Das Wichtigste in Kürze
- Die Dove war der erste neue britische Zivilflugzeugtyp nach dem Zweiten Weltkrieg und ersetzte den Doppeldecker Dragon Rapide auf Zubringerstrecken.
- Erkennungsformel: kleiner zweimotoriger Tiefdecker, Kolbenmotoren mit Dreiblattpropellern, Bugrad und gläserne Cockpitdecke.
- Rund 540 Maschinen entstanden in Hatfield und Broughton, darunter Militärversionen als Devon (RAF) und Sea Devon (Royal Navy).
- Heute ist die Dove ein Museumsflugzeug: Ausgestellte Exemplare findest du unter anderem in Sinsheim, Duxford, London Colney und Lelystad.
- Im heutigen Flugverkehr spielt die Dove kaum noch eine Rolle – Begegnungen laufen über Kennzeichen, Oldtimer-Treffen und Museumsbesuche.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | de Havilland Aircraft Company (Hatfield, ab 1951 Broughton bei Chester) |
|---|---|
| Erstflug | 25. September 1945 |
| Indienststellung | Dezember 1946 bei Central African Airways |
| Bauzeit | 1946 bis Ende der 1960er-Jahre |
| Stückzahl | rund 540 inklusive Prototypen, Devon und Sea Devon (Angaben je nach Quelle leicht abweichend) |
| Status | historisch – nur noch Einzelexemplare in privater Hand, Rest in Museen |
| Bauart | Zweimotoriger Ganzmetall-Tiefdecker mit einziehbarem Bugradfahrwerk, ohne Druckkabine |
| Triebwerke | 2 × de Havilland Gipsy Queen 70 (je nach Version rund 330 bis 400 PS) |
| Propeller | Dreiblatt-Verstellpropeller mit Segelstellung |
| Länge | 11,96 m |
| Spannweite | 17,37 m |
| Höhe | 4,06 m |
| Passagiere | 8 bis 11 (Zubringer), 5 bis 6 (Reiseflugzeug) |
| Max. Startgewicht | rund 4,06 t |
| Reisegeschwindigkeit | rund 290 bis 300 km/h |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei schlanke Kolbenmotoren mit Dreiblattpropellern in schmalen Gondeln am Tiefdecker-Flügel
- Durchsichtige Kabinendecke über dem Cockpit, die den Piloten nach oben freie Sicht gibt
- Einziehbares Bugradfahrwerk – der große Unterschied zum Doppeldecker-Vorgänger Dragon Rapide
- Kompakter, rundlicher Rumpf mit einer Reihe rechteckiger Kabinenfenster und Einstiegstür hinter dem Flügel
- Spannweite von gut 17 m bei nur 12 m Länge – das Flugzeug wirkt in der Draufsicht breiter als lang
- Umgerüstete Riley-Doves erkennst du an einem höheren, gepfeilten Seitenleitwerk
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner zweimotoriger Tiefdecker, zwei schlanke Motorgondeln mit Dreiblattpropellern, darüber eine gläserne Kuppel am Cockpit: Wenn du so ein Flugzeug in einer Museumshalle oder auf einem Oldtimer-Treffen siehst, stehst du sehr wahrscheinlich vor einer de Havilland DH.104 Dove. Sie war der erste neue britische Zivilflugzeugtyp nach dem Zweiten Weltkrieg und brachte Ganzmetallbau, Bugradfahrwerk und Verstellpropeller auf die kleinen Zubringerstrecken. Diese Seite zeigt dir, wie die Dove entstand, welche Versionen es gibt, wie du sie von ähnlichen Typen unterscheidest und wo du sie heute noch vor die Linse bekommst.
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Was ist die de Havilland Dove?
Die Dove ist ein zweimotoriges Kurzstrecken- und Zubringerflugzeug in Ganzmetallbauweise. Je nach Kabinenausstattung nahm sie acht bis elf Fluggäste auf, als Reise- und Firmenflugzeug fünf bis sechs. Angetrieben wird sie von zwei luftgekühlten Kolbenmotoren der hauseigenen Baureihe Gipsy Queen 70, die je nach Version zwischen rund 330 und 400 PS leisten und Dreiblatt-Verstellpropeller drehen.
Mit knapp zwölf Metern Länge und gut 17 Metern Spannweite ist die Dove ein kompaktes Flugzeug. Eine Druckkabine hat sie nicht, sie fliegt also in Höhen, in denen das nicht nötig ist. Ihr Einsatzgebiet waren kurze Linien, Zubringer zu großen Flughäfen, Charter, Firmenreisen und militärische Verbindungsflüge.
Gebaut wurde sie von der de Havilland Aircraft Company, die zuvor mit der Holzkonstruktion DH.98 Mosquito berühmt geworden war und wenig später mit der DH.106 Comet das erste Strahlverkehrsflugzeug der Welt baute. Die Dove ist das bodenständige Gegenstück zur Comet: kein Prestigeprojekt, sondern ein solides Arbeitstier, das sich über zwei Jahrzehnte verkaufte.
Entstehung: Nachfolger für die Dragon Rapide
Noch während des Krieges plante Großbritannien, wie seine Zivilluftfahrt nach Kriegsende aussehen sollte. Das sogenannte Brabazon-Komitee formulierte dafür Anforderungen an verschiedene Flugzeugklassen – vom großen Transatlantikflugzeug bis zum kleinen Zubringer. Die Dove entstand nach der Vorgabe Type VB, einem Entwurf für ein kleines, modernes Kurzstreckenflugzeug.
Zugleich war sie als Ersatz für die DH.89 Dragon Rapide gedacht. Die Rapide war ein Doppeldecker aus Holz und Stoff mit festem Fahrwerk, der in den 1930er-Jahren zahllose kleine Fluggesellschaften getragen hatte. Die Dove brachte dagegen alles mit, was ein Nachkriegsflugzeug ausmachte:
- eine Ganzmetallzelle statt Holz und Bespannung
- ein einziehbares Bugradfahrwerk statt Spornrad
- Verstellpropeller mit Segelstellung
- Landeklappen für kurze Pisten
- eine durchsichtige Kabinendecke über dem Cockpit für gute Sicht nach oben
Bemerkenswert ist auch die Fertigung: de Havilland setzte Metallklebeverfahren ein, um Nieten zu sparen. Für die Wartung waren Tragflächen und Heckkonus abnehmbar, und die Motoren saßen an Schnellwechselhalterungen. Eine Enteisungsanlage gab es als Option.
Der Erstflug fand am 25. September 1945 statt – nur wenige Wochen nach dem Ende des Krieges in Asien. Im Dezember 1946 nahm Central African Airways den Typ als erster Betreiber in Dienst. Gebaut wurde zunächst in Hatfield nördlich von London, ab 1951 im Werk Broughton bei Chester. Die Produktion lief bis Ende der 1960er-Jahre; die letzten Maschinen entstanden je nach Quelle 1967 oder 1968.
Hatfield und Broughton
Das Werk in Broughton bei Chester baut heute Tragflächen für Airbus. Wer sich für die Industriegeschichte interessiert, findet dort also eine direkte Linie von der Dove bis zum modernen Verkehrsflugzeug.
Die Versionen im Überblick
Über die lange Bauzeit entstand eine ganze Reihe von Varianten. Grob lassen sich Zubringerversionen mit mehr Sitzen und Reiseversionen mit luxuriöserer Kabine unterscheiden, dazu kommen Militärausführungen und spätere Umbauten.
| Version | Ausrichtung | Motoren |
|---|---|---|
| Dove 1 / 1B | Zubringer, 8 bis 11 Sitze | Gipsy Queen 70-3 bzw. 70-4 (330 bzw. 340 PS) |
| Dove 2 / 2B | Reiseflugzeug, bis 6 Sitze | Gipsy Queen 70-3 bzw. 70-4 |
| Dove 5 | Zubringer mit stärkeren Motoren, bis 11 Sitze | Gipsy Queen 70 Mk2 (380 PS) |
| Dove 6 | Reiseflugzeug, 6 Sitze | Gipsy Queen 70 Mk2 (380 PS) |
| Dove 7 | Zubringer mit überarbeitetem Cockpit | Gipsy Queen 70 Mk3 (400 PS) |
| Dove 8 / 8A | Reiseflugzeug mit überarbeitetem Cockpit, 8A als Fünfsitzer für die USA | Gipsy Queen 70 Mk3 (400 PS) |
| Devon C.1 / C.2 | Verbindungsflugzeug der Royal Air Force | Gipsy Queen 70 bzw. 175 |
| Sea Devon C.20 | Verbindungsflugzeug der Royal Navy | Gipsy Queen |
Eine Version mit der Bezeichnung Dove 3 war als Vermessungsflugzeug für große Höhen geplant, wurde aber nie gebaut.
Umbauten aus den USA
In den Vereinigten Staaten verkaufte der Händler Jack Riley mehr als 50 Doves. Seine Firma baute später einen Teil davon um: Die Riley Dove bekam Lycoming-Boxermotoren mit je 400 PS und meist ein höheres, gepfeiltes Seitenleitwerk. Maschinen, die das ursprüngliche de-Havilland-Leitwerk behielten, liefen als Riley Dove 2.
Noch weiter ging der Carstedt Jet Liner 600: Der Rumpf wurde verlängert, damit 18 Fluggäste Platz fanden, und statt Kolbenmotoren arbeiteten zwei Garrett-Turboprops. Es entstanden nur sechs Umbauten. Für dich als Spotter sind beide Varianten spannende Raritäten, weil sie die vertraute Dove-Silhouette deutlich verändern.
Die große Schwester: Heron
Aus der Dove entwickelte de Havilland die DH.114 Heron, einen verlängerten Typ mit vier Motoren für mehr Passagiere. Cockpitbereich und Grundform erinnern stark an die Dove, die doppelte Motorenzahl verrät aber sofort den Unterschied.
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Die Dove bei Airlines, Firmen und Militär
Die Dove fand Kunden auf praktisch allen Kontinenten. Zu den zivilen Betreibern zählten neben Central African Airways unter anderem LAN-Chile, Union of Burma Airways, Sabena, Gulf Aviation, Dan-Air, Channel Airways, Cambrian Airways, JAT und die britische BOAC. Auch in Deutschland war der Typ unterwegs: Unter den zivilen Betreibern wird LTU geführt, und mehrere Doves trugen über die Jahre deutsche Kennzeichen mit D-I-Präfix für zweimotorige Flugzeuge dieser Gewichtsklasse. Wie die deutschen Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag zu deutschen Luftfahrzeugkennzeichen.
Ein großer Markt waren Unternehmen, die ein schnelles, komfortables Reiseflugzeug suchten. Gerade die sechssitzigen Versionen Dove 2, 6 und 8 gelten als frühe Vertreter dessen, was man heute Business-Aviation nennt. De Havilland selbst stieg später mit dem DH.125 in das Geschäft mit Reisejets ein, das als Hawker Siddeley HS 125 bekannt wurde.
Auf militärischer Seite war die Royal Air Force der wichtigste Kunde: Ab 1948 flogen dort 30 Maschinen als Devon C.1. Die Royal Navy erhielt 1955 zehn Sea Devon, später kamen drei weitere hinzu. Größere Stückzahlen gingen außerdem an Argentinien mit insgesamt 70 Maschinen, die meisten davon für die Luftwaffe, an die Royal New Zealand Air Force mit 30 Flugzeugen und an Indien, dessen Luftwaffe rund 20 Doves erhielt.
Nicht ohne Schattenseiten
Wie viele Typen ihrer Generation hatte auch die Dove schwere Unfälle. 1951 stürzte in Westaustralien eine Dove nach Ermüdungsrissen im Flügelholm ab. Anfang der 1970er-Jahre gab es in den USA tödliche Unfälle durch Strukturversagen im Flug, und auch einer der wenigen Carstedt-Umbauten ging durch einen Strukturbruch in der Luft verloren. Solche Kapitel gehören zur Geschichte – und erklären, warum Wartungsauflagen für alte Flugzeuge so streng sind.
So erkennst du die Dove
Im Museum hilft dir meist eine Infotafel. Auf Oldtimer-Treffen oder bei Fotos aus Archiven musst du dagegen selbst bestimmen. Vier Merkmale reichen dafür in der Regel aus.
Motoren zählen
Zwei Kolbenmotoren mit Dreiblattpropellern in schlanken Gondeln an einem Tiefdecker-Flügel. Vier Motoren bei ähnlicher Form deuten auf die Heron.
Auf das Cockpitdach achten
Über dem Cockpit sitzt eine durchsichtige Kabinendecke. Von der Seite wirkt der Bug dadurch wie mit einer kleinen Glaskuppel versehen.
Fahrwerk prüfen
Die Dove steht auf einem Bugrad und zieht das Fahrwerk im Flug ein. Ein Spornrad oder ein festes Fahrwerk passt nicht zu ihr.
Proportionen einschätzen
Knapp 12 m Länge bei gut 17 m Spannweite: Die Dove ist klein und breitflügelig. Ein Rumpf mit vielen Fenstern und deutlich über 20 m Länge gehört zu einem größeren Typ.
Am Ende bestätigt das Kennzeichen die Bestimmung. Historische britische Doves tragen G-Kennzeichen, ehemalige RAF-Devons ihre militärischen Seriennummern. Wie du britische Registrierungen nachschlägst, steht im Beitrag zu britischen G-Kennzeichen.
Dove, Twin Beech, Dragon Rapide oder Heron?
Die Dove wird vor allem mit anderen kleinen zweimotorigen Klassikern verwechselt. Der Finder grenzt in drei Schritten ein.
Schnellbestimmung: kleiner Klassiker mit Propellern
de Havilland DH.104 Dove
Tiefdecker, zwei Kolbenmotoren, Bugrad und ein einzelnes Seitenleitwerk passen zur Dove. Prüf noch die gläserne Cockpitdecke und das Kennzeichen.
Beechcraft Model 18
Spornrad und doppeltes Seitenleitwerk sind typisch für die Twin Beech, den amerikanischen Zeitgenossen der Dove.
de Havilland DH.89 Dragon Rapide
Zwei Tragflächen und ein festes Fahrwerk sprechen für den Vorgänger der Dove, die Dragon Rapide.
de Havilland DH.114 Heron
Vier Motoren an einer Dove-ähnlichen Zelle mit verlängertem Rumpf: Das ist die Heron, die große Schwester der Dove.
Größere Klassiker wie die Douglas DC-3 oder die viermotorige Vickers Viscount scheiden schon wegen ihrer Größe aus. Die DC-3 ist zudem ein Spornradflugzeug, das am Boden deutlich nach hinten geneigt steht.
Es spricht für die Dove, wenn …
- du zwei Kolbenmotoren mit Dreiblattpropellern siehst
- über dem Cockpit eine gläserne Decke sitzt
- das Flugzeug auf einem Bugrad steht
- die Infotafel DH.104, Devon oder Sea Devon nennt
Sieh genauer hin, wenn …
- das Seitenleitwerk auffällig hoch und gepfeilt ist – dann könnte es eine Riley-Umrüstung sein
- der Rumpf ungewöhnlich lang wirkt – Hinweis auf einen Carstedt-Umbau
- die Maschine Turboprops statt runder Kolbenmotor-Gondeln hat
Es ist keine Dove, wenn …
- du vier Motoren zählst
- das Flugzeug auf einem Spornrad steht
- zwei Seitenleitwerke am Heck sitzen
- das Flugzeug zwei Tragflächen übereinander hat
Allgemeine Tipps, wie du Oldtimer am Himmel und am Boden bestimmst, findest du im Ratgeber Oldtimer am Himmel erkennen.
Wo du die Dove heute siehst
Flugfähige Doves sind selten geworden. Einzelne Maschinen sind in Privathand, andere warten auf eine Restaurierung. Ob eine bestimmte Maschine gerade fliegt, ändert sich – das Kennzeichen im jeweiligen Luftfahrzeugregister gibt dir den aktuellen Stand. Verlässlicher sind Museen, von denen viele eine Dove oder Devon in ihrer Sammlung führen.
| Ort | Exemplar laut Bestandslisten | Hinweis |
|---|---|---|
| Technik Museum Sinsheim | Dove 7 | nächstgelegene Dove für Spotter aus Süddeutschland |
| de Havilland Aircraft Museum, London Colney | Dove 8, 1961 in Chester gebaut, früher Vorführ- und VIP-Flugzeug | Herstellernähe: Hatfield liegt gleich nebenan |
| Imperial War Museum Duxford | Dove 6 | kombinierbar mit einer Airshow |
| RAF Museum Cosford | Devon C.1 | militärische Variante |
| National Museum of Flight East Fortune | Dove 6 | Schottland |
| Aviodrome Lelystad | Sea Devon C.20 | gut erreichbar aus Nordwestdeutschland |
| Technisches Museum Wien | Dove-Exponat (Umfang je nach Quelle unterschiedlich angegeben) | vorab beim Museum nachfragen |
Weitere Exemplare stehen in britischen Sammlungen wie dem Yorkshire Air Museum in Elvington, dem East Midlands Aeropark und den Museen in Newark und Coventry-Baginton. Für Spotter in Großbritannien lässt sich die Dove also gut in eine Museumstour einbauen – etwa am Yorkshire Air Museum oder am East Midlands Aeropark, wo du nebenbei auch aktuellen Verkehr am Flughafen siehst.
Ausstellungen ändern sich
Museen verleihen, restaurieren oder lagern Flugzeuge ein. Die Liste oben beruht auf öffentlich zugänglichen Bestandsangaben. Frag vor einer längeren Anreise beim Museum nach, ob die Dove gerade in der Ausstellung steht.
Einen Überblick über Sammlungen hierzulande gibt dir der Beitrag Luftfahrtmuseen in Deutschland. Wer flugfähige Oldtimer erleben will, schaut bei Veranstaltungen wie dem Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide oder den Airshows in Duxford vorbei. Eine Garantie für eine Dove gibt es dort nicht, die Chancen auf britische Klassiker stehen aber gut.
Bereit für deinen Dove-Besuch?
- Ich habe geprüft, ob die Dove gerade ausgestellt ist.
- Ich kenne Öffnungszeiten und Fotoregeln des Museums.
- Ich habe ein lichtstarkes Weitwinkel für enge Hallen dabei.
- Ich notiere Kennzeichen oder Seriennummer für die Dokumentation.
- Ich plane, auch die Nachbarn in der Halle mitzunehmen – oft stehen dort weitere de-Havilland-Typen.
Fototipps für die Dove im Museum
Die Dove ist klein genug, um in einer Halle komplett aufs Bild zu passen – wenn du den richtigen Standpunkt findest. Ein paar Punkte helfen.
Dreiviertelansicht von vorn
Schräg von vorn zeigt sich die Glasdecke über dem Cockpit, beide Motoren und das Bugrad gleichzeitig. So hast du alle Erkennungsmerkmale in einem Bild.
Breite Spannweite einplanen
Mit gut 17 Metern ist die Dove breiter als lang. In engen Hallen brauchst du eher ein Weitwinkel, um beide Flügelspitzen ins Bild zu bekommen.
Details sammeln
Motorgondeln, Propellernaben und Cockpitdecke sind dankbare Detailmotive – und helfen später, Varianten zu vergleichen.
Kennzeichen dokumentieren
Ein Foto vom Kennzeichen oder der Infotafel macht deine Sichtung nachvollziehbar und erleichtert die Recherche zur Geschichte der Maschine.
Wie selten deine Begegnung tatsächlich ist, kannst du mit dem Beitrag Wie selten ist meine Sichtung? einordnen. Und wenn dich britische Klassiker gepackt haben, lohnt der Blick auf die Seite zur Comet und den Hintergrundartikel De Havilland Comet – erster Düsenjet.
Fazit
Die DH.104 Dove ist kein spektakuläres Flugzeug, aber ein wichtiges: Sie brachte nach dem Krieg moderne Technik auf die kleinen Strecken, löste die hölzerne Dragon Rapide ab und diente Airlines, Firmen und Militär über Jahrzehnte. Mit rund 540 gebauten Exemplaren gehört sie zu den erfolgreichsten britischen Zivilflugzeugen ihrer Zeit. Heute begegnest du ihr fast nur noch im Museum oder mit viel Glück auf einem Oldtimer-Treffen – umso schöner ist jede Sichtung für deine Sammlung.
Kurzfazit
Zwei Kolbenmotoren mit Dreiblattpropellern, gläserne Cockpitdecke, Bugrad und ein einzelnes Seitenleitwerk: Das ist die Dove. Die besten Chancen hast du in Museen wie Sinsheim, London Colney, Duxford und Lelystad.
Zusammenfassung
- Die DH.104 Dove flog erstmals am 25. September 1945 und ging Ende 1946 bei Central African Airways in Dienst.
- Sie entstand nach einer Vorgabe des britischen Brabazon-Komitees für ein modernes Kurzstrecken- und Zubringerflugzeug.
- Neben Airlines nutzten Luftstreitkräfte und Firmen den Typ als Verbindungs- und Reiseflugzeug, auch in Deutschland flogen Doves mit D-Kennzeichen.
- Für Spotter ist die Dove heute ein Ziel für Museumsbesuche und Oldtimer-Treffen, nicht für den Flughafenzaun.
Häufige Fragen
Was bedeutet DH.104?
DH steht für de Havilland, 104 ist die fortlaufende Typnummer des Herstellers. Die Dove folgte damit auf Typen wie die DH.98 Mosquito und ging der DH.106 Comet voraus.
Wie viele Doves wurden gebaut?
Die gängigen Angaben liegen bei rund 540 Exemplaren einschließlich der zwei Prototypen sowie der Militärversionen Devon und Sea Devon. Je nach Quelle schwankt die Zahl leicht, weil Umbauten und Zählweisen unterschiedlich behandelt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Dove und Devon?
Devon ist der Name der militärischen Dove bei der Royal Air Force, die ab 1948 als Verbindungsflugzeug diente. Die Royal Navy nannte ihre Exemplare Sea Devon. Technisch entsprechen sie der zivilen Dove; Unterschiede liegen in Ausstattung und Motorversion.
Fliegt heute noch eine Dove?
Nur noch sehr wenige Exemplare sind in Privathand flugfähig oder werden restauriert. Ob eine bestimmte Maschine gerade zugelassen ist, prüfst du am besten im jeweiligen Luftfahrzeugregister über das Kennzeichen. Die sichersten Begegnungen bieten Museen.
Wo kann ich in Deutschland eine Dove sehen?
Im Technik Museum Sinsheim ist laut Bestandslisten eine Dove 7 ausgestellt. Ob sie gerade zugänglich ist, solltest du vor dem Besuch beim Museum erfragen. Mit etwas Glück tauchen privat erhaltene Doves auch bei Oldtimer-Treffen auf.
Wie unterscheide ich Dove und Heron?
Die DH.114 Heron ist eine verlängerte Weiterentwicklung der Dove mit vier statt zwei Motoren. Zählst du zwei Propeller, ist es eine Dove; vier Propeller bei ähnlicher Rumpfform sprechen für die Heron.
Was sind Riley Dove und Carstedt Jet Liner 600?
Beides sind Umbauten aus den USA. Riley ersetzte die Gipsy-Queen-Motoren durch Lycoming-Boxermotoren und montierte meist ein höheres, gepfeiltes Seitenleitwerk. Beim Carstedt Jet Liner 600 wurde der Rumpf für 18 Passagiere verlängert und mit Garrett-Turboprops ausgerüstet; davon entstanden nur sechs Exemplare.
De Havilland DH.104 Dove sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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