Das Wichtigste in Kürze
- Aerospace Bristol ist das Zuhause von Concorde G-BOAF, der letzten gebauten Concorde. Am 26. November 2003 landete sie in Filton – es war der letzte Concorde-Flug überhaupt.
- Du darfst an Bord: Das Einsteigen in die Concorde ist im normalen Ticket enthalten, vorab läuft eine Projektionsshow auf dem Rumpf.
- Filton ist ein Stück Industriegeschichte: Seit 1910 wurden hier Flugzeuge gebaut, darunter Bristol Fighter, Blenheim, Brabazon, Britannia und die britischen Concordes.
- Kein Flugbetrieb: Der Werksflugplatz schloss Ende 2012. Für Live-Verkehr kombinierst du den Besuch mit dem Flughafen Bristol.
- Plane drei bis vier Stunden ein und nimm ein Weitwinkel mit – Blitz ist tabu, Stative sind mit Rücksicht erlaubt.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Der Spot in Zahlen
- 2.Steckbrief
- 3.Die besten Standpunkte
- 4.Was du hier zu sehen bekommst
- 5.Lohnt sich die Anreise?
- 6.Filton: über hundert Jahre Flugzeugbau
- 7.Der Weg ins Museum
- 8.Concorde G-BOAF: der Star des Hauses
- 9.Die anderen Hallen
- 10.Fotografieren in Aerospace Bristol
- 11.Anreise: Auto, Bus und Bahn
- 12.Vor Ort: Café, Shop und Barrierefreiheit
- 13.Filton mit anderen Spots kombinieren
- 14.Fazit
- 15.Häufige Fragen
Empfohlener Standpunkt51.52300, -2.57900 · Bristol (Patchway/Filton), South Gloucestershire, England
Auf der Karte öffnenDer Spot in Zahlen
Einschätzung der Redaktion auf einer Skala von 1 bis 5 – gemessen an dem, was du an einem normalen Tag in der häufigsten Betriebsrichtung realistisch erwarten kannst.
Steckbrief
| Offizieller Name | Aerospace Bristol, betrieben vom Bristol Aero Collection Trust (gemeinnützige Stiftung) |
|---|---|
| Spot-Typ | Luftfahrtmuseum auf dem Gelände des 2012 geschlossenen Werksflugplatzes Filton, kein Flugbetrieb |
| Adresse | Hayes Way, Patchway, Bristol, BS34 5BZ – die Postleitzahl führt laut Museum nicht exakt zum Eingang, What3words: pilots.factories.chew |
| Hauptattraktion | Concorde G-BOAF „Alpha Foxtrot“, die letzte gebaute und zuletzt geflogene Concorde, begehbar |
| Hallen | Ausstellungshangar und Werkstatt in denkmalgeschützten Hangars aus dem Ersten Weltkrieg, dazu ein eigener Concorde-Hangar und das Motorendepot Hangar 16R |
| Öffnungszeiten | In der Regel täglich 10–16.30 Uhr; geschlossen vom 24. bis 26. Dezember (Stand Oktober 2026, vorab prüfen) |
| Eintritt | Erwachsene 20 £ online, 22 £ an der Kasse; Kinder von 4 bis 17 Jahren 13,50 £ online; inklusive beliebig vieler Wiederbesuche innerhalb von zwölf Monaten (Stand Oktober 2026) |
| Anreise ÖPNV | Nächster Fernbahnhof Bristol Parkway (rund 3,4 km), Busse Y6, 75 und Metrobus M4 aus Richtung Parkway bzw. Innenstadt |
| Parken | Kostenlos, Spenden am Parkplatz erbeten; nicht in Bristols Umweltzone |
| Typische Aufenthaltsdauer | Laut Museum drei bis vier Stunden |
Die besten Standpunkte
Alle genannten Punkte liegen auf öffentlich zugänglichem Gelände außerhalb des Sicherheitsbereichs. Zäune, Absperrungen und Betriebsflächen sind tabu – auch wenn der Winkel von dort besser wäre.
Betriebsrichtung und Licht
Flugzeuge starten und landen gegen den Wind. Die Windrichtung entscheidet deshalb, welche Pisten in welche Richtung genutzt werden – und damit, ob an deinem Standpunkt Landungen, Starts oder gar nichts zu sehen sind. Prüfe vor der Anreise die Windvorhersage und die aktuelle Betriebsrichtung (etwa über Live-Flugdaten) und gleiche sie mit dem Sonnenstand ab: Die Sonne sollte möglichst hinter dir stehen.
Concorde-Hangar: Galerie und Rumpfseite
Der eigens gebaute Hangar ist das Herzstück. Die Concorde steht so, dass du um sie herumgehen und den Rumpf in ganzer Länge sehen kannst. Vor dem Einsteigen läuft eine Projektionsshow mit drei Kurzfilmen direkt auf der Rumpfseite. Für eine Gesamtansicht brauchst du ein starkes Weitwinkel oder ein Panorama aus mehreren Bildern; Details wie Bugfahrwerk, Delta-Vorderkante und Triebwerkseinläufe gehen mit der Normalbrennweite.
In der Concorde: Kabine und Cockpit-Blick
Du gehst durch die Kabine von G-BOAF und bekommst ein Gefühl für die berühmte Enge des Überschall-Jets: schmaler Gang, kleine Fenster, niedrige Decke. Zum Fotografieren brauchst du ein lichtstarkes Weitwinkel und Geduld, weil sich die Besucher hier stauen.
Ausstellungshangar: sieben Epochen Bristol-Luftfahrt
Der denkmalgeschützte Hangar aus dem Ersten Weltkrieg führt chronologisch von den Pionieren um 1910 bis in die Gegenwart. Hier stehen unter anderem Nachbauten von Boxkite und Bristol Fighter, eine Sea Harrier, ein Sycamore-Hubschrauber, der Bug einer Britannia und eine Bloodhound-Rakete. Viele Exponate hängen oder stehen eng, also lieber Details und Typenschilder sammeln als Totale.
Conservation in Action Workshop
In einem weiteren restaurierten Hangar von etwa 1915 arbeiten Ehrenamtliche an Flugzeugen wie der Bristol Bolingbroke 9048. Du siehst Rümpfe ohne Verkleidung, Werkzeug und Bauteile – Motive, die es in fertigen Ausstellungen kaum gibt.
Hangar 16R: Rolls-Royce-Motorensammlung
Ein Schaudepot mit über 60 Flugmotoren zeigt, wie sich Kolben- und Strahltriebwerke entwickelt haben. Für Triebwerksfans der Ort, um die Entwicklung vom Sternmotor bis zum Strahltriebwerk im Querschnitt zu sehen.
Was du hier zu sehen bekommst
Deine Ausbeute an Aerospace Bristol – Luftfahrtmuseum am ehemaligen Flugplatz Filton
- Concorde G-BOAF – letzte gebaute Concorde, Schauplatz des letzten Concorde-Flugs am 26. November 2003, heute begehbar
- Bristol-Typen von der Boxkite über den Bristol Fighter bis zum Bug der Britannia
- Sea Harrier FA.2, 2017 per Chinook-Hubschrauber ins Museum geflogen
- Bristol Sycamore, einer der ersten in Großbritannien entwickelten Hubschrauber
- Bristol Freighter in Restaurierung, laut Fachpresse das einzige erhaltene Exemplar in Europa
- Rolls-Royce-Motorensammlung in Hangar 16R mit über 60 Triebwerken
- Bloodhound-Flugabwehrrakete und Exponate aus der Raumfahrt
Lohnt sich die Anreise?
Dafür spricht
- Eine Concorde, in die du einsteigen darfst – und noch dazu die letzte, die geflogen ist
- Authentischer Ort: Hier wurden Britannia, Brabazon und die britischen Concordes gebaut
- Komplett wetterunabhängig, ideal für einen Regentag in England
- Ticket gilt zwölf Monate für Wiederbesuche, Parken kostenlos
- Gut mit dem Flughafen Bristol oder einer Rundreise zu weiteren britischen Museen kombinierbar
Dagegen spricht
- Kein Flugbetrieb mehr – der Flugplatz ist seit Ende 2012 geschlossen
- Viele Großexponate stehen eng, Totalen sind schwierig
- Typenvielfalt kleiner als in Duxford oder Cosford, Schwerpunkt klar auf Bristol-Geschichte
- Blitz ist in den Ausstellungen nicht erlaubt
- Rund um das Gelände wird gebaut, Zufahrten können sich ändern
Aktualisiert: Oktober 2026 – Die meisten Concordes, die heute in Museen stehen, haben irgendwann ihren letzten Flug gemacht. G-BOAF hat den letzten Flug gemacht. Am 26. November 2003 setzte „Alpha Foxtrot“ in Filton im Norden von Bristol auf – dort, wo sie 24 Jahre vorher zum ersten Mal abgehoben hatte. Danach flog nie wieder eine Concorde. Heute steht sie in einem eigenen Hangar von Aerospace Bristol, und du darfst einsteigen.
Für Spotter ist Filton ein besonderer Ort. Hier wurde über hundert Jahre lang Luftfahrt gebaut: vom Doppeldecker Boxkite über den Bomber Blenheim bis zur Bristol Britannia und den britischen Concordes. Der Flugplatz ist zwar seit 2012 geschlossen, aber das Museum hält die Geschichte in originalen Hangars am Leben. Diese Seite zeigt dir, was dich erwartet, wie du fotografierst, wie du hinkommst und womit du den Tag kombinierst.
Die letzte Concorde in deinem Hangar
Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen und Spot – auch G-BOAF in Filton – und baust dir deine eigene Sammlung auf. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Filton: über hundert Jahre Flugzeugbau
Die Geschichte beginnt 1910. Der Unternehmer Sir George White gründete damals die British and Colonial Aeroplane Company und baute in zwei Schuppen am Filton Hill die ersten Flugzeuge. Das erste große Erfolgsmodell war der Doppeldecker Boxkite. 1915 richtete das Royal Flying Corps auf dem Gelände einen Flugplatz ein, und 1920 bekam die Firma den Namen, unter dem sie berühmt wurde: Bristol Aeroplane Company.
Im Ersten Weltkrieg entstand in Filton der Bristol Fighter, den das Museum selbst als eine Art „Spitfire seiner Zeit“ bezeichnet. Zwischen den Kriegen folgte der Jäger Bulldog, 1936 der Bomber Blenheim, der zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ein Rückgrat der RAF war. Aus ihm gingen Beaufort, Beaufighter und weitere Muster hervor. Das Werk in Filton gilt laut Museum während des Zweiten Weltkriegs als größte Flugzeugfabrik Europas.
Nach dem Krieg wurde es noch größer gedacht. Für die Bristol Brabazon, ein riesiges Transatlantik-Verkehrsflugzeug, verlängerte man die Piste und baute eine gewaltige dreischiffige Halle, den Brabazon-Hangar. Der Erstflug kam 1949, in Serie ging der Typ nie. Die Erfahrungen flossen aber in die Britannia ein, ein Turboprop-Verkehrsflugzeug mit Bristol-eigenen Proteus-Triebwerken. Die gestreckte Version wurde vor allem im Chartergeschäft der Sechzigerjahre erfolgreich, etwa bei Britannia Airways, die ihren Namen mit der Einführung des Typs erhielt. Langstrecken flog die Britannia unter anderem für die BOAC.
1959 ging die Bristol Aeroplane Company in der British Aircraft Corporation auf. Mit den Forschungsflugzeugen Type 188 und Type 221 sammelte man in Filton Wissen für den Überschallflug – die Grundlage für die Concorde, die gemeinsam mit Frankreich in Filton und Toulouse entstand. Am 9. April 1969 hob mit Concorde 002 der britische Prototyp in Filton zum Erstflug ab, und auch die weiteren britischen Concordes starteten von hier zu ihren ersten Flügen.
Parallel lief die Triebwerkssparte: Bristol-Sternmotoren wie Mercury, Pegasus, Hercules und Centaurus trieben Flugzeuge im Zweiten Weltkrieg an, das Olympus später die Avro Vulcan und die Concorde. Über Bristol-Siddeley kam die Motorensparte 1966 zu Rolls-Royce, die im benachbarten Patchway bis heute Militärtriebwerke fertigt. Auf dem Werksgelände sitzt außerdem Airbus – Filton ist einer der britischen Standorte des Konzerns. Ende 2012 zog sich BAE Systems zurück, der Flugplatz schloss nach mehr als hundert Jahren. Die letzten Starts und Landungen gab es am 21. Dezember 2012.
Der Weg ins Museum
G-BOAF stand nach ihrer Landung 2003 jahrelang im Freien auf dem Flugplatz. 2007 gründete sich ein Concorde-Trust mit dem Ziel, ihr ein Dach zu geben. Den Durchbruch brachte 2012 BAE Systems, das beim Verkauf des Flugfelds das Gelände samt denkmalgeschützter Hangars bereitstellte und Geld beisteuerte. 2014 folgte ein großer Zuschuss des Heritage Lottery Fund.
Im Mai 2016 begann der Bau des Concorde-Hangars. Am 7. Februar 2017 zogen Techniker von British Airways und Airbus die Concorde über das alte Flugfeld in ihre neue Halle – ihre allerletzte Reise, nur wenige hundert Meter lang. Einen Monat später landete eine Sea Harrier auf ungewöhnlichem Weg im Museum: Ein Chinook der RAF brachte sie am Haken. Am 17. Oktober 2017 öffnete Aerospace Bristol für Besucher. Mehr zur Institution selbst steht im Porträt von Aerospace Bristol.
Concorde G-BOAF: der Star des Hauses
Die Geschichte von Alpha Foxtrot
G-BOAF ist die letzte von zwanzig gebauten Concordes. Sie entstand in Filton ohne Kundenauftrag und flog am 20. April 1979 zum ersten Mal – weiß lackiert und noch als G-BFKX registriert. Erst im Juni 1980 bekam sie ihre endgültige Kennung und ging an British Airways. Am Tag danach überführte die Crew sie nach Heathrow.
Im Liniendienst schrieb sie Rekorde. Laut Museum flog sie am 1. Januar 1983 von New York nach London in 2 Stunden, 56 Minuten und 35 Sekunden – ein Rekord für eine kommerzielle Atlantiküberquerung, der fünf Jahre hielt. 1989 startete sie in Heathrow zu einem Flug um die Welt.
Nach dem Ende des Concorde-Betriebs bei British Airways im Oktober 2003 wurden die Maschinen auf Museen verteilt. Alpha Foxtrot durfte als letzte fliegen: Am 26. November 2003 ging es von Heathrow aus über die Biskaya, im Tiefflug über Bristol und die Clifton Suspension Bridge und dann zur Landung nach Filton. Mit diesem Aufsetzen endete die Ära des zivilen Überschallflugs. Wie es so weit kam, erzählt der Beitrag Die Concorde, technische Daten findest du auf der Typenseite der Aerospatiale/BAC Concorde.
Der Besuch im Concorde-Hangar
Der Hangar ist ganz auf die Concorde zugeschnitten. Bevor du an Bord gehst, läuft eine Projektionsshow mit drei Kurzfilmen auf der Rumpfseite – ein Moment, den viele Besucher filmen. Danach steigst du ein und gehst durch die Kabine. Eine kleine Galerie zeigt dazu eine Pilotenuniform, ein Modell und einen Cockpit-Bereich.
Draußen am Rumpf lohnt sich der langsame Rundgang. Die Concorde hat Details, die du an keinem anderen Verkehrsflugzeug findest: das absenkbare Droop Nose, das hohe Hauptfahrwerk, die Ogival-Deltaflügel ohne Höhenleitwerk und die kastenförmigen Triebwerkseinläufe der Olympus 593. Ein Olympus 593 steht übrigens direkt neben der Concorde im Hangar, sodass du das Triebwerk ohne Verkleidung sehen kannst.
Kennung mitfotografieren
Fotografiere das Kennzeichen G-BOAF und die Infotafel gleich mit. So ordnest du die Bilder später eindeutig zu und hakst die Maschine in Planetrack ab – fehlende Concordes setzt du direkt auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – sichere dir einen Platz auf der Warteliste.
Die anderen Hallen
Ausstellungshangar: sieben Epochen
Der Hauptrundgang liegt in einem denkmalgeschützten Hangar aus dem Ersten Weltkrieg. Er ist in sieben Epochen gegliedert, von den Pionieren ab 1903 bis zur Gegenwart, und zeigt zahlreiche Exponate – vom Modell bis zum Hubschrauber, von der Rakete bis zum Flügelsegment.
Für Typensammler interessant sind vor allem:
- Nachbauten der frühen Bristol-Typen wie Boxkite, Scout und Bristol Fighter. Die Boxkite-Replik ist flugfähig und wurde für den Film „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ gebaut.
- Die Sea Harrier FA.2 – eine Marineversion des Senkrechtstarters, die du auf der Typenseite Hawker Siddeley Harrier / Sea Harrier nachschlagen kannst.
- Ein Bristol Sycamore, einer der ersten in Großbritannien entwickelten Hubschrauber, Erstflug 1947.
- Der Bug einer Britannia und der vordere Rumpf einer Beaufighter.
- Die Bloodhound, eine Flugabwehrrakete aus Bristol-Produktion, die ab 1958 bei der RAF diente.
- Räder und Namensschild der Brabazon – mehr ist von dem Riesen nicht geblieben.
- Ein Flügelsegment eines Airbus A320 als Hinweis auf die moderne Rolle von Filton im Airbus-Verbund. Den Typ selbst stellt die Seite zum Airbus A320 vor.
Die Ausstellung ändert sich mit Leihgaben und Restaurierungen. Wenn du für ein bestimmtes Exponat anreist, frag vorher beim Museum nach.
Conservation in Action: Restaurierung zum Zuschauen
In einem weiteren Hangar von etwa 1915 arbeiten Ehrenamtliche an historischen Flugzeugen. Hier steht die Bristol Bolingbroke 9048, eine in Kanada gebaute Variante der Blenheim. Ein zweites Großprojekt ist der Bristol Type 170 Freighter NZ5911. Die Maschine wurde 1953 in Filton für die Luftwaffe Neuseelands gebaut, kam 2018 nach Bristol zurück und ist laut Fachpresse das einzige erhaltene Exemplar in Europa. Im Spätsommer 2026 stand sie wieder auf ihrem Fahrwerk und verließ die Restaurierungshalle; dauerhaft ausgestellt ist sie damit noch nicht, die Arbeiten laufen weiter.
Für Spotter ist dieser Bereich ein Geheimtipp. Flugzeuge ohne Verkleidung, mit offenen Rümpfen und freigelegter Struktur bekommst du sonst kaum vor die Linse. Wenn dich die Arbeit hinter den Kulissen reizt, lies den Beitrag Ehrenamt in Luftfahrtmuseen.
Hangar 16R: Triebwerke von Rolls-Royce
Aerospace Bristol zeigt die Motorensammlung von Rolls-Royce im Schaudepot Hangar 16R. Über 60 Flugmotoren dokumentieren die Entwicklung vom Sternmotor bis zum Strahltriebwerk. Laut Museum ist der Bereich täglich von 13 bis 15 Uhr zugänglich; geführte Touren kosten zusätzlich 15 Pfund pro Person und sind online buchbar. Plane deinen Rundgang so, dass du zur Mittagszeit in der Nähe bist.
Deine Museumsrunde dokumentieren
In Planetrack sammelst du jedes Exponat mit Typ, Kennzeichen und Spot im Hangar – und teilst die besten Bilder mit der Community. Planetrack startet bald – zur Warteliste.
Fotografieren in Aerospace Bristol
Regeln
Private Fotos und Videos sind in den Ausstellungen erlaubt. Drei Einschränkungen gibt es: kein Blitz, kein Fotografieren in den Archivräumen, und kommerzielle Aufnahmen nur nach Absprache. Stative sind zugelassen, du darfst sie aber nicht unbeaufsichtigt stehen lassen. Ist es voll, kann das Personal dich bitten, später wiederzukommen. Drohnen sind auf dem gesamten Gelände verboten. Grundsätzliches zur Rechtslage findest du im Beitrag Spotten in Großbritannien.
Licht und Technik
In allen vier Hallen arbeitest du mit Kunst- und Mischlicht. Weil Blitz verboten ist, brauchst du eine hohe ISO-Einstellung oder ein lichtstarkes Objektiv. Stell den Weißabgleich manuell ein, wenn die Hallenbeleuchtung einen Farbstich erzeugt, und fotografiere im RAW-Format, um später nachzujustieren.
Für die Concorde in voller Länge ist die Halle knapp. Ein Ultraweitwinkel holt den ganzen Rumpf ins Bild, verzerrt aber Bug und Heck. Die Alternative ist ein Panorama aus mehreren Einzelbildern mit der Normalbrennweite. Welche kurzen Brennweiten sich bewähren, erklärt der Beitrag Weitwinkel- und Normalobjektive beim Spotting.
Motive mit Wert
Statt sich an der perfekten Totale abzuarbeiten, lohnt sich der Blick auf Details:
- Bugpartie der Concorde mit abgesenkter Nase
- Triebwerkseinläufe unter dem Delta-Flügel
- Kennzeichen G-BOAF am Heck
- Olympus 593 neben der Concorde
- Typenschilder und Infotafeln der Bristol-Exponate
- Strukturen im Restaurierungshangar
Wenn du ältere Muster sicher auseinanderhalten willst, hilft dir der Beitrag Oldtimer am Himmel erkennen.
Wie viel Zeit brauchst du in Filton?
Richtwert ohne Gewähr, ohne Rückfahrt und Pausen.
Anreise: Auto, Bus und Bahn
Aerospace Bristol liegt im Norden der Stadt, zwischen Filton und Patchway, nahe der Autobahn M5. Die Postleitzahl BS34 5BZ führt laut Museum nicht genau zum Eingang. Nutze besser den What3words-Code pilots.factories.chew oder folge den Hinweisen des Museums. Die Einfahrt liegt am Hayes Way kurz hinter einem Lidl-Markt.
Mit dem Auto kommst du über die M5 an den Anschlussstellen 16 oder 17. Von der Innenstadt fährst du die Gloucester Road nach Norden. Parken ist kostenlos, das Museum bittet um Spenden an zwei Stationen auf dem Parkplatz. Bristols Umweltzone betrifft das Gelände nicht. Ein paar Behindertenparkplätze liegen nahe am Eingang.
Mit Bus und Bahn ist der Fernbahnhof Bristol Parkway der beste Ausgangspunkt, rund 3,4 Kilometer vom Museum entfernt. Laut Museum fahren diese Linien:
- Y6 ab Bristol Parkway Richtung Cribbs Causeway bis High Leaze Road, stündlich
- Metrobus M4 aus der Innenstadt Richtung Cribbs Causeway bis Brabazon Park
- 75 aus der Innenstadt Richtung Cribbs Causeway bis Gipsy Patch Lane
- WESTlink, ein Rufbus mit virtueller Haltestelle direkt vor dem Eingang, bis zu 24 Stunden vorher buchbar
Auf dem ehemaligen Flugfeld baut Network Rail zudem den neuen Bahnhof Bristol Brabazon an der Henbury-Strecke, die damit wieder regulären Personenverkehr bekommt. Network Rail nannte als Fertigstellung den Herbst 2026; ob er bei deinem Besuch schon bedient wird, prüfst du am besten kurz vorher. Fahrradständer gibt es auf dem Gelände. Allgemeine Tipps zur Planung stehen im Beitrag Anreise zum Spot.
Öffnungstag prüfen
Das Museum hat in der Regel täglich von 10 bis 16.30 Uhr geöffnet, an einzelnen Tagen aber geschlossen oder verkürzt. Ein Blick auf die Website lohnt sich.
Online buchen
Online-Tickets sind bis zu zehn Prozent günstiger und gelten zwölf Monate für Wiederbesuche.
Mit der Concorde anfangen
Direkt nach der Öffnung ist der Concorde-Hangar am leersten. Hol dir zuerst die Rumpfansichten.
Mittags zu den Triebwerken
Hangar 16R öffnet am frühen Nachmittag. Lege die Hauptausstellung davor.
Zum Schluss in die Werkstatt
Im Restaurierungshangar sammelst du Detailmotive und siehst, was als Nächstes in die Ausstellung kommt.
Bist du bereit für Filton?
- Öffnungszeiten für deinen Tag geprüft
- Ticket online gebucht
- Lichtstarkes Weitwinkel eingepackt
- Blitz zu Hause gelassen oder deaktiviert
- Lichtbildausweis für Wiederbesuche dabei
- Busverbindung ab Parkway oder Innenstadt herausgesucht
- Drohne zu Hause gelassen
Vor Ort: Café, Shop und Barrierefreiheit
Im Café Flightline Kitchen + Bar bekommst du Mahlzeiten, Snacks und Getränke; es öffnet laut Museum täglich ab 9.30 Uhr und ist auch ohne Ticket zugänglich. Der Shop ist während der Öffnungszeiten frei betretbar. Begleitpersonen von Besuchern mit Behinderung haben freien Eintritt, müssen sich aber direkt an der Kasse melden. Assistenzhunde sind willkommen, andere Haustiere nicht. Wickelräume gibt es im Ausstellungshangar und im Concorde-Hangar.
Aerospace Bristol passt, wenn …
- du einmal in einer Concorde stehen willst
- dich britische Industriegeschichte und Bristol-Typen reizen
- du einen wetterfesten Programmpunkt für einen England-Trip suchst
Vorher klären, wenn …
- du ein bestimmtes Exponat sehen willst – Restaurierungen verschieben einiges
- du die Triebwerkssammlung in Hangar 16R besuchen möchtest
- du mit Bus oder Bahn anreist
Fahr woanders hin, wenn …
- du Flugbewegungen fotografieren willst
- du eine möglichst große Typenvielfalt an einem Ort suchst
Filton mit anderen Spots kombinieren
Weil in Filton nichts mehr fliegt, ergänzt sich der Besuch gut mit Live-Verkehr. Der Flughafen Bristol liegt südwestlich der Stadt und ist vor allem eine Basis für Europa- und Ferienverkehr, unter anderem von easyJet. Wetter, Wind und Betriebsrichtung am Flughafen siehst du vorab in Planetrack. So passt ein Nachmittag am Zaun gut zu einem Vormittag im Museum.
Für eine Concorde-Tour durch England fährst du weiter zum IWM Duxford mit der Vorserienmaschine G-AXDN und zum Brooklands Museum in Surrey. Im Südwesten liegt das Fleet Air Arm Museum in Yeovilton, in dem ebenfalls eine britische Concorde steht und das Marineluftfahrt in großer Breite zeigt. Nach Norden lohnt sich das RAF Museum Cosford mit vielen britischen Militär- und Verkehrsflugzeugen.
Wer lieber aktuelle Militärjets in Aktion sieht, plant einen Abstecher in den Mach Loop in Wales. Und wenn deine Reise in den Sommer fällt: Das Royal International Air Tattoo in Fairford findet nicht weit von Bristol statt – in Fairford landete 1969 übrigens auch der Concorde-Prototyp 002 nach seinem Erstflug ab Filton.
Deine England-Tour auf der Spot-Karte
Die Spot-Karte in Planetrack zeigt dir Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos für Filton und die nächsten Stationen deiner Reise. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Aerospace Bristol ist kein klassischer Spotter-Spot mit Anflugschneise und Zaun – und genau deshalb lohnt der Besuch. Du stehst auf dem Gelände, auf dem über hundert Jahre lang Flugzeuge gebaut wurden, und gehst durch die Kabine der Concorde, die als letzte geflogen ist. Drumherum erzählen Bristol Fighter, Sycamore, Britannia-Bug und Olympus-Triebwerk die Geschichte eines ganzen Industriestandorts.
Die Grenzen sind klar: Flugbewegungen gibt es nicht, die Typenvielfalt ist kleiner als in den großen nationalen Museen, und in den Hallen kämpfst du mit wenig Platz und Kunstlicht. Wer das einplant, ein lichtstarkes Weitwinkel mitbringt und den Besuch mit dem Flughafen Bristol oder einer Museumsrunde verbindet, bekommt einen der emotionalsten Luftfahrt-Termine Englands.
Kurzfazit
Die letzte Concorde zum Einsteigen, dazu ein Jahrhundert Bristol-Flugzeugbau in originalen Hangars. Kein Ort für Bewegungen, aber ein Pflichtstopp für Concorde-Fans und Typensammler – komm früh, verzichte auf Blitz und plane drei bis vier Stunden ein.
Zusammenfassung
- Aerospace Bristol ist der Pflichtstopp für alle, die eine Concorde nicht nur von außen sehen, sondern betreten wollen.
- Der Ort zählt so viel wie die Sammlung: Du stehst auf dem Gelände, auf dem Britannia, Brabazon und die britischen Concordes entstanden.
- Für Flugbewegungen bist du hier falsch – dafür bekommst du einen entspannten, wetterfesten Museumstag mit vielen Detailmotiven.
- Kombiniere Filton mit dem Flughafen Bristol oder einer Museumsrunde durch England.
Häufige Fragen
Ist G-BOAF wirklich die letzte Concorde?
Ja, in doppelter Hinsicht. Laut Aerospace Bristol ist Alpha Foxtrot die letzte gebaute Concorde, und ihr Flug nach Filton am 26. November 2003 war der letzte Concorde-Flug überhaupt. Sie startete 1979 in Filton zum Erstflug, damals noch weiß lackiert und als G-BFKX registriert.
Kann ich in die Concorde einsteigen?
Ja. Das Betreten der Concorde ist im regulären Eintritt enthalten. Vorher siehst du eine Projektionsshow mit drei kurzen Filmen, die direkt auf die Rumpfseite geworfen werden. Daneben gibt es eine kleine Ausstellung mit Pilotenuniform, Modell und Cockpit-Bereich.
Gibt es in Filton noch Flugbetrieb?
Nein. Der Flugplatz Filton (ICAO EGTG) hatte am 21. Dezember 2012 seine letzten Bewegungen und wurde zum Jahresende geschlossen. Das frühere Flugfeld wird zum Wohn- und Gewerbeviertel Brabazon umgebaut. Airbus und Rolls-Royce sind weiter in der Nachbarschaft aktiv, Flugzeuge starten hier aber nicht mehr.
Was kostet der Eintritt?
Stand Oktober 2026 zahlen Erwachsene online 20 Pfund und an der Kasse 22 Pfund, Kinder von 4 bis 17 Jahren 13,50 Pfund online. Unter Vierjährige sind frei, Familientickets gibt es ebenfalls. Jedes Ticket gilt zwölf Monate lang für beliebig viele Wiederbesuche; dafür bringst du Ticket und Lichtbildausweis mit. Prüf die aktuellen Preise vor dem Besuch auf der Museumsseite.
Darf ich im Museum fotografieren?
Ja, für private Zwecke darfst du in den Ausstellungen fotografieren und filmen. Blitz ist nicht erlaubt, in den Archivräumen gilt ein Fotoverbot, kommerzielle Aufnahmen brauchen eine Absprache. Stative sind erlaubt, solange du sie nicht unbeaufsichtigt lässt und Rücksicht nimmst. Drohnen sind auf dem ganzen Gelände verboten.
Wie komme ich ohne Auto nach Aerospace Bristol?
Der nächste Fernbahnhof ist Bristol Parkway. Von dort fährt laut Museum stündlich der Bus Y6 Richtung Cribbs Causeway bis zur Haltestelle High Leaze Road. Aus der Innenstadt bringen dich der Metrobus M4 bis Brabazon Park oder der Bus 75 bis Gipsy Patch Lane. Fahrpläne ändern sich, prüf die Verbindung vor der Fahrt.
Welche anderen Concordes kann ich in Großbritannien sehen?
Unter anderem steht die Vorserien-Concorde G-AXDN im IWM Duxford, und auch das Brooklands Museum in Surrey zeigt eine Concorde. Zusammen mit G-BOAF in Filton ergibt das eine schöne Concorde-Tour durch England. Die Geschichte des Typs erzählt der Beitrag Die Concorde.
Wie viel Zeit brauche ich für den Besuch?
Das Museum empfiehlt drei bis vier Stunden für alle vier Hallen, plus Zeit fürs Café. Wenn du die Rolls-Royce-Sammlung in Hangar 16R sehen willst, richte deinen Rundgang nach deren Öffnungsfenster am frühen Nachmittag.
Lohnt sich ein Besuch im Herbst und Winter?
Ja, gerade dann. Fast alle Exponate stehen in Hallen, das englische Wetter spielt also kaum eine Rolle. Achte nur auf einzelne Schließtage, etwa an den Weihnachtsfeiertagen, und auf geänderte Zeiten an Veranstaltungstagen.
Aerospace Bristol – Luftfahrtmuseum am ehemaligen Flugplatz Filton in der Planetrack App
Spot auf der Karte mit Anreise, bestem Licht und Community-Fotos, dazu Pisten, Wetter und Wind am Flughafen – und deine Sichtungen postest du direkt mit Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Spots in der Nähe
IWM Duxford – Museum und Flugplatz bei Cambridge
Auf dem alten Spitfire-Flugplatz südlich von Cambridge stehen SR-71, B-52 und Concorde in den Hallen – und draußen rollen flugfähige Warbirds zur Graspiste. So planst du deinen Spottertag in Duxford, ob an einem ruhigen Werktag oder mitten im Airshow-Trubel.
MuseumFleet Air Arm Museum an der RNAS Yeovilton
Europas große Sammlung zur Marinefliegerei liegt direkt an einem aktiven Militärflugplatz: Im Museum steigst du in die erste britische Concorde und stehst auf dem nachgebauten Deck der Ark Royal, draußen fliegen Wildcat und Merlin. So holst du aus Yeovilton einen vollen Spottertag heraus.
MuseumRAF Museum Midlands am Flugplatz RAF Cosford
Freier Eintritt, alle drei V-Bomber unter einem Dach und eine TSR-2 im Testflug-Hangar: Das RAF Museum Midlands liegt direkt am aktiven RAF-Flugplatz Cosford in Shropshire. So holst du als Spotter das Maximum aus Hangars, Außenfläche und Air-Show-Tag heraus.
MuseumShuttleworth Collection am Flugplatz Old Warden
In Old Warden stehen die Oldtimer nicht nur im Hangar, sie fliegen: Blériot von 1909, Weltkriegs-Doppeldecker, Spitfire und Sea Hurricane drehen ihre Runden über einer Graspiste in Bedfordshire. So planst du Besuch, Flugtag und Fotos.
Flugzeugtypen, die du hier bestimmen kannst
Aérospatiale/BAC Concorde
Deltaflügel, absenkbare Nase, vier Olympus-Triebwerke mit Nachbrenner: Die Concorde ist ein historischer Typ mit nur 20 gebauten Flugzeugen. Hier findest du Technik, Varianten, jede Registrierung und den Standort jedes erhaltenen Exemplars.
✈ FlugzeugtypBristol Britannia
Vier Proteus-Turboprops, ein langer, schlanker Rumpf und ein leiser Auftritt, der ihr den Spitznamen Whispering Giant einbrachte: Die Britannia war Großbritanniens Langstrecken-Turboprop – und kam einige Jahre zu spät.
✈ FlugzeugtypHawker Siddeley Harrier / BAe Sea Harrier
Vier schwenkbare Düsen, ein einziges Triebwerk und Stützräder an den Flügelspitzen: Der Harrier war das erste einsatzfähige Kampfflugzeug, das senkrecht starten und landen konnte. Hier liest du seine Geschichte vom P.1127 bis zum Sea Harrier und erfährst, wo du die erste Generation heute noch findest.
✈ FlugzeugtypAvro Vulcan
Ein riesiges Dreieck am Himmel und ein Heulen, das man nicht vergisst: Die Avro Vulcan war der markanteste der britischen V-Bomber. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, was XH558 so besonders macht und wo du heute noch eine Vulcan siehst.
✈ FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
✈ FlugzeugtypAirbus A400M Atlas
Vier Turboprops mit sichelförmigen Achtblatt-Propellern, hoch angesetzter Flügel, T-Leitwerk und eine große Heckrampe: Der A400M ist Europas Militärtransporter. So erkennst du ihn sicher und weißt, wo du ihn siehst.
Airlines, die hier fliegen
British Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
FerienfliegerBritannia Airways
Historische britische Charterairline mit Sitz in Luton (Flugbetrieb 1962–2005): Aus Euravia wurde 1964 Britannia Airways, die Hausairline des Reiseveranstalters Thomson. Sie flog früh die Boeing 737-200, brachte die Boeing 767 nach Europa und ging 2005 in Thomsonfly auf – der Vorläuferin der heutigen TUI Airways.
NetzwerkBOAC
Historische britische Langstrecken-Staatsairline: BOAC flog von 1939 bis 1974, startete 1952 den ersten Jet-Liniendienst der Welt und ging mit BEA in British Airways auf.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Aerospace Bristol
In Filton bei Bristol steht die Concorde, mit der 2003 das Überschallzeitalter endete. Aerospace Bristol zeigt Alpha Foxtrot in einer eigenen Halle, dazu ein Jahrhundert Flugzeugbau vom Boxkite über Brabazon und Britannia bis zum Airbus-Flügel – der Guide für Luftfahrtfans.
FlughafenFlughafen Bristol
Ein Flughafen auf dem Hochplateau: Bristol liegt auf rund 190 Metern über dem Meer südwestlich der Stadt, hat nur eine Bahn – und ist mit über zehn Millionen Passagieren eine der wichtigsten easyJet-Basen Großbritanniens.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerRolls-Royce
Britischer Triebwerkshersteller mit über hundert Jahren Luftfahrtgeschichte: Die Trent-Familie treibt A330, A350, A380 und Boeing 787 an, die Business-Jet-Triebwerke kommen aus Dahlewitz bei Berlin. Für Spotter ist Rolls-Royce die Frage hinter der Frage – welcher Antrieb hängt eigentlich unter dem Flügel?
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