Das Wichtigste in Kürze
- Der ACJ319 ist eine A319 mit VIP-Kabine und Zusatztanks im Frachtraum. Airbus stellte die Corporate-Jet-Version 1997 vor, zunächst als A319CJ.
- Äußerlich kaum anders als die Linien-A319: Den Unterschied machen Lackierung, Kennzeichen und der Abstellort.
- Reichweite ist das Verkaufsargument: rund 11.100 km beim ACJ319, rund 12.500 km beim ACJ319neo – deutlich mehr als bei der Linienversion.
- Regierungsflieger in vielen Ländern: In Deutschland fliegt die Flugbereitschaft des BMVg zwei A319CJ (15+01, 15+02) und eine A319 für Open-Skies-Flüge (15+03).
- Im Tracker läuft der klassische ACJ319 als A319, der ACJ319neo als A19N – den Corporate Jet erkennst du am Betreiber, Rufzeichen oder Kennzeichen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der Airbus ACJ319?
- 2.ACJ319neo: die neue Generation
- 3.So erkennst du einen ACJ319
- 4.ACJ319, Linien-A319 oder anderer VIP-Jet?
- 5.Der ACJ319 als Regierungsflugzeug
- 6.Der ACJ319 bei Firmen und Privatkunden
- 7.Spotting an Business-Aviation-Terminals und Regierungsvorfeldern
- 8.Fototipps für den ACJ319
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Airbus (Airbus Corporate Jets) |
|---|---|
| Basis | Airbus A319 (A320-Familie), seit 2019 auch A319neo |
| Frühere Bezeichnung | A319CJ (Corporate Jet) |
| ICAO-Typcode | A319 (ACJ319), A19N (ACJ319neo) |
| Vorgestellt | 1997 als erster Corporate Jet von Airbus |
| Erstflug ACJ319neo | 24. April 2019 |
| Erstauslieferung ACJ319neo | 2019 an K5 Aviation |
| Triebwerke | ACJ319: CFM56-5 oder IAE V2500; ACJ319neo: CFM LEAP-1A oder Pratt & Whitney PW1100G |
| Länge | 33,84 m |
| Spannweite | 34,10 m mit Wingtip Fences, 35,80 m mit Sharklets |
| Rumpfbreite außen | 3,95 m |
| Zusatztanks | herausnehmbare Additional Center Tanks im Frachtraum (ACJ319neo: bis zu fünf) |
| Kabine | individuell; je nach Auslegung etwa 19 bis 50 Sitzplätze |
| Reichweite (Herstellerangaben) | ACJ319 rund 11.100 km, ACJ319neo rund 12.500 km mit 8 Passagieren |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Rumpf, Nase und Leitwerk einer ganz normalen A319 – kurzer Rumpf, typische A320-Familien-Nase mit vier großen Cockpitscheiben
- Keine Airline-Lackierung: meist weiß oder dezent lackiert, bei Regierungen mit Landesnamen, Wappen oder Nationalfarben
- Statt eines zivilen Linienkennzeichens oft eine militärische Kennung (z. B. 15+01) oder ein Privatkennzeichen, häufig aus Offshore-Registern
- Abgestellt auf dem General-Aviation-Vorfeld, am Regierungs- oder Militärbereich statt am Passagiergate
- Fenster teils abgedunkelt oder mit geschlossenen Blenden, kein Fluggastbrückenbetrieb, wenige Passagiere beim Ein- und Aussteigen
- Die Zusatztanks sitzen unsichtbar im Frachtraum – von außen trennt dich vor allem das Kennzeichen von einer Linien-A319
Aktualisiert: Oktober 2026 – Eine A319 rollt über das Vorfeld, aber irgendetwas stimmt nicht: kein Airline-Logo, ein weißer Rumpf, statt Fluggastbrücke nur eine Treppe und eine Handvoll Menschen in Anzügen. Gut möglich, dass du gerade einen Airbus ACJ319 vor dir hast – die Corporate-Jet-Version der A319, die Konzerne, Milliardäre und vor allem Regierungen fliegen. Diese Seite zeigt dir, was den ACJ319 technisch ausmacht, wie du ihn von einer normalen A319 unterscheidest und wo du ihn in Deutschland und Europa am ehesten vor die Linse bekommst.
Seltene VIP-Jets festhalten
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Was ist der Airbus ACJ319?
Der ACJ319 ist eine Airbus A319, die nicht für eine Airline, sondern als Geschäftsreise-, VIP- oder Regierungsflugzeug ausgeliefert wird. Airbus stellte diese Version 1997 vor, damals unter dem Namen A319CJ – CJ für Corporate Jet. Es war der erste Business-Ableger aus Toulouse und begründete die heutige Produktlinie Airbus Corporate Jets (ACJ), zu der später auch Versionen auf Basis von A318, A320 und den Großraumjets kamen.
Die Idee dahinter ist einfach: Klassische Businessjets wie die Gulfstream G650 oder die Bombardier Global 7500 fliegen sehr weit, haben aber eine vergleichsweise enge Kabine. Der ACJ319 bietet dagegen den Rumpfquerschnitt eines Linienjets mit 3,95 Metern Außenbreite. Darin lassen sich Konferenzräume, Schlafzimmer, Duschen und getrennte Bereiche für Delegation, Personal und Presse unterbringen. Airbus wirbt deshalb seit jeher mit dem größeren Kabinenvolumen gegenüber klassischen Langstrecken-Businessjets.
Der Haken der Linien-A319 ist für diese Kundschaft die Reichweite. Die Lösung sind Additional Center Tanks (ACT): zusätzliche Treibstofftanks, die im Frachtraum eingebaut werden und sich bei Bedarf wieder entfernen lassen. Je nach Quelle und Ausführung sind beim klassischen ACJ319 bis zu sechs solcher Tanks möglich. Damit schafft der Jet laut Herstellerangaben rund 11.100 Kilometer (6.000 nautische Meilen) – genug, um von Europa ohne Zwischenstopp nach Nordamerika oder Ostasien zu fliegen. Dazu kommt eine Zulassung für ETOPS-Flüge bis 180 Minuten, also lange Strecken über Wasser mit nur zwei Triebwerken.
ACJ319neo: die neue Generation
Mit der Umstellung der A320-Familie auf neue Triebwerke bekam auch der Corporate Jet einen Nachfolger. Der ACJ319neo absolvierte seinen Erstflug am 24. April 2019; nach kurzer Testphase ging die erste Maschine noch 2019 an den deutschen Betreiber K5 Aviation. Sie war mit fünf Zusatztanks ausgerüstet.
Die Neuauflage nutzt wie die Linien-A319neo entweder das CFM LEAP-1A von CFM International oder das PW1100G von Pratt & Whitney. Die sparsameren Triebwerke heben die Reichweite laut Airbus auf rund 12.500 Kilometer (6.750 nautische Meilen) mit acht Passagieren – das entspricht grob 15 Flugstunden. Damit spielt der ACJ319neo in der Liga echter Ultralangstrecken-Businessjets.
Für Spotter ist die neo-Version leichter zu identifizieren als der klassische ACJ319, weil die Triebwerke deutlich größer sind und der Tracker sie als A19N führt. Wie du neo und ceo grundsätzlich trennst, erklärt der Guide A320neo oder ceo unterscheiden. Der größere Bruder ACJ320neo nutzt den längeren A320-Rumpf und bietet mehr Kabine bei etwas weniger Reichweite.
| Merkmal | ACJ319 (A319CJ) | ACJ319neo |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | A319 | A19N |
| Triebwerke | CFM56-5 oder IAE V2500 | CFM LEAP-1A oder PW1100G |
| Reichweite (Hersteller) | rund 11.100 km | rund 12.500 km mit 8 Passagieren |
| Zusatztanks | bis zu sechs, je nach Quelle | bis zu fünf |
| Flügelspitzen | Wingtip Fences, später Sharklets | Sharklets |
| Erstflug / Einführung | Vorstellung 1997 | Erstflug 24. April 2019 |
So erkennst du einen ACJ319
Die ehrliche Antwort zuerst: Am Flugzeug selbst siehst du den Unterschied zur Linien-A319 kaum. Die Zusatztanks verschwinden im Frachtraum, Rumpf, Flügel und Leitwerk sind identisch. Bestimmen musst du deshalb zweistufig: erst den Grundtyp A319, dann den Einsatzzweck.
Grundtyp A319 sichern
Kurzer Rumpf, normales Leitwerk, in der Standardversion ein Notausstieg pro Seite über dem Flügel. Damit grenzt du die A319 gegen A318, A320 und A321 ab – Details stehen im Guide A318, A319, A320 und A321 unterscheiden.
Lackierung prüfen
Kein Airline-Logo, dafür ein weißer Rumpf mit dezenten Zierstreifen, ein Wappen, ein Landesname oder ein Firmenschriftzug: Das deutet klar auf einen Corporate Jet oder einen Regierungsflieger.
Kennzeichen lesen
Militärische Kennungen wie 15+01 oder MM62209 und Privatkennzeichen aus Offshore-Registern wie VP-C… sprechen für einen VIP-Jet. Mit dem Kennzeichen bestätigst du in jeder Datenbank, dass es ein ACJ ist.
Abstellort beachten
Corporate Jets parken auf dem General-Aviation-Vorfeld, vor einem Business-Aviation-Terminal oder im militärischen Bereich – praktisch nie an einem normalen Passagiergate.
Warum so viele Privatjets Kennzeichen von Bermuda, der Isle of Man oder Malta tragen, erklärt der Beitrag zu Offshore-Registrierungen. Auch die deutsche 15+03 hatte ein Vorleben: Bevor die Luftwaffe sie übernahm, flog sie als Firmenjet für Volkswagen.
Vorsicht bei weißen A319
Nicht jede schlicht lackierte A319 ist ein Corporate Jet. Auch Leasingrückläufer, frisch übergebene Maschinen ohne Lackierung oder Charterflugzeuge im Wet-Lease sehen oft weiß aus. Ohne Kennzeichen-Check bleibt die Bestimmung eine Vermutung.
ACJ319, Linien-A319 oder anderer VIP-Jet?
Der Finder hilft dir, anhand von drei Beobachtungen einzugrenzen, was da gerade auf dem Vorfeld steht.
Schnellbestimmung: weißer Jet ohne Airline
Airbus ACJ319 oder ACJ320neo
A320-Familien-Silhouette plus VIP-Abstellort und Sonderkennzeichen sprechen für einen Airbus Corporate Jet. Prüf die Rumpflänge: kurz heißt ACJ319, länger mit zwei Notausstiegen pro Seite heißt eher ACJ320.
Linien-A319
Gate, Fluggastbrücke und eine Flugnummer im Tracker deuten auf eine normale A319 – vielleicht nur in einer schlichten oder neuen Lackierung.
Klassischer Businessjet
Hecktriebwerke und kleine Abmessungen sprechen für Gulfstream, Global, Falcon und Co. Die Unterschiede erklärt der Guide zu den Businessjet-Typen.
Boeing Business Jet
Die Boeing-Konkurrenz basiert auf der 737. Typisch sind die spitze Nase, das niedrige Fahrwerk und die unten abgeflachten Triebwerkseinläufe.
Der direkte Konkurrent ist der Boeing Business Jet auf 737-Basis. Er ähnelt dem ACJ319 in Größe und Einsatzzweck, lässt sich aber mit den bekannten Airbus-Boeing-Merkmalen gut trennen. Kleinere Langstrecken-Jets wie die Dassault Falcon 8X oder die Global-Familie haben Triebwerke am Heck und sind schon aus der Ferne eindeutig – mehr dazu im Guide Businessjet-Typen unterscheiden.
Der ACJ319 als Regierungsflugzeug
Die Kombination aus Kabinengröße, Reichweite und den weltweit verfügbaren A320-Ersatzteilen und -Wartungsbetrieben macht den ACJ319 bei Staaten beliebt. Für eine Regierung ist er groß genug für Delegation und Personal, aber deutlich günstiger im Betrieb als ein Großraumjet.
Deutschland: Flugbereitschaft des BMVg
In Deutschland betreibt die Flugbereitschaft des BMVg die Regierungsflotte. 2007 entschied sich das Verteidigungsministerium für zwei A319 Corporate Jets und vier Bombardier Global 5000, die ältere Challenger-Jets ablösten; die A319 kamen ab 2010. Daraus wurden die beiden Corporate Jets mit den Kennungen 15+01 und 15+02. Sie fliegen Regierungsmitglieder und Delegationen auf Kurz- und Mittelstrecken und ergänzen die drei A350-900 für die Langstrecke.
Dazu kommt die 15+03: eine gebrauchte A319CJ, die Lufthansa Technik zum Beobachtungsflugzeug für den Vertrag über den Offenen Himmel umbaute und im Juni 2019 übergab. Die Bundeswehr führt sie als A319OH; ihr Hauptzweck sind Open-Skies-Missionen, sie kann aber auch Passagiere befördern. Wie die deutsche Kennungssystematik funktioniert, erklärt der Beitrag zu den Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen.
| Kennung | Typ | Einsatz |
|---|---|---|
| 15+01 | A319CJ | Regierungsflüge Kurz- und Mittelstrecke |
| 15+02 | A319CJ | Regierungsflüge Kurz- und Mittelstrecke |
| 15+03 | A319CJ, umgebaut zur A319OH (ex Volkswagen) | Beobachtungsflüge nach dem Vertrag über den Offenen Himmel |
Zu erkennen sind die Regierungs-A319 am weißen Rumpf mit schwarz-rot-goldenem Zierstreifen und dem Schriftzug „Bundesrepublik Deutschland“. Im Tracker tauchen sie mit dem Rufzeichen-Präfix GAF auf, im Funk als „German Air Force“ – eine Flugnummer gibt es nicht. Was hinter Rufzeichen steckt, zeigt der Beitrag Callsign und Flugnummer.
Weitere Staatsflieger in Europa und der Welt
Auch andere Länder setzen auf den Corporate Jet aus der A320-Familie. Eine Auswahl, Stand 2026:
- Italien: drei ACJ319 unter der Bezeichnung VC-319A beim 31. Geschwader in Rom-Ciampino, eine davon mit der Kennung MM62209.
- Tschechien: zwei A319CJ bei der 241. Transportstaffel in Prag-Kbely.
- Ungarn: zwei gebrauchte Linien-A319 der Luftwaffe, für den Regierungseinsatz umgerüstet – streng genommen keine ab Werk gebauten Corporate Jets.
- Brasilien: der Präsidentenjet VC-1A „Santos-Dumont“ auf A319-Basis.
- Malaysia: eine A319CJ im VIP-Geschwader der Luftwaffe.
- Ukraine: eine Regierungs-A319 mit dem Kennzeichen UR-ABA.
Daneben fliegen Regierungen in Armenien und weiteren Staaten A319 im VIP-Einsatz. Flotten werden regelmäßig umgebaut, verkauft oder getauscht – vor einer Tour lohnt der Blick in aktuelle Flottenlisten.
Gipfel sind ACJ-Festspiele
Bei Staatsbesuchen, Konferenzen und Gipfeltreffen landen oft mehrere Regierungs-A319 an einem Tag. Mit Sichtungs-Alarmen in Planetrack beobachtest du einzelne Kennungen oder Typen und bekommst eine Nachricht bei Anflug und Landung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Der ACJ319 bei Firmen und Privatkunden
Neben Staaten fliegen Konzerne, Charteranbieter und sehr wohlhabende Privatpersonen den ACJ319. Die Kabine wird nicht von Airbus allein gestaltet: Spezialisierte Ausbaubetriebe übernehmen das sogenannte Completion, also den individuellen Innenausbau – in Deutschland etwa Lufthansa Technik in Hamburg. Kein ACJ gleicht innen dem anderen.
Ein bekanntes deutsches Beispiel aus der Vergangenheit: DaimlerChrysler Aviation, die Vorgängerin der heutigen DC Aviation, verband um das Jahr 2000 mit einem A319CJ die Konzernzentralen in Stuttgart und im Raum Detroit. Solche Werksshuttles zeigen, dass der Typ nicht nur Prestigeobjekt ist, sondern auch als Firmenpendler für größere Gruppen taugt. Den klassischen ACJ319 auf ceo-Basis verkauft Airbus nicht mehr; neue Kunden bekommen den ACJ319neo.
Für Spotter heißt das: Private ACJ319 tauchen unregelmäßig auf, oft passend zu Messen, Sportgroßereignissen oder Saisonzielen. Ein Plan wie beim Linienverkehr existiert nicht – du arbeitest mit Trackern, Kennzeichen-Alarmen und einer Portion Glück.
VIP-Kennzeichen auf die Wunschliste
Setz Kennzeichen wie 15+01 oder einzelne Corporate Jets auf deine Wunschliste und leg Sichtungs-Alarme an – Planetrack meldet dir, wenn sie anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting an Business-Aviation-Terminals und Regierungsvorfeldern
Der ACJ319 ist ein typisches Zufalls- oder Ereignisflugzeug. Die gute Nachricht: Wenn du weißt, wo VIP-Jets abgestellt werden, steigen deine Chancen erheblich.
Köln/Bonn: Heimat der Flugbereitschaft
Am Flughafen Köln/Bonn liegt der Hauptstandort der Flugbereitschaft – hier sind auch die 15+01 bis 15+03 zu Hause. Von der Besucherterrasse in Köln/Bonn blickst du auf den militärischen Teil – der ist allerdings ein Stück entfernt, ein langes Teleobjektiv ist Pflicht. Alles Weitere zum Flughafen steht im Planespotting-Guide Köln/Bonn.
Berlin: Regierungsterminal am BER
In Berlin landen Regierungsflüge am BER, wo die Flugbereitschaft ein eigenes Regierungsterminal nutzt. Bei Staatsbesuchen kommen dort auch ausländische ACJ319 an. Von der Besucherterrasse am BER bekommst du Starts und Landungen gut ins Bild.
Genf und andere Business-Aviation-Hochburgen
Flughäfen mit vielen internationalen Organisationen und starkem Geschäftsreiseverkehr sind ein Magnet für Corporate Jets. Der Flughafen Genf gehört in Europa zu den spannendsten Adressen; einen Überblick über die Spots findest du im Planespotting-Guide Genf und auf der Seite zur Aussichtsterrasse in Genf. Allgemeine Tipps für das Thema liefern Businessjets spotten und General Aviation spotten.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Köln/Bonn | hoch | Heimatbasis der deutschen A319CJ |
| Berlin BER | mittel bis hoch | Regierungsterminal, Staatsbesuche |
| Genf | mittel | Internationale Organisationen, viel Business Aviation |
| Gipfelorte | hoch, aber kurz | Viele Staatsflieger an wenigen Tagen |
| Regionalflughäfen | niedrig | Höchstens Einzelbesuche oder Charter |
Bereit für die ACJ-Jagd?
- Ich habe Nachrichtenlage und Termine (Staatsbesuche, Konferenzen) gecheckt.
- Ich beobachte die gesuchten Kennungen oder Betreiber im Tracker.
- Ich weiß, wo am Flughafen VIP- und Regierungsjets abgestellt werden.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe genug Brennweite für weit entfernte Vorfelder dabei.
Tracker richtig nutzen
Weil der ACJ319 den gleichen Typcode wie die Linien-A319 trägt, bringt ein Filter auf „A319“ allein wenig. Besser funktionieren Alarme auf einzelne Kennzeichen oder auf Rufzeichen-Präfixe wie GAF. Wie das bei gängigen Diensten geht, zeigen die Beiträge Flugzeug per Kennzeichen verfolgen, Benachrichtigungen einrichten und Militärflugzeuge online verfolgen. Beachte: Einzelne Regierungs- und Privatflüge sind auf manchen Plattformen gefiltert. Verlass dich also nie allein auf den Tracker.
Sicherheitsbereiche respektieren
Rund um Regierungsmaschinen richten Polizei und Militär häufig Absperrungen ein. Fotografiere nur von öffentlichen Flächen und folge Anweisungen von Einsatzkräften sofort. Was rechtlich gilt, erklären Ist Planespotting erlaubt? und der Guide zu Regierungsflugzeugen.
Fototipps für den ACJ319
Weiße Jets sind fotografisch anspruchsvoller, als sie aussehen. Ein paar Punkte helfen dir, das seltene Motiv sauber auf den Sensor zu bekommen.
Belichtung auf Weiß
Ein weißer Rumpf in der Sonne frisst schnell die Zeichnung. Korrigiere die Belichtung leicht nach unten und kontrolliere das Histogramm, damit Zierstreifen und Schriftzug erhalten bleiben.
Kennzeichen scharf
Beim ACJ ist das Kennzeichen der Beleg für die Bestimmung. Fotografiere so, dass die Kennung am Heck oder Rumpf lesbar ist – notfalls mit einem zusätzlichen Detailbild.
Licht im Rücken
Plane mit dem Sonnenstand, damit die Seite mit Wappen oder Landesnamen beleuchtet ist. Gegenlicht macht aus dem weißen Jet schnell eine graue Silhouette.
Kontext erzählen
Treppe, Fahrzeugkolonne oder Ehrenformation machen aus einem Typfoto ein Zeitdokument. Bleib dabei auf Abstand und respektiere die Privatsphäre der Beteiligten.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Weitere Ideen für rare Motive findest du unter Seltene Flugzeuge spotten.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für einen ACJ319, wenn …
- du eine kurze A319-Silhouette ohne Airline-Lackierung siehst
- eine Militärkennung oder ein Privat-/Offshore-Kennzeichen am Rumpf steht
- die Maschine auf dem GA-, VIP- oder Militärvorfeld parkt
- der Tracker ein Rufzeichen wie GAF statt einer Flugnummer zeigt
Sieh genauer hin, wenn …
Es ist kein ACJ319, wenn …
- die Triebwerke hinten am Rumpf sitzen – dann ist es ein klassischer Businessjet
- das Leitwerk auffällig hoch und der Rumpf noch kürzer ist – das spricht für eine A318
- du zwei Notausstiege pro Seite über dem Flügel zählst – das ist eine A320; ist der Rumpf noch deutlich länger, steht eine A321 vor dir
Fazit
Der ACJ319 ist das Paradebeispiel dafür, dass Spotting mehr ist als Silhouetten erkennen. Von außen bleibt er eine A319 – erst Lackierung, Kennzeichen und Abstellort verraten den Corporate Jet. Gerade deshalb ist er begehrt: Wer eine 15+01 in Köln/Bonn, eine italienische VC-319A oder einen privaten ACJ319neo in Genf erwischt, hat etwas, das nicht jeden Tag vorbeirollt.
Kurzfazit
A319-Silhouette, keine Airline, Sonderkennzeichen, VIP-Vorfeld: Das ist der ACJ319. Wer ihn gezielt sucht, plant mit Terminen statt Flugplänen, setzt Alarme auf Kennzeichen und Rufzeichen und startet in Köln/Bonn, am BER oder in Genf.
Zusammenfassung
- Der ACJ319 kombiniert die Rumpfbreite eines Linienjets mit der Reichweite eines Langstrecken-Businessjets und ist damit die geräumigste Option in seiner Klasse.
- Seit 2019 gibt es den Nachfolger ACJ319neo mit neuen Triebwerken; erster Betreiber war K5 Aviation.
- Typische Nutzer sind Regierungen, Luftwaffen, Konzerne und Charteranbieter – in Deutschland vor allem die Flugbereitschaft in Köln/Bonn und am BER.
- Spotten klappt am besten an Business-Aviation-Terminals, Regierungsvorfeldern und bei Gipfeltreffen; das Kennzeichen ist der Schlüssel zur Bestimmung.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen ACJ319 und A319?
Technisch basiert der ACJ319 auf der Linien-A319. Unterschiede sind die individuell ausgebaute VIP-Kabine, herausnehmbare Zusatztanks im Frachtraum und dadurch eine viel größere Reichweite von rund 11.100 km. Rumpf, Flügel und Cockpit sind gleich – von außen erkennst du den Corporate Jet vor allem an Lackierung und Kennzeichen.
Was bedeutet A319CJ?
CJ steht für Corporate Jet. So hieß die Business-Version der A319 ursprünglich. Heute vermarktet Airbus sie unter dem Namen ACJ319 (Airbus Corporate Jet); in Flottenlisten und Typbezeichnungen wie A319-133X CJ taucht das alte Kürzel aber weiter auf.
Welchen ICAO-Typcode hat der ACJ319?
Einen eigenen Code gibt es nicht. Der klassische ACJ319 läuft wie die Linienmaschine unter A319, der ACJ319neo unter A19N. In Tracking-Diensten filterst du deshalb besser nach Betreiber, Rufzeichen oder Kennzeichen.
Wie viele Passagiere passen in einen ACJ319?
Das hängt komplett vom Kunden ab. Üblich sind Auslegungen mit etwa 19 bis 50 Sitzplätzen, oft mit Konferenzbereich, Schlafraum und Dusche. Die Reichweitenangabe von Airbus für den ACJ319neo bezieht sich auf acht Passagiere.
Welche ACJ319 hat die Bundeswehr?
Die Flugbereitschaft des BMVg fliegt zwei A319CJ mit den Kennungen 15+01 und 15+02 für Regierungsflüge auf Kurz- und Mittelstrecke. Dazu kommt die 15+03, eine gebrauchte A319CJ (früher bei Volkswagen im Einsatz), die als A319OH für Beobachtungsflüge nach dem Vertrag über den Offenen Himmel genutzt wird.
Welche Länder nutzen den ACJ319 als Regierungsflugzeug?
Unter anderem Deutschland, Italien (drei Maschinen als VC-319A beim 31. Geschwader in Rom-Ciampino), Tschechien (zwei A319CJ in Prag-Kbely), Brasilien (VC-1A „Santos-Dumont“), Malaysia und die Ukraine; Ungarn nutzt umgebaute Linien-A319. Flotten ändern sich – prüf vor einer Tour den aktuellen Stand.
Wo sehe ich einen ACJ319 am ehesten?
In Deutschland am Flughafen Köln/Bonn, der Heimat der Flugbereitschaft, und am BER mit dem Regierungsterminal. International lohnen sich Flughäfen mit starkem Business-Aviation-Verkehr wie Genf sowie Gipfeltreffen und Staatsbesuche.
Airbus ACJ319 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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