Das Wichtigste in Kürze
- Concorde in Manhattan: Die British-Airways-Concorde G-BOAD steht seit 2003 am Pier 86 neben dem Flugzeugträger Intrepid.
- Rekordmaschine: G-BOAD flog am 7. Februar 1996 in 2 Stunden, 52 Minuten und 59 Sekunden von New York nach London – die schnellste Atlantiküberquerung einer Concorde.
- Betreten nur mit Tour: Ins Innere kommst du über die 20-minütige Concorde-Tour, die laut Museum 15 US-Dollar zusätzlich kostet.
- Mehr als die Concorde: Space Shuttle Enterprise, eine A-12, eine F-14 und das U-Boot Growler gehören zum regulären Eintritt.
- Fototechnik: Stative und Selfie-Sticks sind nicht erlaubt – plane mit Weitwinkel aus der Hand.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Ein Flugzeugträger als Museum
- 7.Concorde G-BOAD: die Rekordmaschine
- 8.Die Concorde-Tour
- 9.Space Shuttle Enterprise und das Flugdeck
- 10.Fotografieren am Pier 86
- 11.Besuch planen
- 12.Museum und Flughäfen kombinieren
- 13.Fazit
- 14.Häufige Fragen
Steckbrief
| Träger | Intrepid Museum Foundation – gemeinnützige Stiftung, Ende der 1970er-Jahre gegründet |
|---|---|
| Lage | Pier 86 am Hudson River, West 46th Street und 12th Avenue, Manhattan (Hell's Kitchen) |
| Eröffnung | 3. August 1982 als Intrepid Sea, Air & Space Museum; seit Oktober 2023 kurz „Intrepid Museum“ |
| Hauptexponat | Flugzeugträger USS Intrepid (CV-11) der Essex-Klasse, in Dienst gestellt 1943, seit 1986 National Historic Landmark |
| Concorde | G-BOAD („Alpha Delta“) von British Airways, seit November 2003 in New York, auf dem Pier neben dem Träger |
| Weitere Highlights | Space Shuttle Enterprise im Space Shuttle Pavilion, Lockheed A-12, Grumman F-14, U-Boot USS Growler |
| Öffnungszeiten | Laut Museum Oktober bis März täglich 10 bis 17 Uhr; April bis September werktags 10 bis 17 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen bis 18 Uhr; letzter Einlass eine Stunde vor Schluss |
| Eintritt | Laut Museum (Stand Oktober 2026) 38 US-Dollar für Erwachsene; Concorde-Tour als Zusatzticket für 15 US-Dollar |
| Geschlossen | Thanksgiving und erster Weihnachtstag |
| Offizielle Website | intrepidmuseum.org |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Intrepid Museum aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Intrepid Museum
- Unter dem Delta-Flügel der Concorde G-BOAD gestanden – dem Flugzeug mit dem schnellsten Atlantikflug aller Concordes
- Die schmale Kabine der Concorde bei der Tour von innen gesehen
- Das Kennzeichen G-BOAD am Heck notiert und in deinen Hangar eingetragen
- Das Space Shuttle Enterprise im Pavillon auf dem Flugdeck fotografiert
- Die Lockheed A-12 gesehen, die schlanke Vorgängerin der SR-71
- Die F-14 Tomcat auf dem Flugdeck abgehakt
- Die Concorde mit der Skyline von Manhattan im Hintergrund aufs Bild bekommen
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Eine der wenigen Concordes, die du betreten kannst – mitten in Manhattan
- Concorde, Space Shuttle und Flugzeugträger an einem Ort
- Zentral gelegen und ohne Auto gut erreichbar
- Viele Flugzeuge unter freiem Himmel auf dem Flugdeck, mit Tageslicht statt Hallenlampen
- Lässt sich gut mit Spotting an JFK, Newark oder LaGuardia kombinieren
Wo es hakt
- Concorde-Tour kostet extra und ist in der Zahl der Plätze begrenzt
- Stative, Selfie-Sticks und professionelle Ausrüstung sind laut Museum nicht erlaubt
- An Wochenenden und in Ferienzeiten sehr voll
- Für New Yorker Verhältnisse günstig, absolut gesehen aber kein billiger Museumstag
- Exponate können für Restaurierungen zeitweise fehlen – die Concorde war 2023/24 monatelang weg
Concorde-Fans haben auf der Welt nur eine Handvoll Orte, an denen sie dem Überschalljet noch ganz nah kommen. Einer davon liegt mitten in Manhattan, am Ufer des Hudson: Auf dem Pier 86, direkt neben einem Flugzeugträger aus dem Zweiten Weltkrieg, steht die British-Airways-Concorde G-BOAD. Kein anderes Exemplar war länger in der Luft, und kein anderes flog schneller über den Atlantik. Drumherum bietet das Intrepid Museum noch ein Space Shuttle, eine A-12 Blackbird, eine F-14 und ein U-Boot. Hier erfährst du, was dich erwartet, wie du in die Concorde hineinkommst und worauf du als Fotograf achten musst.
G-BOAD in deinem Hangar
In Planetrack postest du die Concorde mit Foto, Typ, Kennzeichen und Airline und sammelst sie in deinem Hangar – neben jeder anderen Museumsmaschine. Planetrack startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Ein Flugzeugträger als Museum
Bevor es um die Concorde geht, ein Blick auf das größte Exponat: die USS Intrepid (CV-11). Der Flugzeugträger der Essex-Klasse lief im April 1943 vom Stapel und wurde im August desselben Jahres in Dienst gestellt. Im Pazifikkrieg traf ihn ein Torpedo, später schlugen mehrfach Kamikaze-Flugzeuge ein. Wegen seiner vielen Werftaufenthalte bekam er von der Besatzung wenig schmeichelhafte Spitznamen, wegen seiner Einsätze aber auch den Beinamen „Fighting I“.
Nach dem Krieg wurde der Träger mehrfach modernisiert, bekam ein schräges Flugdeck und flog Einsätze im Vietnamkrieg. Für die Raumfahrtgeschichte wichtig: Die Intrepid barg 1962 den Astronauten Scott Carpenter mit seiner Mercury-Kapsel Aurora 7 und 1965 die Besatzung von Gemini 3. Im März 1974 wurde sie endgültig außer Dienst gestellt.
Eine Ende der 1970er-Jahre gegründete Stiftung rettete das Schiff vor der Verschrottung. Am 3. August 1982 eröffnete es als Intrepid Sea, Air & Space Museum an Pier 86. Seit 1986 ist der Träger als National Historic Landmark geschützt. Von Oktober 2006 bis November 2008 war das Museum geschlossen: Der Träger wurde – nachdem man ihn erst aus dem Schlick am Pier freibaggern musste – in eine Werft geschleppt und saniert, gleichzeitig entstand der Pier neu. Im Oktober 2023 verkürzte das Museum seinen Namen auf Intrepid Museum.
Concorde G-BOAD: die Rekordmaschine
Die Concorde war das Gemeinschaftsprojekt von British Aircraft Corporation und Aérospatiale. Insgesamt entstanden 20 Exemplare, davon flogen nur 14 im Linienverkehr – je sieben bei British Airways und Air France. Die ganze Geschichte des Überschall-Airliners, vom Erstflug bis zum Ende 2003, erzählt der Beitrag Concorde: Geschichte des Überschall-Airliners.
Steckbrief einer besonderen Maschine
Die G-BOAD trägt die Werknummer 210 und flog am 25. August 1976 zum ersten Mal, im britischen Filton bei Bristol. Wo sie gebaut wurde, kannst du heute bei Aerospace Bristol nachvollziehen, wo die letzte gebaute Concorde steht. Die G-BOAD gehörte zur British-Airways-Flotte und flog vor allem die Paradestrecke London Heathrow – New York JFK.
Eine Kuriosität: Für einen gemeinsamen Dienst von British Airways und Singapore Airlines zwischen Bahrain und Singapur trug die G-BOAD 1977 für einige Monate und dann von 1979 bis 1981 eine geteilte Lackierung – auf der linken Seite in den Farben von Singapore Airlines, auf der rechten in denen von British Airways. Fotos aus dieser Zeit sind heute begehrte Sammlerstücke.
Der Atlantik-Rekord von 1996
Am 7. Februar 1996 flog die G-BOAD von New York JFK nach London Heathrow in 2 Stunden, 52 Minuten und 59 Sekunden. Das ist die schnellste Atlantiküberquerung, die eine Concorde im Liniendienst je geschafft hat. Zum Vergleich: Ein heutiger Großraumjet ist auf derselben Strecke mehr als doppelt so lange unterwegs. Möglich machten das eine Reisegeschwindigkeit von rund Mach 2, Reiseflughöhen bis zu 60.000 Fuß und – auf dem Weg nach Osten – kräftiger Rückenwind.
Mit 23.397 Flugstunden hat die G-BOAD nach gängigen Angaben auch mehr Zeit in der Luft verbracht als jede andere Concorde. Ihren letzten Linienflug absolvierte sie am 22. Oktober 2003 von New York nach London.
Vom letzten Flug auf den Pier
Am 10. November 2003, wenige Wochen nach dem Ende des Concorde-Betriebs bei British Airways, verließ die G-BOAD Heathrow zum letzten Mal und landete in New York JFK. Dort wurden die Triebwerke ausgebaut, und die Maschine kam auf einen Lastkahn, der zuvor Außentanks des Space Shuttles transportiert hatte. So fuhr die Concorde an der Freiheitsstatue vorbei den Hudson hinauf zur Intrepid – ein Bild, das in New York viele Zuschauer anlockte.
Zunächst stand sie auf einem Kahn neben dem Träger. Während der Sanierung des Museums zog sie im Dezember 2006 vorübergehend zum Floyd Bennett Field in Brooklyn. Dort traf Ende Juni 2008 ein Lastwagen ihre Nasenspitze. Nach der Reparatur kehrte sie im Oktober 2008 zurück und steht seitdem direkt auf dem Pier. Im August 2023 verließ sie Manhattan noch einmal per Kahn für eine Restaurierung mit neuer Lackierung und kam im März 2024 zurück.
Kennzeichen am Heck, Geschichte im Logbuch
Die sieben Concordes von British Airways trugen die Kennzeichen G-BOAA bis G-BOAG. Bei Air France waren es F-BVFA, F-BVFB, F-BVFC, F-BVFD und F-BVFF sowie F-BTSC und F-BTSD – ein F-BVFE gab es nie. Notier dir das Kennzeichen jeder Concorde, die du siehst – so behältst du den Überblick, welche Exemplare dir noch fehlen. In Planetrack hältst du jede Sichtung mit Kennzeichen, Airline und Ort fest und setzt fehlende Concordes auf die Wunschliste deines Hangars. Die App startet bald – sichere dir über die Warteliste frühen Zugang.
Die Concorde-Tour
Von außen siehst du die Concorde schon beim Gang über den Pier. Hinein kommst du nur mit der geführten Concorde-Tour. Laut Museum (Stand Oktober 2026) gilt:
| Punkt | Was du wissen musst |
|---|---|
| Dauer | 20 Minuten |
| Startzeiten | ab 11 Uhr, alle 30 Minuten |
| Inhalt | Rundgang durch das Flugzeug mit Erklärungen zur Technik |
| Preis | 15 US-Dollar zusätzlich zum Eintritt, für Mitglieder 5 US-Dollar |
| Alter | ab 5 Jahren, unter 16 nur mit Erwachsenen |
| Zugang | über Treppen, kein Kinderwagen, keine großen Taschen oder Koffer |
| Sprache | nur Englisch |
Die Plätze sind begrenzt. Buch die Tour am besten gleich zusammen mit dem Eintrittsticket für ein festes Zeitfenster, besonders an Wochenenden und in den Sommerferien.
Was dich drinnen erwartet, überrascht viele: Die Kabine ist eng. Vier Sitze pro Reihe, ein schmaler Gang, kleine Fenster – Luxus bedeutete bei der Concorde vor allem Zeitgewinn, nicht Platz. Gerade deshalb lohnt sich der Blick von innen. Du verstehst danach besser, warum der Rumpf so schlank sein musste und wie viel Technik in diesem Flugzeug steckte, etwa die vier Olympus-593-Triebwerke von Rolls-Royce und Snecma.
Concorde-Fotos teilen
Mit Planetrack postest du deine Concorde-Bilder, die Community liked und kommentiert sie – vielleicht wird deins das Foto der Woche. Planetrack startet bald – zur Warteliste.
Space Shuttle Enterprise und das Flugdeck
Das zweite große Luft- und Raumfahrt-Highlight steht oben auf dem Träger: das Space Shuttle Enterprise. Der Prototyp flog nie ins All, sondern diente Ende der Siebzigerjahre für Gleit- und Landetests. Huckepack auf dem Boeing 747 Shuttle Carrier Aircraft kam die Enterprise im April 2012 zum Flughafen JFK, im Juni 2012 folgte die Fahrt per Kahn zum Museum. Seit Juli 2012 steht sie im Space Shuttle Pavilion auf dem Flugdeck. Ende Oktober 2012 beschädigte Hurrikan Sandy den Pavillon und das Museum musste vorübergehend schließen. Der Pavillon ist im regulären Eintritt enthalten.
Auf dem Flugdeck und im Hangardeck stehen außerdem Militärflugzeuge, darunter:
- Lockheed A-12 – das CIA-Aufklärungsflugzeug, Vorläufer der SR-71 Blackbird; nach gängigen Angaben das erste Serienexemplar
- Grumman F-14 Tomcat – ein Exemplar, das 1973 als Prototyp für die „Super Tomcat“ diente
- General Dynamics F-16A, eine frühe Version der F-16 Fighting Falcon
- Hawker Siddeley AV-8C Harrier des US Marine Corps, eine Version des Harrier-Senkrechtstarters
- IAI Kfir aus Israel
- eine Goodyear FG-1D Corsair, ein Marinejagdflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg
Die Aufstellung ändert sich gelegentlich, weil Flugzeuge in die Restaurierung gehen oder umgestellt werden. Wenn du wegen eines bestimmten Exponats anreist, prüf vorher die Website. Neben dem Träger liegt zudem das U-Boot USS Growler, ein Boot aus dem Kalten Krieg, das nukleare Marschflugkörper vom Typ Regulus tragen konnte. Es wurde Ende 1988 zum Museum geschleppt und ist seit 1989 für Besucher geöffnet.
Fotografieren am Pier 86
Fotografisch ist das Intrepid ein Zwitter. Die Concorde und die Flugzeuge auf dem Flugdeck stehen unter freiem Himmel, also zählen Tageslicht und Sonnenstand. Im Hangardeck, im Shuttle-Pavillon und in der Concorde-Kabine arbeitest du dagegen mit wenig und gemischtem Kunstlicht.
Die Concorde von außen
Die Concorde steht auf dem Pier, du kannst um sie herumgehen. Der Pier verläuft vom Ufer nach Westen in den Hudson. Am späten Nachmittag steht die Sonne damit grob über dem Fluss und leuchtet die zur Stadt gewandten Flächen an, morgens kommt das Licht eher von der Stadtseite. Welche Seite der Maschine wann im Licht liegt, hängt von ihrer genauen Aufstellung ab – prüf das vor Ort oder mit dem Sonnenstand-Planer. Ein besonderes Motiv ist die Concorde mit Teilen der Skyline von Midtown dahinter.
Für eine Gesamtaufnahme des langen, schlanken Rumpfs brauchst du ein Weitwinkel oder ein Standardzoom am kurzen Ende. Wer nah dran ist, findet Detailmotive: die abgesenkte Nase, die Hauptfahrwerke, die markante Form des Delta-Flügels von unten. Welche Brennweite sich wofür eignet, erklärt der Beitrag Weitwinkel- und Normalobjektive beim Spotting.
Früh da sein
Kurz nach der Öffnung sind Pier und Flugdeck leerer. Die Concorde ohne Menschen davor bekommst du am ehesten am Vormittag unter der Woche.
Ohne Stativ planen
Stative und Selfie-Sticks sind nicht erlaubt. In der Kabine und im Hangardeck hilft eine höhere ISO, ein lichtstarkes Objektiv und ein Bildstabilisator.
Leicht reisen
Es gibt keine Garderobe, große Taschen dürfen nicht in die Concorde. Eine kleine Kameratasche mit ein bis zwei Objektiven reicht.
Kabine bewusst fotografieren
In der Tour bist du nicht allein und nur kurz drin. Konzentrier dich auf ein, zwei Motive: Sitzreihen mit Gang, die kleinen Fenster, Details der Ausstattung.
Vom Flugdeck nach unten
Vom Flugdeck des Trägers hast du eine erhöhte Perspektive auf den Pier. Probier aus, ob die Concorde von oben ins Bild passt.
Fotoregeln des Museums
Private Fotos und Videos sind laut Museum erlaubt. Nicht erlaubt sind Stative, Selfie-Sticks, andere Kameraverlängerungen und professionelle Ausrüstung. Für professionelle Shootings verlangt das Museum eine vorherige Absprache. Was sonst beim Fotografieren in den USA gilt, fasst der Beitrag Planespotting in den USA zusammen.
Besuch planen
Öffnungszeiten und Tickets
Laut Museum (Stand Oktober 2026) ist von Oktober bis März täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Von April bis September gilt werktags dasselbe, an Wochenenden und Feiertagen ist bis 18 Uhr offen. Letzter Einlass ist jeweils eine Stunde vor Schluss. Geschlossen ist an Thanksgiving und am ersten Weihnachtstag. Das Museum weist darauf hin, dass sich die Zeiten kurzfristig ändern können.
Online gekaufte Tickets gelten für ein festes 30-Minuten-Zeitfenster. Der reguläre Eintritt kostet laut Museum 38 US-Dollar für Erwachsene und umfasst Träger, Shuttle-Pavillon, Growler und Sonderausstellungen. Die Concorde-Tour und weitere Zusatzangebote kosten extra. Kinder bis vier Jahre, US-Veteranen und aktive Militärangehörige haben freien Eintritt. Das Intrepid ist außerdem in Kombitickets wie dem New York CityPASS enthalten.
Anreise
Das Museum liegt an Pier 86, Ecke West 46th Street und 12th Avenue, im Westen von Midtown Manhattan. Einen eigenen Besucherparkplatz gibt es nicht, mit dem Auto anzureisen lohnt sich in Manhattan ohnehin kaum. Die nächste Anlegestelle von NYC Ferry ist Midtown West an Pier 79; von dort gehst du laut Museum 10 bis 15 Minuten am Fluss entlang nach Norden. Viele Besucher kommen zu Fuß aus dem Bereich Times Square. Allgemeine Tipps zur Reiseplanung, von der Einreise bis zur Kameraausrüstung im Handgepäck, sammelt der Beitrag Planespotting-Reise in die USA.
Wie viel Zeit brauchst du im Intrepid?
Grober Richtwert ohne Anreise, Wartezeiten und längere Pausen.
Museum und Flughäfen kombinieren
Das Intrepid ist kein Spotterplatz – Linienverkehr siehst du vom Pier aus nicht planbar. Dafür liegt es ideal, um einen Museumstag mit Spotting an den drei großen Flughäfen der Region zu verbinden. Am Flughafen JFK, wo die G-BOAD einst ihre Rekordflüge begann und 2003 zum letzten Mal landete, ist das TWA Hotel mit Blick aufs Vorfeld ein beliebter Ausgangspunkt. Für LaGuardia gilt der Planeview Park in Queens als Klassiker, und auf der anderen Seite des Hudson liegt der Flughafen Newark. Wie du die Tage in New York aufteilst, beschreibt der Beitrag Planespotting in New York.
Wer auf Concorde-Tour durch die USA gehen will, findet zwei weitere Exemplare: die Air-France-Maschine F-BVFA im Udvar-Hazy Center am Flughafen Washington Dulles und die G-BOAG im Museum of Flight in Seattle. Militärluftfahrt in ganz anderer Größenordnung bietet das National Museum of the US Air Force in Dayton. Und wer den sowjetischen Gegenentwurf zur Concorde kennenlernen will, liest den Beitrag zur Tupolew Tu-144 – im Technik Museum Sinsheim stehen beide Überschall-Airliner nebeneinander.
Das Intrepid passt zu dir, wenn …
- du einmal in einer Concorde stehen willst
- dich Space Shuttle und Kalter-Krieg-Jets genauso reizen
- du in New York bist und einen halben Tag ohne Flughafen füllen willst
Vorher klären, wenn …
- du die Concorde-Tour an einem Wochenende machen willst
- du mit großer Fotoausrüstung oder Stativ unterwegs bist
- du wegen eines bestimmten Flugzeugs anreist
Eher woanders, wenn …
- du Linienverkehr und Landungen fotografieren willst
- du eine riesige Flugzeugsammlung in Hallen suchst
Vom Pier zum Flughafenzaun
Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht, Wetter und Pisten am Flughafen und Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen und Special Liveries: Planetrack plant deinen New-York-Trip mit. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Das Intrepid Museum ist eine ungewöhnliche Mischung: ein Flugzeugträger mit Kriegs- und Raumfahrtgeschichte, ein Space Shuttle auf dem Flugdeck und auf dem Pier daneben eine der berühmtesten Concordes überhaupt. Die G-BOAD ist nicht irgendein Exemplar, sondern die Maschine mit den meisten Flugstunden und dem schnellsten Atlantikflug aller Concordes – und du kannst sie betreten.
Buch die Concorde-Tour gleich mit dem Eintritt, komm früh und lass das Stativ im Hotel. Dann bekommst du in ein paar Stunden Bilder, die du an kaum einem anderen Ort der Welt machen kannst – und hast noch Zeit für einen Abstecher an den Flughafenzaun.
Kurzfazit
Für Concorde-Fans ist das Intrepid ein Pflichtziel in New York: die Rekordmaschine G-BOAD zum Anfassen, dazu Space Shuttle Enterprise und A-12. Plane einen halben bis ganzen Tag ein und buche die Concorde-Tour im Voraus.
Zusammenfassung
- Das Intrepid Museum ist ein Flugzeugträger aus dem Zweiten Weltkrieg, der seit 1982 als Museum an Pier 86 in Manhattan liegt.
- Für Luftfahrtfans ist die Concorde G-BOAD das Highlight: die Maschine mit den meisten Flugstunden und dem schnellsten Atlantikflug aller Concordes.
- Dazu kommen das Space Shuttle Enterprise, Militärjets wie A-12 und F-14 sowie das U-Boot Growler.
- Die Concorde-Tour kostet extra und ist begrenzt – buche sie zusammen mit dem Eintritt und plane einen halben bis ganzen Tag ein.
Häufige Fragen
Welche Concorde steht im Intrepid Museum?
Die G-BOAD von British Airways, oft „Alpha Delta“ genannt. Sie flog 1976 zum ersten Mal, war bis zum Ende des Concorde-Betriebs 2003 im Liniendienst und kam im November 2003 nach New York. Mit 23.397 Flugstunden hat sie nach gängigen Angaben mehr Zeit in der Luft verbracht als jede andere Concorde.
Kann ich in die Concorde hineingehen?
Ja, aber nur mit der geführten Concorde-Tour. Sie dauert laut Museum 20 Minuten, startet ab 11 Uhr im Halbstundentakt und führt in das Flugzeug, wobei es vor allem um die Technik der Concorde geht. Die Tour kostet 15 US-Dollar zusätzlich zum Eintritt (Stand Oktober 2026), Mindestalter ist fünf Jahre. Kinderwagen und große Taschen bleiben draußen.
Welchen Rekord hält die G-BOAD?
Am 7. Februar 1996 flog sie in 2 Stunden, 52 Minuten und 59 Sekunden von New York JFK nach London Heathrow. Das gilt als schnellste Atlantiküberquerung, die eine Concorde im Linienverkehr je geschafft hat.
Wie kam die Concorde auf den Pier?
G-BOAD flog am 10. November 2003 ein letztes Mal von Heathrow nach JFK. Danach wurden die Triebwerke ausgebaut, und sie kam auf einen Lastkahn, der sie an der Freiheitsstatue vorbei den Hudson hinauf zum Museum brachte. Seit der Rückkehr 2008 steht sie direkt auf dem Pier statt auf einem Kahn.
Was kostet der Eintritt?
Laut Museum (Stand Oktober 2026) 38 US-Dollar für Erwachsene, 36 US-Dollar für Senioren und Studierende, 28 US-Dollar für Kinder von 5 bis 12 Jahren. Kinder bis 4 sowie US-Veteranen und Militärangehörige kommen frei hinein. Space Shuttle Pavilion und Growler sind inklusive, die Concorde-Tour nicht. Prüf die Preise vor dem Besuch auf der Website.
Darf ich ein Stativ mitbringen?
Nein. Laut Museum sind private Fotos und Videos erlaubt, Stative, Selfie-Sticks und andere Kameraverlängerungen sowie professionelle Ausrüstung aber nicht. Eine Garderobe oder Gepäckaufbewahrung gibt es nicht, du trägst alles den ganzen Tag mit dir.
Wie komme ich zum Intrepid Museum?
Das Museum liegt an Pier 86, Ecke West 46th Street und 12th Avenue. Einen eigenen Besucherparkplatz gibt es nicht. Die nächste Anlegestelle von NYC Ferry ist laut Museum Midtown West an Pier 79, von dort sind es zu Fuß rund 10 bis 15 Minuten nach Norden. Aus Midtown läufst du je nach Startpunkt eine knappe halbe Stunde Richtung Hudson.
Wo gibt es weitere Concordes zu sehen?
In den USA im Udvar-Hazy Center bei Washington (F-BVFA von Air France) und im Museum of Flight in Seattle (G-BOAG). In Europa unter anderem bei Aerospace Bristol, im Brooklands Museum, in East Fortune, in Sinsheim und in Le Bourget.
Sichtungen rund um Intrepid Museum sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
British Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
AF / AFRAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
SQ / SIASingapore Airlines
Die Netzwerk-Airline aus Singapur: reines Drehkreuz Changi, größter A350-Betreiber, Erstkunde von A380 und 787-10 – und in Frankfurt und München ein Pflichtmotiv für Langstrecken-Fans.
Typische Flugzeuge
Aérospatiale/BAC Concorde
Deltaflügel, absenkbare Nase, vier Olympus-Triebwerke mit Nachbrenner: Die Concorde ist ein historischer Typ mit nur 20 gebauten Flugzeugen. Hier findest du Technik, Varianten, jede Registrierung und den Standort jedes erhaltenen Exemplars.
FlugzeugtypTupolew Tu-144
Doppeldelta, ausklappbare Canards hinter dem Cockpit, vier Triebwerke nah an der Rumpfmitte: Die Tu-144 war das sowjetische Überschall-Verkehrsflugzeug und flog noch vor der Concorde. Hier findest du Technik, Varianten, jedes Exemplar und die Museumsstandorte.
FlugzeugtypLockheed SR-71 Blackbird
Titanrumpf, schwarze Hitzelackierung, Mach 3: Die SR-71 Blackbird hält seit 1976 den Geschwindigkeitsrekord für Flugzeuge mit Strahlantrieb. Hier erfährst du, wie sie funktionierte, woran du sie erkennst und wo die Museumsexemplare stehen.
FlugzeugtypGrumman F-14 Tomcat
Schwenkflügel, zwei Seitenleitwerke, zwei Mann Besatzung: Die F-14 Tomcat war 32 Jahre lang der Trägerjäger der US Navy und wurde mit Top Gun zur Popkultur-Ikone. Fliegend siehst du sie heute kaum noch – dafür in vielen US-Museen.
FlugzeugtypBoeing 747 Shuttle Carrier Aircraft (SCA)
Ein Jumbo mit einer Raumfähre auf dem Rücken: Die beiden Shuttle Carrier Aircraft der NASA gehören zu den spektakulärsten Flugzeugen überhaupt. Hier erfährst du, wie sie entstanden, was sie flogen und wo du sie heute siehst.
FlugzeugtypHawker Siddeley Harrier / BAe Sea Harrier
Vier schwenkbare Düsen, ein einziges Triebwerk und Stützräder an den Flügelspitzen: Der Harrier war das erste einsatzfähige Kampfflugzeug, das senkrecht starten und landen konnte. Hier liest du seine Geschichte vom P.1127 bis zum Sea Harrier und erfährst, wo du die erste Generation heute noch findest.
FlugzeugtypGeneral Dynamics F-16 Fighting Falcon
Ein Triebwerk, ein Seitenleitwerk, der Lufteinlass wie ein offener Mund unter der Nase und eine rahmenlose Glashaube: Die F-16 ist der Kampfjet, den du in Europa am häufigsten triffst. So erkennst du sie, ordnest die Versionen ein und weißt, wo sie fliegt.
Spotting-Spots rund um Intrepid Museum
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
TWA Hotel am Flughafen New York JFK
Ein Spot wie kein zweiter: Im ehemaligen TWA Flight Center von Eero Saarinen sitzt du auf dem Dach am Infinity-Pool, schaust auf die Piste 4L/22R und trinkst danach einen Cocktail in einer Lockheed Constellation – direkt neben Terminal 5.
AnflugschneisePlaneview Park am Flughafen New York LaGuardia
Der kleine Nachbarschaftspark in East Elmhurst liegt direkt vor der Schwelle der Piste 04 von LaGuardia. Bei passender Betriebsrichtung kommen die Jets über den Grand Central Parkway so tief herein, dass du Fahrwerk und Klappen aus nächster Nähe siehst – kostenlos und mitten in Queens.
MuseumSteven F. Udvar-Hazy Center am Flughafen Washington Dulles
Space Shuttle Discovery, die Rekord-SR-71, eine Air-France-Concorde und der Urvater der 707 unter einem Dach – und vom Aussichtsturm schaust du auf die Landungen am Washingtoner Drehkreuz Dulles. So planst du deinen Spottertag in der riesigen Außenstelle des Smithsonian.
MuseumMuseum of Flight am Boeing Field in Seattle
Am Südende von Boeing Field steht der erste Boeing 747 neben einer Concorde und der ersten Jet-Air-Force-One – und nebenan landen fabrikneue 737 nach ihren Testflügen. So verbindest du Museumstag und Spotting in Seattle.
Weitere Einträge
Steven F. Udvar-Hazy Center
Die zweite Halle des Smithsonian National Air and Space Museum steht direkt am Flughafen Washington Dulles: SR-71 Blackbird, die B-29 „Enola Gay“, eine Air-France-Concorde, die Dash 80 und das Space Shuttle Discovery unter einem Dach – Eintritt frei, Aussichtsturm zum Flughafen inklusive.
MuseumThe Museum of Flight
Das Museum of Flight an der Südwestecke von Boeing Field in Seattle zeigt mehr als 150 Luft- und Raumfahrzeuge – darunter den allerersten Boeing 747 mit der Kennung RA001, eine British-Airways-Concorde, die erste Air Force One mit Strahltriebwerken und Boeings Geburtsstätte, die Red Barn. Nebenan landet und startet echter Verkehr.
MuseumNational Air and Space Museum
Das National Air and Space Museum der Smithsonian Institution an der National Mall in Washington zeigt die Ikonen der Luftfahrtgeschichte im Original: den Wright Flyer von 1903, Lindberghs Spirit of St. Louis, die Bell X-1 und die Apollo-11-Kapsel Columbia. Nach einer mehrjährigen Komplettsanierung ist das Haus fast vollständig wieder geöffnet – der Eintritt ist frei, ein Zeitfenster-Ticket brauchst du trotzdem.
MuseumNational Museum of the US Air Force
Das nach eigenen Angaben größte Militärluftfahrtmuseum der Welt steht nicht in Washington, sondern auf einer aktiven Air Force Base in Ohio: vier riesige Hallen mit über 350 Flugzeugen und Raketen, darunter die Air Force One von Kennedy, die einzige erhaltene XB-70 und die B-17 „Memphis Belle“ – bei freiem Eintritt. Der Guide für Spotter und Museumsfans.
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