Das Wichtigste in Kürze
- Aerospace Bristol zeigt die Concorde G-BOAF, die als letzte gebaut wurde und am 26. November 2003 den allerletzten Concorde-Flug nach Filton absolvierte.
- Das Museum steht auf historischem Boden: In Filton wurde seit 1910 Flugzeugbau betrieben – vom Boxkite über die Brabazon und die Britannia bis zur Concorde.
- Die Concorde ist begehbar: Du gehst durch die Kabine, siehst eine Projektionsshow und bei Abendführungen auch das Cockpit.
- Im Workshop wird live restauriert – unter anderem der Bristol Freighter NZ5911, laut Museum der letzte seiner Art in Europa.
- Kein Flugbetrieb: Für Starts und Landungen fährst du zum Flughafen Bristol.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Filton: hundert Jahre Flugzeugbau an einem Ort
- 7.Concorde G-BOAF „Alpha Foxtrot“
- 8.Die Aerospace Galleries
- 9.Conservation in Action: Restaurierung live
- 10.Fotografieren im Museum
- 11.Besuch planen
- 12.Aerospace Bristol mit Flughäfen und Museen kombinieren
- 13.Fazit
- 14.Häufige Fragen
Steckbrief
| Träger | Bristol Aero Collection Trust – gemeinnützige Stiftung (Registered Charity) |
|---|---|
| Lage | Hayes Way, Patchway, Bristol BS34 5BZ – auf dem früheren Flugplatz Filton im Norden von Bristol |
| Eröffnung | 17. Oktober 2017 |
| Gebäude | Zwei denkmalgeschützte Hangars aus der Zeit des Ersten Weltkriegs (Grade II) plus eigens gebaute Concorde-Halle |
| Hauptattraktion | Concorde G-BOAF „Alpha Foxtrot“ – zuletzt gebaute und zuletzt geflogene Concorde, begehbar |
| Weitere Großobjekte | Bristol Sycamore XL824, Bristol Type 173 XF785, Britannia-Bug G-ALRX, Sea Harrier, Bloodhound-Rakete, Nachbauten von Boxkite, Scout, F.2B Fighter und Babe |
| In Restaurierung | Bristol Bolingbroke 9048 und Bristol Freighter NZ5911 im Conservation-in-Action-Workshop |
| Sammlung | Laut Nachschlagewerken über 8.000 Objekte, dazu ein Archiv zur Bristoler Luftfahrtindustrie |
| Öffnungszeiten | Laut Museum im Herbst 2026 in der Regel täglich 10 bis 16.30 Uhr; Schließtage (etwa 24. bis 26. Dezember) vorher prüfen |
| Anreise | Kostenloser Parkplatz; Bahnhof Bristol Parkway rund 3,4 km entfernt, Weiterfahrt per Bus oder Taxi |
| Offizielle Website | aerospacebristol.org |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Aerospace Bristol aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Aerospace Bristol
- In der Concorde G-BOAF gestanden – der Maschine, mit der der Concorde-Flugbetrieb endete
- Das Olympus 593 im Schnitt gesehen, das Triebwerk hinter dem Überschallflug
- Den Bug der Britannia G-ALRX fotografiert, eines frühen Exemplars des „Whispering Giant“
- Die Hubschrauber Sycamore XL824 und Type 173 XF785 abgehakt – beide in Filton entwickelt
- Der Bristol Freighter NZ5911 im Workshop entdeckt, laut Museum das letzte Exemplar in Europa
- Den Fortschritt an der Bolingbroke 9048 verfolgt, einem Blenheim-Ableger aus kanadischer Produktion
- Am Fahrwerk einer A340-600 im Eingangsbereich gestanden – ein Gruß vom heutigen Airbus-Standort Filton
- Jedes Exponat mit Kennzeichen oder Seriennummer notiert, inklusive früherer Registrierungen
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Die letzte Concorde, die jemals geflogen ist – am Ort, an dem sie gebaut wurde
- Concorde von innen begehbar, mit Sonderführungen bis ins Cockpit
- Seltene Bristol-Typen wie Freighter, Sycamore und Type 173, die du anderswo kaum siehst
- Restaurierung live im Conservation-in-Action-Workshop
- Kostenloser Parkplatz und gute Kombination mit dem Flughafen Bristol
Wo es hakt
- Kein Flugbetrieb mehr – der Flugplatz Filton ist seit Ende 2012 geschlossen
- Viele Ausstellungsstücke sind Nachbauten, Modelle oder Teilstücke statt kompletter Flugzeuge
- Ohne Auto etwas umständlich: von den Bushaltestellen noch ein Stück zu Fuß
- In der Concorde-Halle steht die Maschine dicht – Gesamtaufnahmen brauchen Weitwinkel
Es gibt Flugzeuge, die stehen im Museum, weil irgendwann jemand einen Platz für sie gefunden hat. Und es gibt Concorde G-BOAF. Sie wurde in Filton gebaut, startete hier zu ihrem ersten Flug, und am 26. November 2003 setzte sie hier zum letzten Mal auf – als letzte Concorde, die überhaupt je geflogen ist. Heute steht Alpha Foxtrot wenige hundert Meter von ihrer alten Landebahn entfernt in einer eigenen Halle. Drumherum erzählt Aerospace Bristol gut hundert Jahre Flugzeugbau, vom Doppeldecker aus Holz und Stoff bis zum Airbus-Flügel. Für Spotter mit einem Herz für britische Luftfahrt ist das ein Pflichtziel.
Alpha Foxtrot in deinen Hangar
In Planetrack postest du jede Museumsmaschine mit Foto, Typ, Kennzeichen und Ort und sammelst sie in deinem Hangar – die letzte Concorde inklusive. Planetrack startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Filton: hundert Jahre Flugzeugbau an einem Ort
Um Aerospace Bristol zu verstehen, musst du den Ort kennen. 1910 gründete der Unternehmer Sir George White, dem auch die Bristoler Straßenbahn gehörte, die British and Colonial Aeroplane Company – untergebracht in Werkstattschuppen der Tram in Filton. Das erste Erfolgsmodell war der Boxkite, ein Doppeldecker nach französischem Vorbild. 1920 wurde aus der Firma die Bristol Aeroplane Company, deren Name über Jahrzehnte für Flugzeuge und Flugmotoren stand.
Im Ersten Weltkrieg richtete das Royal Flying Corps 1915 am Fuß des Filton Hill einen Flugplatz ein, der zum Werksflugplatz des Unternehmens wurde. In den Zwischenkriegsjahren entstanden hier Jäger wie die Bulldog und Sternmotoren wie der Jupiter, im Zweiten Weltkrieg Blenheim und Beaufighter. Am 25. September 1940 trafen deutsche Bomber die Werke schwer.
Brabazon, Britannia und Freighter
Nach dem Krieg dachte Bristol groß – wörtlich. Für die Bristol Brabazon, ein riesiges Transatlantik-Verkehrsflugzeug, entstand eine Montagehalle, die damals als größter Hangar der Welt galt, und die Piste wurde auf rund 2.440 Meter verlängert. Am 4. September 1949 hob der Prototyp mit Chefpilot Bill Pegg zu seinem 25-minütigen Erstflug ab. In Serie ging die Brabazon nie: 1953 wurde das Programm gestoppt und das einzige geflogene Exemplar verschrottet. Im Museum erinnern ein Reifen und ein Modell an das Projekt.
Erfolgreicher war die Bristol Type 170 Freighter, ein bulliger Transporter, der am 2. Dezember 1945 in Filton zum ersten Mal flog. 214 Exemplare wurden gebaut. Bekannt wurde der Typ als Autofähre über den Ärmelkanal und als Transporter der neuseeländischen Luftwaffe. Mit der Bristol Britannia folgte ein viermotoriger Turboprop für die Langstrecke, den unter anderem die BOAC flog. Wegen seiner leisen Triebwerke bekam er den Spitznamen „Whispering Giant“.
Vom Werksflugplatz zum Wohnviertel
1960 ging die Flugzeugsparte in der British Aircraft Corporation (BAC) auf, aus der später British Aerospace und schließlich BAE Systems wurde. In der großen Brabazon-Halle wurden nach der Britannia auch die britischen Concordes endmontiert. Am 9. April 1969 startete hier der britische Prototyp 002 zu seinem Erstflug.
Zum 31. Dezember 2012 schloss BAE Systems den Flugplatz. Auf Teilen des Geländes wächst seit 2020 das Wohnviertel Brabazon. Ganz verschwunden ist die Industrie aber nicht: Airbus ist bis heute der größte Nutzer auf dem Areal und entwickelt in Filton Tragflächen. Dass im Eingangsbereich des Museums ein Fahrwerk der A340-600 steht und in den Galerien ein Flügel der A319, ist deshalb kein Zufall.
Concorde G-BOAF „Alpha Foxtrot“
Der Star des Hauses hat einen ungewöhnlich langen Lebenslauf. Die Concorde mit der Werknummer 216 wurde ohne festen Kunden gebaut. Ihren Erstflug absolvierte sie am 20. April 1979 in Filton – weiß lackiert und mit dem Kennzeichen G-BFKX. Für den Verkauf an British Airways war zwischenzeitlich die Registrierung G-N94AF vorgesehen, die aber nie auf das Flugzeug gemalt wurde. Am 12. Juni 1980 erhielt sie das Kennzeichen G-BOAF, einen Tag später ging sie an British Airways.
| Datum | Station |
|---|---|
| 20. April 1979 | Erstflug in Filton als G-BFKX |
| 13. Juni 1980 | Auslieferung an British Airways als G-BOAF |
| 1. Januar 1983 | Rekord: New York–London in 2 Std. 56 Min. 35 Sek. |
| April 1989 | Weltumrundung über rund 38.000 Meilen |
| 1997 | Erste BA-Concorde in der Lackierung „Chatham Dockyard“ |
| 2001 | Entwicklungsflugzeug für die Sicherheitsumbauten nach dem Absturz von Paris |
| 26. November 2003 | Letzter Flug, Landung in Filton |
| 7. Februar 2017 | Einzug in die neue Concorde-Halle |
Laut Museum hielt Alpha Foxtrot mit ihrer Atlantiküberquerung von 1983 fünf Jahre lang den Rekord für den schnellsten kommerziellen Flug von New York nach London. Nach dem Absturz einer Air-France-Concorde im Juli 2000 war sie die Maschine, an der British Airways die Umbauten für die Rückkehr in den Liniendienst entwickelte: Kevlar-Auskleidungen der Tanks, neue Reifen und geschützte Elektrik in den Fahrwerksschächten. Am 17. Juli 2001 flog sie als erste Concorde nach der Zwangspause wieder.
Der letzte Flug
Nachdem British Airways den Linienbetrieb im Oktober 2003 eingestellt hatte, wurden die Maschinen auf Museen verteilt. Alpha Foxtrot kehrte nach Hause zurück: Am 26. November 2003 landete sie in Filton und beendete damit endgültig die Ära des Überschall-Passagierflugs. Danach stand sie rund 14 Jahre unter freiem Himmel auf dem Flugplatz, bis das Museum fertig war. Am 7. Februar 2017 wurde sie über das Flugfeld gezogen und über eine Rampe in ihre neue Halle bugsiert.
Ins Cockpit nur bei Sonderführungen
Beim normalen Besuch gehst du durch die Kabine und siehst die Projektionsshow. Das Cockpit gibt es bei den Concorde After-Hours Tours am Abend. Im Herbst 2026 sind laut Museum zwei Termine angesetzt: „Mach One“ am 24. Oktober mit Rundgang unter dem Rumpf, vorderer Kabine, Cockpit und Simulator sowie „Mach Two“ am 28. November mit Vortrag zum Olympus-Triebwerk, Cockpitbesuch und Vorführung der absenkbaren Nase. Die Plätze sind knapp, früh buchen lohnt sich.
Rund um die Concorde
In der Halle steht neben dem Flugzeug ein Olympus 593, das Nachbrenner-Triebwerk, das Rolls-Royce gemeinsam mit Snecma für die Concorde baute und dessen Wurzeln bei Bristol Siddeley in Filton liegen. Dazu kommen Windkanalmodelle, Ermüdungsprüfstücke aus dem Testprogramm, Schulungstafeln für die Crews und eine frühe Version des Cockpits. Wer sich für die Technik hinter Mach 2 interessiert, findet hier mehr als in den meisten anderen Concorde-Museen.
Frühere Kennzeichen mitloggen
G-BOAF flog zuerst als G-BFKX – und war zwischenzeitlich als G-N94AF vorgesehen. Notiere bei Museumsflugzeugen alle bekannten Registrierungen, sonst weißt du später nicht mehr sicher, was du gesehen hast. Mit Planetrack hältst du Typ, Kennzeichen und Ort in einem Beitrag fest und setzt fehlende Concordes auf die Wunschliste deines Hangars. Die App startet bald – sichere dir über die Warteliste frühen Zugang.
Die Aerospace Galleries
Der Rundgang durch die Galerien folgt der Zeitachse. Er beginnt bei den Pionieren um 1910 mit einem flugfähigen Nachbau des Boxkite und einer Straßenbahn als Erinnerung an die Anfänge in den Tram-Schuppen. Es folgen Nachbauten der Bristol Scout, des F.2B Fighter und des kleinen Sportflugzeugs Bristol Babe. Über dem F.2B-Nachbau hängt das originale Gerüst eines Bristol Fighter, das 2020 aus Nordamerika zurückkam und bis 2022 konserviert wurde.
Für Spotter, die gern Kennzeichen sammeln, sind die Exponate der Nachkriegszeit interessant:
| Exponat | Kennung | Warum es sich lohnt |
|---|---|---|
| Bristol Type 171 Sycamore HR.14 | XL824 | Hubschrauber aus Bristoler Entwicklung, Version HR.14 |
| Bristol Type 173 | XF785 | Tandemrotor-Hubschrauber, ein seltener Bristol-Typ |
| Bristol Britannia (Rumpfbug) | G-ALRX | Teilstück eines frühen Britannia-Exemplars |
| Sea Harrier | – | 2017 per Chinook-Hubschrauber angeliefert |
| Bristol Bloodhound Mk II | – | Flugabwehrrakete aus Bristoler Entwicklung |
| Beaufighter Mk IIF | – | Vorderrumpf im Schnitt |
Den Sea Harrier brachte am 8. März 2017 ein Chinook der Royal Air Force direkt auf das Gelände. Ergänzt wird die Militärabteilung durch Lenkwaffen wie Sea Wolf, Sea Skua und Sea Dart.
Motoren, Raumfahrt und Gegenwart
Bristol war nicht nur Flugzeug-, sondern auch Motorenstadt. In den Galerien stehen Sternmotoren wie Jupiter, Hercules und Centaurus, dazu die Turboprop- und Strahltriebwerke Proteus und Orpheus. Wer davon nicht genug bekommt, schaut ins Depot Hangar 16R mit mehr als 60 Flugmotoren, das laut Museum täglich von 13 bis 15 Uhr zugänglich ist und auch geführt besichtigt werden kann.
Die jüngeren Epochen widmen sich der Raumfahrt mit einer Skylark-Höhenforschungsrakete und Satellitenmodellen von Ariel IV bis Giotto sowie der heutigen Industrie. Hier findest du Rumpfsegmente der BAe 146, einen Fan des Trent 1000, einen Waffensimulator des Eurofighter Typhoon und eine Cockpit-Simulation der A320.
Conservation in Action: Restaurierung live
In einem weiteren denkmalgeschützten Hangar aus dem Ersten Weltkrieg liegt der Conservation-in-Action-Workshop. Hier arbeiten Ehrenamtliche an historischen Bristol-Flugzeugen, und du schaust ihnen dabei über die Schulter.
Bolingbroke 9048
Die Bolingbroke ist die in Kanada gebaute Variante der Bristol Blenheim. Das Museumsexemplar flog bei der Royal Canadian Air Force und wurde aus den USA nach Bristol geholt. Seit Jahren baut das Team es Stück für Stück wieder auf: Laut Museum kam Ende 2022 der rechte Flügel an, im Juni 2023 der linke, im Januar 2024 folgte der Heckkonus. Bei jedem Besuch siehst du einen anderen Stand.
Bristol Freighter NZ5911
Das zweite große Projekt ist der Bristol Freighter Mk 31M NZ5911, einst bei der Royal New Zealand Air Force im Einsatz. Ehrenamtliche und Spender holten ihn 2018 aus Neuseeland zurück. Laut Museum gibt es weltweit nur noch zwölf Freighter, und dieser ist der letzte in Europa. Er wird wieder zusammengesetzt, wetterfest gemacht und als begehbares Exponat aufbereitet. Wer sich für diese Arbeit interessiert, findet im Beitrag zum Ehrenamt in Luftfahrtmuseen einen Einstieg.
Seltene Bristol-Typen abhaken
Freighter, Sycamore, Britannia: In deinem Planetrack-Hangar siehst du auf einen Blick, welche Klassiker dir noch fehlen, und postest jede Sichtung mit Foto und Daten. Planetrack startet bald – zur Warteliste.
Fotografieren im Museum
Aerospace Bristol ist kein Spotterplatz im klassischen Sinn – in Filton startet und landet nichts mehr. Fotografisch ist das Museum trotzdem spannend, verlangt aber eine andere Ausrüstung als der Flughafenzaun.
Concorde in der Halle
Die Concorde-Halle ist auf das Flugzeug zugeschnitten, der Abstand für eine Gesamtansicht ist entsprechend knapp. Ein Weit- oder Standardzoom ist hier wichtiger als das Tele. Achte bei kurzen Brennweiten auf verzerrte Ränder, gerade an der langen, schlanken Rumpfnase. Grundlagen stehen im Beitrag zu Weitwinkel- und Normalobjektiven. Lohnend sind auch Details: die Deltaflügel von unten, die Triebwerkseinläufe, das Fahrwerk oder die Nase.
Galerien und Workshop
In den Hangars ist das Licht gemischt. Hohe ISO und eine ruhige Hand bringen mehr als ein Blitz, der auf Lack und Vitrinenglas reflektiert. Viele Exponate hängen oder stehen eng beieinander – Ausschnitte wirken oft besser als der Versuch, alles aufs Bild zu bekommen. Wer Museumsflugzeuge sicher zuordnen will, findet Hilfe im Beitrag Oldtimer am Himmel erkennen.
Früh da sein
Kurz nach Öffnung ist es in der Concorde-Halle am ruhigsten – weniger Menschen vor dem Flugzeug, sauberere Bilder.
Weitwinkel einpacken
Für die Concorde und die Galerien brauchst du eher kurze Brennweiten als das Tele.
Ohne Blitz arbeiten
Lack und Glas reflektieren stark. Lieber ISO hochdrehen und gezielt belichten.
Kennungen notieren
Kennzeichen und Seriennummern wie XL824 oder NZ5911 gleich mitschreiben.
Workshop zweimal besuchen
Wer öfter kommt, dokumentiert den Fortschritt an Bolingbroke und Freighter über die Jahre.
Besuch planen
Das Museum liegt an der Hayes Way in Patchway, im Norden von Bristol, und ist über die Ausfahrten 16 und 17 der M5 erreichbar; die Museumsseite beschreibt beide Routen. Der Parkplatz ist laut Museum kostenlos, um eine Spende wird gebeten.
Ohne Auto ist der Bahnhof Bristol Parkway der nächste größere Knoten, rund 3,4 Kilometer entfernt. Von dort fährt die Buslinie Y6 stündlich Richtung Cribbs Causeway bis zur Haltestelle High Leaze Road. Aus der Innenstadt erreichst du das Museum mit dem Metrobus M4 bis Brabazon Park oder der Linie 75 bis Gipsy Patch Lane. Von den meisten Haltestellen sind es noch etwa 800 Meter zu Fuß. Dazu gibt es den Rufbus WESTlink mit einem virtuellen Halt direkt am Museum.
Laut Museum ist im Herbst 2026 in der Regel täglich von 10 bis 16.30 Uhr geöffnet, an einzelnen Tagen weichen die Zeiten ab. Vom 24. bis 26. Dezember bleibt das Haus geschlossen. Prüfe Öffnungszeiten und Ticketpreise kurz vor dem Besuch auf der offiziellen Website. Das Café ist auch ohne Museumsticket zugänglich.
Rund um Flugplätze in Großbritannien
Im Museum ist privates Fotografieren üblich. Wenn du den Besuch mit einem aktiven Flughafen oder dem Airbus-Gelände kombinierst, gelten andere Regeln – fotografiere nur von öffentlichem Grund aus. Was du beim Spotten im Vereinigten Königreich beachten musst, erklärt der Beitrag Spotten in Großbritannien.
Aerospace Bristol mit Flughäfen und Museen kombinieren
Weil in Filton nichts mehr fliegt, ergänzt du den Museumstag am besten mit einem aktiven Flughafen. Der Flughafen Bristol liegt südwestlich der Stadt und bietet vor allem europäischen Ferien- und Low-Cost-Verkehr. Alle Hinweise zum Standort selbst findest du beim Spot Aerospace Bristol am ehemaligen Flugplatz Filton. Im Sommer lohnt sich der Blick in den Airshow-Kalender: Das Royal International Air Tattoo in Fairford findet in Gloucestershire statt – auf dem Flugplatz, auf dem der britische Concorde-Prototyp 1969 nach seinem Erstflug landete.
Für eine Concorde-Rundreise durch Großbritannien bieten sich weitere Ziele an. Das Brooklands Museum bei Weybridge zeigt mit G-BBDG eine Concorde aus der Testphase, das IWM Duxford bei Cambridge die Vorserienmaschine G-AXDN. Schottland-Reisende finden eine weitere im National Museum of Flight. Militärisch Interessierte fahren zum RAF Museum Cosford oder ins RAF Museum Hendon. Und wer das französische Gegenstück sehen will, findet in Toulouse das Aeroscopia mit gleich zwei Concordes. Die Geschichte des Typs von 1969 bis 2003 erzählt der Beitrag zur Concorde.
Aerospace Bristol passt zu dir, wenn …
- du die letzte Concorde aus nächster Nähe und von innen sehen willst
- dich britische Industriegeschichte und seltene Bristol-Typen reizen
- du Restaurierungsarbeit live erleben möchtest
Vorher klären, wenn …
- du ins Concorde-Cockpit willst – das geht nur bei Sonderführungen
- du Hangar 16R mit Führung sehen möchtest
Eher woanders, wenn …
- du Flugbewegungen oder Airshows erleben willst
- du vor allem viele komplette Flugzeuge in einer Halle suchst
Vom Museum an den Zaun
Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht, Sonnenstand-Planer und Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen und Special Liveries: Planetrack plant den Flughafen-Teil deiner England-Tour mit. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Aerospace Bristol ist das Museum eines Ortes, an dem britische Luftfahrtgeschichte geschrieben wurde. In Filton entstanden der Boxkite, die Brabazon, die Britannia und die britischen Concordes, und hier endete 2003 mit der Landung von Alpha Foxtrot das Überschallzeitalter im Passagierverkehr. Dass genau diese Maschine heute in Sichtweite ihrer alten Piste steht, macht den Besuch besonders.
Fliegen siehst du in Filton nichts mehr. Dafür bekommst du eine begehbare Concorde mit viel Technik drumherum, seltene Hubschrauber und Transporter aus Bristoler Produktion und eine Werkstatt, in der Geschichte gerade wieder zusammengesetzt wird. Kombiniert mit dem Flughafen Bristol oder einer weiteren Concorde in Brooklands oder Duxford wird daraus eine runde Spotter-Reise.
Kurzfazit
Aerospace Bristol zeigt die letzte Concorde, die je geflogen ist, am Ort ihres Baus – dazu ein Jahrhundert Bristoler Flugzeugbau. Weitwinkel einpacken, für das Cockpit eine Abendführung buchen und für Flugbewegungen den Flughafen Bristol einplanen.
Zusammenfassung
- Aerospace Bristol ist das Luft- und Raumfahrtmuseum auf dem früheren Werksflugplatz Filton im Norden von Bristol, eröffnet im Oktober 2017.
- Herzstück ist die Concorde Alpha Foxtrot, die 2003 als letzte Concorde überhaupt landete und seit Februar 2017 in einer eigenen Halle steht.
- Die Galerien erzählen die Bristoler Industriegeschichte vom Boxkite bis zu Airbus-Flügeln, ergänzt um Hubschrauber, Raketen und Satellitenmodelle.
- Für Flugbewegungen kombinierst du den Besuch mit dem Flughafen Bristol oder einer Airshow in Südwestengland.
Häufige Fragen
Was ist Aerospace Bristol?
Ein Luft- und Raumfahrtmuseum auf dem ehemaligen Flugplatz Filton im Norden von Bristol. Getragen wird es vom gemeinnützigen Bristol Aero Collection Trust, geöffnet hat es am 17. Oktober 2017. Die Ausstellung liegt in zwei denkmalgeschützten Hangars aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und einer eigens gebauten Concorde-Halle.
Warum heißt G-BOAF „die letzte Concorde“?
Aus zwei Gründen: Alpha Foxtrot war das zuletzt gebaute Exemplar und machte am 26. November 2003 mit der Landung in Filton den letzten Flug, den eine Concorde je absolviert hat. Seitdem ist keine Concorde mehr in der Luft gewesen. Die ganze Geschichte des Typs steht im Beitrag zur Concorde.
Kann ich in die Concorde hinein?
Ja. Laut Museum gehst du an Bord, siehst eine Projektionsshow und Erinnerungsstücke. Wer ins Cockpit möchte, bucht eine der Concorde After-Hours Tours. Im Herbst 2026 sind dafür laut Museum Termine am 24. Oktober und 28. November angesetzt, die Plätze sind begrenzt.
Gibt es in Filton noch Flugbetrieb?
Nein. BAE Systems hat den Flugplatz zum 31. Dezember 2012 geschlossen, auf Teilen des Geländes wächst seither das Wohnviertel Brabazon. Für Starts und Landungen ist der Flughafen Bristol südwestlich der Stadt die nächste Adresse.
Wie komme ich ohne Auto zu Aerospace Bristol?
Der nächste größere Bahnhof ist Bristol Parkway, laut Museum rund 2,1 Meilen (etwa 3,4 km) entfernt. Von dort fährt die Buslinie Y6 Richtung Cribbs Causeway bis High Leaze Road. Aus der Innenstadt bringen dich der Metrobus M4 oder die Linie 75 in die Nähe. Von den meisten Haltestellen läufst du noch rund eine halbe Meile.
Wie viel Zeit sollte ich einplanen?
Für Concorde-Halle, Galerien und Workshop empfiehlt das Museum mindestens drei Stunden. Wer jedes Exponat fotografieren und das Motorendepot Hangar 16R anschauen will, plant besser einen halben Tag ein.
Welche anderen Concordes kann ich in Großbritannien sehen?
Die Testmaschine G-BBDG steht im Brooklands Museum bei London, die Vorserienmaschine G-AXDN im IWM Duxford bei Cambridge. Weitere Exemplare stehen unter anderem in Schottland im National Museum of Flight und in Manchester.
Sichtungen rund um Aerospace Bristol sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
British Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
BA / BOABOAC
Historische britische Langstrecken-Staatsairline: BOAC flog von 1939 bis 1974, startete 1952 den ersten Jet-Liniendienst der Welt und ging mit BEA in British Airways auf.
Typische Flugzeuge
Aérospatiale/BAC Concorde
Deltaflügel, absenkbare Nase, vier Olympus-Triebwerke mit Nachbrenner: Die Concorde ist ein historischer Typ mit nur 20 gebauten Flugzeugen. Hier findest du Technik, Varianten, jede Registrierung und den Standort jedes erhaltenen Exemplars.
FlugzeugtypBristol Britannia
Vier Proteus-Turboprops, ein langer, schlanker Rumpf und ein leiser Auftritt, der ihr den Spitznamen Whispering Giant einbrachte: Die Britannia war Großbritanniens Langstrecken-Turboprop – und kam einige Jahre zu spät.
FlugzeugtypHawker Siddeley Harrier / BAe Sea Harrier
Vier schwenkbare Düsen, ein einziges Triebwerk und Stützräder an den Flügelspitzen: Der Harrier war das erste einsatzfähige Kampfflugzeug, das senkrecht starten und landen konnte. Hier liest du seine Geschichte vom P.1127 bis zum Sea Harrier und erfährst, wo du die erste Generation heute noch findest.
FlugzeugtypAirbus A340-600
Über 75 Meter lang, vier Triebwerke, ein Mittelfahrwerk mit vier Rädern: Die A340-600 ist der längste Airbus, der je gebaut wurde. Im Oktober 2026 verabschiedet Lufthansa den Typ – so erkennst du ihn und wo du ihn noch findest.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
Spotting-Spots rund um Aerospace Bristol
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aerospace Bristol – Luftfahrtmuseum am ehemaligen Flugplatz Filton
Auf dem alten Werksflugplatz im Norden von Bristol steht die letzte gebaute Concorde – und du darfst einsteigen. Drumherum erzählt Aerospace Bristol über hundert Jahre Flugzeugbau in Filton, von der Boxkite bis zum Airbus-Flügel. So holst du als Spotter das Beste aus dem Besuch heraus.
MuseumIWM Duxford – Museum und Flugplatz bei Cambridge
Auf dem alten Spitfire-Flugplatz südlich von Cambridge stehen SR-71, B-52 und Concorde in den Hallen – und draußen rollen flugfähige Warbirds zur Graspiste. So planst du deinen Spottertag in Duxford, ob an einem ruhigen Werktag oder mitten im Airshow-Trubel.
MuseumRAF Museum Midlands am Flugplatz RAF Cosford
Freier Eintritt, alle drei V-Bomber unter einem Dach und eine TSR-2 im Testflug-Hangar: Das RAF Museum Midlands liegt direkt am aktiven RAF-Flugplatz Cosford in Shropshire. So holst du als Spotter das Maximum aus Hangars, Außenfläche und Air-Show-Tag heraus.
Weitere Einträge
Brooklands Museum
Auf dem Gelände der ersten Rennstrecke der Welt baute Vickers Wellington, Viscount und VC10. Heute stehen dort eine Concorde, die VC10 des Sultans von Oman und ein Bomber aus dem Loch Ness – der Guide für Luftfahrtfans, die Brooklands bei Weybridge besuchen.
MuseumImperial War Museum Duxford
Duxford ist Museum und aktiver Flugplatz zugleich: In den Hangars des früheren RAF-Jägerflugplatzes stehen Concorde, SR-71 und B-52, auf dem Vorfeld warten flugfähige Spitfires – und mehrmals im Jahr hebt alles ab, was Propeller hat. Der Guide für Airshow-Besucher und Spotter.
MuseumRAF Museum Cosford
Das RAF Museum Cosford in Shropshire – seit 2022 offiziell RAF Museum Midlands – zeigt alle drei britischen V-Bomber in einer Halle, den Überschall-Prototyp TSR-2 und laut Museum die älteste Spitfire Mk I der Welt. Der Eintritt ist frei, das Museum liegt auf einer aktiven RAF-Station, und einmal im Jahr wird das Gelände zum Schauplatz einer großen Airshow.
MuseumRAF Museum London (Hendon)
Das RAF Museum London steht auf dem früheren Flugplatz Hendon im Norden der Stadt – einem der Geburtsorte der britischen Luftfahrt. In sechs Hangars erzählt es die Geschichte der Royal Air Force von den Holz-und-Stoff-Doppeldeckern des Ersten Weltkriegs über Spitfire, Lancaster und Vulcan bis zu Tornado und Eurofighter. Der Eintritt ist frei, ein kostenloses Ticket buchst du vorab online.
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