Swiftair

Die Airline aus Madrid, die du meist nachts und oft unter fremder Flugnummer siehst: Swiftair fliegt seit 1986 Fracht und Passagiere im Auftrag anderer – mit Boeing-737- und 757-Frachtern, ATR-Turboprops und einer langen Turboprop-Vergangenheit inklusive Embraer Brasilia.

Auch bekannt als: Swiftair S.A. · Swiftair Group · Lusat Air · WT

SpanienSpanienFracht-AirlinesIATA: WTICAO: SWT11 Min. Lesezeit

SWT

ICAO-Code

SWIFT

Rufzeichen

EC-

Kennzeichen-Präfix Spanien

1986

Gründungsjahr

Das Wichtigste in Kürze

  • Swiftair ist eine spanische Fracht- und ACMI-Airline aus Madrid, die vor allem im Auftrag anderer Unternehmen fliegt.
  • Codes: IATA WT, ICAO SWT, Rufzeichen „SWIFT“.
  • Die Flotte ist gemischt: Boeing 737- und 757-Frachter, Airbus A321P2F und eine große ATR-Turboprop-Flotte.
  • Embraer ist Geschichte: Die EMB 120 Brasilia gehörte jahrelang zur Flotte, wurde aber um 2023/24 ausgemustert.
  • Swiftair ist eine Gruppe: Dazu gehören unter anderem die Mehrheit an West Atlantic, die Inselairline Uep!Fly und Swiftair Hellas.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Swiftair im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Die Swiftair-Gruppe
  4. 4.Die Flotte: Frachter, Turboprops und viel Umbau
  5. 5.Embraer, Metro und Convair: die Turboprop-Vergangenheit
  6. 6.Passagiere: von Air Europa zu Uep!Fly
  7. 7.Woran du Swiftair erkennst
  8. 8.Swiftair spotten: wo und wann
  9. 9.Unfälle und Untersuchungen
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeWT
ICAO-CodeSWT
RufzeichenSWIFT
DrehkreuzeMAD
GeschäftsmodellFracht- und ACMI-Airline: Nachtexpress für Paketdienste, Wet Lease für Airlines und Charterflüge
SitzMadrid, Spanien
Gegründet1986, zunächst mit zwei Flugzeugen im Passagierverkehr
KonzernSwiftair Group unter dem Dach der Lusat Air S.L.
BeteiligungenMehrheit an West Atlantic (seit 2019), dazu Cygnus Air (seit 2018), Uep!Fly und Swiftair Hellas
Wichtigster StandortMadrid-Barajas (MAD)
Flottentypen (Stand 2026)Boeing 737-400SF, 737-800BCF/BDSF, Boeing 757-200F, Airbus A321P2F, ATR 42 und ATR 72 (Frachter und Passagierversion)
Ehemalige Typenu. a. Embraer EMB 120 Brasilia, Fairchild Metro, Convair CV-580, Boeing 727-200F, MD-83
Allianzkeine

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Swiftair?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Spanisches Kennzeichen mit EC- am Rumpf – das sicherste Merkmal, weil die Bemalung oft wechselt
  • Häufig in Kundenbemalung, etwa im Gelb von DHL, oder in schlichtem Weiß mit kleinem Swiftair-Schriftzug
  • Typische Muster: Boeing 737-Frachter ohne Fensterreihe und ATR-Turboprops mit großer Frachttür vorn links
  • Auf dem Tracker SWT, im Funk „SWIFT“ – auch wenn eine Kunden-Flugnummer im Flugplan steht
  • Meist nachts oder in den Randzeiten unterwegs, oft an Frachtflughäfen und Express-Hubs
  • Die ATR 72 der Inselmarke auf den Balearen fliegen mit Fenstern und Passagieren unter der Marke Uep!Fly

Swiftair gehört zu den Airlines, die du fast nie auf einer Anzeigetafel findest – und trotzdem regelmäßig fotografieren kannst, wenn du weißt, wann und wo. Die Spanier fliegen nachts Pakete für große Expressdienste, vermieten Flugzeuge samt Crew an andere Airlines und betreiben nebenbei Turboprops zwischen den Baleareninseln. Diese Seite zeigt dir, wie du Swiftair-Maschinen sicher erkennst, welche Typen in der Flotte stecken und wo die Chancen am besten sind.

Jedes EC-Kennzeichen im Hangar

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Swiftair im Überblick

Swiftair ist eine spanische Fracht- und ACMI-Airline mit Sitz in Madrid. Gegründet wurde sie 1986 und startete zunächst ganz klein: mit zwei Flugzeugen im Passagierverkehr. In den 1990er-Jahren kam die Fracht dazu – und mit ihr das Geschäft, das Swiftair bis heute prägt: Flüge im Auftrag anderer Unternehmen, oft in der Nacht, oft unter fremder Flugnummer.

Swiftair selbst beschreibt sich als eine der drei größten Airlines Spaniens, gemessen an der Flottengröße. Das klingt überraschend, weil kaum ein Urlauber den Namen kennt. Der Grund ist das Geschäftsmodell: Statt Tickets an Endkunden zu verkaufen, stellt Swiftair Flugzeuge, Besatzung, Wartung und Versicherung für Kunden bereit. Fachleute nennen das ACMI (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance). Wie solche Verträge funktionieren, erklärt der Artikel Wet Lease erklärt.

Zum Tagesgeschäft gehören vor allem drei Bereiche:

  • Nachtexpress: regelmäßige und individuell geplante Frachtflüge für Paket- und Expressdienste.
  • Passagierflüge für andere Airlines: im In- und Ausland, dazu Sonderflüge nach Kundenwunsch.
  • Regionale Märkte: Verbindungen zu den Balearen, den Kanaren, Madeira, nach Nord- und Westafrika und nach Zypern.

Wichtigster Standort ist Madrid-Barajas. Einer Allianz gehört Swiftair nicht an – für eine Airline, die im Auftrag anderer fliegt, wäre das auch wenig sinnvoll.

WTIATA-Code
SWTICAO-Code auf dem Tracker
EC-Kennzeichen-Präfix Spanien

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code WT: taucht vor allem in Flugplänen auf, wenn Swiftair unter eigener Nummer fliegt.
  • ICAO-Code SWT: steht im Flugplan der Flugsicherung und damit auf den meisten Flugtrackern.
  • Rufzeichen SWIFT: so meldet sich die Besatzung im Funk.

Gerade bei einer ACMI-Airline ist diese Unterscheidung wichtig. Ein Paketflug im Netz eines Expressdienstes kann im Buchungssystem des Kunden mit dessen Kürzel laufen, während auf dem Tracker trotzdem SWT steht. Für deine Notizen gilt deshalb: Kennzeichen und durchführende Airline erfassen, nicht nur die Flugnummer. Wie du Trackerdaten richtig liest, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Tracker-Trick für Nachtfrachter

Filtere auf dem Tracker nach dem Rufzeichen-Präfix SWT. So siehst du schnell, welche Swiftair-Maschinen gerade unterwegs sind – auch wenn sie im Auftrag eines Kunden fliegen. Mit Planetrack setzt du zusätzlich Alarme für einzelne Kennzeichen oder Typen und wirst bei Anflug oder Landung benachrichtigt.

Die Swiftair-Gruppe

Swiftair ist längst mehr als eine einzelne Airline. Die Muttergesellschaft heißt Lusat Air, darunter hängen mehrere Gesellschaften, die für Spotter jeweils eigene Codes und Kennzeichen mitbringen.

Gesellschaft Rolle Besonderheit
Swiftair Kerngesellschaft in Madrid ICAO SWT, spanische EC-Kennzeichen
West Atlantic Frachtgruppe aus Schweden und Großbritannien Mehrheit seit 2019, eigene Codes und Kennzeichen
Cygnus Air spanische Frachtairline 2018 übernommen, brachte Boeing-757-Frachter mit
Uep!Fly Inselverkehr auf den Balearen ATR 72 zwischen Mallorca, Menorca und Ibiza
Swiftair Hellas griechische Tochter ergänzt die Gruppe im östlichen Mittelmeer

Der größte Schritt war der Einstieg bei West Atlantic: Im April 2019 vereinbarte Lusat Air, gegen eine Kapitalspritze von 20 Millionen Euro Mehrheitsaktionär der Frachtgruppe zu werden. West Atlantic fliegt wie Swiftair Boeing-737-Frachter und ATR im Nachtexpress. Am Spot unterscheidest du beide vor allem am Kennzeichen und am ICAO-Code.

Bereits im Oktober 2018 hatte Swiftair die spanische Cygnus Air übernommen und damit Zugang zur Boeing 757 als Frachter bekommen. Im April 2020 kam dann die erste eigene 757-Frachtmaschine in die Swiftair-Flotte.

Die Flotte: Frachter, Turboprops und viel Umbau

Typisch für Swiftair ist eine gemischte Flotte aus gebrauchten Passagierflugzeugen, die zu Frachtern umgebaut wurden, und robusten Turboprops für kurze Strecken. Nach Flottenübersichten mit Stand 2025/2026 umfasst sie gut 40 Flugzeuge. Die genauen Zahlen unterscheiden sich je nach Quelle und ändern sich bei einer ACMI-Airline schnell – nimm sie deshalb als Größenordnung.

Typ Rolle Max. Zuladung laut Swiftair Spotter-Hinweis
Boeing 737-400SF Nachtfracht, auch für DHL k. A. Classic-737 mit unten abgeflachten CFM56-Triebwerksgondeln
Boeing 737-800BCF/BDSF Nachtfracht, auch für DHL k. A. NG-Generation, größere Frachttür vorn links
Boeing 757-200F Fracht mit hoher Zuladung 32.000 kg Größter Typ der Flotte
Airbus A321P2F Fracht 27.000 kg Umgebauter A321, Fenster verschlossen
ATR 72 (200F, 500F, 600F) Regionale Fracht 8.000 kg (72-200F/500F) Turboprop mit großer Frachttür
ATR 72-500 Passagierflüge, u. a. Uep!Fly – Mit Fensterreihe und Kabine
ATR 42 Kleine Fracht- und Quick-Change-Einsätze k. A. Kürzerer Rumpf als die ATR 72

Die Boeing-737-Frachter sind das Rückgrat im Expressgeschäft. Bei der Boeing 737-400SF handelt es sich um umgebaute Passagierflugzeuge der Classic-Generation, die 737-800BCF und ihre Schwesterumbauten stammen aus der Next Generation. Beide erkennst du an der fehlenden Fensterreihe und der großen Frachttür vorn auf der linken Seite. Wie du die Generationen der 737 sicher auseinanderhältst, zeigt der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.

Die Boeing 757-200F ist mit bis zu 32 Tonnen Zuladung der Schwergewichtler der Flotte. Neuer im Bestand ist der Airbus A321P2F, ein zum Frachter umgebauter A321. Er ist einer der Nachfolger für ältere 737-Frachter in vielen europäischen Flotten.

Für Turboprop-Fans ist Swiftair besonders interessant: Die Airline betreibt zahlreiche ATR in mehreren Versionen, von der ATR 72-200 über die ATR 72-500 bis zur ATR 72-600F, dazu die kleinere ATR 42-300. Hersteller ist das französisch-italienische Unternehmen ATR.

Nur noch der A321P2F fehlt?

Setz Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Embraer, Metro und Convair: die Turboprop-Vergangenheit

Wer ältere Spotterfotos von Swiftair durchsieht, stößt auf eine ganz andere Flotte. Über Jahrzehnte war die Airline ein Sammelbecken für kleine und mittlere Propellerflugzeuge:

  • Embraer EMB 120 Brasilia: rund zehn Exemplare, vor allem als kleiner Frachter mit bis zu 3,5 Tonnen Zuladung. Die Brasilia wurde um 2023/24 ausgemustert. Auf der Swiftair-Website steht sie zwar noch, aktuelle Flottenlisten führen sie aber nur noch als ehemaligen Typ. Mehr zum Hersteller findest du bei Embraer.
  • Fairchild Swearingen Metro: ein Dutzend Maschinen zwischen 1990 und 2008, für kleine Expressladungen.
  • Convair CV-580: etwa zehn Flugzeuge von Mitte der 1990er bis 2006.
  • Jets im Ruhestand: Boeing 727-200F von 1999 bis 2012, frühere Boeing 737-300-Frachter sowie MD-83 und eine MD-87 im Wet-Lease-Einsatz.

Für dein Archiv heißt das: Eine Swiftair-Brasilia oder -Metro ist heute eine historische Sichtung. Hast du alte Fotos, lohnt es sich, sie mit Kennzeichen und Datum sauber zu erfassen – solche Bilder sind in der Community gefragt.

Achtung Verwechslung

Die EMB 120 Brasilia ist ein Turboprop und hat mit den Embraer-Regionaljets nichts zu tun. Wenn du Embraer-Typen auseinanderhalten willst, hilft dir der Guide zu den E-Jets – für die Turboprops der Vergleich ATR 42/72 und Dash 8 unterscheiden.

Passagiere: von Air Europa zu Uep!Fly

Auch wenn Fracht dominiert, hat Swiftair nie ganz aufgehört, Menschen zu befördern. Jahrelang flog die Airline ATR 72 im Auftrag von Air Europa, etwa auf Inlandsstrecken von und nach Madrid.

Als Air Europa die Zusammenarbeit in der Corona-Krise beendete, ging Swiftair einen eigenen Weg: Seit Sommer 2021 verbindet die Gruppenmarke Uep!Fly Mallorca, Menorca und Ibiza mit ATR-72-Turboprops. Seit 2023 verkauft Air Europa diese Flüge wieder per Codeshare. Wenn du am Flughafen Palma de Mallorca eine ATR mit spanischem Kennzeichen zwischen den Ferienjets siehst, lohnt ein zweiter Blick – Tipps für die Insel findest du in Planespotting auf Mallorca.

Dazu kommen Sonderflüge nach Kundenwunsch, in der Vergangenheit auch Einsätze für die Vereinten Nationen. Als Kunden auf den Kanaren wird unter anderem Canaryfly genannt.

Woran du Swiftair erkennst

Eine einheitliche Bemalung hat Swiftair nicht. Viele Flugzeuge sind weiß mit einem eher kleinen Swiftair-Schriftzug, andere tragen die Farben ihres Kunden – allen voran das Gelb von DHL. Am Spot gehst du deshalb am besten in dieser Reihenfolge vor:

Typ einordnen

737- oder 757-Frachter ohne Fenster, A321 mit verschlossenen Fenstern oder ATR-Turboprop – das grenzt den Kreis schon stark ein.

Kennzeichen lesen

EC- steht für Spanien. Ein EC-Frachter in DHL-Farben ist ein starker Hinweis auf Swiftair.

Tracker abgleichen

SWT im Rufzeichen bestätigt die Airline, auch wenn der Flug im Netz eines Kunden läuft.

Sauber notieren

Halte durchführende Airline, Kunde und Kennzeichen getrennt fest. So bleibt die Sichtung später eindeutig.

Spannend ist das Zusammenspiel mit anderen Frachtairlines im Expressnetz. Am selben Abend können an einem Hub Maschinen von Swiftair, West Atlantic, ASL Airlines Belgium und European Air Transport Leipzig stehen – teils in ganz ähnlicher Kundenbemalung. Wer die großen Paketnetze verstehen will, liest Express-Integratoren DHL, FedEx und UPS und schaut auf die Seite zu DHL Aviation.

Swiftair spotten: wo und wann

Swiftair hat keinen klassischen Fahrplan für Passagiere, den du einfach nachschlagen kannst. Die besten Chancen hast du dort, wo Expressnetze ihre Knoten haben:

Gute Chancen auf Swiftair, wenn …

  • du an einem Express-Hub wie Leipzig/Halle in den Abend- und Nachtstunden spottest
  • du in Madrid-Barajas unterwegs bist, wo die Airline ihre Heimat hat
  • du auf den Balearen bist und auf die ATR von Uep!Fly achtest

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach alten Spotterberichten planst – ACMI-Einsätze wechseln häufig
  • du einen bestimmten Typ suchst, etwa den A321P2F oder die 757-Frachter

Eher kein Swiftair-Tag, wenn …

  • dein Flughafen ein Nachtflugverbot hat und kaum Frachtverkehr abwickelt

Weil viele Bewegungen in der Dunkelheit stattfinden, ist Nachtfotografie fast Pflicht. Hilfe bekommst du in Flugzeuge nachts fotografieren. Für Leipzig, einen der wichtigsten Frachtflughäfen Europas, gibt es einen eigenen Guide: Planespotting in Leipzig/Halle. Und für die Heimatbasis lohnt sich Planespotting in Madrid-Barajas. Woran du Frachter allgemein erkennst, zeigt Frachtflugzeuge erkennen.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus – nachts gilt das umso mehr. Zäune, Absperrungen und Frachtvorfelder sind tabu. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Unfälle und Untersuchungen

Zur Geschichte von Swiftair gehören auch zwei schwere Unglücke, die du kennen solltest, wenn du dich mit der Airline beschäftigst.

Am 24. Juli 2014 stürzte eine MD-83 mit dem Kennzeichen EC-LTV ab, die Swiftair im Wet Lease für Air Algérie betrieb. Der Flug AH5017 war von Ouagadougou nach Algier unterwegs und zerschellte in Mali, alle 116 Menschen an Bord kamen ums Leben. Nach dem Abschlussbericht der Ermittler blockierten vermutlich Eiskristalle Drucksensoren der Triebwerke. Die Schubautomatik reduzierte daraufhin den Schub, das Flugzeug geriet in einen Strömungsabriss, aus dem die Crew es nicht mehr abfangen konnte. Ein Pariser Strafgericht sprach Swiftair am 28. September 2026 der fahrlässigen Tötung schuldig und verhängte die für Unternehmen höchstmögliche Geldstrafe. Das Gericht sah Mängel in der Ausbildung der Crew als mitursächlich an. Swiftair hatte einen Freispruch gefordert und die Verantwortung zurückgewiesen.

Am 25. November 2024 verunglückte eine Boeing 737-400SF mit dem Kennzeichen EC-MFE im Auftrag des DHL-Netzes beim Anflug auf den Flughafen Vilnius. Die Maschine kam aus Leipzig und schlug kurz vor der Piste in einem Wohngebiet auf. Ein Crewmitglied starb, drei wurden verletzt. Ein Zwischenbericht vom März 2025 stellte fest, dass die Landeklappen eingefahren waren. Ende 2025 lief die Untersuchung noch, ein Abschlussbericht war damals erst angekündigt.

Häufige Verwechslungen

  • Jeden gelben 737-Frachter für DHL halten – DHL lässt viele Flüge von Partnern wie Swiftair durchführen. Kennzeichen und Rufzeichen zeigen, wer wirklich fliegt.
  • Swiftair mit West Atlantic verwechseln – beide gehören zur selben Gruppe und fliegen ähnliche Typen, haben aber eigene Codes und Kennzeichen.
  • Die Uep!Fly-ATR für Binter oder Air Nostrum halten – auf den Balearen fliegt die Swiftair-Marke, Binter ist vor allem auf den Kanaren aktiv.
  • Die EMB 120 noch auf die Wunschliste setzen – die Brasilia ist bei Swiftair Geschichte.
  • WT als Kürzel eines Kunden lesen – WT ist der IATA-Code von Swiftair selbst.

Swiftair im Blick behalten

Beobachte einzelne EC-Kennzeichen oder die ATR-Frachter und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Nachtsichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Swiftair ist eine Airline für Spotter, die gern genauer hinschauen. Hinter wechselnden Bemalungen stecken 737- und 757-Frachter, ein umgebauter A321 und eine der größten ATR-Flotten im europäischen Frachtverkehr. Wer Kennzeichen und Rufzeichen mitnotiert, ordnet die Maschinen sicher zu – und wer alte Fotos von Brasilia oder Metro besitzt, hat ein Stück Swiftair-Geschichte im Archiv.

Kurzfazit

Swiftair (IATA WT, ICAO SWT) ist eine spanische Fracht- und ACMI-Airline aus Madrid mit Boeing-737- und 757-Frachtern, A321P2F und vielen ATR. Das EC-Kennzeichen verrät die Airline, auch wenn die Bemalung einem Kunden gehört.

Zusammenfassung

  • Swiftair ist eine typische Airline hinter den Kulissen: Auf dem Paket steht DHL, im Cockpit sitzen Spanier.
  • Das EC-Kennzeichen und der ICAO-Code SWT auf dem Tracker sind deine verlässlichsten Hinweise, die Bemalung wechselt je nach Auftrag.
  • Für Turboprop-Fans ist Swiftair einer der großen ATR-Frachtbetreiber Europas, für 737-Fans eine Fundgrube für umgebaute Frachter.
  • Einen Fahrplan zum Nachschlagen gibt es kaum – wer Swiftair erwischen will, plant über den Tracker und spottet an Express-Drehkreuzen in den Nachtstunden.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Swiftair?

Swiftair nutzt den IATA-Code WT und den ICAO-Code SWT. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „SWIFT“. Weil viele Flüge im Auftrag von Kunden laufen, siehst du in Flugplänen oft eine fremde Flugnummer, auf dem Tracker aber SWT.

Was macht Swiftair genau?

Swiftair fliegt überwiegend für andere: Frachtflüge im nächtlichen Expressverkehr für Paketdienste, Wet-Lease-Einsätze für Airlines, Sonderflüge nach Kundenwunsch sowie Passagierflüge im Auftrag. Das Prinzip, bei dem Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung aus einer Hand kommen, heißt ACMI – erklärt im Artikel Wet Lease erklärt.

Welche Flugzeuge fliegt Swiftair?

Laut Flottenübersichten mit Stand 2025/2026 besteht die Flotte aus gut 40 Flugzeugen: Boeing 737-400SF und 737-800 in umgebauten Frachtversionen, Boeing 757-200F, Airbus A321P2F sowie ATR 42 und ATR 72, überwiegend als Frachter, einige ATR 72-500 auch mit Passagierkabine. Die genaue Zahl schwankt je nach Quelle und ändert sich im ACMI-Geschäft schnell.

Fliegt Swiftair noch Embraer?

Nach den verfügbaren Flottenlisten nicht mehr. Swiftair setzte über viele Jahre die Embraer EMB 120 Brasilia ein, vor allem als kleinen Frachter für leichte Expresssendungen. Die Maschinen wurden um 2023/24 ausgemustert. Auf der Website der Airline taucht der Typ zwar noch auf, aktuelle Flottenlisten führen ihn aber nur noch als historisch.

Was hat Swiftair mit DHL zu tun?

DHL gehört zu den wichtigsten Kunden. Swiftair fliegt Boeing-737-Frachter im Auftrag des DHL-Netzes, teils in DHL-Bemalung. Auch FedEx und UPS werden als Kunden genannt. Für Spotter heißt das: Ein gelber 737-Frachter mit EC-Kennzeichen ist oft eine Swiftair-Maschine – Gewissheit bringt der ICAO-Code SWT.

Was ist Uep!Fly?

Uep!Fly ist die Inselmarke der Swiftair-Gruppe auf den Balearen. Sie verbindet seit 2021 Mallorca, Menorca und Ibiza mit ATR-72-Turboprops. Entstanden ist sie, nachdem Air Europa die frühere ATR-Zusammenarbeit mit Swiftair in der Corona-Krise beendet hatte. Seit 2023 kann Air Europa Uep!Fly-Flüge per Codeshare verkaufen.

Gehört West Atlantic zu Swiftair?

Ja, mehrheitlich. Im April 2019 vereinbarte die Swiftair-Muttergesellschaft Lusat Air, gegen eine Kapitalspritze Mehrheitsaktionär der schwedisch-britischen Frachtgruppe West Atlantic zu werden. West Atlantic fliegt ebenfalls Boeing-737-Frachter und ATR im Nachtexpress, tritt aber mit eigenen Codes und Kennzeichen auf.

Welche Unfälle gab es bei Swiftair?

Die zwei schwersten: Im Juli 2014 stürzte eine für Air Algérie betriebene MD-83 (Flug AH5017) in Mali ab, alle 116 Menschen an Bord starben. Im November 2024 verunglückte eine Boeing 737-400SF im Auftrag des DHL-Netzes beim Anflug auf Vilnius, ein Crewmitglied kam ums Leben. Ende 2025 war die Untersuchung dazu noch nicht abgeschlossen.

Swiftair im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Boeing 737-300SF/-400SF

Keine Fenster, ein großes Tor links vorn und die platt gedrückten Triebwerkseinlässe der Classic-Generation: Die umgebauten 737-300 und -400 tragen nachts Pakete und Post durch Europa. Hier erfährst du, wie der Umbau funktioniert, wer die Frachter fliegt und wo du sie noch erwischst.

Flugzeugtyp

Boeing 737-800BCF und 737-800SF

Fensterloser Rumpf, großes Tor links vorn, aber Winglets und moderne Triebwerke: Die umgebaute 737-800 ist der neue Standard-Frachter im Express-Nachtnetz. Hier erfährst du, wer sie umbaut, wer sie fliegt und wie du sie erkennst.

Flugzeugtyp

Boeing 757-200PF und 757-200SF/PCF

Keine Fenster, ein großes Tor links vorn und das typisch hohe 757-Fahrwerk: Die Frachtversionen der 757-200 tragen nachts Pakete durch Europa und Nordamerika. Hier erfährst du, wie sich Werksfrachter und Umbauten unterscheiden, wer sie fliegt und wo du sie erwischst.

Flugzeugtyp

Airbus A321P2F

Bekannter A321-Rumpf, aber ohne Fensterreihe und mit großem Tor vorn links: Die A321P2F ist der Umbaufrachter, der die alternde Boeing 757F ablöst. So erkennst du sie und findest sie in Europa.

Flugzeugtyp

ATR 72-200/210

Hochdecker, T-Leitwerk und nur vier Blätter pro Propeller: Die ATR 72-200 und -210 sind die erste Generation der großen ATR. Viele fliegen heute fensterlos als Frachter. So erkennst du sie und so findest du sie.

Flugzeugtyp

ATR 72-500

Sechs Propellerblätter, Hochdecker, T-Leitwerk – und von außen fast nicht von der -600 zu unterscheiden: Die ATR 72-500 ist die meistgebaute ATR 72 vor der aktuellen Generation. So grenzt du sie sauber ab.

Flugzeugtyp

ATR 42-300/320

Hochdecker, T-Leitwerk und nur vier Blätter pro Propeller: Die ATR 42-300 und -320 sind die erste Generation des ATR-Turboprops. Heute triffst du sie vor allem als Frachter. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

Embraer EMB 120 Brasilia

Tiefdecker, T-Leitwerk, zwei Vierblatt-Propeller und rund 30 Sitze: Die EMB 120 Brasilia war in den 1980er- und 1990er-Jahren ein Arbeitstier der US-Regionalairlines. Heute ist sie vor allem als Frachter und Exot unterwegs.

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