Das Wichtigste in Kürze
- Amazon Air ist eine virtuelle Frachtairline: Amazon plant das Netz, geflogen wird von Partnern wie Atlas Air, ATI, Sun Country und Hawaiian.
- Kein eigener Code: Auf dem Tracker steht der ICAO-Code des Betreibers – am Rumpf aber „Prime Air“.
- Rund 100 Frachter der Typen Boeing 767-300, Boeing 737-800 und Airbus A330-300 fliegen nach Flottenübersichten im Netz.
- Drehkreuze: Superhub in Cincinnati/Northern Kentucky (CVG), dazu regionale Knoten in den USA; das europäische Drehkreuz in Leipzig/Halle schloss Amazon 2023.
- Amazon besitzt inzwischen auch eigene Flugzeuge, darunter frühere 767 von Delta und WestJet; die Crews stellen weiterhin die Partner.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Drehkreuze | CVG, AFW, SBD |
|---|---|
| Geschäftsmodell | Virtuelle Frachtairline: Amazon plant Netz und Kapazität, Flugzeuge werden im ACMI- oder CMI-Modell von Partnerairlines betrieben |
| Gegründet | 2015 mit Testflügen ab Wilmington, Ohio (Projektname „Aerosmith“); Linienbetrieb ab 2016 |
| Name | Bis Dezember 2017 Amazon Prime Air, seitdem Amazon Air – der Schriftzug „Prime Air“ steht weiter am Rumpf |
| Muttergesellschaft | Amazon.com |
| IATA-/ICAO-Code | Kein eigener Code – Flüge laufen unter dem Code des jeweiligen Betreibers |
| Betreiber (Auswahl) | Atlas Air, Air Transport International (ATSG), Sun Country Airlines, Hawaiian Airlines, Cargojet, in Europa ASL Airlines Ireland |
| Flottengröße | rund 100 Frachter (Flottenübersichten 2025/2026), Typen Boeing 767-300, Boeing 737-800 und Airbus A330-300 |
| Haupt-Drehkreuz | Cincinnati/Northern Kentucky (CVG), Investition rund 1,5 Milliarden US-Dollar |
| Europa | Regionaldrehkreuz Leipzig/Halle (LEJ) von 2020 bis 2023, danach Netz ohne eigenen Hub; Betreiber vor allem ASL Airlines Ireland |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Amazon Air?
- Weißer Rumpf mit großem Schriftzug „Prime Air“ und dem Amazon-Lächeln-Pfeil
- Typen: fast immer Boeing 767-300 Frachter, Boeing 737-800 Frachter oder Airbus A330-300P2F
- Umgebaute Passagierflugzeuge: Bei vielen Frachtern sind die zugeklebten Fensterreihen noch zu ahnen, dazu die große Frachttür links vorn
- Auf dem Tracker nie „Amazon“, sondern der Code des Betreibers, etwa GTI (Atlas), ATN (ATI), SCX (Sun Country) oder ABR (ASL Airlines Ireland)
- In den USA N-Kennzeichen, in Europa auch irische EI-Kennzeichen bei Maschinen von ASL Airlines Ireland
- Meist abends, nachts und in den frühen Morgenstunden unterwegs – typische Paket-Rhythmen
Ein weißer Frachter, groß „Prime Air“ am Rumpf, das Amazon-Lächeln am Leitwerk – und auf dem Tracker steht ein ganz anderer Name. Willkommen bei Amazon Air. Der Onlinehändler hat sich innerhalb weniger Jahre eine eigene Frachtflotte aufgebaut, fliegt sie aber nicht selbst: Die Crews kommen von Partnern wie Atlas Air, ATI, Sun Country oder Hawaiian. Für Spotter macht genau das den Reiz aus. Hier erfährst du, wie das Modell funktioniert, welche Typen im Netz unterwegs sind, wer im Cockpit sitzt und wo du die Prime-Air-Frachter in Deutschland erwischen kannst.
Jede Prime-Air-Sichtung zählt
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot fest, sammelst sie in deinem Hangar und setzt fehlende Amazon-Frachter auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Amazon Air im Überblick
Amazon Air ist die Luftfrachtsparte des US-Konzerns Amazon. Sie bringt Pakete zwischen Logistikzentren, Sortieranlagen und Regionen, damit Bestellungen schneller beim Kunden ankommen. Anders als FedEx Express oder UPS Airlines ist Amazon Air aber keine Airline mit eigenem Luftverkehrsbetreiberzeugnis. Amazon plant das Netz, beschafft die Flugzeuge und kauft den Flugbetrieb bei Partnern ein. Fachleute sprechen deshalb von einer virtuellen Frachtairline.
Die Anfänge liegen im Jahr 2015. Ende jenes Jahres testete Amazon unter dem Projektnamen „Aerosmith“ Frachtflüge ab dem Wilmington Air Park in Ohio, der Heimat der Air Transport Services Group (ATSG). 2016 lief der reguläre Betrieb mit zunächst 20 Boeing 767 an. Im Gegenzug sicherte sich Amazon Optionen auf Aktien der ATSG, ähnliche Vereinbarungen folgten mit der Muttergesellschaft von Atlas Air.
Bis Dezember 2017 hieß die Flotte Amazon Prime Air. Weil Amazon unter dem Namen Prime Air auch seine Lieferdrohnen entwickelt, wurde die Frachtflotte in Amazon Air umbenannt. Am Rumpf steht der alte Name bis heute.
So funktioniert das Modell: Amazon plant, Partner fliegen
Das Prinzip ähnelt dem Wet Lease im Passagierverkehr. Amazon legt fest, welche Strecken zu welchen Zeiten geflogen werden, und füllt die Flugzeuge mit eigenen Sendungen. Die Partnerairlines stellen Crew, Wartung und Versicherung – und je nach Vertrag auch das Flugzeug selbst.
| Modell | Wer liefert das Flugzeug? | Wer fliegt? | Typisches Beispiel |
|---|---|---|---|
| ACMI | Partnerairline | Partnerairline | Frachter einer Partnerairline in Prime-Air-Farben |
| CMI | Amazon (gekauft oder geleast) | Partnerairline | Von Amazon gekaufte 767, betrieben von einem Partner |
| Leasing über Partnergruppe | Leasinggesellschaft der Partnergruppe, etwa ATSG | Airline derselben Gruppe | 767 der ATSG, geflogen von ATI |
Inzwischen besitzt Amazon auch eigene Flugzeuge. Anfang 2021 gab der Konzern den Kauf von elf Boeing 767-300 von Delta Air Lines und WestJet bekannt, die zu Frachtern umgebaut wurden. Geflogen werden auch diese Maschinen von Partnern im CMI-Modell. Wie Wet Lease, ACMI und CMI genau zusammenhängen, erklärt der Artikel Wet Lease erklärt. Einen Vergleich mit den klassischen Paketriesen bietet der Beitrag über die Express-Integratoren DHL, FedEx und UPS.
Tracker-Trick
Suchst du auf dem Flugtracker nach „Amazon“, findest du meist wenig. Filtere stattdessen nach den Codes der Partner, etwa GTI, ATN, SCX oder ABR, und achte auf Flugzeuge mit Prime-Air-Bemalung. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, steht im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Partner im Cockpit
Welche Airline gerade welche Amazon-Maschine fliegt, ändert sich mit Verträgen, Leasings und Umflottungen. Die folgende Übersicht nennt die Partner, die in Nachschlagewerken und Unternehmensangaben regelmäßig auftauchen (Stand Oktober 2026).
| Betreiber | ICAO-Code | Typ im Amazon-Netz | Region |
|---|---|---|---|
| Atlas Air | GTI | Boeing 767-300 Frachter, Boeing 737-800 Frachter | USA |
| Air Transport International | ATN | Boeing 767-300 Frachter | USA |
| Sun Country Airlines | SCX | Boeing 737-800 Frachter | USA, Karibik |
| Hawaiian Airlines | HAL | Airbus A330-300P2F | USA |
| Cargojet | CJT | Boeing 767-300 Frachter | Kanada |
| ASL Airlines Ireland | ABR | Boeing 737-800 Frachter | Europa |
Atlas Air gehört zu den ältesten Partnern und fliegt im Amazon-Netz 767- und 737-Frachter. ATI aus der ATSG-Gruppe war 2016 nach eigenen Angaben die erste ATSG-Airline im Netz von Prime Air; auch die Schwester ABX Air hat Amazon-Flüge durchgeführt. Sun Country aus Minneapolis startete im Mai 2020 mit Frachtflügen für Amazon und hat seine Frachterflotte seither auf 20 Boeing 737-800 ausgebaut; im Mai 2026 wurde die Airline von Allegiant übernommen, die Amazon-Verträge laufen dabei weiter. Hawaiian Airlines, heute Teil der Alaska Air Group, betreibt die zehn A330-Frachter.
In Europa fliegt vor allem ASL Airlines Ireland mit 737-800-Frachtern in Prime-Air-Farben. Weil diese Maschinen in Irland registriert sind, tragen sie EI-Kennzeichen – ein schönes Unterscheidungsmerkmal zu den N-registrierten US-Frachtern.
Im September 2026 setzte Amazon die Zusammenarbeit mit der US-Frachtairline 21 Air aus, nachdem eine von ihr für Amazon betriebene 767 in Miami über das Pistenende hinausgeraten war. Dabei kamen fünf Menschen am Boden ums Leben. Schon 2019 war eine 767 von Atlas Air im Amazon-Auftrag in der Trinity Bay bei Houston abgestürzt; die US-Unfallbehörde NTSB sah die Ursache in einer Fehlreaktion im Cockpit.
Die Flotte: 767, 737 und A330
Nach Flottenübersichten von 2025 und 2026 fliegen rund 100 Frachter im Amazon-Netz. Die genaue Zahl schwankt, weil Maschinen dazukommen, zwischen Partnern wechseln oder ausgemustert werden. Fast alle Flugzeuge sind ehemalige Passagierjets, die zu Frachtern umgebaut wurden.
| Typ | Rolle im Netz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Boeing 767-300 Frachter | Rückgrat der Flotte, Langstrecke und große Hubs | Rund 60 Exemplare, große Frachttür links vorn |
| Boeing 737-800 Frachter | Kürzere Strecken, Zubringer, Europa und Indien | Schlanker Narrowbody mit Prime-Air-Titeln |
| Airbus A330-300P2F | Zehn Maschinen bei Hawaiian Airlines | Einziger Airbus-Typ im Netz – die Rarität |
| ATR 72-500F (historisch) | Kurzzeitig bei Silver Airways, bis 2023 | Nicht mehr im Einsatz |
Die Boeing 767-300 ist das Gesicht von Amazon Air. Ursprünglich als 767-300ER für Passagiere gebaut, wurden die Maschinen zu Frachtern umgerüstet. Wie du die 767 sicher von der kleineren 757 trennst, zeigt der Beitrag Boeing 757 und 767 unterscheiden.
Die Boeing 737-800 kam als umgebauter Frachter hinzu, als Amazon sein Netz um kleinere Ziele erweiterte. Die Basis ist die Boeing 737-800, die du aus dem Passagierverkehr kennst – als Frachter fehlen die Fenster, dafür gibt es eine große Ladetür auf der linken Seite.
Die zehn Airbus A330-300P2F sind die Besonderheit. Amazon leaste die Flugzeuge 2022 von der Leasinggesellschaft Altavair und ließ sie von den Elbe Flugzeugwerken umbauen; die Basis ist die A330-300 von Airbus. Geflogen werden sie von Hawaiian Airlines, vor allem auf Strecken in den USA.
Die Prime-Air-A330 nicht verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für einen Typ, eine Airline oder ein bestimmtes Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn die Maschine bei deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Drehkreuze: Cincinnati, USA und Europa
Cincinnati/Northern Kentucky (CVG) ist das Herz von Amazon Air. Amazon kündigte das Drehkreuz Anfang 2017 an und startete im selben Jahr mit ersten Flügen. Danach entstand auf dem Flughafengelände ein eigener Air Hub mit einer riesigen Sortieranlage und Abstellflächen für mehr als 100 Frachtflugzeuge; die Investition liegt bei rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Langfristig plant Amazon dort mit mehr als 100 stationierten Flugzeugen und über 200 Flügen am Tag. Pikant für Spotter: Am selben Flughafen betreibt auch DHL sein amerikanisches Drehkreuz – Frachter-Fans kommen in CVG also doppelt auf ihre Kosten.
Daneben betreibt Amazon in den USA regionale Knoten, unter anderem in Fort Worth Alliance (AFW) in Texas und San Bernardino (SBD) in Kalifornien. Auch Wilmington in Ohio, wo alles begann, spielt im Netz weiter eine Rolle.
In Europa eröffnete Amazon im November 2020 am Flughafen Leipzig/Halle sein erstes regionales Drehkreuz. Im November 2023 schloss der Konzern den Standort wieder: Das dichtere Netz an Logistikzentren mache ihn überflüssig, hieß es, Strecken und Frequenzen in Europa wurden reduziert. Leipzig bleibt trotzdem einer der wichtigsten Frachtflughäfen Europas, weil dort das europäische DHL-Drehkreuz mit European Air Transport sitzt. Zu den europäischen Zielen von Amazon Air zählen Nachschlagewerke außerdem Köln/Bonn – hier landete im Oktober 2020 die erste in Europa registrierte Amazon-737 –, Hannover sowie Flughäfen in Italien, Spanien, Frankreich, Polen und Großbritannien. Welche Strecken gerade bedient werden, ändert sich laufend.
2015
Testflüge ab Wilmington unter dem Projektnamen „Aerosmith“.
2016
Regulärer Betrieb mit 20 Boeing 767 unter dem Namen Amazon Prime Air.
2017
Start in Cincinnati, Umbenennung in Amazon Air.
2020
Sun Country fliegt erstmals für Amazon, in Leipzig eröffnet das erste Drehkreuz in Europa.
2021
Amazon meldet den Kauf von elf 767 von Delta und WestJet.
2022
Zehn A330-300 werden für Hawaiian Airlines geleast und zu Frachtern umgebaut.
2023
Amazon schließt das Drehkreuz in Leipzig/Halle.
Woran du Amazon Air erkennst
Die Bemalung macht es dir leicht – zumindest auf den ersten Blick. Die meisten Amazon-Frachter haben einen weißen Rumpf mit großem Schriftzug „Prime Air“ im vorderen Bereich und dem bekannten Lächeln-Pfeil von Amazon. Dazu kommen ein paar Besonderheiten:
- Typ: Bei Amazon ist es fast immer eine Boeing 767-300, eine Boeing 737-800 oder ein Airbus A330-300 – jeweils als Frachter. Mehr Erkennungstipps liefert der Artikel Frachtflugzeuge erkennen.
- Kennzeichen: Die US-Maschinen tragen N-Kennzeichen, die europäischen 737 von ASL Airlines Ireland EI-Kennzeichen. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
- Code auf dem Tracker: Hier steht nie „Amazon“, sondern der Betreiber. Warum Flugnummer, Rufzeichen und Betreibercode nicht dasselbe sind, erklären Callsign und Flugnummer und IATA- und ICAO-Codes erklärt.
- Umbauspuren: Viele Frachter waren früher Passagierjets. Mit etwas Glück siehst du im Gegenlicht noch die verschlossenen Fensteröffnungen.
Achtung Verwechslung
Nach Vertragsende oder vor einem Betreiberwechsel fliegen manche Frachter in Mischbemalung – etwa weißer Rumpf ohne Titel, aber mit Amazon-Leitwerk. Wie du solche Übergangslackierungen einordnest, erklärt der Guide zu Hybrid- und Mischlackierungen.
Für Sammler interessant sind Sonderbemalungen und Maschinen mit abweichenden Details. Ob und wie lange solche Motive fliegen, ist nicht garantiert – Tipps zur gezielten Suche findest du in Special Liveries finden.
Amazon Air in Deutschland spotten
Gute Chancen bietet Köln/Bonn, das zeitweise zu den meistangeflogenen Amazon-Zielen in Europa gehörte; Tipps zu den Standorten liefert der Guide Planespotting in Köln/Bonn. Auch Leipzig/Halle lohnt sich – zwar ohne Amazon-Drehkreuz, aber mit dichtem DHL-Verkehr mit 757, 767, 777 und A330. Gute Sicht auf das Vorfeld bietet die Besucherterrasse am Flughafen Leipzig/Halle, weitere Tipps gibt der Guide Planespotting in Leipzig/Halle.
In Hannover tauchen Amazon-Frachter laut Zielübersichten ebenfalls auf, mehr dazu im Guide Planespotting in Hannover. Von der Besucherterrasse in Köln/Bonn und der Besucherterrasse in Hannover hast du freien Blick, allerdings nur zu den Öffnungszeiten – und viele Paketflüge liegen am Abend, in der Nacht oder früh morgens.
Plane deine Tour deshalb über den Tracker: Filtere nach den Partnercodes, schau dir an, welche Maschine wann landet, und plane bei Abendflügen das Licht ein. Wie du Frachter bei Dunkelheit trotzdem sauber aufs Bild bekommst, zeigt der Beitrag Flugzeuge nachts fotografieren. Für Tagesflüge hilft dir der Sonnenstand-Planer.
Gute Chancen auf Amazon Air, wenn …
- du in Köln/Bonn oder an einem anderen Frachtflughafen spottest
- du vorher nach GTI, ATN, SCX oder ABR gefiltert hast
- du abends oder früh morgens unterwegs bist
Prüf es vorher, wenn …
- du eine bestimmte Maschine oder eine Sonderbemalung suchst
- du dich auf ältere Spotterberichte verlässt – Umläufe und Partner wechseln
Eher kein Amazon-Tag, wenn …
- du an einem kleinen Regionalflughafen ohne Frachtverkehr stehst
- du auf die A330-Frachter hoffst – die fliegen in Nordamerika
Sicherheit und Regeln
Frachtbereiche sind Sicherheitszonen. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Flächen, halte Abstand zu Zäunen und Zufahrten und lass die Drohne zu Hause. Was erlaubt ist, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Amazon Air für eine eigene Airline halten – die Flüge führen Partner wie Atlas, ATI, Sun Country, Hawaiian oder ASL durch.
- Nach einem Amazon-Code suchen – einen eigenen IATA- oder ICAO-Code gibt es nicht.
- Prime Air mit den Lieferdrohnen verwechseln – der Drohnendienst heißt ebenfalls Prime Air, hat mit den Frachtern aber nichts zu tun.
- Jede weiße 767F für Amazon halten – auch ATI, ABX und andere fliegen weiße 767-Frachter ohne Amazon-Titel.
- Die 737-800 Frachter mit Passagierjets verwechseln – achte auf fehlende Fensterreihen und die große Frachttür.
- Nur den Typ notieren – für einen vollständigen Eintrag gehören Betreiber und Kennzeichen dazu.
Frachter-Sichtungen teilen
Poste deine Amazon-Air-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Betreiber und Spot, plane mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht und tausch dich mit anderen Frachtfans in der Community aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Amazon Air ist ein ungewöhnlicher Fall: eine Flotte mit einheitlichem Auftritt, aber ohne eigene Piloten, ohne eigenen Code und mit wechselnden Partnern im Cockpit. Wer nur auf die Bemalung schaut, notiert „Amazon“ – wer Kennzeichen und Tracker-Code ergänzt, weiß genau, welche Airline hinter der Sichtung steckt. Auch ohne europäisches Drehkreuz – Leipzig/Halle schloss 2023 – tauchen die Prime-Air-Frachter in Deutschland auf, vor allem in Köln/Bonn, und die A330 von Hawaiian bleiben das große Ziel für die Wunschliste.
Kurzfazit
Amazon Air ist die virtuelle Frachtairline des Onlinehändlers mit rund 100 Frachtern der Typen Boeing 767, Boeing 737 und Airbus A330 in Prime-Air-Farben. Geflogen wird von Partnern wie Atlas Air, ATI, Sun Country, Hawaiian und ASL Airlines Ireland, das Haupt-Drehkreuz liegt in Cincinnati (CVG); in Deutschland sind Köln/Bonn, Leipzig/Halle und Hannover die besten Orte für eine Sichtung.
Zusammenfassung
- Amazon Air ist einer der auffälligsten Neulinge im Frachtverkehr: einheitliche Prime-Air-Farben, aber viele verschiedene Airlines im Cockpit.
- Für einen sauberen Eintrag brauchst du drei Dinge: Typ, Kennzeichen und den ICAO-Code des Betreibers auf dem Tracker.
- In Deutschland sind Köln/Bonn, Leipzig/Halle und Hannover die naheliegendsten Orte für eine Sichtung, meist in Randzeiten – vorher den Tracker prüfen.
- Spannend für Sammler sind die seltenen Typen im Netz – vor allem die zehn A330-Frachter von Hawaiian und frühere Sonderbemalungen.
Häufige Fragen
Ist Amazon Air eine echte Airline?
Nicht im klassischen Sinn. Amazon Air hat kein eigenes Luftverkehrsbetreiberzeugnis und keine eigenen Piloten. Amazon plant das Netz, least oder kauft die Flugzeuge und beauftragt Partnerairlines mit dem Flugbetrieb. Man spricht deshalb von einer virtuellen Frachtairline. Wie solche Verträge funktionieren, erklärt der Artikel Wet Lease erklärt.
Welchen ICAO-Code hat Amazon Air?
Keinen eigenen. Auf dem Flugtracker siehst du den Code der Airline, die den Flug durchführt – zum Beispiel GTI für Atlas Air, ATN für Air Transport International, SCX für Sun Country oder ABR für ASL Airlines Ireland. Am Rumpf steht trotzdem „Prime Air“.
Welche Airlines fliegen für Amazon Air?
Zu den bekannten Partnern gehören Atlas Air, Air Transport International aus der ATSG-Gruppe, Sun Country, Hawaiian Airlines und Cargojet, in Europa ASL Airlines Ireland. Welche Airline wie viele Maschinen fliegt, ändert sich mit den Verträgen.
Welche Flugzeuge hat Amazon Air?
Nach Flottenübersichten von 2025 und 2026 rund 100 Frachter: den größten Teil stellen umgebaute Boeing 767-300, dazu kommen Boeing 737-800 Frachter und zehn Airbus A330-300P2F. Fast alle sind frühere Passagierflugzeuge, die zu Frachtern umgerüstet wurden.
Wo ist das Drehkreuz von Amazon Air?
Das Haupt-Drehkreuz liegt am Flughafen Cincinnati/Northern Kentucky (CVG), wo Amazon rund 1,5 Milliarden US-Dollar in einen eigenen Air Hub investiert hat. In Europa diente Leipzig/Halle von 2020 bis 2023 als regionales Drehkreuz; Amazon schloss den Standort im November 2023. Regionale Knoten in den USA gibt es unter anderem in Fort Worth Alliance und San Bernardino.
Was ist der Unterschied zwischen Amazon Air und Prime Air?
Bis Dezember 2017 hieß die Frachtflotte Amazon Prime Air. Amazon benannte sie dann in Amazon Air um, um sie von den Lieferdrohnen abzugrenzen, die unter dem Namen Prime Air laufen. Die Flugzeuge tragen den Schriftzug „Prime Air“ aber weiterhin.
Kann ich Amazon Air in Deutschland sehen?
Ja. Nachschlagewerke nennen Köln/Bonn, Leipzig/Halle und Hannover als Ziele; Köln/Bonn gehörte zeitweise zu den meistangeflogenen Amazon-Flughäfen in Europa. Seit der Schließung des Leipziger Drehkreuzes 2023 hat Amazon sein Europanetz allerdings verkleinert. Die Flüge liegen oft am Abend, in der Nacht oder früh morgens. Prüf vorher den Tracker, denn die Umläufe ändern sich.
Fliegt Amazon Air auch Boeing 737?
Ja. Neben den 767 setzt Amazon umgebaute Boeing 737-800 Frachter ein, in den USA etwa bei Sun Country und Atlas Air, in Europa bei ASL Airlines Ireland. Für kürzere Strecken mit weniger Volumen sind sie wirtschaftlicher als die 767.
Amazon Air im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 767-300F und 767-300BCF
Fensterloser, schlanker Großraumrumpf, großes Frachttor vorn links: Die 767-300F ist das Arbeitspferd der Express-Netze. So erkennst du Neubau-Frachter und Umbauten und findest sie an den Cargo-Drehkreuzen.
FlugzeugtypBoeing 737-800BCF und 737-800SF
Fensterloser Rumpf, großes Tor links vorn, aber Winglets und moderne Triebwerke: Die umgebaute 737-800 ist der neue Standard-Frachter im Express-Nachtnetz. Hier erfährst du, wer sie umbaut, wer sie fliegt und wie du sie erkennst.
FlugzeugtypAirbus A330-200P2F und A330-300P2F
Großraum-Airbus ohne Fenster, aber auch ohne Beule unter der Nase: Das ist die A330P2F, der Umbaufrachter der Elbe Flugzeugwerke aus Dresden. So erkennst du beide Versionen und findest sie an Europas Frachtdrehkreuzen.
FlugzeugtypBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
Weitere Airlines
Atlas Air
Die US-Frachtairline, die für andere fliegt: Atlas Air betreibt die größte Flotte von Boeing-747-Frachtern, fliegt im Auftrag von Kunden wie DHL und Amazon, steuert Boeings Dreamlifter und hat die letzte jemals gebaute 747 übernommen.
FrachtAir Transport International
Frachtairline der Air Transport Services Group aus Wilmington, Ohio: Boeing-767-Frachter im Amazon-Netz, seltene 757-200 Combi mit Passagieren und Fracht an Bord und eine lange Geschichte als DC-8-Betreiber.
FrachtABX Air
Die Frachtairline aus Wilmington, Ohio: einst die Hausairline von Airborne Express, heute Teil der Air Transport Services Group mit einer reinen Flotte aus Boeing-767-Frachtern, die vor allem für DHL unterwegs sind.
FerienfliegerSun Country Airlines
Ferien- und Charterairline aus Minneapolis mit reiner Boeing-737-Flotte: Sun Country fliegt Urlauber in die Sonne, Sportteams und Soldaten im Charter und Pakete für Amazon. Seit Mai 2026 gehört sie zu Allegiant.
NetzwerkHawaiian Airlines
Die Airline aus Honolulu mit der Blumenfrau am Leitwerk: gegründet 1929, seit 2024 Teil der Alaska Air Group, seit 2026 mit AS-Flugnummern und Mitglied von oneworld.
FrachtASL Airlines Ireland
Die frühere Air Contractors aus Dublin fliegt Fracht und Expresssendungen für die großen Paketdienste – mit umgebauten Boeing 737, ATR-72-Frachtern und Airbus A300F, oft in fremden Farben.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Leipzig/Halle
Tagsüber ein kleiner Ferienflughafen, nachts eines der größten Frachtdrehkreuze Europas: Leipzig/Halle ist der Europa-Hub von DHL, Heimat der AeroLogic-777F und Standort der Antonow An-124 – und damit ein Flughafen, an dem Spotter nach anderen Regeln planen als anderswo.
FlughafenFlughafen Köln/Bonn
Tagsüber Eurowings und Ferienflieger, abends die Frachter von UPS und FedEx, im Westen die Regierungsjets der Flugbereitschaft: Köln/Bonn ist kein Drehkreuz für Passagiere, aber einer der abwechslungsreichsten Flughäfen Deutschlands – mit Bahnhof unter den Terminals und kostenloser Dachterrasse.
FlughafenFlughafen Hannover
Niedersachsens Tor zur Welt liegt in Langenhagen: zwei parallele Bahnen, ein kompaktes Terminal mit S-Bahn-Halt, TUIfly als Heimat-Airline und keine generelle Nachtsperre. Für Spotter ein entspannter Flughafen mit Ferienfliegern, Zubringern der großen Netzwerk-Airlines und nächtlichem Frachtverkehr.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
Wo du Amazon Air vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Besucherterrasse am Flughafen Leipzig/Halle
Der alte Tower zwischen Passagierterminal und General Aviation Terminal ist die klassische Besucherterrasse am Frachtdrehkreuz Leipzig/Halle. Was du von dort siehst, warum du vor der Anreise den Status prüfen musst und welche legalen Alternativen es am Flughafen gibt.
BesucherterrasseBesucherterrasse am Flughafen Köln/Bonn
Die Dachterrasse auf Terminal 1 ist der bequemste legale Standpunkt am Flughafen Köln/Bonn: kostenlos, ohne Sicherheitskontrolle, mit dem Zug direkt erreichbar – und mit Blick auf Vorfeld, Hauptpiste und den militärischen Teil des Platzes.
BesucherterrasseBesucherterrasse am Flughafen Hannover
Die offizielle Aussichtsterrasse am Hannover Airport liegt auf dem Dach der Erlebniswelt zwischen Terminal A und B. Für wenige Euro bekommst du einen Rundumblick über Vorfeld und Südbahn – ideal für Einsteiger, Familien und einen entspannten Nachmittag mit TUIfly, Eurowings und der Lufthansa Group.
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