Das Wichtigste in Kürze
- Tibet Airlines ist eine chinesische Regional-Airline aus Lhasa und gilt als erste Airline Chinas, die vor allem von Hochgebirgsflughäfen aus fliegt.
- Neuer Name: Seit Februar 2026 tritt sie international als Xizang Airlines auf; die Codes TV und TBA bleiben.
- Die Flotte dreht sich um den A319: 42 von 53 Flugzeugen sind A319 oder A319neo – ideal für dünne Luft und kurze Hochland-Sektoren.
- Air China ist mit 31 Prozent beteiligt und zugleich Codeshare-Partner.
- Mit 40 C919 und 10 ARJ21/C909 bestellte die Airline 2024 Comac-Jets, die speziell für hoch gelegene Flughäfen angepasst werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Tibet Airlines im Überblick
- 2.Aus Tibet Airlines wird Xizang Airlines
- 3.Codes und Rufzeichen
- 4.Warum Hochland-Fliegen anders ist
- 5.Die Flotte: der A319 als Hochland-Spezialist
- 6.A319, A319neo oder A320? So unterscheidest du sie
- 7.Comac-Jets für das Plateau
- 8.Woran du Tibet Airlines erkennst
- 9.Netz und Partner
- 10.Sicherheit: Flug 9833
- 11.Tibet Airlines spotten
- 12.Häufige Verwechslungen
- 13.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | TV |
|---|---|
| ICAO-Code | TBA |
| Rufzeichen | TIBET |
| Drehkreuze | LXA, CTU |
| Geschäftsmodell | Regionale Linienairline mit Schwerpunkt auf Strecken nach, von und innerhalb Tibets |
| Sitz | Lhasa, Autonome Region Tibet (Xizang), China; dazu ein Büro in Chengdu |
| Gegründet | Registriert am 17. Juni 2010, erster Linienflug am 26. Juli 2011 |
| Name | Seit Februar 2026 international „Xizang Airlines“; chinesischer Name 西藏航空 und Codes unverändert |
| Eigentümer | Xizang Sanli Investment (39 %), Air China (31 %), Investmentgesellschaft der Autonomen Region (20 %), Xizang Ruiyi Investment (10 %) |
| Drehkreuze | Lhasa-Gonggar (LXA) und Chengdu-Shuangliu (CTU); wichtige Stützpunkte auch in Chongqing und Xi’an |
| Allianz | keine eigene Mitgliedschaft; Codeshares mit Air China und Loong Air |
| Flotte (Stand Sommer 2026) | 53 Airbus: 27 A319, 15 A319neo, 6 A320, 5 A330-200 |
| Bestellungen | Weitere A319neo sowie 40 Comac C919 und 10 Comac ARJ21/C909 in Hochlandversionen (Auftrag Februar 2024) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Tibet Airlines?
- Chinesischer Schriftzug 西藏航空 am Rumpf, dazu seit 2026 zunehmend „XIZANG AIRLINES“ statt „Tibet Airlines“
- Fast immer ein Airbus A319 oder A319neo – der kurze Rumpf der A320-Familie ist das typische Bild
- Flugnummer beginnt mit TV, auf dem Tracker steht TBA
- Festland-Kennzeichen mit B- und vier Zeichen dahinter
- Auf nachfragestarken Strecken auch A330-200 – der einzige Großraumjet der Airline
- Strecken mit Zielen auf dem Hochplateau wie Lhasa, Nyingchi, Ngari oder Qamdo in der Flugplanspalte
Es gibt Airlines, die du über ihre Flotte erklärst, und Airlines, die du über ihre Flughäfen erklärst. Tibet Airlines gehört klar zur zweiten Sorte. Ihre Heimat liegt auf dem tibetischen Hochplateau, viele Ziele liegen höher als jeder Gipfel der Alpen – und genau das bestimmt, welche Flugzeuge sie fliegt. Seit 2026 trägt die Airline international einen neuen Namen. Diese Seite zeigt dir, wie du sie einordnest, woran du ihre Jets erkennst und warum gerade der kleine Airbus A319 hier die Hauptrolle spielt.
Seltene Airlines im Hangar sammeln
Mit Planetrack postest du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline, sammelst sie in deinem Hangar und merkst dir fehlende chinesische Airlines auf der Wunschliste vor. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Tibet Airlines im Überblick
Tibet Airlines ist eine chinesische Regional-Airline mit Sitz in Lhasa, der Hauptstadt der Autonomen Region Tibet. Die chinesische Luftfahrtbehörde gab im März 2010 grünes Licht für die Gründung, im Juni 2010 wurde die Gesellschaft eingetragen. Das erste Flugzeug kam Anfang Juli 2011, der erste Linienflug folgte am 26. Juli 2011 – laut chinesischen Angaben von Chengdu über Lhasa nach Ngari im äußersten Westen Tibets. Damit war die Richtung von Anfang an klar: Die Airline sollte das Hochland mit dem Rest Chinas verbinden und die abgelegenen Flughäfen der Region erschließen.
Sie gilt als erste Fluggesellschaft Chinas, die ihren Betrieb überwiegend auf Hochgebirgsflughäfen ausrichtet. Ende 2025 wurde sie nach chinesischen Angaben zur ersten Airline, die alle acht zivilen Flughäfen der Autonomen Region anfliegt. Das Netz umfasst rund 70 Ziele, fast alle im Inland.
Eine enge Verbindung besteht zu Air China: Der Staatscarrier hält seit 2011 31 Prozent der Anteile, beide Airlines bieten Codeshare-Flüge an. Größter Anteilseigner ist mit 39 Prozent allerdings die Xizang Sanli Investment, dazu kommen eine Investmentgesellschaft der Autonomen Region mit 20 Prozent und Xizang Ruiyi Investment mit 10 Prozent.
Aus Tibet Airlines wird Xizang Airlines
Seit Februar 2026 tritt die Airline international unter dem Namen Xizang Airlines auf. Die Website ist auf eine neue Adresse umgezogen, an den Flugzeugen und in englischsprachigen Unterlagen erscheint der neue Name. „Xizang“ ist die chinesische Bezeichnung für Tibet in lateinischer Umschrift. Nicht geändert haben sich der chinesische Name 西藏航空 sowie die Codes TV und TBA.
Für Spotter ist so ein Namenswechsel spannend, denn er läuft nie über Nacht ab. Flugzeuge bekommen neue Titel meist erst beim nächsten Werftaufenthalt. Eine Zeit lang fliegen deshalb Maschinen mit „Tibet Airlines“ und „Xizang Airlines“ nebeneinander – ein klassischer Fall für saubere Dokumentation. Wie solche Übergänge typischerweise ablaufen, erklärt der Artikel Wenn Airlines ihr Design wechseln, und wie du Mischformen erkennst, zeigt der Guide zu Hybrid- und Mischlackierungen.
Beide Namen notieren
Halte bei jeder Sichtung fest, welcher Schriftzug am Rumpf stand. In ein paar Jahren sind Fotos mit dem alten Namen „Tibet Airlines“ ein Stück Airline-Geschichte – vor allem, wenn du die Kennzeichen dazu hast.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code TV: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und Tickets.
- ICAO-Code TBA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen TIBET: so führen gängige Nachschlagewerke die Kennung im Funk.
Weil die Codes trotz neuem Namen gleich bleiben, ist der Tracker die verlässlichste Konstante. Suchst du nach der Airline, gib TBA ein – egal, was gerade am Rumpf steht. Wie du ADS-B-Daten richtig liest, erklärt der Guide zur Flightradar24 Schritt für Schritt.
Warum Hochland-Fliegen anders ist
Um Tibet Airlines zu verstehen, musst du die Flughäfen kennen. Die Heimatbasis Lhasa-Gonggar liegt laut Flughafendaten auf rund 3.570 Metern und hat zwei Pisten mit je 4.000 Metern Länge. Noch höher geht es in den Westen und Osten Tibets: Ngari-Gunsa liegt auf etwa 4.270 Metern, Qamdo-Bamda auf über 4.300 Metern – Qamdo galt bis 2013 sogar als höchster Verkehrsflughafen der Welt.
In solchen Höhen ist die Luft deutlich dünner als auf Meereshöhe. Das hat drei Folgen:
- Weniger Auftrieb: Flügel erzeugen bei gleicher angezeigter Geschwindigkeit weniger Auftrieb, Flugzeuge sind beim Start und bei der Landung über Grund schneller.
- Weniger Schub: Auch die Triebwerke bekommen weniger Luft und leisten weniger.
- Längere Bahnen: Starts und Landungen brauchen mehr Strecke – deshalb haben Hochlandflughäfen oft auffallend lange Pisten.
Dazu kommen enge Täler, hohe Berge in der Umgebung und schnell wechselndes Wetter. Für Einsätze auf Hochgebirgsflughäfen gelten in China deshalb besondere Anforderungen an Flugzeuge und Besatzungen. Wie sich der Druck in der Kabine auf den Körper auswirkt, erklärt der Artikel zu Kabinendruck und Kabinenhöhe.
Basis Lhasa
Rund 3.570 Meter, zwei lange Pisten – Drehkreuz für Flüge ins übrige China.
Ngari im Westen
Rund 4.270 Meter, einer der Flughäfen, mit denen der Linienbetrieb 2011 begann.
Qamdo im Osten
Über 4.300 Meter, früher höchster Verkehrsflughafen der Welt.
Chengdu als Tor
Die zweite große Basis im Sichuan-Becken, von hier aus starten viele Verbindungen ins Hochland.
Die Flotte: der A319 als Hochland-Spezialist
Die Flotte ist reine Airbus-Flotte und klar auf das Hochland zugeschnitten. Nach Flottenübersichten sieht sie im Sommer 2026 so aus:
| Typ | Anzahl | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A319 | 27 | Rückgrat auf Hochland- und Inlandsstrecken | Darunter die letzte gebaute A319ceo |
| Airbus A319neo | 15 (weitere bestellt) | Hochland- und Inlandsstrecken | Große Triebwerke, Sharklets serienmäßig |
| Airbus A320 | 6 | dichtere Strecken im Flachland | Etwas längerer Rumpf, vier Notausgänge über dem Flügel |
| Airbus A330-200 | 5 | Strecken mit hoher Nachfrage | Einziger Großraumjet der Airline |
| Comac C919 (Hochlandversion) | 40 bestellt | noch nicht im Einsatz | Gemeinsam mit Comac konzipiert |
| Comac ARJ21/C909 (Hochlandversion) | 10 bestellt | noch nicht im Einsatz | Regionaljet mit Hecktriebwerken |
Der Airbus A319 ist der kürzeste Vertreter der A320-Familie, die noch in größerer Zahl fliegt. Weniger Gewicht bei ähnlicher Triebwerksleistung wie beim größeren A320 bedeutet mehr Reserven – genau das, was in dünner Luft zählt. Tibet Airlines hat diesen Typ so konsequent eingesetzt, dass sie die letzte gebaute A319 der ersten Generation übernommen hat.
Bei der Nachfolgegeneration ist die Airline ebenso führend: Mit 15 Maschinen ist sie nach Auslieferungsübersichten der größte Betreiber der A319neo weltweit. Der Typ wurde von vielen Airlines kaum bestellt; für Tibet Airlines passt er aber perfekt, weil die neuen Triebwerke sparsamer sind und die Reserven für Hochlandstarts erhalten bleiben. Mehr zum Hersteller findest du auf der Seite zu Airbus.
Daneben fliegen einige A320 und fünf A330-200. Die Großraumjets kommen dort zum Einsatz, wo viele Passagiere unterwegs sind; 2019 war mit ihnen zum Beispiel eine Verbindung von Jinan nach Helsinki angekündigt.
Die A319neo auf der Wunschliste
Setz die A319neo auf die Wunschliste in deinem Hangar und richte Sichtungs-Alarme für Typen, Kennzeichen oder Airlines ein – Planetrack benachrichtigt dich bei Anflug oder Landung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A319, A319neo oder A320? So unterscheidest du sie
Weil fast die ganze Flotte aus der A320-Familie stammt, liegt die eigentliche Spotter-Arbeit im Unterscheiden. Die wichtigsten Merkmale:
Das spricht für einen A319
- Kurzer, gedrungener Rumpf mit wenig Fenstern vor dem Flügel
- Nur ein Notausgang je Seite über dem Flügel
- Auf Trackern als A319 bzw. A319neo (Kürzel A319 oder A19N)
Das spricht für einen A320
- Sichtbar längerer Rumpf, gestrecktere Proportionen
- Zwei Notausgänge je Seite über dem Flügel
- Auf Trackern als A320 geführt
Zwischen A319 und A319neo entscheiden die Triebwerke: Die neo hat deutlich größere Triebwerksgondeln mit größerem Durchmesser, die fast bis an die Flügelvorderkante reichen. Sharklets an den Flügelspitzen haben dagegen auch manche ältere A319 – sie sind also kein sicheres Merkmal. Mehr dazu erklärt der Guide A320neo oder ceo?. Eine ausführliche Anleitung findest du im Guide A318, A319, A320 und A321 sicher auseinanderhalten.
Comac-Jets für das Plateau
Im Februar 2024 bestellte Tibet Airlines auf der Singapore Airshow 40 Comac C919 und 10 ARJ21 in Versionen für Hochgebirgsflughäfen und wurde damit Erstkunde und Entwicklungspartner beider Varianten. Bei der C919 geht es um eine verkürzte Ausführung, die Comac gemeinsam mit der Airline speziell für hoch gelegene Flughäfen konzipiert. Die ARJ21, inzwischen als C909 vermarktet, ist ein Regionaljet mit Hecktriebwerken.
Wann diese Flugzeuge regelmäßig für Tibet Airlines fliegen, ist offen. Für Spotter lohnt sich der Blick trotzdem: Die ersten Comac-Jets in den Farben der Airline dürften begehrte Motive werden. Mehr zum Hersteller steht auf der Seite zu Comac.
Woran du Tibet Airlines erkennst
Am Rumpf steht in großen Zeichen 西藏航空, daneben der englische Name – je nach Flugzeug noch „Tibet Airlines“ oder schon „Xizang Airlines“. Achte genau auf die Beschriftung, denn sie verrät den Stand der Umbenennung. Das Kennzeichen beginnt wie bei allen Airlines vom chinesischen Festland mit B- und vier weiteren Zeichen. Wie dieses System aufgebaut ist, erklärt der Artikel zu den chinesischen B-Kennzeichen.
Achtung Verwechslung
In Chengdu stehen viele Airbus-Jets nebeneinander: Sichuan Airlines, Chengdu Airlines, Air China und Tibet Airlines teilen sich den Flughafen. Fotografiere deshalb immer auch Schriftzug und Kennzeichen, nicht nur das Leitwerk.
Netz und Partner
Der Schwerpunkt liegt auf Verbindungen zwischen Tibet und den großen Städten Chinas. Besonders wichtig sind die Strecken über Chengdu, Chongqing und Xi’an, die als zentrale Stützpunkte gelten. Dazu kommen Verbindungen in weitere Großstädte des Landes; Peking gehört schon seit dem ersten Betriebsjahr 2011 zum Netz. Innerhalb Tibets verbindet die Airline Lhasa mit Flughäfen wie Nyingchi, Ngari, Shigatse oder Qamdo.
International ist das Angebot klein. Der erste Auslandsflug ging im Juli 2016 von Chengdu nach Ko Samui in Thailand. 2026 nennen Streckenübersichten nur Hongkong und Phu Quoc in Vietnam als Ziele außerhalb des Festlands. Codeshares bestehen mit Air China und Loong Air. Mitglied einer Allianz ist Tibet Airlines nicht; über Air China, die zur Star Alliance gehört, ist sie aber eng an ein großes Netzwerk angebunden.
Sicherheit: Flug 9833
Am 12. Mai 2022 brach die Crew eines A319 mit dem Kennzeichen B-6425 auf dem Weg von Chongqing nach Nyingchi den Start ab. Die Maschine kam von der Piste ab und fing Feuer. Alle 122 Menschen an Bord konnten das Flugzeug verlassen, 36 erlitten bei der Evakuierung leichte Verletzungen. Der im Juni 2024 veröffentlichte Bericht der chinesischen Luftfahrtbehörde sah die Ursache bei Fehlern der Besatzung, die Airline erhielt eine Geldstrafe. Die Maschine wurde bei dem Unfall schwer beschädigt.
Dass Hochlandstrecken anspruchsvoll sind, zeigt auch ein Vorfall bei einer anderen Airline: 2018 verlor ein A319 von Sichuan Airlines auf dem Weg nach Lhasa eine Cockpitscheibe und landete sicher in Chengdu.
Tibet Airlines spotten
In Europa wirst du Tibet Airlines praktisch nicht sehen. Wer die Airline ins Logbuch bekommen will, muss nach China reisen – oder auf einen der seltenen Flüge nach Hongkong hoffen.
Gute Chancen, wenn …
- du in Chengdu-Shuangliu, Chongqing oder Xi’an bist
- du gezielt nach Flügen mit Zielen in Tibet suchst
- du den Tracker nach dem Code TBA filterst
Prüf es vorher, wenn …
- du in Hongkong spotten willst – die Flüge sind selten und der Plan ändert sich
- du nach Lhasa reisen möchtest – für ausländische Besucher gelten besondere Reiseregeln
Eher keine Chance, wenn …
- du an einem europäischen Flughafen auf Tibet Airlines wartest
Sicherheit und Regeln
In China ist das Fotografieren an Flughäfen sensibler als in Europa, und manche Bereiche sind militärisch mitgenutzt. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Orten aus, halte Abstand zu Zäunen und Sicherheitsbereichen und informiere dich vor der Reise über aktuelle Vorschriften. Drohnen sind in Flughafennähe tabu.
Häufige Verwechslungen
- Tibet Airlines und Xizang Airlines für zwei Airlines halten – es ist dieselbe Gesellschaft mit neuem englischen Namen.
- Jeden kurzen Airbus in Chengdu für Sichuan Airlines halten – auch Tibet Airlines fliegt dort viele A319.
- Sharklets als neo-Merkmal nehmen – entscheidend sind die großen Triebwerksgondeln.
- TV mit einem Fernsehsender verwechseln – im Flugplan ist TV schlicht der IATA-Code der Airline.
- Tibet Airlines für eine Air-China-Tochter halten – Air China ist beteiligt, aber nicht Mehrheitseigner.
- Lhasa-Flüge automatisch Tibet Airlines zuordnen – auch Air China, Sichuan Airlines und weitere chinesische Gesellschaften fliegen nach Lhasa.
Hochland-Airlines im Blick
Beobachte Airlines, Typen oder einzelne Kennzeichen, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Tibet Airlines ist eine Airline, die von ihren Flughäfen geprägt ist. Weil Lhasa, Ngari und Qamdo auf 3.500 bis über 4.300 Metern liegen, setzt die Gesellschaft fast ausschließlich auf den A319 und dessen Nachfolger A319neo – und ist damit zum wichtigsten Betreiber dieses sonst seltenen Typs geworden. Mit dem neuen Namen Xizang Airlines und den bestellten Comac-Hochlandjets steht sie gerade vor einem sichtbaren Wandel. Für Spotter heißt das: jetzt dokumentieren, solange alte und neue Beschriftung nebeneinander fliegen.
Kurzfazit
Tibet Airlines (IATA TV, ICAO TBA), seit 2026 international Xizang Airlines, ist eine Regional-Airline aus Lhasa mit einer Flotte rund um den Airbus A319. Der Code TBA im Tracker und das B-Kennzeichen helfen dir, sie zwischen den vielen Airbus-Jets in Chengdu sicher zu erkennen.
Zusammenfassung
- Tibet Airlines erkennst du am Code TV beziehungsweise TBA und an einer Flotte, die fast nur aus Airbus A319 und A319neo besteht.
- Seit 2026 wechseln die Rumpftitel auf „Xizang Airlines“ – eine Übergangsphase, in der beide Schreibweisen auf den Flugzeugen zu sehen sind.
- Die Airline ist der wohl wichtigste Betreiber der A319neo weltweit und hat die letzte gebaute A319ceo übernommen.
- Spotten kannst du sie vor allem in Chengdu, Chongqing, Xi’an und Lhasa; außerhalb Chinas ist sie nur sehr selten zu sehen, etwa in Hongkong.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Tibet Airlines?
Der IATA-Code ist TV, der ICAO-Code TBA. Im Funk wird laut gängigen Nachschlagewerken das Rufzeichen „TIBET“ genutzt. Die Umbenennung in Xizang Airlines 2026 hat an den Codes nichts geändert.
Warum heißt Tibet Airlines jetzt Xizang Airlines?
Seit Februar 2026 verwendet die Gesellschaft auf ihrer Website, an den Flugzeugen und in internationalen Unterlagen den englischen Namen Xizang Airlines. Xizang ist die chinesische Bezeichnung (in Pinyin) für Tibet. Der chinesische Name 西藏航空 und die Codes bleiben gleich. Für Spotter heißt das: Je nach Flugzeug siehst du noch die alte oder schon die neue Beschriftung.
Welche Flugzeuge fliegt Tibet Airlines?
Nach Flottenübersichten (Stand Sommer 2026) 53 Airbus-Jets: 27 A319, 15 A319neo, 6 A320 und 5 A330-200. Weitere A319neo sind bestellt. Dazu kommen Aufträge über 40 Comac C919 und 10 Comac ARJ21/C909 in Versionen für Hochgebirgsflughäfen.
Warum fliegt Tibet Airlines so viele A319?
In großer Höhe ist die Luft dünn: Tragflächen erzeugen weniger Auftrieb und Triebwerke weniger Schub, Starts und Landungen brauchen mehr Bahn und mehr Leistungsreserve. Der A319 ist der kürzeste und leichteste Vertreter der A320-Familie mit vergleichsweise viel Schub je Tonne. Damit passt er gut zu Flughäfen wie Lhasa, Ngari oder Qamdo, die auf 3.500 bis über 4.300 Metern liegen.
Wem gehört Tibet Airlines?
Größter Anteilseigner ist mit 39 Prozent die Xizang Sanli Investment. Air China hält seit 2011 31 Prozent, eine Investmentgesellschaft der Autonomen Region Tibet 20 Prozent und Xizang Ruiyi Investment 10 Prozent. Zur Gründung lag die Mehrheit noch bei der regionalen Investmentgesellschaft.
Fliegt Tibet Airlines ins Ausland?
Nur in sehr kleinem Umfang. Der erste internationale Flug ging 2016 von Chengdu nach Ko Samui in Thailand. Laut Streckenübersichten von 2026 sind Hongkong und Phu Quoc in Vietnam die einzigen Ziele außerhalb des chinesischen Festlands. Das Angebot ändert sich, prüf deshalb den aktuellen Flugplan.
Was war der Unfall von Tibet-Airlines-Flug 9833?
Am 12. Mai 2022 brach die Crew eines A319 (B-6425) auf dem Weg von Chongqing nach Nyingchi den Start ab. Das Flugzeug kam von der Bahn ab und geriet in Brand. Alle 122 Menschen an Bord konnten sich retten, 36 wurden bei der Evakuierung leicht verletzt. Der im Juni 2024 veröffentlichte Untersuchungsbericht der chinesischen Luftfahrtbehörde nannte Fehler der Crew als Ursache.
Kann ich in Lhasa spotten?
Grundsätzlich fliegt Tibet Airlines dort am meisten. Für ausländische Reisende gelten in Tibet aber eigene Einreise- und Reiseregeln, und in China sind Fotos an Flughäfen sensibler als in Europa. Realistischer sind für die meisten Spotter Chengdu, Chongqing oder Xi’an. Informiere dich vor jeder Reise über die aktuellen Vorschriften.
Tibet Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypAirbus A319neo
Kurzer Rumpf, riesige neo-Triebwerke, kaum Bestellungen: Die A319neo ist das seltenste Linienmitglied der A320neo-Familie. Hier erfährst du, wer sie fliegt und wie du sie sicher erkennst.
FlugzeugtypComac C919
Zwei LEAP-Triebwerke, A320-Format, Kennzeichen mit B-: Die Comac C919 ist Chinas erster großer Schmalrumpfjet. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und warum sie in Europa ein echter Seltenheitsfund ist.
FlugzeugtypComac ARJ21 / C909
T-Leitwerk, Hecktriebwerke, rund 90 Sitze und ein Rumpfquerschnitt mit MD-80-Genen: Der Comac ARJ21, seit 2024 als C909 vermarktet, ist Chinas erster eigener Regionaljet. Hier erfährst du, wie du ihn erkennst und wo er inzwischen auch im Ausland fliegt.
Weitere Airlines
Air China
Chinas Flag Carrier aus Peking: Star-Alliance-Mitglied, roter Phönix am Leitwerk und eine gemischte Flotte von der Boeing 747-8 über die A350 bis zur heimischen Comac C919.
NetzwerkSichuan Airlines
Die größte Airline Westchinas aus Chengdu: fast reine Airbus-Flotte vom A319 bis zur A350-900, Panda-Sonderlackierung, keine Allianz – und bekannt durch die Notlandung von Flug 8633.
NetzwerkChengdu Airlines
Die Airline aus Chengdu, die Chinas ersten eigenen Regionaljet in den Liniendienst brachte: Erstkunde des Comac ARJ21 (heute C909), dazu eine Flotte aus Airbus A319, A320 und A321neo – und ein Rufzeichen aus der Zeit als United Eagle Airlines.
NetzwerkLoong Air
Private chinesische Airline aus Hangzhou: als Frachtfluggesellschaft gestartet, heute mit einer reinen Flotte aus A319, A320ceo, A320neo und A321neo und einem Netz in China, Ost-, Südost- und Zentralasien.
NetzwerkChina Southern Airlines
Gemessen an der Flotte die größte Airline Chinas: Drehkreuz in Guangzhou, rund 700 Flugzeuge, auf Langstrecke A350, Boeing 787-9 und 777-300ER – und mit China Southern Cargo eine eigene 777-Frachtsparte, die auch Europa anfliegt.
NetzwerkChina Eastern Airlines
Die Großairline aus Shanghai ist SkyTeam-Mitglied, fliegt eine gemischte Airbus- und Boeing-Flotte und war 2022 der erste Kunde, der die chinesische COMAC C919 übernommen hat.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerCOMAC
Von Shanghai aus will COMAC das Duopol von Airbus und Boeing aufbrechen: Der Regionaljet ARJ21, seit 2024 als C909 vermarktet, fliegt in großer Zahl in China, die C919 tritt gegen A320neo und 737 MAX an, und mit der C929 ist ein Großraumjet in Arbeit. Hier erfährst du, wie der staatliche Hersteller entstanden ist, wie du seine Muster erkennst und wo du sie realistisch vor die Linse bekommst.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Hongkong Chek Lap Kok
Auf einer künstlichen Insel vor Lantau gebaut, 1998 als Nachfolger von Kai Tak eröffnet: Chek Lap Kok ist die Heimat von Cathay Pacific, seit Jahren in der Weltspitze bei der Luftfracht und seit 2024 ein Flughafen mit drei Pisten.
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