Das Wichtigste in Kürze
- Jedes Jahr im April: Die AERO findet seit 2010 jährlich statt. Nach der Ausgabe vom 22. bis 25. April 2026 ist die nächste laut Veranstalter vom 14. bis 17. April 2027 angesetzt.
- Messe und Flughafen in einem: Das Messegelände liegt direkt am Flughafen Friedrichshafen. Ausstellerflugzeuge rollen vom Vorfeld bis in das Static Display und teils bis in die Hallen.
- Alles unterhalb der Airliner: Segelflugzeuge, Ultraleichte, Echoklasse, Hubschrauber, Turboprops und Businessjets – die AERO zeigt die gesamte Allgemeine Luftfahrt.
- Rekordausgabe 2026: Nach Veranstalterangaben kamen rund 37.000 Besucher aus 88 Nationen und 860 Aussteller aus 50 Nationen auf 95.000 Quadratmeter.
- Der Samstag ist Spottertag: 2026 gab es am Samstag eine Airshow, und an allen Messetagen landen und starten Besucherflugzeuge über ein Slotsystem.
Inhaltsverzeichnis
Airbus-Kolonnen und Widebody-Wellen gibt es am Bodensee nicht. Dafür steht hier einmal im Jahr fast alles nebeneinander, was du an großen Flughäfen nur als Randnotiz siehst: Segelflugzeuge neben Turboprops, Ultraleichte neben Langstrecken-Businessjets, Hubschrauber neben Wasserstoff-Prototypen. Die AERO Friedrichshafen ist die Messe der Allgemeinen Luftfahrt – und für Spotter, die gern Kennzeichen sammeln, die sonst nie vor die Linse kommen, ein Pflichttermin. Dieser Guide erklärt, wie die Messe entstanden ist, was dich auf dem Gelände erwartet, wie Anreise und Fly-in funktionieren und wie du den Tag am Zaun und in den Hallen am besten planst.
Jedes Messeflugzeug festhalten
Mit Planetrack postest du deine Sichtungen mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen und Flughafen – von der Cessna im Static Display bis zum Businessjet im Anflug auf Friedrichshafen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Die AERO in Kürze
Die AERO ist eine Fachmesse für die Allgemeine Luftfahrt, also für alles, was nicht Linien- oder Militärluftfahrt ist: Privat- und Sportflugzeuge, Segelflug, Ultraleichtflug, Hubschrauber, Flugschulen, Avionik, Antriebe und Business Aviation. Sie findet jedes Jahr im April auf dem Gelände der Messe Friedrichshafen statt, das unmittelbar an den Flughafen Friedrichshafen grenzt. Veranstalter ist die Fairnamic GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Messe Friedrichshafen und der Messe Frankfurt.
Die Ausgabe 2026 lief vom 22. bis 25. April und war nach Veranstalterangaben die 32. AERO. Gemeldet wurden rund 37.000 Besucher aus 88 Nationen – nach 32.100 im Vorjahr – sowie 860 Aussteller aus 50 Nationen auf 95.000 Quadratmetern. Mehr als die Hälfte der Aussteller und Besucher kam aus dem Ausland. Rund die Hälfte der Besucher hat nach Angaben der Messe selbst eine Pilotenlizenz.
Von der Sonderschau zur Leitmesse
Die Wurzeln der AERO liegen in einer Motorsportmesse. Ende der 1970er-Jahre zeigte Friedrichshafen auf der Ausstellung RMF (Rennsport, Motor, Freizeit) erstmals eine Sonderschau zum Flugsport, damals noch mit wenigen Dutzend Ausstellern. Anfang der 1980er-Jahre stellte man auf einen Zweijahresrhythmus um, ab 1983 liefen beide Messen gemeinsam unter dem Namen RMF – AERO.
1993 löste sich die Luftfahrt von der Motorsportmesse und wurde zur eigenständigen internationalen Fachmesse für die Allgemeine Luftfahrt. Seit 2010 findet die AERO wieder jährlich statt. In den Jahren danach kamen eigene Themenbereiche hinzu: ab 2011 eine Ausstellung für Elektroflug, ab 2013 ein Bereich für zivile Drohnen. Inzwischen heißen die Zukunftsthemen Sustainable Aviation, Wasserstoff- und Batterieantriebe; 2026 bündelte die Messe sie in Halle A7 mit einer neuen Innovation Stage.
Der Standort ist kein Zufall. Friedrichshafen ist die Stadt der Zeppeline und von Dornier, und die Luftfahrtgeschichte liegt hier auf engem Raum. Das Zeppelin Museum im Hafen und das Dornier Museum direkt am Flughafen erzählen sie ausführlich; der Beitrag zur Geschichte der Zeppeline liefert den Hintergrund. Gleich neben dem Messegelände steht außerdem der Hangar, in dem die Zeppelin NT gebaut und gewartet werden.
Unter der Marke AERO gibt es inzwischen auch Ableger im Ausland: AERO South Africa, AERO Asia im chinesischen Zhuhai und ab Dezember 2027 AERO Middle East bei Riad.
Was dich auf dem Gelände erwartet
Die AERO verteilt sich auf zwölf Messehallen und das Static Display unter freiem Himmel. Die Hallenbelegung ändert sich von Jahr zu Jahr. Für 2027 hat der Veranstalter folgende Aufteilung angekündigt:
| Bereich | Wo 2027 | Was du dort siehst |
|---|---|---|
| Business Aviation | Halle A1 und Business Aviation Dome | Businessjets und Turboprops, Charteranbieter, Air Charter Expo |
| Hubschrauber | Halle A2 | Hubschrauberhersteller und -anbieter, 2027 näher an Business Aviation und Flugschulen |
| Motorflug | Hallen A3 bis A6 | ein- und zweimotorige Kolben- und Turbopropflugzeuge, Avionik, Zubehör |
| Neue Antriebe | Halle A7 | Start-ups, Wasserstoff- und Elektroantriebe, neue Flugzeugkonzepte |
| UL und LSA | B-Hallen | Ultraleichte, leichte Sportflugzeuge, UL-Hubschrauber |
| Segelflug | Halle noch nicht genannt | AERO Gliding Expo mit Segelflugherstellern und Zulieferern, die im Zweijahresrhythmus ausstellen – 2027 sind sie wieder dabei |
Dazu kommen nach Veranstalterangaben rund 300 Vorträge, Konferenzen und Workshops, eine GA Academy mit Fortbildungen für Privatpiloten und Vereine sowie Angebote rund um Ausbildung und Karriere in der Luftfahrt. Wenn du dich für den Weg ins Cockpit interessierst, lohnt der Blick auf die Flugschulen: Hier kannst du Ausbildungswege wie PPL, LAPL, Segelflugschein oder UL-Schein direkt mit Schulen und Vereinen besprechen.
Das Static Display
Für Spotter ist das Static Display der eigentliche Höhepunkt. Weil die Messe am Flughafen liegt, rollen Aussteller ihre Flugzeuge direkt vom Vorfeld auf die Ausstellungsfläche und teilweise bis in die Hallen. 2026 meldete der Veranstalter das bisher größte Static Display, der Business Aviation Dome wuchs gegenüber dem Vorjahr um die Hälfte. Zu sehen waren nach Messeangaben unter anderem:
- Langstrecken-Businessjets wie Bombardier Global 6500 und Dassault Falcon 6X
- die Cessna Citation Ascend von Textron Aviation – erstmals auf einer Messe außerhalb der USA
- die Cessna SkyCourier – erstmals auf einer Messe in Europa
- Daher TBM 980 und Kodiak 900 – jeweils erstmals auf einer Messe außerhalb der USA
- aktuelle Versionen der SR-Reihe und der Vision Jet von Cirrus
- Weltpremieren wie der Tandemtrainer Kaelin Aerospace B-100C und das schnelle Ultraleicht Promecc Terrone
Schon im Vorfeld hatte ein Hamburger Charterbetreiber auf dem Media Day neun Cessna Citation Latitude bestellt. Solche Deals sind für Besucher nicht sichtbar, zeigen aber, warum Hersteller ihre neuesten Maschinen an den Bodensee bringen.
Typen sicher bestimmen
Viele Kleinflugzeuge sehen sich auf den ersten Blick ähnlich. Wenn du Cessna, Piper, Diamond und Co. schneller auseinanderhalten willst, hilft dir der Guide Kleinflugzeuge erkennen; für die Jets gibt es Gulfstream, Global, Falcon und Citation unterscheiden.
Airshow und Programm am Samstag
Die AERO ist in erster Linie eine Messe, keine Flugschau. 2026 hat der Veranstalter das Flugprogramm am Samstag aber ausgebaut: Von 11:30 bis 13:30 Uhr sprangen die Flying Bones mit dem Fallschirm, Vater und Sohn Niebergall flogen zwei SIAI-Marchetti SF-260 im Formationsflug, und Mirko Flaim zeigte für die Flying Bulls eine Bo 105. Danach gab es ein Meet & Greet mit den Piloten. Für 2027 ist wieder eine Airshow am Samstag angekündigt, das Programm wird erst kurz vor der Messe feststehen.
Dazu kamen 2026 neue Formate für jüngere Fans: Creator-Panels mit Luftfahrt-Influencern und Piloten auf der Innovation Stage, geführte Messetouren zu Themen wie nachhaltiger Luftfahrt oder neuen Antrieben und eine Kids Area. Wenn du nicht nur in den Hallen stehen willst, ist der Samstag deshalb der abwechslungsreichste Tag. Bedenke aber: 2027 schließt der Business-Aviation-Bereich laut Veranstalter schon am Freitag um 14 Uhr. Wer die großen Jets im Dome sehen will, muss also unter der Woche kommen.
Nie einen Messe-Flieger verpassen
Mit Sichtungs-Alarmen für Kennzeichen, Typen und Airlines meldet dir Planetrack, wenn dein Wunschflugzeug Friedrichshafen anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fly-in: Wenn die Besucher selbst fliegen
Was die AERO von vielen anderen Messen unterscheidet, ist der Besucherverkehr aus der Luft. Viele Piloten fliegen mit dem eigenen oder dem Vereinsflugzeug an. Damit der kleine Flughafen mit seiner einzigen Bahn 06/24 nicht überläuft, sind Starts und Landungen während der Messe slotpflichtig – auch für Hubschrauber. 2026 öffnete die Voranmeldung am 12. Februar, für 2027 nennt der Veranstalter Mitte Februar. Ab Mitte März werden registrierte Piloten blockweise freigeschaltet, um ihre Zeitfenster zu buchen.
Ein paar Eckpunkte aus den Veranstalterhinweisen zur Ausgabe 2026:
- Bei der Buchung zahlt die Crew eine Slot-Reservierungsgebühr, Lande- und Abstellentgelte werden nach der Messe abgerechnet.
- Anfliegende Piloten bekommen eine kostenlose Tageskarte für die Messe.
- Passagiere müssen vorab angemeldet sein, ohne Begleitung des Piloten dürfen sie nicht aufs Flughafengelände. Zwischen Crew-Zelt und Flugzeug fährt ein Pflicht-Shuttle.
- Ultraleichte (Dreiachser, Trikes, Tragschrauber) weichen auf den UL-Flugplatz Markdorf rund zehn Kilometer westlich aus, nur mit vorheriger Genehmigung.
- Von Mengen und Leutkirch gab es Shuttles zur Messe, von Konstanz geht es per Katamaran weiter, von Biberach mit der Bahn bis zum Halt Friedrichshafen Flughafen.
Für dich als Spotter heißt das: An den Messetagen kommt eine bunte Mischung aus Kleinflugzeugen, Turboprops und Businessjets nach Friedrichshafen, viele davon aus dem Ausland. Wie du General-Aviation-Verkehr generell findest und fotografierst, steht im Guide General Aviation spotten; für die großen Jets lohnt Businessjets spotten, für die Drehflügler Hubschrauber spotten.
Anreise ohne eigenes Flugzeug
Der Veranstalter empfiehlt ausdrücklich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die wichtigsten Wege laut AERO-Website:
Zug und MesseExpress
Vom Stadtbahnhof und vom Hafenbahnhof Friedrichshafen fährt der kostenlose MesseExpress (Linie MX) zum Gelände und zurück. Die kostenpflichtige Stadtbuslinie 5 hält am Eingang West.
Über den Flughafen
Vom Flughafen pendelt während der Messe ein Gratis-Shuttle von 9 bis 19 Uhr alle 30 Minuten zum Eingang Ost. Der Flughafen hat einen eigenen Bahnhalt an der Strecke nach Ulm.
Übers Wasser
Aus der Schweiz geht es per Autofähre ab Romanshorn oder per Katamaran ab Konstanz, beide stündlich. Das ist die entspannteste Anreise mit Seeblick.
Mit dem Auto
Parkplätze liegen an den Eingängen West und Ost, Ladesäulen gibt es auf mehreren Parkflächen. Rechne am Samstag mit Andrang auf den Zufahrtsstraßen.
Tickets und Preise für 2027 will der Veranstalter ab Ende November 2026 veröffentlichen. Die Öffnungszeiten stehen schon: Mittwoch bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Samstag 9 bis 16 Uhr.
Spotting-Tipps für den Messetag
Eine Messe ist kein klassischer Spotterpunkt, aber mit etwas Planung bekommst du an einem AERO-Tag mehr unterschiedliche Typen vor die Linse als an einem großen Drehkreuz in einer Woche.
- Früh da sein. Die Hallen öffnen um 9 Uhr. Im Static Display ist es morgens noch leer, Flugzeuge stehen frei, und du bekommst Aufnahmen ohne Menschentrauben vor dem Rumpf.
- Licht mitdenken. Die Bahn 06/24 verläuft grob von Südwest nach Nordost. Wie du daraus ableitest, wann welche Seite im Licht steht, erklärt der Guide Sonnenstand planen. Der April bringt am Bodensee oft klares, aber wechselhaftes Wetter.
- Kurze Brennweite einpacken. Im Static Display stehst du nah dran, ein Weitwinkel- oder Standardzoom ist oft wichtiger als das große Tele. Für Anflüge und die Airshow brauchst du dann wieder die lange Brennweite – Tipps dazu stehen in Airshows fotografieren.
- Kennzeichen notieren. Viele Messeflugzeuge tragen ausländische Kennzeichen oder sind brandneu. Halte Typ, Kennzeichen und Aussteller fest, solange du davorstehst – in der Erinnerung verschwimmen die Kleinflugzeuge schnell.
- Abflugtag nutzen. Wenn am Samstagnachmittag die Besucherflugzeuge zurückfliegen, ist am Flughafen viel los. Die Besucherterrasse des Flughafens und die Terrasse am Dornier Museum bieten dir den Blick auf Vorfeld und Bahn – Details stehen im Steckbrief zum Flughafen Friedrichshafen.
Hausordnung beachten
Auf Messegelände und Vorfeld gelten die Regeln von Veranstalter und Flughafen. Fotografieren für private Zwecke ist auf Messen in der Regel kein Problem, aber Absperrungen im Static Display, Anweisungen des Personals und Drohnenverbote am Flughafen sind tabu. Was am Zaun außerhalb erlaubt ist, fasst der Artikel Ist Planespotting erlaubt? zusammen.
Ein ganzes Bodensee-Wochenende
Wer weiter anreist, macht aus der AERO am besten zwei oder drei Tage. Rund um Friedrichshafen gibt es genug Luftfahrt für ein Wochenende:
- Das Dornier Museum liegt direkt am Flughafen und erzählt die Luft- und Raumfahrtgeschichte von Dornier – von den Flugbooten bis zur Satellitentechnik.
- Das Zeppelin Museum im alten Hafenbahnhof erzählt die Geschichte der Luftschiffe. Mit etwas Glück startet in der Saison die Zeppelin NT am Flughafen.
- Am anderen Seeufer liegt das Fliegermuseum Altenrhein, wo du ein Fliegermuseum mit historischen Flugzeugen und den Verkehr am Flugplatz St. Gallen-Altenrhein verbinden kannst.
- Richtung Norden lohnt ein Abstecher nach Stuttgart, Richtung Süden nach Zürich, wenn du nach den Kleinflugzeugen wieder Airliner sehen willst.
Wenn dir die Mischung aus Messe und Flugbetrieb gefällt, bietet die ILA Berlin das größere Programm mit Militär und Airlinern. Einen Überblick über weitere Termine gibt der Guide Airshows in Europa.
Bist du bereit für die AERO?
- Ich kenne den Termin und weiß, an welchem Tag ich komme.
- Ich habe ein Ticket oder weiß, wann der Ticketshop öffnet.
- Ich weiß, ob ich die Business Aviation unter der Woche oder die Airshow am Samstag sehen will.
- Meine Anreise steht – Zug mit MesseExpress, Fähre, Auto oder eigenes Flugzeug mit Slot.
- Ich habe Weitwinkel und Tele dabei, Akkus und Speicherkarten sind voll.
- Ich habe Museen oder Spots rund um den Bodensee für den zweiten Tag eingeplant.
Deine AERO-Ausbeute im Hangar
Sammle alle Typen und Kennzeichen von der Messe in deinem Hangar, setz fehlende Muster auf die Wunschliste und teil deine besten Bilder mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Die AERO Friedrichshafen ist der Ort, an dem die Allgemeine Luftfahrt Europas jedes Frühjahr zusammenkommt. Für Spotter ist sie wertvoll, weil Messe und Flughafen eins sind: Die Aussteller rollen ihre Flugzeuge vom Vorfeld ins Static Display, Besucher fliegen mit eigenen Maschinen ein, und am Samstag gibt es eine kleine Airshow. Wer früh kommt, den richtigen Tag für seine Interessen wählt und Zeppelin, Dornier und Altenrhein mitnimmt, erlebt am Bodensee ein Spotting-Wochenende, das kein großes Drehkreuz bieten kann.
Kurzfazit
Merk dir den 14. bis 17. April 2027. Komm unter der Woche, wenn du Businessjets im Dome sehen willst, und am Samstag für Airshow und Familienprogramm. Reis mit Bahn und MesseExpress oder per Slot mit dem eigenen Flugzeug an – und plan einen zweiten Tag für die Museen am See ein.
Zusammenfassung
- Die AERO entstand Ende der 1970er-Jahre als Flugsport-Sonderschau neben einer Motorsportmesse, wurde 1993 eigenständig und ist heute nach eigenen Angaben eine der führenden Fachmessen der Allgemeinen Luftfahrt weltweit.
- Veranstaltet wird sie von der Fairnamic GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen von Messe Friedrichshafen und Messe Frankfurt. Ableger gibt es in Südafrika, China und Saudi-Arabien.
- Für Spotter zählen vor allem das Static Display, die Messeflugzeuge im Anflug auf EDNY und die Premieren von Herstellern wie Textron, Daher oder Cirrus.
- Wer früh kommt, die Lichtrichtung an der Bahn 06/24 kennt und Zeppelin, Dornier Museum und Altenrhein einplant, macht aus dem Messebesuch ein ganzes Spotting-Wochenende.
Häufige Fragen
Wann findet die nächste AERO Friedrichshafen statt?
Laut Veranstalter vom 14. bis 17. April 2027. Mittwoch bis Freitag ist von 9 bis 17 Uhr geöffnet, am Samstag von 9 bis 16 Uhr. Der Business-Aviation-Bereich in Halle A1 und im Dome läuft 2027 nur von Mittwoch bis Freitag um 14 Uhr. Prüf die Daten vor der Buchung noch einmal auf der offiziellen AERO-Website.
Was kostet ein Ticket für die AERO?
Die Preise für 2027 stehen bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Der Veranstalter will Preise und Ticketshop ab Ende November 2026 veröffentlichen. Zur Orientierung: 2026 gab es am Samstag ein ermäßigtes Familienticket für 39 Euro an der Tageskasse.
Ist die AERO nur für Fachbesucher?
Nein. Die AERO ist eine Fachmesse, richtet sich aber auch an Piloten, Vereine und Luftfahrtfans. Nach Veranstalterangaben besitzt etwa die Hälfte der Besucher eine Pilotenlizenz – die andere Hälfte sind also Interessierte ohne Schein. Familientickets, geführte Messetouren und eine Kids Area zeigen, dass Privatbesucher ausdrücklich willkommen sind.
Kann ich mit dem eigenen Flugzeug zur AERO fliegen?
Ja. Starts und Landungen am Flughafen Friedrichshafen sind während der Messe slotpflichtig, auch für Hubschrauber. Für 2027 öffnet die Voranmeldung laut Veranstalter Mitte Februar, die Slots werden ab Mitte März blockweise freigegeben. Ultraleichte nutzen als Ausweichplatz den UL-Flugplatz Markdorf, außerdem bieten Plätze wie Mengen, Leutkirch oder Konstanz Kombi-Angebote zur Messe.
Wie komme ich ohne Flugzeug zur AERO?
Mit dem Zug bis Friedrichshafen Stadtbahnhof oder Hafenbahnhof, von dort fährt der kostenlose MesseExpress (Linie MX) zum Gelände. Die Stadtbuslinie 5 hält am Eingang West. Vom Flughafen pendelt während der Messe ein Gratis-Shuttle alle 30 Minuten zum Eingang Ost. Aus der Schweiz geht es auch mit der Fähre ab Romanshorn oder dem Katamaran ab Konstanz.
Gibt es auf der AERO eine Airshow?
2026 fand am Samstag, 25. April, von 11:30 bis 13:30 Uhr eine erweiterte Airshow statt – mit Fallschirmspringern, zwei SIAI-Marchetti SF-260 im Formationsflug und einer Bo 105 der Flying Bulls. Für 2027 hat der Veranstalter wieder eine Airshow am Samstag angekündigt, das Programm steht noch nicht fest.
Welche Flugzeuge sieht man auf der AERO?
Vom Segelflugzeug über Ultraleichte, Cessna, Piper und Diamond bis zu Turboprops wie der TBM und Langstrecken-Businessjets. 2026 standen nach Veranstalterangaben unter anderem Bombardier Global 6500 und Dassault Falcon 6X im Static Display, dazu Europa- oder Messepremieren wie Cessna Citation Ascend, Cessna SkyCourier, Daher TBM 980 und Kodiak 900.
Weiterlesen in Events, Airshows & Spotter-Days
- Abschieds- und Erstflüge spotten: Retirement-Flights, Erstlandungen und Sonderflüge finden
- AIRPOWER in Zeltweg: Österreichs große Airshow für Spotter
- Checkliste für den Airshow-Tag: Ausrüstung, Verpflegung, Gehörschutz
- Airshows fotografieren: Standortwahl, Verschlusszeiten und Display-Linien
- Airshows in Europa: Der Guide für Planespotter
- Fliegerschießen Axalp: Kampfjets in den Schweizer Alpen erleben und fotografieren
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Friedrichshafen
Deutschlands südlichster Verkehrsflughafen ist klein, aber geschichtsträchtig: Hier begann der Platz als Luftschiffhafen der Zeppelin-Zeit, hier baute Dornier, und jeden April verwandelt die AERO den Bodensee-Airport in einen Treffpunkt der allgemeinen Luftfahrt. Dazu Ferienflieger, Dash 8 nach Berlin und Hamburg und ein Zeppelin NT vor der Tür.
MuseumDornier Museum Friedrichshafen
Das Dornier Museum in Friedrichshafen erzählt die Geschichte eines der wichtigsten deutschen Flugzeugbauer – in einem Hangar direkt am Bodensee-Airport. Originale wie die Do 31, die Dornier 228 und die 328 stehen neben Nachbauten von Wal und Merkur, dazu Satelliten und Raumfahrttechnik. Von der Terrasse schaust du aufs Vorfeld.
MuseumZeppelin Museum Friedrichshafen
Das Zeppelin Museum Friedrichshafen zeigt im ehemaligen Hafenbahnhof direkt am Bodensee die Geschichte der Starrluftschiffe – mit einer begehbaren Teilrekonstruktion der LZ 129 Hindenburg als Herzstück. Dazu kommen Industriegeschichte, eine Kunstsammlung und ein Zeppelin NT, der in der Saison über dem See unterwegs ist.
HerstellerTextron Aviation
Skyhawk auf dem Flugplatz, Citation am Businessjet-Terminal, King Air beim Rettungsdienst, Caravan im Frachtnetz von FedEx: Hinter all diesen Mustern steht Textron Aviation aus Wichita. Hier erfährst du, wie Cessna, Beechcraft und Hawker unter ein Dach kamen, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
Passende Spotting-Spots
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Das könnte dich auch interessieren
General Aviation spotten: Kleinflugzeuge, Segelflieger und Flugplatzfeste
Abseits der großen Flughäfen wartet die Allgemeine Luftfahrt: Cessna, Piper, Segelflugzeuge an der Winde und Oldtimer beim Flugplatzfest. Wo du sie findest, wie du sie bestimmst und welche Regeln am kleinen Platz gelten.
Flugzeugtypen erkennenKleinflugzeuge erkennen: Cessna, Piper, Diamond, Cirrus, Robin und Co.
Hochdecker oder Tiefdecker, T-Leitwerk oder Knickflügel, starres oder einziehbares Fahrwerk: Mit vier Fragen trennst du die häufigsten Kleinflugzeuge am Flugplatz sicher voneinander.
Flugzeugtypen erkennenBusinessjets spotten: So erkennst du Gulfstream, Global, Falcon und Co.
Businessjets sehen auf den ersten Blick alle gleich aus – zwei Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, weißer Lack. Mit Größenklasse, Fenstern, Heck und Typcode bestimmst du sie trotzdem sicher.



