Das Wichtigste in Kürze
- Einzigartig in Europa: Auf dem Schießplatz Axalp-Ebenfluh feuern Kampfjets der Schweizer Luftwaffe mit Bordkanonen auf Ziele im Fels – öffentlich zugänglich und vor Hochgebirgskulisse.
- Du stehst über den Jets: Der Zuschauerbereich liegt auf rund 2.200 bis 2.250 Metern. Die Flugzeuge kommen durch das Tal und fliegen oft auf Augenhöhe oder sogar unter dir vorbei.
- Aktuell pausiert: 2024 und 2025 fanden keine Flugvorführungen statt, die Armee meldete den Anlass als ausgesetzt. Ob und wann er zurückkehrt, verkündet die Schweizer Armee – prüf die offiziellen Kanäle.
- Anreise ist eine Bergtour: Parkieren im Tal, Shuttlebus bis zur Axalp, dann bis zu drei Stunden Aufstieg. Der Sessellift Windegg verkürzt den Weg an den Vorführtagen um rund eine halbe Stunde.
- Wetter entscheidet alles: Liegen die Wolken unter dem Grat, wird abgebrochen – ersatzlos. Mehrere Ausgaben fielen komplett ins Wasser.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Das Fliegerschießen Axalp in Kürze
- 2.Von der Gebirgsübung zur Publikumsshow
- 3.Was auf der Axalp gezeigt wird
- 4.Anreise und Aufstieg
- 5.Ausrüstung: Bergtour trifft Fototag
- 6.So fotografierst du Kampfjets vor Bergkulisse
- 7.Regeln und Rücksicht am Schießplatz
- 8.Alternativen, solange die Axalp pausiert
- 9.Fazit
Ein Grollen hallt durchs Tal, dann schießt eine graue Hornet unter dir um den Felsvorsprung, legt sich in die Kurve und feuert einen kurzen Stoß aus der Bordkanone gegen den Grat gegenüber. Erst Sekunden später kommt das Knattern bei dir an, während der Jet schon im Steigflug Richtung Brienzersee verschwindet. Das Fliegerschießen Axalp ist kein normaler Flugtag. Du stehst nicht an einer Absperrung neben der Piste, sondern auf über 2.200 Metern mitten im Gebirge, und die Flugzeuge kommen nicht von oben, sondern oft von unten. Hier erfährst du, woher der Anlass kommt, wie es aktuell um ihn steht, wie Anreise und Aufstieg funktionieren und wie du Kampfjets vor Felswand und Gletscher fotografierst.
Deine Militärsichtungen an einem Ort
Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennung und Spot und sammelst sie in deinem Hangar – von der Hornet bis zum Cougar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Das Fliegerschießen Axalp in Kürze
Das Fliegerschießen ist eine Flugvorführung der Schweizer Luftwaffe auf dem Gebirgsschießplatz Axalp-Ebenfluh oberhalb von Brienz im Kanton Bern. Kampfjets schießen dort mit ihren Bordkanonen auf Ziele, die an einem Grat und an den Hängen von Axalphorn und Wildgärst liegen. Zuschauer verfolgen das Ganze von Zonen auf rund 2.200 bis 2.250 Metern Höhe, etwa einen Kilometer westlich vom Zielgebiet. Weil es sich um scharfen Schuss handelt und das Gelände hochalpin ist, gibt es in Europa nichts Vergleichbares, das öffentlich zugänglich ist.
Stand Oktober 2026: Anlass ausgesetzt
In den Jahren 2024 und 2025 fanden auf der Axalp keine Flugvorführungen statt. Die Schweizer Armee wies auf ihrer Website ausdrücklich darauf hin, dass aktuell keine Vorführungen der Luftwaffe auf der Axalp stattfinden. Ob der Anlass zurückkehrt, ist offen. Verlass dich bei der Planung ausschließlich auf Ankündigungen der Armee und nicht auf Foren oder alte Eventkalender.
Von der Gebirgsübung zur Publikumsshow
Die Wurzeln reichen in den Zweiten Weltkrieg. Bei einer Gebirgsübung im Juli 1942 stellte General Henri Guisan fest, dass Bombenwürfe im Gebirge zu ungenau waren. Die Luftwaffe brauchte einen Platz, an dem sie Erdkampf in alpinem Gelände trainieren konnte. Am 7. Oktober 1942 begann die Ausbildung auf der Axalp-Ebenfluh.
Nach dem Krieg blieb der Schießplatz in Betrieb, und mit ihm wechselten die Flugzeuggenerationen. 1949 kam mit der de Havilland Vampire der erste Jet, danach folgten Venom, Hawker Hunter, Mirage und Northrop F-5 Tiger. Die Hunter warfen bis 1994 noch Bomben und feuerten Raketen ab. Mit ihrer Ausmusterung endete der klassische Erdkampf in der Schweizer Luftwaffe, und auf der Axalp blieb vor allem der Einsatz der Bordkanone.
Lange war die Übung eine Sache für geladene Gäste. Ab 1965 gab es einen Pressetag für Militär und Politik, gegen Ende der 1980er-Jahre kamen immer mehr Schaulustige. 1999 wurde der Anlass frei zugänglich, und die Zuschauerzahlen stiegen auf mehrere Tausend pro Tag. Zum Vergleich: Anwohner erinnerten sich in einer Reportage von 2009 an Zeiten mit nur rund 300 Besuchern.
Absagen gehören zur Geschichte
Kaum ein Flugtag wurde so oft abgesagt wie dieser. Gründe waren Unfälle (2001 und 2016), Unwetterschäden im Berner Oberland (2011), schlechtes Wetter (unter anderem 2015), die große Flugschau Air14 in Payerne (2014), Risse an F/A-18-Maschinen (2019) und die Pandemie (2020). Für dich heißt das: Selbst wenn ein Termin feststeht, ist ein Besuch nie garantiert.
Was auf der Axalp gezeigt wird
Das Programm variierte von Jahr zu Jahr, folgte aber einem erkennbaren Muster. Die Vorführung begann am frühen Nachmittag und dauerte rund anderthalb Stunden. Ein Sprecher kommentierte das Geschehen über Lautsprecher.
- F/A-18 Hornet: Sie ist das Herzstück und zuletzt der einzige Typ, der mit der Bordkanone schoss. Die Jets fliegen das Ziel an, geben einen kurzen Feuerstoß ab und ziehen steil weg. Einen Steckbrief findest du bei der McDonnell Douglas F/A-18 Hornet.
- F-5E Tiger: Bis 2018 schoss auch der Tiger mit der Kanone. Danach war er vor allem in den Farben der Patrouille Suisse zu sehen.
- Helikopter: Cougar-Transporthelikopter zeigten Einsatzszenarien und brachten offizielle Gäste auf den Berg. Den Typ beschreibt der Eintrag zum Airbus H215 / AS532 Cougar.
- Solo-Displays: Unter anderem flog die Pilatus PC-21, der Trainer der Schweizer Jetpiloten.
- Fallschirmaufklärer: Springer der Fallschirmaufklärer-Kompanie 17 landeten im Zuschauerbereich.
- Luftpolizei: Seit Mitte der 2010er-Jahre zeigte die Luftwaffe, wie sie ein Flugzeug im Luftraum abfängt und begleitet.
- Patrouille Suisse: Traditionell bildete das Jet-Kunstflugteam den Abschluss. Alles zum Team und zum beschlossenen Ende der Tiger Ende 2027 steht im Beitrag zur Patrouille Suisse.
Gastauftritte gab es ebenfalls: 2006 waren zwei französische Mirage F1CR dabei, 2012 war die Saab Gripen auf der Axalp zu sehen. Wie du die verschiedenen Kampfjets in der Luft auseinanderhältst, erklärt der Guide Kampfjets in Europa erkennen.
Die Zukunft hängt am Typwechsel
Die Schweizer Luftwaffe befindet sich mitten im Umbruch. Die Tiger werden Ende 2027 stillgelegt, die Hornet wird schrittweise durch die F-35 Lightning II abgelöst. Welche Rolle die Axalp in diesem Umfeld spielt, hat die Armee Stand Oktober 2026 nicht verbindlich kommuniziert. Spekulationen über ein Comeback mit neuem Gerät findest du online viele – belastbar ist davon nichts.
Nichts verpassen, wenn die Hornet kommt
Planetrack benachrichtigt dich, wenn ein beobachteter Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen im Anflug ist – praktisch für Militärbasen wie Meiringen oder Payerne. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Anreise und Aufstieg
Die Axalp ist ein kleines Ferien- und Wintersportgebiet über dem Südufer des Brienzersees. Die schmale Bergstraße dorthin ist für Tausende Autos nicht gemacht. Früher gab es entsprechend Staus bis ins Tal. Seit 2017 lief die Anreise deshalb nach einem festen Konzept, das sich bei einer Rückkehr des Anlasses in ähnlicher Form wiederholen dürfte – die Details veröffentlicht die Armee jeweils mit dem Termin.
1. Parkieren im Tal
Private Autos blieben auf ausgewiesenen Parkflächen im Talgrund. Mit Bahn und Bus kommst du über Brienz ebenfalls in die Region.
2. Shuttlebus zur Axalp
Ein obligatorischer, kostenpflichtiger Shuttlebus brachte die Besucher hinauf zur Axalp. Plan Wartezeiten ein – morgens wollen alle gleichzeitig hoch.
3. Sessellift oder zu Fuß
Der Sessellift Windegg, sonst nur im Winter in Betrieb, lief an den Vorführtagen bis auf rund 1.930 Meter und sparte rund 30 Minuten Aufstieg. Ohne Lift dauerte der Weg je nach Tempo bis zu drei Stunden.
4. Platz in einer der Zuschauerzonen
Es gab drei Zonen, darunter eine vordere am Tschingel und eine hintere an der Ebenfluh; dazwischen stand der Kommandoposten des Schießleiters. Wer früh oben ist, sucht sich in Ruhe einen Platz mit freiem Blick auf Tal und Grat.
Der Aufstieg ist eine ernsthafte Bergwanderung. Du bewegst dich auf Bergwegen bis auf über 2.200 Meter, im Oktober kann dort bereits Schnee liegen, und das Wetter schlägt schnell um. Verschlechtert es sich, wird die Vorführung ersatzlos abgebrochen – dann steht dir der Abstieg trotzdem bevor. Offizielle Gäste kamen übrigens per Helikopter, bei einer Ausgabe waren das bis zu 600 Personen.
Ausrüstung: Bergtour trifft Fototag
Auf der Axalp kombinierst du zwei Packlisten: die einer Herbstwanderung im Hochgebirge und die eines Airshow-Tages. Die allgemeine Checkliste für den Airshow-Tag ist ein guter Startpunkt, auf dem Berg kommen ein paar Punkte dazu.
| Bereich | Was du brauchst | Warum |
|---|---|---|
| Schuhe | knöchelhohe Bergschuhe mit Profil | steile, im Herbst oft nasse oder vereiste Wege |
| Kleidung | Zwiebelprinzip, Mütze, Handschuhe, Regenjacke | stundenlanges Warten in Wind und Kälte auf über 2.200 m |
| Schutz | Sonnenbrille, Sonnencreme | starke UV-Strahlung in der Höhe, Reflexion bei Schnee |
| Gehör | Kapselgehörschutz oder gute Stöpsel | Jets und Kanonenfeuer im engen Tal sind extrem laut |
| Verpflegung | Getränke, Proviant | lange Wartezeiten, begrenztes Angebot am Berg |
| Kamera | Telezoom 100–400 oder 150–600 mm, Weitwinkel oder Standardzoom | Detailaufnahmen der Jets plus Landschaftsbilder |
| Energie | Ersatzakkus, warm verstaut | Kälte leert Akkus spürbar schneller |
| Gepäck | bequemer Rucksack statt Fototasche | du trägst alles mehrere Stunden bergauf |
Zum Gehör lohnt ein eigener Blick: Das Tal wirft den Schall zurück, und das Knattern der Kanone trifft dich unerwartet. Hintergründe stehen im Artikel Fluglärm und Gehör. Für die Optik helfen dir die Vergleiche der 100-400-mm-Telezooms und der 150-600-mm-Objektive. Einen passenden Tragesack für lange Linsen findest du unter Kamerarucksack für Planespotting.
So fotografierst du Kampfjets vor Bergkulisse
Das Besondere an der Axalp ist die Perspektive. An einem normalen Flugtag siehst du die Jets fast immer von unten gegen den Himmel. Hier fliegen sie durch ein Tal, an Felswänden entlang und oft unterhalb deines Standorts. Das ändert, wie du fotografieren solltest.
Kurze Verschlusszeiten und ein schneller Autofokus
Kampfjets im Tiefflug sind schnell und wechseln abrupt die Richtung. Für scharfe Bilder brauchst du kurze Belichtungszeiten im Bereich von etwa 1/1600 Sekunde oder kürzer. Den kontinuierlichen Autofokus mit Motivverfolgung stellst du am besten schon unten im Tal ein. Welche Modi für Flugzeuge am besten funktionieren, erklärt der Artikel Autofokus für Flugzeuge. Für Helikopter und die PC-21 gilt das Gegenteil: Mit kürzester Zeit frierst du Rotor oder Propeller ein, was unnatürlich wirkt. Mehr dazu unter Propeller fotografieren.
Der Hintergrund ist das Motiv
Ein Jet vor blauem Himmel sieht überall gleich aus. Ein Jet vor einer Felswand, einem verschneiten Gipfel oder über dem türkisfarbenen Brienzersee ist unverwechselbar Axalp. Gerade wenn die Flugzeuge unter dir fliegen, lohnt es sich, mit mittlerer Brennweite zu arbeiten und bewusst Landschaft mit aufs Bild zu nehmen. Vor dunklem Fels hat der Autofokus allerdings mehr Mühe als vor dem Himmel – Bildserien und etwas Ausschuss sind normal.
Mündungsfeuer erwischen
Ein Feuerstoß dauert nur einen Augenblick. Wer ihn festhalten will, folgt dem Jet im Anflug und löst in Serie aus, bevor er schießt. Die Ziele liegen am Grat und an den Hängen gegenüber, du siehst also, wohin die Jets anfliegen. Einschläge und Staubfahnen am Fels ergeben eigene Motive. Bei Serienbildern füllt sich die Karte schnell: Tipps zu Speicherkarten für Serienbilder und zur Massenbearbeitung danach helfen.
Licht und Wetter
Die Vorführung fiel jeweils auf den frühen Nachmittag im Oktober. Die Sonne steht dann schon recht tief im Süden bis Südwesten, und je nach Zuschauerzone liegen Talseiten bereits im Schatten. Wolken, die sich im Tal halten oder über den Grat ziehen, können für dramatische Bilder sorgen, beenden die Vorführung aber auch schnell. Allgemeine Tipps für Licht, Hitzeflimmern und Vorführprogramme findest du unter Airshows fotografieren.
Telezoom ansetzen, wenn …
- ein Jet frontal durchs Tal auf dich zukommt
- du Mündungsfeuer und Details am Flugzeug zeigen willst
- Helikopter oder Springer weiter entfernt landen
Mittlere Brennweite wählen, wenn …
- der Jet unter dir an der Felswand entlangfliegt
- du den Brienzersee oder Gipfel mit ins Bild nehmen willst
- die Patrouille Suisse in Formation über den Grat zieht
Kamera runter, wenn …
- die Sicherheitsanweisungen der Ordner etwas anderes verlangen
- du nur noch durch den Sucher und nicht mehr auf den Weg schaust
- das Erlebnis selbst gerade wichtiger ist als das nächste Bild
Regeln und Rücksicht am Schießplatz
Auf der Axalp gelten die Anweisungen der Armee und der Ordner. Zuschauerzonen sind abgegrenzt, weil scharf geschossen wird – wer sie verlässt, gefährdet sich und andere. Drohnen haben bei einem Militäranlass mit Jets im Tiefflug nichts verloren; was in der Schweiz generell gilt, steht in Drohne fliegen in der Schweiz. Allgemeine Regeln zum Fotografieren bei Militär und in der Schweiz findest du in den Artikeln zur Rechtslage beim Planespotting in der Schweiz und zum Fotografieren an Militärflugplätzen.
Bedenke auch die Anwohner: Für das kleine Dorf Axalp und Brienz ist der Anlass wirtschaftlich interessant, der Fluglärm sorgte aber immer wieder für Kritik. Wer seinen Müll mitnimmt, auf den Wegen bleibt und Weiden nicht quer durchläuft, trägt dazu bei, dass Spotter in der Region willkommen bleiben.
Alternativen, solange die Axalp pausiert
Ohne Fliegerschießen musst du auf Schweizer Militärluftfahrt nicht verzichten.
- Militärflugplätze: Die Hornet-Staffeln sind in Meiringen und Payerne zu Hause. Meiringen liegt am Ostende des Brienzersees, ganz in der Nähe der Axalp, und bietet Jets vor Bergkulisse auch im Alltagsbetrieb. Beachte dort lokale Flugpausen und Regeln.
- Patrouille Suisse: Bis Ende 2027 tritt das Team noch mit den Tigern auf. Termine veröffentlicht die Luftwaffe pro Saison, mehr dazu im Beitrag zur Patrouille Suisse. Einen Überblick über weitere Teams gibt es unter Kunstflugstaffeln Europas.
- Museen: Das Flieger-Flab-Museum Dübendorf zeigt viele Typen, die einst auf der Axalp flogen. Fototipps vor Ort stehen im Spot-Eintrag Flieger Flab Museum am Flugplatz Dübendorf. Historische Jets im Flug erlebst du beim Fliegermuseum Altenrhein, Verkehrsgeschichte im Verkehrshaus Luzern.
- Airshows im Ausland: Großveranstaltungen mit starker Militärbeteiligung findest du im Überblick Airshows in Europa und beim NATO Tiger Meet.
Wer Militärflugzeuge im Alltag verfolgen will, findet Hinweise im Artikel Militärflugzeuge online verfolgen.
Bist du bereit für die Axalp?
- Ich habe auf den offiziellen Kanälen der Armee geprüft, dass der Anlass stattfindet.
- Ich kenne Parkplatz, Shuttle-Abfahrt und Betriebszeiten des Sessellifts.
- Ich habe Bergschuhe, warme Kleidung und Regenschutz eingepackt.
- Gehörschutz für mich und meine Begleitung ist dabei.
- Akkus sind geladen, Speicherkarten leer, Telezoom und Weitwinkel im Rucksack.
- Ich habe den Wetterbericht für die Höhe geprüft und plane genug Zeit für den Abstieg ein.
Spots, Sichtungen und Community in einer App
Finde Militär- und Flughafenspots auf der Spot-Karte, halte Hornet, Tiger und Cougar im Hangar fest und zeig deine besten Alpenbilder in der Community – vielleicht als Foto der Woche. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Das Fliegerschießen Axalp ist seit Jahrzehnten ein Pflichttermin für Militärfans: scharfer Schuss, Jets unter dir im Tal und eine Kulisse, die kein Flugplatz bieten kann. Dafür verlangt der Anlass Einsatz – Shuttle, Aufstieg, Kälte und das ständige Risiko einer Wetterabsage. Stand Oktober 2026 ist die Vorführung ausgesetzt, und niemand kann seriös sagen, ob sie mit F-35 und neuer Struktur der Luftwaffe zurückkehrt. Behalte die Ankündigungen der Armee im Blick und nutze die Zwischenzeit für Meiringen, Payerne, die letzten Auftritte der Tiger und die Schweizer Museen.
Kurzfazit
Die Axalp bietet Kampfjets auf Augenhöhe vor Hochgebirgskulisse, wie es sie nirgendwo sonst öffentlich gibt. Aktuell ist der Anlass ausgesetzt. Kehrt er zurück, brauchst du Bergausrüstung, Gehörschutz, ein Telezoom plus Weitwinkel und einen Plan B fürs Wetter – und solltest ausschließlich offiziellen Terminen vertrauen.
Zusammenfassung
- Das Fliegerschießen Axalp geht auf das Jahr 1942 zurück und wurde in den 1990er-Jahren zur öffentlichen Flugvorführung mit mehreren Tausend Zuschauern.
- Herzstück sind kurze Feuerstöße der F/A-18 Hornet auf Ziele am Grat, ergänzt durch Helikopter, Fallschirmspringer, Solo-Displays und traditionell die Patrouille Suisse.
- Für Fotografen zählen kurze Verschlusszeiten, ein schneller Autofokus und der Mut, nicht nur den Jet, sondern die ganze Berglandschaft ins Bild zu nehmen.
- Wer hinwill, braucht Bergschuhe, warme Kleidung, Gehörschutz und Geduld – und muss vorab prüfen, ob der Anlass überhaupt stattfindet.
Häufige Fragen
Was ist das Fliegerschießen Axalp?
Eine Flugvorführung der Schweizer Luftwaffe auf dem Gebirgsschießplatz Axalp-Ebenfluh oberhalb von Brienz im Berner Oberland. Kampfjets schießen dabei mit ihren Bordkanonen scharf auf Ziele an einem Grat. Ergänzt wird das Programm durch Helikopter, Fallschirmspringer und Vorführungen einzelner Flugzeugtypen. Der Anlass gilt als einzige öffentlich zugängliche Flugvorführung dieser Art.
Findet das Fliegerschießen Axalp 2026 statt?
Stand Oktober 2026 ist der Anlass ausgesetzt: 2024 und 2025 gab es keine Flugvorführungen, und die Armee wies auf ihrer Seite darauf hin, dass aktuell keine Vorführungen auf der Axalp stattfinden. Eine Rückkehr ist nicht ausgeschlossen. Verlässliche Termine veröffentlicht ausschließlich die Schweizer Armee.
Wann fand das Fliegerschießen normalerweise statt?
In der Regel an zwei Tagen Anfang bis Mitte Oktober, meist unter der Woche. Die Vorführung begann am frühen Nachmittag und dauerte rund anderthalb Stunden. Bei schlechtem Wetter wurde ein Tag gestrichen oder abgebrochen.
Wie komme ich zum Zuschauerbereich?
Bei bisherigen Ausgaben parkierten Besucher seit 2017 im Talgrund und fuhren mit einem kostenpflichtigen Shuttlebus bis zur Axalp. Von dort geht es zu Fuß auf rund 2.200 Meter, je nach Kondition bis zu drei Stunden. Der Sessellift Windegg, sonst ein Winterlift, fuhr an den Vorführtagen und sparte etwa 30 Minuten Aufstieg.
Welche Flugzeuge sind auf der Axalp zu sehen?
Im Mittelpunkt steht die F/A-18 Hornet, die als einziger Typ noch mit der Bordkanone schießt. Dazu kamen bei früheren Ausgaben Cougar-Helikopter, ein Solo-Display der Pilatus PC-21, Fallschirmaufklärer und als Abschluss die Patrouille Suisse. Historisch flogen hier Vampire, Venom, Hunter, Mirage und F-5 Tiger.
Welche Ausrüstung brauche ich?
Gute Bergschuhe, Kleidung im Zwiebelprinzip, Regen- und Kälteschutz, Sonnenschutz, Proviant, Getränke und unbedingt Gehörschutz. Für Fotos eignet sich ein Telezoom im Bereich 100–400 mm plus ein Weitwinkel oder Standardzoom für die Landschaft. Schnee ist im Oktober in dieser Höhe jederzeit möglich.
Ist das Fliegerschießen für Kinder geeignet?
Mit Einschränkungen. Der Aufstieg ist eine echte Bergwanderung, und die Jets sind extrem laut. Kinder brauchen gut sitzenden Kapselgehörschutz und genug Ausdauer für Auf- und Abstieg. Für Familien mit kleinen Kindern ist eine klassische Flugschau am Flugplatz meist die entspanntere Wahl.
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