US Airways

Historische US-Netzwerkairline mit Wurzeln von 1939: aus Allegheny wurde USAir, dann US Airways. Nach der Fusion mit America West und schließlich mit American Airlines endete die Marke im Oktober 2015 – bekannt bleibt sie durch Flug 1549 auf dem Hudson.

Auch bekannt als: USAir · Allegheny Airlines · All American Aviation · All American Airways · US Airways Group · CACTUS

USAUSANetzwerk-AirlinesIATA: USICAO: AWE12 Min. Lesezeit

US

IATA-Code (1988–2015)

AWE

ICAO-Code (2008–2015)

1939

Gründungsjahr der Vorgängerin

155

Überlebende von Flug 1549

Das Wichtigste in Kürze

  • US Airways war eine historische US-Netzwerkairline, deren Wurzeln bis 1939 nach Pittsburgh zurückreichen.
  • Die Namen wechselten mehrfach: All American Aviation, Allegheny Airlines, ab 1979 USAir und ab 1997 US Airways.
  • 2005 fusionierte US Airways mit America West; Sitz und ICAO-Code AWE samt Rufzeichen „CACTUS“ kamen aus Phoenix.
  • Am 15. Januar 2009 landete Flug 1549 auf dem Hudson: Nach Vogelschlag in beiden Triebwerken überlebten alle 155 Menschen an Bord.
  • 2013 folgte die Fusion mit American Airlines, im Oktober 2015 verschwand die Marke US Airways endgültig.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.US Airways im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen: alles eine Frage des Datums
  3. 3.Eine Airline aus vielen Airlines
  4. 4.Die Fusion mit America West
  5. 5.Flug 1549: das „Wunder vom Hudson“
  6. 6.Die Flotte: von der One-Eleven bis zum A330
  7. 7.Woran du US Airways erkennst
  8. 8.Heritage-Lackierungen: US Airways lebt weiter
  9. 9.Spotten auf den Spuren von US Airways
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeUS
ICAO-CodeAWE
RufzeichenCACTUS
DrehkreuzeCLT, PHL, PHX, DCA
StatusHistorisch – in American Airlines aufgegangen, letzter Flug unter eigener Marke am 16./17. Oktober 2015
GeschäftsmodellNetzwerk-Airline mit Inlands-, Karibik- und Transatlantikverkehr über US-Drehkreuze
Wurzeln1939 in Pittsburgh als All American Aviation (Luftpost), ab 1953 Allegheny Airlines
NamenUSAir ab Oktober 1979, US Airways ab 1997
Wichtige ÜbernahmenLake Central (1968), Mohawk (1972), Pacific Southwest Airlines (1988 abgeschlossen), Piedmont Airlines (1989 abgeschlossen)
SitzZuletzt Tempe, Arizona (2005–2015), davor lange im Raum Washington (Crystal City, Virginia)
Drehkreuze (zuletzt)Charlotte (CLT), Philadelphia (PHL), Phoenix (PHX), Washington-National (DCA); früher auch Pittsburgh
AllianzStar Alliance von Mai 2004 bis Ende März 2014, danach oneworld-Affiliate bis zur Integration in American
Flotte bei der Fusion (Dezember 2013)331 Flugzeuge: A319, A320, A321, A330-200, A330-300, Boeing 737-400, 757-200, 767-200ER und Embraer 190
EndeFusion mit American Airlines am 9. Dezember 2013, gemeinsames Betriebszeugnis seit 8. April 2015
KennzeichenUS-amerikanische Registrierung mit N

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich US Airways?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Ab 1997: dunkelblauer und grauer Rumpf mit stilisierter Flagge aus roten und weißen Streifen am Leitwerk
  • Nach 2005: überwiegend weißer Rumpf, blauer Schriftzug „US Airways“, die Flagge am Leitwerk blieb
  • Vor 1997: Schriftzug „USAir“ – ein sicheres Zeichen für Aufnahmen aus der Zeit vor der Umbenennung
  • Ab 2006 prägte die Airbus-A320-Familie das Bild; frühere Jahrzehnte gehörten DC-9, Boeing 737 und Fokker
  • Rufzeichen „CACTUS“ im Funk ab 2008 – ein Erbe von America West aus Phoenix
  • Kennzeichen mit Endung -AW verraten ehemalige America-West-Flugzeuge

Wenn heute jemand „US Airways“ sagt, denkt fast jeder sofort an das Bild eines Airbus, der mit Passagieren auf den Tragflächen im eiskalten Hudson River treibt. Dabei ist US Airways weit mehr als Flug 1549: Hinter dem Namen steckt eine Airline mit über 75 Jahren Geschichte, mehreren Umbenennungen und einer ganzen Kette von Fusionen – bis sie 2015 in American Airlines aufging. Diese Seite zeigt dir, woher US Airways kam, welche Codes und Flugzeuge du ihr zuordnen musst und wie du alte Fotos sicher datierst.

Historische Sichtungen sauber archivieren

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US Airways im Überblick

US Airways war eine historische US-Netzwerkairline, deren Geschichte 1939 in Pittsburgh begann. Damals flog die kleine All American Aviation Luftpost in die Orte von Pennsylvania und den Nachbarstaaten. 1949 stieg sie als All American Airways in den Passagierverkehr ein, 1953 wurde daraus Allegheny Airlines. Unter diesem Namen wuchs die Airline durch Übernahmen von Lake Central (1968) und Mohawk (1972) zu einer der wichtigsten Regionalgesellschaften im Osten der USA.

Nach der Deregulierung des US-Luftverkehrs nannte sich Allegheny im Oktober 1979 in USAir um – der neue Name sollte zeigen, dass die Airline nun landesweit fliegen wollte. In den 1980er-Jahren kaufte USAir zwei große Konkurrenten: Pacific Southwest Airlines aus Kalifornien und Piedmont Airlines aus North Carolina. 1997 folgte die Umbenennung in US Airways samt neuem Auftritt.

Die letzten zehn Jahre prägten zwei Fusionen: 2005 mit America West Airlines aus Phoenix und 2013 mit American Airlines. Am 17. Oktober 2015 endete die Marke US Airways endgültig.

USIATA-Code von 1988 bis 2015
AWEICAO-Code von 2008 bis 2015
CLTGrößtes Drehkreuz der letzten Jahre

Codes und Rufzeichen: alles eine Frage des Datums

Bei kaum einer Airline sind die Codes so zeitabhängig wie bei US Airways. Wer alte Flugpläne, Bordkarten oder Funkaufnahmen auswertet, muss das Datum kennen:

Kennung Zeitraum Hinweis
IATA AL bis 1988 Code aus Allegheny-Zeiten, auch noch bei USAir
IATA US 1988–2015 Der bekannte Code in den Flugnummern
ICAO USA 1979–2008 Rufzeichen „US AIR“
ICAO AWE 2008–2015 Code von America West, Rufzeichen „CACTUS“

Das Rufzeichen CACTUS ist eine schöne Kuriosität: Es stammt von America West aus dem Wüstenstaat Arizona. Nach der Fusion von 2005 liefen zunächst zwei Betriebszeugnisse parallel, ab 2008 meldeten sich alle Flüge mit „Cactus“. Deshalb ist der berühmteste Funkspruch der Airline auch „Cactus 1549“. Mit dem gemeinsamen Betriebszeugnis von American am 8. April 2015 verschwanden AWE und CACTUS.

Steckbrief-Codes richtig lesen

Oben im Steckbrief stehen die Codes der letzten Jahre (US, AWE, CACTUS). Für Fotos aus der USAir-Zeit gelten AL beziehungsweise US und der ICAO-Code USA. Achte bei historischen Belegen deshalb immer auf das Jahr.

Eine Airline aus vielen Airlines

Wer die Geschichte von US Airways verstehen will, muss die Vorgänger kennen. Kaum eine US-Airline ist aus so vielen Gesellschaften zusammengewachsen:

1939–1979: Allegheny

Aus der Luftpost-Airline All American Aviation wird Allegheny Airlines. Sie übernimmt Lake Central und Mohawk und startet mit Allegheny Commuter eines der ersten Netze aus Partner-Regionalairlines.

1979–1997: USAir

Neuer Name nach der Deregulierung. PSA (1988 abgeschlossen) und Piedmont (1989 abgeschlossen) bringen die Westküste und den Südosten ins Netz.

1997–2005: US Airways

Umbenennung und neue Lackierung. Nach dem 11. September 2001 folgen zwei Insolvenzverfahren (2002 und 2004).

2005–2015: mit America West

Fusion mit der Airline aus Phoenix, Sitz in Tempe, Arizona. Ab 2013 Teil der American Airlines Group, 2015 Ende der Marke.

Piedmont, PSA und Charlotte

Besonders folgenreich war die Übernahme von Piedmont. Mit ihr kam Charlotte ins Netz, das ab 1989 zum Drehkreuz wurde und es bis zum Schluss blieb – heute ist Charlotte eines der großen Drehkreuze von American. Die Namen Piedmont und PSA leben übrigens weiter: American betreibt Regionaltöchter, die Piedmont Airlines und PSA Airlines heißen. Mit den historischen Vorbildern sind sie aber nicht gleichzusetzen.

Die schwierigen Jahre nach 2001

Die Anschläge vom 11. September 2001 trafen US Airways besonders hart, weil der Flughafen Washington-National, ein wichtiger Standort, wochenlang geschlossen blieb. Die Low-Cost-Tochter MetroJet, die seit 1998 mit Boeing 737-200 flog, wurde 2001 eingestellt. Im August 2002 meldete US Airways Insolvenz nach Chapter 11 an, kam 2003 wieder heraus und musste im September 2004 erneut in das Verfahren. In diese Zeit fällt auch der Abstieg von Pittsburgh: Die Heimat der Airline verlor schrittweise ihren Status als Drehkreuz.

Ein Lichtblick war der Beitritt zur Star Alliance im Mai 2004 als 15. Mitglied. Damit flog US Airways im selben Verbund wie Lufthansa und United. Nach der Fusion mit American wechselte sie Ende März 2014 als Affiliate zu oneworld.

Die Fusion mit America West

Am 19. Mai 2005 kündigten US Airways und America West ihren Zusammenschluss an, im September 2005 war er vollzogen. Formal kaufte die Muttergesellschaft von America West die angeschlagene US Airways – intern übernahm also eher die kleinere, aber gesündere Airline aus Phoenix die Führung. Der bekanntere Name US Airways blieb, die Marke America West verschwand schrittweise vom Markt.

Für Spotter hatte die Fusion sichtbare Folgen:

  • Neuer Sitz: Die Zentrale zog nach Tempe, Arizona, ins frühere Hauptquartier von America West.
  • Neues Drehkreuz: Phoenix kam als großes Drehkreuz dazu, Las Vegas zeitweise ebenfalls.
  • Mehr Airbus: America West brachte Airbus A319 und A320 mit, die Flotte wurde einheitlicher.
  • Kennzeichen-Endung -AW: Viele frühere America-West-Flugzeuge erkennst du an Registrierungen, die auf -AW enden.
  • Neues Rufzeichen: ICAO AWE und „CACTUS“ wurden ab 2008 für alle Flüge genutzt.

Ehemalige US-Airways-Airbusse finden

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Flug 1549: das „Wunder vom Hudson“

Am 15. Januar 2009 startete US-Airways-Flug 1549 in New York-LaGuardia – dem Flughafen, an dem heute der Planeview Park zu den beliebten Spots zählt. Ziel war Seattle mit Zwischenstopp in Charlotte. An Bord des Airbus A320 mit dem Kennzeichen N106US waren 150 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder. Im Steigflug, in rund 2.800 Fuß Höhe, flog die Maschine in einen Schwarm Kanadagänse. Beide Triebwerke vom Typ CFM56-5B von CFM International saugten Vögel an und verloren fast vollständig ihren Schub.

Kapitän Chesley „Sully“ Sullenberger und Erster Offizier Jeffrey Skiles prüften die Rückkehr nach LaGuardia und einen Ausweichflughafen in New Jersey, hielten beides aber für nicht erreichbar. Weniger als vier Minuten nach dem Vogelschlag setzten sie den A320 im Hudson River auf, mitten in Manhattan. Fähren und Rettungsboote waren schnell zur Stelle. Alle 155 Menschen überlebten, einige wurden schwer verletzt.

Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB nannte in ihrem Abschlussbericht vom Mai 2010 als wahrscheinliche Ursache das Ansaugen großer Vögel in beide Triebwerke. Die Entscheidung der Crew, auf dem Fluss zu landen, bewertete sie als entscheidend für den glücklichen Ausgang. Warum Vögel für Triebwerke so gefährlich sind und was Flughäfen dagegen tun, erklärt der Artikel zum Vogelschlag.

N106US im Museum

Der Unglücks-A320 steht heute im Sullenberger Aviation Museum, dem früheren Carolinas Aviation Museum, auf dem Gelände des Flughafens Charlotte Douglas. Das Flugzeug hat sein ursprüngliches Ziel also doch noch erreicht – wenn auch auf dem Landweg.

Flug 1549 war nicht der einzige schwere Zwischenfall der Airline-Geschichte. Unter dem Namen USAir verlor die Gesellschaft Anfang der 1990er-Jahre mehrere Flugzeuge, darunter am 8. September 1994 Flug 427: Eine Boeing 737-300 stürzte beim Anflug auf Pittsburgh ab, alle 132 Menschen an Bord starben. Die Untersuchung führte den Absturz auf einen ungewollten Vollausschlag des Seitenruders zurück und hatte Änderungen an der Ruderanlage der 737 zur Folge. Wenn du selbst einmal Zeuge eines Zwischenfalls wirst, hilft dir der Ratgeber Notlandung oder Zwischenfall beobachtet.

Die Flotte: von der One-Eleven bis zum A330

Über die Jahrzehnte hat US Airways mit ihren Vorgängern eine Vielzahl von Typen geflogen. Zum Zeitpunkt der Fusion mit American im Dezember 2013 bestand die Flotte aus 331 Flugzeugen:

Typ Anzahl (Dez. 2013) Spotter-Hinweis
Airbus A319 93 Kürzestes Mitglied der Familie im Bestand
Airbus A320 60 Typ von Flug 1549
Airbus A321 90 Größte Gruppe neben dem A319, weitere waren bestellt
Airbus A330-200 11 Langstrecke nach Europa
Airbus A330-300 9 Erste Auslieferung im Jahr 2000
Boeing 737-400 14 Flog nie in American-Farben
Boeing 757-200 24 Transatlantik und Inland
Boeing 767-200ER 10 Flog nie in American-Farben
Embraer 190 20 Seit Ende 2006 in der Flotte

Die gesamte Flotte ging an American Airlines über. Die 737-400 und 767-200ER wurden schon kurz danach ausgemustert, A330, 757 und E190 verließen American im Jahr 2020. Die Airbus-Schmalrümpfe fliegen dagegen vielfach bis heute weiter. Wie du A319, A320 und A321 sicher auseinanderhältst, zeigt der Guide A318 bis A321 unterscheiden.

In früheren Jahrzehnten sah die Flotte ganz anders aus. Allegheny setzte ab 1966 die Douglas DC-9 als ersten Jet ein, dazu kam die BAC One-Eleven. Unter USAir prägten die Boeing 737 in mehreren Versionen das Bild – für die 737-300 war USAir einer der Erstkunden. Aus der Piedmont-Übernahme kamen Fokker F28, später flog die Airline auch die Fokker 100. Mit PSA kamen unter anderem BAe 146 und MD-81 in die Flotte: Die BAe 146 gab USAir bis Anfang der 1990er-Jahre wieder ab, die MD-81 flog noch bis 2002.

Typen der späten US-Airways-Jahre

  • Airbus A319, A320 und A321
  • Airbus A330-200 und A330-300
  • Boeing 757-200 und 767-200ER
  • Embraer 190

Typen der Allegheny- und USAir-Zeit

  • Douglas DC-9 und BAC One-Eleven
  • Boeing 737-200, 737-300 und 737-400
  • Fokker F28 und Fokker 100
  • MD-81 und BAe 146 aus dem PSA-Erbe

Woran du US Airways erkennst

Für die Zuordnung alter Fotos hilft vor allem der Schriftzug am Rumpf. Steht dort „Allegheny“, stammt das Foto aus der Zeit bis 1979. „USAir“ grenzt die Aufnahme auf 1979 bis 1997 ein. Mit der Umbenennung 1997 kam eine neue Lackierung in Dunkelblau und Mittelgrau mit roten und weißen Akzenten; am Leitwerk zeigte sie eine stilisierte Flagge mit Streifen.

Nach der Fusion mit America West wurde der Rumpf überwiegend weiß, der Schriftzug „US Airways“ blieb blau, und die Flagge am Leitwerk wurde beibehalten. Dieses Design trugen die Flugzeuge bis zur Umlackierung in die Farben von American. Ab 2014 tauchten auch Übergangsformen auf: Flugzeuge, die noch US-Airways-Farben trugen, aber bereits für American flogen. Wie du solche Fusions-Mischformen liest, erklärt der Guide zu Hybrid-Lackierungen.

Schriftzug lesen

Allegheny, USAir oder US Airways – der Name grenzt den Zeitraum sofort ein.

Rumpffarbe prüfen

Dunkelblau-grau spricht für 1997 bis etwa 2005, ein weißer Rumpf für die Zeit danach.

Typ bestimmen

DC-9, One-Eleven oder F28 deuten auf die frühen Jahre, Embraer 190 auf die Zeit ab 2006.

Kennzeichen notieren

Das N-Kennzeichen macht die Aufnahme eindeutig; die Endung -AW verrät frühere America-West-Flugzeuge.

Heritage-Lackierungen: US Airways lebt weiter

Ganz verschwunden ist US Airways nicht. Schon zu eigenen Zeiten lackierte die Airline einzelne Airbusse in die Farben ihrer Vorgänger, darunter den A319 N745VJ im Allegheny-Design. American Airlines griff die Idee nach der Fusion auf und baute eine eigene Heritage-Flotte auf. Dazu gehört ein Airbus A321 mit dem Kennzeichen N578UW in den Farben von US Airways.

Für dich als Spotter sind diese Flugzeuge echte Highlights, weil sie im normalen Umlauf von American unterwegs sind und an keinem festen Flughafen stationiert sind. Welche Retro-Bemalungen es weltweit gibt, findest du im Überblick zu Retro-Lackierungen; wie du Sonderlackierungen gezielt aufspürst, zeigt der Guide Special Liveries finden. Da die Heritage-Flotte sich mit Umlackierungen ändert, solltest du vor einer Tour prüfen, welche Flugzeuge aktuell noch in welchen Farben fliegen.

Sehr wahrscheinlich US Airways, wenn …

  • „US Airways“ oder „USAir“ am Rumpf steht
  • die Flagge mit Streifen am Leitwerk zu sehen ist
  • das Foto vor Herbst 2015 entstanden ist

Genauer prüfen, wenn …

  • das Foto nach 2015 entstanden ist – dann ist es wohl der Heritage-A321 von American
  • eine Mischlackierung aus der Übergangszeit 2014/15 zu sehen ist

Eher nicht US Airways, wenn …

  • Piedmont Airlines oder PSA Airlines am Rumpf steht und ein moderner Regionaljet zu sehen ist
  • nur das Kennzeichen eines früheren US-Airways-Airbus passt, die Lackierung aber American zeigt

Spotten auf den Spuren von US Airways

Die ehemaligen Drehkreuze sind heute fest in der Hand von American. Charlotte ist eines der größten Drehkreuze der Airline, auch Philadelphia, Phoenix und Washington-National gehören weiter dazu. In Washington liegt mit dem Gravelly Point Park einer der bekanntesten Spots der USA direkt am Pistenende (mehr dazu im Gravelly-Point-Guide) – dort starteten und landeten früher auch die Flugzeuge des US Airways Shuttle zwischen Washington, New York und Boston. Allgemeine Tipps für eine Tour findest du im Artikel Planespotting in den USA.

In Europa war US Airways vor allem mit Transatlantikflügen präsent, die über die Drehkreuze an der US-Ostküste liefen. Fotos von A330, 757 und 767 in US-Airways-Farben an europäischen Flughäfen sind ein schönes Archivthema – Tipps zum Datieren alter Aufnahmen gibt dir der Guide Oldtimer am Himmel erkennen.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere an US-Flughäfen nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und folge Anweisungen von Polizei und Sicherheitspersonal. Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren.

Häufige Verwechslungen

  • US Airways und USAir für zwei Airlines halten – es ist dieselbe Gesellschaft, 1997 umbenannt.
  • Die Codes ohne Datum lesen – AL, US, USA und AWE gehören je nach Zeitraum zur Airline.
  • Heutige Piedmont Airlines mit der historischen Piedmont gleichsetzen – die heutige ist eine Regionaltochter von American.
  • Den Heritage-A321 für einen echten US-Airways-Flug halten – er fliegt seit der Fusion für American.
  • CACTUS für einen US-Airways-Code seit jeher halten – das Rufzeichen kam erst 2008 von America West.
  • Flug 1549 für eine Notlandung im Meer halten – der A320 landete auf dem Hudson River mitten in New York.

Heritage-Livery im Blick behalten

Lass dich benachrichtigen, wenn Special Liveries wie die US-Airways-Retro-Bemalung von American in deiner Nähe anfliegen – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

US Airways war eine Airline, die sich immer wieder neu erfunden hat: von der Luftpost-Gesellschaft aus Pittsburgh über Allegheny und USAir bis zur Fusion mit America West und schließlich mit American Airlines. Weltweit bekannt wurde sie durch Flug 1549 auf dem Hudson, für Spotter ist sie vor allem ein spannendes Archivthema. Wer Schriftzug, Lackierung, Flugzeugtyp und Kennzeichen zusammen liest, ordnet alte Fotos sicher ein – und mit etwas Glück erwischst du den Heritage-A321 von American noch live.

Kurzfazit

US Airways (zuletzt IATA US, ICAO AWE, Rufzeichen CACTUS) war eine historische US-Netzwerkairline mit Wurzeln von 1939. Erkennbar an der Flagge am Leitwerk, geprägt von der Airbus-A320-Familie – und seit 2015 in American Airlines aufgegangen.

Zusammenfassung

  • US Airways ist die Summe vieler Airlines: Allegheny, Mohawk, PSA, Piedmont und America West stecken alle in ihrer Geschichte.
  • Codes sind bei dieser Airline zeitabhängig – IATA AL bis 1988, dann US; ICAO USA bis 2008, dann AWE.
  • Flug 1549 mit dem Airbus A320 N106US ist das bekannteste Ereignis der Airline und eine Lehrstunde zum Thema Vogelschlag.
  • Für Spotter ist US Airways heute ein Archiv- und Heritage-Thema: alte Fotos sauber datieren und Retro-Lackierungen bei American im Blick behalten.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hatte US Airways?

Das hängt vom Zeitraum ab. Der IATA-Code war bis 1988 AL (noch aus Allegheny-Zeiten), danach US. Im ICAO-System flog die Airline bis 2008 als USA mit dem Rufzeichen „US AIR“, ab 2008 als AWE mit dem Rufzeichen „CACTUS“, das von America West stammte. Am 8. April 2015 wurden AWE und CACTUS mit dem gemeinsamen Betriebszeugnis von American Airlines aufgegeben.

Was ist mit US Airways passiert?

US Airways fusionierte mit American Airlines. Die Fusion wurde im Februar 2013 angekündigt und am 9. Dezember 2013 vollzogen. Seit dem 8. April 2015 flogen beide unter einem Betriebszeugnis, und in der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober 2015 endete mit Flug 1939 der letzte Flug unter der Marke US Airways. Die Flugzeuge wurden in die Farben von American umlackiert.

Was geschah bei US-Airways-Flug 1549?

Am 15. Januar 2009 geriet der Airbus A320 N106US kurz nach dem Start in New York-LaGuardia in einen Schwarm Kanadagänse. Beide Triebwerke verloren fast vollständig ihren Schub. Kapitän Chesley Sullenberger und Erster Offizier Jeffrey Skiles setzten die Maschine nach weniger als vier Minuten im Hudson River auf. Alle 150 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder überlebten.

Wo steht das Flugzeug von Flug 1549 heute?

Der A320 N106US wird im Sullenberger Aviation Museum ausgestellt, dem früheren Carolinas Aviation Museum. Es liegt auf dem Gelände des Flughafens Charlotte Douglas – also an dem Ort, den Flug 1549 eigentlich als Zwischenstopp ansteuern sollte.

Warum hatte US Airways das Rufzeichen „CACTUS“?

Das Rufzeichen stammt von America West Airlines aus Phoenix, Arizona, wo Kakteen das Landschaftsbild prägen. Nach der Fusion von 2005 übernahm die gemeinsame Airline den ICAO-Code AWE und ab 2008 das Rufzeichen CACTUS für alle Flüge. Deshalb meldete sich Flug 1549 im Funk als „Cactus 1549“.

Was hatten USAir und US Airways miteinander zu tun?

Es ist dieselbe Airline. Aus Allegheny Airlines wurde im Oktober 1979 USAir, 1997 folgte die Umbenennung in US Airways mit neuer Lackierung. Wenn auf einem Foto „USAir“ am Rumpf steht, stammt es also aus der Zeit vor 1997.

War US Airways in einer Allianz?

Ja. US Airways trat im Mai 2004 der Star Alliance bei und verließ sie nach der Fusion mit American Ende März 2014. Danach war die Airline bis zur vollständigen Integration als Affiliate Teil von oneworld, der Allianz von American Airlines.

Kann ich US-Airways-Flugzeuge heute noch sehen?

In der US-Airways-Bemalung kaum noch: Die Flotte ging 2013 an American und wurde umlackiert. American hat aber einen Airbus A321 (N578UW) als Heritage-Flugzeug in US-Airways-Farben lackiert. Viele frühere US-Airways-Airbusse fliegen bis heute in American-Farben weiter – ehemalige America-West-Maschinen erkennst du oft an der Kennzeichen-Endung -AW.

US Airways im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Airbus A320 (ceo)

Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

Airbus A319

Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.

Flugzeugtyp

Airbus A321 (ceo)

Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Airbus A330-300

Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.

Flugzeugtyp

Boeing 737-300

Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.

Flugzeugtyp

Boeing 737-400

Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.

Flugzeugtyp

Boeing 757-200

Lang, schlank, hochbeinig und mit Triebwerken, die fast zu groß wirken: Die 757-200 ist ein Schmalrumpf mit Langstrecken-Genen. Produziert wird sie seit 2004 nicht mehr, Spotter freuen sich deshalb über jede Begegnung.

Flugzeugtyp

Boeing 767-200/-200ER

Die erste 767 überhaupt: kurz, schlank, zweistrahlig. Die 767-200 und ihre Langstreckenversion -200ER haben ETOPS möglich gemacht und mit dem Gimli Glider Geschichte geschrieben. Heute siehst du sie fast nur noch als Frachter oder in Uniform.

Flugzeugtyp

Douglas DC-9

Die DC-9 war das letzte Verkehrsflugzeug, das noch unter dem alten Namen Douglas entstand – und die Keimzelle einer Familie bis zur Boeing 717. Hier liest du, wie der Kurzstreckenjet entwickelt wurde, was die Serien 10 bis 50 unterscheidet und wie daraus die MD-80 wuchs.

Flugzeugtyp

BAC One-Eleven

Zwei Rolls-Royce Spey am Heck, T-Leitwerk, kompakter Rumpf: Die One-Eleven war Großbritanniens erfolgreichster Kurzstreckenjet – und flog später als Rombac 1-11 aus rumänischer Fertigung sogar für die junge Ryanair.

Flugzeugtyp

Fokker F28 Fellowship

Der erste Jet aus Amsterdam: Die Fokker F28 Fellowship flog 1967 zum ersten Mal, brachte Hecktriebwerke und aufklappbaren Heckkonus in die Fokker-Familie und ist heute fast nur noch im Museum zu sehen.

Flugzeugtyp

Fokker 100

Zwei Tay-Triebwerke am Heck, ein hohes T-Leitwerk und ein Heckkonus, der sich bei der Landung aufklappt: Die Fokker 100 ist der größte Verkehrsjet, den Fokker je gebaut hat – und heute ein seltener Fang.

Flugzeugtyp

Airbus A330-200

Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Embraer E190

Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.

Flugzeugtyp

Boeing 737-200

Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.

Flugzeugtyp

McDonnell Douglas MD-81

Mit ihr fing der „Mad Dog“ an: Die MD-81 war die erste Serienversion der MD-80-Familie und startete 1980 bei Swissair und Austrian in den Liniendienst. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, wer sie flog und warum sie heute eine echte Rarität ist.

Weitere Airlines

Netzwerk

American Airlines

Eine der größten Airlines der Welt aus Fort Worth, Texas: zehn Drehkreuze in den USA, Gründungsmitglied von oneworld, rund 1.000 Mainline-Flugzeuge und seit 2013 die silberne Lackierung mit Flaggen-Leitwerk.

Netzwerk

America West Airlines

Historische US-Airline aus Phoenix (1981–2007): Start mit drei geleasten 737, Drehkreuze in Phoenix, Las Vegas und Columbus, ein kurzes 747-Abenteuer nach Nagoya – und 2005 die Übernahme der deutlich größeren US Airways.

Low-Cost

Pacific Southwest Airlines

Historische Airline aus San Diego (1949–1988): PSA flog billig zwischen Los Angeles, San Francisco und San Diego, malte ihren Jets ein Lächeln auf den Bug, inspirierte Southwest – und ging 1988 in USAir auf.

Regional

Piedmont Airlines

Die Regionaltochter von American Airlines aus Salisbury, Maryland: hervorgegangen aus Henson Airlines, seit 1993 unter dem Namen Piedmont – und nicht zu verwechseln mit der historischen Piedmont Airlines aus Winston-Salem, die 1989 in USAir aufging.

Regional

PSA Airlines

Die CRJ-Spezialistin im American-Airlines-Konzern: aus einer kleinen Airline in Pennsylvania wurde über Piedmont und US Airways die PSA Airlines, die heute rund 150 Bombardier-Regionaljets als American Eagle fliegt – seit 2026 von Charlotte statt Dayton aus.

Netzwerk

Continental Airlines

Historische US-Netzwerkairline: 1934 als Varney Speed Lines gegründet, später mit Drehkreuzen in Newark, Houston, Cleveland und Guam – und seit der Fusion 2010 bis 2012 in United aufgegangen, deren Globus-Design von Continental stammt.

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Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

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PT

Planetrack Redaktion

Die Airline-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Flotten, Strecken und Eigentümer ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

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