Das Wichtigste in Kürze
- Die Vulcan ist ein historischer Typ: Die RAF hat sie 1984 ausgemustert, heute fliegt weltweit keine einzige mehr.
- Erkennungsweg Nummer eins: der große Deltaflügel ohne Höhenleitwerk, kombiniert mit einem hohen Seitenleitwerk.
- B.1 und B.2 trennst du am Flügel: Die B.2 hat eine größere Spannweite und eine deutlich geknickte Vorderkante.
- XH558 flog bis Oktober 2015 als letzte flugfähige Vulcan bei Airshows und steht heute rollfähig in Doncaster.
- Erleben kannst du die Vulcan in britischen Museen und bei Rollvorführungen in Southend und Wellesbourne.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Avro Vulcan?
- 2.Der Deltaflügel: Form, die man aus jeder Entfernung erkennt
- 3.B.1, B.2, SR.2 und K.2: die Varianten
- 4.Black Buck: der berühmteste Einsatz
- 5.Abschied von der RAF und das Vulcan Display Flight
- 6.XH558: die Vulcan, die zurückkam
- 7.Wo du heute eine Vulcan siehst
- 8.Spotting-Tipps: Vulcan-Begegnungen planen
- 9.Fototipps für den Deltabomber
- 10.Die Vulcan im Vergleich mit anderen Bombern
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | A. V. Roe and Company (Avro), Woodford bei Manchester |
|---|---|
| Werksbezeichnung | Avro 698 |
| Rolle | Strategischer Bomber der Royal Air Force, später auch Seeaufklärer und Tankflugzeug |
| Erstflug | 30. August 1952 (Prototyp VX770) |
| Indienststellung | 1956 (Vulcan B.1) |
| Ausmusterung | März 1984 aus dem Truppendienst, Vorführflüge mit XH558 bis 1992 |
| Gebaut | 136 einschließlich zweier Prototypen (45 B.1, 89 B.2), Produktion 1956 bis 1965 |
| Besatzung | 5 (zwei Piloten, Navigator, Radar-Navigator, Offizier für elektronische Kampfführung) |
| Triebwerke | 4 × Bristol bzw. Rolls-Royce Olympus, bei der B.2 zuletzt Olympus 301 mit rund 89 kN Schub je Triebwerk |
| Spannweite | B.1 rund 30,2 m, B.2 rund 33,8 m |
| Länge | rund 30 m (B.2) |
| Höhe | gut 8 m |
| Höchstgeschwindigkeit | rund Mach 0,96 in großer Höhe |
| Erhaltene Exemplare | 19 Flugzeuge, keines davon flugfähig; drei sind rollfähig |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Ein riesiger Deltaflügel ohne Höhenleitwerk – von unten sieht die Vulcan aus wie ein fliegendes Dreieck
- Bei der B.2 eine geknickte Flügelvorderkante: Der Pfeilwinkel ändert sich etwa auf halber Spannweite, die Flügelspitzen wirken leicht abgerundet
- Vier Triebwerke, die tief in der Flügelwurzel stecken, mit breiten, schlitzartigen Lufteinläufen neben dem Rumpf
- Ein einzelnes, hohes und stark gepfeiltes Seitenleitwerk und ein kurzer, dicker Rumpf mit Kuppelhaube für die Piloten
- Bei der B.2 ein verlängertes, kastenförmiges Heck mit Ausrüstung für die elektronische Kampfführung und eine Betankungssonde an der Nase
- Typisch für Vorführungen: das „Vulcan Howl“, ein heulendes Geräusch der Triebwerkseinläufe bei hoher Leistung
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein dunkles Dreieck zieht tief über den Platz, die Nase steigt, und dann setzt dieses Heulen ein, das durch Mark und Bein geht: Wer die Avro Vulcan je im Flug erlebt hat, vergisst das nicht. Heute fliegt keine Vulcan mehr, doch der Deltabomber ist für Spotter nicht verschwunden. Diese Seite zeigt dir, wie du die Vulcan und ihre Varianten erkennst, was hinter der berühmten XH558 steckt und wo du noch eine Vulcan siehst – manchmal sogar mit laufenden Triebwerken.
Die Vulcan in deinen Hangar
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Was ist die Avro Vulcan?
Die Vulcan ist ein strategischer Bomber des britischen Herstellers Avro aus Woodford bei Manchester. Sie entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Royal Air Force einen schnellen, hoch fliegenden Bomber für Atomwaffen suchte. Zusammen mit der Vickers Valiant und der Handley Page Victor bildete sie die sogenannte V-Bomber-Flotte, das Rückgrat der britischen nuklearen Abschreckung in den 1950er- und 1960er-Jahren.
Der Prototyp VX770 flog am 30. August 1952 zum ersten Mal, die ersten Serienmaschinen erreichten die RAF 1956. Insgesamt entstanden laut den gängigen Produktionslisten 136 Vulcans einschließlich der beiden Prototypen: 45 der ersten Serienversion B.1 und 89 der verbesserten B.2. Die letzte Maschine wurde im Januar 1965 ausgeliefert.
Für Avro war die Vulcan der große Nachfolger eines anderen Klassikers: Die Avro Lancaster war der berühmteste britische Bomber des Zweiten Weltkriegs. Mit dem Deltaflügel wagte Avro wenige Jahre später einen radikalen Sprung – von vier Propellermotoren und Doppelleitwerk zu einem Jet ohne Höhenleitwerk.
Der Deltaflügel: Form, die man aus jeder Entfernung erkennt
Das Besondere an der Vulcan ist ihr großer Deltaflügel. Er trägt fast die gesamte Konstruktion: Triebwerke, Fahrwerk, Treibstoff und Teile der Ausrüstung stecken im dicken Flügel. Ein Höhenleitwerk gibt es nicht, gesteuert wird über Ruder an der Flügelhinterkante. Der Rumpf ist im Verhältnis kurz, nur das hohe Seitenleitwerk ragt markant nach oben.
Die Vulcan war kein kleines Flugzeug. Mit rund 33,8 Metern Spannweite bei der B.2 und gut 30 Metern Länge ist sie etwa so groß wie ein heutiger Mittelstreckenjet, wirkt durch die Dreiecksform aber noch wuchtiger. Die vier Olympus-Triebwerke von Bristol, später Rolls-Royce, liegen paarweise in den Flügelwurzeln. Von vorn siehst du deshalb keine Triebwerksgondeln, sondern nur breite, schlitzförmige Einläufe links und rechts des Rumpfes.
Von unten: das Dreieck
Fliegt die Vulcan über dich hinweg, siehst du ein fast geschlossenes Dreieck. Kein Höhenleitwerk, keine Triebwerksgondeln – diese Silhouette hat kein anderes großes Flugzeug.
Von der Seite: das Leitwerk
Im Profil fällt das hohe, stark gepfeilte Seitenleitwerk auf. Der Rumpf ist kurz und bauchig, das Cockpit sitzt unter einer kleinen Haube weit vorn.
Von vorn: die Einläufe
Die breiten Schlitze in der Flügelwurzel verraten die eingebauten Triebwerke. Bei der B.2 ragt zusätzlich die Betankungssonde aus der Nase.
Verwechslungsgefahr besteht eigentlich nur mit anderen Deltaflüglern. Die Concorde hat einen geschwungenen, schlankeren Flügel, einen langen Rumpf mit vielen Fenstern und ihre Triebwerke in Gondeln unter dem Flügel. Moderne Kampfjets mit Deltaflügel sind um ein Vielfaches kleiner. Wie du historische Muster generell auseinanderhältst, zeigt der Guide Oldtimer am Himmel erkennen.
B.1, B.2, SR.2 und K.2: die Varianten
Im Lauf ihrer Dienstzeit hat sich die Vulcan stark verändert. Für die Bestimmung im Museum oder auf Fotos hilft es, die Hauptvarianten zu kennen.
| Variante | Rolle | Typische Merkmale |
|---|---|---|
| B.1 / B.1A | erste Bomberversion | kleinere Spannweite (rund 30,2 m), schwächere Olympus-Triebwerke, B.1A mit Elektronik im Heck |
| B.2 | verbesserte Bomberversion | größere Spannweite (rund 33,8 m), stärker geknickte Flügelvorderkante, Olympus 301 |
| SR.2 | Seeaufklärung | umgebaute B.2 für die Radar-Überwachung von Seegebieten |
| K.2 | Tankflugzeug | sechs umgebaute B.2 mit Schlauchtrommel im Heckbereich, 1982 bis 1984 |
Die B.2 brachte neben dem größeren Flügel deutlich stärkere Triebwerke und war als Träger für die Abstandswaffe Blue Steel ausgelegt. Als sowjetische Flugabwehrraketen immer höher reichten, stellte die RAF ihre Vulcans Mitte der 1960er-Jahre auf Tiefflugangriffe um. Dafür war die Vulcan nie konstruiert worden; viele Maschinen wechselten deshalb vom hellen Anti-Blitz-Anstrich zu einer grau-grünen Tarnung auf der Oberseite.
Die K.2 entstand 1982 in großer Eile: Im Zuge des Falklandkriegs fehlten der RAF Tankflugzeuge, und sechs B.2 wurden binnen weniger Wochen umgerüstet. Mehr über die Rolle solcher Muster liest du im Artikel Tankflugzeuge erkennen.
Praxis-Tipp im Museum
Alle heute erhaltenen kompletten Vulcans sind B.2-Maschinen. Den Unterschied zur B.1 kannst du dir trotzdem gut an Fotos aus den 1950er-Jahren klarmachen: Dort wirkt der Flügel spitzer und die Vorderkante gerader.
Black Buck: der berühmteste Einsatz
Mehr als 25 Jahre lang flog die Vulcan, ohne je eine Bombe im Ernstfall abzuwerfen. Das änderte sich kurz vor ihrer Ausmusterung. Im Falklandkrieg 1982 sollte die RAF den von Argentinien besetzten Flugplatz Port Stanley angreifen – rund 6.100 Kilometer von der Insel Ascension im Südatlantik entfernt.
Für die Operation Black Buck wurden ab April 1982 mehrere Vulcans hergerichtet. Die erste Mission flog XM607 in der Nacht zum 1. Mai 1982. Möglich war das nur mit einer ganzen Flotte von Victor-Tankflugzeugen, die sich auf dem Hin- und Rückweg gegenseitig und die Vulcan mehrfach betankten. Der Angriff galt lange als längster Bombereinsatz der Geschichte.
Auch spätere Missionen schrieben Geschichte: Bei Black Buck 6 im Juni 1982 brach an XM597 die Betankungssonde, die Besatzung musste nach Rio de Janeiro ausweichen, wo Flugzeug und Crew vorübergehend festgehalten wurden. Beide Maschinen sind erhalten – XM607 steht in Waddington, XM597 im National Museum of Flight in Schottland.
Abschied von der RAF und das Vulcan Display Flight
Ende der 1960er-Jahre übernahmen U-Boote der Royal Navy mit Polaris-Raketen die strategische nukleare Abschreckung, und für die Tiefflugrolle kam der Panavia Tornado. Im März 1984 löste sich mit der No. 50 Squadron die letzte Vulcan-Staffel auf. Damit endete der Truppendienst nach knapp drei Jahrzehnten.
Ganz verschwand die Vulcan aber nicht. Die RAF hielt zunächst noch zwei Maschinen für Vorführungen, schließlich blieb XH558 übrig. Mit diesem Flugzeug flog das Vulcan Display Flight bis 1992 auf Flugtagen in ganz Großbritannien. Danach war der Betrieb dem Verteidigungsministerium zu teuer, die Maschine wurde verkauft.
XH558: die Vulcan, die zurückkam
XH558 ist die wohl berühmteste Vulcan überhaupt. Sie startete im Mai 1960 in Woodford zu ihrem Erstflug und kam im Juli 1960 als erste B.2 zur RAF. In ihrem Dienstleben war sie Bomber, Seeaufklärer, Tankflugzeug und schließlich Vorführflugzeug – sie hat damit fast alle Rollen der Vulcan durchlaufen.
Im März 1993 flog sie nach Bruntingthorpe zu ihren neuen Eigentümern. Der Vulcan to the Sky Trust sammelte über Jahre Geld für eine Rückkehr in die Luft, 2004 kam ein großer Zuschuss des Heritage Lottery Fund dazu. Die Restaurierung galt als eines der aufwendigsten Projekte dieser Art. Am 18. Oktober 2007 hob XH558 wieder ab, nun mit dem zivilen Kennzeichen G-VLCN und dem Namen „Spirit of Great Britain“.
Bis 2015 war XH558 Stammgast auf britischen Airshows. Dann zogen sich die technischen Partnerfirmen zurück, deren Unterstützung für den Flugbetrieb nötig war, und der Trust beendete den Flugbetrieb. Seitdem steht die Maschine rollfähig in Doncaster. Der dortige Flughafen stellte den Linienverkehr 2022 ein, was zeitweise die Zukunft der Vulcan am Standort infrage stellte. Ende 2024 meldete der Trust, dass ein langfristiger Verbleib in Doncaster grundsätzlich gesichert sei. Ob und wann dort Besuche oder Rollvorführungen stattfinden, prüfst du am besten direkt beim Trust.
Termine ändern sich
Rollvorführungen und Öffnungstage der Vulcan-Vereine hängen von Geld, Technik und Ehrenamtlichen ab. Verlass dich nicht auf alte Ankündigungen, sondern prüf vor der Anreise die aktuellen Infos des jeweiligen Betreibers.
Wo du heute eine Vulcan siehst
Von 136 gebauten Vulcans sind 19 Flugzeuge erhalten. Die meisten stehen in Großbritannien, vier in Kanada und den USA. Drei davon – XH558, XL426 und XM655 – werden rollfähig gehalten. Für Spotter sind sie das Nächste an einer fliegenden Vulcan, denn bei Rollvorführungen hörst du die Olympus-Triebwerke live.
| Seriennummer | Ort | Zustand |
|---|---|---|
| XH558 | Doncaster | rollfähig |
| XL426 | Flughafen Southend | rollfähig, betreut vom Vulcan Restoration Trust |
| XM655 | Flugplatz Wellesbourne Mountford | rollfähig |
| XL318 | RAF Museum London (Hendon) | in der Halle |
| XM598 | RAF Museum Cosford | in der Halle |
| XJ824 | Imperial War Museum Duxford | ausgestellt |
| XM597 | National Museum of Flight, East Fortune | im Freien, Black-Buck-Veteran |
| XM575 | East Midlands Aeropark | im Freien |
| XM594 | Newark Air Museum | im Freien |
| XM607 | RAF Waddington | Black-Buck-Veteran, am Standort ausgestellt |
| XM603 | Woodford | restauriert, am Ort ihrer Entstehung |
| XL360, XL319, XJ823, XM612 | Coventry, Sunderland, Carlisle, Norwich | Museumsflugzeuge |
| XL361, XM573, XM605, XM606 | Goose Bay (Kanada), Nebraska, Kalifornien, Louisiana (USA) | Museumsflugzeuge |
In der Halle des RAF Museum Cosford steht XM598 neben anderen Typen des Kalten Kriegs; im RAF Museum Hendon in London findest du XL318. Duxford mit seinen Flugtagen kennst du vielleicht schon – das Imperial War Museum Duxford zeigt XJ824. In Schottland lohnt das National Museum of Flight, und gleich neben dem Flughafen East Midlands steht XM575 im East Midlands Aeropark, wo du nebenbei auch Frachtverkehr beobachten kannst.
Museumsbesuch mit Erinnerung
Poste deine Vulcan-Fotos in Planetrack, verknüpfe sie mit Museum und Seriennummer und zeig der Community, welche der 19 Vulcans du schon gesehen hast. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting-Tipps: Vulcan-Begegnungen planen
Eine fliegende Vulcan wirst du nicht mehr erleben, eine laufende aber schon. Die Vereine in Southend und Wellesbourne veranstalten immer wieder Rollvorführungen, bei denen die Maschine mit hoher Leistung über die Piste fährt. Das ist laut, eindrucksvoll und fotografisch dankbar: Rauch, Hitzeflimmern und ein Bomber in Bewegung.
Bereit für deine Vulcan-Tour?
- Ich habe aktuelle Termine für Rollvorführungen oder Öffnungstage geprüft.
- Ich weiß, ob die Maschine in der Halle oder im Freien steht.
- Ich habe die Fotoregeln des Museums oder Flugplatzes gelesen.
- Für Aufnahmen im Freien kenne ich den Sonnenstand zur Besuchszeit.
- Ein Weitwinkel für die Gesamtansicht ist im Rucksack.
Wer nach Großbritannien reist, sollte die dortigen Regeln fürs Fotografieren an Flugplätzen kennen; einen Überblick gibt der Artikel Spotten in Großbritannien. Und wenn du deine Reise mit einem Flugtag verbinden willst, hilft dir die Übersicht über Airshows in Europa oder der Guide zu den Flugtagen in Duxford.
Fototipps für den Deltabomber
Die Vulcan ist ein schwieriges Motiv, weil ihr Flügel so breit und flach ist. Ein paar Kniffe helfen.
Tief ansetzen
Aus niedriger Perspektive wirkt der Deltaflügel mächtiger, und das Seitenleitwerk ragt in den Himmel. Geh in die Knie oder fotografier vom Boden aus.
Dreiviertel von vorn
Schräg von vorn siehst du Einläufe, Cockpit und Flügelknick gleichzeitig. Frontal verschwindet die Dreiecksform, im reinen Profil der Flügel.
In der Halle: Weitwinkel
In Cosford oder Hendon stehst du der Vulcan sehr nah. Ein Weitwinkel fängt den ganzen Flügel ein, achte aber auf verzerrte Ränder.
Bei Rollvorführungen: Verschlusszeit
Eine etwas längere Verschlusszeit mit Mitziehen bringt Bewegung ins Bild, die Hitze hinter den Triebwerken verstärkt die Wirkung.
Wann das Licht an einer Freiluft-Vulcan wie in Newark oder East Fortune passt, kannst du vorab berechnen. Das erklärt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Wie der Klang zum Bestimmungsmerkmal wird, zeigt der Artikel Flugzeugtypen am Geräusch erkennen.
Die Vulcan im Vergleich mit anderen Bombern
Es ist eine Vulcan, wenn …
- ein großer Deltaflügel ohne Höhenleitwerk zu sehen ist
- die Triebwerke in der Flügelwurzel stecken
- ein hohes Seitenleitwerk auf kurzem Rumpf sitzt
- die Seriennummer mit X beginnt und zur Vulcan-Liste passt
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur ein Foto aus großer Höhe siehst – auch Kampfjets mit Deltaflügel wirken dann ähnlich
- der Flügel schmal und geschwungen ist – das spricht eher für die Concorde
Fazit
Die Avro Vulcan ist ein Flugzeug, das man nach einem Blick nicht mehr verwechselt: Deltaflügel, hohes Leitwerk, Triebwerke in der Flügelwurzel. Fliegen wird sie wohl nicht mehr, doch mit 19 erhaltenen Maschinen, drei davon rollfähig, bleibt sie für Spotter greifbar. Eine Tour durch britische Museen lässt sich gut mit einem Vulcan-Termin in Southend oder Wellesbourne verbinden.
Kurzfazit
Großes Dreieck, kein Höhenleitwerk, Heulen bei Vollgas: Das ist die Vulcan. XH558 flog bis 2015, heute siehst du den Deltabomber in Museen wie Cosford, Hendon und Duxford – und mit etwas Planung bei Rollvorführungen auch mit laufenden Triebwerken.
Zusammenfassung
- Die Vulcan flog erstmals 1952 und war bis 1984 Teil der britischen V-Bomber-Flotte neben Vickers Valiant und Handley Page Victor.
- Ihren bekanntesten Einsatz flog sie 1982 im Falklandkrieg mit den Black-Buck-Missionen von Ascension aus.
- Von 136 gebauten Maschinen sind 19 erhalten, die meisten in Großbritannien, vier in Nordamerika.
- XH558 ist seit dem letzten Flug 2015 dauerhaft am Boden; XH558, XL426 und XM655 sind noch rollfähig.
Häufige Fragen
Fliegt heute noch eine Avro Vulcan?
Nein. Die letzte flugfähige Vulcan, XH558, hatte ihren letzten Flug am 28. Oktober 2015 in Doncaster. Seitdem ist keine Vulcan mehr in der Luft. Drei Maschinen werden aber in rollfähigem Zustand gehalten und können bei Veranstaltungen ihre Triebwerke laufen lassen und auf der Piste fahren.
Warum ist XH558 so bekannt?
XH558 war die erste an die RAF ausgelieferte B.2, diente als Bomber, Seeaufklärer und Tankflugzeug und flog danach bis 1992 im Vulcan Display Flight. Nach einer aufwendigen Restaurierung durch den Vulcan to the Sky Trust kehrte sie am 18. Oktober 2007 in die Luft zurück und war bis 2015 der Star vieler britischer Airshows.
Was ist der „Vulcan Howl“?
So nennen Fans das laute, heulende Geräusch, das die Vulcan bei hoher Triebwerksleistung macht – etwa beim Steigflug in einer Vorführung. Es entsteht an den Lufteinläufen der Olympus-Triebwerke und war für viele Zuschauer der eigentliche Höhepunkt einer Vulcan-Show.
Was war Operation Black Buck?
Eine Serie von Langstreckenangriffen im Falklandkrieg 1982. Die erste Mission flog XM607 in der Nacht zum 1. Mai 1982 von der Insel Ascension zum Flugplatz Port Stanley, unterstützt von elf Victor-Tankflugzeugen einschließlich Reserven. Die Strecke betrug rund 6.100 km pro Richtung.
Wie unterscheide ich Vulcan B.1 und B.2?
Am Flügel: Die B.2 hat mit rund 33,8 m eine größere Spannweite als die B.1 und eine deutlich geknickte Vorderkante. Dazu kommen das verlängerte Heck mit Elektronik und stärkere Olympus-Triebwerke. Alle heute erhaltenen kompletten Vulcans sind B.2.
Wo kann ich eine Vulcan besichtigen?
Unter anderem im RAF Museum in London und Cosford, im Imperial War Museum Duxford, im National Museum of Flight in East Fortune, im East Midlands Aeropark und im Newark Air Museum. Rollfähige Maschinen stehen in Doncaster, Southend und Wellesbourne Mountford.
Welches zivile Kennzeichen trug XH558?
Während ihrer zweiten Flugkarriere von 2007 bis 2015 trug XH558 das zivile britische Kennzeichen G-VLCN; in der Szene läuft sie aber bis heute unter ihrer RAF-Seriennummer.
Avro Vulcan sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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