Checkliste für den Airshow-Tag: Ausrüstung, Verpflegung, Gehörschutz

Ein Airshow-Tag dauert zehn Stunden oder mehr, meist ohne Schatten und mit Kampfjets im Nachbrenner. Was in die Tasche gehört, was zu Hause bleibt und wie du Kamera, Körper und Ohren durch den Tag bringst.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Airshow-Tag ist ein Marathon: Einlass am Morgen, Flugprogramm bis in den Nachmittag oder Abend, dazu An- und Abreise – plane für zehn Stunden und mehr draußen.
  • Gehörschutz gehört für alle in die Tasche: Kampfjets mit Nachbrenner sind sehr laut, und der Lärm summiert sich über Stunden. Kinder brauchen Kapselgehörschutz in passender Größe.
  • Flugplätze haben kaum Schatten: Hut, UV-400-Sonnenbrille und Sonnencreme mit mindestens LSF 30 sind Pflicht, auch wenn es morgens noch bewölkt ist.
  • Doppelte Energie und Speicher: Serienbilder im Flugprogramm leeren Akkus und füllen Karten schneller als jeder Tag am Flughafenzaun.
  • Die Hausordnung entscheidet: Ob Leiter, Stuhl, Pavillon oder eigenes Essen erlaubt sind, regelt jede Veranstaltung selbst. Drohnen sind bei Airshows praktisch immer tabu.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Airshow-Packliste: die kurze Antwort
  2. 2.Block 1: Kamera und Technik
  3. 3.Block 2: Gehörschutz
  4. 4.Block 3: Körper und Wetter
  5. 5.Block 4: Verpflegung
  6. 6.Block 5: Organisation und Papierkram
  7. 7.Was zu Hause bleibt
  8. 8.Der Ablauf: vom Vorabend bis zur Heimfahrt
  9. 9.Worauf du achten solltest
  10. 10.Fazit

Der Wecker klingelt um fünf, der Parkplatz öffnet um sechs, das Flugprogramm endet am frühen Abend. Dazwischen liegen zehn bis zwölf Stunden auf einem Flugplatz ohne Schatten, mit Kampfjets im Nachbrenner und einer Schlange vor jedem Imbissstand. Wer da mit halb vollem Akku, ohne Hut und ohne Ohrstöpsel ankommt, hat mittags genug. Diese Checkliste für den Airshow-Tag sortiert Ausrüstung, Verpflegung und Gehörschutz so, dass du am Abend noch fit bist und die Karten voller Bilder hast.

Deine Airshow-Bilder an einem Ort

Mit Planetrack postest du deine Sichtungen mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen und Flughafen und sammelst jede neue Maschine in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Airshow-Packliste: die kurze Antwort

Für einen Airshow-Tag brauchst du vier Blöcke: Kamera und Technik (Telezoom, kürzeres Objektiv, Ersatzakkus, zusätzliche Speicherkarten, Powerbank), Körper und Wetter (Gehörschutz, Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme, Regenjacke, bequeme Schuhe), Verpflegung (Wasser in nachfüllbarer Flasche, Snacks, etwas Herzhaftes) und Organisation (Ticket, Bargeld und Karte, Programm, Hausordnung gelesen). Dazu kommt, wo erlaubt, eine leichte Sitzgelegenheit. Alles, was die Hausordnung verbietet, bleibt zu Hause – vor allem die Drohne.

Der Unterschied zum normalen Spotting-Tag liegt in der Dauer und im Ort. Am Flughafenzaun kannst du nach zwei Stunden zum Auto gehen. Bei einer großen Show bist du nach dem Einlass oft für den ganzen Tag im Gelände, der Rückweg zum Parkplatz dauert, und Nachschub kostet Zeit in der Schlange. Was du morgens nicht dabeihast, fehlt dir bis zum Abend.

10+ htypische Dauer eines großen Showtags inklusive Anreise
LSF 30Mindest-Lichtschutzfaktor, den das BfS empfiehlt
1,5 mHöhenlimit für Leitern und Unterstände beim Air Tattoo

Block 1: Kamera und Technik

Welche Brennweiten und Einstellungen du für Jets, Propeller und Kunstflugstaffeln brauchst, erklärt der Guide Airshows fotografieren ausführlich. Hier geht es darum, was in die Tasche kommt.

  • Telezoom für das Flugprogramm: Die Display-Linie liegt mit Sicherheitsabstand zum Publikum, in Deutschland gelten seit dem Flugtagunglück von Ramstein 1988 besonders strenge Regeln. Zooms im Bereich 100–400 mm oder 150–600 mm sind Standard. Einen Überblick liefert der Vergleich 100-400-mm-Telezooms.
  • Kürzeres Objektiv für die Static Show: Am Boden stehst du oft nur wenige Meter vor großen Maschinen. Ein Standardzoom oder Weitwinkel passt dort besser.
  • Ersatzakkus: Serienbilder, Bildstabilisator und lange Autofokus-Phasen ziehen Strom. Plane mindestens doppelt so viele Akkus ein wie für einen normalen Spotting-Nachmittag, voll geladen am Vorabend.
  • Speicherkarten: Mindestens eine zweite, besser eine dritte Karte. Welche Karten für schnelle Serien taugen, steht im Artikel Speicherkarten für Serienbilder.
  • Powerbank und Kabel: Das Handy brauchst du für Ticket, Programm, Karte und Kontakt zur Gruppe. Bei vollen Geländen ist das Netz oft schwach, und das Suchen nach Empfang leert den Akku.
  • Regenhülle und Mikrofasertuch: Ein Schauer kommt bei Freiluftveranstaltungen immer zur falschen Zeit. Das Tuch hilft auch gegen Staub und Sonnencreme-Finger auf der Frontlinse.
  • Fernglas: Praktisch, um Kennungen anrollender Maschinen oder weit entfernte Formationen zu erkennen. Tipps zur Auswahl gibt es im Guide Fernglas für Planespotter.

Wenn du Flugfunk mithören willst, prüfe vorher die rechtliche Lage im Gastland. Was in Deutschland gilt, erklärt Flugfunk hören: die Rechtslage, welche Geräte sich eignen, steht in Flugfunk-Scanner kaufen.

Tasche oder Rucksack?

Für einen langen Tag ist ein Rucksack mit Hüftgurt fast immer angenehmer als eine Schultertasche. Er verteilt das Gewicht und lässt die Hände frei für Kamera und Getränk. Achte auf ein Fach, das du schnell öffnen kannst, denn bei großen Shows werden Taschen am Einlass kontrolliert. Das Air Tattoo kündigt in seinen FAQ an, jede Tasche zu durchsuchen, und rät zu leichtem Gepäck, um Wartezeiten kurz zu halten. Modelle für lange Teleobjektive vergleicht der Artikel Kamerarucksack und Taschen. Wie du teure Technik im Gedränge im Blick behältst, steht in Fotoausrüstung schützen.

Block 2: Gehörschutz

Gehörschutz ist der Punkt, der auf den meisten Packlisten zu kurz kommt. Kampfjets im Display, vor allem mit eingeschaltetem Nachbrenner, gehören zu den lautesten Schallquellen, die du als Zuschauer erlebst. Das Problem ist weniger der einzelne Vorbeiflug als die Summe: Du stehst sechs, acht oder zehn Stunden an der Showline, und abends klingeln die Ohren. Die Hintergründe zu Pegeln, Dämmwerten und Grenzwerten erklärt der Guide Fluglärm und Gehör.

Gehörschutz Für wen Vorteil Nachteil
Schaumstoff-Stöpsel Erwachsene, als Grundausstattung günstig, klein, hohe Dämmung richtiges Einsetzen nötig, Einweg
Lamellenstöpsel Erwachsene mit häufigem Wechsel schnell rein und raus, wiederverwendbar Sitz je nach Gehörgang unterschiedlich
Kapselgehörschutz Kinder, alle, die lange stehen schnell auf- und abgesetzt, sicherer Sitz warm im Sommer, stört mit Sonnenbrille oder Hut
Otoplastik Vielspotter und Fotografen angepasst, bequem über Stunden teurer, Anfertigung beim Akustiker

Ein paar Regeln für den Showtag:

  • Vor dem ersten Display einsetzen, nicht erst, wenn der erste Jet vorbeidonnert. Gerade bei Kindern ist der Schreck sonst größer als nötig.
  • Reserve einpacken. Schaumstoff-Stöpsel fallen gern ins Gras. Ein zweites Paar wiegt nichts.
  • Kinder brauchen Kapseln. Für kleine Kinder ist ein Kapselgehörschutz in Kindergröße die richtige Wahl, Stöpsel sitzen in kleinen Gehörgängen schlecht. Das Air Tattoo empfiehlt Gehörschutz für Babys und kleine Kinder ausdrücklich, verleiht aber laut eigenen FAQ keinen; die dort verkauften Modelle passen laut Veranstalter nicht unbedingt für Babys und sehr kleine Kinder. Bring ihn also selbst mit. Mehr zum Familienausflug steht im Guide Planespotting mit Kindern.
  • Abstand hilft zusätzlich. Ein paar Meter weiter weg von der Crowdline, vom Startpunkt oder vom Bereich, in dem Jets ihre Triebwerke hochfahren, senkt die Belastung spürbar.

Gehörschutz und Video

Wer filmt, will den Sound der Jets einfangen – das Mikrofon der Kamera tut das auch mit Stöpseln im Ohr. Für die Kontrolle der Tonaufnahme reicht ein kurzer Blick auf die Pegelanzeige. Deine Ohren musst du dafür nicht opfern.

Block 3: Körper und Wetter

Flugplätze sind flach, weit und fast ohne Bäume. Was am Flughafenzaun nach zwei Stunden lästig ist, wird bei einer Airshow zum echten Problem: Sonne, Wind und Regen treffen dich ohne Ausweichmöglichkeit. Ausführlich behandelt das Thema der Guide Planespotting im Sommer.

Sonnenschutz

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät ab einem UV-Index von 3, um die Mittagszeit Schatten zu suchen, und ab einem UV-Index von 8, die Mittagsstunden möglichst drinnen zu verbringen. Beides geht bei einer Airshow kaum, denn das Hauptprogramm läuft genau dann. Also bleibt der Schutz am Körper:

  • Hut mit breiter Krempe oder Kappe mit Nackenschutz. Laut BfS sind Kleidung und Kopfbedeckung der einfachste und wirksamste Schutz.
  • Sonnenbrille mit UV-400-Kennzeichnung und guter seitlicher Abdeckung. Du schaust stundenlang in den hellen Himmel.
  • Sonnencreme mit mindestens LSF 30, für Kinder und sehr helle Haut LSF 50+, mit UV-A- und UV-B-Filter. Großzügig auftragen, etwa eine halbe Stunde vor dem Rausgehen, und mehrmals nachcremen. Nachcremen verlängert den Schutz nicht, es erhält ihn nur.
  • Lange, leichte Kleidung statt Tanktop. Schultern und Nacken verbrennen beim Blick nach oben besonders schnell.

Asphalt und helle Flächen reflektieren UV-Strahlung zusätzlich, laut BfS kann die Belastung dadurch höher sein, als der UV-Index angibt. Ein bewölkter Morgen ist deshalb keine Entwarnung, auch nicht für den Nachmittag. Wer die Sonne vorher einplant, steht außerdem fotografisch besser: Wie du die Lichtrichtung an der Display-Linie bestimmst, zeigt der Guide Sonnenstand planen.

Regen, Wind und Kälte

Airshows finden bei fast jedem Wetter statt, nur das Flugprogramm wird bei tiefer Bewölkung oder starkem Wind angepasst. Eine leichte Regenjacke, die in die Seitentasche passt, gehört deshalb auch im Hochsommer dazu. Am Morgen und am Abend wird es auf offenen Flächen oft kühler als erwartet, eine dünne Fleecejacke hilft. Für Shows im Herbst oder in den Bergen, etwa beim Fliegerschießen Axalp, gilt das erst recht. Mehr Tipps fürs Spotten bei Mistwetter gibt es in Planespotting bei schlechtem Wetter.

Schuhe und Sitzen

Du läufst vom Parkplatz zum Eingang, durch die Static Show, zur Crowdline, zum Imbiss und zurück. Bequeme, eingelaufene Schuhe mit festem Profil sind wichtiger als jedes Objektiv. Gras kann morgens nass sein, Wege staubig oder matschig.

Für die Stunden an der Showline lohnt sich eine leichte Sitzgelegenheit: Klapphocker, Faltstuhl oder Sitzkissen. Ob sie erlaubt ist und wo du sie aufstellen darfst, regelt die Veranstaltung. Beim Air Tattoo sind laut FAQ Klappstühle, Picknickdecken sowie Trittleitern und Unterstände bis 1,5 Meter Höhe zugelassen, mit mindestens zehn Metern Abstand zur Crowdline. Vollwertige Pavillons und Zelte sind dort nicht erlaubt. Was am normalen Flughafenzaun gilt, steht im Artikel Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.

Seltene Gäste vor und nach der Show

An den An- und Abreisetagen kommen Gastmaschinen am nächsten Flughafen vorbei. Planetrack meldet dir per Sichtungs-Alarm, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Typ oder eine Special Livery im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Block 4: Verpflegung

Die Imbissstände auf großen Shows sind gut sortiert, aber zur Mittagszeit voll. Wer in der Schlange steht, verpasst womöglich genau das Display, für das er gekommen ist. Eigene Verpflegung spart Zeit und Geld, sofern die Veranstaltung sie zulässt. Das Air Tattoo erlaubt eigenes Essen und Trinken ausdrücklich und stellt kostenlose Wasserstellen auf dem Gelände bereit, an denen du deine Flasche auffüllen kannst. Andere Veranstalter schränken das ein, deshalb gilt: vorher nachlesen.

  • Wasser in einer nachfüllbaren Flasche. Bei Hitze trinkst du deutlich mehr als an einem normalen Tag, und Durst merkst du beim Fotografieren oft erst spät.
  • Etwas Salziges und Herzhaftes: belegte Brote, Nüsse, Cracker. Nach Stunden in der Sonne ist das angenehmer als nur Süßes.
  • Obst und Riegel für die schnellen Pausen zwischen zwei Displays.
  • Kühltasche mit Kühlakku, wenn du lange draußen bist und die Hausordnung sie zulässt.
  • Keine Glasflaschen, wenn die Veranstaltung sie verbietet – das ist bei Großveranstaltungen häufig der Fall.
  • Grill bleibt zu Hause. Beim Air Tattoo sind Grills auf dem Gelände und den Parkplätzen verboten, bei anderen Shows ist das ähnlich.

Plane deine Mahlzeit bewusst: Viele Spotter essen während eines weniger interessanten Programmpunkts oder vor dem Start des Flugprogramms. Ein Blick in den Ablaufplan zeigt dir, wo eine Lücke liegt.

Block 5: Organisation und Papierkram

Der unspektakulärste Block entscheidet oft darüber, ob der Tag entspannt beginnt.

  • Ticket digital und als Ausdruck. Ein leerer Handyakku am Einlass ist ärgerlich.
  • Bargeld und Karte. Viele Stände akzeptieren Kartenzahlung, aber nicht alle. Beim Air Tattoo gibt es Geldautomaten auf dem Gelände, für die laut Veranstalter eine Gebühr anfällt.
  • Programm und Geländeplan offline gespeichert, inklusive Lage von Toiletten, Wasserstellen und Erste-Hilfe-Punkt.
  • Anreise geklärt. Große Shows ziehen Zehntausende Besucher an. Shuttle-Busse, Parkplatzzuweisung und Abreisestau gehören zur Planung. Allgemeine Tipps gibt der Guide Anreise zum Spot.
  • Treffpunkt für die Gruppe. Im Gedränge und bei schwachem Netz findet man sich schwer wieder. Vereinbart einen festen Punkt.
  • Kleine Reiseapotheke: Pflaster für Blasen, Kopfschmerztabletten, eigene Medikamente. Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte prüfen, ob sie die Lichtempfindlichkeit erhöhen – das BfS weist ausdrücklich darauf hin.

Was zu Hause bleibt

Genauso wichtig wie die Packliste ist die Liste der Dinge, die bei einer Airshow nicht ins Gelände dürfen oder dir nur Ärger bringen. Die Details stehen in der Hausordnung jeder Veranstaltung, typische Punkte sind:

Fast immer verboten

  • Drohnen jeder Größe – beim Air Tattoo laut Veranstalter sogar eine Straftat
  • Grills und offenes Feuer
  • Hunde (beim Air Tattoo nicht auf dem Gelände zugelassen)

Je nach Veranstaltung

  • Trittleitern, Unterstände, Schirme (oft mit Höhenlimit)
  • Eigenes Essen, Glasflaschen, Alkohol
  • Fahrräder und Roller auf dem Gelände

Meist problemlos

  • Kamera mit Teleobjektiv und Rucksack (nach Kontrolle)
  • Klappstuhl oder Sitzkissen
  • Nachfüllbare Wasserflasche

Warum Drohnen über Menschenansammlungen grundsätzlich tabu sind, erklärt der Artikel Drohne über Wohngebieten und Menschenansammlungen. Bei einer Flugvorführung kommt dazu, dass im Luftraum über dem Platz bemannte Flugzeuge mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind.

Der Ablauf: vom Vorabend bis zur Heimfahrt

1. Vorabend: laden und packen

Alle Akkus laden, Karten formatieren, Objektive reinigen. Rucksack nach den vier Blöcken packen und das Wasser in den Kühlschrank stellen. Wetterbericht und UV-Index prüfen.

2. Hausordnung lesen

Kurz in die FAQ des Veranstalters schauen: Was ist erlaubt, wann öffnet der Einlass, wo wird geparkt? Das spart Diskussionen am Eingang.

3. Früh anreisen

Wer früh da ist, findet einen Parkplatz, kommt schneller durch die Kontrolle und sichert sich einen Platz in der ersten Reihe an der Crowdline.

4. Static Show am Morgen

Vor dem Flugprogramm ist die Static Show meist leerer. Das ist die beste Zeit für Detailbilder mit dem kürzeren Objektiv.

5. Vor dem ersten Display: schützen

Sonnencreme auffrischen, Gehörschutz einsetzen, Wasserflasche griffbereit. Kamera-Setups für Jets und Propeller noch einmal prüfen.

6. Pausen nutzen

Zwischen den Displays Akku und Karte wechseln, trinken, essen, nachcremen. Kurze, regelmäßige Pausen sind besser als eine lange.

7. Heimfahrt einplanen

Nach dem letzten Display staut es sich an den Ausgängen. Wer müde ist, bleibt lieber noch eine halbe Stunde sitzen, statt sofort loszufahren.

Worauf du achten solltest

  • Die Hausordnung schlägt jede Checkliste. Regeln unterscheiden sich von Show zu Show und von Jahr zu Jahr. Dieser Artikel nennt Beispiele, die aktuelle Fassung findest du nur beim Veranstalter.
  • Gewicht im Blick behalten. Zwei Objektive, Ersatzakkus, Wasser und ein Stuhl ergeben schnell zehn Kilo. Lass weg, was du an einer Airshow nicht brauchst, etwa das Stativ.
  • Abstand zur Crowdline respektieren. Absperrungen und Anweisungen der Ordner haben einen Sicherheitshintergrund – nicht nur in Deutschland.
  • Hitze ernst nehmen. Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit sind Warnzeichen. Dann ab in den Schatten, trinken und im Zweifel den Sanitätsdienst ansprechen.
  • Nicht in die Sonne zielen. Formationen fliegen oft auch Figuren vor der Sonne. Den Sucher direkt auf die Sonne zu richten, kann Auge und Sensor schädigen.

Welche Veranstaltungen sich für Spotter am meisten lohnen, zeigt die Übersicht Airshows in Europa. Wer es militärischer mag, findet Infos zum NATO Tiger Meet, zur AIRPOWER in Zeltweg und zum Tag der Bundeswehr. Einen Überblick über die Staffeln am Himmel gibt Kunstflugstaffeln Europas.

Bist du bereit für den Airshow-Tag?

Hak ab, was schon gepackt oder erledigt ist – am Ende siehst du, ob du startklar bist.

  • Ticket ist digital und ausgedruckt dabei.
  • Alle Akkus sind geladen, mindestens ein Ersatzakku ist eingepackt.
  • Mindestens eine zusätzliche Speicherkarte liegt in der Tasche.
  • Gehörschutz für mich und alle Kinder ist eingepackt, dazu ein Reservepaar.
  • Hut, UV-400-Sonnenbrille und Sonnencreme mit mindestens LSF 30 sind dabei.
  • Eine leichte Regenjacke passt noch in den Rucksack.
  • Wasserflasche ist gefüllt, Snacks und etwas Herzhaftes sind eingepackt.
  • Ich habe die Hausordnung gelesen und weiß, ob Stuhl oder Leiter erlaubt sind.
  • Bargeld, Karte und Powerbank sind dabei.
  • Anreise, Parkplatz und Treffpunkt für die Gruppe sind geklärt.

Nach der Show: Bilder teilen, Hangar füllen

Poste deine besten Airshow-Bilder mit Typ und Kennzeichen, sammle neue Maschinen im Hangar und zeig sie der Community – vielleicht wird eins davon Foto der Woche. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Fazit

Ein Airshow-Tag verlangt mehr Vorbereitung als ein Nachmittag am Flughafenzaun, weil du lange, ohne Schatten und ohne schnellen Rückweg zum Auto unterwegs bist. Die Kameraausrüstung ist dabei fast der einfachste Teil: Telezoom, kürzeres Objektiv, genug Akkus und Karten. Entscheidend sind die Dinge, die deinen Körper durch den Tag bringen – Gehörschutz, Sonnenschutz, Wasser und bequeme Schuhe. Und vor allem die Hausordnung: Was beim Air Tattoo erlaubt ist, kann bei der nächsten Show verboten sein. Die allgemeine Packliste für normale Spotting-Tage findest du in der Ausrüstungs-Checkliste.

Kurzfazit

Pack in vier Blöcken: Technik, Körper und Wetter, Verpflegung, Organisation. Gehörschutz für alle, Sonnenschutz mit mindestens LSF 30 und eine volle Wasserflasche sind nicht verhandelbar. Lies vor jeder Show die Hausordnung, lass die Drohne zu Hause und plane den Tag so, dass du in den Pausen trinkst, isst und Akkus wechselst.

Zusammenfassung

  • Teile die Packliste in vier Blöcke: Kamera und Technik, Körper und Wetter, Verpflegung, Organisation. So vergisst du nichts und packst nichts doppelt.
  • Ein Telezoom für das Flugprogramm und ein kürzeres Objektiv für die Static Show decken fast alles ab. Ersatzakkus und mindestens eine zweite Speicherkarte sind Pflicht.
  • Wasser, Sonnenschutz und Gehörschutz sind die drei Dinge, deren Fehlen den Tag am schnellsten beendet.
  • Lies vor jeder Show die FAQ oder Hausordnung des Veranstalters: Taschenkontrollen, Höhenlimits für Leitern und Schirme oder Verbote für Grills und Hunde sind üblich.

Häufige Fragen

Was muss ich zu einer Airshow mitnehmen?

Die Basis: Ticket, Gehörschutz, Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme), eine leichte Regenjacke, genug Wasser, Snacks, eine Sitzgelegenheit und für Fotografen Kamera mit Telezoom, Ersatzakkus und zusätzliche Speicherkarten. Dazu Bargeld und Karte, eine Powerbank fürs Handy und eine kleine Reiseapotheke.

Brauche ich bei einer Airshow wirklich Gehörschutz?

Ja, zumindest dabeihaben solltest du ihn. Kampfjets im Display, besonders mit Nachbrenner, gehören zu den lautesten Schallquellen, denen du als Zuschauer begegnest, und du stehst viele Stunden an der Showline. Für Erwachsene reichen meist Stöpsel oder Kapseln, für Kinder ist ein Kapselgehörschutz in Kindergröße die richtige Wahl.

Darf ich eine Leiter oder einen Stuhl mit zur Airshow nehmen?

Das regelt jede Veranstaltung selbst. Beim Royal International Air Tattoo in Fairford erlaubt der Veranstalter laut seinen FAQ zum Beispiel Klappstühle sowie Trittleitern und Unterstände bis 1,5 Meter Höhe, mit mindestens zehn Metern Abstand zur Crowdline. Andere Shows sind strenger. Prüfe vor jeder Veranstaltung die Hausordnung.

Darf ich eigenes Essen und Trinken zur Airshow mitbringen?

Bei vielen Shows ja, aber nicht bei allen. Das Air Tattoo erlaubt eigene Verpflegung ausdrücklich und bietet kostenlose Wasserstellen zum Nachfüllen. Glasflaschen, Grills oder Alkohol sind bei Veranstaltungen dagegen häufig eingeschränkt. Im Zweifel hilft ein Blick in die Besucherinformationen.

Darf ich bei einer Airshow eine Drohne fliegen lassen?

Nein. Über Menschenansammlungen und im Umfeld eines Flugplatzes mit Flugvorführungen ist das in aller Regel ohnehin nicht erlaubt, und Veranstalter verbieten Drohnen ausdrücklich. Beim Air Tattoo weist der Veranstalter darauf hin, dass das Fliegen einer Drohne eine Straftat darstellt. Lass die Drohne zu Hause.

Welche Sonnencreme ist für einen Airshow-Tag sinnvoll?

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt mindestens Lichtschutzfaktor 30 mit UV-A- und UV-B-Filter, für Kinder und sehr empfindliche Haut einen sehr hohen Schutz (LSF 50+). Großzügig rund 30 Minuten vor dem Rausgehen auftragen und mehrmals am Tag nachcremen. Auf Flugplätzen reflektieren Asphalt und helle Flächen die UV-Strahlung zusätzlich.

Wie viele Speicherkarten brauche ich für eine Airshow?

Mindestens zwei, besser drei. Mit Serienbildern kommen an einem langen Showtag schnell mehrere Hundert Gigabyte zusammen, je nach Kamera und Dateiformat. Eine Karte als Reserve schützt dich außerdem vor einem Kartendefekt mitten im Flugprogramm.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

Mehr Artikel aus Events, Airshows & Spotter-Days →

Weiterlesen in Events, Airshows & Spotter-Days

← Zurück zum Blog