Das Wichtigste in Kürze
- Die A319neo ist die kürzeste Variante der A320neo-Familie: A319-Rumpf, neue Triebwerke, Sharklets, typisch 120 bis 150 Sitze.
- Sie ist ein Exot: 58 Bestellungen und 45 Auslieferungen (Stand September 2026) – die A320neo und die A321neo kommen jeweils auf mehrere Tausend Bestellungen.
- Hauptbetreiber sitzen in China: Tibet Airlines, China Southern und Air China stellen den Großteil der Linienflotte, dazu kommen ACJ319neo-Geschäftsreiseflugzeuge.
- Schnellster Erkennungsweg: kurzer A319-Rumpf plus große neo-Triebwerke plus Sharklets. Das Kennzeichen oder der Code A19N bestätigt.
- Die A220-300 hat ihr das Wasser abgegraben: Für Airlines, die rund 130 bis 150 Sitze brauchen, greifen viele lieber zum jüngeren, eigens für diese Größe entwickelten Airbus-Typ.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Airbus A319neo?
- 2.Geschichte: ein langsamer Start
- 3.Warum sich die A319neo so schlecht verkauft hat
- 4.Wer die A319neo fliegt
- 5.Die ACJ319neo: der Business-Jet im Airliner-Kleid
- 6.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 7.A319neo oder A319ceo?
- 8.A319neo, A320neo oder A220-300?
- 9.Wo du die A319neo in Mitteleuropa antriffst
- 10.Fototipps speziell für die A319neo
- 11.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 12.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Airbus |
|---|---|
| Familie | A320neo-Familie (A319neo, A320neo, A321neo) |
| ICAO-Typcode | A19N |
| Erstflug | 31. März 2017 (Version mit CFM LEAP-1A) |
| Zulassung | EASA und FAA im Dezember 2018 (LEAP-1A), EASA im November 2019 (PW1100G) |
| Triebwerke | 2 × CFM International LEAP-1A oder Pratt & Whitney PW1100G |
| Länge | 33,84 m |
| Spannweite | 35,80 m (Sharklets serienmäßig) |
| Höhe | 11,76 m |
| Sitzplätze | typisch 120 bis 150 in zwei Klassen, maximal 160 |
| Reichweite (Herstellerangabe) | bis rund 3.650 NM (ca. 6.750 km) |
| Max. Startgewicht | 75,5 t |
| Bestellungen / Auslieferungen | 58 / 45 (Stand September 2026) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Kurzer, kompakter Rumpf der A319 – gleiche Länge wie die A319ceo, rund 3,7 m kürzer als die A320neo
- Sehr große, rundliche Triebwerksgondeln (LEAP-1A oder PW1100G), die im Verhältnis zum kurzen Rumpf fast überdimensioniert wirken
- Gondeln sitzen weiter vorn unter dem Flügel als bei der A319ceo und ragen deutlich vor die Flügelvorderkante
- Hohe, gebogene Sharklets an den Flügelspitzen – ab Werk bei jeder neo
- Typische A320-Familien-Nase mit sechs Cockpitscheiben, davon zwei große Frontscheiben
- Im Datenstrom von Tracking-Diensten als A19N geführt, die A319ceo dagegen als A319
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kurzer Airbus rollt vorbei, aber unter den Flügeln hängen Triebwerke, die eher zu einer A321neo passen würden: Dann hast du womöglich eine Airbus A319neo vor dir, eines der seltensten aktuellen Linienflugzeuge der A320-Familie. Hier erfährst du, was die A319neo ausmacht, wer sie überhaupt fliegt, warum sie sich so schlecht verkauft hat und wie du sie sicher von A319ceo, A320neo und A220 trennst.
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Was ist die Airbus A319neo?
Die A319neo ist die kürzeste Version der A320neo-Familie. „neo“ steht für „new engine option“: Airbus hat den bewährten Rumpf der A319 übernommen und mit neuer Triebwerksgeneration, Sharklets an den Flügelspitzen und einigen aerodynamischen und kabinenseitigen Verbesserungen kombiniert. Zur Wahl stehen zwei Antriebe: das LEAP-1A von CFM International und der Getriebefan PW1100G von Pratt & Whitney.
Laut Airbus bietet die A319neo in einer typischen Zwei-Klassen-Kabine Platz für 120 bis 150 Passagiere, zugelassen sind maximal 160. Die Herstellerangabe zur Reichweite liegt bei bis zu 3.650 nautischen Meilen, also rund 6.750 Kilometern. Damit kommt sie weiter als die meisten Kurz- und Mittelstreckenjets ihrer Größe. Länge (33,84 m), Spannweite mit Sharklets (35,80 m) und Höhe (11,76 m) entsprechen der modernisierten A319ceo; das maximale Startgewicht liegt bei 75,5 Tonnen.
Weil Cockpit und Verfahren in der ganzen Familie gleich sind, fliegen Pilotinnen und Piloten die A319neo mit derselben Musterberechtigung wie A320neo und A321neo. Für Airlines, die ohnehin eine A320-Flotte haben, ist das ein echtes Argument – dazu später mehr.
Geschichte: ein langsamer Start
Airbus startete das neo-Programm im Dezember 2010, die A319neo war von Anfang an als dritte Rumpflänge neben A320neo und A321neo vorgesehen. Bis zum Erstflug dauerte es allerdings länger als bei den Schwestermodellen: Die erste A319neo mit LEAP-1A-Triebwerken hob am 31. März 2017 ab. Die gemeinsame Zulassung durch die europäische EASA und die US-Behörde FAA für diese Version folgte im Dezember 2018, nach rund 500 Flugstunden Erprobung.
Die Version mit Pratt-&-Whitney-Getriebefan flog erstmals am 25. April 2019 und erhielt Ende November 2019 die EASA-Zulassung. In den Auslieferungsstatistiken taucht der Typ ab 2019 mit nur zwei Exemplaren auf, danach ging es in kleinen Schritten weiter: zwei Auslieferungen 2021, sechs 2022, sieben 2023, neun 2024 und 15 im Jahr 2025. Die ersten A319neo für den Linienbetrieb gingen an China Southern Airlines, die als Erstkunde unter den Linienairlines gilt.
Frühe Großkunden sprangen dagegen ab. Für Frontier Airlines hatte der damalige Eigentümer Republic Airways Holdings 2011 neben 60 A320neo auch 20 A319neo bestellt. Als die Airline 2017 unter dem neuen Eigentümer Indigo Partners ihre Bestellung neu ordnete, wurden die verbliebenen A319neo in A320neo umgewandelt. Auch Avianca führte Ende 2018 noch A319neo in ihren Auftragsbüchern; in den Auslieferungsdaten bis Mitte 2026 taucht die Airline als A319neo-Empfänger aber nicht auf.
Gebaut wird die A319-Familie laut Airbus in Hamburg, Tianjin und Mobile. Welche Linie welche A319neo montiert hat, verrät dir am Ende die Seriennummer in einer Produktionsliste.
Warum sich die A319neo so schlecht verkauft hat
58 Bestellungen bei einem Programm, das insgesamt viele Tausend Flugzeuge umfasst – das ist ein deutliches Urteil des Marktes. Schon Anfang 2019 lag der Auftragsbestand der A319neo nur bei einem Bruchteil dessen, was die A220 eingesammelt hatte. Die Gründe lassen sich gut nachvollziehen.
Kurzer Rumpf, schwere Technik
Neue Triebwerke, verstärkte Pylone und Sharklets wiegen fast gleich viel, egal wie lang der Rumpf dahinter ist. Bei einer A319neo verteilt sich dieses Mehrgewicht auf deutlich weniger Sitze als bei der A320neo oder A321neo – der Effizienzgewinn pro Platz fällt kleiner aus.
Der Trend zu größeren Jets
Viele Airlines haben in den vergangenen Jahren „hochgegraded“: Statt 130 bis 140 Sitzen fliegen sie lieber 180 bis 240 Sitze pro Umlauf, weil die Kosten pro Sitz sinken. Davon profitierten vor allem A320neo und A321neo.
Konkurrenz im eigenen Haus
Mit der A220-300 hat Airbus ein Flugzeug in derselben Größenklasse, das von Grund auf für diese Kapazität konstruiert wurde. Große Bestellungen in dieser Klasse, etwa von JetBlue und Breeze, entfielen auf die A220. Airbus selbst rechnete wegen der A220 mit weniger A319neo-Aufträgen.
Ganz chancenlos ist die A319neo trotzdem nicht. Ihre Stärken liegen dort, wo die Rahmenbedingungen hart sind: Auf heißen und hoch gelegenen Flughäfen profitiert sie davon, dass sie die kräftigen Triebwerke der größeren Schwestern trägt, aber weniger Masse mitschleppt. Und für Airlines mit großer A320-Flotte zählt die Familiengleichheit: gleiche Ersatzteile, gleiche Ausbildung, gleiche Abläufe am Boden. Genau dieses Profil erklärt, warum die meisten A319neo heute in China fliegen.
Wer die A319neo fliegt
Laut den Airbus-Auslieferungsdaten, die Ende Juni 2026 ausgewertet wurden, verteilen sich die ausgelieferten A319neo im Wesentlichen auf fünf Empfänger. Die Zahlen sind eine Momentaufnahme; Gesamtstatistik und Kundentabelle weichen je nach Stichtag leicht voneinander ab.
| Betreiber | A319neo (Stand Mitte 2026) | Besonderheit |
|---|---|---|
| Tibet Airlines | 15 | größter Betreiber, in Airbus-Listen als Xizang Airlines geführt |
| China Southern Airlines | 9 | erster Linienbetreiber |
| Air China | 8 | weitere Maschinen bestellt |
| West Air | 2 | chinesische Low-Cost-Airline |
| Kunden von Airbus Corporate Jets | 9 | ACJ319neo für Geschäftsreise- und VIP-Einsätze |
Bei Tibet Airlines passt das Profil besonders gut: Die Airline hat ihre Basis in Lhasa auf dem tibetischen Hochplateau, wo dünne Luft hohe Anforderungen an Startleistung und Triebwerke stellt. Wie viele A319neo die Gesellschaft genau auf welchen Strecken einsetzt, ändert sich allerdings mit jedem Flugplan; prüf das vor einer Reise aktuell. Wer chinesische Maschinen gezielt sucht, sollte außerdem wissen, wie die B-Kennzeichen aufgebaut sind.
Betreiberlisten veralten schnell
Bei einem Typ mit nur gut 40 Exemplaren verändern schon wenige Neuzugänge oder Leasing-Wechsel das Bild. Verlass dich nicht auf ältere Aufzählungen, sondern filtere vor deiner Tour in einem Tracking-Dienst nach dem Code A19N.
Die ACJ319neo: der Business-Jet im Airliner-Kleid
Ein Teil der kleinen Stückzahl entfällt auf die ACJ319neo, die Geschäftsreise- und VIP-Version. Mit zusätzlichen Tanks im Frachtraum kommt sie laut Airbus mit acht Passagieren auf bis zu 6.750 nautische Meilen, rund 12.500 Kilometer – das entspricht etwa 15 Stunden Flugzeit. Erster Kunde war der deutsche Betreiber K5 Aviation; seine Maschine flog im April 2019 erstmals.
Für Spotter in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die ACJ319neo die realistischste Chance auf den Typ. Business-Jets dieser Größe tauchen an großen Flughäfen, bei Messen, Gipfeltreffen und Sportereignissen auf. Wie du solche Bewegungen planst, erklären die Beiträge Businessjets spotten und Regierungsflugzeuge spotten. Die Vorgängerin ohne neo-Triebwerke findest du auf der Seite zur ACJ319, die größere Schwester auf der Seite zur ACJ320neo.
A19N im Anflug? Du erfährst es.
Setz die A319neo auf deine Wunschliste und richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen ein: Planetrack benachrichtigt dich, sobald sie an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Die A319neo zu bestimmen heißt vor allem, zwei Fragen zu beantworten: Ist der Rumpf kurz? Und hängen neo-Triebwerke darunter? Drei Beobachtungen bringen dich ans Ziel.
Rumpflänge einschätzen
Die A319 wirkt gedrungen, der Flügel sitzt optisch fast in der Mitte des Rumpfes. Bei der A320neo ist der Rumpf vor und hinter dem Flügel sichtbar länger, die A321neo wirkt regelrecht gestreckt.
Triebwerke ansehen
LEAP-1A und PW1100G haben einen deutlich größeren Durchmesser als die CFM56 oder V2500 der ceo. Die Gondeln sitzen weiter vorn, ragen vor die Flügelvorderkante und wirken am kurzen Rumpf fast zu groß.
Flügelspitzen prüfen
Jede neo hat ab Werk Sharklets. Siehst du kleine, dreieckige Wingtip Fences, ist es sicher eine A319ceo. Sharklets allein reichen aber nicht, denn viele ceo wurden damit ausgeliefert.
Die Triebwerke sind der Schlüssel. Wie du LEAP und Getriebefan im Detail unterscheidest, zeigt der Guide Triebwerke erkennen. Zu den verschiedenen Flügelspitzen hilft der Beitrag Winglets, Sharklets und Co. erkennen.
Praxis-Tipp: das Proportionen-Gefühl
Wer viele A320neo gesehen hat, merkt bei der A319neo sofort, dass „etwas nicht stimmt“: Die Triebwerke sind gleich groß, aber der Rumpf dahinter ist kürzer. Genau dieses Missverhältnis ist der schnellste Hinweis aus der Distanz.
A319neo oder A319ceo?
Hier lauert die häufigste Verwechslung, denn Rumpf, Türen und Länge sind identisch. Die Tabelle zeigt die Unterschiede, die du von außen sehen kannst.
| Merkmal | A319ceo | A319neo |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | A319 | A19N |
| Triebwerke | CFM56-5 oder IAE V2500-A5 | CFM LEAP-1A oder PW1100G |
| Triebwerksgröße | schlank, eher klein | groß und rundlich |
| Gondelposition | dicht unter dem Flügel | weiter vorn, vor der Flügelkante |
| Flügelspitzen | Wingtip Fences oder Sharklets | immer Sharklets |
| Erstflug | 1995 | 2017 |
| Häufigkeit | sehr häufig | sehr selten |
Die Statistik spricht klar für die ceo: Weltweit fliegen weit über tausend A319ceo, dagegen nur gut 40 A319neo. Wenn du in Mitteleuropa eine kurze A319 mit Sharklets siehst, ist sie also mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem eine ceo – zum Beispiel bei easyJet oder im Lufthansa-Konzern. Erst die großen Triebwerke machen den Verdacht auf die neo stark. Mehr zur Unterscheidung der beiden Generationen findest du im Beitrag A320neo oder ceo?.
A319neo, A320neo oder A220-300?
Neben der eigenen Vorgängerin gibt es zwei weitere naheliegende Verwechslungen. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: kleiner neo-Airbus
Airbus A319neo
Kurzer A320-Familien-Rumpf mit großen neo-Triebwerken und Sharklets ist das typische A319neo-Bild. Bestätige es über Kennzeichen oder den Typcode A19N.
Airbus A320neo
Wirkt der Rumpf ausgewogener und länger, ist die A320neo die mit Abstand häufigere Erklärung. Zähl die Notausstiege über dem Flügel: Die A320 hat in der Regel zwei pro Seite.
Airbus A220
Die rundliche Nase, der schmalere Rumpf und Flügelspitzen ohne Sharklets sprechen für die A220, die einst als Bombardier CSeries entstand.
Airbus A319ceo
Schlanke Triebwerke deuten auf die ältere Generation. Bei kurzem Rumpf ist es eine A319ceo, die du in Europa viel häufiger siehst.
Die A320neo unterscheidest du über die Rumpflänge und die Notausstiege; wie das bei allen Familienmitgliedern funktioniert, steht im Beitrag A318, A319, A320 und A321 auseinanderhalten. Die A220-100 und die A220-300 erkennst du an der völlig anderen Nase mit großen, geschwungenen Cockpitscheiben und an Flügelspitzen ohne aufgesetztes Sharklet.
Außerhalb der Airbus-Welt ist die Boeing 737 MAX 7 die direkte Konkurrentin in dieser Größenklasse. Sie hat die spitzere Boeing-Nase, das kürzere Fahrwerk und Triebwerksgondeln mit gezackter Hinterkante. Ihre ältere Schwester, die Boeing 737-700, trägt dagegen die abgeflachten CFM56-Einläufe.
Wo du die A319neo in Mitteleuropa antriffst
Ehrlich gesagt: Die A319neo ist kein Typ, den du an einem normalen Spotting-Nachmittag in Frankfurt oder München abhakst. Keine europäische Airline betreibt sie in nennenswerter Zahl im Linienverkehr. Trotzdem gibt es Gelegenheiten.
| Gelegenheit | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Hamburg-Finkenwerder | gering bis mittel | Airbus-Standort mit A320-Familien-Endmontage, Werks- und Testflüge |
| Große Flughäfen bei Messen und Gipfeln | gering | ACJ319neo-Geschäftsreisejets auf Kundenflügen |
| Wartungs- und Überführungsflüge | gering | Gelegentliche Durchreisen chinesischer Maschinen |
| Reisen nach China | hoch | Linienbetrieb bei Tibet Airlines, Air China und China Southern |
In Hamburg lohnt sich der Blick auf das Airbus-Werk in Finkenwerder, wo neue Flugzeuge der A320-Familie ihre ersten Flüge absolvieren. Wie du dort am besten spottest, erklären der Beitrag Airbus Finkenwerder spotten und der Guide zu Testflügen und Werksflügen. Am Flughafen Hamburg bietet der Affenfelsen einen klassischen Standpunkt für Geschäftsreise- und Linienverkehr.
Den Rest erledigt die Technik: In Tracking-Diensten kannst du nach dem ICAO-Typcode A19N filtern und siehst sofort, ob eine Maschine Richtung Mitteleuropa unterwegs ist. Wie das funktioniert und was ADS-B-Daten dir verraten, steht im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B; wie du dir Benachrichtigungen für einen Typ einrichtest, erklärt der Beitrag Alarme für Flugzeuge, Typen und Airlines.
Bereit für die Jagd auf die A19N?
- Ich habe in einem Tracking-Dienst nach dem Typcode A19N gefiltert.
- Ich kenne die Unterschiede zwischen A319neo und A319ceo an den Triebwerken.
- Ich weiß, wann an meinem Flughafen Messen oder Großereignisse stattfinden.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
Fototipps speziell für die A319neo
Weil die A319neo so selten ist, zählt jedes Bild. Ein paar Punkte helfen dir, dass es auch als Bestimmungsfoto taugt.
Triebwerke ins Zentrum
Das wichtigste Merkmal sind die großen Gondeln am kurzen Rumpf. Eine Dreiviertelansicht von schräg vorn zeigt beides gleichzeitig und macht die Proportionen sichtbar.
Seitenprofil für die Länge
Ein sauberes Seitenprofil dokumentiert die Rumpflänge und die Anzahl der Notausstiege. Zusammen mit dem Dreiviertelbild ist die Bestimmung damit eindeutig.
Kennzeichen lesbar halten
Bei einem Exoten zählt der Beleg. Wähle Brennweite und Belichtung so, dass das Kennzeichen am Heck gut lesbar bleibt.
Wann das Licht an deinem Spot passt, kannst du vorab berechnen; wie das geht, zeigt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Wenn du gerade erst anfängst, bringt dich Flugzeugtypen erkennen für Anfänger schnell auf Kurs.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die A319neo, wenn …
- der Rumpf kurz und kompakt wirkt
- große, rundliche neo-Triebwerke darunter hängen
- die Flügelspitzen Sharklets tragen
- im Tracking-Dienst A19N als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du die Maschine nur von hinten oder im Gegenlicht siehst
- eine kurze A319 Sharklets hat, die Triebwerke aber schwer zu beurteilen sind
- eine Geschäftsreise-Lackierung ohne Airline-Namen auftaucht – das kann eine ACJ319 oder ACJ319neo sein
Fazit
Die A319neo ist der Beweis, dass auch ein technisch gelungenes Flugzeug am Markt vorbeigehen kann. Neue Triebwerke auf einem kurzen Rumpf bringen weniger als bei den größeren Schwestern, der Trend zu größeren Jets und die hauseigene A220 taten ihr Übriges. Übrig geblieben ist eine kleine Flotte mit Schwerpunkt in China, ergänzt um einige ACJ319neo. Für Spotter macht genau das den Reiz aus: Wer eine A19N erwischt, hat einen echten Exoten im Hangar – wie selten ein Fund wirklich ist, zeigt der Beitrag Seltenheit einer Sichtung einschätzen.
Kurzfazit
Kurzer A319-Rumpf, große neo-Triebwerke, Sharklets: Das ist die A319neo. Mit nur 45 ausgelieferten Exemplaren (Stand September 2026) gehört sie zu den seltensten aktuellen Airbus-Jets. In Mitteleuropa sind ACJ319neo-Geschäftsreisejets und Werksflüge die besten Chancen – filtere nach A19N und bleib geduldig.
Zusammenfassung
- Die A319neo flog erstmals am 31. März 2017 und erhielt Ende 2018 die Zulassung mit LEAP-Triebwerken, die Version mit Pratt-&-Whitney-Antrieb folgte 2019.
- Mit nur gut 40 ausgelieferten Exemplaren gehört sie zu den seltensten aktuellen Airbus-Linienjets; die meisten fliegen in China.
- Frontier Airlines hatte 2011 zwanzig Stück bestellt, wandelte die restlichen Aufträge aber 2017 in A320neo um.
- Im deutschsprachigen Raum begegnet dir die A319neo vor allem als ACJ319neo-Geschäftsreisejet – ein Glücksfund für deinen Hangar.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die A319neo?
Die A319neo läuft unter A19N. Die ältere A319ceo hat den Code A319, die A320neo den Code A20N. Mit A19N filterst du Tracking-Dienste gezielt nach dem seltenen Typ.
Warum wurde die A319neo so selten bestellt?
Mehrere Gründe kommen zusammen: Die neuen, schweren Triebwerke bringen beim kurzen Rumpf weniger Effizienzgewinn pro Sitz als bei der A320neo oder A321neo. Viele Airlines sind auf größere Muster umgestiegen, um die Kosten pro Sitz zu senken. Und mit der A220-300 bietet Airbus selbst ein moderneres Flugzeug in derselben Größenklasse an, das von Anfang an für diese Kapazität optimiert wurde.
Wer fliegt die A319neo?
Laut Airbus-Auslieferungsdaten (Stand Mitte 2026) vor allem chinesische Airlines: Tibet Airlines mit rund 15 Maschinen, China Southern mit 9 und Air China mit 8, dazu West Air. Neun weitere gingen als ACJ319neo an Kunden der Airbus-Geschäftsreisesparte.
Hat Frontier Airlines A319neo?
Nein. Frontier hatte 2011 noch unter dem damaligen Eigentümer Republic Airways 20 A319neo bestellt. Mit der überarbeiteten Bestellung von 2017 wurden die verbleibenden A319neo in A320neo umgewandelt. In der heutigen Frontier-Flotte gibt es keine A319neo.
Wie unterscheide ich A319neo und A319ceo?
Rumpf und Länge sind gleich, also schaust du auf die Triebwerke: Bei der neo sind die Gondeln deutlich größer, rundlicher und sitzen weiter vorn unter dem Flügel. Dazu hat jede neo Sharklets. Eine A319 mit kleinen dreieckigen Wingtip Fences ist immer eine ceo.
Was ist die ACJ319neo?
Die Geschäftsreise- und VIP-Version der A319neo. Mit Zusatztanks im Frachtraum kommt sie laut Airbus mit acht Passagieren auf bis zu 6.750 NM (rund 12.500 km). Erster Kunde war der deutsche Betreiber K5 Aviation, der seine Maschine 2019 übernahm.
Wo sehe ich in Deutschland eine A319neo?
Im Linienverkehr praktisch nicht, weil keine europäische Airline den Typ in nennenswerter Zahl betreibt. Realistische Chancen bieten ACJ319neo-Geschäftsreisejets an größeren Flughäfen und bei Events, außerdem Werks- und Testflüge der A320-Familie rund um Hamburg-Finkenwerder.
Airbus A319neo sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
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