Beechcraft Model 18 (Twin Beech)

Zwei brummende Sternmotoren, ein Doppelleitwerk und ein Spornrad: Die Beechcraft Model 18 wurde über 30 Jahre gebaut und ist heute ein gesuchter Oldtimer. So erkennst du die Twin Beech und ihre vielen Varianten.

Auch bekannt als: Twin Beech · Beech 18 · C-45 Expeditor · UC-45 Expeditor · AT-7 Navigator · AT-11 Kansan · SNB · JRB · Super 18 · Volpar 18

USABeechcraftHistorische FlugzeugeICAO-Typcode: BE1810 Min. Lesezeit

BE18

ICAO-Typcode

1937

Erstflug

9.000+

gebaute Exemplare

32 Jahre

Bauzeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Model 18 ist einer der großen Klassiker der Luftfahrtgeschichte: 1937 erstmals geflogen, bis 1969 gebaut und mit über 9.000 Exemplaren extrem verbreitet.
  • Schnellster Erkennungsweg: doppeltes Seitenleitwerk, zwei Sternmotoren und ein Spornrad – diese Kombination ist bei kleinen Zweimots sehr selten.
  • Militärisch lief sie unter vielen Namen, etwa C-45 Expeditor, AT-7 Navigator, AT-11 Kansan oder SNB bei der US Navy.
  • Achtung Umbauten: Volpar-Bugradfahrwerk, Turboprop-Konversionen und sogar einfache Seitenleitwerke verändern die Silhouette deutlich.
  • Heute ein Oldtimer: Du triffst sie vor allem auf Fliegertreffen, Airshows und in Museen – fliegende Exemplare in Europa sind Raritäten.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Beechcraft Model 18?
  2. 2.Die Twin Beech im Krieg: Schulflugzeug einer ganzen Generation
  3. 3.Die zivilen Versionen nach dem Krieg
  4. 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  5. 5.Twin Beech, DC-3, Electra oder Baron?
  6. 6.Zivile Einsatzgeschichte: vom Charterflug bis zum Buschflug
  7. 7.Wo du die Model 18 heute siehst
  8. 8.Fototipps speziell für die Twin Beech
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerBeech Aircraft Corporation, Wichita (USA); die Marke gehört heute zu Textron Aviation
ICAO-TypcodeBE18 (auch für militärische Versionen und Volpar-Umbauten)
Erstflug15. Januar 1937
Bauzeit1937 bis November 1969
Stückzahlnach gängigen Angaben über 9.000
Statushistorisch – Produktion eingestellt, einzelne Exemplare fliegen noch
BauartZweimotoriger Ganzmetall-Tiefdecker mit doppeltem Seitenleitwerk
FahrwerkEinziehbares Spornradfahrwerk; Bugradfahrwerk bei H18 optional und als Nachrüstung (Volpar)
Triebwerke (UC-45)2 × Pratt & Whitney R-985 Wasp Junior, je 450 PS (Sternmotoren)
Länge (UC-45)rund 10,4 m
Spannweite (UC-45)rund 14,5 m
Höhe (UC-45)rund 3,0 m
Max. Startgewichtrund 3,4 t (UC-45) bis rund 4,4 t (G18S)
Besatzung / Passagiere2 Piloten, je nach Version 6 bis 11 Sitze
Höchstgeschwindigkeit (UC-45)rund 362 km/h
Reichweite (UC-45)rund 1.900 km bei sparsamer Reisegeschwindigkeit

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Doppeltes Seitenleitwerk: zwei ovale Seitenflossen an den Enden des Höhenleitwerks – das Markenzeichen der Twin Beech
  • Zwei Sternmotoren in runden Gondeln mit großem, kreisrundem Lufteinlass vorn
  • Spornradfahrwerk: Am Boden steht die Maschine mit erhobener Nase, das Heck ruht auf einem kleinen Rad
  • Schlanker Rumpf mit Tiefdecker-Flügel und einer Reihe rechteckiger Kabinenfenster
  • Hauptfahrwerk klappt nach hinten in die Motorgondeln ein
  • Bei der AT-11 Kansan eine verglaste Bugnase für die Bombenschützen-Ausbildung

Aktualisiert: Oktober 2026 – Zwei Sternmotoren husten sich warm, blauer Rauch zieht über das Gras, und hinten stehen zwei ovale Seitenflossen in den Himmel: Wenn du so etwas auf einem Oldtimer-Treffen siehst, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Beechcraft Model 18, besser bekannt als Twin Beech. Kaum ein kleiner Zweimot wurde so lange gebaut und so vielseitig eingesetzt. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, welche Versionen es gibt und wo du heute noch eine vor die Linse bekommst.

BE18 im Hangar abhaken

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Was ist die Beechcraft Model 18?

Die Model 18 ist ein zweimotoriger Ganzmetall-Tiefdecker für sechs bis elf Personen, entwickelt bei der Beech Aircraft Corporation in Wichita, Kansas. Die Firmenleitung plante sie Mitte der 1930er-Jahre als kompaktes Reiseflugzeug für Unternehmen und als kleinen Zubringer-Airliner. Von Anfang an sollte sich die Konstruktion aber auch leicht für Fracht- und Militäraufgaben umbauen lassen – eine Entscheidung, die ihr später die riesigen Stückzahlen bescherte.

Der Erstflug fand am 15. Januar 1937 statt. Der zivile Verkauf lief zunächst zäh: Bis zum Kriegseintritt der USA waren nur wenige Dutzend Maschinen abgesetzt, einen frühen Schub brachte ein Auftrag aus China über sechs leichte Bomberversionen. Mit dem Zweiten Weltkrieg änderte sich alles. Die US-Luftstreitkräfte bestellten die Model 18 in großer Zahl als Transport- und vor allem als Schulflugzeug.

Gebaut wurde die Twin Beech bis November 1969, die letzte Maschine, eine H18, ging an eine Flugschule in Japan. Nach gängigen Angaben entstanden über 9.000 Exemplare in zahlreichen Versionen. Der Hersteller gehört heute zu Textron Aviation, dieselbe Marke baut also auch die King Air 200 – gewissermaßen die geistige Nachfolgerin der Twin Beech in der Geschäftsluftfahrt.

BE18ICAO-Typcode, gilt auch für C-45, AT-11 und Volpar-Umbauten
1937–1969über drei Jahrzehnte durchgehende Produktion
9.000+gebaute Exemplare nach gängigen Angaben

Die Twin Beech im Krieg: Schulflugzeug einer ganzen Generation

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Model 18 zum Arbeitstier hinter der Front. Die Militärversionen bekamen je nach Aufgabe eigene Namen:

  • C-45 Expeditor: Transport- und Verbindungsflugzeug, später auch als UC-45 bezeichnet.
  • AT-7 Navigator: fliegendes Klassenzimmer für angehende Navigatoren, mit Arbeitsplätzen für mehrere Schüler.
  • AT-11 Kansan: Schulflugzeug für Bombenschützen und Bordschützen, erkennbar an der verglasten Nase.
  • F-2: Fotoaufklärer-Version.
  • SNB und JRB: die Ableger der US Navy.

Laut Literatur wurden über 90 Prozent der Bombenschützen und Navigatoren der US-Luftstreitkräfte auf diesen Maschinen ausgebildet. Auch Großbritannien und Kanada flogen die Twin Beech, dort unter dem Namen Expeditor; die kanadische Luftwaffe hatte sie von 1941 bis 1972 im Dienst. Nach dem Krieg wanderten viele Maschinen zu Luftstreitkräften in Europa und Asien, darunter Italien, Frankreich, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Türkei, Schweden und die Schweiz.

Militärische Spuren lesen

Viele heute zivil zugelassene Twin Beech waren früher C-45 oder SNB. Die Herkunft verrät oft erst die Werknummer im Register. Wie du Kennzeichen und Register liest, steht im Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Die zivilen Versionen nach dem Krieg

Nach 1945 setzte Beech voll auf den zivilen Markt. Die D18S war die erste große Nachkriegsversion und wurde laut Literatur gut tausendmal gebaut. Sie flog bei Charterfirmen, Unternehmen, Vermessern und kleinen Airlines.

Version Zeitraum Besonderheit
D18S ab 1945 erste große Nachkriegsversion, Spornrad
E18S (Super 18) ab 1955 überarbeiteter Flügel, höheres Kabinendach
G18S nach der E18S Weiterentwicklung der Super 18
H18 ab 1963 letzte Serienversion, Bugrad ab Werk optional

Der Prototyp der Super 18 flog im Dezember 1953, die E18S wurde ab 1955 ausgeliefert. Ihr Rumpfdach liegt einige Zentimeter höher, was mehr Kopffreiheit in der Kabine bringt. Die H18 kam 1963; laut Literatur entstanden davon nur rund 150 Exemplare, 109 davon mit dem Bugradfahrwerk von Volpar.

Umbauten: Wenn die Twin Beech nicht nach Twin Beech aussieht

Kaum ein Flugzeug wurde so oft umgebaut wie die Model 18. Für Spotter ist das die eigentliche Herausforderung:

  • Volpar-Bugradfahrwerk: Die Nachrüstung ersetzt das Spornrad. Die Maschine steht dann waagerecht, die Silhouette wirkt moderner. Laut Literatur bekamen rund 240 ältere Flugzeuge diesen Umbau.
  • Turboprop-Umbauten: Volpar (Turbo 18, Turboliner), Hamilton (Westwind) und andere setzten schlanke Turboprops statt der runden Sternmotoren ein, teils mit verlängertem Rumpf.
  • PacAero Tradewind: Umbau mit nur einem Seitenleitwerk und Bugrad – hier verschwindet sogar das Markenzeichen Doppelleitwerk.
  • Dumod: Umbauten zu Reise- und kleinen Linienflugzeugen.

Für die Bestimmung heißt das: Eine Twin Beech mit Turboprops und Bugrad ist trotzdem eine Model 18 – unter dem Code BE18 findest du auch die Volpar 18.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Aufs Heck schauen

Zwei ovale Seitenflossen an den Enden des Höhenleitwerks – das ist das deutlichste Merkmal. Kleine Zweimots mit Doppelleitwerk sind in der allgemeinen Luftfahrt sehr selten.

Motoren ansehen

Runde Gondeln mit großer, kreisrunder Öffnung vorn verraten Sternmotoren. Dazu kommt der typische tiefe, unrunde Klang beim Anlassen.

Fahrwerk prüfen

Steht die Maschine mit erhobener Nase auf einem Spornrad, ist es eine Twin Beech im Originalzustand. Mit Bugrad hast du eine H18 oder einen Volpar-Umbau vor dir.

Die letzte Sicherheit liefert wie immer das Kennzeichen. Weil BE18 für alle Varianten gilt, siehst du im Tracking-Dienst nur die Familie. Wie alt eine bestimmte Maschine ist, findest du mit Flugzeugalter herausfinden.

Twin Beech, DC-3, Electra oder Baron?

Bei Oldtimern liegen die Verwechslungen woanders als im Airline-Alltag. Der Finder hilft beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: historischer Zweimot

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Beechcraft Model 18

Doppelleitwerk, kompakter Rumpf und Sternmotoren sind das typische Twin-Beech-Bild. Prüf noch das Fahrwerk: Spornrad heißt Originalzustand, Bugrad eher H18 oder Volpar-Umbau.

Wahrscheinlich

Douglas DC-3 / C-47

Eine große Einzelflosse, deutlich mehr Rumpflänge und mächtige Sternmotoren sprechen für die DC-3 – ebenfalls ein Spornrad-Klassiker, aber in einer anderen Größenklasse.

Wahrscheinlich

Beechcraft Baron oder ein anderer moderner Zweimot

Flache Boxermotoren, Bugrad und eine einzelne Seitenflosse deuten auf einen jüngeren Kolben-Zweimot wie die Baron.

Die Douglas DC-3 ist der naheliegende Vergleich, weil sie aus derselben Epoche stammt und oft auf denselben Treffen auftaucht; ihre Geschichte erzählt der Beitrag Douglas DC-3. Ähnlicher in der Form ist die Lockheed Model 10 Electra mit ebenfalls doppeltem Seitenleitwerk und Sternmotoren – sie ist aber größer und heute noch viel seltener. Nicht zu verwechseln ist sie mit der viermotorigen Turboprop-Lockheed L-188 Electra der 1950er-Jahre. Die Beechcraft Baron ist ein deutlich kleinerer, moderner Kolben-Zweimot mit nur einer Seitenflosse. Und der britische Doppeldecker De Havilland DH.89 Dragon Rapide scheidet schon wegen der zwei Flügelebenen aus.

Zivile Einsatzgeschichte: vom Charterflug bis zum Buschflug

Nach dem Krieg wurde die Twin Beech zum Allrounder. Sie flog als Firmenflugzeug, Zubringer, Frachter und Ambulanz, versprühte Pflanzenschutzmittel, setzte Fischbrut aus, löschte Brände, schleppte Werbebanner und brachte Fallschirmspringer in die Luft. Auf Schwimmern oder Kufen erreichte sie entlegene Seen und Pisten. Auch die Schattenseiten gehören dazu: Laut Literatur war sie wegen ihrer Robustheit auch bei Schmugglern beliebt.

In Südostasien flog die von der CIA unterstützte Air America während des Vietnamkriegs umgebaute Twin Beech, darunter Turboprop-Versionen von Volpar. Japans Marine-Selbstverteidigungsstreitkräfte und Küstenwache nutzten die Model 18 ebenfalls, und die letzte gebaute Maschine ging an eine japanische Flugschule.

Einsatz Typische Merkmale am Flugzeug Trefferchance heute
Oldtimer in Militärbemalung US-Sterne, Olivgrün oder Navy-Blau, oft als C-45 oder SNB mittel auf Airshows
Zivile Restaurierung glänzendes Aluminium oder Firmenlackierung der 1950er mittel auf Fliegertreffen
Wasserflugzeug Schwimmer statt Fahrwerk niedrig, vor allem Nordamerika
Turboprop-Umbau schlanke Gondeln, oft Bugrad niedrig

Keine Twin Beech mehr verpassen

Leg einen Sichtungs-Alarm für ein bestimmtes Kennzeichen oder den Typ BE18 an – Planetrack meldet sich, wenn die Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Wo du die Model 18 heute siehst

Fliegende Twin Beech sind in Europa Raritäten. In den USA waren laut Literatur im Jahr 2017 noch rund 240 Maschinen im Register eingetragen, wie viele davon wirklich fliegen, ist eine andere Frage. Deine besten Chancen hast du an drei Orten:

Oldtimer-Fliegertreffen und Airshows. Hier tauchen restaurierte Model 18 am ehesten auf, oft in Militärbemalung als C-45 oder SNB. Ob eine Twin Beech dabei ist, hängt von der Teilnehmerliste ab – prüf sie vorab. Ein Treffen mit viel historischem Gerät ist das Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide; einen Überblick über weitere Veranstaltungen gibt Airshows in Europa.

Museen. Mehrere große Luftfahrtmuseen zeigen laut Literatur eine Model 18, darunter eine C-45G im Aviodrome Lelystad, eine E18S im National Museum of Flight East Fortune, eine AT-11 im National Museum of the US Air Force in Dayton und eine C-45H im Museum of Flight Seattle. Ausstellungen werden umgebaut und Flugzeuge verliehen – kläre vor dem Besuch, ob die Maschine aktuell zu sehen ist.

Kleine Flugplätze. Privat betriebene Twin Beech sind vor allem in Nordamerika unterwegs. Wie du an kleinen Plätzen vorgehst, steht in General Aviation spotten.

Bestand und Einsätze ändern sich

Oldtimer fliegen nur, solange Wartung und Versicherung mitspielen. Ob eine bestimmte Twin Beech gerade flugfähig ist oder auf ein Treffen kommt, kann sich von Saison zu Saison ändern. Verlass dich nicht auf ältere Listen.

Wie selten deine Sichtung im Vergleich wirklich ist, ordnest du mit dem Guide Seltenheit einer Sichtung einschätzen ein. Einen breiteren Einstieg in die Bestimmung alter Typen liefert Oldtimer am Himmel erkennen.

Bereit für deine Oldtimer-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe die Teilnehmerliste des Treffens oder der Airshow gecheckt.
  • Ich weiß, wo Static Display und Rollweg liegen.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
  • Meine Kamera steht auf einer Verschlusszeit, die die Propeller nicht einfriert.
  • Ich habe genug Akku für Anlassen, Rollen und Flugvorführung.

Fototipps speziell für die Twin Beech

Die Model 18 ist ein dankbares Motiv: glänzendes Metall, runde Motoren und eine Silhouette mit Charakter. Ein paar Punkte machen den Unterschied.

Propeller drehen lassen

Bei Sternmotoren wirkt ein Bild mit stehenden Propellern schnell wie ein Standmodell. Längere Belichtungszeiten mit sauberem Mitziehen zeigen die Propellerscheibe – mehr dazu im Guide Propeller fotografieren.

Das Anlassen nicht verpassen

Beim Start der Sternmotoren gibt es oft Rauchwolken und Flammen aus dem Auspuff. Bleib am Rollweg, wenn die Crew einsteigt.

Heck ins Bild nehmen

Das Doppelleitwerk ist das Erkennungszeichen. Eine Dreiviertelansicht von hinten oder im Seitenprofil zeigt beide Flossen am besten.

Metall richtig belichten

Poliertes Aluminium reflektiert stark. Mit der Sonne im Rücken und leichter Unterbelichtung bleiben Nieten und Bleche gezeichnet.

Wann das Licht an deinem Standpunkt passt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Für den Airshow-Tag hilft dir Airshows fotografieren.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für eine Model 18, wenn …

  • ein doppeltes Seitenleitwerk auf einem kompakten Rumpf sitzt
  • zwei Sternmotoren in runden Gondeln am Tiefdecker-Flügel hängen
  • die Maschine auf einem Spornrad steht
  • im Tracking-Dienst oder Register BE18 steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • ein Bugrad dran ist – das kann eine H18 oder ein Volpar-Umbau sein
  • schlanke Turboprop-Gondeln statt runder Motoren auftauchen
  • nur eine Seitenflosse da ist, der Rest aber passt – möglicherweise ein Tradewind-Umbau

Es ist keine Model 18, wenn …

  • das Flugzeug fast doppelt so lang ist und eine große Einzelflosse hat – dann eher DC-3
  • drei Motoren dran sind – dann vielleicht eine Junkers Ju 52
  • zwei Flügelebenen zu sehen sind – dann ein Doppeldecker wie die Dragon Rapide
  • ein T-Leitwerk und PT6-Turboprops dran sind – dann eher eine King Air

Fazit

Die Beechcraft Model 18 gehört zu den Flugzeugen, die Luftfahrtgeschichte im Kleinen erzählen: als Reiseflugzeug der 1930er, als Schulflugzeug für eine ganze Generation von Navigatoren und Bombenschützen, als Allrounder der Nachkriegszeit. Doppelleitwerk, Sternmotoren und Spornrad machen sie im Original unverwechselbar. Schwierig wird es erst bei den zahllosen Umbauten – dann hilft der Blick ins Register.

Kurzfazit

Zwei ovale Seitenflossen, zwei Sternmotoren, ein Spornrad: Das ist die Twin Beech. Mit Bugrad oder Turboprops hast du eine H18 oder einen Umbau vor dir. Gezielt findest du sie über den Code BE18, auf Oldtimer-Treffen und in Museen wie dem Aviodrome Lelystad.

Zusammenfassung

  • Beech plante die Model 18 Mitte der 1930er-Jahre als kleines Reise- und Zubringerflugzeug, das sich leicht für militärische und Frachtaufgaben umrüsten ließ.
  • Im Zweiten Weltkrieg wurde sie zum Standard-Schulflugzeug für Navigatoren und Bombenschützen der US-Luftstreitkräfte.
  • Nach dem Krieg folgten zivile Versionen wie D18S, die Super 18 (E18S, G18S) und als letzte Serienversion die H18.
  • Spotter erkennen sie am Doppelleitwerk mit Sternmotoren; die genaue Version klärt das Kennzeichen.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die Beechcraft Model 18?

Die Model 18 läuft unter BE18. Unter diesem Code sind auch die militärischen Versionen wie C-45, AT-7, AT-11 und SNB sowie Umbauten wie die Volpar 18 zusammengefasst. Die genaue Variante klärst du über das Kennzeichen.

Warum heißt die Model 18 „Twin Beech“?

Der Spitzname spielt schlicht auf die zwei Motoren an. Er hat sich so fest eingebürgert, dass viele Spotter und Piloten die Model 18 nur noch „Twin Beech“ oder „Beech 18“ nennen.

Was ist der Unterschied zwischen Model 18 und C-45?

Es ist im Kern dasselbe Flugzeug. C-45 Expeditor war die Bezeichnung der US-Luftstreitkräfte für die Transportversion. Als Schulflugzeuge hießen Ableger AT-7 Navigator (Navigation) und AT-11 Kansan (Bombenschützen und Bordschützen), bei der US Navy liefen sie als SNB oder JRB.

Wie lange wurde die Model 18 gebaut?

Vom Erstflug 1937 bis November 1969. Mit gut 32 Jahren durchgehender Produktion galt das damals als Rekord. Die letzte gebaute H18 ging an eine Flugschule in Japan.

Was ist die Super 18?

Eine überarbeitete Nachkriegsversion. Der Prototyp flog im Dezember 1953, ab 1955 wurde die E18S ausgeliefert – mit überarbeitetem Flügel und einem leicht erhöhten Kabinendach für mehr Kopffreiheit. Später folgten G18S und H18.

Hat jede Model 18 ein Spornrad?

Nein. Ab Werk hatte sie ein Spornradfahrwerk, doch die Firma Volpar entwickelte ein Bugradfahrwerk als Nachrüstung. Die H18 bekam es optional schon in der Fabrik, insgesamt wurden laut Literatur 109 H18 so gebaut und rund 240 ältere Maschinen umgerüstet.

Wo sehe ich heute eine Model 18?

Am ehesten auf Oldtimer-Fliegertreffen und Airshows sowie in Luftfahrtmuseen, etwa im Aviodrome Lelystad oder in großen US-Museen. Fliegende Exemplare in Europa sind selten; welche gerade unterwegs sind, prüfst du am besten über Teilnehmerlisten und Registerdaten.

Beechcraft Model 18 (Twin Beech) sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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TT

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