Das Wichtigste in Kürze
- Aerosucre ist eine kolumbianische Frachtairline mit Sitz und Drehkreuz am Flughafen Bogotá-El Dorado; gegründet wurde sie 1969.
- Codes: IATA A4, ICAO KRE, Rufzeichen „AEROSUCRE“.
- Aerosucre war einer der letzten Betreiber der Boeing 727F – Ende 2025 endete diese Ära nach einem Fahrwerksschaden an der 727 HK-5216.
- Heute fliegt Aerosucre Boeing 737 Classic als Frachter, je nach Quelle fünf bis sechs Maschinen der Typen 737-300 und 737-400.
- Das Netz reicht vom Amazonas bis in die Karibik: Leticia, Mitú, Inírida und San Andrés im Inland, dazu Ziele wie Caracas und Quito.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Aerosucre im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die 727-Ära: Aerosucre als einer der letzten Betreiber
- 4.Die heutige Flotte: Boeing 737 Classic als Frachter
- 5.Woran du Aerosucre erkennst
- 6.Das Netz: vom Amazonas bis in die Karibik
- 7.Sicherheitsbilanz: kein Kapitel zum Wegschauen
- 8.Häufige Verwechslungen
- 9.Aerosucre und die Frachtszene Lateinamerikas
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | A4 |
|---|---|
| ICAO-Code | KRE |
| Rufzeichen | AEROSUCRE |
| Drehkreuze | BOG |
| Geschäftsmodell | Nurfracht-Airline mit Linien- und Charterfracht im Inland, in die Karibik und nach Mittel- und Südamerika |
| Sitz und Drehkreuz | Bogotá, Flughafen El Dorado (BOG) |
| Gegründet | 1969 in der kolumbianischen Karibikregion, anfangs mit kleinen Piper-Maschinen |
| Codes | IATA A4, ICAO KRE, Rufzeichen „AEROSUCRE“ |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand 2025/2026) | fünf bis sechs Boeing 737 Classic als Frachter (737-300F und 737-400F/SF), zeitweise ergänzt um eine 737-200 |
| Boeing 727 | 727-100 bis 2015, 727-200F bis 2025 – danach keine 727 mehr im Einsatz |
| Frühere Typen | u. a. Curtiss C-46, Douglas DC-4 und DC-6, Handley Page Herald, Sud Aviation Caravelle, Boeing 727 und 737-200 |
| Typische Ziele | Bogotá, Barranquilla, Medellín, Cali, San Andrés, Leticia, Mitú, Inírida, Puerto Carreño; international u. a. Caracas und Quito |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Aerosucre?
- Heute fast immer eine Boeing 737 Classic (737-300 oder 737-400) ohne Fensterreihe, mit großer Frachttür links vorn am Rumpf
- Die CFM56-Triebwerke der 737 Classic haben eine unten abgeflachte Verkleidung – das trennt sie von der älteren 737-200 mit schlanken, langen Triebwerken
- Bis 2025: Boeing 727 mit drei Hecktriebwerken und T-Leitwerk – das klassische Aerosucre-Motiv
- Kolumbianisches Kennzeichen mit HK- – der Abgleich mit einer Registerdatenbank bestätigt die Zuordnung
- Auf dem Tracker steht KRE, im Funk meldet sich die Crew als „AEROSUCRE“
- In Bogotá auf den Frachtvorfeldern von El Dorado, sonst oft an kleinen Plätzen im Amazonasgebiet und in den Llanos
Wenn Spotter in den letzten Jahren nach einer Boeing 727 im echten Frachtalltag gefragt haben, fiel fast immer ein Name: Aerosucre. Die kolumbianische Frachtairline hat den Dreistrahler aus den 1960er-Jahren so lange geflogen wie kaum jemand sonst – über Bogotá, an den Rändern des Amazonas und bis in die Karibik. Seit Ende 2025 ist diese Ära vorbei. Geblieben ist eine kleine Flotte alter Boeing-737-Frachter und eine Airline, die für viele Regionen Kolumbiens eine echte Versorgungslinie ist. Hier erfährst du, wie du Aerosucre einordnest, was von der 727-Geschichte übrig ist und woran du die Maschinen heute erkennst.
Seltene Frachter im Hangar sammeln
Mit Planetrack postest du deine Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline – und baust dir einen Hangar voller Raritäten auf, von der 737 Classic bis zur Oldtimer-Fracht. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Aerosucre im Überblick
Aerosucre ist eine reine Frachtairline aus Kolumbien. Sitz und Drehkreuz liegen am Flughafen El Dorado in Bogotá. Die Airline selbst beschreibt sich als Frachtfluggesellschaft mit der längsten Tradition des Landes, und das passt: Gegründet wurde sie 1969 in der Karibikregion des Landes, wo der Betrieb mit kleinen Piper-Maschinen begann. Der Name lässt an das Departamento Sucre im Norden Kolumbiens denken.
Aus dem kleinen Lufttaxi wurde Schritt für Schritt eine Frachtairline. Mitte der 1970er-Jahre lag der Schwerpunkt bereits klar auf Fracht, erste Ziele waren die Karibikinsel San Andrés sowie Aruba und Curaçao. Danach wuchs die Flotte mit Flugzeugen, die heute fast alle ins Museum gehören würden: Curtiss C-46, Douglas DC-4 und DC-6, zwei Handley Page Herald und ab 1982 auch Jets vom Typ Sud Aviation Caravelle. Ab den 1990er-Jahren übernahm die Boeing 727 die Hauptrolle.
Heute fliegt Aerosucre mit Boeing-737-Frachtern im Inland und zu Zielen in der Karibik, in Venezuela und in Ecuador. Einer Allianz gehört die Airline nicht an – im Frachtgeschäft dieser Größe wäre das auch ungewöhnlich.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code A4: taucht in Frachtpapieren und Flugplänen auf. Für Spotter spielt er eine kleinere Rolle als bei Passagier-Airlines.
- ICAO-Code KRE: das ist der Code, den du auf Flugtrackern siehst. Ein KRE vor der Flugnummer heißt: Hier fliegt Aerosucre.
- Rufzeichen AEROSUCRE: so meldet sich die Crew im Funk, etwa bei der Anflugkontrolle in Bogotá.
Der ICAO-Code KRE hat keinen offensichtlichen Bezug zum Namen – das ist bei vielen Airlines so, weil naheliegende Buchstabenkombinationen oft schon vergeben waren. Wie du Tracker-Daten richtig liest und auch Frachtflüge ohne Flugnummer findest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die 727-Ära: Aerosucre als einer der letzten Betreiber
Für Spotter ist Aerosucre vor allem eines: die Airline der Boeing 727. Laut Flottenübersichten flog Aerosucre ab 1991 die Boeing 727-200 und ab 1992 die kürzere Boeing 727-100, beide als Frachter. Insgesamt kamen sieben 727-200 und zwei 727-100 zum Einsatz.
Das Besondere daran: Die 727 war zu dieser Zeit weltweit längst auf dem Rückzug. Die großen Airlines in Europa und Nordamerika hatten den Dreistrahler spätestens Anfang der 2000er-Jahre ausgemustert, der letzte planmäßige 727-Passagierflug ging 2019 im Iran zu Ende. In Kolumbien aber flogen 727-Frachter weiter – bei Aerosucre und auch bei der Frachtairline LAS Líneas Aéreas Suramericanas. Bogotá war damit über Jahre einer der wenigen Orte, an denen du eine 727 noch regelmäßig im Linienalltag fotografieren konntest.
| Zeitraum | Typ | Rolle bei Aerosucre |
|---|---|---|
| 1970er | Piper, dann Curtiss C-46 | Start als Lufttaxi, erste Frachtflüge in die Karibik |
| 1970er–1990er | Douglas DC-4 und DC-6 | Kolbenmotor-Frachter für das Inland |
| 1981–1991 | Handley Page Herald | Zwei Turboprops aus Großbritannien |
| 1982–2000 | Sud Aviation Caravelle | Erste Jets der Airline |
| 1991/1992–2025 | Boeing 727-100 und 727-200 | Das Rückgrat der Flotte über drei Jahrzehnte |
| ab 1999 | Boeing 737-200 | Kleinere Jet-Frachter, auch für kurze Pisten |
| heute | Boeing 737-300 und 737-400 | Aktuelle Flotte |
Das Ende der 727
Die 727-100 verschwanden bereits 2015 aus der Flotte. Die 727-200F hielten länger durch, doch 2025 beschleunigte Aerosucre die Ausmusterung. Den Schlusspunkt setzte die HK-5216: Schon im November 2024 hatte diese 727-200F beim Start in Bogotá eine Antennenanlage des Instrumentenlandesystems gestreift und war nach rund einer Stunde sicher zurückgekehrt. Im Dezember 2025 kehrte dieselbe Maschine auf einem Flug von Barranquilla nach Bogotá wegen eines Problems am linken Hauptfahrwerk um. Bei der Landung in Barranquilla knickte das linke Hauptfahrwerk ein, der linke Flügel setzte auf der Piste auf und wurde erheblich beschädigt. Seitdem führen die gängigen Flottenübersichten keine 727 mehr bei Aerosucre.
Für dich heißt das: Fotos von Aerosucre-727 sind heute historische Dokumente. Wenn du solche Bilder im Archiv hast, lohnt es sich, sie sauber mit Kennzeichen und Datum zu erfassen – sie gehören zu den Motiven, die nicht mehr wiederkommen. Wie du einschätzt, wie besonders eine Sichtung ist, zeigt der Artikel Wie selten ist meine Sichtung?.
Historisch oder aktuell?
Viele Spotterberichte und Fotodatenbanken zeigen Aerosucre noch mit der 727. Diese Bilder stammen aus der Zeit bis 2025. Wer heute nach Bogotá reist, trifft die Airline mit Boeing 737 an – eine 727 von Aerosucre wirst du dort nicht mehr fliegen sehen.
Die heutige Flotte: Boeing 737 Classic als Frachter
Nach dem Abschied von der 727 besteht die Flotte aus Boeing 737 der sogenannten Classic-Generation, also 737-300 und 737-400, die nach ihrer Passagierkarriere zu Frachtern umgebaut wurden. Die Zahlen unterscheiden sich je nach Quelle leicht: Aerosucre selbst nennt sechs Flugzeuge, listet aber fünf auf; aktuelle Flottenübersichten kommen auf fünf bis sechs Maschinen. Das Durchschnittsalter liegt deutlich über 30 Jahren.
| Typ | Anzahl (Stand 2025/2026) | Nutzlast laut Aerosucre | Paletten | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Boeing 737-400F / 737-400SF | 2–4 | bis 20 Tonnen | 10 | Längste Version der Flotte, gut an der Länge hinter dem Flügel zu erkennen |
| Boeing 737-300F | 2 | bis 17 Tonnen | 9 | Kürzer, gleiche abgeflachte Triebwerke |
| Boeing 737-200 | einzeln geführt | bis 14 Tonnen | 7 | Ältere Generation mit schlanken JT8D-Triebwerken |
Die Boeing 737-400SF und ihre kleinere Schwester sind weltweit beliebte Umbaufrachter: Die Flugzeuge sind günstig zu haben, robust und kommen mit kürzeren Pisten zurecht. Genau das braucht Aerosucre für Ziele wie Mitú oder Puerto Carreño. Die passenden Typseiten findest du unter Boeing 737-300 und Boeing 737-200, alles zum Hersteller bei Boeing.
Für die Zuordnung zählt vor allem das Kennzeichen: Auf einem Foto mit lesbarer HK-Registrierung lässt sich jede Maschine eindeutig der Airline zuordnen.
Ein bestimmtes HK-Kennzeichen im Blick
Richte Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen oder Airlines wie Aerosucre ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn die Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du Aerosucre erkennst
Bei Frachtern hilft dir die Bemalung weniger als bei Passagier-Airlines. Die wichtigsten Merkmale liegen im Flugzeug selbst und in den Daten.
Typ bestimmen
Keine Fenster, große Tür links vorn: ein Frachter. Zwei Triebwerke unter dem Flügel und die typische 737-Nase grenzen den Typ ein.
Generation prüfen
Unten abgeflachte Triebwerke heißen 737 Classic (300/400). Lange, schlanke Triebwerke deuten auf eine 737-200.
Kennzeichen lesen
HK- steht für Kolumbien. Gleich die Registrierung mit einer Datenbank ab – dann weißt du, ob die Maschine zu Aerosucre gehört.
Tracker abgleichen
KRE vor der Flugnummer bestätigt Aerosucre. Halte Kennzeichen, Typ und Ort zusammen fest.
737 Classic oder 737-200?
Das spricht für die 737-300/-400
- Dicke CFM56-Triebwerke mit unten abgeflachter Verkleidung
- Triebwerke sitzen vor dem Flügel, recht dicht am Boden
- Auf Trackern als B733 oder B734 geführt
- Die -400 wirkt deutlich gestreckter als die -300
Das spricht für die 737-200
- Lange, schmale JT8D-Triebwerke, die direkt unter dem Flügel kleben
- Kürzerer, gedrungener Rumpf
- Hörbar lauter beim Start
- Auf Trackern als B732 geführt
Mehr zur Unterscheidung von Frachtern allgemein findest du im Guide Frachtflugzeuge erkennen. Wenn dich interessiert, wie alt eine bestimmte Maschine ist, hilft dir Flugzeugalter herausfinden – bei Aerosucre kommen da schnell Zahlen jenseits der 35 Jahre heraus.
Das Netz: vom Amazonas bis in die Karibik
Aerosucre fliegt dorthin, wo Straßen fehlen oder lange Umwege nötig sind. Ein großer Teil Kolumbiens im Osten und Süden ist nur schwer auf dem Landweg erreichbar. Lebensmittel, Baumaterial und Waren des täglichen Bedarfs kommen deshalb oft per Flugzeug.
- Drehkreuz: Bogotá-El Dorado (BOG)
- Größere Städte im Inland: Barranquilla, Medellín, Cali
- Abgelegene Regionen: Leticia am Amazonas, Mitú, Inírida, Puerto Carreño
- Karibik: die Insel San Andrés; früher auch Aruba und Curaçao
- International ab Bogotá: laut Aerosucre Linienfracht nach Caracas und Quito; weitere Ziele in Venezuela, Panama und Mittelamerika tauchen in Flugplänen und Chartern auf
Während der Corona-Pandemie 2020 transportierte Aerosucre zudem medizinisches Material innerhalb Kolumbiens. Wie bei vielen kleinen Frachtairlines ändert sich das Netz häufig – was heute im Plan steht, kann morgen schon ein Charter sein und umgekehrt.
Im kolumbianischen Luftverkehr ist Aerosucre einer von mehreren Frachtspezialisten. Der größte ist Avianca Cargo mit Airbus-A330-Frachtern, die Schnittblumen nach Nordamerika und Europa bringen. Für Passagiere in abgelegene Regionen ist die staatliche Satena zuständig, die zum Teil dieselben Plätze anfliegt. Und der Netzwerk-Carrier Avianca prägt den Passagierverkehr in Bogotá.
Gute Chancen auf Aerosucre, wenn …
- du in Bogotá-El Dorado auf das Frachtgeschehen achtest
- du an Flughäfen wie Leticia, Mitú oder San Andrés unterwegs bist
- auf dem Tracker Flüge mit KRE stehen
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst, die noch die 727 zeigen
- du ein internationales Ziel wie Caracas oder Quito ins Auge fasst – dort fliegt Aerosucre nur an wenigen Tagen
Eher kein Aerosucre-Tag, wenn …
- du in Europa oder Nordamerika spottest – dort fliegt die Airline nicht
Fracht im Tracker finden
Frachtflüge stehen oft nicht auf den Abflugtafeln. Filtere im Tracker nach dem ICAO-Code KRE oder such gezielt nach einem Kennzeichen. Wie das geht, erklärt der Artikel Ein Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Sicherheitsbilanz: kein Kapitel zum Wegschauen
Zur Geschichte von Aerosucre gehören auch mehrere schwere Unfälle. Gerade weil die Airline über Jahrzehnte mit alten Flugzeugen auf schwierigen Plätzen unterwegs war, ist die Bilanz durchwachsen.
- 1989: Eine Caravelle stürzte nach dem Start in Barranquilla ab, nachdem sich schlecht gesicherte Fracht verschoben hatte; auch am Boden gab es Tote. Im selben Jahr prallte eine Handley Page Herald bei schlechtem Wetter gegen einen Berg.
- 2006: Eine 727 streifte im Anflug auf Leticia bei schlechter Sicht eine Antenne und stürzte ab; die fünf Menschen an Bord starben. Im selben Jahr wurde eine weitere 727 nach einem Fahrwerksschaden in Bogotá zum Totalschaden.
- 2016: Bei Flug 157 stürzte eine 727-200F kurz nach dem Start in Puerto Carreño ab. Laut dem kolumbianischen Untersuchungsbericht wurde die Startstrecke durch eine zu hoch berechnete Rotationsgeschwindigkeit, Rückenwind und eine zu langsame Rotation deutlich länger; zudem war die Maschine vermutlich leicht überladen. Fünf der sechs Insassen starben.
- 2021: Bei einer 737-200 öffnete sich nach dem Start in Mitú die Frachttür; die Crew kehrte sicher zurück.
- 2024 und 2025: die beiden Vorfälle mit der 727 HK-5216, ohne Verletzte.
Behörden haben Aerosucre in der Vergangenheit mehrfach wegen Überladung beanstandet. Für dich als Spotter heißt das: Fotos und Videos von schweren Starts auf kurzen Pisten kursieren reichlich im Netz – bewerte sie mit Abstand und beachte, dass sich viele davon auf die 727-Zeit beziehen.
Sicherheit am Spot
An kleinen Flugplätzen im Amazonasgebiet sind Zäune oft niedrig und der Abstand zur Piste klein. Bleib trotzdem auf öffentlich zugänglichen Flächen, halte Abstand zu An- und Abflugschneisen und frag im Zweifel vor Ort nach. Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren.
Häufige Verwechslungen
- Aerosucre noch mit der 727 erwarten – seit Ende 2025 fliegt die Airline keine 727 mehr.
- Aerosucre mit LAS verwechseln – auch LAS Líneas Aéreas Suramericanas flog 727-Frachter ab Bogotá. Der ICAO-Code und das Kennzeichen schaffen Klarheit.
- 737-400 und 737-300 gleichsetzen – die -400 ist sichtbar länger und trägt mehr Fracht.
- Jede 737 ohne Fenster für eine 737-800BCF halten – bei Aerosucre sind es ältere Classic-Modelle. Abgeflachte Triebwerke haben beide Generationen; klarer sind der kürzere Rumpf und der Typcode B733 oder B734 statt B738 auf dem Tracker.
- Den IATA-Code A4 auf dem Tracker suchen – dort steht in der Regel KRE.
Aerosucre und die Frachtszene Lateinamerikas
Aerosucre steht für eine Art Luftfahrt, die in Lateinamerika lange überlebt hat: kleine Frachtairlines, die mit gebrauchten Jets aus Nordamerika und Europa ganze Regionen versorgen. Viele dieser Flugzeuge hatten vorher schon ein langes Leben bei großen Airlines hinter sich. Ähnliche Betreiber findest du in Miami, wo etwa Amerijet International Fracht in die Karibik und nach Lateinamerika fliegt. Ein Blick auf Planespotting in Miami lohnt sich, wenn dich diese Szene interessiert.
Wer Oldtimer-Typen mag, kommt bei solchen Airlines am ehesten auf seine Kosten – auch wenn die ganz alten Typen inzwischen fast überall verschwunden sind. Einen Überblick, wie du ältere Muster sicher bestimmst, gibt dir der Guide Oldtimer am Himmel erkennen.
Deine Frachtsichtungen an einem Ort
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Fazit
Aerosucre ist eine kleine Airline mit großer Spotter-Geschichte. Über drei Jahrzehnte war sie eine der letzten Adressen für die Boeing 727 im Frachtalltag – bis die HK-5216 im Dezember 2025 bei einer Landung in Barranquilla schwer beschädigt wurde. Heute fliegt Aerosucre mit alten Boeing 737 Classic ab Bogotá in die abgelegenen Regionen Kolumbiens, auf die Karibikinsel San Andrés und zu einigen Nachbarländern. Wer die Airline vor die Linse bekommen will, muss nach Kolumbien – und sollte Kennzeichen und Typ genau notieren.
Kurzfazit
Aerosucre (IATA A4, ICAO KRE) ist eine kolumbianische Frachtairline mit Drehkreuz in Bogotá. Bis 2025 einer der letzten Boeing-727F-Betreiber, fliegt sie heute Boeing 737-300 und 737-400 als Frachter.
Zusammenfassung
- Aerosucre war jahrzehntelang eine der wenigen Airlines, bei denen du die Boeing 727 noch im täglichen Frachtbetrieb sehen konntest. Diese Zeit ist seit Ende 2025 vorbei.
- Heute prägen betagte Boeing 737 Classic die Flotte – du erkennst sie an der fensterlosen Kabine, der Frachttür und den abgeflachten CFM56-Triebwerken.
- Die Airline versorgt abgelegene Regionen Kolumbiens, die kaum oder gar nicht über Straßen erreichbar sind. Das macht sie zu einem spannenden Motiv an kleinen Flugplätzen.
- Die Sicherheitsbilanz ist durchwachsen: Mehrere Unfälle mit Toten, darunter Flug 157 im Jahr 2016, gehören zur Geschichte der Airline.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Aerosucre?
Der IATA-Code von Aerosucre ist A4, der ICAO-Code KRE. Im Funk nutzt die Crew das Rufzeichen „AEROSUCRE“. Auf Flugtrackern taucht die Airline deshalb meist mit KRE vor der Flugnummer auf.
Fliegt Aerosucre noch die Boeing 727?
Nein. Aerosucre gehörte lange zu den letzten kommerziellen 727-Betreibern weltweit. Die 727-100 wurden bis 2015 ausgemustert, die 727-200F im Laufe des Jahres 2025. Die letzte 727 (HK-5216) wurde im Dezember 2025 nach einem Problem am linken Hauptfahrwerk bei der Landung in Barranquilla schwer beschädigt. Seitdem führen die Flottenübersichten keine 727 mehr bei Aerosucre.
Welche Flugzeuge fliegt Aerosucre heute?
Boeing 737 der Classic-Generation, umgebaut zu Frachtern: 737-300 und 737-400. Die Angaben schwanken je nach Quelle und Stand zwischen fünf und sechs Flugzeugen. Laut Aerosucre trägt eine 737-400 bis zu 20 Tonnen und hat Platz für zehn Paletten, eine 737-300 bis zu 17 Tonnen. Die ältere 737-200 wird nur noch vereinzelt geführt.
Wo hat Aerosucre ihr Drehkreuz?
Am Flughafen El Dorado in Bogotá (BOG). Von dort starten die Flüge ins Inland und die internationalen Frachtflüge. Weitere wichtige Punkte im Netz sind Barranquilla, Medellín, Cali und San Andrés.
Wohin fliegt Aerosucre?
Im Inland vor allem an Orte, die schwer auf dem Landweg erreichbar sind – etwa Leticia am Amazonas, Mitú, Inírida und Puerto Carreño. Dazu kommen die Karibikinsel San Andrés und größere Städte wie Barranquilla, Medellín und Cali. International nennt Aerosucre Linienfracht ab Bogotá nach Caracas und Quito; in der Vergangenheit standen auch Aruba, Curaçao, Panama und Ziele in Mittelamerika auf dem Plan.
Was war Aerosucre-Flug 157?
Am 20. Dezember 2016 stürzte eine Boeing 727-200F (HK-4544) kurz nach dem Start in Puerto Carreño ab. Fünf der sechs Menschen an Bord starben, ein Flugtechniker überlebte schwer verletzt. Laut dem kolumbianischen Untersuchungsbericht verlängerten eine zu hoch berechnete Rotationsgeschwindigkeit, leichter Rückenwind und eine zu langsame Rotation die Startstrecke deutlich; das Flugzeug war zudem vermutlich leicht überladen.
Kann ich Aerosucre in Europa sehen?
Praktisch nicht. Das Netz von Aerosucre beschränkt sich auf Kolumbien, die Karibik und Nachbarländer in Süd- und Mittelamerika. Wenn du die Airline sehen willst, ist Bogotá-El Dorado der beste Ort; mit etwas Glück erwischst du sie auch an den kleineren Flughäfen im Netz.
Aerosucre im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 727-200
Drei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und eine Treppe im Rumpfende: Die 727-200 war einer der meistgebauten Jets ihrer Zeit. Heute ist sie eine echte Rarität – so erkennst du sie und so stehen deine Chancen.
FlugzeugtypBoeing 727-100
Die erste 727 war kurz, gedrungen und ein Kind der frühen Jet-Ära: drei Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, eine Treppe im Rumpfende. So erkennst du die 727-100, so unterscheidest du sie von der -200 – und hier stehen die letzten Exemplare.
FlugzeugtypBoeing 737-300SF/-400SF
Keine Fenster, ein großes Tor links vorn und die platt gedrückten Triebwerkseinlässe der Classic-Generation: Die umgebauten 737-300 und -400 tragen nachts Pakete und Post durch Europa. Hier erfährst du, wie der Umbau funktioniert, wer die Frachter fliegt und wo du sie noch erwischst.
FlugzeugtypBoeing 737-300
Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.
FlugzeugtypBoeing 737-200
Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.
Weitere Airlines
LAS Líneas Aéreas Suramericanas
Historische Frachtairline aus Bogotá: Vom C-46 über die Caravelle bis zum Boeing-727-Frachter flog LAS Cargo gut fünf Jahrzehnte durch Lateinamerika und die Karibik, bevor 2023 Schluss war.
FrachtAvianca Cargo
Die Frachtairline der Avianca-Gruppe aus Kolumbien, bis 2013 als Tampa Cargo bekannt: Airbus-A330-Frachter, Drehkreuze Bogotá, Medellín und Miami – und Tonnen von Schnittblumen für die USA und Europa.
NetzwerkAvianca
Kolumbiens Flag-Carrier mit Drehkreuz Bogotá: 1919 als SCADTA gegründet, nach KLM die zweitälteste noch bestehende Airline der Welt, Star-Alliance-Mitglied und heute Teil der Abra Group – in Europa mit der Boeing 787-8 zu Gast.
RegionalSatena
Kolumbiens staatliche Regionalairline: 1962 gegründet, um entlegene Landesteile anzubinden, eng mit der Luftwaffe verbunden und heute mit ATR, Twin Otter und ERJ-145 unterwegs.
FrachtAmerijet International
Frachtairline aus Miami mit über 50 Jahren Geschichte: Vom Bahamas-Charter mit einer Cessna zur Boeing-767-Frachterflotte, die Karibik, Mittel- und Südamerika versorgt – mit umgebauten Ex-Passagierjets und Fabrikfrachtern im Einsatz für Maersk.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
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