Das Wichtigste in Kürze
- IATA JFK, ICAO KJFK: größter Flughafen der Region New York, 2025 mit rund 62,6 Millionen Passagieren.
- Vier Bahnen, zwei Paare: 04L/22R und 04R/22L sowie 13L/31R und 13R/31L – die längste misst gut 4,4 Kilometer.
- Drei Hausairlines: Delta in Terminal 4, American in Terminal 8 und JetBlue in Terminal 5.
- Geschichte zum Anfassen: Erster 747-Linienflug, Concorde-Ära und das Saarinen-Terminal, heute das TWA Hotel.
- Großbaustelle: Mit dem neuen Terminal 1 und dem neuen Terminal 6 wird der Flughafen umgebaut – Terminalzuordnungen ändern sich.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Was du als Spotter wissen solltest
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Vom Golfplatz zum Weltflughafen
- 8.Vier Bahnen, zwei Richtungen
- 9.Drei Hausairlines und die ganze Welt
- 10.Die Großbaustelle: neue Terminals 1 und 6
- 11.Spotting am JFK
- 12.Anreise mit dem AirTrain
- 13.JFK im Vergleich
- 14.New York für Luftfahrtfans
- 15.Fazit
- 16.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | JFK |
|---|---|
| ICAO-Code | KJFK |
| Betreiber | Port Authority of New York and New Jersey – Eigentümerin des Geländes ist die Stadt New York |
| Lage | Im Stadtteil Queens am Südrand von Long Island, direkt an der Jamaica Bay, rund 26 km südöstlich von Midtown Manhattan |
| Fläche | Rund 2.100 Hektar |
| Start- und Landebahnen | Vier Bahnen in zwei Paaren: 04L/22R (3.682 m), 04R/22L (2.560 m), 13L/31R (3.048 m) und 13R/31L (4.423 m) |
| Passagierterminals | Terminals 1, 4, 5, 7 und 8; die neuen Terminals 1 und 6 werden im Rahmen eines großen Umbauprogramms errichtet und abschnittsweise in Betrieb genommen |
| Drehkreuz für | Delta Air Lines (Terminal 4), American Airlines (Terminal 8) und JetBlue (Terminal 5, wichtigste Basis) |
| Verkehr 2025 | Rund 62,6 Mio. Passagiere, gut 464.000 Starts und Landungen, rund 1,6 Mio. Short Tons Fracht (knapp 1,5 Mio. t) |
| Eröffnung | 1. Juli 1948 als New York International Airport, im Volksmund Idlewild; seit 24. Dezember 1963 nach John F. Kennedy benannt |
| Anbindung | AirTrain JFK zu den Umsteigepunkten Jamaica (LIRR, U-Bahn) und Howard Beach (U-Bahn-Linie A) |
| Für Spotter relevant | TWA Hotel im ehemaligen TWA Flight Center mit Blick aufs Vorfeld, dazu enormer Mix aus Langstrecken-Airlines aus allen Kontinenten |
| Offizielle Website | www.jfkairport.com |
Tätigkeitsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen New York JFK aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen New York JFK
- Die aktive Pistenkonfiguration geprüft – JFK fliegt je nach Wind über das 04/22- oder das 13/31-Bahnpaar
- Einen Delta-Großraumjet am Terminal 4 gesehen, etwa einen Airbus A330 oder A350
- Eine American Airlines-Boeing 777 oder 787 am Terminal 8 erwischt
- Einen JetBlue-Airbus mit einem der vielen Heckmuster der Airline fotografiert
- Eine Golf-Airline wie Emirates oder Qatar Airways bei der Landung erwischt
- Einen Frachter notiert – JFK ist einer der wichtigsten Frachtflughäfen der USA
- Die Lockheed Constellation vor dem TWA Hotel gesehen
- Das Kennzeichen jeder Sichtung notiert – bei US-Maschinen beginnt es mit N
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Enormer Airline-Mix: Gesellschaften aus nahezu allen Kontinenten an einem Ort
- Drei große Hausairlines mit Delta, American und JetBlue
- Viel Großraumverkehr von A350 und 787 bis zur Boeing 777
- TWA Hotel als legaler, wetterfester Aussichtspunkt mit Geschichte
- Per AirTrain und U-Bahn ohne Mietwagen erreichbar
Wo es hakt
- Vier Bahnen in zwei Richtungen – ohne Blick auf die Konfiguration stehst du schnell falsch
- Viele gute Positionen liegen an Straßen und Wohngebieten rund um das Gelände, nicht in offiziellen Besucherbereichen
- Großbaustellen an den Terminals verändern Zufahrten und Sichtachsen laufend
- Langstreckenwellen ballen sich oft nachmittags und abends – mit wechselndem Licht
- US-Sicherheitsbehörden reagieren sensibel auf auffälliges Verhalten am Zaun
Wenn ein Flughafen den Begriff „Tor zur Welt“ verdient, dann JFK. An der Jamaica Bay im Süden von Queens landen an einem einzigen Tag Airlines aus Europa, Asien, Afrika, dem Nahen Osten und Lateinamerika – dazu die drei großen Hausairlines Delta, American und JetBlue. Für Spotter ist JFK Pflichtprogramm und Herausforderung zugleich: vier Bahnen in zwei Richtungen, eine Dauerbaustelle an den Terminals und ein Stück Luftfahrtgeschichte, das du heute als Hotelgast betreten kannst.
Dein JFK-Logbuch
Jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot festhalten – genau dafür gibt es Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Vom Golfplatz zum Weltflughafen
In den frühen 1940er-Jahren war klar, dass New Yorks damals einziger großer Flughafen LaGuardia dem wachsenden Luftverkehr nicht gewachsen sein würde. Die Stadt wählte ein flaches, sumpfiges Gelände an der Jamaica Bay, auf dem unter anderem der Golfplatz Idlewild lag. 1943 begannen die Bauarbeiten, am 1. Juli 1948 wurde der Flughafen offiziell als New York International Airport eröffnet. Der Name des Golfplatzes blieb trotzdem hängen – für Generationen von Reisenden war es schlicht „Idlewild“.
Am 24. Dezember 1963, gut einen Monat nach dem Attentat in Dallas, erhielt der Flughafen den Namen des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy. Seitdem steht das Kürzel JFK weltweit für den Flughafen – auf Gepäckanhängern ebenso wie in der Popkultur.
Die Ära der Airline-Terminals
Anders als die meisten europäischen Flughäfen wuchs JFK nicht um ein zentrales Terminal herum. Ab Ende der 1950er-Jahre baute sich jede große US-Airline ihr eigenes Gebäude rund um das 1957 eröffnete International Arrivals Building. Zwei davon wurden zu Ikonen: der Worldport der Pan Am mit seinem gewaltigen, schwebenden Vordach von 1960 und das TWA Flight Center von Architekt Eero Saarinen aus dem Jahr 1962, dessen geschwungene Betonschale an einen Vogel im Abflug erinnert.
Von JFK aus schrieb die Luftfahrt mehrfach Geschichte. Am 22. Januar 1970 startete Pan Am auf der Route New York–London den ersten Linienflug einer Boeing 747 – der Beginn des Jumbo-Zeitalters, über das der Beitrag zur Geschichte der Boeing 747 ausführlich erzählt. Ab November 1977 landeten Air France und British Airways mit der Concorde planmäßig in New York; der letzte Linienflug des Überschalljets endete am 24. Oktober 2003. Mehr dazu steht in der Geschichte der Concorde.
Abschied von den Klassikern
Mit dem Ende vieler großer US-Airlines verschwanden auch ihre Terminals. TWA ging 2001 in American Airlines auf, das Saarinen-Gebäude stand danach jahrelang leer. Der Pan-Am-Worldport, zuletzt von Delta als Terminal 3 genutzt, schloss 2013 und wurde abgerissen. Das TWA Flight Center dagegen blieb erhalten: Es ist heute die Lobby des TWA Hotels, das im Mai 2019 eröffnete und hinter dem JetBlue im Jahr 2008 ihr neues Terminal 5 bezogen hatte.
Vier Bahnen, zwei Richtungen
Wer von europäischen Drehkreuzen mit Parallelbahnen kommt, muss sich am JFK umstellen. Der Flughafen hat vier Start- und Landebahnen, die als zwei Paare in unterschiedlichen Richtungen angeordnet sind. Das eine Paar verläuft von Südwest nach Nordost, das andere von Nordwest nach Südost. Die Terminals liegen im Zentrum, eingerahmt von einer Ringstraße, die Bahnen ziehen sich bis an die Ufer der Jamaica Bay.
| Bahn | Länge | Ausrichtung | Hinweis für Spotter |
|---|---|---|---|
| 04L/22R | 3.682 m | Südwest–Nordost | Verläuft nahe Terminal 4 und 5, Blick vom TWA Hotel |
| 04R/22L | 2.560 m | Südwest–Nordost | Kürzeste der vier Bahnen |
| 13L/31R | 3.048 m | Nordwest–Südost | Nahe Terminal 5 und 7, bekannt für den gekrümmten „Canarsie Approach“ auf 13L |
| 13R/31L | 4.423 m | Nordwest–Südost | Längste Bahn, nahe Terminal 1, wichtig für schwere Langstreckenstarts |
Welche Bahnen gerade aktiv sind, hängt vor allem vom Wind ab, aber auch vom Verkehr an den benachbarten Flughäfen LaGuardia und Newark, deren An- und Abflugrouten sich mit denen von JFK den Luftraum teilen. Häufig landen die Maschinen auf dem einen Paar und starten auf dem anderen – oder eine Bahn eines Paares dient für Landungen, die zweite für Starts. Wie du Wind und Betriebsrichtung vor dem Losfahren einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Konfiguration live prüfen
Bei vier Bahnen lohnt sich ein Blick in eine Flugverfolgung, bevor du dich festlegst: Wo kommen die Anflüge gerade herein, wo heben die Abflüge ab? Mit Planetrack siehst du Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen auf einen Blick. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Der Canarsie Approach
Eine Besonderheit ist der Anflug auf Bahn 13L. Er beginnt am Funkfeuer Canarsie im Süden Brooklyns und folgt einer Reihe von Anflugbefeuerungen, die die Maschinen in einer Kurve auf die Bahn führen. Für Beobachter ist das ein spannender Anblick, weil die Flugzeuge nicht auf einer langen Geraden ankommen, sondern in Schräglage über Wohngebiete und Wasser eindrehen. Ob dieser Anflug gerade genutzt wird, entscheidet die Flugsicherung je nach Wetter und Verkehrslage.
Drei Hausairlines und die ganze Welt
JFK ist Drehkreuz für gleich drei große US-Gesellschaften. Delta Air Lines hat ihren New Yorker Knoten im Terminal 4, gemeinsam mit Partnern aus der SkyTeam. Das Terminal ersetzte 2001 das alte International Arrivals Building. American Airlines sitzt im Terminal 8, gemeinsam mit Partnern aus der oneworld wie British Airways und Qatar Airways. Und JetBlue hat im Terminal 5 ihre wichtigste Basis – die New Yorker Airline fliegt von hier aus ins Inland, in die Karibik und mit Airbus-Schmalrumpfjets auch über den Atlantik.
Dazu kommen Gesellschaften aus nahezu allen Weltregionen. Golf-Airlines wie Emirates und Qatar Airways, europäische Netzwerkcarrier wie Lufthansa, Air France und Turkish Airlines, dazu Airlines aus Asien und Lateinamerika. Wie die einzelnen Airlines auf die Terminals verteilt sind, ändert sich durch den laufenden Umbau immer wieder.
| Terminal | Hauptnutzer (Auswahl) | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Terminal 4 | Delta, SkyTeam-Partner, internationale Airlines wie Emirates und Virgin Atlantic | A330, A350, Boeing 767, A321, Regionaljets |
| Terminal 5 | JetBlue | A320-Familie mit A321neo, Airbus A220-300 |
| Terminal 8 | American Airlines, oneworld-Partner wie British Airways und Qatar Airways | Boeing 777, 787, A321 |
| Neues Terminal 1 und 6 | Internationale Airlines, die aus älteren Terminals umziehen | Großraumflugzeuge aus aller Welt |
Airlines aus aller Welt sammeln
Leg Sichtungs-Alarme für Airlines, Typen und Special Liveries an – Planetrack benachrichtigt dich bei Anflug und Landung. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Was du realistisch siehst
Der Großraumanteil ist für einen Flughafen dieser Größe außergewöhnlich hoch. Am Nachmittag und Abend, wenn die Transatlantikflüge nach Europa abheben, reiht sich ein Langstreckenjet an den nächsten: Boeing 777-300ER, Boeing 787-9, Airbus A350-900 und die A330-Familie gehören zum Alltag. Auf der Kurzstrecke dominieren JetBlues A321neo, A320 und A220-300 sowie Regionaljets wie die Embraer E175, die für die Regionalmarken von Delta und American unterwegs sind.
Hinzu kommt der Frachtverkehr. 2025 schlug JFK laut Port Authority rund 1,6 Millionen Short Tons Fracht um, also knapp 1,5 Millionen Tonnen. Neben der Beiladefracht in Passagierflugzeugen sind zahlreiche Frachtairlines am Flughafen aktiv, darunter Atlas Air und Kalitta Air mit Großraumfrachtern, dazu die Frachtsparten mehrerer internationaler Airlines.
Die Großbaustelle: neue Terminals 1 und 6
JFK wird seit einigen Jahren von Grund auf umgebaut. Die Port Authority beziffert das gesamte Programm auf rund 19 Milliarden US-Dollar, der größte Teil davon privat finanziert. Herzstück sind zwei neue Terminals sowie ein neues Straßennetz rund um den zentralen Terminalbereich.
- Neues Terminal 1: Es entsteht im Süden des Terminalrings unter anderem auf dem Gelände des alten Terminals 2, das Anfang 2023 geschlossen und abgerissen wurde. Geplant sind insgesamt 23 Gates für internationale Airlines, die in mehreren Abschnitten bis zum Ende des Jahrzehnts fertig werden. Der Starttermin des ersten Abschnitts hat sich laut Medienberichten verschoben.
- Neues Terminal 6: Es wächst auf dem Gelände der früheren Terminals 6 und 7 neben Terminal 5 und wird mit diesem verbunden. Vorgesehen sind zehn Gates, neun davon für Großraumflugzeuge. Terminal 7 weicht im weiteren Bauverlauf dem Neubau.
- Terminal 4 und 8: Delta und American haben ihre Terminals parallel modernisiert und erweitert.
Für dich als Spotter bedeutet das zweierlei. Erstens wechseln Airlines ihre Terminals, und damit auch die Positionen, an denen du sie auf dem Vorfeld siehst. Zweitens ändern sich Zufahrten und Parkmöglichkeiten rund um den Terminalring laufend. Prüf vor jedem Besuch die aktuellen Hinweise auf der Website des Flughafens.
Spotting am JFK
Einen offiziellen Besucherpark mit Hügel wie in München gibt es am JFK nicht. Spotter weichen deshalb auf zwei Arten von Standorten aus: auf das TWA Hotel mitten im Terminalbereich und auf öffentliche Straßen, Parks und Uferwege rund um das weitläufige Gelände.
Das TWA Hotel
Der bequemste legale Aussichtspunkt ist das TWA Hotel. Das ehemalige TWA Flight Center liegt direkt vor Terminal 5, und durch die großen Fensterflächen siehst du auf die Vorfelder und den rollenden Verkehr. Auf dem Dach liegt ein Infinity-Pool, der laut Hotel auf die Bahn 04L/22R blickt; Nicht-Gäste zahlen für den Pool extra. Vor dem Gebäude steht eine restaurierte Lockheed L-1649 Starliner, die letzte Variante der Constellation, die als Cocktailbar „Connie“ dient.
Für formatfüllende Bilder ist das Hotel nicht der ideale Ort – Glasscheiben, Abstände und Spiegelungen setzen Grenzen. Als Einstieg, für Schlechtwettertage und für die Atmosphäre der Jet-Set-Ära ist es aber unschlagbar. Alle Details zu Zugang, Blickrichtungen und Licht stehen im Spot-Guide zum TWA Hotel am Flughafen JFK.
Rund um das Gelände
Die klassischen Anflugbilder entstehen außerhalb des Zauns: an Straßen, Parks und Uferwegen in den Wohngebieten von Queens und an der Jamaica Bay. Welche Seite funktioniert, hängt allein von der aktiven Konfiguration ab – bei vier Bahnen in zwei Richtungen gibt es entsprechend viele mögliche Anflugachsen. Plane deshalb mehrere Optionen ein und entscheide erst am Morgen anhand von Wind und Flugverfolgung.
Konfiguration prüfen
Wind und Flugverfolgung verraten dir, welches Bahnpaar gerade für Landungen genutzt wird. Daraus ergibt sich die Anflugachse.
Langstreckenwellen heraussuchen
Die Abflüge nach Europa ballen sich am Nachmittag und Abend. Wie du Tafeln dafür liest, erklärt der Beitrag zu Abflug- und Ankunftstafeln.
Licht planen
Bei so vielen Bahnrichtungen wechselt das Licht von Standort zu Standort. Der Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot hilft dir dabei.
Anreise klären
AirTrain, U-Bahn und Long Island Rail Road bringen dich ohne Auto zum Flughafen. Für Standorte am Rand des Geländes brauchst du teils Bus oder Taxi.
Kennzeichen notieren
US-Kennzeichen beginnen mit N. Bei großen Flotten gleicher Typen ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen sauber zu trennen.
Spotten in den USA
Fotografieren von öffentlichem Grund aus ist in den USA grundsätzlich erlaubt, an Flughäfen achten Polizei und Sicherheitsdienste aber genau hin. Bleib auf öffentlichen Wegen, betritt keine Sperrflächen, halte Abstand zu Zäunen und erklär freundlich, was du tust, wenn du angesprochen wirst. Drohnen haben in der Nähe eines Großflughafens nichts verloren. Mehr dazu in Spotten im Ausland und in den Tipps für eine Spotting-Reise in die USA.
Anreise mit dem AirTrain
Seit dem 17. Dezember 2003 verbindet der AirTrain JFK die Terminals untereinander und mit dem Nahverkehr der Stadt. Innerhalb des Flughafens ist die Fahrt kostenlos – praktisch, wenn du zwischen dem TWA Hotel, den Terminals und den Parkplätzen wechseln willst. Außerhalb des Geländes führt eine Linie nach Jamaica, wo du in die Long Island Rail Road und in mehrere U-Bahn-Linien umsteigst, die andere nach Howard Beach zur U-Bahn-Linie A. Beim Ein- oder Aussteigen an diesen beiden Stationen wird eine Gebühr fällig.
Für einen Spotting-Tag ohne Mietwagen ist das ideal: Morgens per U-Bahn und AirTrain zum Flughafen, tagsüber per AirTrain zwischen den Terminals pendeln. Nur für Standorte außerhalb des Geländes brauchst du zusätzlich Bus, Taxi oder Fahrdienst.
JFK im Vergleich
Im Großraum New York teilt sich JFK den Verkehr mit zwei weiteren Flughäfen. Der Flughafen Newark im benachbarten New Jersey ist Drehkreuz von United Airlines und ergänzt JFK um ein ganz anderes Airline-Bild. LaGuardia in Queens ist vor allem für Inlandsflüge zuständig; dort ist der Planeview Park ein beliebter Spot für Anflugbilder. Zusammen ergeben die drei Flughäfen eines der dichtesten Luftverkehrssysteme der Welt.
Unter den großen US-Flughäfen hat JFK ein klares Profil: Der Flughafen Atlanta zählt mehr Passagiere, ist aber stark von Delta-Umsteigern geprägt. Der Flughafen Chicago O’Hare und der Flughafen Los Angeles sind ebenfalls internationale Drehkreuze, doch kaum ein Flughafen bündelt so viele Langstrecken-Airlines aus so vielen Ländern wie JFK. Auf der anderen Seite des Atlantiks ist der Flughafen London Heathrow das Gegenstück – die Strecke London–New York gehört zu den wichtigsten Langstreckenverbindungen der Welt.
JFK passt zu dir, wenn …
- du möglichst viele internationale Airlines an einem Ort sehen willst
- du Großraumflugzeuge in hoher Dichte suchst
- dich Luftfahrtgeschichte wie das TWA Flight Center reizt
Bedingt geeignet, wenn …
- du einen festen Besucherbereich mit freier Sicht erwartest
- du nur wenige Stunden hast und die Konfiguration nicht vorher prüfst
Eher woanders, wenn …
- du vor allem Inlandsverkehr und kurze Wege suchst
- du ungern an Straßenrändern und in Wohngebieten stehst
New York für Luftfahrtfans
Ein Spotting-Trip nach New York lässt sich gut mit Museumsbesuchen verbinden – weitere Standorte in der Stadt sammelt der Beitrag Planespotting in New York. Im Intrepid Museum am Hudson River steht die British-Airways-Concorde G-BOAD, dazu das Space-Shuttle-Testmuster Enterprise auf dem Flugdeck des ehemaligen Flugzeugträgers. Und im TWA Hotel selbst begegnest du der Jet-Set-Ära auf Schritt und Tritt – von der Lobby bis zur Constellation vor der Tür.
Jeder Tag am JFK zählt
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte mit Community-Fotos, Sonnenstand-Planer und Sichtungs-Alarme in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
JFK ist kein Flughafen, an dem du dich einfach auf einen Hügel stellst und abwartest. Vier Bahnen in zwei Richtungen, eine Dauerbaustelle an den Terminals und das Fehlen eines offiziellen Besucherparks verlangen Planung. Dafür belohnt dich der Flughafen mit einem Airline-Mix, den kaum ein anderer Ort der Welt bietet – von Delta, American und JetBlue bis zu Gesellschaften aus allen Kontinenten.
Wer Konfiguration, Licht und Langstreckenwellen vorher klärt und das TWA Hotel als Basis nutzt, erlebt am JFK einen der spannendsten Spotting-Tage überhaupt – mit einem Hauch Idlewild-Nostalgie inklusive.
Kurzfazit
JFK ist das internationale Tor der USA und Drehkreuz von Delta, American und JetBlue. Ohne Besucherpark heißt es: Konfiguration der vier Bahnen prüfen und das TWA Hotel als Einstieg nutzen – dann wartet ein Airline-Mix aus aller Welt.
Zusammenfassung
- JFK ist das wichtigste internationale Tor der USA an der Ostküste – mit Airlines aus aller Welt und drei großen Hausairlines.
- Vier Bahnen in zwei Richtungspaaren machen die Planung anspruchsvoller als an einem Flughafen mit Parallelbahnen.
- Das TWA Hotel ist der bequemste legale Aussichtspunkt; für Anflugbilder musst du dich nach der aktiven Konfiguration richten.
- Seit 2022 läuft ein milliardenschwerer Umbau, der die Terminallandschaft bis zum Ende des Jahrzehnts neu ordnet.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens JFK?
Der IATA-Code ist JFK, der ICAO-Code KJFK. Das vorangestellte K kennzeichnet in der ICAO-Systematik Flughäfen in den angrenzenden 48 US-Bundesstaaten.
Warum hieß der Flughafen früher Idlewild?
Er entstand ab 1943 auf dem Gelände des Golfplatzes Idlewild an der Jamaica Bay. Offiziell hieß er bei der Eröffnung 1948 New York International Airport, im Alltag blieb aber der Name Idlewild hängen. Am 24. Dezember 1963 wurde er zu Ehren des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy umbenannt.
Wie viele Start- und Landebahnen hat JFK?
Vier, angeordnet in zwei Paaren: 04L/22R und 04R/22L verlaufen von Südwest nach Nordost, 13L/31R und 13R/31L von Nordwest nach Südost. Die längste ist 13R/31L mit 4.423 Metern, die kürzeste 04R/22L mit 2.560 Metern.
Wer betreibt den Flughafen JFK?
Die Port Authority of New York and New Jersey, die auch LaGuardia und Newark betreibt. Das Gelände gehört der Stadt New York. Einzelne Terminals werden von Airlines oder privaten Gesellschaften finanziert und betrieben.
Kann ich vom TWA Hotel aus Flugzeuge sehen?
Ja, das Hotel liegt im ehemaligen TWA Flight Center direkt am Vorfeld, und der Pool auf dem Dach blickt laut Hotel auf die Bahn 04L/22R. Für einige Bereiche wie den Pool zahlen Nicht-Gäste extra. Konditionen und Öffnungszeiten ändern sich – prüf sie vorher beim Hotel. Mehr im Spot-Guide zum TWA Hotel.
Wie komme ich ohne Auto zum JFK?
Mit dem AirTrain JFK. Er verbindet die Terminals untereinander kostenlos und fährt zu den Umsteigepunkten Jamaica (Long Island Rail Road und U-Bahn) und Howard Beach (U-Bahn-Linie A). Beim Ein- oder Aussteigen in Jamaica oder Howard Beach wird eine Gebühr fällig.
Fliegt die Concorde noch nach New York?
Nein. Die Concorde flog von 1977 bis 2003 planmäßig nach JFK, der letzte Linienflug von British Airways fand am 24. Oktober 2003 statt. Eine British-Airways-Concorde kannst du heute im Intrepid Museum in Manhattan besichtigen.
In welchem Terminal finde ich welche Airline?
Delta nutzt Terminal 4, American Airlines Terminal 8 und JetBlue Terminal 5. Viele ausländische Airlines sind im Zuge des Umbaus bereits umgezogen oder ziehen noch um – etwa in das neue Terminal 1 oder das neue Terminal 6. Prüf die aktuelle Zuordnung auf der Website des Flughafens.
Sichtungen rund um Flughafen New York JFK sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Delta Air Lines
Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.
AA / AALAmerican Airlines
Eine der größten Airlines der Welt aus Fort Worth, Texas: zehn Drehkreuze in den USA, Gründungsmitglied von oneworld, rund 1.000 Mainline-Flugzeuge und seit 2013 die silberne Lackierung mit Flaggen-Leitwerk.
B6 / JBUJetBlue Airways
Die New Yorker Airline zwischen Low-Cost und Netzwerk: reine Airbus-Flotte, bunte Leitwerksmuster in Blautönen, die Mint-Kabine – und seit 2021 Schmalrumpf-Transatlantikflüge nach London, Paris, Amsterdam, Dublin und Edinburgh.
BA / BAWBritish Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
EK / UAEEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
QR / QTRQatar Airways
Die Airline aus Katar mit der Oryx am Leitwerk: Drehkreuz Doha, oneworld-Mitglied, Erstkundin des A350 und mit fünf deutschen Zielen eine der präsentesten Golf-Airlines in Deutschland.
VS / VIRVirgin Atlantic
Die britische Langstrecken-Airline mit dem roten Leitwerk: 1984 von der Virgin Group gestartet, Drehkreuz London-Heathrow, seit 2023 in SkyTeam und mit einer reinen Flotte aus zweistrahligen Großraumjets.
UA / UALUnited Airlines
Die US-Netzwerk-Airline mit dem Globus am Leitwerk: Wurzeln bis 1926, Sitz in Chicago, Gründungsmitglied der Star Alliance und in Europa vor allem mit 767, 777 und 787 unterwegs.
TW / TWATWA – Trans World Airlines
Historische US-Netzwerkairline: TWA flog von 1930 bis 2001, prägte unter Howard Hughes die Constellation, baute am JFK das berühmte Flight Center und ging 2001 in American Airlines auf.
PA / PAAPan American World Airways
Historische US-Weltairline: Pan Am flog von 1927 bis 1991, brachte 707 und 747 in den Liniendienst, verband West-Berlin mit Westdeutschland und ging nach Lockerbie und Golfkrieg unter.
Typische Flugzeuge
Boeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypAirbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypEmbraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A220-300
Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.
FlugzeugtypAérospatiale/BAC Concorde
Deltaflügel, absenkbare Nase, vier Olympus-Triebwerke mit Nachbrenner: Die Concorde ist ein historischer Typ mit nur 20 gebauten Flugzeugen. Hier findest du Technik, Varianten, jede Registrierung und den Standort jedes erhaltenen Exemplars.
FlugzeugtypLockheed L-1649 Starliner
Die letzte und größte Constellation: Mit der L-1649 Starliner reizte Lockheed den Kolbenmotor-Langstreckenflug aus – bei Lufthansa hieß sie Super Star und steht heute nach einer langen Restaurierungsodyssee in Frankfurt.
Spotting-Spots rund um Flughafen New York JFK
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
TWA Hotel am Flughafen New York JFK
Ein Spot wie kein zweiter: Im ehemaligen TWA Flight Center von Eero Saarinen sitzt du auf dem Dach am Infinity-Pool, schaust auf die Piste 4L/22R und trinkst danach einen Cocktail in einer Lockheed Constellation – direkt neben Terminal 5.
AnflugschneisePlaneview Park am Flughafen New York LaGuardia
Der kleine Nachbarschaftspark in East Elmhurst liegt direkt vor der Schwelle der Piste 04 von LaGuardia. Bei passender Betriebsrichtung kommen die Jets über den Grand Central Parkway so tief herein, dass du Fahrwerk und Klappen aus nächster Nähe siehst – kostenlos und mitten in Queens.
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Flughafen Newark Liberty
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FlughafenFlughafen London Heathrow
Europas verkehrsreichster Flughafen kommt mit nur zwei Bahnen aus – und genau das macht ihn für Spotter so spannend: Großraumflugzeuge im Minutentakt, ein fester Runway-Wechsel um 15 Uhr und mit der Myrtle Avenue einer der bekanntesten Anflugspots der Welt.
FlughafenFlughafen Atlanta Hartsfield-Jackson
Der passagierreichste Flughafen der Welt: fünf parallele Bahnen südlich von Atlanta, das größte Drehkreuz von Delta Air Lines mit rund tausend Abflügen am Tag – und ein Verkehrsmix, in dem Boeing 717, 757 und Airbus A350 nebeneinander rollen.
FlughafenFlughafen Chicago O'Hare
Vom Bomberwerk zum Doppel-Drehkreuz: O'Hare ist Heimat von United und American, hat acht Start- und Landebahnen, zählt jährlich weit über 800.000 Flugbewegungen und ist für Spotter einer der dichtesten Flughäfen der Welt.
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