Das Wichtigste in Kürze
- Die Mirage F1 ist die Mirage ohne Delta: Dassault setzte auf einen hoch angesetzten Pfeilflügel mit Höhenleitwerk, um kürzere Startstrecken und mehr Reichweite zu erreichen.
- Rund 726 Maschinen entstanden zwischen 1966 und 1992, 246 davon für Frankreich, der Rest für zehn Exportkunden von Spanien bis Irak.
- Frankreich musterte die F1 am 13. Juni 2014 aus, zuletzt flog die Aufklärerversion F1CR beim Escadron 2/33 „Savoie“.
- Zivile Zweitkarriere: ATAC (Textron) kaufte 63 ehemals französische F1, Draken International ehemals spanische und jordanische Maschinen – sie fliegen als Übungsgegner für das US-Militär.
- Aktiv sind nach den zuletzt verfügbaren Angaben noch Maschinen in Marokko, im Iran und in kleiner Zahl in einigen afrikanischen Ländern.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Mirage F1?
- 2.Die wichtigsten Versionen
- 3.So erkennst du die Mirage F1
- 4.Mirage F1, Mirage 2000 oder Draken?
- 5.Die Mirage F1 in Frankreich
- 6.Export: von Madrid bis Bagdad
- 7.Zweite Karriere: zivile Übungsgegner
- 8.Wo du die Mirage F1 in Europa siehst
- 9.Fototipps für die Mirage F1
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Avions Marcel Dassault (heute Dassault Aviation), Frankreich |
|---|---|
| Rolle | Einsitziger Abfangjäger und Mehrzweckkampfflugzeug; Varianten als Aufklärer, Jagdbomber und zweisitziger Trainer |
| ICAO-Typcode | MRF1 |
| Erstflug | 23. Dezember 1966 (Prototyp F1-01, Pilot René Bigand) |
| Indienststellung | 1973 bei der französischen Luftwaffe (Escadron 2/30 „Normandie-Niémen“, Reims) |
| Bauzeit | 1966 bis 1992 |
| Gebaut | rund 726 Maschinen (Quellen weichen leicht ab) |
| Besatzung | 1 (F1B und F1D: 2) |
| Triebwerk | 1 × SNECMA Atar 9K-50, rund 49 kN trocken, rund 70,6 kN mit Nachbrenner |
| Länge | rund 15,3 m |
| Spannweite | 8,40 m |
| Höhe | 4,50 m |
| Max. Startgewicht | rund 16.200 kg |
| Höchstgeschwindigkeit | rund Mach 2,2 in großer Höhe |
| Bewaffnung | 2 × 30-mm-Kanone DEFA 553 (F1B ohne Kanonen, F1CR mit nur einer), Außenlasten an Flügel- und Rumpfstationen |
| Frankreich | 246 Maschinen; außer Dienst gestellt am 13. Juni 2014 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Pfeilflügel statt Delta: Der Flügel ist klassisch gepfeilt und sitzt hoch oben an der Rumpfschulter – untypisch für eine Mirage
- Normales Höhenleitwerk am Heck: Anders als Mirage III, Mirage 2000 und Rafale hat die F1 ein separates Höhenleitwerk
- Halbrunde Lufteinläufe an beiden Rumpfseiten mit eingesetztem Halbkegel
- Eine Triebwerksdüse am Rumpfende, darüber ein einzelnes, hohes Seitenleitwerk
- Schlanke, spitze Nase mit Radar; bei vielen Versionen ein fest eingebauter Tankstutzen vor der Kabinenhaube
- Zweisitzer F1B: längere Kabinenhaube mit zwei Sitzen hintereinander, ansonsten sehr ähnliche Silhouette
Aktualisiert: Oktober 2026 – Eine Mirage ohne Deltaflügel? Genau das ist die Dassault Mirage F1. Mit ihrem hoch angesetzten Pfeilflügel und dem klassischen Höhenleitwerk sieht sie ganz anders aus als die Mirage III davor und die Mirage 2000 danach. Über vier Jahrzehnte war sie ein Kernstück der französischen Luftwaffe, dazu flog sie bei zehn Exportkunden zwischen Madrid, Bagdad und Quito. Seit der Ausmusterung in Frankreich 2014 hat sie eine ungewöhnliche zweite Karriere: Ehemalige Militärjets fliegen bei privaten Firmen in den USA als Übungsgegner. Hier erfährst du, woran du die F1 erkennst, welche Versionen es gibt, wer sie heute noch fliegt und wo du sie im Museum findest.
Mirage F1 im Hangar
Mit Planetrack postest du jede Mirage F1, die du im Museum, auf einer Airshow oder an einer US-Basis entdeckst, mit Foto, Version, Kennung und Ort und hakst den Typ in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Mirage F1?
Die Mirage F1 ist ein einstrahliger Kampfjet aus dem Haus Dassault, das heute als Dassault Aviation firmiert. Entwickelt wurde sie in den 1960er-Jahren als Nachfolger der Mirage III für die Luftverteidigung. Der Prototyp F1-01 startete am 23. Dezember 1966 mit René Bigand am Steuer zum Erstflug. Die Erprobung begann mit einem Rückschlag: Am 18. Mai 1967 löste sich bei einem Testflug durch Flattern das Höhenleitwerk, der Prototyp stürzte ab und Bigand kam ums Leben. Trotzdem entschied sich die französische Luftwaffe für den Typ.
Die ersten Serienmaschinen erreichten die Truppe 1973. Im Dezember 1973 landeten die ersten F1C beim Escadron 2/30 „Normandie-Niémen“ auf der Basis Reims. Bis 1992 entstanden rund 726 Maschinen, die Angaben in der Literatur schwanken um einige Exemplare. Frankreich erhielt 246 davon, der Rest ging in den Export.
Angetrieben wird die F1 von einem einzigen SNECMA Atar 9K-50 mit Nachbrenner. Das Triebwerk liefert trocken rund 49 kN, mit Nachbrenner gut 70 kN. Damit erreicht der Jet in großer Höhe etwa Mach 2,2. Im Bug sitzt das Radar Cyrano IV von Thomson-CSF, im Rumpf zwei 30-mm-Kanonen vom Typ DEFA 553.
Warum Dassault den Delta aufgab
Die Mirage III mit ihrem schwanzlosen Deltaflügel war schnell und elegant, brauchte aber lange Pisten und hatte wenig Platz für Treibstoff. Für die F1 wählte Dassault deshalb einen hoch angesetzten Pfeilflügel mit durchgehenden Vorflügeln an der Vorderkante und doppelt geschlitzten Klappen an der Hinterkante. Laut Hersteller sank die benötigte Startstrecke damit um mehr als die Hälfte, die Reichweite im Einsatz stieg um rund 40 Prozent. Die Vorflügel verbessern zudem das Verhalten im Kurvenkampf. Das konventionelle Höhenleitwerk ähnelt dem der nicht in Serie gegangenen Mirage F2.
Mit der Mirage 2000 kehrte Dassault später dank elektronischer Flugsteuerung zum Delta zurück. Die F1 ist deshalb in der Mirage-Familie ein Sonderfall – und genau das macht sie für Spotter so leicht zu bestimmen.
Die wichtigsten Versionen
Aus dem Grundmodell entstanden zahlreiche Varianten, die sich vor allem in Elektronik und Einsatzzweck unterscheiden. Für Spotter sind diese besonders relevant:
| Version | Rolle | Typische Betreiber | Erkennbar an |
|---|---|---|---|
| F1C / F1C-200 | Abfangjäger | Frankreich, Spanien, Griechenland, Marokko, Jordanien, Kuwait | Einsitzer mit Radarnase; die C-200 mit festem Tankstutzen und minimal längerem Rumpf |
| F1B | Zweisitziger Trainer | Frankreich, diverse Exportkunden | Lange Haube, zwei Sitze, Rumpf rund 30 cm länger, keine Kanonen |
| F1CR | Taktischer Aufklärer | Frankreich | Kameras in der Nase, eine Kanone durch Infrarot-Sensor ersetzt, oft mit Aufklärungsbehälter unter dem Rumpf |
| F1CT | Jagdbomber | Frankreich | Umgebauter F1C-200 mit Laser-Entfernungsmesser und F1CR-Elektronik |
| F1A | Erdkampf-Version für den Export | Südafrika (F1AZ), Libyen (F1AD) | Einfachere Nase mit Entfernungsmesser statt großem Radar |
| F1E | Mehrzweck-Exportversion | Irak (F1EQ), Spanien (F1EE), Marokko (F1EH), Jordanien (F1EJ), Ecuador (F1JA), Katar | Wie F1C, mit erweiterter Navigation und Waffenoptionen |
| F1M | Modernisierte spanische F1 | Spanien, später Draken International | Neues Cockpit, Navigationssystem und Radar, Auslieferung bis 2001 |
Die Aufklärerversion F1CR flog erstmals am 20. November 1981, 64 Exemplare gingen an die französische Luftwaffe. Beim F1CT baute Frankreich 55 F1C-200 zu Jagdbombern um, die Umbauten waren Mitte der 1990er-Jahre abgeschlossen. Die Zweisitzer F1B kamen zwischen 1980 und 1983 zur Truppe; durch den zusätzlichen Sitz verloren sie einen Teil des Treibstoffs und die eingebauten Kanonen.
Ein Exot blieb die F1M53 mit dem stärkeren M53-Triebwerk: Dassault bot sie in den 1970er-Jahren mehreren NATO-Staaten an, im Wettbewerb um die Starfighter-Nachfolge in Belgien, Dänemark, den Niederlanden und Norwegen landete sie aber hinter der F-16.
So erkennst du die Mirage F1
Wer „Mirage“ hört, denkt an Dreiecksflügel. Die F1 passt nicht in dieses Bild, und genau darüber erkennst du sie am schnellsten.
Flügel und Leitwerk prüfen
Ein gepfeilter Flügel hoch am Rumpf plus ein eigenes Höhenleitwerk am Heck – diese Kombination hat keine andere Mirage. Mirage III, Mirage 2000 und Rafale sind alle Deltas.
Triebwerk zählen
Die F1 hat eine einzige große Düse am Rumpfende und seitlich zwei halbrunde Lufteinläufe mit Halbkegel. Zwei Düsen deuten auf einen anderen Typ.
Nase und Haube ansehen
Kamerafenster in der Nase sprechen für die F1CR, eine lange Doppelhaube für die F1B. Ein fester Tankstutzen vor der Haube ist bei vielen späteren Versionen zu sehen.
Am Ende bestätigt die Kennung die Version. Französische F1 tragen am Seitenleitwerk eine Seriennummer und an der Rumpfseite einen Code aus Zahl und Buchstaben, der das Geschwader verrät. Bei den zivil betriebenen Maschinen in den USA hilft das US-Kennzeichen weiter, die Herkunft steht in Datenbanken wie Scramble.
Praxis-Tipp im Museum
Fotografiere bei jeder F1 auch Seriennummer, Geschwadercode und die Infotafel. Bei umgebauten Maschinen wie der F1CT steckt in der Nummer oft noch die Geschichte als ursprünglicher F1C. In Planetrack hinterlegst du beides direkt bei deiner Sichtung.
Mirage F1, Mirage 2000 oder Draken?
In Museen stehen französische Jets oft nebeneinander. Mit drei Beobachtungen kommst du schnell zum Ergebnis.
Schnellbestimmung: französischer Kampfjet
Dassault Mirage F1
Pfeilflügel und Höhenleitwerk sind die F1-Signatur. Prüf jetzt die Nase: Kamerafenster heißt F1CR, Doppelhaube heißt F1B.
Dassault Mirage 2000
Ein reiner Delta ohne Höhenleitwerk und eine Düse: Das ist die Mirage 2000, die in Frankreich lange neben der F1 flog.
Dassault Rafale
Delta mit Entenflügeln und zwei Triebwerken spricht für die Rafale, die die F1 in Frankreich endgültig ablöste.
Weitere Abgrenzungen zu Jets aus Ost und West findest du im Überblick Kampfjets in Europa erkennen. Vorsicht bei der Namensgleichheit: Die schwedische Saab 35 Draken mit ihrem Doppeldelta hat mit der US-Firma Draken International nichts zu tun, die ehemalige Mirage F1 betreibt.
Die Mirage F1 in Frankreich
Die französische Luftwaffe erhielt insgesamt 246 Mirage F1 in den Versionen F1C, F1B und F1CR, dazu kamen die Umbauten zur F1CT. Die F1C übernahm zunächst die Luftverteidigung, später verlagerte sich der Schwerpunkt auf Aufklärung und Erdkampf, als die Mirage 2000 die Jagdrolle übernahm.
Im Einsatz war die F1 unter anderem im Tschad in den 1980er-Jahren, im Golfkrieg 1990/91, in Afghanistan, über Libyen 2011 und zuletzt 2013 in Mali. Gerade die Aufklärer F1CR waren bis zuletzt gefragt, weil sie Fotos und Sensordaten in Gebieten lieferten, in denen moderne Systeme noch fehlten.
Der Abschied 2014
Den Schlusspunkt setzte das Escadron de reconnaissance 2/33 „Savoie“. Am 13. Juni 2014 stellte die französische Luftwaffe ihre letzten F1CR außer Dienst. Bei der Parade zum Nationalfeiertag am 14. Juli 2014 zeigten sich die Jets ein letztes Mal öffentlich. Die Rollen der F1 haben heute Mirage 2000 und Rafale übernommen.
Militärflugplätze in Frankreich
Wer französische Kampfjets an Militärbasen fotografieren will, sollte die Regeln kennen: Frankreich ist beim Fotografieren militärischer Anlagen streng. Mehr dazu in den Beiträgen Fotografieren an französischen Flughäfen und Militärflugplatz fotografieren.
Export: von Madrid bis Bagdad
Die F1 war ein Exporterfolg. Zehn Staaten kauften sie neu, mehrere weitere übernahmen später gebrauchte Maschinen.
| Land | Status | Hinweis |
|---|---|---|
| Spanien | ausgemustert | Erste 15 F1C 1975 bestellt, später F1E und modernisierte F1M; ausgemustert 2013 |
| Griechenland | ausgemustert | Letzte 27 F1CG am 30. Juni 2003 außer Dienst gestellt |
| Ecuador | ausgemustert | F1JA bis 2011 |
| Südafrika | ausgemustert | 32 F1AZ und 16 F1CZ; F1CZ bis 1992, F1AZ bis 1997 |
| Kuwait | ausgemustert | Nach dem Golfkrieg durch die F/A-18 Hornet ersetzt |
| Katar | ausgemustert | F1EDA und F1DDA, 12 Maschinen gingen an Spanien |
| Jordanien | ausgemustert | Ehemalige Maschinen gingen ab 2020 an Draken International |
| Irak | ausgemustert | 106 F1EQ und 15 F1BQ zwischen 1981 und 1989 |
| Marokko | aktiv | 27 Maschinen auf modernisiertem Standard mit neuem Radar und Cockpit |
| Iran | aktiv | Ehemals irakische F1, die 1991 nach Iran ausgeflogen wurden; Ende 2021 noch 17 im Dienst |
| Libyen | weitgehend außer Betrieb | Großteil der Flotte stillgelegt, Verluste in den Kämpfen ab 2011 |
| Gabun, Republik Kongo | aktiv | Kleine Bestände aus zweiter Hand, Stand Ende 2021 |
Die Zahlen in der Tabelle geben die zuletzt verfügbaren Angaben wieder. Für Oktober 2026 gilt: Bestände in Afrika und im Nahen Osten ändern sich, im Zweifel aktuelle Meldungen prüfen.
Besonders bewegt war die Geschichte im Irak. Die F1EQ flogen im Krieg gegen Iran Abfang-, Erdkampf- und Seezielangriffe, ab 1984 auch mit Exocet-Flugkörpern. Im Golfkrieg 1991 flüchteten zwei Dutzend irakische F1 in den Iran, wo sie interniert wurden – daher stammen die iranischen F1 von heute.
Zweite Karriere: zivile Übungsgegner
Für Spotter ist das spannendste Kapitel der F1 das jüngste. Das US-Militär kauft seit Jahren Trainingsleistungen bei privaten Firmen ein: Deren Piloten spielen bei Übungen den Gegner, die sogenannte Red Air. Gebrauchte Kampfjets mit Überschallleistung sind dafür ideal, und die ausgemusterten F1 kamen genau zur richtigen Zeit.
- ATAC (Airborne Tactical Advantage Company): Die Textron-Tochter kaufte 2017 insgesamt 63 ehemals französische Mirage F1 der Versionen F1B, F1CR und F1CT. Nur ein Teil davon ist für den Flugbetrieb vorgesehen, der Rest dient als Ersatzteilspender. ATAC setzt die Jets bei Übungen mit US-Streitkräften ein, unter anderem in Arizona.
- Draken International: Die Firma aus Lakeland in Florida übernahm ehemals spanische F1M und F1B und ab 2020 ehemals jordanische F1. Draken arbeitet unter anderem für die Adversary-Verbände rund um die Nellis Air Force Base in Nevada. Im Mai 2021 stürzte eine Draken-F1 bei Nellis ab, der Pilot kam ums Leben.
- Paramount (Südafrika): Das Unternehmen erwarb 2017 vier ehemals französische F1B.
Die Jets tragen bei diesen Firmen oft Tarn- oder Kontrastlackierungen, manche noch Reste der früheren Markierungen. Für dich heißt das: Eine Mirage F1 an einer US-Basis kann gut eine ehemals französische F1CR mit neuer Identität sein. Wie du militärische und halbmilitärische Bewegungen online verfolgst, steht im Guide Militärflugzeuge online verfolgen.
Keine Mirage F1 verpassen
Setz die Mirage F1 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine des Typs einen Flughafen anfliegt oder dort landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du die Mirage F1 in Europa siehst
Fliegend ist die F1 in Europa praktisch verschwunden. Dafür stehen in Frankreich zahlreiche Exemplare in Museen und an früheren Standorten.
| Ort | Was du siehst | Tipp |
|---|---|---|
| Musée de l’Air et de l’Espace, Le Bourget | Zweisitzer F1B Nr. 501 und eine F1C-Attrappe | Ideal kombinierbar mit Rafale und Mirage 2000 in derselben Sammlung |
| Musée européen de l’aviation de chasse, Montélimar | F1B, F1C und F1CT | Drei Versionen nebeneinander, gut für den direkten Vergleich |
| Conservatoire in Châteaudun | Mehrere F1C und F1CT | Sammlung ehemaliger Luftwaffenjets, Zugang vorab klären |
Das Musée de l’Air et de l’Espace ist dabei der wichtigste Anlaufpunkt, zumal du direkt am Flughafen Paris-Le Bourget auch Businessjets wie die Falcon 7X erwischst. Ausstellungen werden umgebaut und Flugzeuge verliehen; prüf vor einem gezielten Besuch, ob die Maschine gerade zugänglich ist.
Auch in den früheren Betreiberländern lohnt sich der Blick: Spanien und Griechenland haben die F1 jahrzehntelang geflogen. Ob im Museo del Aire in Madrid-Cuatro Vientos oder im Museum der griechischen Luftwaffe in Tatoi gerade eine F1 ausgestellt ist, klärst du am besten vorab mit dem Museum.
Bereit für deine Mirage-F1-Tour?
- Ich habe Öffnungszeiten und Eintritt des Museums aktuell geprüft.
- Ich weiß, ob die F1 in der Halle oder im Freigelände steht.
- Ich kann F1C, F1B und F1CR an Nase und Haube unterscheiden.
- Ich fotografiere Seriennummer, Geschwadercode und Infotafel mit.
- Ich habe ein Weitwinkel für die ganze Maschine dabei.
Fototipps für die Mirage F1
Die F1 ist kompakt und schlank, ihr Reiz liegt im Profil. Ein paar Kniffe helfen dir:
Seitenprofil
Genau von der Seite zeigst du den hohen Pfeilflügel und das separate Höhenleitwerk – das Bild, das die F1 von allen anderen Mirages unterscheidet.
Dreiviertel von vorn
Schräg von vorn kommen Lufteinlauf mit Halbkegel, Radarnase und Tankstutzen zusammen ins Bild.
Nase im Detail
Bei der F1CR lohnt eine Nahaufnahme der Kamerafenster, bei der F1B die lange Doppelhaube. So dokumentierst du gleich die Version.
Airshow und Basis
Fliegende F1 sind schnell und klein. Eine kurze Verschlusszeit und ein Teleobjektiv um 400 mm sind Pflicht, mehr dazu im Guide Airshows fotografieren.
Welche Veranstaltungen sich für Kampfjets lohnen, steht im Überblick Airshows in Europa. Wie du ältere Typen generell sicher bestimmst, zeigt der Guide Historische Flugzeuge erkennen.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die Mirage F1, wenn …
- ein gepfeilter Flügel hoch am Rumpf sitzt
- am Heck ein separates Höhenleitwerk zu sehen ist
- nur eine Triebwerksdüse vorhanden ist
- halbrunde Lufteinläufe mit Halbkegel seitlich am Rumpf liegen
Sieh genauer hin, wenn …
- die Kabinenhaube auffällig lang ist – dann ist es vermutlich der Zweisitzer F1B
- die Maschine eine US-Kennung trägt – dann ist es wahrscheinlich ein ziviler Übungsgegner von ATAC oder Draken
- du nur den Rumpf siehst und die Flügel verdeckt sind
Es ist keine Mirage F1, wenn …
- der Flügel ein reines Dreieck ohne Höhenleitwerk ist – dann ist es die Mirage 2000
- zwei Triebwerke und Entenflügel zu sehen sind – das ist die Rafale
- das Höhenleitwerk ganz oben auf der Seitenflosse sitzt – dann ist es ein Starfighter
- zwei Triebwerke unter dem Heck und hochgeknickte Flügelspitzen auftauchen – das ist die Phantom
- ein zweistrahliger Trainer mit Schulterflügel vor dir steht – dann denk an den Alpha Jet
Fazit
Die Mirage F1 ist die Mirage, die keinen Delta hat: hoch angesetzter Pfeilflügel, klassisches Höhenleitwerk, ein Atar-Triebwerk. Frankreich flog sie von 1973 bis zum 13. Juni 2014, dazu kamen zehn Exportkunden. Heute erlebst du sie in Europa vor allem im Museum, fliegend in Marokko und im Iran – und überraschend häufig in den USA, wo ATAC und Draken ehemalige französische, spanische und jordanische Maschinen als Übungsgegner einsetzen.
Kurzfazit
Pfeilflügel plus Höhenleitwerk plus eine Düse: Das ist die Mirage F1. Die Nase verrät die Version, die Kennung bestätigt sie. Für eine stehende F1 reicht ein Besuch in Le Bourget, für eine fliegende musst du nach Marokko oder an eine US-Basis reisen.
Zusammenfassung
- Die Mirage F1 flog erstmals am 23. Dezember 1966 und kam 1973 zur französischen Luftwaffe, wo sie die Mirage III als Abfangjäger ergänzte und teilweise ablöste.
- Aus dem einsitzigen Jäger F1C entstanden der Zweisitzer F1B, der Aufklärer F1CR, der Jagdbomber F1CT und die Exportversionen F1A und F1E.
- Spanien, Griechenland, Ecuador, Südafrika, Kuwait, Katar, Jordanien, Libyen und Irak gehörten zu den Kunden; Marokko fliegt modernisierte F1 bis heute.
- Nach der Ausmusterung in Frankreich (2014) und Spanien (2013) gingen viele Zellen an private Firmen in den USA und Südafrika, die sie für Luftkampftraining einsetzen.
Häufige Fragen
Wann hat Frankreich die Mirage F1 ausgemustert?
Die französische Luftwaffe stellte die letzten Mirage F1 am 13. Juni 2014 außer Dienst. Zuletzt flog das Aufklärungsgeschwader Escadron de reconnaissance 2/33 „Savoie“ die F1CR. Einen letzten öffentlichen Auftritt hatten die Maschinen bei der Parade zum 14. Juli 2014.
Warum hat die Mirage F1 keinen Deltaflügel?
Dassault wollte die Schwächen des Deltas ausgleichen: lange Start- und Landestrecken und begrenzter Platz für Treibstoff. Der hoch angesetzte Pfeilflügel mit Vorflügeln und doppelt geschlitzten Landeklappen verkürzte die nötige Pistenlänge laut Hersteller um mehr als die Hälfte und brachte deutlich mehr Reichweite. Mit der Mirage 2000 kehrte Dassault später zum Delta zurück.
Was sind die „zivilen“ Mirage F1?
Private Firmen in den USA bieten dem Militär Übungsgegner an, sogenannte Adversary Air oder Red Air. ATAC, eine Tochter von Textron, kaufte 2017 insgesamt 63 ehemals französische F1B, F1CR und F1CT. Draken International übernahm ehemals spanische F1M und F1B sowie ab 2020 ehemals jordanische Maschinen. Die Jets gehören damit Firmen statt Luftwaffen.
Wo kann ich eine fliegende Mirage F1 sehen?
Am ehesten in den USA, wo ATAC und Draken ihre Jets bei Übungen auf US-Militärbasen einsetzen, etwa rund um die Nellis Air Force Base in Nevada oder in Arizona. Daneben fliegt die F1 nach den zuletzt verfügbaren Angaben noch in Marokko und im Iran. In Europa begegnet sie dir heute fast nur im Museum.
Was ist der Unterschied zwischen F1C, F1CR und F1CT?
Die F1C ist der ursprüngliche Abfangjäger. Die F1CR ist ein Aufklärer, bei dem eine Kanone einem Infrarot-Zeilenabtaster wich; dazu kommen Kameras in der Nase und Aufklärungsbehälter. Die F1CT ist ein zum Jagdbomber umgebauter F1C mit Elektronik auf F1CR-Niveau; 55 Maschinen wurden bis Mitte der 1990er-Jahre umgerüstet.
Welchen ICAO-Typcode hat die Mirage F1?
Im ICAO-Verzeichnis läuft die Mirage F1 unter MRF1. Militärische F1 sind meist ohne zivilen Flugplan unterwegs, bei den privat betriebenen Übungsgegnern in den USA taucht der Code eher auf.
Wie viele Mirage F1 wurden gebaut?
Je nach Quelle rund 720 bis 730, häufig genannt werden 726 Maschinen. Frankreich erhielt davon 246, der Irak war mit über 100 F1EQ und F1BQ der größte Exportkunde.
Dassault Mirage F1 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
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Wo du die Dassault Mirage F1 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Musée de l'Air et de l'Espace am Flughafen Paris-Le Bourget
Im alten Pariser Flughafenterminal von 1937 steht eines der größten Luftfahrtmuseen der Welt: zwei Concorde, eine begehbare Air-France-747, die A380 Nummer vier und von den Terrassen der Blick auf Europas wichtigsten Businessjet-Flughafen. So holst du als Spotter das Meiste aus dem Besuch heraus.
MuseumMuseo del Aire am Flugplatz Madrid-Cuatro Vientos
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