Das Wichtigste in Kürze
- Air India ist der Flag Carrier Indiens und gehört seit Januar 2022 wieder der Tata-Gruppe, die die Airline 1932 gegründet hatte.
- Codes: IATA AI, ICAO AIC, Rufzeichen „AIRINDIA“, Kennzeichen mit VT-.
- Im November 2024 ging Vistara in Air India auf – rund 70 Flugzeuge wechselten in die Flotte, viele davon noch in alter Optik.
- Die Flotte wird komplett umgebaut: neue A350, 787-9 und A320neo-Familie, dazu eine Kabinen-Nachrüstung der älteren Jets.
- Für Spotter in Europa ist Air India vor allem in Frankfurt und London ein Thema – mit Großraumjets aus Delhi und Mumbai.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Air India im Überblick
- 2.Von Tata Airlines zurück zu Tata: die Geschichte
- 3.Die Fusion mit Vistara
- 4.Codes und Rufzeichen
- 5.Die Flotte: alt und neu nebeneinander
- 6.Die Großbestellung von 2023
- 7.Woran du Air India erkennst
- 8.Air India in Europa spotten
- 9.Der Absturz von Flug AI171
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | AI |
|---|---|
| ICAO-Code | AIC |
| Rufzeichen | AIRINDIA |
| Drehkreuze | DEL, BOM, BLR |
| Allianz | Star Alliance |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Inlands-, Regional- und Langstreckenverkehr |
| Sitz | Gurugram bei Delhi, Indien |
| Gegründet | 1932 als Tata Airlines, Erstflug mit Luftpost von Karachi nach Bombay |
| Eigentümer | Tata-Gruppe seit Januar 2022, Singapore Airlines ist seit der Vistara-Fusion beteiligt |
| Drehkreuze | Delhi (DEL), dazu Mumbai (BOM) und Bengaluru (BLR) |
| Allianz | Star Alliance seit Juli 2014 |
| Flotte (Stand Ende 2025) | rund 190 Flugzeuge: A319, A320, A320neo, A321, A321neo, A350-900, Boeing 777-300ER, 787-8 und 787-9 |
| Großbestellung | 470 Flugzeuge bei Airbus und Boeing (2023), 2024 um 100 Airbus aufgestockt |
| Kennzeichen | Indisches Präfix VT- |
| Schwestergesellschaft | Air India Express (Low-Cost, IATA IX) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air India?
- Neue Bemalung seit 2023: tiefes Rot, Aubergine und Gold, am Leitwerk ein großflächiges Fenster- und Chakra-Muster
- Neues Logo „The Vista“ in Gold – angelehnt an die Bogenform traditioneller indischer Fenster
- Ältere Bemalung: weißer Rumpf, rotes Leitwerk mit stilisiertem Schwan und Konark-Rad
- Ex-Vistara-Flugzeuge teils noch in Aubergine mit goldenen Akzenten, bis sie umlackiert sind
- Kennzeichen beginnt mit VT-; auf dem Tracker steht AIC
- In Europa fast immer ein Großraumjet: Boeing 787, 777-300ER oder Airbus A350
Air India ist eine Airline im Umbruch – und genau das macht sie für Spotter so spannend. Seit die Tata-Gruppe den Flag Carrier 2022 zurückgekauft hat, ändern sich Bemalung, Flotte und Netz in einem Tempo, das man bei einer Airline dieser Größe selten sieht. Dazu kam 2024 die Fusion mit Vistara. Das Ergebnis: An einem Tag in Delhi oder London kannst du drei verschiedene Optiken derselben Airline vor die Linse bekommen. Diese Seite zeigt dir, wie du sie auseinanderhältst.
Jede Air-India-Livery im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ und Airline fest – und siehst, welche Bemalung und welchen Typ du noch suchst. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air India im Überblick
Air India ist der Flag Carrier Indiens und eine klassische Netzwerk-Airline: Inlandsverkehr mit der Airbus-A320-Familie, Langstrecke mit Boeing 777, Boeing 787 und Airbus A350. Wichtigstes Drehkreuz ist der Flughafen Delhi, dazu kommen Mumbai und Bengaluru. Den Firmensitz hat Air India 2023 nach Gurugram bei Delhi verlegt. Nach gängigen Übersichten flog die Airline Ende 2025 rund 87 Ziele an, etwa zur Hälfte im Inland.
Seit Juli 2014 ist Air India Mitglied der Star Alliance. Zur Gruppe gehört außerdem die Low-Cost-Schwester Air India Express. Wie die beiden Marken unter dem Dach der Tata-Gruppe organisiert sind, erklärt die Seite zur Air India Group.
Von Tata Airlines zurück zu Tata: die Geschichte
Die Geschichte von Air India beginnt am 15. Oktober 1932. Damals flog J. R. D. Tata, der als erster lizenzierter Pilot Indiens gilt, selbst den ersten Flug der neuen Tata Airlines: Luftpost von Karachi nach Bombay, dem heutigen Mumbai. 1946 wurde aus Tata Airlines eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Air India. Im selben Jahr entstand das Maskottchen, das die Airline jahrzehntelang prägte: der Maharaja mit Schnurrbart und Turban.
1948 startete Air India International mit Langstreckenflügen nach London, 1953 verstaatlichte die indische Regierung den Luftverkehr. Air India übernahm die internationalen Strecken, die Schwester Indian Airlines den Inlandsverkehr. 2007 wurden beide wieder zusammengelegt. Was folgte, waren schwierige Jahre mit hohen Verlusten und einer alternden Flotte.
Die Wende kam mit der Privatisierung. Im Oktober 2021 erhielt die Tata-Gruppe den Zuschlag, am 27. Januar 2022 übernahm sie Air India offiziell – fast 70 Jahre nach der Verstaatlichung kehrte die Airline zu ihrem Gründer zurück. Tata kündigte danach einen umfassenden Neuanfang an: neue Flugzeuge, neue Kabinen, neue Marke.
Ein deutscher Zwischenstopp in der Geschichte
Kurios aus Spotter-Sicht: Air India machte Frankfurt im März 2009 zu einem internationalen Umsteigeknoten. Wegen hoher Kosten wurde das Frankfurt-Drehkreuz schon am 30. Oktober 2010 wieder geschlossen. Die Verbindung nach Frankfurt blieb aber bestehen.
Die Fusion mit Vistara
Vistara war ein Gemeinschaftsunternehmen von Tata (51 Prozent) und Singapore Airlines (49 Prozent). Die Airline nahm am 9. Januar 2015 den Betrieb auf und galt in Indien als Premium-Anbieter mit Business Class auch auf Inlandsflügen. Nach der Übernahme von Air India hatte Tata zwei Full-Service-Airlines – zu viel für einen Konzern. 2022 kündigten Tata und Singapore Airlines deshalb die Zusammenlegung an.
Am 12. November 2024 ging Vistara in Air India auf. Die Marke verschwand, rund 70 Flugzeuge wechselten in die Air-India-Flotte: vor allem A320neo, A321neo und Boeing 787-9. Singapore Airlines ist seitdem an Air India beteiligt; ihr Anteil liegt bei 25,1 Prozent, die übrigen 74,9 Prozent hält Tata. Damit hängt Air India eng mit Singapore Airlines zusammen – zwei Star-Alliance-Mitglieder, die nun auch über Kapital verbunden sind.
Für Spotter bedeutet die Fusion vor allem eins: Übergangsbemalungen. Ex-Vistara-Flugzeuge fliegen teils noch in der dunklen Aubergine-Optik mit goldenen Akzenten, bis sie in der Werft neu lackiert werden. Wie du solche Mischformen sauber erfasst, beschreibt der Guide zu Hybrid- und Mischlackierungen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code AI: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und Tickets.
- ICAO-Code AIC: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen AIRINDIA: so meldet sich die Besatzung im Funk.
- Kennzeichen VT-: das Länderpräfix Indiens, gefolgt von drei Buchstaben, etwa VT-AN… bei der 787-8.
Der Buchstabenblock nach VT- ist bei Air India oft nach Typ gruppiert. Das ist keine feste Regel, hilft dir aber beim schnellen Einordnen: Wer ein paar Kennzeichen-Blöcke kennt, ahnt schon am Kennzeichen, ob eine 787 oder ein A350 kommt.
Tracker richtig lesen
Auf Trackern taucht Air India als AIC mit Flugnummer auf. Bei Flügen, die früher von Vistara kamen, lohnt ein Blick auf Typ und Kennzeichen – so erkennst du auch ohne Sicht auf das Leitwerk, ob dir ein ex-Vistara-Jet begegnet. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll nutzt, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: alt und neu nebeneinander
Ende 2025 umfasste die Flotte nach gängigen Übersichten rund 190 Flugzeuge. Die genaue Zahl ändert sich laufend, weil neue Jets zulaufen und ältere geleaste Maschinen zurückgehen. Die folgende Tabelle zeigt die Typen und ihre Rolle – ohne Anspruch auf tagesaktuelle Stückzahlen.
| Typ | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Airbus A319 / A320 | Inland, ältere Kurzstreckenflotte | Wird durch A320neo ersetzt, wird seltener |
| Airbus A320neo | Inland und Regionalstrecken | Größte Teilflotte, viele davon ex-Vistara |
| Airbus A321 / A321neo | Inland, Golfregion, Asien | A321neo teils noch in Vistara-Optik |
| Airbus A350-900 | Langstrecke, Flaggschiff | Fliegt in der neuen Bemalung, 316 Sitze in drei Klassen |
| Airbus A350-1000 | Langstrecke | Bestellt, erste Auslieferungen ab 2026 angekündigt |
| Boeing 777-300ER | Langstrecke mit hoher Nachfrage | Einziger Typ mit First Class (in der Standardkabine vier Sitze) |
| Boeing 787-8 | Langstrecke und Regionalverkehr | Rückgrat der Langstrecke, Kabinen werden erneuert |
| Boeing 787-9 | Langstrecke | Ex-Vistara-Maschinen, dazu fabrikneue aus der Bestellung von 2023 |
Die Airbus A350-900 ist das Symbol des Neuanfangs. Air India setzte sie ab dem 22. Januar 2024 zunächst im Inland ein, bevor sie auf internationale Strecken wechselte. Die größere A350-1000 ist bestellt und ergänzt die Langstreckenflotte, sobald sie in Dienst geht.
Bei Boeing bleibt die Boeing 787-8 der wichtigste Langstreckentyp. Air India gehört zu den frühen 787-Kunden und betreibt eine der größeren 787-8-Flotten. Die gestreckte 787-9 kam mit der Vistara-Fusion in die Flotte; weitere, fabrikneue 787-9 stammen aus der Großbestellung von 2023. Für die nachfragestarken Strecken – etwa nach London oder Nordamerika – setzt Air India die Boeing 777-300ER ein. Die klassische Boeing 747-400 ist Geschichte: Die letzten vier Exemplare wurden 2024 an einen Teilehändler verkauft.
Die A350 von Air India fehlt dir noch?
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Die Großbestellung von 2023
Im Februar 2023 bestellte Air India auf einen Schlag 470 Flugzeuge bei Airbus und Boeing – eine der größten Bestellungen der Luftfahrtgeschichte. Darin enthalten waren 210 Flugzeuge der A320neo-Familie, 40 A350, 190 Boeing 737 MAX, 20 Boeing 787-9 und 10 Boeing 777-9. Im Dezember 2024 kamen 100 weitere Airbus-Flugzeuge dazu, 90 aus der A320neo-Familie und 10 A350. Die 737 MAX sind vor allem für Air India Express gedacht.
Parallel investiert Air India in die bestehende Flotte. Im September 2024 startete ein Nachrüstprogramm für die älteren Jets, das bei den A320neo mit neuen Kabinen begann. Die Großraumflugzeuge folgen nach und nach: Die erste neu eingerichtete 787-8 traf im April 2026 wieder in Delhi ein, die 777-300ER folgen. Von außen siehst du davon wenig – aber oft fällt die Nachrüstung mit einer neuen Lackierung zusammen.
Woran du Air India erkennst
Am 10. August 2023 präsentierte Air India eine neue Marke mit neuer Bemalung. Seitdem prägen tiefes Rot, Aubergine und Gold das Bild. Am Leitwerk sitzt ein großes, geschwungenes Muster, das an ein Chakra und an traditionelle Fensterbögen erinnert. Das neue Logo heißt „The Vista“ und zeigt in Gold die Spitze eines solchen Fensterbogens. Der Maharaja tritt in der neuen Marke deutlich zurück.
Die ältere Bemalung von 2007 ist ebenfalls noch unterwegs: weißer Rumpf, rotes Leitwerk und ein stilisierter Schwan, in dem das Konark-Rad steckt – eine Anspielung auf das Sonnenrad des Konark-Tempels. Dazu kommen die ex-Vistara-Flugzeuge in Aubergine. Wer alle drei Varianten fotografiert, hat die Übergangszeit der Airline vollständig im Archiv.
Leitwerk prüfen
Großes Rot-Gold-Muster heißt neue Bemalung, roter Schwan heißt alte Air-India-Optik, dunkle Aubergine deutet auf ex-Vistara.
Kennzeichen lesen
VT- zeigt die indische Registrierung. Der Buchstabenblock danach hilft beim Einordnen von Typ und Herkunft.
Tracker abgleichen
AIC plus Flugnummer bestätigt Air India. IX und eigener ICAO-Code stehen dagegen für Air India Express.
Bemalung notieren
Halte fest, in welcher Optik das Flugzeug fliegt. In ein paar Jahren sind die Übergangs-Liveries verschwunden.
Daneben gibt es Sonderbemalungen. Mehrere Flugzeuge tragen die Star-Alliance-Optik in Weiß und Grau mit großem Allianz-Logo, darunter Exemplare der A320neo und der 777-300ER. Wie sich Allianz-Bemalungen unterscheiden, zeigt der Artikel zu Star-Alliance-, oneworld- und SkyTeam-Lackierungen.
Achtung Verwechslung
A350 und 787 werden auf der Langstrecke gern verwechselt, gerade bei Air India, wo beide in derselben neuen Bemalung fliegen. Achte auf die Cockpitfenster: Der A350 hat die dunkle „Maske“ um die Fenster, die 787 eine glatte Nase mit vier Frontscheiben. Mehr dazu im Guide A350 oder Boeing 787?.
Air India in Europa spotten
In Deutschland ist Frankfurt der Ort, an dem du Air India am sichersten siehst: Die Airline fliegt dorthin aus Delhi und aus Mumbai. Düsseldorf stand früher ebenfalls im Netz, wird aber nicht mehr angeflogen. Für Frankfurt eignet sich zum Beispiel die Aussichtsplattform Zeppelinheim; mehr Spots und Tipps findest du im Planespotting-Guide Frankfurt und auf der Seite zum Flughafen Frankfurt.
Deutlich mehr Air India bekommst du in Großbritannien zu sehen. Die Airline fliegt nach London-Heathrow, außerdem nach London-Gatwick und Birmingham. Heathrow ist dabei das wichtigste Ziel, mit Flügen aus mehreren indischen Städten. Klassische Spots sind Myrtle Avenue und Hatton Cross; Details liefert der Heathrow-Guide. Weitere europäische Ziele sind unter anderem Paris, Amsterdam, Wien, Zürich, Kopenhagen, Mailand und Rom.
Gute Chancen auf Air India, wenn …
- du in London-Heathrow spottest – dort ist Air India regelmäßig zu sehen
- du in Frankfurt die Ankünfte aus Delhi und Mumbai im Flugplan findest
- du gezielt auf eine bestimmte Bemalung wartest und den Flug vorher im Tracker prüfst
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – das Netz hat sich mehrfach geändert
- du auf einen bestimmten Typ hoffst, denn Air India tauscht die Muster je nach Verfügbarkeit
Eher kein Air-India-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen ohne Indien-Verbindung stehst
Wer selbst nach Indien reist, sollte sich vor dem Fotografieren genau informieren: Die Regeln für Fotos an Flughäfen sind dort deutlich strenger als in Europa. Was gilt, erklärt der Artikel Planespotting in Indien. In Delhi begegnen dir neben Air India vor allem IndiGo und Akasa Air.
Der Absturz von Flug AI171
Zur Geschichte gehört auch das schwerste Unglück der jüngeren Air-India-Zeit. Am 12. Juni 2025 stürzte eine Boeing 787-8 mit dem Kennzeichen VT-ANB kurz nach dem Start in Ahmedabad auf dem Weg nach London-Gatwick ab. 241 der 242 Menschen an Bord sowie 19 Menschen am Boden kamen ums Leben, ein Passagier überlebte. Die indische Unfalluntersuchungsbehörde AAIB leitet die Untersuchung. Ihr vorläufiger Bericht vom Juli 2025 beschreibt, dass die Treibstoffschalter beider Triebwerke kurz nach dem Abheben von „Run“ auf „Cutoff“ wechselten. Den aktuellen Stand zum Abschlussbericht veröffentlicht die AAIB. Bewertungen über die Ursache hinaus überlassen wir den Behörden.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Im Ausland gelten oft eigene Regeln – informier dich vorher, was am jeweiligen Flughafen erlaubt ist.
Häufige Verwechslungen
- Air India mit Air India Express verwechseln – die Low-Cost-Schwester hat eine eigene Optik und fliegt mit dem IATA-Code IX, in Europa siehst du sie praktisch nicht.
- Ex-Vistara-Jets als eigene Airline notieren – seit November 2024 fliegen sie für Air India, auch wenn sie noch Aubergine tragen.
- Alte und neue Bemalung gleichsetzen – für eine saubere Sammlung lohnt es sich, die Livery getrennt zu notieren.
- A350 für eine 787 halten – die dunkle Fenstermaske verrät den Airbus.
- 777-300ER für eine 787-9 halten – die 777 hat sechs Räder pro Hauptfahrwerk und deutlich größere Triebwerke. Mehr dazu unter Boeing 777 und 787 unterscheiden.
- Air India für einen Teil von Singapore Airlines halten – Singapore Airlines ist beteiligt, aber die Mehrheit liegt bei Tata.
Air India im Blick behalten
Beobachte Kennzeichen, die A350 oder Special Liveries von Air India und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air India steht mitten im größten Umbau ihrer Geschichte. Unter Tata hat die Airline Vistara übernommen, eine der größten Flugzeugbestellungen überhaupt aufgegeben und sich eine neue Marke gegeben. Für Spotter ist das eine besondere Phase: Alte Bemalung mit rotem Schwan, neue Optik in Rot, Aubergine und Gold und ex-Vistara-Jets fliegen gleichzeitig. Wer jetzt Kennzeichen, Typ und Livery notiert, dokumentiert eine Übergangszeit, die in ein paar Jahren vorbei ist.
Kurzfazit
Air India (IATA AI, ICAO AIC) ist Indiens Flag Carrier, gehört zur Tata-Gruppe und ist Mitglied der Star Alliance. In Europa siehst du vor allem 787, 777-300ER und A350 – in bis zu drei verschiedenen Bemalungen.
Zusammenfassung
- Air India erkennst du heute an zwei Welten: der neuen Bemalung in Rot, Aubergine und Gold und der älteren mit rotem Schwan am Leitwerk.
- Die Vistara-Fusion bringt zusätzliche Übergangs-Liveries in die Flotte – ein dankbares Feld für Spotter, die Bemalungen sammeln.
- Auf der Langstrecke fliegt Air India Boeing 777-300ER, 787-8, 787-9 und Airbus A350-900; die A350-1000 ist bestellt.
- In Deutschland ist Frankfurt der Ort, an dem du Air India am sichersten siehst; in London kommen Heathrow, Gatwick und Birmingham dazu.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air India?
Der IATA-Code von Air India ist AI, der ICAO-Code AIC. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „AIRINDIA“. Die Kennzeichen der Flugzeuge beginnen wie bei allen indischen Airlines mit VT-.
Wem gehört Air India?
Air India gehört seit dem 27. Januar 2022 der indischen Tata-Gruppe. Der Staat hatte die Airline 1953 verstaatlicht, 2021 wurde sie privatisiert. Mit der Fusion mit Vistara im November 2024 ist auch Singapore Airlines, der frühere Partner bei Vistara, an Air India beteiligt.
Was ist mit Vistara passiert?
Vistara war ein Gemeinschaftsunternehmen von Tata und Singapore Airlines und flog ab 2015. Am 12. November 2024 ging die Airline in Air India auf. Die Marke Vistara verschwand, die rund 70 Flugzeuge – vor allem A320neo, A321neo und Boeing 787-9 – fliegen seitdem für Air India und werden schrittweise umlackiert.
Gehört Air India zu einer Allianz?
Ja. Air India ist seit dem 11. Juli 2014 Mitglied der Star Alliance. Damit gehört sie zum selben Allianz-Netz wie etwa Lufthansa, und einige Flugzeuge tragen eine Star-Alliance-Sonderbemalung.
Welche Flugzeuge fliegt Air India?
Auf der Kurz- und Mittelstrecke vor allem die Airbus-A320-Familie, darunter viele A320neo und A321neo. Auf der Langstrecke fliegt Air India Boeing 777-300ER, Boeing 787-8, 787-9 und Airbus A350-900. Bestellt sind unter anderem weitere A350 einschließlich der A350-1000, Boeing 787-9, 777-9 und für die Tochter Air India Express Boeing 737 MAX.
Wie unterscheide ich die alte von der neuen Air-India-Bemalung?
Die ältere Bemalung hat einen weißen Rumpf und ein rotes Leitwerk mit einem stilisierten Schwan, in dem das Konark-Rad steckt. Die neue Bemalung seit 2023 setzt auf tiefes Rot, Aubergine und Gold: Das Leitwerk zeigt ein großes Fenster- und Chakra-Muster, das Logo „The Vista“ ist golden.
Wo kann ich Air India in Deutschland spotten?
Am verlässlichsten in Frankfurt: Air India fliegt dorthin aus Delhi und Mumbai. Frühere Ziele wie Düsseldorf werden nicht mehr bedient. Prüf vor dem Spotten den aktuellen Flugplan, denn Air India hat ihr Langstreckennetz in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst.
Was ist der Unterschied zwischen Air India und Air India Express?
Air India ist die Netzwerk-Airline mit Langstrecke und mehreren Klassen. Air India Express (IATA IX) ist die Low-Cost-Schwester der Gruppe, fliegt mit Boeing 737 und Airbus A320neo vor allem Kurz- und Mittelstrecken. In Europa begegnet dir praktisch nur Air India selbst.
Air India im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A350-1000
Schwarze Cockpit-Maske, gebogene Flügelspitzen und ein Rumpf von fast 74 Metern auf sechsrädrigen Fahrwerken: Die A350-1000 ist die große A350. So erkennst du sie und trennst sie sicher von A350-900 und Boeing 777.
FlugzeugtypBoeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
Weitere Airlines
Air India Express
Die Low-Cost-Airline der Air-India-Gruppe: gemischte Flotte aus Boeing 737 und Airbus A320, Wachstum mit der 737-8, starke Golf-Verbindungen und eine auffällige orange-türkise Bemalung seit 2023.
Low-CostIndiGo
Indiens größte Airline: eine der größten Airbus-A320neo-Flotten der Welt, dazu ATR-Turboprops, eine Rekordbestellung über 500 Flugzeuge und A350 für die Langstrecke ab 2027.
Low-CostAkasa Air
Indiens jüngste große Low-Cost-Airline: Start im August 2022, ausschließlich Boeing 737 MAX, orange Heckpartie mit violettem Schriftzug und eine Bestellung über 226 Flugzeuge.
NetzwerkSingapore Airlines
Die Netzwerk-Airline aus Singapur: reines Drehkreuz Changi, größter A350-Betreiber, Erstkunde von A380 und 787-10 – und in Frankfurt und München ein Pflichtmotiv für Langstrecken-Fans.
NetzwerkLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Air India Group
Von der Tata-Gründung 1932 über fast 70 Jahre Staatsbesitz zurück zu Tata: Die Air India Group bündelt heute Air India als Netzwerk-Airline und Air India Express als Low-Cost-Marke – und baut mit einer der größten Flugzeugbestellungen der Geschichte ihre Flotte neu auf.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Delhi Indira Gandhi International
Indiens verkehrsreichster Flughafen: Indira Gandhi International in Delhi hat vier Start- und Landebahnen, Indiens ersten erhöhten Rollweg und ist Heimat von Air India und einer der größten Basen von IndiGo. Für Spotter ein Fest aus A320neo, 787 und A350 – mit Regeln, die du vorher kennen musst.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
Wo du Air India vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
AnflugschneiseMyrtle Avenue am Flughafen London Heathrow
Am Ende einer ruhigen Wohnstraße in Hatton liegt eine Wiese direkt unter dem Endanflug auf die Piste 27L. Hier ziehen A380, 777 und A350 so tief über dich hinweg wie kaum irgendwo sonst in Europa – vorausgesetzt, du kennst den Runway-Wechsel von Heathrow.
AnflugschneiseHatton Cross am Flughafen London Heathrow
Hatton Cross ist für die meisten Spotter nur die U-Bahn-Station auf dem Weg zur Myrtle Avenue. Dabei liegen rund um den Knoten an der Südostecke von Heathrow eigene Standpunkte unter dem Anflug auf die 27L – mit anderem Licht, anderen Winkeln und kürzeren Wegen.
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