Das Wichtigste in Kürze
- Ein Club mit Wappenpflicht: Die NATO Tiger Association vereint Staffeln, die einen Tiger im Wappen tragen. Sie ist kein Teil der formalen NATO-Struktur, sondern ein eigenständiger Verbund.
- Seit 1961: Das erste Treffen fand am 19. Juli 1961 auf der RAF-Basis Woodbridge in England statt, auf Einladung der US-Staffel 79th Tactical Fighter Squadron.
- Echte Übung, kein Flugtag: Ein Tiger Meet dauert typischerweise rund zwei Wochen, mit lokalen Missionen am Vormittag und großen gemischten Verbandsmissionen (COMAO) am Nachmittag.
- Preise für Können und Farbe: Der Silver Tiger geht an die beste Staffel, daneben gibt es unter anderem einen Preis für das beste Tiger-Flugzeug – deshalb die aufwendigen Bemalungen.
- Spotter-Days sind der Zugang: Viele Gastgeber öffnen die Basis an ein oder zwei Tagen für registrierte Spotter. Tickets sind begrenzt und oft schnell weg.
- Deutschland ist mittendrin: Das TaktLwG 51 aus Schleswig-Jagel und das TaktLwG 74 aus Neuburg an der Donau sind Vollmitglieder, ebenso der NATO-AWACS-Verband aus Geilenkirchen.
Inhaltsverzeichnis
Ein Tornado mit orange-schwarzen Streifen bis in die Triebwerkseinläufe, daneben eine F-16 mit Tigerkopf auf dem Leitwerk, dahinter ein Helikopter in Raubkatzen-Optik: Beim NATO Tiger Meet sieht eine Militärbasis für zwei Wochen aus wie ein Freiluft-Kunstprojekt. Für Spotter ist das Treffen der Tiger-Staffeln eines der Highlights im Militärkalender. Hier erfährst du, wer hinter dem Tiger Meet steckt, wie die Übung abläuft, welche Preise vergeben werden und wie du an einen der begehrten Spotter-Days kommst.
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NATO Tiger Meet: die kurze Antwort
Das NATO Tiger Meet ist das jährliche Treffen der NATO Tiger Association, eines Verbunds von Staffeln aus NATO- und Partnerländern, die alle einen Tiger im Wappen tragen. Jedes Jahr richtet eine andere Mitgliedsstaffel das Treffen auf ihrer Basis aus. Rund zwei Wochen lang fliegen die Teilnehmer gemeinsame Trainingsmissionen, pflegen ihre Traditionen und messen sich in Wettbewerben – bis hin zur Frage, wer das am besten bemalte Flugzeug mitgebracht hat.
Für dich als Spotter heißt das: An einem Ort und in kurzer Zeit siehst du eine bunte Mischung aus Kampfjets, Hubschraubern und Unterstützungsflugzeugen aus vielen Ländern, viele davon in einmaligen Tiger-Designs. Wie diese Bemalungen entstehen und warum sie oft nur kurz fliegen, beschreibt der Artikel NATO Tiger Meet und militärische Sonderlackierungen ausführlich. Hier geht es um die Veranstaltung selbst.
Woher das Tiger Meet kommt
Die Idee ist älter als die meisten Flugzeuge, die heute daran teilnehmen. Am 19. Juli 1961 lud die US-Staffel 79th Tactical Fighter Squadron, damals in England stationiert, zwei andere Staffeln mit Tiger im Wappen nach RAF Woodbridge ein: die No. 74 Squadron der Royal Air Force und die französische EC 1/12 „Cambrésis“. Hintergrund war der Wunsch des damaligen französischen Verteidigungsministers Pierre Messmer, die Verbindungen zwischen den Luftstreitkräften der Allianz zu stärken. Das Treffen kam so gut an, dass es zur festen Einrichtung wurde. Zum zweiten Treffen 1962 kamen bereits acht Staffeln.
Die Ziele, die damals beim zweiten Treffen formuliert wurden, gelten laut Tiger Association bis heute: den Zusammenhalt zwischen den NATO-Partnern stärken, Teamgeist und Kameradschaft unter den Besatzungen fördern und Erfahrungen im Sinne der militärischen Ziele der Allianz austauschen. Die Vereinigung betont, dass sie von keinem NATO-Hauptquartier abhängt. Die Leitlinien kommen aus der eigenen Versammlung der Mitglieder, die Planung jedes Treffens übernimmt die gastgebende Staffel.
Der Tiger selbst ist das verbindende Element: Mitglied wird, wer einen Tigerkopf oder eine Tigerfigur im Staffelwappen führt. Daraus ergibt sich die bunte Mischung. Nicht nur Jagdstaffeln tragen Tiger, sondern auch Hubschrauberverbände, Marineflieger und sogar ein Frühwarnverband.
Wer zu den Tiger-Staffeln gehört
Die NATO Tiger Association unterscheidet mehrere Mitgliedsarten: Vollmitglieder, Ehrenmitglieder, Mitglieder auf Probe sowie ehemalige und aufgelöste Staffeln. Zu den Vollmitgliedern zählen rund zwei Dutzend Verbände aus ganz Europa. Ehrenmitglieder sind vor allem Staffeln aus den USA, dazu Einheiten aus Kanada und Indien. Die folgende Auswahl zeigt einige Vollmitglieder, die du beim Tiger Meet häufig siehst (Stand der Mitgliederliste im Herbst 2026):
| Land | Staffel | Heimatbasis | Typ beim Tiger Meet 2024–2026 |
|---|---|---|---|
| Belgien | 31 Smaldeel | Kleine Brogel | F-16A/B MLU |
| Deutschland | TaktLwG 51 „Immelmann“ | Schleswig-Jagel | Tornado IDS und ECR |
| Deutschland | TaktLwG 74 | Neuburg an der Donau | Eurofighter |
| Deutschland | NATO E-3A-Verband | Geilenkirchen | E-3A Sentry |
| Frankreich | Flottille 11F (Marine) | Landivisiau | Rafale M |
| Griechenland | 335 Mira | Araxos | F-16C/D |
| Italien | 12° Gruppo | Gioia del Colle | Eurofighter |
| Polen | 6. Eskadra Lotnictwa Taktycznego | Poznań-Krzesiny | F-16C/D |
| Schweiz | Fliegerstaffel 11 | Meiringen | F/A-18C/D Hornet |
| Spanien | Ala 15 | Zaragoza | EF-18 Hornet |
| Tschechien | 211. taktická letka | Čáslav | JAS 39C/D Gripen |
| Ungarn | 101/1 Squadron | Kecskemét | JAS 39C/D Gripen |
Die Typen sind eine Momentaufnahme. Viele Luftwaffen stellen gerade um, etwa auf die F-35. Die niederländische 313 Squadron flog 2024 bereits mit F-35 mit, und in Deutschland wird der Panavia Tornado in den kommenden Jahren ausgemustert und durch F-35 und Eurofighter ersetzt. Wer beim Tiger Meet noch einen Tornado in Tigerstreifen erwischt, fotografiert also ein Motiv mit Ablaufdatum.
Deutschland im Tiger-Verbund
Deutschland ist gleich mit mehreren Verbänden dabei. Das Taktische Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ aus Schleswig-Jagel war 2024 Gastgeber und brachte neben Tornados auch die Drohne Heron mit. Das Taktische Luftwaffengeschwader 74 aus Neuburg an der Donau fliegt den Eurofighter Typhoon und ist für seine Tiger-Designs bekannt. Wo du den Eurofighter auch außerhalb des Tiger Meets regelmäßig siehst, steht im Guide Eurofighter in Deutschland spotten.
Etwas ungewöhnlich ist das dritte deutsche Vollmitglied: der multinationale NATO-Frühwarnverband aus Geilenkirchen mit der Boeing E-3 Sentry. Mehr zu diesem Verband und dem Spotten dort liest du unter NATO-Flugplatz Geilenkirchen, einen etablierten Standort findest du mit dem Spotterhügel Teveren. Die Marineflieger-Staffel 3/MFG 5 aus Nordholz wird als Mitglied auf Probe geführt.
So läuft ein Tiger Meet ab
Auch wenn die Bilder nach Show aussehen: Das Tiger Meet ist in erster Linie eine Trainingsübung. Die Tiger Association beschreibt ein typisches Meet mit rund zwölf Tagen Dauer. Bei einem durchschnittlichen zweiwöchigen Treffen kommen mindestens 800 Einsätze zusammen.
1. Ankunft und Eröffnung
Die Staffeln treffen ein, es folgen Briefings, und meist wird schon am ersten Tag geflogen. Bei der Eröffnungszeremonie werden die Flaggen aller Teilnehmer gehisst.
2. Erste Übungswoche
Vormittags fliegen die Teilnehmer meist lokale Missionen untereinander, nachmittags große gemischte Verbände, sogenannte COMAO (Composite Air Operations). Jede Mission wird vorbereitet, gebrieft, geflogen und nachbesprochen.
3. Tiger Games
Zum Ende der ersten Woche messen sich die Staffeln in den Tiger Games, einer Mischung aus Spaß und Sport.
4. Zweite Übungswoche
Die Trainingsmissionen werden intensiver. Hubschrauber üben unter anderem Absetzen und Aufnehmen von Bodentruppen sowie Rettungseinsätze (CSAR).
5. Abschluss
Die Flaggen werden eingeholt, beim Abschiedsabend werden die Preise vergeben – allen voran der Silver Tiger.
Für Spotter ist dieser Rhythmus wichtig. Wer an einem normalen Übungstag am Zaun steht, sieht vor allem die Starts und Landungen der Missionswellen. Die Flugzeuge fliegen dann echte Übungsprofile und keine Vorführungen. Das bedeutet: Startzeiten richten sich nach dem Übungsplan, und an Tagen mit schlechtem Wetter im Übungsgebiet kann es lange ruhig bleiben.
Traditionen abseits der Piste
Zum Tiger Meet gehören Bräuche, die man bei normalen Übungen nicht findet. Jede Staffel bringt nach Möglichkeit mindestens einen Zweisitzer mit, damit Besatzungen Mitflüge bei anderen Nationen tauschen können. Die Staffeln tauschen Geschenke, tragen Tiger-Fliegerkombis, Schals und eigene Namensschilder. Eine feste Größe ist die International Night, bei der jede Staffel Essen, Getränke und Musik aus ihrer Heimat präsentiert. Nach der Eröffnungszeremonie entlässt der Kommandeur der gastgebenden Staffel die Teilnehmer mit dem traditionellen Ruf „Tiger – Tiger – Tiger“.
Silver Tiger und die anderen Preise
Der wichtigste Preis ist der Silver Tiger. Seine Geschichte beginnt 1977, als das Tiger Meet beim International Air Tattoo auf der RAF-Basis Greenham Common stattfand. Der Londoner Silberschmied Mappin & Webb stiftete auf Anregung des RAF Benevolent Fund einen silbernen Tiger, der schnell zur Trophäe wurde. Die Siegerstaffel behält ihn bis zum nächsten vollen Tiger Meet und befestigt eine kleine Plakette mit dem Jahr am Holzsockel. Rekordsieger ist laut Siegerliste der Tiger Association die belgische 31 Smaldeel aus Kleine Brogel.
Daneben gibt es weitere Auszeichnungen, und eine davon ist der Grund, warum Spotter von weit her anreisen: der Preis für das beste Tiger-Flugzeug. Er belohnt die aufwendigste und gelungenste Bemalung und sorgt dafür, dass viele Staffeln Jahr für Jahr neue Designs entwerfen.
| Tiger Meet | Gastgeber | Silver Tiger | Bestes Tiger-Flugzeug |
|---|---|---|---|
| 2024 | TaktLwG 51, Schleswig-Jagel | 6. ELT, Polen | TaktLwG 51, Deutschland |
| 2025 | Esq 301, Beja (Portugal) | Fliegerstaffel 11, Schweiz | Esq 301, Portugal |
| 2026 | 335 Mira, Araxos (Griechenland) | 12° Gruppo, Italien | 12° Gruppo, Italien |
Weitere Preise gibt es für die beste Einsatzleistung („Best OPS“), die beste Uniform, die Tiger Games, den besten Sketch und einen Sonderpreis für Tiger-Spirit. Die Ergebnisse veröffentlicht die Tiger Association nach jedem Treffen auf ihrer Website.
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Die letzten Tiger Meets im Überblick
Das Tiger Meet wandert jedes Jahr. Die Termine liegen meist im Frühjahr, können aber auch in den Herbst rutschen, wie 2023 in Italien und 2025 in Portugal. Eine Auswahl der vergangenen Jahre:
| Jahr | Basis | Gastgeber | Zeitraum |
|---|---|---|---|
| 2018 | Poznań-Krzesiny, Polen | 6. ELT | Mai |
| 2019 | Mont-de-Marsan, Frankreich | EC 3/30 | Mai |
| 2022 | Araxos, Griechenland | 335 Mira | Mai |
| 2023 | Gioia del Colle, Italien | 12° Gruppo | Oktober |
| 2024 | Schleswig-Jagel, Deutschland | TaktLwG 51 | 3.–13. Juni |
| 2025 | Beja, Portugal | Esq 301 | 21. September – 3. Oktober |
| 2026 | Araxos, Griechenland | 335 Mira | 4.–15. Mai |
In den Pandemiejahren war der Kalender durcheinander, Treffen wurden verschoben oder abgesagt. Für 2027 hat die Tiger Association die italienische 12° Gruppo in Gioia del Colle als Gastgeber genannt. Termine und Besucherangebote werden erst im Vorfeld bekanntgegeben – prüfe also vor jeder Planung die offiziellen Kanäle.
Das Teilnehmerfeld ist breit. 2024 in Jagel flogen unter anderem Rafale der französischen Marine und Luftwaffe, F/A-18 Hornet aus der Schweiz, Gripen aus Tschechien, F-16 aus Griechenland, der Türkei und Polen sowie französische Heereshubschrauber wie Gazelle, Tigre und NH90. 2025 flog außerdem die AW101 Merlin der Royal Navy mit, 2025 und 2026 war die italienische HH-101 Caesar dabei, 2026 zudem die tschechische UH-1Y Venom. Wenn du die Muster am Himmel sicher auseinanderhalten willst, hilft dir Kampfjets in Europa erkennen.
Spotter-Days: dein Zugang zum Tiger Meet
Das Beste am Tiger Meet für Spotter sind die Spotter-Days. Viele Gastgeber öffnen die Basis an einem oder zwei Tagen für registrierte Fotografen. Du stehst dann auf einem abgegrenzten Bereich nah an Rollwegen oder Piste und siehst die Missionswellen aus einer Perspektive, die vom Zaun aus unmöglich ist. Einige Gastgeber kombinieren das mit einem öffentlichen Flugtag.
So sah das in den letzten Jahren aus:
- 2024, Schleswig-Jagel: zwei Spotter-Days am 7. und 10. Juni mit je 1.500 Tickets, Verkauf über eine eigene Seite des Geschwaders.
- 2025, Beja: Die portugiesische Luftwaffe bot zwei Spotter-Days am 24. September und 1. Oktober an, Registrierung über die offizielle Seite des Tiger Meets.
- 2026, Araxos: Im April öffnete die Registrierung für den Spotters Day über die Kanäle der griechischen Luftwaffe. Die Tiger Association wies ausdrücklich auf verbindliche Regeln zu Zugang, Sicherheit, erlaubter Ausrüstung und Verhalten hin.
Ohne Registrierung kein Zutritt
Spotter-Days finden auf militärischem Gelände statt. Du brauchst in der Regel eine vorherige Anmeldung mit Ausweisdaten, musst dich an die Vorgaben zur Ausrüstung halten und den Anweisungen des Personals folgen. Wer ohne Bestätigung anreist, steht vor dem Tor.
Wo du Termine findest
Die verlässlichsten Quellen sind die Website und Social-Media-Kanäle der NATO Tiger Association, die Seiten der gastgebenden Luftwaffe und die Kanäle des Gastgeber-Geschwaders. Dort erscheinen Termine und Registrierungslinks meist einige Wochen bis Monate vorher. Wenn ein deutscher Verband Gastgeber ist, lohnt sich zusätzlich der Blick auf die Angebote, die im Artikel Tag der Bundeswehr und offene Tage der Luftwaffe beschrieben sind. Weitere große Militärtermine findest du in der Übersicht Airshows in Europa.
Spotter-Day buchen, wenn …
- du Tiger-Jets aus der Nähe und beim Rollen fotografieren willst
- du dich rechtzeitig registrieren kannst und flexibel anreist
- du einen ganzen Tag auf einer Fläche verbringen kannst
Flugtag oder Airshow wählen, wenn …
- der Gastgeber einen öffentlichen Tag anbietet
- du mit Familie oder Freunden unterwegs bist
- dir statische Ausstellung und Vorführungen wichtiger sind als Rollwegfotos
Auf eigene Faust am Zaun, wenn …
- es einen öffentlich zugänglichen, erlaubten Standort gibt
- du die Foto- und Zutrittsregeln vor Ort kennst
- dir Starts und Landungen auf Distanz reichen
Wichtig für die letzte Variante: Am Militärflugplatz gelten andere Regeln als am Zivilflughafen, und sie unterscheiden sich von Land zu Land. Lies vorher den Artikel Militärflugplatz fotografieren: Regeln. Ein langes Teleobjektiv am Zaun einer Militärbasis fällt auf; was du in solchen Situationen beachten solltest, erklärt Großes Teleobjektiv, großer Verdacht.
Fotografieren beim Tiger Meet
Ein Spotter-Day ist lang, und die Motive kommen in Wellen. Ein paar Punkte machen den Unterschied:
- Brennweite für Rollwege und Starts: Auf den Spotter-Flächen bist du meist näher dran als am Zaun, trotzdem brauchst du für startende Jets ein Telezoom. Welche Brennweiten sich bewähren, steht im Guide Objektiv und Brennweite fürs Planespotting.
- Licht und Standort: Die Spotter-Fläche ist vorgegeben, die Sonne nicht. Prüfe vorher, wie die Piste liegt und wann die Sonne hinter dir steht. Im Süden Europas, etwa in Araxos oder Beja, kommt zur Mittagszeit starkes Hitzeflimmern dazu.
- Mitzieher bei Starts: Hubschrauber und Propeller sehen mit längerer Belichtungszeit lebendiger aus. Die Technik dahinter erklärt Mitzieher-Technik.
- Ausrüstung für den ganzen Tag: Sonnenschutz, Wasser, Ersatzakkus und Speicherkarten. Eine passende Packliste liefert die Checkliste für den Airshow-Tag.
- Dokumentation: Notiere zu jedem Tiger-Jet Seriennummer, Staffel und Designnamen, solange du noch weißt, welches Flugzeug welches war. Wie du Sonderbemalungen systematisch festhältst, zeigt Sonderlackierungen sammeln und dokumentieren.
Wenn du Jets außerhalb der Spotter-Days im Blick behalten willst, helfen Live-Daten. Viele Militärflugzeuge senden allerdings nicht dauerhaft auswertbare Positionsdaten. Was möglich ist und was nicht, beschreibt Militärflugzeuge online verfolgen.
Bist du bereit für das nächste Tiger Meet?
- Ich kenne Gastgeber, Basis und Zeitraum des nächsten Tiger Meets.
- Ich verfolge die Kanäle der Tiger Association und des Gastgebers.
- Ich weiß, ob es einen Spotter-Day gibt und wie die Registrierung läuft.
- Ich habe die Regeln zu Ausweis und erlaubter Ausrüstung gelesen.
- Ich kenne die Pistenausrichtung und das Licht zur Tageszeit.
- Ich habe Anreise und Unterkunft rechtzeitig organisiert.
Tiger Meet planen, Sichtungen teilen
Plane dein Licht mit dem Sonnenstand-Planer, poste deine Tiger-Jets mit Typ und Kennzeichen und tausch dich in der Planetrack-Community mit anderen Spottern aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Das NATO Tiger Meet ist eine Übung mit Geschichte: 1961 als Treffen dreier Staffeln in Woodbridge begonnen, heute ein Verbund vieler Tiger-Staffeln aus Europa und darüber hinaus. Zwei Wochen lang wird ernsthaft trainiert, doch Traditionen, Wettbewerbe und vor allem der Preis für das beste Tiger-Flugzeug machen das Treffen zu einem der farbigsten Termine der Militärluftfahrt. Für Spotter führt der beste Weg über die Spotter-Days – mit früher Registrierung, klaren Regeln und einem Plan für Licht und Ausrüstung.
Kurzfazit
Behalte die Kanäle der NATO Tiger Association und des Gastgebers im Blick, sichere dir früh einen Platz am Spotter-Day und halte dich an die Regeln auf militärischem Gelände. Dann bekommst du Tiger-Jets aus vielen Ländern an einem Ort vor die Linse.
Zusammenfassung
- Das NATO Tiger Meet ist das jährliche Treffen der NATO Tiger Association, eines Verbunds von Staffeln mit Tiger im Wappen. Es begann 1961 in Woodbridge und wandert seitdem jedes Jahr zu einem anderen Gastgeber.
- Die Übung kombiniert lokale Trainingsmissionen und große Verbandsmissionen mit Traditionen wie Flaggenzeremonie, Tiger Games und International Night. Am Ende werden Preise vergeben, der wichtigste ist der Silver Tiger.
- Für Spotter sind die Tiger-Bemalungen das Hauptmotiv. Ein eigener Preis für das beste Tiger-Flugzeug sorgt dafür, dass die Staffeln jedes Jahr neue Designs mitbringen.
- Wer die Jets aus der Nähe sehen will, sollte auf die Spotter-Days achten: Die Registrierung läuft über Gastgeber und Tiger Association, die Plätze sind begrenzt, und vor Ort gelten strenge Regeln.
Häufige Fragen
Was ist das NATO Tiger Meet?
Das NATO Tiger Meet ist das jährliche Treffen der NATO Tiger Association. Dabei kommen Staffeln aus verschiedenen Ländern, die einen Tiger im Wappen tragen, für rund zwei Wochen auf einer Basis zusammen und fliegen gemeinsame Trainingsmissionen. Dazu gehören Traditionen wie Flaggenzeremonien, Wettbewerbe und die Verleihung des Silver Tiger.
Seit wann gibt es das Tiger Meet?
Seit 1961. Am 19. Juli 1961 lud die US-Staffel 79th Tactical Fighter Squadron die No. 74 Squadron der Royal Air Force und die französische Staffel EC 1/12 auf die RAF-Basis Woodbridge ein. Daraus entstand die Vereinigung der Tiger-Staffeln, die sich seitdem regelmäßig trifft.
Ist die NATO Tiger Association Teil der NATO?
Nicht im formalen Sinn. Die Vereinigung versteht sich als Verbund, der die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt zwischen NATO-Luftstreitkräften fördert, ist aber nach eigener Darstellung von keinem NATO-Hauptquartier abhängig. Organisiert wird jedes Treffen von der jeweils gastgebenden Staffel.
Welche deutschen Verbände sind beim Tiger Meet dabei?
Vollmitglieder sind das Taktische Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ aus Schleswig-Jagel, das Taktische Luftwaffengeschwader 74 aus Neuburg an der Donau und der NATO-AWACS-Verband aus Geilenkirchen. Die Marineflieger-Staffel 3/MFG 5 aus Nordholz wird als Mitglied auf Probe geführt.
Was ist der Silver Tiger?
Der Silver Tiger ist der wichtigste Preis des Tiger Meets. Die Silberfigur kam 1977 in die Tiger-Gemeinschaft, als das Treffen beim International Air Tattoo in Greenham Common stattfand. Die Siegerstaffel behält sie bis zum nächsten vollen Tiger Meet und verewigt sich mit einer kleinen Plakette am Sockel.
Wie komme ich zum Spotter-Day beim Tiger Meet?
Spotter-Days werden vom jeweiligen Gastgeber organisiert und meist einige Wochen vorher über die Website der NATO Tiger Association, die Seiten der gastgebenden Luftwaffe und deren Social-Media-Kanäle angekündigt. Du registrierst dich vorab, oft mit Ausweisdaten, und bekommst einen festen Termin. Die Kontingente sind begrenzt, beim Tiger Meet 2024 in Jagel waren es 1.500 Tickets pro Tag.
Wo findet das nächste Tiger Meet statt?
Das Tiger Meet 2026 lief vom 4. bis 15. Mai in Araxos in Griechenland. Als Gastgeber für 2027 hat die NATO Tiger Association die italienische Staffel 12° Gruppo in Gioia del Colle genannt. Genaue Termine und eventuelle Spotter-Days werden erst im Vorfeld bekanntgegeben.
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