Piedmont Airlines

Die Regionaltochter von American Airlines aus Salisbury, Maryland: hervorgegangen aus Henson Airlines, seit 1993 unter dem Namen Piedmont – und nicht zu verwechseln mit der historischen Piedmont Airlines aus Winston-Salem, die 1989 in USAir aufging.

Auch bekannt als: Piedmont · Henson Airlines · Henson Aviation · Henson, The Piedmont Regional Airline · PT

USAUSARegionalfluggesellschaftenIATA: PTICAO: PDT12 Min. Lesezeit

PT

IATA-Code

PDT

ICAO-Code

1993

Umbenennung in Piedmont

45

E175 bestellt, ab 2028

Das Wichtigste in Kürze

  • Piedmont Airlines ist eine Regionaltochter von American Airlines mit Sitz in Salisbury, Maryland.
  • Codes: IATA PT, ICAO PDT, Rufzeichen „PIEDMONT“.
  • Die heutige Piedmont ist die frühere Henson Airlines. Den Namen bekam sie 1993 von USAir, um die Marke der 1989 übernommenen alten Piedmont zu erhalten.
  • Die historische Piedmont Airlines (1948–1989, IATA PI) war eine eigenständige Airline aus Winston-Salem mit 737, F28 und sogar einer 767 nach London.
  • Flotte: Embraer ERJ 145 mit 50 Sitzen; ab 2028 kommen 45 Embraer E175 dazu.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Piedmont im Überblick
  2. 2.Zwei Airlines, ein Name: die Abgrenzung
  3. 3.Von Henson zur heutigen Piedmont
  4. 4.Die historische Piedmont Airlines (1948–1989)
  5. 5.Codes und Rufzeichen
  6. 6.Die Flotte: Embraer ERJ 145
  7. 7.Historische Flotte: Turboprops aus Salisbury
  8. 8.Woran du Piedmont erkennst
  9. 9.Piedmont spotten: wo und wie
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodePT
ICAO-CodePDT
RufzeichenPIEDMONT
DrehkreuzeCLT, PHL
GeschäftsmodellRegionalairline im Auftrag von American Airlines, Flüge unter der Marke American Eagle; dazu Bodenabfertigung an vielen Flughäfen
SitzSalisbury, Maryland, USA – am Salisbury Regional Airport
Konzern100-prozentige Tochter der American Airlines Group
UrsprungHenson Aviation von Richard A. Henson in Hagerstown, Maryland; Linienflüge seit 1962
Frühere NamenHagerstown Commuter, Henson Airlines, „Henson, The Piedmont Regional Airline“
Name Piedmontseit 1993 – USAir übertrug den Namen der 1989 übernommenen Piedmont Airlines auf Henson
DrehkreuzeCharlotte (CLT) und Philadelphia (PHL)
Crew-BasenCharlotte, Philadelphia und Harrisburg (Stand laut Piedmont)
FlotteEmbraer ERJ 145 mit 50 Sitzen; Piedmont nennt „über 50“ Flugzeuge, Flottenlisten von 2025 rund 68–69
Bestellung45 Embraer E175 mit 76 Sitzen, erste Auslieferung laut Piedmont im ersten Quartal 2028
Allianzkeine eigene Mitgliedschaft – Flüge laufen unter AA-Flugnummern im oneworld-Netz von American
Mitarbeitendelaut Piedmont rund 11.000, ein großer Teil davon in der Bodenabfertigung

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Piedmont Airlines?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Lackierung von American Eagle: silbrig-heller Rumpf, Schriftzug „American Eagle“ und gestreiftes Leitwerk im Design von American Airlines
  • Typ: Embraer ERJ 145 – schlanker 50-Sitzer mit zwei Triebwerken hinten am Rumpf und T-Leitwerk
  • Eine ERJ 145 in Eagle-Farben ist heute praktisch immer Piedmont – Envoy fliegt inzwischen nur noch E170 und E175
  • Auf Flugtrackern und im Funk: PDT bzw. „PIEDMONT“, obwohl die Flugnummer mit AA beginnt
  • US-Kennzeichen mit N--Präfix
  • Typische Heimat: Charlotte und Philadelphia, dazu Ziele im Osten der USA

Ein schmaler Regionaljet mit Triebwerken am Heck und dem Schriftzug „American Eagle“ rollt in Charlotte oder Philadelphia zum Gate – mit hoher Wahrscheinlichkeit fliegt hier Piedmont Airlines. Der Name sorgt bei vielen Spottern für Verwirrung: Es gab schon einmal eine Piedmont, eine große, eigenständige Airline aus North Carolina, die 1989 in USAir aufging. Die heutige Piedmont hat mit ihr nur den Namen gemeinsam. Hier erfährst du, woher die Airline wirklich kommt, was sie fliegt und wie du beide Piedmonts sauber auseinanderhältst.

Jede ERJ 145 im Hangar

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Piedmont im Überblick

Piedmont Airlines ist eine 100-prozentige Tochter der American Airlines Group mit Sitz in Salisbury im US-Bundesstaat Maryland, direkt am Regionalflughafen der Stadt. Wie bei allen US-Regionalairlines legt American Airlines Strecken und Flugplan fest, verkauft die Tickets und gibt die Lackierung vor. Piedmont stellt Cockpit- und Kabinenpersonal, Technik und Betrieb. Unter eigenem Namen verkauft die Airline keine Tickets.

Zusammen mit Envoy Air und PSA Airlines gehört Piedmont zu den drei konzerneigenen Regionalairlines von American. Ihr Schwerpunkt liegt im Osten der USA: Laut eigener Angabe fliegt Piedmont mit fast 400 täglichen Abflügen mehr als 50 Ziele an, vor allem ab den Drehkreuzen Charlotte und Philadelphia. Crew-Basen gibt es in Charlotte, Philadelphia und Harrisburg, Wartungsstationen unter anderem in Salisbury, Roanoke, Richmond und Albany.

Ein zweites großes Standbein ist die Bodenabfertigung. Piedmont übernimmt an zahlreichen Flughäfen Ground Handling und Kundenservice für American. Deshalb kommt die Airline auf rund 11.000 Beschäftigte, obwohl die Flotte vergleichsweise klein ist.

Eine eigene Allianz-Mitgliedschaft hat Piedmont nicht. Weil alle Flüge unter AA-Flugnummern laufen, sammeln Passagiere ihre Meilen bei American und damit im Netz von oneworld.

PTIATA-Code, in Flugnummern kaum sichtbar
PDTICAO-Code auf dem Tracker
50Sitze in der ERJ 145

Zwei Airlines, ein Name: die Abgrenzung

Bevor es um die Geschichte geht, die wichtigste Klarstellung. Wer „Piedmont Airlines“ hört, kann zwei völlig verschiedene Unternehmen meinen:

Historische Piedmont Airlines Heutige Piedmont Airlines
Zeitraum 1948–1989 (Linienverkehr) Linienflüge seit 1962, Name Piedmont seit 1993
Herkunft Piedmont Aviation, Winston-Salem, North Carolina Henson Aviation, Hagerstown bzw. Salisbury, Maryland
Codes IATA PI, ICAO PAI IATA PT, ICAO PDT
Geschäftsmodell Eigenständige Linienairline Regionalairline im Auftrag einer großen Airline
Drehkreuze Charlotte und Baltimore, dazu Dayton und Syracuse Charlotte und Philadelphia
Flotte DC-3 bis Boeing 767 Dash 8, heute ERJ 145
Ende bzw. Status 1989 in USAir aufgegangen Aktiv, Tochter der American Airlines Group

Die Verbindung zwischen beiden ist eine Konzerngeschichte: Die alte Piedmont kaufte 1983 Henson, USAir kaufte später beide, und 1993 bekam die frühere Henson den Namen ihrer einstigen Mutter. Ausführlich zur alten Piedmont kommen wir weiter unten.

Beim Beschriften alter Fotos

Ein Foto einer 737 oder F28 mit „Piedmont“ am Rumpf zeigt immer die historische Airline. Eine Dash 8 oder ERJ 145 mit Piedmont-Bezug gehört dagegen zur heutigen Piedmont bzw. ihrer Vorgängerin Henson – in den Farben von USAir Express, US Airways Express oder American Eagle.

Von Henson zur heutigen Piedmont

Die Wurzeln der heutigen Piedmont liegen in Hagerstown, Maryland. Dort betrieb der Pilot Richard A. Henson einen Flugplatzdienst, Henson Aviation; die Airline selbst datiert ihre Ursprünge sogar auf das Jahr 1931 zurück. Linienflüge gibt es seit 1962, zunächst unter dem Namen Hagerstown Commuter mit Flügen nach Washington-National.

Jahr Ereignis
1962 Erste Linienflüge als Hagerstown Commuter, später Henson Airlines
1967 Code-Sharing mit Allegheny Airlines – Henson fliegt als Allegheny Commuter, unter anderem mit Beechcraft 99
1968 Umzug des Firmensitzes nach Salisbury, Maryland
1970er Shorts 330 und Dash 7 kommen in die Flotte
1983 Die alte Piedmont kauft Henson: „Henson, The Piedmont Regional Airline“
1985 Die erste Dash 8 trifft in Salisbury ein
1987 USAir Group übernimmt Piedmont Aviation und damit auch Henson
1989 Die alte Piedmont geht in USAir auf, Henson fliegt als USAir Express
1993 USAir benennt Henson in Piedmont Airlines um
1997 Aus USAir wird US Airways, die Regionalflüge heißen US Airways Express
2004 Die Schwester Allegheny Airlines wird in Piedmont eingegliedert
2013 Fusion von American und US Airways, Piedmont fliegt nun als American Eagle
2016 Beginn des Umstiegs von der Dash 8 auf die ERJ 145
2018 Letzter Linienflug mit einer Dash 8 (4. Juli)
2025 Ankündigung von 45 Embraer E175 ab 2028

Bemerkenswert ist die frühe Zusammenarbeit mit Allegheny Airlines ab 1967. Henson gehörte damit zu den Pionieren des Code-Sharings: Eine kleine Airline flog Zubringerstrecken unter dem Namen einer großen – genau das Modell, nach dem heute fast alle US-Regionalairlines arbeiten. Allegheny wurde später zu USAir, und so blieb Henson über Jahrzehnte im selben Konzern.

Warum der Name Piedmont?

Nach der Übernahme der alten Piedmont durch USAir verschwand deren Name 1989 von den Flugzeugen. Um die eingeführte Marke trotzdem zu schützen, übertrug USAir den Namen 1993 auf ihre Regionaltochter Henson. Seitdem heißt die Airline aus Salisbury Piedmont Airlines – obwohl sie nie in North Carolina zuhause war.

Ein dunkles Kapitel: Flug 1517

Zur Geschichte gehört der Absturz von Henson Airlines Flug 1517. Am 23. September 1985 verunglückte eine Beechcraft 99 im Anflug auf Shenandoah Valley bei Grottoes in Virginia; alle zwölf Passagiere und beide Piloten starben. Die US-Unfallermittler machten unter anderem uneinheitliche Cockpitausstattungen in der Flotte und Mängel in der Pilotenausbildung mitverantwortlich.

Die historische Piedmont Airlines (1948–1989)

Die Airline, an die viele beim Namen Piedmont zuerst denken, ist heute Geschichte. Ihr Gründer Thomas H. Davis kaufte 1940 den Flugbetrieb Camel City Flying Service in Winston-Salem, North Carolina, und nannte ihn Piedmont Aviation – nach der Hügellandschaft „Piedmont“ zwischen Küstenebene und Appalachen. Am 20. Februar 1948 startete der erste Linienflug von Wilmington nach Cincinnati, mit einer Douglas DC-3.

Über vier Jahrzehnte wuchs Piedmont von einer Regionalairline zu einer der großen US-Gesellschaften. Die Flotte spiegelt diese Entwicklung: Auf die DC-3 folgten Martin 4-0-4, Fairchild F-27 und FH-227 sowie die japanische YS-11. 1967 begann das Jet-Zeitalter mit der Boeing 727-100, später kamen die Fokker F28 – unter anderem über die übernommene Empire Airlines – und mehrere Versionen der Boeing 737 dazu. Drehkreuze waren Charlotte und Baltimore, ergänzt durch Dayton und Syracuse.

Höhepunkt war 1987 der Sprung über den Atlantik: Mit der Boeing 767-200ER, dem einzigen Großraumflugzeug der Airline, flog Piedmont nonstop von Charlotte nach London-Gatwick. Im selben Jahr übernahm die USAir Group das Unternehmen, am 5. August 1989 ging Piedmont vollständig in USAir auf. Das Drehkreuz Charlotte blieb – erst unter US Airways, heute unter American.

Klassiker-Fotos zuordnen

Fotos der alten Piedmont tauchen in Archiven und auf Börsen immer wieder auf. Achte auf den Typ: DC-3, YS-11, F28, 727, 737 oder 767 gehören eindeutig zur historischen Airline. Wie du alte Typen sicher bestimmst, zeigt der Artikel Oldtimer am Himmel erkennen.

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code PT: gehört der heutigen Piedmont, taucht in der Flugnummer aber praktisch nie auf.
  • ICAO-Code PDT: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den Flugtrackern.
  • Rufzeichen PIEDMONT: so meldet sich die Besatzung im Funk.

Ein Piedmont-Flug wird also als American mit AA-Flugnummer verkauft, im Funk und auf dem Tracker heißt er PDT mit eigener Nummer. Die alte Piedmont nutzte übrigens den IATA-Code PI – wer historische Flugpläne liest, sollte die beiden nicht verwechseln. Mehr zur Geschichte von Rufzeichen findest du im Artikel Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.

Filter auf PDT setzen

Such auf dem Tracker nicht nach der AA-Flugnummer, sondern nach dem ICAO-Code PDT. So trennst du Piedmont-Flüge von denen der anderen Eagle-Partner. Wie du ADS-B-Daten am Spot nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Die Flotte: Embraer ERJ 145

Piedmont fliegt heute nur einen Typ: die Embraer ERJ 145 mit 50 Sitzen in einer Klasse. Piedmont selbst spricht auf der Website von über 50 Flugzeugen; Flottenlisten von 2025 kommen auf rund 68 bis 69 Maschinen – laut einer Auswertung von Cirium-Daten im Schnitt fast 22 Jahre alt.

Typ Status Sitze Spotter-Hinweis
Embraer ERJ 145 Im Einsatz 50 Einziger ERJ-145-Betreiber im American-Konzern
Embraer E175 45 bestellt 76 (12 Business, 64 Main Cabin) Erste Auslieferung laut Piedmont im ersten Quartal 2028

Die E175 stammen aus einer größeren Bestellung, die American im März 2024 bei Embraer aufgegeben hat. Im Juni 2025 gab Piedmont bekannt, 45 davon zu erhalten, mit ein bis zwei Auslieferungen pro Monat über rund drei Jahre. Die ERJ 145 bleiben dabei bis weit in die 2030er-Jahre im Einsatz – Piedmont fliegt dann zwei Typen parallel. Wie sich die E-Jets unterscheiden, erklärt der Artikel E170, E175, E190 und E195 auseinanderhalten.

Die ERJ 145 im Blick

Richte Sichtungs-Alarme für Typen, Kennzeichen oder Airlines ein und lass dich bei Anflug oder Landung in deiner Nähe benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Historische Flotte: Turboprops aus Salisbury

Am Anfang stand die Beechcraft 99, ein kleiner Turboprop für 15 Passagiere. In den 1970er-Jahren kamen die kantige Shorts 330 und die viermotorige Dash 7 dazu.

Ab 1985 prägte die Dash 8 von De Havilland Canada das Bild der Airline – über drei Jahrzehnte lang. Piedmont setzte die kleine Dash 8-100 und die gestreckte Dash 8-300 ein, zuerst in USAir-Express-Farben, dann als US Airways Express und schließlich als American Eagle. Die letzte Dash 8-100 flog Ende November 2017 von Philadelphia nach Salisbury, der allerletzte Dash-8-Linienflug landete am 4. Juli 2018 in Salisbury.

Dash 8 in Eagle-Farben

Eine Dash 8 mit „American Eagle“ am Rumpf stammt fast sicher aus der Zeit nach der Fusion mit US Airways bis 2018 und von Piedmont. Notiere bei solchen Fotos das Aufnahmedatum und das Kennzeichen – damit ist die Zuordnung eindeutig.

Woran du Piedmont erkennst

Piedmont hat keine eigene Lackierung. Alle Flugzeuge tragen das Design von American Eagle mit hellem, silbrig wirkendem Rumpf, dem Schriftzug „American Eagle“ und dem rot-weiß-blau gestreiften Leitwerk. Weil Envoy, PSA, SkyWest und Republic dieselben Farben tragen, entscheidet ein anderes Merkmal: der Typ.

  • Der Typ: Die ERJ 145 ist in Eagle-Farben heute praktisch ein Piedmont-Erkennungszeichen. Envoy fliegt heute nur noch E170 und E175.
  • Das Rufzeichen: PDT auf dem Tracker ist der sicherste Hinweis.
  • Der Betreibername: Am vorderen Rumpf steht meist klein, welche Airline den Flug durchführt.
  • Das Kennzeichen: Alle Piedmont-Jets tragen ein US-Kennzeichen mit N-Präfix. Wie du Halter und Geschichte prüfst, zeigt der Artikel Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.

Spricht für Piedmont

  • ERJ 145 mit 50 Sitzen in Eagle-Farben
  • Rufzeichen PDT auf dem Tracker
  • Abflug von Charlotte, Philadelphia oder kleineren Flughäfen im Osten

Spricht gegen Piedmont

  • Triebwerke unter den Flügeln (E170/E175)
  • CRJ mit breiterem Rumpf und anderem Profil
  • Rufzeichen ENY, JIA, SKW oder RPA

Die ERJ 145 ähnelt auf den ersten Blick dem CRJ200 – beide haben Hecktriebwerke und T-Leitwerk. Die ERJ wirkt dabei schlanker und länger gestreckt, die Nase ist spitzer. Einen ausführlichen Vergleich findest du im Artikel Regionaljets erkennen.

Typ bestimmen

Hecktriebwerke und schlanker Rumpf? Eine ERJ 145 in Eagle-Farben deutet stark auf Piedmont.

Rufzeichen prüfen

PDT bestätigt Piedmont. Ein anderes Präfix gehört zu einer anderen Eagle-Airline.

Kennzeichen fotografieren

Das N-Kennzeichen macht die Sichtung eindeutig – auch wenn das Flugzeug später den Betreiber wechselt.

Piedmont spotten: wo und wie

In Europa wirst du Piedmont nicht sehen. Das Netz konzentriert sich auf den Osten der USA, mit den Drehkreuzen Charlotte und Philadelphia im Zentrum. Dort startet und landet Piedmont im dichten Takt der Zubringerwellen, oft im Wechsel mit den CRJ der Schwester PSA. Ein weiterer Ort mit regelmäßigem Piedmont-Verkehr ist Harrisburg in Pennsylvania, wo die Airline eine Crew-Basis und eine Wartungsstation betreibt.

Daneben fliegt Piedmont viele kleinere Flughäfen an, an denen sie teilweise der einzige Anbieter ist. Auch an großen Flughäfen im Nordosten kann dir eine Eagle-ERJ 145 begegnen, etwa in Washington-Reagan mit dem bekannten Gravelly Point Park oder in New York-LaGuardia am Planeview Park. Welche Strecken Piedmont gerade bedient, ändert sich mit jedem Flugplan – prüf deshalb vorab auf dem Tracker, ob PDT-Flüge auf dem Programm stehen.

Gute Chancen auf Piedmont, wenn …

  • du in Charlotte oder Philadelphia spottest
  • viele American-Eagle-Flüge zu kleineren Zielen im Osten im Plan stehen
  • du zu den Zubringerwellen am Morgen oder Abend vor Ort bist

Prüf es vorher, wenn …

  • du an einem großen Flughafen außerhalb der Piedmont-Drehkreuze spottest
  • du nach älteren Spotterberichten planst – Strecken wechseln häufig

Eher kein Piedmont-Tag, wenn …

  • du im Westen der USA oder in Europa spottest

Für die Reiseplanung hilft der Guide Planespotting-Reise in die USA, und was an US-Flughäfen erlaubt ist, steht im Artikel Planespotting in den USA.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte Abstand zu Zäunen und Zufahrten. Sprechen dich Sicherheitskräfte an, bleib freundlich, erklär dein Hobby und folge ihren Anweisungen.

Häufige Verwechslungen

  • Heutige und alte Piedmont gleichsetzen – die alte Piedmont (PI) ging 1989 in USAir auf, die heutige (PT) ist die frühere Henson.
  • Piedmont mit PSA verwechseln – beide sind American-Töchter mit Basis in Charlotte, aber PSA fliegt CRJ, Piedmont die ERJ 145.
  • Jede Eagle-ERJ der Vergangenheit Piedmont zuschreiben – früher flog auch Envoy die ERJ 145.
  • PT in der Flugnummer erwarten – Piedmont-Flüge tragen immer AA-Nummern.
  • Piedmont für eine Airline aus North Carolina halten – der Sitz ist Salisbury in Maryland, der Name ist geerbt.
  • Piedmont mit der historischen PSA verwechseln – die kalifornische Pacific Southwest Airlines ging ebenfalls in USAir auf, hat aber mit Piedmont sonst nichts zu tun.

Piedmont, Envoy und PSA im Hangar

Beobachte einzelne Kennzeichen oder alle ERJ 145 in Eagle-Farben, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Die heutige Piedmont Airlines ist eine Regionalairline mit langer eigener Geschichte – nur eben nicht der Geschichte, die ihr Name vermuten lässt. Aus Henson Aviation in Maryland wurde über Allegheny Commuter, USAir Express und US Airways Express eine konzerneigene Eagle-Airline, die heute die ERJ 145 fliegt und ab 2028 den E175 bekommt. Wer den Typ bestimmt, auf dem Tracker nach PDT filtert und alte Fotos nach Flugzeugtyp sortiert, hält beide Piedmonts sicher auseinander.

Kurzfazit

Piedmont Airlines (IATA PT, ICAO PDT) ist die Regionaltochter von American aus Salisbury, Maryland, früher Henson Airlines. Sie fliegt die Embraer ERJ 145 als American Eagle. Mit der historischen Piedmont (IATA PI, 1948–1989) teilt sie nur den Namen.

Zusammenfassung

  • Piedmont fliegt als American Eagle von Charlotte und Philadelphia aus Ziele im Osten der USA an.
  • Die Airline geht auf Henson Aviation in Maryland zurück und trägt den Namen Piedmont erst seit 1993.
  • Mit der alten Piedmont Airlines aus North Carolina teilt sie nur den Namen und die Konzerngeschichte über USAir und US Airways.
  • Heute ist Piedmont der einzige ERJ-145-Betreiber im American-Konzern; ab 2028 kommt der E175 als zweiter Typ hinzu.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Piedmont Airlines?

Piedmont nutzt den IATA-Code PT und den ICAO-Code PDT, im Funk lautet das Rufzeichen „PIEDMONT“. Passagiere sehen PT kaum, weil alle Flüge als American Airlines mit AA-Flugnummer verkauft werden.

Ist die heutige Piedmont dieselbe Airline wie die alte Piedmont?

Nein. Die historische Piedmont Airlines (1948–1989) war eine eigenständige Airline aus Winston-Salem in North Carolina, die 1989 in USAir aufging. Die heutige Piedmont ist die frühere Henson Airlines aus Maryland. USAir gab ihr 1993 den Namen Piedmont, damit die bekannte Marke nicht verloren ging.

Welche Flugzeuge fliegt Piedmont?

Aktuell nur die Embraer ERJ 145 mit 50 Sitzen. Piedmont selbst spricht von über 50 Flugzeugen, Flottenlisten von 2025 kommen auf rund 68 bis 69 Maschinen. Ab dem ersten Quartal 2028 erhält Piedmont laut eigener Angabe 45 Embraer E175 mit 76 Sitzen in zwei Klassen; die ERJ 145 bleiben laut Piedmont bis weit in die 2030er-Jahre im Einsatz.

Wann hat Piedmont die Dash 8 ausgemustert?

Die Dash 8 war jahrzehntelang der wichtigste Typ der Airline – das erste Exemplar kam 1985. Ab 2016 ersetzte Piedmont sie durch die ERJ 145. Die letzten Dash 8-100 verließen den Liniendienst im November 2017, der letzte Linienflug mit einer Dash 8-300 fand am 4. Juli 2018 statt.

Was ist der Unterschied zwischen Piedmont, Envoy und PSA?

Alle drei sind konzerneigene Regionalairlines von American und fliegen als American Eagle. Piedmont fliegt die ERJ 145 und ist an der Ostküste zuhause, Envoy fliegt E170 und E175 vor allem ab Dallas/Fort Worth, Chicago und Miami, und PSA fliegt CRJ ab Charlotte und anderen Drehkreuzen. Den Betreiber verrät das Rufzeichen: PDT, ENY oder JIA.

Wo kann ich Piedmont-Flugzeuge fotografieren?

Am sichersten an den Drehkreuzen Charlotte und Philadelphia. Dazu fliegt Piedmont zahlreiche kleinere Flughäfen im Osten der USA an, etwa Harrisburg, wo auch eine Crew-Basis liegt. In Europa fliegt Piedmont nicht.

Was hatte die alte Piedmont mit London zu tun?

Die historische Piedmont Airlines startete 1987 Nonstop-Flüge von Charlotte nach London-Gatwick. Dafür setzte sie die Boeing 767-200ER ein – das einzige Großraumflugzeug ihrer Geschichte. Mit der heutigen Piedmont hat diese Strecke nichts zu tun.

Piedmont Airlines im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Embraer ERJ 145

Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.

Flugzeugtyp

Embraer E175

Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada Dash 8-100

Kurzer Rumpf, T-Leitwerk und Fahrwerk in den Triebwerksgondeln: Die Dash 8-100 ist die Urversion der Dash-8-Familie. Seit 1984 im Dienst, längst nicht mehr gebaut und trotzdem in Norwegen und Kanada noch Alltag. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada Dash 8-300 (Q300)

Länger als die Dash 8-100, deutlich kürzer als die Q400 und mit vier Blättern pro Propeller: Die Dash 8-300 ist die mittlere Größe der Dash-8-Familie. Widerøe, PAL und Air New Zealand fliegen sie noch, bei Air Canada Express ist sie Geschichte.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada DHC-7 Dash 7

Vier Propeller an einem Hochdecker, ein hohes T-Leitwerk und Landestrecken unter 600 Metern: Der Dash 7 war das Kurzstartflugzeug, mit dem der London City Airport überhaupt erst möglich wurde. Heute ist er eine echte Rarität. So erkennst du ihn und so findest du die letzten Exemplare.

Flugzeugtyp

Shorts 330

Ein Rumpf wie ein Container, ein hoher Flügel auf Streben und zwei kleine Seitenleitwerke: Die Shorts 330 aus Belfast ist einer der eigenwilligsten Turboprops der Luftfahrt – und heute ein seltener Fang.

Flugzeugtyp

Fokker F28 Fellowship

Der erste Jet aus Amsterdam: Die Fokker F28 Fellowship flog 1967 zum ersten Mal, brachte Hecktriebwerke und aufklappbaren Heckkonus in die Fokker-Familie und ist heute fast nur noch im Museum zu sehen.

Flugzeugtyp

Boeing 767-200/-200ER

Die erste 767 überhaupt: kurz, schlank, zweistrahlig. Die 767-200 und ihre Langstreckenversion -200ER haben ETOPS möglich gemacht und mit dem Gimli Glider Geschichte geschrieben. Heute siehst du sie fast nur noch als Frachter oder in Uniform.

Weitere Airlines

Netzwerk

American Airlines

Eine der größten Airlines der Welt aus Fort Worth, Texas: zehn Drehkreuze in den USA, Gründungsmitglied von oneworld, rund 1.000 Mainline-Flugzeuge und seit 2013 die silberne Lackierung mit Flaggen-Leitwerk.

Regional

Envoy Air

Die hauseigene Regionalairline von American Airlines aus Irving, Texas: früher American Eagle Airlines, heute Envoy – mit einer reinen Embraer-Flotte aus E170 und E175, die in den Farben von American Eagle fliegt.

Regional

PSA Airlines

Die CRJ-Spezialistin im American-Airlines-Konzern: aus einer kleinen Airline in Pennsylvania wurde über Piedmont und US Airways die PSA Airlines, die heute rund 150 Bombardier-Regionaljets als American Eagle fliegt – seit 2026 von Charlotte statt Dayton aus.

Netzwerk

US Airways

Historische US-Netzwerkairline mit Wurzeln von 1939: aus Allegheny wurde USAir, dann US Airways. Nach der Fusion mit America West und schließlich mit American Airlines endete die Marke im Oktober 2015 – bekannt bleibt sie durch Flug 1549 auf dem Hudson.

Low-Cost

Pacific Southwest Airlines

Historische Airline aus San Diego (1949–1988): PSA flog billig zwischen Los Angeles, San Francisco und San Diego, malte ihren Jets ein Lächeln auf den Bug, inspirierte Southwest – und ging 1988 in USAir auf.

Regional

SkyWest Airlines

Die größte Regionalairline der USA aus St. George in Utah: über 500 Embraer E175 und Bombardier CRJ, die in den Farben von United Express, Delta Connection, American Eagle und Alaska fliegen – aber fast nie unter eigenem Namen.

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

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Wo du Piedmont Airlines vor die Linse bekommst

Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

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PT

Planetrack Redaktion

Die Airline-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Flotten, Strecken und Eigentümer ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

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