IWM Duxford: Warbird-Airshows und Museum in England

Duxford ist Großbritanniens größtes Luftfahrtmuseum und zugleich ein aktiver Flugplatz voller flugfähiger Warbirds. Was dich in den Hallen erwartet, wie die Flying Season aufgebaut ist und wie du Spitfire, Mustang und B-17 richtig fotografierst.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Museum und Flugplatz in einem: IWM Duxford bei Cambridge gilt als größtes Luftfahrtmuseum Großbritanniens – mit fast 200 Flugzeugen und weiteren Exponaten in sieben großen Ausstellungsgebäuden und einer aktiven Piste.
  • Historischer Boden: In Duxford flog die No. 19 Squadron ab August 1938 als erste Staffel die Spitfire, später war der Platz Sektorstation in der Luftschlacht um England und Basis der 78th Fighter Group der USAAF.
  • Flying Season statt Einzelshow: Zwischen Mai und Oktober gibt es Flying Days, eine Summer Air Show, einen Flying Evening, die Battle of Britain Air Show im September und ein Flying Finale.
  • Flying Legends ist Geschichte: Die legendäre Warbird-Show der Fighter Collection lief bis 2019 und kehrt nicht zurück – die großen Warbird-Formationen gibt es heute vor allem bei der Battle of Britain Air Show.
  • Auch ohne Show lohnend: An vielen normalen Tagen starten und landen in Duxford historische Flugzeuge der dort ansässigen Restaurierungs- und Betreiberfirmen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Duxford auf einen Blick
  2. 2.Vom Spitfire-Stützpunkt zum Museum
  3. 3.Was dich in den Hallen erwartet
  4. 4.Die Flieger, die noch fliegen
  5. 5.Die Flying Season: so ist das Jahr aufgebaut
  6. 6.Warbirds fotografieren: Technik am Crowdline
  7. 7.Anreise und Planung
  8. 8.Duxford im Vergleich
  9. 9.Fazit

Ein Merlin-Motor springt an, blauer Rauch zieht über das Vorfeld, und Minuten später donnern mehrere Spitfires im Tiefflug über die Graspiste: Solche Momente machen IWM Duxford zum Pilgerort für Warbird-Fans aus ganz Europa. Der ehemalige RAF-Flugplatz südlich von Cambridge ist Museum, aktiver Flugplatz und Airshow-Gelände zugleich. Dieser Guide zeigt dir, was du in den Hallen findest, wie die Flying Season aufgebaut ist und wie du Spitfire, Mustang und Co. am Crowdline richtig fotografierst.

Jede Spitfire im eigenen Hangar

Poste deine Warbird-Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot und sammle sie in deinem Hangar – samt Wunschliste für die Typen, die dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Duxford auf einen Blick

IWM Duxford ist ein Ableger des Imperial War Museum in London und gilt als größtes Luftfahrtmuseum Großbritanniens. Auf dem Gelände stehen fast 200 Flugzeuge und weitere Exponate, verteilt auf sieben große Ausstellungsgebäude. Anders als die meisten Museen ist Duxford aber kein stilles Depot: Die Piste ist in Betrieb, und mehrere Firmen halten hier historische Flugzeuge flugfähig. 2019 kamen rund 400.000 Besucher.

1938Erste Spitfire-Staffel der RAF in Duxford
~200Flugzeuge und weitere Großexponate auf dem Gelände
1977Eröffnung als Museum für Besucher
Eckdaten
Lage Cambridgeshire, südlich von Cambridge, an Anschlussstelle 10 der M11
Betreiber Imperial War Museums (IWM)
Pisten Betonbahn und parallele Graspiste, Ausrichtung 06/24
Nächster Bahnhof Whittlesford Parkway
Nahe Verkehrsflughäfen London-Stansted, London-Luton
Flugsaison Flugtage und Airshows ungefähr von Mai bis Oktober

Ausführliche Daten zum Museum findest du im Steckbrief Imperial War Museum Duxford, Infos zum Standort aus Spottersicht im Spot-Eintrag IWM Duxford.

Vom Spitfire-Stützpunkt zum Museum

Die Geschichte des Platzes ist ein guter Grund, ihn zu besuchen. Ausgewählt wurde das Gelände 1917 als Ausbildungsflugplatz des Royal Flying Corps, ab 1925 war Duxford ein Jagdfliegerhorst. Im August 1938 bekam die No. 19 Squadron hier als erste Einheit der RAF die Supermarine Spitfire. Im Sommer 1940 war Duxford Sektorstation in der Luftschlacht um England, 1942 entstand hier das erste Typhoon-Geschwader.

Ab März 1943 übernahm die 78th Fighter Group der US Army Air Forces den Platz, zunächst mit P-47 Thunderbolt, ab Dezember 1944 mit der North American P-51 Mustang. Diese amerikanische Episode erklärt, warum in Duxford bis heute ein eigenes American Air Museum steht. Ende 1945 ging der Platz zurück an die RAF, im Juli 1961 fand der letzte militärische Flug statt.

Danach drohte das übliche Schicksal vieler Fliegerhorste. Doch das Imperial War Museum suchte Lagerfläche für große Exponate, übernahm Teile des Geländes und erhielt 1976 schließlich den gesamten Platz. 1977 öffnete das Museum für Besucher. Im selben Jahr kostete der Bau der Autobahn M11 die Piste rund 300 Meter Länge – deshalb endet die Bahn heute fast direkt an der Autobahn. Airshows gibt es in Duxford übrigens schon seit 1973, also sogar etwas länger als das Museum offiziell geöffnet ist.

Was dich in den Hallen erwartet

Plane für die Ausstellungen mindestens einen vollen Tag ein, wenn du alles sehen willst. Die wichtigsten Gebäude im Überblick:

Gebäude Schwerpunkt Highlights für Spotter
AirSpace britische Luftfahrt, ehemalige Großhalle Hangar 1 Concorde und Comet der Duxford Aviation Society, TSR-2, Harrier, Tornado
American Air Museum US-Luftfahrt in Europa SR-71 Blackbird, B-52, B-29, C-47
Hangar 4 Luftschlacht um England Bf 109E in einer Szene nach einer Bauchlandung
Hangar 5 Restaurierungswerkstatt, offen für Besucher laufende Projekte aus nächster Nähe
Hangar 2 Flugfähige Maschinen privater Betreiber Warbirds zwischen den Einsätzen
Hangar 3 Maritime Ausstellung Küstenmotorboot, Schnellboot und Marineflugzeuge wie die Sea Vixen

AirSpace

Die frühere Großhalle wurde für rund 25 Millionen Pfund umgebaut und 2007 eröffnet. Hier steht die Concorde der Duxford Aviation Society neben einer Comet – dem ersten Düsenverkehrsflugzeug der Welt, dessen Geschichte der Artikel De Havilland Comet erzählt. Seit 2025 läuft eine größere Umgestaltung hin zu einer Kalter-Krieg-Ausstellung; rechne also damit, dass Teile der Halle zeitweise anders aussehen oder gesperrt sind.

American Air Museum

Das markante Gebäude mit dem geschwungenen Betondach stammt von Norman Foster und Chris Wise, wurde 1997 eröffnet und 1998 mit dem Stirling Prize ausgezeichnet. Die SR-71 hier gilt als einziges ausgestelltes Exemplar ihres Typs außerhalb der USA. Daneben hängen und stehen Jäger und Bomber, die im Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg von britischen Basen aus flogen.

Restaurierung live

In Hangar 5 kannst du Restauratoren bei der Arbeit zusehen. Für Fotografen ist das spannend, weil du Strukturen, Spanten und Triebwerke siehst, die im fertigen Flugzeug verborgen bleiben. Wer selbst mit anpacken möchte, findet Anregungen im Artikel Ehrenamt in Luftfahrtmuseen.

Land Warfare Hall geschlossen

Die Halle für Landfahrzeuge wurde im Juni 2025 dauerhaft geschlossen. Wer ältere Reiseberichte liest, sollte daran denken, dass sich der Rundgang über das Gelände dadurch verändert hat.

Die Flieger, die noch fliegen

Was Duxford von anderen Museen unterscheidet, sind die ansässigen Betreiber. Auf dem Platz arbeiten unter anderem The Fighter Collection, The Old Flying Machine Company, die Aircraft Restoration Company und Classic Wings. Dazu kommt die Duxford Aviation Society als ehrenamtlicher Verein, der große Verkehrsflugzeuge betreut.

Ein besonderes Stück ist die Sally B von B-17 Preservation: Sie gilt als die einzige flugfähige Boeing B-17 Flying Fortress in Europa. Ob sie bei einer bestimmten Show fliegt, hängt von Technik, Wetter und Planung ab – verlass dich nicht darauf, sondern prüf die Flying List der jeweiligen Veranstaltung.

Neben Spitfires und Mustangs siehst du in Duxford regelmäßig Typen wie die Hawker Hurricane, den Trainer T-6 Texan/Harvard oder die Tiger Moth. Wenn du bei den Varianten noch unsicher bist, hilft der Guide Oldtimer am Himmel erkennen.

Wenn die Sally B abhebt, weißt du es

Mit Sichtungs-Alarmen beobachtest du Kennzeichen und Typen und bekommst eine Nachricht, wenn sie im Anflug sind oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Die Flying Season: so ist das Jahr aufgebaut

Jahrzehntelang war Flying Legends im Juli das Aushängeschild – eine reine Warbird-Show der Fighter Collection mit spektakulären Formationen. Sie lief bis 2019; 2020 gaben die Fighter Collection und das IWM bekannt, dass sie nicht zurückkehrt. Seitdem organisiert das IWM eine eigene Flying Season aus mehreren Formaten. Die Abfolge 2026 sah so aus, und laut Ankündigungen bleibt das Muster 2027 mit leicht verschobenen Terminen gleich (Stand Oktober 2026):

Format Typischer Zeitraum Charakter
Flying Day: VE Day Anfang/Mitte Mai Themen-Flugtag zum Kriegsende in Europa
Flying Day: D-Day Anfang Juni Fokus auf Flugzeuge der Invasion 1944
Summer Air Show Juni oder Juli, Wochenende breites Programm, Warbirds und moderne Teilnehmer
Flying Day: The Americans Ende Juli amerikanische Typen im Mittelpunkt
Flying Evening August, Samstagabend Flugprogramm in den Abendstunden
Battle of Britain Air Show September, Wochenende größte Show des Jahres, viele Spitfires und Hurricanes
Flying Finale Anfang Oktober Saisonabschluss im Herbstlicht

Die Battle of Britain Air Show im September ist der Höhepunkt. 2026 fiel sie in das Jahr, in dem sich der Erstflug der Spitfire zum 90. Mal jährte. Die Flugtage sind kleiner und günstiger, für IWM-Mitglieder laut britischen Airshow-Übersichten sogar im Eintritt enthalten. Flying Evening und Flying Finale liegen preislich dazwischen.

Flying Evening für Fotografen

Ein Flugprogramm am Abend bedeutet tiefes, warmes Licht auf Metall und Tarnfarben. Wenn du nur einen Termin wählen kannst und es dir vor allem um Bilder geht, ist der Abendtermin eine starke Alternative zu den großen Wochenenden. Mehr zum Licht in dieser Tageszeit steht im Guide Golden Hour und Blaue Stunde.

Termine, Flying Lists und Ticketpreise veröffentlicht das IWM jeweils auf seiner Website. Große Shows können ausverkaufen, und Parkplätze musst du bei den großen Veranstaltungen in der Regel vorab buchen und bezahlen. Einen Überblick über weitere Shows auf dem Kontinent und in Großbritannien bietet der Artikel Airshows in Europa für Planespotter; wer im selben Jahr noch eine große Militärshow anhängen will, schaut sich das Royal International Air Tattoo an.

Welcher Duxford-Termin passt zu dir?

Drei Fragen – am Ende bekommst du eine Empfehlung.

Empfehlung

Battle of Britain Air Show

Das größte Programm des Jahres mit den meisten Jägern aus der Zeit von 1940. Früh buchen, Parkplatz mitbuchen und früh am Crowdline sein.

Empfehlung

Flying Evening oder Flying Finale

Kleineres Programm, dafür tiefes Licht im Spätsommer oder Herbst. Ideal, wenn dich vor allem die Bilder interessieren.

Empfehlung

Ein Themen-Flugtag

Weniger Andrang, Zeit für die Hallen und trotzdem Flugprogramm. Die Flying List vorher prüfen, damit deine Wunschtypen dabei sind.

Warbirds fotografieren: Technik am Crowdline

Kolbenmotorflugzeuge stellen andere Anforderungen als Jets. Das wichtigste Thema ist der Propeller: Mit einer Jet-typischen kurzen Verschlusszeit frierst du ihn ein, und die Spitfire sieht aus wie ein Modell an der Schnur. Für eine sichtbar drehende Propellerscheibe brauchst du deutlich längere Zeiten – viele Fotografen beginnen um 1/160 bis 1/250 Sekunde und tasten sich mit Übung tiefer. Die Details erklärt der Guide Propeller fotografieren.

Längere Verschlusszeiten funktionieren nur mit sauberer Mitzieh-Technik: Kamera ruhig und gleichmäßig mit dem Flugzeug schwenken, durchziehen auch nach dem Auslösen und Serienbilder nutzen. Wie du das trainierst, steht im Artikel Mitzieher-Technik.

1. Früh am Crowdline sein

Die erste Reihe füllt sich bei großen Shows schnell. Wer spät kommt, fotografiert über Köpfe und Kinderwagen hinweg.

2. Position bewusst wählen

An den Enden des Crowdlines bekommst du eher Oberseiten in Kurven, in der Mitte die Passagen direkt vor dir. Erfahrene Besucher berichten, dass je nach Abschnitt und Tageszeit Gegenlicht ein Thema sein kann.

3. Brennweite passend wählen

Für Flugbilder reicht oft ein Telezoom im Bereich 100–400 mm. Für Formationen und das Rollen am Boden lohnt sich ein zweiter, kürzerer Body.

4. Verschlusszeit vor dem Start testen

Probiere die Propellereinstellung an rollenden oder anlaufenden Maschinen aus, bevor das Display beginnt.

5. Die Pausen nutzen

Zwischen den Displays ist Zeit für das Vorfeld, Rollbewegungen und die Hallen – gerade bei den Flugtagen kommst du nah an die Maschinen heran.

Welche Objektive sich bewähren, vergleicht der Artikel 100-400-mm-Telezooms im Vergleich, allgemeine Tipps fürs Fotografieren von Flugvorführungen bündelt Airshows fotografieren. An warmen Tagen solltest du außerdem an Flimmern über der Piste denken, wenn du Rollbilder auf große Entfernung machst – mehr dazu im Guide Hitzeflimmern vermeiden.

Felder vor dem Zaun

Die Wiesen entlang der Anflugachse sind als Fotostandort bekannt. Sie liegen aber im Sicherheitsbereich der Piste, Parken am Straßenrand kann die Polizei unterbinden, und Teile sind Privatland. Mit einem Ticket finanzierst du außerdem den Flugbetrieb der Maschinen mit, die du fotografierst. Mehr zu den Spielregeln in Großbritannien findest du im Artikel Spotten in Großbritannien.

Anreise und Planung

Duxford liegt direkt an der M11, die London mit Cambridge verbindet. Mit dem Auto ist der Weg entsprechend einfach, an Showtagen staut es sich aber im Zulauf. Mit der Bahn fährst du bis Whittlesford Parkway; an Airshow-Tagen lohnt ein Blick, ob ein Shuttle angeboten wird.

Aus Deutschland ist die Anreise per Flug nach London-Stansted besonders praktisch, weil der Flughafen nicht weit von Duxford entfernt liegt. Alternativ kombinierst du die Reise mit einem Spotting-Tag in London – Anregungen liefert der Guide Planespotting in Heathrow.

Wer mehrere Tage im Südosten Englands unterwegs ist, kann Duxford gut mit anderen Sammlungen kombinieren: Die Shuttleworth Collection in Old Warden zeigt flugfähige Oldtimer aus den frühen Jahrzehnten der Luftfahrt, das RAF Museum Hendon liegt im Norden Londons, und das de Havilland Aircraft Museum widmet sich der Mosquito und ihrer Familie.

Duxford im Vergleich

Kriterium IWM Duxford Royal International Air Tattoo Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide
Schwerpunkt Warbirds und Museum aktuelle Militärluftfahrt historische Flugzeuge, Fly-in-Charakter
Häufigkeit mehrere Termine pro Saison einmal im Jahr im Juli nicht jährlich
Museum vor Ort ja, ganzjährig nein nein
Warbirds ohne Show an vielen Tagen möglich nein, Militärbasis kaum, Sportflugplatz

Wenn dich eher historische Flugzeuge in Deutschland interessieren, lies den Artikel zum Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide.

Bist du bereit für Duxford?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe Termin und Flying List auf der Website des IWM geprüft.
  • Ticket und – bei großen Shows – Parkplatz sind gebucht.
  • Ich habe die Propeller-Verschlusszeit vorher geübt.
  • Ersatzakkus und genug Speicherkarten sind eingepackt.
  • Ich habe Regenschutz und etwas zum Sitzen dabei.
  • Ich weiß, welche Hallen ich zwischen den Displays sehen will.

Eine ausführliche Packliste findest du in der Checkliste für den Airshow-Tag.

Deine Duxford-Bilder in der Community

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Fazit

IWM Duxford verbindet, was sonst getrennt ist: ein großes Luftfahrtmuseum mit Concorde, SR-71 und B-52, einen Flugplatz mit echter Spitfire-Geschichte und eine Flugsaison, in der Warbirds nicht nur ausgestellt, sondern geflogen werden. Flying Legends gibt es nicht mehr, doch mit der Battle of Britain Air Show, den Themen-Flugtagen und dem Flying Evening findest du jedes Jahr mehrere gute Gründe für die Reise nach Cambridgeshire. Prüf vorher Termine und Flying List, übe die Propeller-Verschlusszeit – und plane genug Zeit für die Hallen ein.

Kurzfazit

Duxford ist für Warbird-Fans Pflichtprogramm: Museum für einen ganzen Tag, aktiver Flugplatz und eine Flugsaison von Mai bis Oktober. Für die meisten Spitfires wählst du die Battle of Britain Air Show im September, für das schönste Licht den Flying Evening.

Zusammenfassung

  • Duxford ist seit 1917 Flugplatz, seit 1976 komplett im Besitz des Imperial War Museum und seit 1977 für Besucher geöffnet.
  • Highlights der Hallen sind AirSpace mit Concorde und Comet, das American Air Museum mit SR-71, B-52 und B-29 sowie die offene Restaurierungshalle.
  • Die Flugsaison folgt einem festen Muster aus Themen-Flugtagen und großen Airshows; Termine und Tickets veröffentlicht das IWM jeweils vorab, Parkplätze für große Shows musst du in der Regel mitbuchen.
  • Für Warbird-Fotos zählen vor allem langsame Verschlusszeiten für Propellerbewegung, ein guter Platz am Crowdline und genug Brennweite für die Anflüge.

Häufige Fragen

Wo liegt IWM Duxford?

IWM Duxford liegt in Cambridgeshire südlich von Cambridge, direkt an der Anschlussstelle 10 der Autobahn M11, wo sie auf die A505 trifft. Der nächste Bahnhof ist Whittlesford Parkway. Der Flughafen London-Stansted ist nicht weit entfernt, was die Anreise per Flug aus Deutschland bequem macht.

Gibt es Flying Legends noch?

Nein. Flying Legends fand jährlich bis 2019 statt. 2020 gaben The Fighter Collection und das Imperial War Museum bekannt, dass die Show nicht zurückkehrt. Große Warbird-Aufgebote siehst du in Duxford heute vor allem bei der Battle of Britain Air Show im September.

Welche Airshows gibt es in Duxford?

Das IWM veranstaltet eine Flying Season mit mehreren Formaten: Themen-Flugtage im Frühjahr und Sommer (etwa zu VE Day, D-Day und den amerikanischen Flugzeugen), eine Summer Air Show, einen Flying Evening im August, die Battle of Britain Air Show an einem Wochenende im September und ein Flying Finale Anfang Oktober. Die genauen Termine wechseln jährlich leicht und stehen auf der Website des IWM.

Lohnt sich Duxford auch ohne Airshow?

Ja. Die Hallen allein füllen einen ganzen Tag, und weil in Duxford mehrere Firmen historische Flugzeuge betreiben und restaurieren, sind auch an normalen Tagen oft Flugbewegungen zu sehen. Garantiert ist das allerdings nicht – Flugbetrieb hängt von Wetter und Planung der Betreiber ab.

Welche Verschlusszeit brauche ich für Warbirds?

Für Propellerflugzeuge im Flug arbeitest du meist mit deutlich längeren Zeiten als bei Jets, damit die Propellerscheibe sichtbar verwischt. Viele Fotografen starten im Bereich von etwa 1/160 bis 1/250 Sekunde und gehen mit wachsender Übung tiefer. Je langsamer, desto mehr Ausschuss – die Mitzieh-Technik ist entscheidend.

Darf ich die Airshow von außerhalb des Flugplatzes fotografieren?

Die Felder entlang der Anflugachse sind bei Fotografen bekannt, allerdings liegen sie im Notlande- und Sicherheitsbereich der Piste, und Parken am Straßenrand kann die Polizei unterbinden. Mit einem Ticket unterstützt du außerdem den Erhalt der Flugzeuge, die du fotografierst. Achte in jedem Fall auf Privatgrund und Absperrungen.

PT

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