Das Wichtigste in Kürze
- Das Terminal ist Privatgelände: Auch wenn jeder hineinkommt, bestimmt der Flughafenbetreiber über seine Benutzungs- oder Hausordnung, was dort erlaubt ist.
- Private Fotos sind meist geduldet: Erinnerungsbilder und Spotteraufnahmen ohne großen Aufbau fallen im öffentlich zugänglichen Teil in der Regel nicht auf.
- An der Kontrollstelle ist Schluss: Sicherheitskontrollen, Personalzugänge und Sicherheitstechnik sind die typischen Tabuzonen – hier greifen Hausrecht und Luftsicherheit zusammen.
- Am Gate zählt der Blick nach draußen: Flugzeuge durch die Scheibe sind das Spottermotiv schlechthin. Heikel werden Vorfeldpersonal, Kontrollabläufe und Mitreisende im Bild.
- Fotografieren ist nicht Veröffentlichen: Für erkennbare Personen als Hauptmotiv brauchst du vor dem Posten grundsätzlich eine Einwilligung – das gilt unabhängig von jeder Hausordnung.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Die kurze Antwort
- 2.Drei Regelwerke, ein Gebäude
- 3.Zone für Zone: vom Vorplatz bis zum Gate
- 4.Die Sicherheitskontrolle: hier ist die Kamera tabu
- 5.Am Gate: das Spotterparadies hinter Glas
- 6.Boarding über das Vorfeld
- 7.Menschen im Bild: Fotografieren ist nicht Veröffentlichen
- 8.Wenn dich jemand anspricht
- 9.Worauf du achten solltest
- 10.Fazit
Du hast eingecheckt, das Gepäck ist weg, und durch die Glasfront rollt gerade ein Langstreckenjet in Sonderlackierung zum Gate. Die Kamera ist schnell gezückt – aber darfst du hier überhaupt? Das Fotografieren im Terminal ist eine der häufigsten Fragen von Spottern, die auf Reisen gehen. Die kurze Antwort: meistens ja, aber nicht überall und nicht alles. Dieser Guide führt dich vom Check-in über die Sicherheitskontrolle bis ans Gate und zeigt, welche Regeln wo greifen.
Sichtungen vom Gate festhalten
Mit Planetrack postest du deine Sichtungen mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Flughafen – auch die spontane Aufnahme durch die Gate-Scheibe landet so sauber in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Keine Rechtsberatung
Dieser Artikel gibt eine allgemeine Orientierung zur Lage in Deutschland. Benutzungs- und Hausordnungen unterscheiden sich von Flughafen zu Flughafen und werden immer wieder angepasst. Maßgeblich ist, was vor Ort ausgeschildert ist und was das Personal anordnet.
Die kurze Antwort
Ein Terminal ist öffentlich zugänglich, aber kein öffentlicher Raum. Du bewegst dich auf dem Gelände des Flughafenbetreibers, und der legt in seiner Flughafenbenutzungsordnung oder Hausordnung fest, was erlaubt ist. Private Fotos im öffentlich zugänglichen Teil sind in der Praxis selten ein Problem. Drei Dinge solltest du aber immer im Kopf haben:
- Kontrollstellen und Personalzugänge sind tabu. Hier treffen Hausrecht und Luftsicherheit aufeinander, und hier reagiert das Personal am empfindlichsten.
- Gewerbliche Aufnahmen brauchen fast immer eine Genehmigung. Das betrifft Auftragsarbeiten, Werbedrehs und oft auch Aufnahmen mit großem Aufbau.
- Menschen haben ein Recht am eigenen Bild. Das gilt unabhängig davon, was die Hausordnung zum Fotografieren sagt.
Wie weit das Hausrecht grundsätzlich reicht und wo seine Grenzen liegen, erklärt der Grundlagenartikel Hausrecht am Flughafen. Hier geht es um die Praxis im Gebäude.
Drei Regelwerke, ein Gebäude
Was im Terminal gilt, ergibt sich aus dem Zusammenspiel dreier Ebenen. Wer sie auseinanderhalten kann, versteht auch, warum dieselbe Kamerabewegung am Check-in harmlos und an der Kontrollstelle heikel ist.
Das Hausrecht des Betreibers. Es leitet sich aus Eigentum und Besitz ab und wird in der Benutzungs- oder Hausordnung konkretisiert. Darin steht, welche Bereiche wann zugänglich sind, welche Tätigkeiten eine Erlaubnis brauchen und wie man sich verhält. Mitarbeitende und beauftragte Sicherheitsdienste setzen diese Regeln vor Ort um. Wer einer Aufforderung zum Gehen nicht folgt, riskiert ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs nach § 123 StGB und ein Hausverbot – was das konkret bedeutet, steht im Artikel Platzverweis und Hausverbot am Flughafen.
Bei Flughäfen, die mehrheitlich der öffentlichen Hand gehören, kommt eine Besonderheit dazu: Das Bundesverfassungsgericht hat 2011 im Fraport-Urteil entschieden, dass solche Betreiber an die Grundrechte gebunden sind. Einschränkungen müssen dann sachlich begründet und verhältnismäßig sein. Gezielte Regeln wie ein Fotoverbot an der Kontrollstelle sind damit ohne Weiteres vereinbar.
Das Luftsicherheitsrecht. Ab der Kontrollstelle beginnt der Bereich, für den das Luftsicherheitsgesetz und die europäischen Vorgaben zur Luftsicherheit gelten. Nach § 5 LuftSiG dürfen Personen, die den Sicherheitsbereich betreten wollen, durchsucht oder anderweitig überprüft werden. Wer die Durchsuchung vor dem Betreten ablehnt, kann angehalten und aus diesen Bereichen verwiesen werden. Nach § 8 LuftSiG muss der Flughafenbetreiber die Luftseite gegen unbefugten Zutritt sichern. Den Rahmen dahinter erklären die Artikel zum Luftsicherheitsgesetz und zur EU-Luftsicherheitsverordnung.
Das Recht am eigenen Bild. Reisende, Crews, Bodenpersonal und Sicherheitskräfte sind Menschen mit Persönlichkeitsrechten. Nach § 22 Kunsturhebergesetz dürfen Bildnisse grundsätzlich nur mit Einwilligung verbreitet werden. § 23 KUG kennt Ausnahmen, etwa für Personen, die nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder Örtlichkeit erscheinen – aber nicht, wenn berechtigte Interessen der Abgebildeten verletzt werden.
Zone für Zone: vom Vorplatz bis zum Gate
Die folgende Einteilung ist keine amtliche Kategorie, sondern beschreibt, wie es an deutschen Verkehrsflughäfen typischerweise aussieht. Die Begriffe Landseite, Luftseite und Sicherheitsbereich erklärt der Guide Landseite, Luftseite, Sicherheitsbereich im Detail.
| Bereich | Wer hat das Sagen | Fotografieren in der Praxis | Worauf du achtest |
|---|---|---|---|
| Vorfahrt, Check-in-Halle | Flughafenbetreiber | private Fotos meist unproblematisch | Wege frei halten, keine Stative in Laufwegen |
| Geschäfte, Gastronomie | Betreiber und Mieter | je nach Geschäft, teils unerwünscht | Schilder am Eingang, Personal fragen |
| Warteschlange vor der Kontrolle | Betreiber, Übergang zur Luftsicherheit | zurückhaltend, Kontrollstelle nicht ins Bild | Kamera rechtzeitig wegpacken |
| Sicherheitskontrolle | Luftsicherheitsbehörde und Betreiber | untersagt bzw. tabu | keine Fotos, keine Videos, keine Diskussion |
| Abflugbereich, Gates | Betreiber, Zugang nur mit Bordkarte | Blick aufs Vorfeld meist geduldet | Personal, Boarding-Abläufe, Mitreisende |
| Vorfeld beim Bus-Boarding | Betreiber, Abfertiger, Crew | situationsabhängig | Weg nicht verlassen, Anweisungen folgen |
Check-in-Halle und landseitiger Bereich
Der landseitige Teil des Terminals ist der entspannteste. Hier halten sich Reisende, Abholer und Besucher auf, und eine Kamera fällt kaum auf. Typische Spottermotive sind Abflugtafeln, die Architektur der Halle oder – an Flughäfen mit verglasten Fassaden – erste Blicke aufs Vorfeld. Viele Flughäfen bieten zusätzlich Besucherbereiche, die ausdrücklich zum Schauen gedacht sind – etwa die Terrasse am Flughafen Hamburg oder der Besucherhügel am Flughafen München.
Problematisch wird es nur bei Aufbauten. Ein Stativ mitten im Durchgang, eine Gruppe mit Leitern an der Glasfront oder ein Dreh mit Licht und Mikrofon wirken schnell wie eine gewerbliche Produktion – auch wenn sie privat gemeint sind. Viele Hausordnungen machen gewerbliche Foto- und Filmaufnahmen genehmigungspflichtig, und das Personal entscheidet vor Ort anhand des Eindrucks.
Geschäfte, Lounges und Mietflächen
Duty-free-Shops, Restaurants und Lounges werden oft von Mietern oder Airlines betrieben. Dort kann zusätzlich deren eigenes Hausrecht gelten. Dass ein Shop nicht fotografiert werden möchte, ist nichts Ungewöhnliches. In Airline-Lounges entscheiden die Lounge-Regeln; der Blick aufs Vorfeld ist dort oft willkommen, Mitgäste im Bild dagegen nicht.
Weißt du schon, was heute am Gate steht?
Sichtungs-Alarme in Planetrack melden dir, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Typ oder eine Special Livery an deinem Flughafen anfliegt oder landet – ideal, wenn du ohnehin mit Wartezeit im Terminal sitzt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Die Sicherheitskontrolle: hier ist die Kamera tabu
An keiner Stelle im Terminal ist die Lage so klar wie an der Kontrollstelle. Fotografieren und Filmen sind dort praktisch überall untersagt oder zumindest unerwünscht, und das aus nachvollziehbaren Gründen: Aufbau der Kontrollspuren, eingesetzte Technik, Abläufe und das Personal selbst sind sicherheitsrelevant. Wer hier die Kamera hebt, wird nicht als Spotter wahrgenommen, sondern als mögliches Risiko.
Zuständig für die Fluggastkontrolle sind Luftsicherheitsbehörden; die Kontrollen selbst führen an vielen Flughäfen private Dienstleister in deren Auftrag durch. Für dich als Reisenden zählt die praktische Folge: Wer eine Kontrolle nicht ordnungsgemäß durchlaufen will, kann vom Sicherheitsbereich ausgeschlossen werden – und dann ist der Flug weg. Ein Streit über ein Handyfoto an der Kontrollspur ist deshalb das schlechteste Geschäft, das du am Flughafen machen kannst.
Mehr Hintergrund dazu, welche Aufnahmen konkret als heikel gelten und was bei Verstößen passieren kann, liefert der Artikel Warum Fotografieren an der Sicherheitskontrolle verboten ist.
1. Vor der Schlange einpacken
Pack Kamera und Objektive weg, bevor du dich anstellst. Wer erst in der Spur kramt, hält alle auf und wirkt unsicher.
2. Ausrüstung kontrollfreundlich packen
Objektive, Akkus und Speicherkarten übersichtlich verstauen. Ersatzakkus gehören ins Handgepäck, nicht in den Koffer. Details liefern die Artikel Kameraausrüstung im Handgepäck und Powerbanks und Lithium-Akkus im Flugzeug.
3. Anweisungen sofort folgen
Wird Ausrüstung nachkontrolliert, lass das Personal arbeiten. Fragen klärst du ruhig und ohne Kamera in der Hand.
4. Erst hinter der Kontrolle wieder auspacken
Mit etwas Abstand zur Kontrollstelle und mit Blick nach draußen, nicht zurück auf die Kontrollspuren.
Am Gate: das Spotterparadies hinter Glas
Hinter der Kontrolle wartet für viele der schönste Teil der Reise: große Fensterfronten, Flugzeuge in wenigen Metern Entfernung, Fluggastbrücken, Pushbacks und Rollverkehr. Fotos durch die Gate-Scheibe gehören zum normalen Bild an jedem Flughafen und werden in aller Regel nicht beanstandet. Wie Gates, Brücken und Außenpositionen organisiert sind, erklärt der Artikel Gates, Fluggastbrücken und Außenpositionen.
Trotzdem gibt es auch hier Grenzen:
- Vorfeldpersonal nicht zum Hauptmotiv machen. Ein Bodenarbeiter neben dem Bugrad ist Beiwerk, eine Nahaufnahme seines Gesichts nicht.
- Keine Kontrollabläufe am Gate filmen. An manchen Gates finden zusätzliche Dokumenten- oder Sicherheitskontrollen statt, etwa bei bestimmten Zielen. Diese Situationen behandelst du wie die Hauptkontrolle.
- Personalzugänge und Türen meiden. Gesicherte Türen, Codepanels und Zugänge zum Vorfeld haben auf Fotos nichts verloren.
- Boarding-Schlangen respektieren. Wer sich mit Kamera vor die Scheibe stellt, während die Gruppe zum Einsteigen aufgerufen wird, steht im Weg.
Technik: sauber durch die Scheibe
Gate-Scheiben spiegeln, sind oft getönt und selten ganz sauber. Eine Gummi-Gegenlichtblende, die du direkt an die Scheibe drückst, schirmt Reflexionen aus dem Innenraum ab. Fotografiere möglichst senkrecht zum Glas, damit doppelte Konturen und Farbverschiebungen klein bleiben, und schalte den Blitz aus – er verbessert durch Glas nichts und irritiert Mitreisende. Ausführlich behandelt der Technik-Guide Durch Zaun und Glasscheibe fotografieren das Thema; für Aufnahmen am Abend hilft der Artikel Flugzeuge nachts fotografieren.
Smartphone statt Spiegelreflex
Am Gate ist das Smartphone oft das bessere Werkzeug: unauffällig, schnell und dicht an die Scheibe zu halten. Mit Teleobjektiv-Modus und manueller Belichtung holst du erstaunlich viel heraus – Tipps dazu im Guide Planespotting mit dem Smartphone.
Boarding über das Vorfeld
Steigst du per Bus oder zu Fuß über das Vorfeld ein, verlässt du das Gebäude und betrittst eine Betriebsfläche. Hier ist das Bodenpersonal für deine Sicherheit verantwortlich, und es gelten strenge Abläufe: Fahrzeuge, laufende Triebwerke benachbarter Maschinen, Schläuche und Kabel. Ein schnelles Foto der Maschine im Gehen wird an vielen Flughäfen toleriert. Stehenbleiben, vom markierten Weg abweichen oder Abfertigungsvorgänge gezielt filmen wird dagegen oft unterbunden – und zwar zu Recht.
Meist unproblematisch
- Foto des eigenen Flugzeugs im Weitergehen
- Bild aus dem Bus durchs Fenster
- Aufnahme von der Treppe, ohne den Fluss zu stoppen
Personal entscheidet
- kurz stehen bleiben für ein Erinnerungsfoto
- Selfie mit Flugzeug am Fuß der Treppe
- Videos während des Gangs übers Vorfeld
Lass es bleiben
- den markierten Weg verlassen
- Betankung, Beladung oder Personal gezielt ablichten
- Anweisungen der Crew ignorieren
Sobald du an Bord bist, gelten die Regeln der Airline. Was dort erlaubt ist, beschreibt der Artikel Fotografieren und Filmen an Bord; für Bilder nach dem Abheben lohnt der Guide Aus dem Flugzeugfenster fotografieren.
Menschen im Bild: Fotografieren ist nicht Veröffentlichen
Im Terminal hast du fast nie ein menschenleeres Motiv. Rechtlich wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem Aufnehmen und dem Verbreiten eines Bildes. Das Kunsturhebergesetz regelt vor allem die Veröffentlichung: Erkennbare Personen als Hauptmotiv brauchst du grundsätzlich mit Einwilligung. Menschen, die nur zufällig am Rand oder als kleine Figuren in einer weiten Hallenaufnahme auftauchen, sind eher Beiwerk.
Eine harte Grenze zieht § 201a StGB: Strafbar ist unter anderem das unbefugte Aufnehmen einer Person in einem Raum, der besonders gegen Einblick geschützt ist, wenn dadurch ihr höchstpersönlicher Lebensbereich verletzt wird. Kabinen für Nachkontrollen, Toiletten oder Gebetsräume gehören in keinem Fall in deine Bilder.
Für die Praxis bewährt sich:
- Ausschnitt statt Gesicht. Ein Reisender von hinten vor dem startenden Flugzeug erzählt oft mehr als ein Porträt.
- Unkenntlich machen. Wer beim Posten Gesichter und Namensschilder verpixelt, ist auf der sicheren Seite.
- Kinder besonders schützen. Fremde Kinder haben auf öffentlich geteilten Fotos nichts zu suchen.
Vertiefung dazu, auch mit Blick auf den Datenschutz, bietet der Artikel Personen auf Spotterfotos.
Bordkarte nicht posten
Der Barcode auf der Bordkarte enthält unter anderem deinen Namen und den Buchungscode. Wer ein Foto mit Bordkarte teilt, deckt Barcode, Namen und Buchungsnummer vollständig ab – sonst lässt sich die Buchung unter Umständen aufrufen und ändern.
Wenn dich jemand anspricht
Früher oder später fragt dich jemand, was du da fotografierst. In den meisten Fällen ist das ein freundliches Nachfragen, kein Vorwurf. Erkläre ruhig, dass du dich für Flugzeuge interessierst, und zeig im Zweifel die Bilder. Wird das Fotografieren an der Stelle untersagt, packst du ein.
Wichtig ist, wer dich anspricht. Mitarbeitende des Flughafens und beauftragte Sicherheitsdienste setzen das Hausrecht um. Sie können dich auffordern, das Fotografieren einzustellen oder den Bereich zu verlassen, haben aber keine polizeilichen Befugnisse. Ob du Bilder löschen musst, ist eine andere Frage – sie beantwortet der Artikel Muss ich Fotos löschen, wenn der Sicherheitsdienst es verlangt?. Ist die Polizei beteiligt, gelten deren Befugnisse; wie du dich dabei verhältst, beschreibt der Guide Polizeikontrolle beim Spotten. Allgemeine Tipps fürs Gespräch gibt es im Artikel Wenn der Sicherheitsdienst kommt.
Worauf du achten solltest
- Hausordnung vorab lesen. Viele Flughäfen veröffentlichen ihre Benutzungsordnung und Kontakte für Foto- und Drehanfragen online. Zwei Minuten Lektüre ersparen dir Diskussionen.
- Klein und leise bleiben. Eine kompakte Kamera oder das Smartphone fällt weniger auf als Telezoom, Stativ und Gimbal.
- Gewerbliches anmelden. Planst du Aufnahmen, die du verkaufen oder für Kunden nutzen willst, frag beim Flughafen nach einer Genehmigung. Hintergrund im Artikel Flugzeugfotos verkaufen.
- Ausweichen auf ausgewiesene Spots. Wenn du gezielt fotografieren willst, sind Besucherterrassen wie die Besucherterrasse Hamburg, die Besucherterrasse Düsseldorf oder die Besucherterrasse Stuttgart dafür gemacht – mit eigenen Regeln, aber ohne Rätselraten.
- Im Ausland strenger denken. In manchen Ländern gelten für Flughäfen deutlich härtere Fotoverbote. Beispiele zeigen die Artikel zu Ägypten und zu Russland und Belarus.
Bist du terminal-tauglich unterwegs?
- Ich habe die Benutzungs- oder Hausordnung des Flughafens kurz überflogen.
- Ich packe die Kamera vor der Sicherheitskontrolle weg.
- Ich fotografiere keine Kontrollstellen, Personalzugänge oder Sicherheitstechnik.
- Ich blockiere mit meiner Ausrüstung keine Wege und Boarding-Schlangen.
- Ich mache erkennbare Personen vor dem Veröffentlichen unkenntlich.
- Ich poste keine Bordkarte mit lesbarem Barcode.
- Ich folge Anweisungen des Personals sofort und kläre Fragen später.
Vom Gate in die Community
Teile deine Gate-Bilder mit Kennzeichen und Flughafen in der Planetrack-Community, sammle Likes und Kommentare und finde für den nächsten Besuch die besten Spots mit Licht-Infos auf der Spot-Karte. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Fotografieren im Terminal ist an deutschen Flughäfen kein Drahtseilakt, wenn du die Logik dahinter kennst. Der Betreiber bestimmt über sein Hausrecht, was im Gebäude gilt, und toleriert private Aufnahmen im öffentlich zugänglichen Teil in aller Regel. An der Sicherheitskontrolle hört das auf – dort kommt das Luftsicherheitsrecht dazu, und die Kamera bleibt eingepackt. Am Gate darfst du meist nach Herzenslust durch die Scheibe fotografieren, solange Personal, Abläufe und Mitreisende nicht im Mittelpunkt stehen. Und vor dem Posten prüfst du, wer außer dem Flugzeug noch erkennbar im Bild ist.
Kurzfazit
Landseitig und am Gate sind private Spotterfotos fast immer in Ordnung, an der Sicherheitskontrolle nie. Lies die Hausordnung, bleib unauffällig, mach Menschen vor dem Veröffentlichen unkenntlich und folge Anweisungen des Personals sofort – dann wird das Terminal zum Bonus-Spot jeder Reise.
Zusammenfassung
- Im Terminal überlagern sich drei Regelwerke: das Hausrecht des Betreibers, das Luftsicherheitsrecht rund um die Kontrollstelle und das Recht am eigenen Bild der Menschen um dich herum.
- Landseitig sind private Aufnahmen in der Praxis kaum ein Thema, solange du keine Wege blockierst und keine Kontrollbereiche ins Visier nimmst.
- Auf der Luftseite bist du Gast mit Bordkarte. Fotos durch die Gate-Scheiben sind üblich, Aufnahmen beim Boarding auf dem Vorfeld hängen von Personal und Situation ab.
- Wer angesprochen wird, folgt der Anweisung und klärt Fragen später – Diskussionen an der Kontrollstelle kosten im schlimmsten Fall den Flug.
Häufige Fragen
Darf ich im Flughafenterminal fotografieren?
Für private Zwecke in den öffentlich zugänglichen Bereichen in der Regel ja. Das Terminal gehört aber dem Flughafenbetreiber, der über seine Benutzungs- oder Hausordnung Einschränkungen festlegen kann. Typisch sind Verbote an Sicherheitskontrollen und Personalzugängen sowie eine Genehmigungspflicht für gewerbliche Foto- und Filmaufnahmen. Schilder und Anweisungen des Personals gehen vor.
Darf ich an der Sicherheitskontrolle fotografieren?
Nein, davon solltest du in jedem Fall absehen. Kontrollstellen gehören an praktisch allen Flughäfen zu den Bereichen, in denen Fotografieren und Filmen untersagt oder unerwünscht ist. Abläufe, Technik und Personal sind sicherheitsrelevant. Die Kamera gehört dort in die Wanne aufs Band, nicht in die Hand.
Darf ich am Gate Flugzeuge durch die Scheibe fotografieren?
In aller Regel ja – das ist für viele Spotter das Highlight einer Reise. Achte darauf, dass du keine Durchgänge oder Boarding-Schlangen blockierst, dass Vorfeldmitarbeitende nicht gezielt im Mittelpunkt stehen und dass du Hinweise des Personals beachtest. Technisch hilft eine Gegenlichtblende direkt an der Scheibe gegen Spiegelungen.
Darf ich beim Boarding auf dem Vorfeld fotografieren?
Das hängt vom Flughafen, der Airline und der Situation ab. Auf dem Weg vom Bus zur Treppe bist du auf einer Betriebsfläche, auf der das Personal für deine Sicherheit verantwortlich ist. Ein schnelles Foto im Gehen wird oft toleriert, Stehenbleiben, Abweichen vom Weg oder Fotos von Abfertigungsvorgängen eher nicht. Folge immer den Anweisungen der Crew und des Bodenpersonals.
Muss ich Fotos löschen, wenn ein Mitarbeiter das verlangt?
Ein privater Sicherheitsdienst setzt das Hausrecht des Flughafens durch, hat aber keine polizeilichen Befugnisse. Er kann dich auffordern, das Fotografieren einzustellen oder zu gehen, eine Löschung erzwingen kann er nicht ohne Weiteres. Anders kann es bei der Polizei aussehen. Bleib sachlich – und überleg dir, ob ein einzelnes Bild den Ärger wert ist.
Darf ich Mitreisende oder Personal im Terminal fotografieren?
Fotografieren an sich ist selten das Problem, das Veröffentlichen schon. Erkennbare Personen als Hauptmotiv darfst du nach § 22 KUG grundsätzlich nur mit Einwilligung zeigen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Personen, die nur als Beiwerk erscheinen. Im Zweifel wählst du einen Ausschnitt ohne Gesichter oder machst sie unkenntlich.
Warum sollte ich meine Bordkarte nicht fotografiert posten?
Der Barcode auf der Bordkarte enthält unter anderem deinen Namen und den Buchungscode. Mit diesen Angaben lässt sich bei vielen Airlines die Buchung aufrufen. Wer ein Reisefoto mit Bordkarte teilen will, deckt Barcode, Namen und Buchungscode ab.
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