Serienbilder effizient bearbeiten: Presets, Synchronisieren und Batch-Export

Eine Landung, zwanzig Auslösungen, alle im selben Licht: Wie du Serienbilder mit Presets, Synchronisieren und Batch-Export in Minuten statt Stunden entwickelst – programmübergreifend erklärt.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Gruppieren schlägt Einzelarbeit: Bilder aus derselben Lichtsituation bekommen eine gemeinsame Grundentwicklung – einzeln angefasst werden nur die Keeper.
  • Preset ist Startpunkt, kein Ergebnis: Eine Vorgabe nimmt dir die immer gleichen Handgriffe ab, Belichtung und Weißabgleich prüfst du trotzdem pro Gruppe.
  • Synchronisieren mit Auswahl: Übertrage nur die Einstellungen, die wirklich für alle Bilder gelten. Zuschnitt, Ausrichtung und lokale Masken bleiben meist außen vor.
  • Auto-Sync ist ein scharfes Werkzeug: Jede Änderung landet sofort auf allen markierten Bildern. Danach immer ausschalten.
  • Export-Vorgaben pro Ziel: Eine Vorgabe für Foto-Datenbanken, eine für Social Media, eine fürs Archiv – dann ist der Export ein Klick.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Massenbearbeitung: die kurze Antwort
  2. 2.Die Reihenfolge entscheidet über die Zeit
  3. 3.Presets: dein Startpunkt für jede Session
  4. 4.Synchronisieren: eine Serie, eine Entwicklung
  5. 5.Was du synchronisierst – und was nicht
  6. 6.Belichtungsunterschiede innerhalb einer Serie
  7. 7.Batch-Export: einmal einrichten, dann ein Klick
  8. 8.Worauf du achten solltest
  9. 9.Fazit

Ein A350 im Endanflug, die Kamera im Serienbildmodus, nach zwölf Sekunden ist er auf der Piste – und auf der Karte liegen dreißig fast identische RAWs. Hochgerechnet auf einen Spotting-Tag sind das schnell mehrere hundert Dateien. Wer jedes Bild einzeln öffnet, kommt nie fertig. Dieser Guide zeigt dir, wie du Serienbilder effizient bearbeitest: mit Presets als Startpunkt, Synchronisieren für ganze Serien und Batch-Export für die Ausgabe. Das Prinzip funktioniert in Lightroom, Capture One, darktable und den meisten anderen RAW-Konvertern.

Die Daten stehen, bevor du am Rechner sitzt

Mit Planetrack hältst du jede Sichtung direkt am Zaun mit Kennzeichen, Typ, Airline, Flughafen und Spot fest – beim Verschlagworten der Serie fehlt dir abends nichts mehr. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Massenbearbeitung: die kurze Antwort

Du bearbeitest Serienbilder effizient, indem du zuerst aussortierst, dann nach Lichtsituation gruppierst, an einem Bild pro Gruppe die Grundentwicklung setzt und diese auf alle anderen überträgst. Erst danach gehst du an die wenigen Bilder, die wirklich veröffentlicht werden, und verfeinerst sie einzeln. Zum Schluss exportierst du alles über gespeicherte Vorgaben.

Dass das bei Flugzeugfotos so gut klappt, liegt am Motiv. Eine Serie entsteht innerhalb weniger Sekunden, mit derselben Kamera, demselben Objektiv, derselben Belichtung und im selben Licht. Für den Rechner unterscheiden sich die Bilder kaum – nur die Position des Flugzeugs im Bild wandert. Genau diese Gleichförmigkeit nutzt die Massenbearbeitung aus.

1Grundentwicklung pro Lichtsituation statt pro Bild
3Werkzeuge: Preset, Synchronisieren, Export-Vorgabe
0Mal Zuschnitt synchronisieren – der bleibt Einzelarbeit

Die Reihenfolge entscheidet über die Zeit

Der häufigste Fehler beim Bearbeiten großer Mengen ist nicht die falsche Software, sondern die falsche Reihenfolge. Wer erst entwickelt und dann aussortiert, bearbeitet Bilder, die er hinterher löscht. Der sinnvolle Ablauf sieht so aus:

1. Importieren und sichern

Dateien von der Karte holen, beim Import gleich ein Basis-Preset, Copyright-Angaben und Stichwörter anwenden und eine zweite Kopie anlegen.

2. Aussortieren

Unscharfe, verdeckte und doppelte Aufnahmen raus. Aus einer Landeserie bleiben oft nur drei bis fünf Bilder übrig, die sich wirklich unterscheiden.

3. Nach Licht gruppieren

Bilder mit gleicher Lichtsituation zusammenfassen: Sonne von vorn, Wolke vor der Sonne, Abendlicht, Gegenlicht. Jede Gruppe bekommt eine eigene Grundentwicklung.

4. Ein Referenzbild entwickeln

Pro Gruppe ein typisches Bild auswählen und dort Belichtung, Weißabgleich, Lichter, Tiefen und Kontrast setzen.

5. Übertragen

Die Einstellungen per Synchronisieren oder Kopieren und Einfügen auf die ganze Gruppe übertragen und die Ergebnisse in der Rasteransicht prüfen.

6. Keeper verfeinern und exportieren

Nur die besten Bilder einzeln zuschneiden, ausrichten und retuschieren, danach alles über Export-Vorgaben ausgeben.

Schritt 2 ist dabei der wichtigste Hebel. Wie du große Mengen schnell und konsequent durchsiehst, erklärt der Guide Fotos schnell aussortieren. Und wie der gesamte Ablauf in einem Programm aussieht, zeigt der Lightroom-Workflow für Flugzeugfotos Schritt für Schritt.

Presets: dein Startpunkt für jede Session

Ein Preset – je nach Programm Vorgabe, Stil oder Style genannt – ist eine gespeicherte Sammlung von Einstellungen. Es wirkt wie ein Rezept: Du wendest es auf ein oder viele Bilder an, und die gespeicherten Regler werden gesetzt. Für Planespotter lohnen sich zwei Arten.

Das Import-Preset

Es kommt auf jedes Bild, sobald es von der Karte importiert wird, und enthält nur Dinge, die immer stimmen: Kameraprofil, Objektivkorrektur und Korrektur der chromatischen Aberration, eine moderate Grundschärfung und eine leichte Rauschreduzierung. Bewusst nicht enthalten sind Belichtung, Weißabgleich und kreative Eingriffe. Welche Korrekturen hier sinnvoll sind, steht im Artikel über Objektivkorrekturen.

Situations-Presets

Für wiederkehrende Lichtsituationen legst du dir eigene Vorgaben an. Typische Kandidaten am Flughafen:

Situation Typische Baustelle Was das Preset tun kann Was du trotzdem prüfst
Pralle Sonne, weißer Rumpf Lichter fressen aus Lichter zurücknehmen, Weiß-Regler leicht senken Ob Details im Rumpf erhalten bleiben
Bedeckter Himmel flaches, graues Bild Kontrast und Klarheit leicht anheben, Dunst reduzieren Ob der Himmel zu dunkel kippt
Abendlicht warme, teils rötliche Farben Weißabgleich moderat neutralisieren, Tiefen öffnen Ob die Stimmung erhalten bleibt
Hohe ISO, Dämmerung Rauschen in Schatten stärkere Rauschreduzierung, sanftere Schärfung Ob feine Schrift am Rumpf noch lesbar ist
Gegenlicht dunkle Flanke Tiefen anheben, Lichter senken Ob Halos an Kanten entstehen

Wichtig: Ein Preset ist ein Startpunkt, kein fertiges Bild. Gerade beim Weißabgleich unterscheiden sich Sessions mehr, als man denkt – mehr dazu im Guide Weißabgleich und Farben korrigieren. Bei Nachtaufnahmen und Schlechtwetter lohnt ein Blick auf KI-Denoise, das sich in vielen Programmen ebenfalls auf mehrere Bilder gleichzeitig anwenden lässt, aber deutlich Rechenzeit kostet.

Presets schlank halten

Speichere in einem Preset nur die Regler, die du wirklich setzen willst. Wer beim Anlegen einfach alle Einstellungen mitspeichert, überschreibt beim Anwenden auch Zuschnitt oder Weißabgleich, die bereits passten.

Synchronisieren: eine Serie, eine Entwicklung

Ist das Referenzbild einer Gruppe fertig, überträgst du seine Einstellungen auf die übrigen Bilder. Die Werkzeuge dafür heißen in jedem Programm etwas anders.

Lightroom Classic

Lightroom Classic bietet gleich mehrere Wege, die du je nach Situation kombinierst:

  • Synchronisieren: Markiere im Entwickeln-Modul das bearbeitete Bild und zusätzlich die übrigen Bilder der Serie. Der Button „Vorherige“ wird dann zu „Synchronisieren“. Ein Dialog fragt, welche Einstellungen übertragen werden sollen.
  • Kopieren und Einfügen: Mit Strg+C (Mac: Cmd+C) kopierst du ausgewählte Einstellungen, mit Strg+V (Cmd+V) fügst du sie ein. Für mehrere Zielbilder auf einmal nutzt du in der Bibliothek das Menü „Foto“ > „Entwicklungseinstellungen“ oder gleich das Synchronisieren.
  • Vorherige: Überträgt alle Einstellungen des zuletzt gewählten Bildes auf das aktuelle – praktisch, wenn du dich durch eine Serie klickst.
  • Auto-Sync: Der Schalter neben dem Synchronisieren-Button sorgt dafür, dass jede Änderung am aktiven Bild sofort auf allen markierten Bildern landet.
  • Gesamtbelichtungen abgleichen: Gleicht die Helligkeit einer Serie an das aktive Bild an – nützlich, wenn die Kamera bei Wolkenlücken unterschiedlich belichtet hat.

Synchronisieren überschreibt die bisherigen Einstellungen der Zielbilder. Wer unsicher ist, legt vorher einen Schnappschuss oder eine virtuelle Kopie an.

Capture One

Capture One arbeitet mit einer Zwischenablage für Anpassungen: Du kopierst die Anpassungen eines Bildes und wendest sie auf eine Auswahl an. Gespeicherte Kombinationen heißen dort Stile und Presets. Welches Programm für Flugzeugfotos besser passt, vergleicht der Artikel Capture One, Lightroom und DxO.

darktable und andere kostenlose Programme

darktable kopiert den Bearbeitungsverlauf eines Bildes – komplett oder selektiv, also nur ausgewählte Module – und fügt ihn auf alle markierten Bilder ein. Bearbeitungen lassen sich zudem als Stile speichern. Einen Überblick über weitere Gratis-Optionen gibt der Guide Kostenlose Bildbearbeitung für Spotter.

Aus der Serie in den Hangar

Dein bestes Bild der Landung postest du in Planetrack mit Kennzeichen, Typ und Airline – die Sichtung landet direkt in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Was du synchronisierst – und was nicht

Der Synchronisieren-Dialog ist der Moment, in dem eine Serie sauber wird oder kaputtgeht. Bei Flugzeugserien gilt eine einfache Faustregel: Alles, was vom Licht abhängt, wird übertragen. Alles, was von der Position des Flugzeugs abhängt, nicht.

Gut zum Synchronisieren

  • Kameraprofil und Objektivkorrekturen
  • Weißabgleich innerhalb derselben Lichtsituation
  • Lichter, Tiefen, Weiß, Schwarz, Kontrast
  • Grundschärfung und Rauschreduzierung
  • Farbkorrekturen, die für den ganzen Himmel gelten

Besser einzeln

  • Zuschnitt und Gerade-Ausrichten
  • Bereichsreparatur, Sensorflecken-Entfernung, Retusche
  • Pinsel- und Verlaufsmasken an fester Bildposition
  • Belichtung bei Schwenks über wechselnde Hintergründe

Beim Zuschnitt ist der Grund offensichtlich: Das Flugzeug wandert durch die Serie, ein synchronisierter Ausschnitt schneidet im nächsten Bild die Nase ab. Wie du Flugzeuge sauber ausrichtest und zuschneidest, steht im Guide Flugzeugfotos richtig zuschneiden.

Bei Sensorflecken lohnt dagegen eine Ausnahme: Ein Staubkorn sitzt in jedem Bild der Session an derselben Stelle. Steht dahinter überall gleichmäßiger Himmel, kannst du die Fleckenentfernung durchaus übertragen – prüfe aber jedes Bild, ob das Flugzeug nicht zufällig genau dort liegt. Besser ist es, den Sensor gar nicht erst verschmutzen zu lassen; Hinweise dazu gibt der Artikel Kamera und Sensor reinigen.

Masken, die automatisch Himmel oder Motiv erkennen, verhalten sich anders als Pinselmasken: Sie hängen nicht an einer festen Stelle im Bild, sondern am Inhalt. Ob ein Programm sie beim Übertragen für jedes Bild neu berechnet, unterscheidet sich je nach Software und Version – kontrolliere die Ergebnisse deshalb stichprobenartig.

Auto-Sync wieder ausschalten

Der häufigste Unfall bei der Massenbearbeitung: Auto-Sync bleibt an, du markierst später eine ganz andere Serie und drehst am Weißabgleich – und plötzlich ändern sich vierzig Bilder auf einmal. Gewöhn dir an, den Schalter direkt nach der Serie zu deaktivieren.

Belichtungsunterschiede innerhalb einer Serie

Nicht jede Serie ist perfekt gleichmäßig. Typische Ursachen am Flughafen: Eine Wolke zieht vor die Sonne, du schwenkst bei einem Start vom hellen Himmel auf den dunklen Waldrand, oder die Belichtungsautomatik reagiert auf das helle Heck eines weißen Jets. Drei Strategien helfen:

  • Manuell belichten. Wer am Spot im manuellen Modus arbeitet, bekommt Serien mit identischer Belichtung, die sich ohne Nacharbeit synchronisieren lassen. Die Grundlagen dazu stehen im Guide Kamera-Einstellungen fürs Planespotting.
  • Belichtung aus dem Sync-Dialog herausnehmen. Übertrage alles außer der Belichtung und korrigiere diesen einen Regler pro Bild – das geht in der Rasteransicht schnell.
  • Automatischen Abgleich nutzen. Funktionen wie „Gesamtbelichtungen abgleichen“ in Lightroom Classic nehmen dir die Angleichung ab, wenn die Unterschiede nur durch die Kamera-Automatik entstanden sind.

Bei Hitzeflimmern hilft keine Synchronisierung: Unschärfe durch flirrende Luft lässt sich nicht wegschieben. Solche Bilder fliegen beim Aussortieren raus; wie du das Problem schon am Spot vermeidest, steht im Artikel Hitzeflimmern vermeiden.

Synchronisieren, wenn …

  • die Bilder innerhalb weniger Sekunden entstanden sind
  • du manuell belichtet hast
  • das Licht während der Serie konstant war

Teilweise synchronisieren, wenn …

  • Wolken die Helligkeit verändert haben
  • du über wechselnde Hintergründe geschwenkt hast
  • helle und dunkle Lackierungen in einer Gruppe liegen

Einzeln bearbeiten, wenn …

  • das Bild für eine Foto-Datenbank bestimmt ist
  • Zuschnitt, Retusche oder Masken nötig sind
  • Gegenlicht und Frontlicht in derselben Serie liegen

Batch-Export: einmal einrichten, dann ein Klick

Der letzte Engpass ist der Export. Wer für jedes Bild Format, Größe und Schärfung neu einstellt, verschenkt Zeit und produziert uneinheitliche Ergebnisse. Die Lösung sind Export-Vorgaben, die du einmal pro Ziel anlegst. Darin legst du fest:

  • Dateiformat und Qualität: JPEG für Web und Foto-Datenbanken, eine verlustarme Variante fürs Archiv oder den Druck.
  • Farbraum: sRGB für Bildschirme und Web, ein größerer Farbraum nur, wenn das Ziel ihn unterstützt.
  • Pixelmaß: lange Kante passend zum Ziel, damit die Plattform nicht selbst nachskaliert.
  • Ausgabeschärfung: für Bildschirm oder Papier, abgestimmt auf die Ausgabegröße.
  • Dateibenennung: ein Schema mit Datum, Flughafen und Kennzeichen, damit du Bilder auch außerhalb des Katalogs wiederfindest.
  • Metadaten: Copyright immer, Standortdaten bewusst entscheiden.

Typische Vorgaben für Spotter:

Vorgabe Format Größe Besonderheit
Foto-Datenbank JPEG, sRGB nach den Vorgaben der Plattform zurückhaltende Schärfung, kein Wasserzeichen ohne Erlaubnis
Social Media JPEG, sRGB passend zum Netzwerk etwas kräftigere Ausgabeschärfung
Archiv verlustarm volle Auflösung alle Metadaten, keine Ausgabeschärfung
Druck je nach Druckdienstleister nach Format und Auflösung Ausgabeschärfung für Papier

Die konkreten Werte für Instagram, Foren und Websites stehen im Artikel Export-Einstellungen für Social Media. Welche Anforderungen große Foto-Datenbanken stellen, erklärt der Guide Fotos für JetPhotos und Co. bearbeiten – dort gilt für Massenbearbeitung besondere Vorsicht, weil jedes Bild einzeln geprüft wird.

Metadaten setzt du am effizientesten ebenfalls im Stapel: Kennzeichen, Typ und Airline gelten für die ganze Serie und lassen sich mit einem Klick auf alle markierten Bilder schreiben. Wie du Bilder sinnvoll beschriftest, zeigt der Artikel Metadaten für Flugzeugfotos.

Worauf du achten solltest

  • RAW statt JPEG. Synchronisierte Entwicklungseinstellungen entfalten ihre Stärke vor allem bei RAW-Dateien mit viel Spielraum. Warum sich das Format lohnt, erklärt RAW oder JPEG beim Planespotting.
  • Nicht destruktiv arbeiten. Gängige RAW-Konverter speichern nur Anweisungen, nicht veränderte Pixel. Ein missglückter Sync lässt sich so jederzeit zurücknehmen.
  • Ergebnis in der Rasteransicht prüfen. Nach jedem Übertragen kurz über die Miniaturen schauen: Ausreißer bei Helligkeit oder Farbe fallen dort sofort auf.
  • Kalibrierter Bildschirm. Wer auf einem falsch eingestellten Monitor ein Preset baut, überträgt den Fehler auf hunderte Bilder. Mehr dazu im Artikel Monitor kalibrieren.
  • Sichern vor dem Löschen. Die Karte wird erst formatiert, wenn die Dateien an zwei getrennten Orten liegen – siehe Backup-Strategie für Spotting-Fotos.

Ist dein Serien-Workflow eingerichtet?

Hak ab, was du bereits vorbereitet hast – am Ende siehst du, ob du für den nächsten Spotting-Tag gerüstet bist.

  • Ich habe ein schlankes Import-Preset mit Profil und Objektivkorrektur.
  • Ich habe Situations-Presets für meine häufigsten Lichtsituationen.
  • Ich sortiere aus, bevor ich entwickle.
  • Ich weiß, welche Einstellungen ich nicht synchronisiere.
  • Ich habe Export-Vorgaben für meine wichtigsten Ziele angelegt.
  • Ich setze Kennzeichen und Typ als Metadaten im Stapel.

Weniger Zeit am Rechner, mehr am Zaun

Planetrack zeigt dir auf der Spot-Karte, wo das Licht passt, und meldet dir per Sichtungs-Alarm, wenn ein gesuchtes Kennzeichen oder eine Special Livery im Anflug ist. Deine besten Bilder teilst du mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Massenbearbeitung ist kein Trick, sondern eine Frage der Reihenfolge. Flugzeugserien entstehen unter fast identischen Bedingungen und eignen sich deshalb ideal für gemeinsame Entwicklung: aussortieren, nach Licht gruppieren, ein Referenzbild entwickeln, die lichtabhängigen Einstellungen übertragen, die Keeper einzeln verfeinern und über Vorgaben exportieren. Presets liefern den Startpunkt, Synchronisieren den Hebel, Export-Vorgaben den letzten Klick. Wer das einmal einrichtet, ist nach einem langen Tag am Zaun nicht mehr Stunden, sondern Minuten beschäftigt. Wie die einzelnen Regler bei Flugzeugfotos wirken, erklärt der Grundlagen-Guide Flugzeugfotos bearbeiten.

Kurzfazit

Übertrage alles, was vom Licht abhängt, und bearbeite einzeln, was von der Position des Flugzeugs abhängt. Mit schlanken Presets, gezieltem Synchronisieren und festen Export-Vorgaben wird aus einer Landeserie mit dreißig Bildern eine Sache von wenigen Minuten.

Zusammenfassung

  • Massenbearbeitung funktioniert, weil Flugzeugserien meist unter identischen Bedingungen entstehen: gleiches Licht, gleiche Kamera, gleiche Belichtung.
  • Die Reihenfolge entscheidet: erst aussortieren, dann nach Lichtsituation gruppieren, dann eine Grundentwicklung übertragen, zuletzt die besten Bilder verfeinern.
  • Alle gängigen RAW-Konverter kennen Vorgaben, Kopieren und Einfügen von Einstellungen sowie Export-Vorlagen – die Begriffe unterscheiden sich, das Prinzip nicht.
  • Was nie pauschal übertragen werden sollte: Zuschnitt, Horizontkorrektur, Retusche und Masken, die an der Position des Flugzeugs hängen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Preset und Synchronisieren?

Ein Preset (Vorgabe, Stil) ist eine gespeicherte Sammlung von Einstellungen, die du jederzeit auf beliebige Bilder anwenden kannst – auch Monate später. Synchronisieren überträgt die aktuellen Einstellungen eines bearbeiteten Bildes auf andere markierte Bilder derselben Sitzung. Presets sind also dein Werkzeugkasten für wiederkehrende Situationen, Synchronisieren das Werkzeug für eine konkrete Serie.

Wie übertrage ich Einstellungen in Lightroom Classic auf mehrere Bilder?

Bearbeite ein Bild, markiere dann zusätzlich die übrigen Bilder der Serie im Filmstreifen und klicke im Entwickeln-Modul auf Synchronisieren. Im Dialog wählst du, welche Einstellungen übertragen werden. Alternativ kopierst du die Einstellungen und fügst sie ein, oder du schaltest Auto-Sync ein, damit jede Änderung sofort auf allen markierten Bildern landet.

Welche Einstellungen sollte ich nicht synchronisieren?

Zuschnitt und Gerade-Ausrichten, weil das Flugzeug in jedem Bild der Serie an einer anderen Stelle steht. Dazu Bereichsreparatur und Retusche sowie lokale Masken, die an eine feste Bildposition gebunden sind. Auch die Belichtung passt bei Wolkenlücken oder Schwenks über verschiedene Hintergründe oft nicht für alle Bilder.

Funktioniert Massenbearbeitung auch mit kostenloser Software?

Ja. darktable zum Beispiel kann den Bearbeitungsverlauf eines Bildes vollständig oder selektiv kopieren und auf beliebig viele markierte Bilder einfügen, Bearbeitungen als Stile speichern und mehrere Bilder gemeinsam exportieren. Die Begriffe sind andere, das Prinzip ist dasselbe.

Machen Presets meine Bilder alle gleich?

Nur, wenn du sie als Endergebnis verstehst. Gute Presets für Flugzeugfotos sind zurückhaltend: Profil, Objektivkorrektur, moderate Schärfung, leichte Rauschreduzierung. Den Look bestimmst du danach pro Lichtsituation. So bleibt eine Serie einheitlich, ohne dass jede Session gleich aussieht.

Wie exportiere ich hunderte Bilder auf einmal?

Mit einer gespeicherten Export-Vorgabe: Dateiformat, Farbraum, Pixelmaß, Schärfung für das Ausgabemedium, Dateibenennung und Metadaten werden einmal festgelegt. Danach markierst du alle Bilder und startest den Export über die Vorgabe. Der Rechner arbeitet die Liste im Hintergrund ab, während du weitermachst.

Sollte ich Serienbilder vor dem Synchronisieren aussortieren?

Unbedingt. Synchronisieren selbst geht schnell, aber jedes übertragene Bild willst du anschließend zumindest kurz prüfen. Wer vorher die unscharfen, verdeckten und doppelten Aufnahmen aussortiert, spart sich diese Prüfung bei Bildern, die ohnehin gelöscht werden.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

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