Boeing 737-300SF/-400SF

Keine Fenster, ein großes Tor links vorn und die platt gedrückten Triebwerkseinlässe der Classic-Generation: Die umgebauten 737-300 und -400 tragen nachts Pakete und Post durch Europa. Hier erfährst du, wie der Umbau funktioniert, wer die Frachter fliegt und wo du sie noch erwischst.

Auch bekannt als: 737-300SF · 737-400SF · 737-300BDSF · 737-400BDSF · 737-300F · 737-400F · 737-300QC · 737 Classic Freighter

USABoeingFrachtflugzeugeICAO-Typcode: B733, B73412 Min. Lesezeit

B734

Code der -400SF

+3 m

-400 länger als die -300

0

Kabinenfenster

nachts

beste Spotting-Zeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 737-300SF und -400SF sind keine Neubauten, sondern ausgemusterte Passagierjets der 737 Classic, die Umrüster wie AEI, IAI Bedek oder Pemco zu Frachtern umgebaut haben.
  • Erkennungsweg: fensterloser Rumpf, großes Tor links vorn und die platt gedrückten CFM56-3-Einlässe. Die Länge trennt -300 und -400.
  • Im Tracker bleiben die Codes B733 und B734 – ob Frachter oder Passagierjet, verraten erst Airline, Rufzeichen oder Kennzeichen.
  • In Europa fliegen sie vor allem für Paket- und Postnetze, etwa bei Swiftair, ASL Airlines und West Atlantic, oft im Auftrag von DHL oder nationalen Postgesellschaften.
  • Der Bestand schrumpft: Umgebaute 737-800 ersetzen die Classic-Frachter nach und nach. Jede Sichtung wird damit seltener.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was sind die 737-300SF und 737-400SF?
  2. 2.So wird aus dem Passagierjet ein Frachter
  3. 3.Erkennen: Classic-Frachter in drei Schritten
  4. 4.Die Betreiber in Europa
  5. 5.Wo und wann du sie spotten kannst
  6. 6.Fototipps für Classic-Frachter
  7. 7.Häufige Verwechslungen
  8. 8.Fazit

Steckbrief

BasisBoeing 737-300 und 737-400 (737 Classic), umgebaut nach dem Passagierdienst
ICAO-TypcodeB733 (-300) bzw. B734 (-400) – der Umbau ändert den Code nicht
UmbaubezeichnungenSF (Special Freighter), BDSF (Bedek Special Freighter), F; bei Wechselversionen QC (Quick Change)
Umrüster (Auswahl)Aeronautical Engineers Inc. (AEI), IAI Bedek, Pemco
Triebwerke2 × CFM International CFM56-3
Längerund 33,4 m (-300) bzw. rund 36,4 m (-400)
Spannweiterund 28,9 m
HauptdeckPaletten- bzw. Containerpositionen, Zahl je nach Version und Umbauprogramm
Gebaute Basis-Flugzeuge1.113 × 737-300, 486 × 737-400 (alle Nutzungen)
Betreiber in Europa (Auswahl)Swiftair, ASL Airlines (Belgien, Irland, Frankreich), West Atlantic
StatusNoch im Einsatz, Bestand schrumpft zugunsten von 737-800-Frachtern

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Keine Kabinenfenster: Die Fensterreihen sind beim Umbau verschlossen worden, der Rumpf wirkt glatt und geschlossen
  • Großes Frachttor auf der linken Seite vor dem Flügel, deutlich breiter und höher als jede Passagiertür
  • Unten abgeflachte Triebwerkseinlässe der CFM56-3 – das Erkennungszeichen der 737 Classic, auch als Frachter
  • Kurzer Flügel von rund 28,9 m, ab Werk ohne Winglets – bei der -400 wirkt der lange Rumpf darauf besonders gestreckt
  • Rumpflänge: rund 33,4 m bei der -300SF, rund 36,4 m bei der -400SF
  • Schmale Rückenflosse vor dem Seitenleitwerk und das eher stumpfe Classic-Heck; bei der -400 zusätzlich ein Hecksporn unter dem hinteren Rumpf

Aktualisiert: Oktober 2026 – Es ist kurz nach Mitternacht, auf dem Vorfeld in Leipzig stehen die Großraumfrachter in Reihe, und dazwischen rollt eine kleine 737 ohne ein einziges Fenster. Vorn links zeichnet sich ein großes Tor ab, die Triebwerkseinlässe sind unten platt: Das ist eine Boeing 737-300SF oder -400SF, ein Passagierjet der 1980er- und 1990er-Jahre im zweiten Leben. Hier erfährst du, wie aus Ferien- und Linienfliegern Paketfrachter wurden, was hinter den Kürzeln SF, BDSF und QC steckt, welche Airlines die Maschinen in Europa fliegen und wie du -300 und -400 sicher auseinanderhältst.

Classic-Frachter im Hangar sammeln

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Was sind die 737-300SF und 737-400SF?

Boeing hat die 737-300 und -400 nie als Frachter ab Werk gebaut. Beide gehören zur 737 Classic, der zweiten Generation der 737 mit den CFM56-3-Triebwerken. Von der 737-300 entstanden 1.113 Exemplare, von der gestreckten 737-400 486. Die meisten flogen jahrzehntelang Passagiere, in Europa vor allem bei Ferienfliegern und Netzwerkairlines.

Als die Next Generation und später die MAX die Classic aus den Passagierflotten verdrängten, standen hunderte technisch noch brauchbare Zellen zur Verfügung. Für den Express- und Postverkehr auf kurzen und mittleren Strecken passt ihre Größe gut: genug Platz für eine Nachtladung Pakete zwischen zwei Sortierzentren, aber nicht so groß, dass sich ein Großraumfrachter lohnen würde. Spezialisierte Betriebe haben deshalb viele -300 und -400 zu Frachtern umgebaut.

Das „SF“ steht für Special Freighter. Die Bezeichnung ist aber kein offizieller Boeing-Name, sondern hängt am jeweiligen Umbauprogramm. Je nach Umrüster und Quelle liest du:

  • 737-300SF / 737-400SF – Umbauten von Aeronautical Engineers Inc. (AEI) aus den USA
  • 737-300BDSF / 737-400BDSF – Umbauten von Bedek, der Wartungs- und Umbausparte von Israel Aerospace Industries (IAI)
  • 737-300F / 737-400F – allgemeine Bezeichnung in vielen Flottenlisten, ohne Hinweis auf den Umrüster
  • 737-300QC – Quick-Change-Versionen, deren Kabine zwischen Fracht und Passagieren wechseln kann

Auch Pemco in den USA hat Classic-737 umgebaut. Für dich als Spotter ist die genaue Bezeichnung zweitrangig: Von außen sehen die Programme sehr ähnlich aus, den Unterschied klärt nur die Flottenliste zum Kennzeichen.

B733 / B734Typcodes bleiben nach dem Umbau gleich
36,4 mLänge der -400SF, rund drei Meter mehr als die -300SF
CFM56-3Triebwerk mit den unten abgeflachten Einlässen

So wird aus dem Passagierjet ein Frachter

Ein Frachtumbau ist mehr als Sitze ausbauen. Die Zelle bekommt eine neue Aufgabe, und dafür müssen Struktur, Systeme und Innenraum angepasst werden. Die Grundschritte ähneln sich bei allen Umrüstern.

Entkernen

Sitze, Gepäckfächer, Küchen, Toiletten und Verkleidungen fliegen raus. Übrig bleibt die nackte Röhre, die gründlich inspiziert wird.

Frachttor einbauen

In die linke Rumpfseite vor dem Flügel wird eine große Öffnung geschnitten und mit einem Tor samt Steuerung und verstärktem Rahmen versehen.

Boden verstärken

Die Fußbodenträger werden für schwere Ladung ertüchtigt, dazu kommt ein Ladesystem, auf dem Paletten oder Container rollen und verriegelt werden.

Neu ausstatten

Neue Verkleidungen, Beleuchtung, Böden und Rauchmelder machen aus der Kabine ein Frachtabteil. Die Fenster werden verschlossen.

Bei IAI Bedek dauert ein 737-Umbau nach gängigen Angaben rund 90 Tage. Ein Vorteil der umgebauten Frachter liegt auf der Hand: Die Entwicklungskosten des Grundmusters sind längst bezahlt, und gebrauchte Zellen waren in großer Zahl und günstig verfügbar. Eine gebrauchte 737-400 war bis 2018 schon für rund zwei bis drei Millionen US-Dollar zu haben – vor dem Umbau. Der Nachteil: Die Flugzeuge bringen die Technik ihrer Generation mit und verbrauchen mehr als jüngere Muster.

Ein Pionier war Alaska Airlines: Sie baute als erste Airline eine 737-400 zum Frachter mit Platz für zehn Paletten um und machte später weitere -400 zu Combis mit Fracht vorn und Passagieren hinten. Wie verbreitet die -400-Frachter danach wurden, zeigt eine Finanzierung aus dem November 2018: Damals brachte VX Capital ein Wertpapier auf den Markt, das durch 35 vermietete 737-400-Frachter besichert war.

Warum ein Tor links vorn?

Auf der linken Seite liegen bei Verkehrsflugzeugen üblicherweise die Haupttüren, und dort findet auch die Abfertigung statt. Das Frachttor vor dem Flügel erlaubt es, Paletten direkt ins vordere Hauptdeck zu schieben und nach hinten durchzurollen.

Erkennen: Classic-Frachter in drei Schritten

Die gute Nachricht: Die Classic-Frachter gehören zu den Typen, die du auch nachts und auf Distanz recht sicher ansprichst. Die schlechte: Unter den Frachtern sieht eine -300SF einer -400SF ziemlich ähnlich, und auch die 737-800-Umbauten sind fensterlos.

Fenster suchen

Kein durchgehendes Fensterband, dafür ein großes Tor links vor dem Flügel: Es ist ein Frachter. Bei Combis und QC-Versionen können Fenster erhalten sein.

Triebwerke ansehen

Unten abgeflachte Einlässe vor einem kurzen Flügel ohne ab Werk montierte Winglets sprechen für die Classic. Die 737-800 hat größere CFM56-7-Triebwerke und meist Winglets.

Länge einschätzen

Wirkt der Rumpf auf dem kurzen Flügel gedrungen, ist es die -300SF. Lang gestreckt mit Hecksporn unter dem Heck deutet auf die -400SF.

Warum die CFM56-3-Einlässe so platt aussehen, erklärt der Beitrag Triebwerke erkennen: Das große Triebwerk musste unter den niedrigen Flügel der 737 passen, also wanderten Zusatzaggregate zur Seite und die Unterseite des Einlaufs wurde abgeflacht. Einen Überblick über alle Generationen gibt dir Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.

Merkmal 737-300SF 737-400SF 737-800BCF/SF
ICAO-Typcode B733 B734 B738
Länge rund 33,4 m rund 36,4 m rund 39,5 m
Triebwerk CFM56-3 CFM56-3 CFM56-7B
Einlass unten abgeflacht unten abgeflacht größer, ebenfalls leicht abgeflacht
Winglets ab Werk keine ab Werk keine häufig vorhanden
Hecksporn nein ja ja

Die Länge der 737-800 kennst du von der Passagierversion. Mehr zur jüngeren Konkurrenz im Frachtgeschäft steht auf der Seite zur 737-800BCF.

Schnellbestimmung: fensterlose 737

Drei Beobachtungen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Boeing 737-300SF

Classic-Triebwerke, kompakter Rumpf, keine Fenster: eine umgebaute -300. Nachgerüstete Winglets gibt es bei einzelnen Ex-Passagierjets, das Kennzeichen schafft Klarheit.

Wahrscheinlich

Boeing 737-400SF

Langer Rumpf auf kurzem Flügel, platte Einlässe und ein Hecksporn: Das ist die häufigste Classic-Frachtversion in Europa.

Wahrscheinlich

Boeing 737-800-Frachter

Große Triebwerke, langer Rumpf und Winglets sprechen für einen Umbau der Next Generation, etwa eine 737-800BCF oder -800BDSF.

Die Betreiber in Europa

Die Classic-Frachter fliegen in Europa fast immer für Paketdienste und Postgesellschaften. Die Airlines treten dabei oft nicht unter eigenem Namen am Markt auf, sondern fliegen mit Flugzeug und Crew im Auftrag eines Integrators. Wie dieses Geschäft funktioniert, erklärt der Beitrag Express-Integratoren DHL, FedEx und UPS. Die folgenden Angaben beruhen auf Flottenlisten mit Stand 2024 bis 2026 – Zahlen ändern sich schnell.

Swiftair

Die 1986 gegründete Swiftair hat ihre Basis am Flughafen Madrid-Barajas und gehört zu den wichtigsten Partnern von DHL Aviation. Laut Flottenlisten mit Stand August 2025 hatte sie sechs 737-400SF, von denen ein Teil für DHL flog. Früher waren auch mehrere 737-300BDSF im Einsatz, die bis 2016 ausgemustert wurden. Inzwischen ergänzen 737-800-Frachter die Flotte.

Traurige Bekanntheit erlangte die Swiftair-Maschine EC-MFE: Am 25. November 2024 stürzte die 737-400SF im Anflug auf den Flughafen Vilnius kurz vor der Piste, rund 1,3 Kilometer nördlich des Flughafens, auf ein Wohnhaus. Sie war im Auftrag von European Air Transport Leipzig von Leipzig/Halle gestartet. Der Kapitän kam ums Leben, die übrigen drei Besatzungsmitglieder wurden verletzt.

ASL-Airlines-Gruppe

Die irische Holding ASL Aviation Holdings bündelt mehrere Frachtairlines, die alle Erfahrung mit der Classic haben:

  • ASL Airlines Belgium, die frühere TNT Airways, sitzt am Flughafen Lüttich. Schon zu TNT-Zeiten kam ab etwa 2003 die 737-300 in die Flotte. Laut Flottenlisten flogen später -300BDSF, -400BDSF und -400SF; ein Teil der -400SF ist weiter aktiv.
  • ASL Airlines Ireland, die frühere Air Contractors, nennt Drehkreuze wie Dublin, East Midlands, Paris-Charles-de-Gaulle und Shannon. Die 737-300 hat die Flotte 2019 verlassen, eine 737-400SF steht laut aktuellen Listen noch darin. Kunden im europäischen Netz sind unter anderem DHL, FedEx und Amazon.
  • ASL Airlines France ist die Nachfolgerin der Europe Airpost. Die flog nachts Post für La Poste und tagsüber Passagiere – genau dafür eigneten sich QC-Versionen der 737-300, deren Kabine sich umrüsten ließ. Auch 737-400SF gehörten zur Flotte.

Die Gruppe hat in den Jahren 2021 und 2022 bis zu 40 737-800BCF bestellt. Das zeigt, wohin die Reise geht: Die Classic wird schrittweise ersetzt.

West Atlantic

West Atlantic hat ihren Hauptsitz in Malmö und betreibt mit West Atlantic UK einen großen Teil der Flotte von East Midlands und Edinburgh aus. Das Unternehmen richtet sich nach eigenen Angaben an Express- und Postdienste; in seiner Kundenliste tauchen unter anderem Royal Mail und DHL auf. Laut einer Flottenliste mit Stand September 2024 flogen dort sechs 737-400F und noch eine 737-300F.

Am 19. Januar 2021 setzte eine 737-400F von West Atlantic in Exeter so hart auf, dass sich der Rumpf verformte. Die Maschine wurde abgeschrieben und vor Ort zerlegt.

Betreiber Land Classic-Frachter (Auswahl) Typischer Einsatz
Swiftair Spanien 737-400SF DHL-Netz, Madrid und Leipzig/Halle
ASL Airlines Belgium Belgien 737-400SF Expressnetz ab Lüttich
ASL Airlines Ireland Irland 737-400SF Europäische Expressfracht
ASL Airlines France Frankreich 737-300QC, 737-400SF Post für La Poste
West Atlantic Großbritannien/Schweden 737-400F Post- und Expressverkehr ab East Midlands

Flottenzahlen schnell veraltet

Classic-Frachter werden verkauft, abgestellt oder zwischen Schwesterairlines verschoben. Die Zahlen oben sind Momentaufnahmen aus Flottenlisten. Prüf vor einer Tour, welche Kennzeichen gerade aktiv sind – der Guide Flugzeug per Kennzeichen verfolgen zeigt, wie das geht.

Wo und wann du sie spotten kannst

Frachter folgen dem Takt der Sortierzentren. Pakete werden abends eingesammelt, nachts umgeschlagen und morgens ausgeliefert. Darum landen und starten die Classic-Frachter vor allem spät abends, nachts und früh am Morgen. Wo Nachtflugbeschränkungen gelten, verschieben sich die Zeiten; was an deutschen Flughäfen erlaubt ist, steht im Beitrag zum Nachtflugverbot.

Leipzig/Halle

Am DHL-Drehkreuz landen viele Partnerairlines. Die Besucherterrasse ist der Einstieg, Tipps zu weiteren Standorten gibt der Leipzig-Guide.

Lüttich

Heimat von ASL Airlines Belgium und ein Frachtflughafen mit Verkehr rund um die Uhr. Der Spotterplatz liegt günstig zur Piste.

East Midlands

Großbritanniens wichtiger Frachtflughafen mit West Atlantic und ASL. Der Aeropark liegt direkt am Platz.

Köln/Bonn

Starker Frachtstandort mit Nachtbetrieb, mehr Standorte im Köln/Bonn-Guide. Von der Besucherterrasse hast du das Vorfeld im Blick, ob ein Classic-Frachter kommt, zeigt der Tracker.

Mehr zum Drehkreuz selbst findest du auf der Seite zum Flughafen Leipzig/Halle. Wie du allgemein Frachter einordnest, erklärt Frachtflugzeuge erkennen, und Strategien für Raritäten findest du in Seltene Flugzeuge spotten.

Keine B734 mehr verpassen

Mit Planetrack legst du Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen oder Airlines an und wirst benachrichtigt, wenn ein Classic-Frachter anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Weil die Typcodes B733 und B734 auch für Passagierjets gelten, filterst du im Tracker am besten nach Airline oder Rufzeichen der Frachtbetreiber. Wie du Benachrichtigungen in gängigen Diensten einrichtest, steht in Alarme für Flugzeuge, Typen und Airlines einrichten.

Bereit für die Frachter-Nacht?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe aktuelle Kennzeichen der Classic-Frachter meines Ziels geprüft.
  • Ich kenne die typischen Ankunftszeiten der Expressflüge.
  • Ich weiß, welche Betriebsrichtung wahrscheinlich ist.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und auch nachts sicher erreichbar.
  • Stativ oder lichtstarkes Objektiv sind eingepackt.

Fototipps für Classic-Frachter

Ein fensterloser Rumpf ist ein dankbares Motiv, weil die Lackierung ohne Unterbrechung wirkt. Gleichzeitig arbeitest du oft bei wenig Licht.

Linke Seite zeigen

Das Frachttor ist das Merkmal, das den Umbau beweist. Plan deinen Standpunkt so, dass du die linke Rumpfseite siehst.

Triebwerke im Profil

Eine Ansicht schräg von vorn zeigt die platten Einlässe am besten und macht die Classic auf einen Blick erkennbar.

Blaue Stunde nutzen

Viele Frachter kommen in der Dämmerung. Lieber die ISO hochdrehen als zu lange belichten, sonst verwischt die rollende Maschine.

Am Boden fotografieren

Nachts gelingen Bilder auf dem Vorfeld oder beim Rollen leichter als in der Luft – Scheinwerfer und Stillstand helfen.

Wie du nachts sauber arbeitest, zeigt der Beitrag Flugzeuge nachts fotografieren.

Häufige Verwechslungen

Es spricht für einen Classic-Frachter, wenn …

  • der Rumpf keine Fensterreihe hat
  • links vor dem Flügel ein großes Tor sitzt
  • die Triebwerkseinlässe unten platt sind
  • der Tracker B733 oder B734 mit einem Frachtbetreiber zeigt

Sieh genauer hin, wenn …

  • Winglets an den Flügelspitzen sitzen – einzelne Classic-Zellen wurden nachgerüstet
  • noch einige Fenster zu sehen sind – dann kann es eine Combi oder QC-Version sein
  • du die Länge nicht einschätzen kannst – dann entscheidet das Kennzeichen zwischen -300 und -400

Es ist kein Classic-Frachter, wenn …

  • die Triebwerke groß und fast rund sind – dann ist es eine 737-800-Umbau
  • die Triebwerke lang und schlank unter den Flügeln hängen – dann ist es eine 737-200
  • ein höheres Fahrwerk und ein längerer Rumpf auffallen – dann könnte es eine 757-200 sein

Die kürzeste Classic, die 737-500, wurde kaum zum Frachter umgebaut, weil die Nachfrage fehlte. Eine sehr kurze, fensterlose Classic ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit eine -300SF. Mehr zum Hersteller selbst steht auf der Seite zu Boeing, zum Triebwerk auf der Seite von CFM International.

Fazit

Die 737-300SF und -400SF zeigen, wie lange ein Flugzeug arbeiten kann. Erst trugen sie Urlauber nach Mallorca und Geschäftsreisende zwischen Großstädten, dann bekamen sie ein Tor, einen verstärkten Boden und eine neue Aufgabe in den Nachtnetzen von DHL, La Poste oder Royal Mail. In Europa halten Swiftair, die ASL-Gruppe und West Atlantic die Classic-Frachter am Leben, doch die 737-800-Umbauten rücken nach. Wer die platten Triebwerke und den fensterlosen Rumpf noch ins Bild bekommen will, schiebt die nächste Frachter-Nacht besser nicht lange auf.

Kurzfazit

Keine Fenster, Tor links vorn, platte CFM56-3-Einlässe: Das ist ein Classic-Frachter. Die Länge trennt -300SF und -400SF, das Kennzeichen bestätigt. Die besten Chancen hast du nachts an Frachtdrehkreuzen wie Leipzig/Halle, Lüttich und East Midlands.

Zusammenfassung

  • Nach dem Ende ihrer Passagierkarriere bekamen viele 737-300 und -400 ein Frachttor, einen verstärkten Boden und eine neue Innenausstattung.
  • Die Bezeichnung hängt am Umbauprogramm: SF bei AEI, BDSF bei IAI Bedek, dazu QC-Versionen, die zwischen Fracht und Passagieren wechseln konnten.
  • In Europa prägen Swiftair, die ASL-Airlines-Gruppe und West Atlantic das Bild, typischerweise im Nacht- und Expressverkehr an Drehkreuzen wie Leipzig/Halle, Lüttich und East Midlands.
  • Für Spotter heißt das: Flugplan und Tracker prüfen, früh oder spät losziehen und auf Kennzeichen achten – die Typcodes allein helfen nicht weiter.

Häufige Fragen

Was bedeutet SF bei der 737-400SF?

SF steht für Special Freighter, die Bezeichnung für Umbaufrachter, wie sie etwa Aeronautical Engineers Inc. (AEI) anbietet. Bei IAI Bedek aus Israel heißt der Umbau BDSF (Bedek Special Freighter). In Flottenlisten liest du außerdem oft einfach „F“. Gemeint ist in allen Fällen ein ehemaliger Passagierjet mit Frachttor auf dem Hauptdeck.

Welchen ICAO-Typcode haben die Frachter?

Der Umbau ändert den Typcode nicht: Eine -300SF läuft weiter als B733, eine -400SF als B734. In Tracking-Diensten erkennst du die Frachter daher über Airline, Rufzeichen oder Kennzeichen.

Wie unterscheide ich -300SF und -400SF?

Über die Länge. Die -400 ist rund drei Meter länger als die -300, und weil beide denselben kurzen Flügel haben, wirkt die -400 deutlich gestreckter. Ein weiteres Indiz ist der Hecksporn unter dem hinteren Rumpf der -400. Die Notausgänge, die bei Passagierjets helfen, sind beim Frachter je nach Umbau nicht mehr zuverlässig zu sehen.

Wer fliegt die 737-400SF in Europa?

Zu den bekannten Betreibern gehören Swiftair aus Spanien, die Airlines der ASL-Gruppe in Belgien, Irland und Frankreich sowie West Atlantic mit Betrieben in Großbritannien und Schweden. Flotten ändern sich laufend – prüf aktuelle Listen, bevor du gezielt losziehst.

Was ist eine 737-300QC?

QC steht für Quick Change: Die Kabine lässt sich mit Sitzpaletten zwischen Fracht- und Passagierbetrieb umrüsten. Die französische Europe Airpost, heute ASL Airlines France, nutzte dieses Prinzip, um nachts für La Poste Post zu fliegen und tagsüber Passagierflüge anzubieten.

Wo sehe ich die Frachter in Deutschland?

Am ehesten am DHL-Drehkreuz Leipzig/Halle, wo viele Partnerairlines im Auftrag von DHL landen. Auch Köln/Bonn ist als Frachtflughafen einen Versuch wert. Die meisten Bewegungen finden nachts oder in den Tagesrandzeiten statt.

Warum werden die Classic-Frachter ersetzt?

Sie sind alt, verbrauchen mehr als jüngere Muster und bieten weniger Platz als umgebaute 737-800. Betreiber wie ASL, West Atlantic und Swiftair haben deshalb 737-800-Frachter wie die 737-800BCF in die Flotte geholt. Wann die letzten Classic-Frachter verschwinden, steht nicht fest.

Boeing 737-300SF/-400SF sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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TT

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