Das Wichtigste in Kürze
- Air Austral ist die Airline von La Réunion, dem französischen Überseedépartement im Indischen Ozean, mit Sitz am Flughafen Roland Garros.
- Codes: IATA UU, ICAO REU, Rufzeichen „REUNION“.
- Langstrecke nach Paris-CDG mit Boeing 777-300ER und 787-8 – nicht nach Orly wie Corsair und French bee.
- Im Indischen Ozean verbindet Air Austral La Réunion mit Mayotte, Mauritius, Madagaskar, den Komoren und Südafrika.
- Nach schwierigen Jahren wurde die Airline 2023 mit genehmigter Staatshilfe restrukturiert und gehört heute fast vollständig Investoren aus La Réunion.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | UU |
|---|---|
| ICAO-Code | REU |
| Rufzeichen | REUNION |
| Drehkreuze | RUN, DZA |
| Geschäftsmodell | Linienairline mit Langstrecke La Réunion–Paris und Regionalnetz im Indischen Ozean |
| Sitz | Flughafen Roland Garros, Sainte-Marie bei Saint-Denis, La Réunion (Frankreich) |
| Gegründet | 1974 als Réunion Air Service, ab 1986 Air Réunion, seit 1990 Air Austral |
| Eigentümer | Mehrheitlich regionale Investoren aus La Réunion, darunter die Sematra (Region, Département und Handelskammer) und die Investorengruppe Run Air |
| Drehkreuze | Saint-Denis-Roland Garros (RUN) und Dzaoudzi auf Mayotte (DZA) |
| Allianz | keine der drei großen; Mitglied der regionalen Vanilla Alliance |
| Flotte (laut Nachschlagewerken, Stand Herbst 2026) | 3 Boeing 777-300ER, 2 Boeing 787-8 und Airbus A220-300 (zwei aktiv, eine abgestellt); 2 Airbus A320neo bestellt |
| Tochter | Ewa Air (51 Prozent) mit ATR 72-600, Basis Dzaoudzi |
| Vielfliegerprogramm | Capricorne |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air Austral?
- Langstrecke fast immer mit Boeing 777-300ER oder Boeing 787-8 – in Europa nur in Paris-Charles de Gaulle
- Schriftzug „Air Austral“ am Rumpf; seit dem Markenauftritt von 2014 trägt jedes Flugzeug ein Leitwerk in einer eigenen Farbe
- Flugnummer beginnt mit UU, auf dem Tracker steht REU, im Funk „REUNION“
- Französische Registrierung mit dem Überseepräfix F-O…, etwa F-OMER oder F-OTER bei den A220
- Im Regionalverkehr ab La Réunion ein kleiner Airbus A220-300 mit Pratt-&-Whitney-Triebwerken
Zwischen den Großraumjets von Air France, Emirates und Co. fällt in Paris-Charles de Gaulle hin und wieder ein Flugzeug auf, das von sehr weit her kommt: eine Boeing 777-300ER oder 787-8 mit dem Schriftzug „Air Austral“. Sie hat einen Flug über mehr als 9.000 Kilometer aus dem Indischen Ozean hinter sich, von La Réunion oder Mayotte. Die Flotte der Airline ist klein, jede Maschine trägt ein Leitwerk in eigener Farbe – ideal für alle, die Kennzeichen sammeln. Hier erfährst du, wie du Air Austral einordnest, erkennst und am besten erwischst.
Jede Air-Austral-Maschine im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline fest – und siehst auf einen Blick, welche der wenigen Air-Austral-Jets dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air Austral im Überblick
Air Austral ist die Airline von La Réunion, einer französischen Insel im Indischen Ozean östlich von Madagaskar. La Réunion ist ein Überseedépartement und damit Teil Frankreichs und der EU – deshalb ist Air Austral trotz ihrer Lage im Südwesten des Indischen Ozeans eine französische Airline mit französischen Kennzeichen. Firmensitz und wichtigstes Drehkreuz ist der Flughafen Roland Garros in Sainte-Marie, gleich neben der Inselhauptstadt Saint-Denis. Ein zweites Standbein hat die Airline in Dzaoudzi auf Mayotte, dem zweiten französischen Département in der Region.
Das Geschäft ruht auf zwei Säulen. Auf der Langstrecke verbindet Air Austral La Réunion und Mayotte mit Paris-Charles de Gaulle; dafür stehen Boeing 777-300ER und Boeing 787-8 bereit. Im Regionalverkehr fliegt die Airline zu den Nachbarn im Indischen Ozean und ins südliche Afrika – etwa nach Mauritius, Madagaskar, auf die Komoren und nach Johannesburg. Dazu kommt Bangkok als einziges Ziel in Asien.
Air Austral gehört keiner der drei großen Allianzen an. In der Region ist sie aber gut vernetzt: Sie ist Mitglied der Vanilla Alliance, eines 2015 gegründeten Verbunds von Airlines im Indischen Ozean, und hat Codeshare-Abkommen unter anderem mit Air France, Air Mauritius und Kenya Airways.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code UU: steht in der Flugnummer, also auf der Anzeigetafel in Paris und im Ticket.
- ICAO-Code REU: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen REUNION: so meldet sich die Besatzung im Funk – passend zur Heimatinsel.
Der ICAO-Code REU ist leicht zu merken, weil er direkt auf La Réunion verweist. Beim IATA-Code UU ist das anders: Er hat mit dem Namen nichts zu tun. Wenn du auf dem Tracker nach Air Austral suchst, filterst du deshalb am besten nach REU.
Tracker richtig lesen
Die Flüge aus La Réunion haben in Paris viele Stunden Flug hinter sich. Wenn du auf dem Tracker nach REU-Flügen über Afrika oder dem Mittelmeer suchst, siehst du früh, wann die Maschine in CDG aufsetzt. Wann Langstreckenflüge in Europa typischerweise landen, erklärt der Guide zu den Langstrecken-Ankunftszeiten in Europa.
Geschichte: von Réunion Air Service zu Air Austral
Die Wurzeln liegen im Jahr 1974. Der Unternehmer Gérard Ethève gründete damals Réunion Air Service, die erste kommerzielle Airline der Insel. Anfangs ging es um kleine Verbindungen in der Region, unter anderem zu den unbewohnten französischen Îles Éparses. 1977 folgte die Strecke nach Mayotte, geflogen mit einer Hawker Siddeley HS 748 – einem Turboprop mit gut 30 Sitzen.
1986 benannte sich die Gesellschaft in Air Réunion um, 1990 folgte der heutige Name Air Austral. Etwa zur selben Zeit kam die Sematra ins Spiel, eine Gesellschaft der Region La Réunion, des Départements und der Handelskammer. Sie gehört bis heute zu den wichtigsten Eigentümern. Auch Air France war zeitweise beteiligt, zog sich aber später zurück.
Den großen Sprung auf die Langstrecke machte Air Austral im Juni 2003: Mit zwei Boeing 777-200ER flog sie erstmals selbst nach Paris-Charles de Gaulle. In den Folgejahren wuchs das Netz kräftig – zeitweise standen Marseille, Lyon, Bordeaux, Nantes und Toulouse im Plan, ebenso Sydney und Nouméa in Neukaledonien sowie Chennai in Indien.
Für Schlagzeilen sorgte 2009 eine Bestellung: Air Austral orderte zwei Airbus A380 in einer reinen Economy-Version für die Strecke nach Paris. Ausgeliefert wurden sie nie. 2012 geriet die Airline in finanzielle Schwierigkeiten, der Gründer musste gehen, viele Strecken wurden gestrichen, und die A380-Bestellung wurde zurückgestellt und schließlich aufgegeben.
Danach ordnete sich Air Austral neu. 2013 übernahm sie 51 Prozent an Ewa Air auf Mayotte, 2015 bestellte sie zwei Boeing 787-8 und mietete zwei neue 777-300ER an; die einzelne 777-200LR wurde verkauft. Von 2017 bis 2020 war Air Austral zudem an Air Madagascar beteiligt, der heutigen Madagascar Airlines; die Partnerschaft endete 2020. Ein 2021 angekündigtes Gemeinschaftsunternehmen mit Corsair für die Strecken in den Indischen Ozean wurde 2022 wieder abgesagt.
Die Pandemie verschärfte die finanzielle Lage. Anfang 2023 genehmigte die EU-Kommission einen Restrukturierungsplan mit staatlicher Hilfe, ergänzt um Geld der Sematra und privater Investoren aus La Réunion, die sich in der Gruppe Run Air zusammenschlossen. Seitdem liegt die Airline fast vollständig in regionaler Hand. Im Oktober 2024 wechselte die Unternehmensspitze erneut.
Die Flotte: drei Typen, wenige Exemplare
Die Flotte von Air Austral ist überschaubar. Laut Nachschlagewerken sieht sie im Herbst 2026 so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Boeing 777-300ER | 3 | 438 (14 Business, 40 Premium Economy, 384 Economy) | La Réunion–Paris | Das Langstrecken-Arbeitspferd, in CDG am häufigsten zu sehen |
| Boeing 787-8 | 2 | 262 (18 Business, 244 Economy) | Paris, Mayotte–Paris | Kleinster Langstreckentyp, auch direkt ab Mayotte |
| Airbus A220-300 | 2 aktiv, 1 abgestellt | 132 (12 Premium Economy, 120 Economy) | Regionalnetz im Indischen Ozean | In Europa nur bei Überführungen oder Wartung |
| Airbus A320neo | 2 bestellt | – | Ersatz für die A220 | Noch nicht im Einsatz |
Die 777-300ER ist das Rückgrat der Paris-Strecke. Mit 438 Plätzen bringt sie viele Passagiere auf einmal über mehr als 9.000 Kilometer – auf dieser Route reisen viele Familien, Studierende und Urlauber zwischen der Insel und dem Festland. Air Austral hatte schon früher 777-Varianten im Einsatz: die 777-200ER ab 2003, von 2011 bis 2015 eine 777-200LR und eine erste Generation von 777-300ER. Hersteller beider Langstreckentypen ist Boeing, A220 und A320neo stammen von Airbus.
Die 787-8 ist kleiner und sparsamer. Sie fliegt ebenfalls nach Paris und auf der besonderen Strecke Mayotte–Paris. Diese Verbindung ist direkt, nur bei ungünstigem Wetter oder voller Beladung kann ein Zwischenstopp in Nairobi nötig sein. Eine Kuriosität am Rande: Im Sommer 2018 setzte Air Austral kurzzeitig einen gemieteten Airbus A380 von Hi Fly ein – der einzige A380 in ihren Diensten, nachdem die eigene Bestellung nie ausgeliefert worden war.
Nur noch die 787-8 fehlt?
Leg einen Sichtungs-Alarm für einzelne Kennzeichen oder die ganze Airline an und lass dich benachrichtigen, wenn eine Air-Austral-Maschine in Paris anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Regionalflotte: vom ATR zum A220
Für die Region setzte Air Austral lange auf ATR 72-500 und Boeing 737. Die ATR flogen von 2000 bis 2022, die letzte 737-800 verließ die Flotte im Oktober 2023. 2019 entschied sich die Airline für den Airbus A220-300 als Nachfolger. Der A220 hatte bei Air Austral aber wiederkehrende Probleme mit seinen Triebwerken von Pratt & Whitney, eine der Maschinen ist abgestellt. Als Ersatz sind zwei Airbus A320neo bestellt. Wie schnell der Wechsel kommt, ist offen – schau vor einer gezielten Suche in eine aktuelle Flottenliste.
Historische Typen
Wer alte Fotos sortiert, begegnet Air Austral auch mit Boeing 737-300, 737-500 und 737-800, ATR 72-500, Fokker F28 und den ersten 777-200ER. Diese Typen gehören heute nicht mehr zur Flotte. Notier bei historischen Sichtungen deshalb immer Datum und Kennzeichen mit.
Woran du Air Austral erkennst
Seit einem neuen Markenauftritt im September 2014 hat Air Austral ein eigenes Gestaltungsprinzip: Jedes Flugzeug trägt ein Leitwerk in einer anderen Farbe. Der Schriftzug „Air Austral“ steht gut lesbar am Rumpf. Für Spotter ist das ein Geschenk – du kannst die wenigen Maschinen schon am Leitwerk auseinanderhalten und hast mit jeder neuen Farbe ein neues Motiv.
Das zweite starke Merkmal ist das Kennzeichen. Air Austral ist in Frankreich registriert, nutzt aber wie viele Airlines aus den Überseegebieten Kennungen, die mit F-O beginnen. Die A220 tragen zum Beispiel F-OMER und F-OTER. Ein F-O am Rumpf ist in Paris ein guter Hinweis auf eine Maschine aus Übersee – auch wenn nicht jede Airline aus den Überseegebieten konsequent so registriert.
Typ einordnen
777-300ER oder 787-8? In Paris kommen nur diese beiden Air-Austral-Typen regelmäßig an.
Leitwerk merken
Die Leitwerksfarbe hilft dir, die einzelnen Maschinen zu unterscheiden, noch bevor das Kennzeichen lesbar ist.
Kennzeichen lesen
F-O… bestätigt die Registrierung in Übersee und macht die Sichtung eindeutig.
Tracker abgleichen
REU im Tracker zeigt dir, dass Air Austral den Flug selbst durchführt.
777-300ER oder 787-8?
Beide Typen tragen dieselbe Bemalung, aber in der Silhouette unterscheiden sie sich deutlich. Ausführlich erklärt das der Guide Boeing 777 und 787 unterscheiden.
Das spricht für die 777-300ER
- Sehr langer Rumpf, deutlich länger als bei der 787-8
- Hauptfahrwerk mit je sechs Rädern pro Bein
- Gerade abgeschnittenes Heck mit klingenförmigem Konus
- Auf Trackern als B77W geführt
Das spricht für die 787-8
- Kurzer, gedrungener Rumpf
- Stark nach oben biegende Flügel im Flug
- Triebwerksverkleidungen mit gezackter Hinterkante
- Auf Trackern als B788 geführt
Air Austral in Paris-CDG spotten
In Europa ist Air Austral auf ein Ziel konzentriert: Paris-Charles de Gaulle. Das ist der wichtigste Unterschied zu den anderen Réunion-Airlines. Corsair und French bee fliegen ihre Réunion-Strecken ab Paris-Orly, und auch Air Caraïbes ist dort zu Hause.
Die Zahl der Flüge schwankt mit der Saison; in den französischen Schulferien ist die Nachfrage auf Strecken in die Überseegebiete meist höher. Wenn du eine bestimmte Maschine suchst, hilft ein Alarm – wie das grundsätzlich funktioniert, erklärt der Guide Benachrichtigungen für Flugzeuge, Typen und Airlines einrichten. Für die Planung lohnt der Blick in den aktuellen Flugplan von CDG; Spots, Anreise und Regeln vor Ort findest du im Guide Planespotting in Paris-Charles de Gaulle.
Gute Chancen auf Air Austral, wenn …
- im Flugplan von CDG ein UU-Flug aus Saint-Denis oder Dzaoudzi steht
- du morgens am Spot bist, wenn laut Flugplan die Langstrecken aus dem Süden ankommen
- französische Ferienzeit ist und die Réunion-Strecke voll läuft
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt die 787-8 oder eine bestimmte Leitwerksfarbe suchst
- du nach älteren Flugplänen oder Spotterberichten planst
Eher kein Air-Austral-Tag, wenn …
- du in Orly stehst – dort landen Corsair und French bee, aber nicht Air Austral
Regeln in Frankreich
An französischen Flughäfen gelten teils strengere Regeln als in Deutschland. Bleib auf öffentlich zugänglichen Flächen, halte Abstand zu Zäunen und Sicherheitsbereichen und rechne mit Kontrollen. Was du wissen solltest, steht im Artikel Fotografieren an französischen Flughäfen.
Das Netz im Indischen Ozean
Wer Air Austral in ihrer Heimat erlebt, sieht vor allem die Rolle als Verbindung zwischen den Inseln. Von Saint-Denis aus fliegt die Airline unter anderem nach:
- Mayotte: Dzaoudzi, zugleich zweite Basis mit eigener Paris-Verbindung
- Mauritius: Flughafen Sir Seewoosagur Ramgoolam im Südosten der Insel, dazu saisonal die kleine Nachbarinsel Rodrigues
- Madagaskar: Antananarivo, Nosy Be, Toamasina und Antsiranana, teils saisonal
- Komoren: Moroni, saisonal
- Südafrika: Johannesburg
- Asien: Bangkok, wo Air Austral mit Thai Airways zusammenarbeitet
In der Region triffst du Air Austral neben Air Mauritius, Madagascar Airlines und Air Seychelles. Mit einigen dieser Airlines ist sie über die Vanilla Alliance oder Codeshares verbunden. Die Tochter Ewa Air ergänzt das Netz ab Mayotte mit ATR 72-600 zu Zielen auf den Komoren und in Madagaskar. Das Streckennetz ändert sich immer wieder; die Liste oben ist eine Momentaufnahme.
Häufige Verwechslungen
- Air Austral mit Austral Líneas Aéreas verwechseln – die frühere argentinische Inlandsairline Austral Líneas Aéreas hat mit La Réunion nichts zu tun.
- Jede Réunion-Maschine für Air Austral halten – auch Air France, Corsair und French bee fliegen nach La Réunion. Typ und Flughafen helfen: Corsair kommt mit A330neo, French bee mit A350 – beide nach Orly. Auch Air France bedient La Réunion.
- 777-300ER und 787-8 verwechseln – Rumpflänge und Fahrwerk sind eindeutig, das Leitwerk ist bei beiden bunt.
- Den A220 in Europa erwarten – die A220 fliegen in der Region, nicht nach Paris.
- UU als Länderkürzel deuten – der IATA-Code ist eine reine Airline-Kennung; auf La Réunion verweist erst der ICAO-Code REU.
Air Austral im Blick behalten
Beobachte die 777-300ER und 787-8 von Air Austral per Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung in Paris benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air Austral ist eine kleine Airline mit großer Reichweite. Mit einer Handvoll Großraumjets verbindet sie La Réunion und Mayotte über mehr als 9.000 Kilometer mit Paris und hält zugleich ein Netz im Indischen Ozean am Laufen. Ihre Geschichte ist bewegt – vom Turboprop nach Mayotte über die nie gelieferten A380 bis zur Rettung durch regionale Investoren. Für Spotter ist sie ein lohnendes Ziel: wenige Exemplare, jedes mit eigener Leitwerksfarbe, und in Europa nur an einem Flughafen zu finden.
Kurzfazit
Air Austral (IATA UU, ICAO REU) ist die Airline von La Réunion. In Europa landet sie nur in Paris-Charles de Gaulle, mit Boeing 777-300ER und 787-8. Farbiges Leitwerk und ein Kennzeichen mit F-O machen die Zuordnung leicht.
Zusammenfassung
- Air Austral siehst du in Europa praktisch nur an einem Ort: Paris-Charles de Gaulle, wo die 777-300ER und 787-8 aus La Réunion und Mayotte ankommen.
- Die Flotte ist klein und übersichtlich – drei 777-300ER, zwei 787-8 und eine Handvoll A220-300 für die Region. Jede Maschine zählt im Hangar.
- Die farbigen Leitwerke machen jedes Flugzeug zu einem eigenen Motiv; das Kennzeichen mit F-O verrät die Registrierung in Übersee.
- Der direkte Flug von Mayotte nach Paris mit der 787-8 gehört zu den ungewöhnlicheren Strecken, die in CDG ankommen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air Austral?
Der IATA-Code von Air Austral ist UU, der ICAO-Code REU. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „REUNION“. Auf Flugtrackern taucht deshalb meist REU plus Flugnummer auf, auf der Anzeigetafel in Paris dagegen UU.
Woher kommt Air Austral?
Air Austral ist eine französische Airline von La Réunion, einer Insel im Indischen Ozean östlich von Madagaskar, die als Überseedépartement zu Frankreich gehört. Firmensitz und wichtigstes Drehkreuz ist der Flughafen Roland Garros bei Saint-Denis. Ein zweites Standbein hat die Airline auf Mayotte.
Welche Flugzeuge fliegt Air Austral?
Laut Nachschlagewerken (Stand Herbst 2026) besteht die Flotte aus drei Boeing 777-300ER mit 438 Sitzen, zwei Boeing 787-8 mit 262 Sitzen und einigen Airbus A220-300 mit 132 Sitzen, von denen eine abgestellt ist. Als Ersatz für die A220 sind zwei Airbus A320neo bestellt. Die Zahlen können sich ändern – prüf im Zweifel eine aktuelle Flottenliste.
Fliegt Air Austral nach Paris-Orly oder Charles de Gaulle?
Air Austral fliegt nach Paris-Charles de Gaulle. Das unterscheidet sie von Corsair und French bee, die ihre Réunion-Flüge ab Paris-Orly anbieten. Wer Air Austral in Europa spotten möchte, plant also CDG ein.
Gehört Air Austral zu einer Allianz?
Nein, Air Austral ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Sie gehört aber zur regionalen Vanilla Alliance, einem Verbund von Airlines im Indischen Ozean, und arbeitet per Codeshare unter anderem mit Air France, Air Mauritius und Kenya Airways zusammen.
Was ist Ewa Air?
Ewa Air ist eine kleine Regionalairline mit Basis in Dzaoudzi auf Mayotte, an der Air Austral 51 Prozent hält. Sie fliegt seit 2013 mit ATR 72-600 zu Zielen auf den Komoren, in Madagaskar und in der Umgebung. Air Austral vermarktet die Flüge per Codeshare mit.
Hatte Air Austral wirklich A380 bestellt?
Ja. 2009 bestellte Air Austral zwei Airbus A380 in einer reinen Economy-Version für die Strecke La Réunion–Paris. Die Flugzeuge wurden nie ausgeliefert: Nach der Finanzkrise der Airline wurde die Bestellung 2012 auf den Prüfstand gestellt und später aufgegeben. Einen A380 in Air-Austral-Diensten gab es trotzdem kurz – im Sommer 2018 flog die Airline mit einem gemieteten Exemplar von Hi Fly.
Air Austral im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A220-300
Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypBoeing 777-200ER
Die 777-200ER ist die Langstrecken-777 der ersten Generation: kürzer als die 300ER, ohne schräge Flügelspitzen und mit drei möglichen Triebwerken. So erkennst du sie sicher – auch in Wien.
Weitere Airlines
Corsair
Französische Langstrecken-Airline mit Basis Paris-Orly: Corsair fliegt mit einer einheitlichen Airbus-A330neo-Flotte in die Antillen, in den Indischen Ozean und nach Westafrika.
Low-CostFrench bee
Die französische Low-Cost-Airline für die Langstrecke: 2016 als French Blue gestartet, heute mit einer kleinen, reinen Airbus-A350-Flotte ab Paris-Orly nach La Réunion, Nordamerika und Tahiti unterwegs.
NetzwerkAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
NetzwerkAir Caraïbes
Die Airline der französischen Antillen: Sitz auf Guadeloupe, Langstrecke ab Paris-Orly mit Airbus A350 und A330, ein ATR-Netz zwischen den Inseln – und French Bee als Schwester im selben Konzern.
NetzwerkAir Mauritius
Die nationale Airline von Mauritius: kleine Flotte aus Airbus A350-900, A330-900 und ATR 72, Drehkreuz am Flughafen Sir Seewoosagur Ramgoolam und Langstrecke nach Paris und London.
NetzwerkMadagascar Airlines
Die nationale Airline Madagaskars: aus Air Madagascar und der Tochter Tsaradia hervorgegangen, heute mit einer kleinen ATR-72-Flotte ab Antananarivo-Ivato unterwegs – und mit einer Geschichte, die vom Jumbo-Combi bis zum A340 reicht.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Paris-Charles de Gaulle
Größter Flughafen der EU und Heimat von Air France: vier Ost-West-Bahnen in zwei Paaren, ein riesiges Terminal 2, das FedEx-Drehkreuz für Europa – und ein Spotter-Umfeld, das ohne Genehmigung, Auto und gute Vorbereitung schnell frustriert.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerPratt & Whitney
US-Triebwerkshersteller aus Connecticut, der mit dem JT8D die Kurzstrecke der 1960er prägte, mit dem JT9D den Jumbo antrieb und heute mit dem Getriebefan PW1000G unter A220, A320neo und E2 hängt. Für Spotter ist P&W der Grund, warum so viele Neos zeitweise am Boden standen.
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