbereich im Freien; eigene Verpflegung kannst du laut Doors Open Days ebenfalls mitbringen, und für mitgebrachtes Essen gibt es einen Raum drinnen. Wasserflaschen füllst du an einer Trinkstation im Shop auf. Familien finden in der Ausstellung „Fantastic Flight“ mehr als 25 Mitmachstationen, darunter einen Flugsimulator und einen Windkanal.
East Fortune passt, wenn …
- du eine Concorde aus nächster Nähe und von innen sehen willst
- dich britische Klassiker wie Vulcan, Comet und Lightning reizen
- du schottische Luftfahrtgeschichte von Loganair bis R34 erleben willst
Vorher klären, wenn …
- du im Winterhalbjahr an einem Werktag anreisen willst
- du ohne Auto unterwegs bist – die Busse fahren nicht oft
- du ein bestimmtes Exponat suchst, das in älteren Berichten auftaucht
Fahr woanders hin, wenn …
- du Flugbewegungen oder aktuelle Airliner fotografieren willst
- du eine Airshow erwartest – die ist seit 2022 ausgesetzt
East Fortune mit anderen Spots kombinieren
Weil in East Fortune nichts fliegt, ergänzt sich der Besuch ideal mit einem Flughafen. Der Flughafen Edinburgh liegt auf der anderen Seite der Hauptstadt und bietet Linienverkehr von Zubringern bis Langstrecke. Im Westen bringt der Flughafen Glasgow weitere Airlines ins Logbuch. Wer die schottische Inselfliegerei live sehen will, die in Hangar 3 museal beginnt, reist weiter zum Strand von Barra – Hintergründe stehen im Beitrag Barra (Schottland).
Für eine Museumsreise durch Großbritannien bieten sich das Yorkshire Air Museum in Elvington, das RAF Museum Cosford und IWM Duxford an. Wer nach G-BOAA noch weitere Concordes sammeln will, findet sie unter anderem bei Aerospace Bristol in Filton, wo G-BOAA einst ihren Erstflug machte, und in Duxford.
Deine Schottland-Tour auf der Spot-Karte
Die Spot-Karte in Planetrack zeigt dir Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos für East Fortune, Edinburgh und die nächsten Spots deiner Reise. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Das National Museum of Flight ist kein Ort für Flugbewegungen, sondern einer für Begegnungen mit Geschichte. Auf dem Flugplatz, von dem 1919 die R34 nach Amerika startete, steht heute die Concorde G-BOAA zum Betreten, draußen warten Vulcan und Comet, und die Hallen spannen den Bogen von der Me 163 bis zur Loganair-Beech. Dazu kommt die Atmosphäre eines erhaltenen Weltkriegsflugplatzes, die du in neu gebauten Museumshallen so nicht findest.
Die Grenzen sind klar: Es fliegt nichts, die Airshow ist ausgesetzt, und ohne Auto braucht die Anreise Planung. Wer das weiß, mit Weitwinkel kommt und den Tag nach dem schottischen Wetter ausrichtet, nimmt aus East Fortune Bilder mit, die kein Flughafenzaun liefern kann.
Kurzfazit
Schottlands nationale Luftfahrtsammlung mit begehbarer Concorde, Vulcan und Comet auf einem denkmalgeschützten Weltkriegsflugplatz. Ideal für Typensammler und Museumsfotografen – plane Weitwinkel, Öffnungstage und Anreise ein und kombiniere den Besuch mit dem Flughafen Edinburgh.
Zusammenfassung
- Das National Museum of Flight ist der Spot für alle, die in Schottland Typen sammeln wollen, die heute nicht mehr fliegen – allen voran die Concorde.
- Die Sammlung reicht vom Raketenjäger Me 163 über Spitfire und Vulcan bis zu schottischen Zubringerflugzeugen von Loganair.
- Flugbewegungen gibt es keine, dafür viel Zeit für saubere Detailaufnahmen.
- Für aktuellen Linienverkehr kombinierst du den Besuch mit dem Flughafen Edinburgh.
Häufige Fragen
Kann ich in die Concorde hinein?
Ja. Laut National Museums Scotland gehört das Betreten der Concorde G-BOAA zur Ausstellung, du gehst durch die Kabine. Der Einstieg erfolgt über Treppen, für Rollstuhlnutzer sind die Airliner deshalb nicht zugänglich. An vollen Tagen bilden sich Schlangen – geh am besten direkt nach der Öffnung hin.
Gibt es in East Fortune noch Flugbetrieb?
Nicht im Museum. Das Gelände ist heute ein Museum auf einem ehemaligen Militärflugplatz, der größte Teil der alten Flugfläche wird landwirtschaftlich und für andere Zwecke genutzt. Nach Angaben in Nachschlagewerken nutzen Ultraleichtflugzeuge einen Teil der alten Betonpiste westlich der B1347. Planbare Flugbewegungen für Spotter gibt es nicht.
Findet Scotland's National Airshow noch statt?
Nein, Stand Oktober 2026 nicht. Die Airshow fand jahrelang im Sommer auf dem Museumsgelände statt. 2020 und 2021 fiel sie wegen der Pandemie aus, Anfang 2022 wurde sie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Eine Wiederaufnahme ist nicht bekannt. Das Museum veranstaltet stattdessen eigene Events wie Themenwochenenden und Familienprogramme.
Was kostet der Eintritt?
Laut National Museums Scotland zahlen Erwachsene im Vorverkauf 15 £, an der Kasse 16 £. Über 65-Jährige zahlen 13 £ bzw. 14 £, Ermäßigte 12 £ bzw. 13 £ und Kinder von 5 bis 15 Jahren 10 £ bzw. 11 £. Kinder unter fünf Jahren, Begleitpersonen und Mitglieder haben freien Eintritt. Für Familien und Gruppen gibt es Rabatte. Prüf den aktuellen Stand vor dem Besuch.
Wie komme ich ohne Auto zum Museum?
Die Buslinie 121 verbindet Haddington und North Berwick und hält direkt auf dem Museumsgelände. Nach Haddington und North Berwick kommst du von Edinburgh aus mit Bus beziehungsweise Bahn. Der nächste Bahnhof ist Drem, von dort fährt ebenfalls die 121, alternativ ein Taxi. Die Verbindungen sind nicht sehr dicht – plane Hin- und Rückfahrt anhand des aktuellen Fahrplans.
Warum heißt die Concorde „Alpha Alpha“?
Der Spitzname leitet sich vom Kennzeichen G-BOAA ab, dessen letzte beiden Buchstaben im Funkalphabet „Alpha Alpha“ heißen. Die Maschine flog laut Heritage Concorde erstmals am 5. November 1975 und wurde im Januar 1976 an British Airways übergeben.
Ist Hangar 1 offen?
Normalerweise nicht. Hangar 1 dient als Restaurierungshalle und ist laut Museum im Regelfall nur für vorab gebuchte Gruppen zugänglich. An den Doors Open Days, 2026 am 26. und 27. September, öffnete das Museum die Halle für Besucher mit Ticket.
Darf ich im Museum fotografieren?
Private Fotos sind in Museen dieser Art üblich. Was für Stative und größere Ausrüstung gilt, regeln die Hausregeln vor Ort – frag im Zweifel am Empfang. Hinweise zur allgemeinen Rechtslage beim Fotografieren in Großbritannien findest du im Beitrag Spotten in Großbritannien.
Wie viel Zeit brauche ich?
Für einen Überblick reichen drei bis vier Stunden. Wenn du jede Halle fotografierst, die Concorde in Ruhe ansehen und die Großflugzeuge draußen umrunden willst, plane einen ganzen Tag ein.
National Museum of Flight in East Fortune in der Planetrack App
Spot auf der Karte mit Anreise, bestem Licht und Community-Fotos, dazu Pisten, Wetter und Wind am Flughafen – und deine Sichtungen postest du direkt mit Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Spots in der Nähe
IWM Duxford – Museum und Flugplatz bei Cambridge
Auf dem alten Spitfire-Flugplatz südlich von Cambridge stehen SR-71, B-52 und Concorde in den Hallen – und draußen rollen flugfähige Warbirds zur Graspiste. So planst du deinen Spottertag in Duxford, ob an einem ruhigen Werktag oder mitten im Airshow-Trubel.
MuseumRAF Museum Midlands am Flugplatz RAF Cosford
Freier Eintritt, alle drei V-Bomber unter einem Dach und eine TSR-2 im Testflug-Hangar: Das RAF Museum Midlands liegt direkt am aktiven RAF-Flugplatz Cosford in Shropshire. So holst du als Spotter das Maximum aus Hangars, Außenfläche und Air-Show-Tag heraus.
MuseumYorkshire Air Museum in Elvington
Auf einem echten Bomberflugplatz des Zweiten Weltkriegs stehen eine Halifax, ein lauffähiger Victor-Tanker und die Nimrod XV250 – und einmal im Jahr laufen ihre Triebwerke. So holst du als Spotter das Beste aus dem Yorkshire Air Museum bei York heraus.
MuseumAerospace Bristol – Luftfahrtmuseum am ehemaligen Flugplatz Filton
Auf dem alten Werksflugplatz im Norden von Bristol steht die letzte gebaute Concorde – und du darfst einsteigen. Drumherum erzählt Aerospace Bristol über hundert Jahre Flugzeugbau in Filton, von der Boxkite bis zum Airbus-Flügel. So holst du als Spotter das Beste aus dem Besuch heraus.
Flugzeugtypen, die du hier bestimmen kannst
Aérospatiale/BAC Concorde
Deltaflügel, absenkbare Nase, vier Olympus-Triebwerke mit Nachbrenner: Die Concorde ist ein historischer Typ mit nur 20 gebauten Flugzeugen. Hier findest du Technik, Varianten, jede Registrierung und den Standort jedes erhaltenen Exemplars.
✈ FlugzeugtypAvro Vulcan
Ein riesiges Dreieck am Himmel und ein Heulen, das man nicht vergisst: Die Avro Vulcan war der markanteste der britischen V-Bomber. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, was XH558 so besonders macht und wo du heute noch eine Vulcan siehst.
✈ FlugzeugtypDe Havilland DH.106 Comet
Vier Triebwerke versteckt in den Flügelwurzeln, eine schlanke Nase und ein Kapitel Luftfahrtgeschichte, das Triumph und Tragödie vereint: Die De Havilland Comet eröffnete 1952 das Jetzeitalter im Linienverkehr. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo sie heute steht.
✈ FlugzeugtypSupermarine Spitfire
Der elliptische Flügel ist unverwechselbar: Die Supermarine Spitfire ist das berühmteste britische Jagdflugzeug und heute einer der häufigsten Warbirds Europas. So unterscheidest du Merlin- und Griffon-Spitfires, findest die Maschinen der BBMF und erfährst, wie Rundflüge im Zweisitzer funktionieren.
✈ FlugzeugtypHawker Siddeley Harrier / BAe Sea Harrier
Vier schwenkbare Düsen, ein einziges Triebwerk und Stützräder an den Flügelspitzen: Der Harrier war das erste einsatzfähige Kampfflugzeug, das senkrecht starten und landen konnte. Hier liest du seine Geschichte vom P.1127 bis zum Sea Harrier und erfährst, wo du die erste Generation heute noch findest.
✈ FlugzeugtypPanavia Tornado (IDS/ECR)
Schwenkflügel, ein riesiges Seitenleitwerk und zwei Mann im Tandemcockpit: Der Tornado prägt seit über 40 Jahren den Himmel über Deutschland. So erkennst du IDS und ECR – und so erwischst du ihn noch vor der Ausmusterung.
✈ FlugzeugtypBAE Systems Hawk
Tief angesetzter Flügel, seitliche Lufteinläufe, ein Triebwerk und eine gestufte Tandemkanzel: Die Hawk ist seit fünf Jahrzehnten der Jettrainer der Royal Air Force, das Flugzeug der Red Arrows und einer der erfolgreichsten Exporttrainer überhaupt.
✈ FlugzeugtypHawker Siddeley Trident
Drei Spey-Triebwerke am Heck, T-Leitwerk und ein schief eingebautes Bugfahrwerk: Die Trident war der britische Gegenentwurf zur Boeing 727 – und das erste Verkehrsflugzeug, das im Liniendienst automatisch landete.
✈ FlugzeugtypBeechcraft Model 18 (Twin Beech)
Zwei brummende Sternmotoren, ein Doppelleitwerk und ein Spornrad: Die Beechcraft Model 18 wurde über 30 Jahre gebaut und ist heute ein gesuchter Oldtimer. So erkennst du die Twin Beech und ihre vielen Varianten.
✈ FlugzeugtypBAe Jetstream 31/32
Klein, schlank, tiefer Flügel und ein unverwechselbar kreischender Garrett-Sound: Die Jetstream 31/32 war jahrzehntelang der Zubringer auf Britanniens Regionalstrecken – und ist heute ein seltener Fang.
Airlines, die hier fliegen
British Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
NetzwerkBOAC
Historische britische Langstrecken-Staatsairline: BOAC flog von 1939 bis 1974, startete 1952 den ersten Jet-Liniendienst der Welt und ging mit BEA in British Airways auf.
CharterDan-Air
Historische britische Charter- und Linienairline (1953–1992) mit Basis London-Gatwick: Dan-Air betrieb die größte Comet-Flotte der Welt, brachte die BAe 146 in den Liniendienst und flog jahrzehntelang ab Berlin-Tegel. 1992 ging sie für ein symbolisches Pfund an British Airways.
RegionalLoganair
Schottlands Regionalairline verbindet Inseln, Highlands und britische Städte – mit ATR-Turboprops, Embraer-Jets, Twin Ottern auf dem Strand von Barra und Islandern auf dem kürzesten Linienflug der Welt.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
National Museum of Flight East Fortune
Schottlands nationales Luftfahrtmuseum liegt auf dem ehemaligen Flugplatz RAF East Fortune in East Lothian. In vier Ausstellungshangars stehen die British-Airways-Concorde G-BOAA, die Vulcan XM597 aus dem Falklandkrieg, der älteste erhaltene Harrier und eine Sammlung ziviler Flugzeuge mit Bezug zu Schottland.
FlughafenFlughafen Edinburgh
Schottlands größter Flughafen: eine einzige Bahn, knapp 17 Millionen Passagiere im Jahr 2025, Low-Cost-Basen von easyJet und Ryanair, Loganair-Turboprops und im Sommer Transatlantikflüge – mit Spotterplätzen rund um den Zaun bei Ingliston und Kirkliston.
FlughafenFlughafen Glasgow
Schottlands zweitgrößter Flughafen liegt bei Paisley westlich von Glasgow: eine einzige Bahn, ein Marinefliegerhorst als Vorgeschichte und mit Loganair eine Hausairline, deren Turboprops und Twin Otter von hier aus zu den Inseln fliegen.
MuseumImperial War Museum Duxford
Duxford ist Museum und aktiver Flugplatz zugleich: In den Hangars des früheren RAF-Jägerflugplatzes stehen Concorde, SR-71 und B-52, auf dem Vorfeld warten flugfähige Spitfires – und mehrmals im Jahr hebt alles ab, was Propeller hat. Der Guide für Airshow-Besucher und Spotter.
Passende Guides aus dem Blog
- Die Geschichte der Concorde: Aufstieg und Abschied einer Legende
- De Havilland Comet: das erste Düsenverkehrsflugzeug und die Lektion der Metallermüdung
- Boeing 707: Wie ein Prototyp das Jet-Zeitalter einläutete
- Red Arrows: Geschichte, BAE Hawk und Vorführungen der RAF-Kunstflugstaffel
- Weitwinkel beim Planespotting: Terrasse, Vorfeld und Atmosphäre
- Oldtimer am Himmel erkennen: Ju 52, DC-3, Constellation und Warbirds
- Spotten in Großbritannien: Terrorism Act, Polizeibefugnisse und spotterfreundliche Flughäfen

