Das Wichtigste in Kürze
- Amerijet International ist eine US-Frachtairline mit Sitz und Drehkreuz in Miami, gegründet 1974.
- Codes: IATA M6, ICAO AJT, Rufzeichen „AMERIJET“.
- Die Flotte besteht aus Boeing-767-300-Frachtern: überwiegend umgebaute Ex-Passagierjets, dazu Fabrikfrachter 767-300F.
- Das Netz zielt nach Süden: Karibik, Mexiko, Mittel- und Südamerika – von Miami aus meist mit ein bis zwei Tagen Laufzeit.
- Für Spotter spannend sind die Umbau-Varianten BDSF und BCF sowie die Geschichte mit 727-Frachtern bis 2018.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | M6 |
|---|---|
| ICAO-Code | AJT |
| Rufzeichen | AMERIJET |
| Drehkreuze | MIA |
| Geschäftsmodell | Frachtairline mit Linien- und Charterverkehr, Schwerpunkt Karibik, Mexiko, Mittel- und Südamerika |
| Sitz und Drehkreuz | Miami, Florida – Drehkreuz am Flughafen Miami (MIA) |
| Gegründet | 1974 als Professional Charter Services, seit 1976 reine Frachtairline |
| Gründer | David Bassett, der das Unternehmen mit einer geleasten Cessna 401 startete |
| Allianz | keine |
| Flottentyp | Boeing 767-300 als umgebaute Frachter (BDSF, BCF) und Fabrikfrachter 767-300F |
| Flotte (2025) | rund 10 bis 14 Frachter (je nach Quelle), keine Bestellungen bekannt |
| Frühere Typen | u. a. Boeing 727-100F und 727-200F, 767-200BDSF, 757-200PCF, Dassault Falcon 20 |
| Leistungen | Stückgut, verderbliche Ware, Pharma (CEIV-Pharma-Zertifikat), Gefahrgut, lebende Tiere, Übergröße, Charter |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Amerijet International?
- Fast immer eine Boeing 767-300 – die Flotte besteht fast nur aus 767-Frachtern
- Schriftzug „Amerijet“ auf dem Rumpf, oft ohne durchgehende Fensterreihe
- Viele Maschinen sind umgebaute Passagierflugzeuge: Achte auf verschlossene Fenster und Türen und die große Frachttür vorn links
- Auf dem Tracker als AJT, im Funk mit dem Rufzeichen „AMERIJET“
- US-Kennzeichen mit N am Rumpfende
- Einige Frachter fliegen im Auftrag anderer Firmen und können dann deren Farben tragen
Wer am Flughafen Miami steht, sieht neben den großen Netzwerk-Airlines einen ständigen Strom an Frachtern Richtung Süden. Einer der Namen, die dort seit Jahrzehnten dazugehören, ist Amerijet International: eine Frachtairline, die die Karibik und Lateinamerika mit Boeing-767-Frachtern versorgt. Auf den ersten Blick sehen ihre Flugzeuge unscheinbar aus – weiße 767 ohne Fenster. Im Detail stecken aber verschiedene Umbau-Varianten, ein Fabrikfrachter-Einsatz für Maersk und eine lange 727-Geschichte dahinter.
Jede 767 einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ und Airline fest – und siehst, welche Amerijet-Frachter dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Amerijet im Überblick
Amerijet International ist eine US-amerikanische Frachtairline mit Sitz in Miami, Florida. Ihr Drehkreuz ist der Flughafen Miami, von dem aus die Flüge in die Karibik, nach Mexiko sowie nach Mittel- und Südamerika gehen. Nach eigenen Angaben erreichen die meisten Sendungen ab Miami ihr Ziel innerhalb von ein bis zwei Tagen.
Die Airline ist kein Paketdienst wie FedEx Express oder UPS Airlines, sondern ein klassischer Frachtcarrier: Speditionen und Versender buchen Platz auf Linienfrachtflügen, ganze Flugzeuge lassen sich chartern. Dazu kommen Lkw-Verkehre und die Zustellung auf der letzten Meile in einigen Ländern der Region. Was die Integratoren anders machen, erklärt der Artikel über die Express-Integratoren DHL, FedEx und UPS.
Einer Allianz gehört Amerijet nicht an. Mit anderen Firmen arbeitet Amerijet über Verträge zusammen – das wichtigste Beispiel der letzten Jahre ist der Betrieb von Frachtern für die Reederei Maersk.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code M6: steht in der Flugnummer und auf Frachtpapieren.
- ICAO-Code AJT: erscheint im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen AMERIJET: So meldet sich die Crew im Funk – praktisch, weil es dem Firmennamen entspricht.
- Frachtbrief-Präfix 810: Die dreistellige Nummer am Anfang jedes Amerijet-Luftfrachtbriefs. Für Spotter ist sie nebensächlich, für Frachtkunden zentral.
Weil Frachtflüge auf Flughafen-Anzeigetafeln nicht auftauchen, ist der Tracker dein wichtigstes Werkzeug. Such dort nach AJT, um zu sehen, welche Amerijet-Maschine gerade wo ist. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll nutzt, steht im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Geschichte: Von der Cessna zur 767
Die Wurzeln reichen bis 1974 zurück. Damals gründete David Bassett mit einem Partner die Firma Professional Charter Services und flog mit einer geleasten Cessna 401 Passagiere und Fracht zwischen den USA und den Bahamas. Schon 1976 konzentrierte sich das Unternehmen ganz auf Fracht. Ab Ende der 1970er-Jahre flog es Kuriersendungen im Auftrag großer Expressdienste.
1982 kaufte Bassett seinen Partner heraus, und aus dem Unternehmen wurde Amerijet International. In den 1980er-Jahren kamen Geschäftsreisejets vom Typ Dassault Falcon 20 hinzu und ab 1985 die ersten Boeing 727-100F. Damit begann die Ära, die Amerijet unter Spottern bekannt machte.
| Zeitraum | Typ | Rolle in der Flotte |
|---|---|---|
| 1978–2005 | Cessna 401A | Kolbenzweimot aus der Gründerzeit |
| 1983–2001 | Dassault Falcon 20 | Kleine Geschäftsreisejets im Frachtdienst |
| 1985–1998 | Boeing 727-100F | Erste Jet-Frachter in Linienform |
| 1989–2018 | Boeing 727-200F | Rückgrat der Flotte über fast drei Jahrzehnte |
| 2010–2024 | Boeing 767-200BDSF | Einstieg in die Großraum-Ära |
| 2021–2024 | Boeing 757-200PCF | Mittelgroße Frachter, an Leasinggeber zurückgegeben |
| seit den 2010er-Jahren | Boeing 767-300 (BDSF, BCF, F) | Rückgrat der heutigen Flotte |
Ganz ohne Brüche verlief der Weg nicht. Ende 2001 durchlief Amerijet ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 und kam nach einer Umstrukturierung wieder heraus. Von 2001 bis 2016 gehörte die Mehrheit dem Finanzinvestor H.I.G. Capital, danach ging die Airline an einen anderen Investor. Anfang 2024 gab Amerijet sechs Boeing 757-Frachter an die Leasinggeber zurück, sicherte sich neues Kapital von bestehenden Geldgebern und stellte weitere 767-Pläne zurück.
Klassiker im Archiv
Die Boeing 727-200 flog bei Amerijet bis 2018 – deutlich länger als bei den meisten Passagier-Airlines. Wenn du alte Spotterfotos aus Miami durchgehst, sind die dreistrahligen Amerijet-Frachter ein Klassiker.
Die Flotte: alles Boeing 767
Heute stützt sich Amerijet fast vollständig auf einen Grundtyp: die Boeing 767-300 als Frachter. Wie viele es genau sind, hängt von Stichtag und Zählweise ab – Flugzeuge kommen und gehen, manche fliegen im Auftrag anderer Firmen. Nachschlagewerke nennen für 2025 Werte zwischen etwa 10 und 14 Flugzeugen, darunter vereinzelt auch eine 767-200 oder eine 757 im Einsatz für andere Auftraggeber. Die meisten Zellen sind deutlich über 20 Jahre alt, offene Bestellungen sind nicht bekannt.
| Variante | Herkunft | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| 767-300BDSF | Ex-Passagierjet, Umbau durch Bedek (IAI) | Der häufigste Typ bei Amerijet; Fensterreihe verschlossen, teils mit Winglets |
| 767-300BCF | Ex-Passagierjet, Umbau durch Boeing | Äußerlich kaum von der BDSF zu unterscheiden |
| 767-300F | Fabrikfrachter ab Werk | Im Auftrag von Maersk betrieben |
Die Fabrikfrachter haben eine besondere Geschichte. Im Juli 2022 vereinbarte Amerijet mit Maersk, drei Boeing 767-300F zu betreiben. Die Flugzeuge waren ursprünglich für eine chinesische Frachtairline bestimmt. Amerijet stellt dafür Besatzung, Wartung und Versicherung – ein Modell, das in der Branche CMI heißt.
Alle Varianten basieren auf der Passagierversion, die du als Boeing 767-300ER kennst. Laut Ladedaten von Amerijet bietet eine 767-300 im Frachteinsatz auf dem Hauptdeck Platz für 24 Paletten-Positionen, dazu Unterflur-Laderaum. Die Nutzlast liegt bei gut 52 Tonnen, die Reichweite bei voller Last bei rund 6.100 Kilometern – genug für Miami–Südamerika ohne Zwischenlandung. Hersteller aller Typen ist Boeing.
Die 767-300F fehlt dir noch?
Setz Typen, Airlines oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Umbau oder Fabrikfrachter? So unterscheidest du sie
Für Frachter-Fans ist die spannendste Frage bei Amerijet nicht welcher Typ, sondern welche Herkunft. Eine 767 kann ab Werk als Frachter gebaut oder nachträglich aus einem Passagierjet umgebaut worden sein. Ein paar Details helfen beim Einordnen.
Hinweise auf einen Umbau (BDSF/BCF)
- Abgedeckte Fensterreihe, deren Umrisse im Gegenlicht oft noch sichtbar sind
- Verschlossene ehemalige Passagiertüren entlang des Rumpfes
- Große, nachträglich eingebaute Frachttür vorn links
- Höheres Alter: Die Zellen stammen oft aus den 1990er-Jahren
Hinweise auf einen Fabrikfrachter (767-300F)
- Glatter Rumpf ohne Spuren einer Fensterreihe
- Keine verschlossenen Passagiertüren
- Bei Amerijet die Flugzeuge, die für Maersk fliegen
Ob BDSF oder BCF, siehst du von außen kaum. Hier helfen Datenbanken, in denen du das Kennzeichen nachschlägst. Wie du allgemein Frachter einordnest, zeigt der Guide Frachtflugzeuge erkennen. Und falls du am Zaun zwischen einer 767 und einer 757 schwankst: Die Unterschiede erklärt Boeing 757 und 767 unterscheiden.
Woran du Amerijet erkennst
Die Amerijet-Bemalung ist schlicht: weißer Rumpf mit dem Schriftzug „Amerijet“ und dem Firmenlogo. Weil die Fenster fehlen, wirkt die 767 noch glatter als im Passagierdienst. Der Name steht groß genug, um ihn auch im Anflug auf Fotos klar lesen zu können.
Achtung bei ACMI- und CMI-Einsätzen: Fliegt ein Flugzeug für einen anderen Auftraggeber, kann es dessen Farben oder eine neutrale Bemalung tragen. Dann verrät erst der Tracker mit dem Code AJT oder das Kennzeichen, wer tatsächlich fliegt.
Typ bestimmen
Großraum-Zweistrahler ohne Fenster, mittellanger Rumpf – mit hoher Wahrscheinlichkeit eine 767-300 im Frachtdienst.
Schriftzug prüfen
Steht „Amerijet“ auf dem Rumpf, ist die Sache klar. Neutrale oder fremde Farben? Weiter zum Tracker.
Tracker abgleichen
AJT als ICAO-Code bestätigt den Amerijet-Flug, auch wenn außen ein anderer Name steht.
Kennzeichen notieren
Das N-Kennzeichen am Rumpfende verrät dir über Datenbanken Baujahr, Vorbesitzer und Umbau-Variante.
Wie du Registrierungen liest, erklärt der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Netz und Fracht: Miami als Tor nach Süden
Amerijet lebt vom Verkehr zwischen den USA und den Ländern südlich davon. Viele Inseln der Karibik sind auf Luftfracht aus Miami angewiesen – von Lebensmitteln über Medikamente bis zu Ersatzteilen. Zum Angebot gehören auch verderbliche Waren wie Fisch und Meeresfrüchte, die schnell und gekühlt ans Ziel müssen. Neben Miami nennen Nachschlagewerke den Flughafen Piarco auf Trinidad als Knoten im Netz.
Das Leistungsspektrum ist breit: Stückgut, Kühlware, Pharmaprodukte, Gefahrgut, lebende Tiere, Wertsachen, Umzugsgut und übergroße Teile wie Maschinen. Für temperaturgeführte Pharma-Transporte ist Amerijet nach dem CEIV-Pharma-Standard der IATA zertifiziert. Seit 2011 transportiert die Airline nach eigener Aussage keine Primaten mehr.
In der Region begegnet Amerijet zahlreichen Konkurrenten. Dazu gehören lateinamerikanische Frachtairlines wie Avianca Cargo, LATAM Cargo und MasAir, die ebenfalls 767-Frachter einsetzen, sowie DHL Aero Expreso aus Panama. Für Spotter in Miami heißt das: Nicht jede weiße 767 ohne Fenster ist automatisch eine Amerijet.
Amerijet in Europa
Laut Nachschlagewerken flog Amerijet ab April 2020 auch nach Brüssel, Flüge nach Lüttich und Tel Aviv endeten im August 2022. Wie regelmäßig Amerijet-Frachter heute in Europa landen, schwankt. Wenn du in Belgien spotten willst, prüf den Tracker vorab – und schau in den Guide Planespotting in Brüssel.
Amerijet spotten
Der sicherste Ort ist Miami. Der Flughafen hat einen großen Frachtbereich, und Amerijet gehört dort zum Alltag. Tipps für Standorte, Licht und Betriebsrichtungen findest du im Guide Planespotting in Miami. Weil Frachtflüge oft zu Randzeiten starten und landen, lohnt sich ein Blick in den Tracker, bevor du dich auf den Weg machst.
Gute Chancen auf Amerijet, wenn …
- du am Flughafen Miami bist und den Frachtbereich im Blick hast
- du per Tracker nach AJT-Flügen suchst und den Anflug abpasst
- du auf einer Karibikinsel mit regem Frachtverkehr aus Miami unterwegs bist
Prüf es vorher, wenn …
- du in Europa auf einen Amerijet-Frachter hoffst
- du nach älteren Spotterberichten planst – Netz und Flotte haben sich mehrfach verändert
Eher kein Amerijet-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen ohne Frachtverbindung nach Amerika stehst
In Europa ist Amerijet dadurch eine seltenere Sichtung als die großen US-Frachter wie Atlas Air oder Kalitta Air. Wie selten eine Sichtung wirklich ist, kannst du mit dem Artikel Wie selten ist meine Sichtung? einschätzen.
Sicherheit und Regeln
Frachtbereiche sind gut gesichert. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Orten aus, respektiere Zäune und Sperrzonen und verzichte in Flughafennähe auf Drohnen. Was erlaubt ist, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Jede weiße 767 ohne Fenster in Miami für Amerijet halten – mehrere lateinamerikanische Frachtairlines fliegen ähnliche Flugzeuge.
- Umbau und Fabrikfrachter verwechseln – die meisten Amerijet-767 sind umgebaute Passagierjets, nur einige sind ab Werk Frachter.
- Maersk-Frachter für eine eigene Airline halten – die 767-300F im Maersk-Auftrag fliegt Amerijet mit eigener Crew.
- 767 und 757 verwechseln – Amerijet gab seine sechs 757-Frachter 2024 an die Leasinggeber zurück; die 767 hat einen deutlich dickeren Rumpf.
- Amerijet mit Integratoren gleichsetzen – Amerijet ist ein Frachtcarrier für Speditionen, kein Paketdienst wie FedEx oder UPS.
Amerijet im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Amerijet International ist ein Stück Miami-Luftfahrt: über 50 Jahre Fracht in Richtung Karibik und Lateinamerika, von der Cessna über die 727 bis zur heutigen 767-Frachterflotte. Für Spotter liegt der Reiz in den Details – Umbau-Varianten, Maersk-Einsätze und die Frage, ob die weiße 767 im Anflug wirklich eine Amerijet ist. Wer Kennzeichen und ICAO-Code mitnotiert, hat am Ende einen sauberen Eintrag statt einer Vermutung.
Kurzfazit
Amerijet International (IATA M6, ICAO AJT) ist eine Frachtairline aus Miami mit einer Flotte aus Boeing-767-Frachtern. Am besten spottest du sie in Miami – in Europa ist sie eine seltene Sichtung.
Zusammenfassung
- Amerijet ist der typische Miami-Frachter: eine Boeing 767-300 ohne Fensterreihe, die nachts und tagsüber zwischen Florida, der Karibik und Lateinamerika pendelt.
- Die Flotte ist klein und einheitlich, im Detail aber vielfältig – Umbauten von Bedek (BDSF) und Boeing (BCF) stehen neben Fabrikfrachtern, die für Maersk fliegen.
- Bis 2018 flog Amerijet noch Boeing 727-200F; aus dieser Zeit stammt der Ruf als Klassiker-Airline unter Spottern.
- Am besten erwischst du Amerijet am Flughafen Miami. In Europa ist die Airline nur selten zu sehen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Amerijet International?
Der IATA-Code ist M6, der ICAO-Code AJT. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „AMERIJET“. Auf Flugtrackern taucht die Airline meist als AJT mit einer Flugnummer dahinter auf.
Welche Flugzeuge fliegt Amerijet?
Amerijet setzt fast ausschließlich Boeing-767-Frachter ein. Der Großteil sind umgebaute Passagierjets vom Typ 767-300, die als BDSF (Umbau durch Bedek/IAI) oder BCF (Umbau durch Boeing) geführt werden. Dazu kommen Fabrikfrachter 767-300F, die Amerijet im Auftrag von Maersk betreibt. Je nach Quelle und Stichtag umfasste die Flotte 2025 rund 10 bis 14 Flugzeuge.
Wo hat Amerijet sein Drehkreuz?
Sitz und Drehkreuz liegen in Miami. Vom Flughafen Miami (MIA) starten die Frachtflüge Richtung Karibik, Mexiko, Mittel- und Südamerika und kehren dorthin zurück. Nachschlagewerke nennen zusätzlich den Flughafen Piarco auf Trinidad als Knoten im Netz.
Gehört Amerijet zu einer Allianz?
Nein. Amerijet ist in keiner Airline-Allianz und arbeitet eigenständig. Mit anderen Firmen kooperiert die Airline über Verträge – etwa als Betreiber von Frachtern für Maersk.
Was hat Amerijet mit Maersk zu tun?
Im Juli 2022 schlossen Amerijet und die Reederei Maersk eine Vereinbarung, nach der Amerijet drei Boeing 767-300F für Maersk fliegt. Amerijet stellt dabei Crew, Wartung und Versicherung; die Flüge waren anfangs für Verbindungen über den Pazifik vorgesehen. Solche Flugzeuge tragen nicht zwingend die Amerijet-Bemalung.
Fliegt Amerijet nach Europa?
Gelegentlich. Laut Nachschlagewerken nahm Amerijet im April 2020 Brüssel ins Netz auf; Flüge nach Lüttich und Tel Aviv endeten im August 2022. Wie oft heute noch Amerijet-Frachter in Europa landen, schwankt – prüf vor einer Spottertour den aktuellen Flugplan oder einen Flugtracker.
Fliegt Amerijet noch Boeing 727?
Nein. Die Boeing 727-200F gehörte von 1989 bis 2018 zur Flotte, die 727-100F schon bis 1998. Seitdem setzt Amerijet vor allem auf die 767. Fotos von Amerijet-727 sind heute gefragte Archivbilder.
Was transportiert Amerijet?
Das Spektrum ist breit: Stückgut, verderbliche Ware wie Fisch und Lebensmittel, Pharmaprodukte, Gefahrgut, lebende Tiere, Wertsachen, Umzugsgut und übergroße Teile. Für Pharma-Transporte hat Amerijet das CEIV-Pharma-Zertifikat der IATA. Viele Sendungen sind für Inseln bestimmt, die auf Luftfracht aus Miami angewiesen sind.
Amerijet International im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 767-300F und 767-300BCF
Fensterloser, schlanker Großraumrumpf, großes Frachttor vorn links: Die 767-300F ist das Arbeitspferd der Express-Netze. So erkennst du Neubau-Frachter und Umbauten und findest sie an den Cargo-Drehkreuzen.
FlugzeugtypBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypBoeing 767-200/-200ER
Die erste 767 überhaupt: kurz, schlank, zweistrahlig. Die 767-200 und ihre Langstreckenversion -200ER haben ETOPS möglich gemacht und mit dem Gimli Glider Geschichte geschrieben. Heute siehst du sie fast nur noch als Frachter oder in Uniform.
FlugzeugtypBoeing 727-200
Drei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und eine Treppe im Rumpfende: Die 727-200 war einer der meistgebauten Jets ihrer Zeit. Heute ist sie eine echte Rarität – so erkennst du sie und so stehen deine Chancen.
FlugzeugtypBoeing 757-200PF und 757-200SF/PCF
Keine Fenster, ein großes Tor links vorn und das typisch hohe 757-Fahrwerk: Die Frachtversionen der 757-200 tragen nachts Pakete durch Europa und Nordamerika. Hier erfährst du, wie sich Werksfrachter und Umbauten unterscheiden, wer sie fliegt und wo du sie erwischst.
Weitere Airlines
Atlas Air
Die US-Frachtairline, die für andere fliegt: Atlas Air betreibt die größte Flotte von Boeing-747-Frachtern, fliegt im Auftrag von Kunden wie DHL und Amazon, steuert Boeings Dreamlifter und hat die letzte jemals gebaute 747 übernommen.
FrachtKalitta Air
Die Frachtairline des Drag-Racing-Stars Connie Kalitta: Sitz am historischen Flughafen Willow Run bei Detroit, eine der größten verbliebenen 747-Frachterflotten und Erstbetreiberin der umgebauten Boeing 777-300ERSF – auch in Leipzig, Brüssel und East Midlands zu sehen.
FrachtFedEx Express
Die größte Frachtairline der Welt aus Memphis: eine bunte Flotte aus MD-11, Boeing 777F, 767, 757 und A300, dazu Zubringer-Turboprops – und in Europa Drehkreuze in Paris und Köln/Bonn.
FrachtUPS Airlines
Die Frachtairline des Paketdienstes UPS: Drehkreuz Worldport in Louisville, Europa-Drehkreuz Köln/Bonn, größter Betreiber der Boeing 747-8F und seit dem Aus der MD-11 eine Flotte aus vier Typenfamilien.
FrachtAvianca Cargo
Die Frachtairline der Avianca-Gruppe aus Kolumbien, bis 2013 als Tampa Cargo bekannt: Airbus-A330-Frachter, Drehkreuze Bogotá, Medellín und Miami – und Tonnen von Schnittblumen für die USA und Europa.
FrachtLATAM Cargo
Die Frachtsparte der LATAM-Gruppe aus Santiago de Chile: eine Flotte aus Boeing 767-300F und umgebauten 767-300ER, Gesellschaften in Chile, Brasilien und Kolumbien, Drehkreuz Miami und Frachtflüge nach Europa – früher auch mit der Boeing 777F.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Miami (MIA)
Vom Pan-Am-Flugfeld an der 36th Street zum Tor der USA nach Lateinamerika: American Airlines mit ihrem Karibik-Drehkreuz, Frachter aus Bogotá, Santiago und Lima im Minutentakt und vier Pisten mitten im Großraum Miami – der Flughafen, an dem Frachtspotting zur Hauptsache wird.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
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