Das Wichtigste in Kürze
- JSX ist eine US-Airline mit Sitz in Dallas, die Linienflüge im Stil eines Privatjets anbietet – mit nur 30 Sitzen pro Flugzeug.
- Codes: IATA XE, ICAO JSX, Rufzeichen „BIGSTRIPE“.
- Rechtlich ein Public Charter: JSX verkauft die Sitze, geflogen wird von der Tochter Delux Public Charter. Deshalb darf JSX von Privatterminals abfliegen.
- Die Flotte besteht aus Embraer ERJ145 und ERJ135, umgebaut auf 30 Sitze; seit Ende 2025 kommen ATR 42-600 dazu.
- Für Spotter ein Sonderfall: Die Flugzeuge parken abseits der Airline-Gates – du suchst sie besser an der General-Aviation-Seite des Flughafens.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | XE |
|---|---|
| ICAO-Code | JSX |
| Rufzeichen | BIGSTRIPE |
| Drehkreuze | BUR, DAL, LAS |
| Geschäftsmodell | Semi-private „Hop-on-Jet“-Flüge im Punkt-zu-Punkt-Verkehr, rechtlich als Public Charter organisiert |
| Firmierung | JetSuiteX, Inc.; Flugbetrieb durch die Tochter Delux Public Charter (Marke JSX Air) |
| Sitz | Dallas, Texas |
| Gegründet | April 2016 als JetSuiteX, erster Flug am 19. April 2016 von Burbank nach Concord (Kalifornien) |
| Umbenennung | 8. August 2019 in JSX |
| CEO | Alex Wilcox, früher Gründungsmanager bei JetBlue und Gründer der Privatjet-Firma JetSuite |
| Minderheitsaktionäre | JetBlue und Qatar Airways |
| Basen (Stand 2026) | u. a. Burbank (BUR), Dallas Love Field (DAL), Las Vegas (LAS), Oakland (OAK), Orange County (SNA), Scottsdale (SDL), Miami-Opa Locka (OPF) und White Plains (HPN) |
| Flotte (Stand 2026) | Embraer ERJ145 und ERJ135 mit je 30 Sitzen, dazu seit Ende 2025 erste ATR 42-600; genaue Zahlen schwanken je nach Quelle |
| Allianz | keine |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich JSX?
- Schlanker Regionaljet mit T-Leitwerk und zwei Triebwerken am Heck: die Embraer ERJ135 oder ERJ145
- Großer Schriftzug „JSX“ – auf dem Tracker taucht derselbe Code als ICAO-Kennung auf
- US-Kennzeichen, das fast immer auf -JX endet, z. B. N242JX oder N955JX
- Steht nicht am Hauptterminal, sondern auf dem Vorfeld eines Privat- bzw. FBO-Terminals
- Rufzeichen im Funk: „BIGSTRIPE“
- Seit Ende 2025 auch als ATR 42-600-Turboprop unterwegs
Wer in Las Vegas, Dallas oder Burbank an der Seite des Flughafens steht, wo sonst Gulfstreams und Citations parken, sieht dort manchmal einen Regionaljet mit großem „JSX“-Schriftzug. Kein Privatflieger, sondern eine Airline mit Flugplan – nur eben eine ganz besondere. JSX verkauft Einzelplätze wie eine normale Fluggesellschaft, fertigt aber wie ein Privatjet ab. Diese Seite erklärt dir, wie das funktioniert, welche Flugzeuge dahinterstecken und wie du sie im Feld sauber zuordnest.
Jede ERJ einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und siehst auf einen Blick, welche JSX-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
JSX im Überblick
JSX ist eine US-Fluggesellschaft mit Sitz in Dallas, Texas. Gestartet ist sie im April 2016 unter dem Namen JetSuiteX; der erste Flug führte am 19. April 2016 von Burbank im Großraum Los Angeles nach Concord in der Bucht von San Francisco. Am 8. August 2019 verschwand das „JetSuite“ aus dem Namen, seitdem tritt die Airline nur noch als JSX auf.
Hinter der Idee steht Alex Wilcox, der zu den Gründungsmanagern von JetBlue gehörte und 2006 die Privatjet-Firma JetSuite gegründet hatte. Sein Ansatz: Auf kurzen Strecken verlieren Reisende viel Zeit an überfüllten Terminals und Sicherheitskontrollen, und große Airlines bedienen viele kleinere Flugplätze kaum. Genau dort setzt JSX an – mit kleinen Jets, die von ruhigen Privatterminals starten.
Heute bezeichnet sich JSX als „Hop-on-Jet-Service“. Das Netz konzentriert sich auf Kalifornien, Nevada, Arizona, Texas, Colorado, Florida und den Nordosten, ergänzt um saisonale Ziele wie Ski- und Ferienorte. JetBlue und Qatar Airways sind als Minderheitsaktionäre beteiligt. Die Reisezeitschrift Travel + Leisure kürte JSX im Juli 2025 zum zweiten Mal in Folge zur besten US-Inlandsairline ihrer Leserumfrage.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code XE: steht in der Flugnummer und auf Buchungsbestätigungen.
- ICAO-Code JSX: erscheint im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen BIGSTRIPE: so meldet sich die Crew im Funk – eines der eher ungewöhnlichen Rufzeichen im US-Luftraum.
Praktisch für Spotter: Der ICAO-Code ist identisch mit dem Markennamen. Wenn du auf dem Tracker JSX siehst, weißt du sofort, wer da kommt. Warum Flugnummer und Rufzeichen trotzdem zwei verschiedene Dinge sind, erklärt der Artikel zu Callsign und Flugnummer. Mehr kuriose Rufzeichen findest du unter Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.
Das Geschäftsmodell: Linienflug im Charter-Gewand
Der spannendste Teil an JSX ist die rechtliche Konstruktion. JSX betreibt die Flugzeuge formal nicht selbst. Die Firma tritt als Public-Charter-Anbieter auf: Sie chartert 30-sitzige Flugzeuge samt Besatzung von der eigenen Tochter Delux Public Charter, die als JSX Air fliegt, und verkauft die Plätze dann einzeln an Fluggäste weiter. Für Reisende fühlt sich das an wie ein normaler Linienflug mit festem Flugplan – juristisch ist es eine Charterkette.
Was dahinter steckt, lohnt einen kurzen Blick: Wie sich Charter- und Linienverkehr grundsätzlich unterscheiden, erklärt der Artikel Charterflug und Linienflug.
Der entscheidende Effekt: Für solche Charterflüge mit kleinen Flugzeugen gelten andere Sicherheitsvorgaben als für große Linienairlines. Deshalb darf JSX seine Fluggäste an FBO-Terminals abfertigen, also an den Abfertigungsgebäuden, die sonst Privat- und Geschäftsflugzeugen dienen. Die Passagierdaten laufen trotzdem durch den Abgleich der US-Sicherheitsbehörde TSA, ergänzt um eigene Kontrollen etwa auf Sprengstoff und Waffen.
Was JSX anders macht
- Abflug vom Privatterminal statt vom Hauptgebäude
- Nur 30 Sitze pro Flugzeug, keine klassischen Gepäckfächer über den Sitzen
- Fester Flugplan, Plätze einzeln buchbar
- Viele kleinere Flugplätze im Netz, die große Airlines kaum anfliegen
Was JSX nicht ist
- Kein Privatjet-Anbieter: Das ganze Flugzeug mietest du nicht
- Keine Allianz, keine Ticket- oder Gepäckabkommen mit anderen Airlines
- Kein Zubringer für ein Drehkreuz wie bei United Express oder Delta Connection
- Kein Fractional-Ownership-Modell wie bei NetJets oder Flexjet
Ganz konfliktfrei ist das Modell nicht. Im September 2020 kündigte Orange County an, JSX ab Januar 2021 vom John Wayne Airport auszuschließen. JSX klagte im Dezember 2020 und erwirkte eine einstweilige Verfügung – die Flüge laufen dort bis heute weiter. Auch politisch wird in den USA immer wieder diskutiert, ob solche Charterflüge mit festem Flugplan nicht wie normale Linienflüge behandelt werden müssten.
Abgrenzung zu NetJets und Flexjet
Auch NetJets und Flexjet parken an FBO-Terminals. Dort kaufen Kunden aber Anteile an Flugzeugen oder Flugstunden und fliegen, wann sie wollen. JSX verkauft dagegen einzelne Sitze auf festen Flügen – näher an einer Airline als an der Business Aviation.
Die Flotte: Embraer-Regionaljets mit 30 Sitzen
Den Kern der Flotte bilden zwei Mitglieder der Embraer-ERJ-Familie: die Embraer ERJ 145 und die kürzere Embraer ERJ 135. Beide Typen waren ursprünglich für deutlich mehr Fluggäste ausgelegt. JSX hat die Kabinen auf je 30 Sitze umgebaut, die Gepäckfächer über den Sitzen entfernt und an jedem Platz Strom nachgerüstet. Die Flugzeuge sind gebraucht und überwiegend älter als 20 Jahre – viele flogen früher für US-Regionalairlines, die die ERJ-Familie in großen Stückzahlen betrieben.
| Typ | Sitze bei JSX | Status (Stand 2026) | Typcode auf dem Tracker | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Embraer ERJ145 | 30 | Rückgrat der Flotte, ein Teil zeitweise abgestellt | E145 | Längere Version, mehr Fenster |
| Embraer ERJ135 | 30 | Rund 15 Flugzeuge | E135 | Rund 3,5 Meter kürzer als die 145 |
| ATR 42-600 | 30 | Seit Ende 2025 im Zulauf | AT46 | Turboprop mit Hochdecker-Flügel |
| Embraer ERJ140 | – | Historisch, nicht mehr in der Flotte | E140 | Früher bei JSX im Einsatz |
Die genauen Zahlen schwanken je nach Quelle: Je nachdem, ob abgestellte Maschinen mitgezählt werden, ergeben sich für die ERJ145 zwischen etwa 40 und 60 Flugzeugen. Rechne Stand 2026 mit gut 50 aktiven Embraer-Jets. Hersteller ist der brasilianische Konzern Embraer.
Neu ist der Turboprop. Seit Ende 2025 übernimmt JSX ATR 42-600 mit ebenfalls 30 Sitzen, teils aus der Flotte der in Schwierigkeiten geratenen Silver Airways. Mit der ATR erreicht JSX kurze Pisten und kleinere Flugplätze besser. Hersteller ist ATR aus Toulouse.
Die neue ATR noch nicht im Hangar?
Setz Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
ERJ135 oder ERJ145? So unterscheidest du sie
Bei JSX tragen beide Versionen dieselbe Bemalung und dieselbe Sitzzahl. Von außen bleibt nur die Geometrie – und die ist bei der ERJ-Familie bewusst sehr ähnlich, weil die ERJ135 eine gekürzte ERJ145 ist.
Rumpflänge abschätzen
Die ERJ135 wirkt gedrungener. Achte auf das Rumpfstück zwischen Cockpit und Flügelvorderkante – bei der 145 ist es spürbar länger.
Fenster zählen
Auf einem Seitenfoto zählst du die Kabinenfenster: Die 135 hat deutlich weniger als die 145.
Typcode prüfen
Am sichersten ist der Tracker: E135 steht für die kurze, E145 für die lange Version.
Kennzeichen notieren
Mit dem N-Kennzeichen kannst du den Typ später in Datenbanken nachschlagen und deine Sichtung absichern.
Allgemein hilft dir der Guide Regionaljets erkennen, die ERJ-Familie von CRJ und E-Jets abzugrenzen. Die beiden Familien von Embraer werden gern verwechselt: Die ERJ hat die Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk, die späteren E-Jets wie die E175 tragen die Triebwerke unter dem Flügel.
Woran du JSX erkennst
Die Bemalung der JSX-Flotte setzt auf einen großen „JSX“-Schriftzug, der dir schon aus der Entfernung die Airline verrät. Ein zweites, sehr zuverlässiges Merkmal ist das Kennzeichen: Die Registrierungen enden fast durchweg auf -JX, etwa N242JX, N261JX oder N955JX. Wie US-Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.
Dazu kommt ein Merkmal, das nichts mit dem Flugzeug zu tun hat: der Standort. JSX-Maschinen stehen nicht an den Fluggastbrücken der großen Airlines, sondern auf dem Vorfeld der Privat- und Geschäftsfliegerei. Wer am Hauptterminal sucht, findet sie oft gar nicht.
Sonderlackierungen
Für eine so kleine Airline hat JSX erstaunlich viele Sonderbemalungen. Laut Flottenübersichten gehören dazu unter anderem eine „Starlink“-Bemalung auf einer ERJ145 (seit 2022), eine „Retro“-Lackierung (seit September 2025), ein „Club JSX“-Design auf zwei Maschinen, eine „10th Anniversary“-Lackierung zum zehnten Geburtstag (seit Mai 2026), ein Design mit dem Motto „Where the pets go“ (seit April 2026) und auf der ATR 42-600 die Bemalung „Spirit of Santa Monica“. Weil die Flotte überschaubar ist, lässt sich so eine Sonderlackierung realistisch komplett sammeln. Tipps dazu findest du unter Sonderlackierungen sammeln und dokumentieren.
Special Liveries gezielt abpassen
Planetrack benachrichtigt dich, wenn eine bestimmte Sonderlackierung oder ein einzelnes Kennzeichen in deiner Nähe anfliegt oder landet – ideal bei einer kleinen Flotte mit wechselnden Einsätzen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Netz und Basen
JSX hat kein klassisches Drehkreuz. Stattdessen verteilt sich der Betrieb auf mehrere Basen. Stand 2026 zählen dazu Burbank (BUR), Dallas Love Field (DAL), Las Vegas (LAS), Oakland (OAK), Orange County (SNA), Scottsdale (SDL), Miami-Opa Locka (OPF) und Westchester County in White Plains (HPN).
Typisch für JSX ist die Mischung aus großen und kleinen Flughäfen. Neben Plätzen wie dem Flughafen Las Vegas oder dem Flughafen Los Angeles fliegt JSX auch kleinere Flugplätze an, etwa Santa Monica, Teterboro bei New York, Fort Lauderdale Executive oder Centennial bei Denver. Dazu kommen saisonale Ziele, zum Beispiel Taos in New Mexico, Gunnison–Crested Butte in Colorado oder Naples in Florida. Das Netz ändert sich allerdings häufig: Etliche Ziele wurden in den vergangenen Jahren wieder aufgegeben oder werden nur zeitweise bedient, auch bei den wenigen Strecken über die US-Grenze hinaus.
Gute Chancen auf JSX, wenn …
- du an einer der Basen wie Burbank, Las Vegas oder Dallas Love Field bist
- du die General-Aviation-Seite des Flughafens im Blick hast
- auf dem Tracker Flüge mit dem Code JSX im Plan stehen
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Streckenlisten planst
- dein Ziel nur saisonal bedient wird, etwa Ski- oder Badeorte
Eher kein JSX-Tag, wenn …
- du an einem großen Drehkreuz nur das Hauptterminal im Blick hast
JSX spotten: Tipps für deine USA-Tour
Für europäische Spotter ist JSX ein typisches Motiv einer USA-Reise, denn die Airline fliegt ausschließlich innerhalb Nordamerikas. Die Kunst liegt darin, den richtigen Teil des Flughafens zu finden. Weil JSX an Privatterminals abfertigt, rollen die Maschinen oft zu ganz anderen Vorfeldbereichen als die Jets der großen Airlines. Im Anflug und beim Start siehst du sie dagegen an denselben Pisten wie alle anderen.
In Las Vegas eignet sich der Sunset Park für Landungen und Starts, Hintergründe zum Spotten dort liefert Planespotting in Las Vegas. Rund um Los Angeles hilft dir der Spotting-Guide für Los Angeles, auch wenn Burbank und Santa Monica als eigene Plätze für JSX oft ergiebiger sind als LAX selbst.
Weil die Abfertigung an der Seite der Geschäftsfliegerei läuft, lohnt sich ein Blick in die Guides Businessjets spotten und General Aviation spotten. Viele Tipps dort – etwa zu Zäunen an FBO-Bereichen und zu kurzen Rollwegen – passen auch auf JSX.
Regeln in den USA beachten
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte Abstand zu Zäunen und Sicherheitsbereichen, gerade an Privatterminals. Was in den USA erlaubt ist und wie du mit Sicherheitspersonal umgehst, erklärt Planespotting in den USA. Für die Reiseplanung hilft dir Planespotting-Reise in die USA.
Häufige Verwechslungen
- JSX für einen Privatjet-Anbieter halten – JSX verkauft Einzelplätze auf festen Flügen; mit NetJets oder Flexjet hat das Modell wenig gemein.
- Jede ERJ145 für United Express oder American Eagle halten – die großen Regionalairlines wie CommuteAir fliegen dieselbe Familie, aber in Partner-Bemalung und mit Fluggastbrücke am Hauptterminal.
- ERJ135 als ERJ145 notieren – Rumpflänge, Fensterzahl und Typcode E135 verraten die kurze Version.
- JSX mit JetSuite gleichsetzen – JetSuite war die Privatjet-Firma aus demselben Umfeld; sie flog später als Superior Air Charter weiter.
- Den IATA-Code XE im Tracker suchen – auf Trackern siehst du meist den ICAO-Code JSX.
- ATR 42-600 als Fremdflugzeug abtun – seit Ende 2025 gehören die Turboprops fest zur Flotte.
JSX im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen, die ATR 42-600 oder die Sonderlackierungen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
JSX ist eine der ungewöhnlichsten Airlines der USA: ein Linienflugplan, verpackt als Public Charter, mit 30-sitzigen Regionaljets, die von Privatterminals abheben. Für Spotter heißt das vor allem, an der richtigen Stelle des Flughafens zu suchen. Wer die -JX-Kennzeichen notiert, ERJ135 und ERJ145 sauber trennt und die Sonderlackierungen im Blick behält, hat mit der überschaubaren Flotte ein lohnendes Sammelziel.
Kurzfazit
JSX (IATA XE, ICAO JSX) ist eine US-Airline aus Dallas mit Embraer ERJ135 und ERJ145 zu je 30 Sitzen, ergänzt um ATR 42-600. Abgefertigt wird an Privatterminals – such die Flugzeuge also an der Business-Aviation-Seite des Flughafens.
Zusammenfassung
- JSX entstand 2016 als JetSuiteX aus dem Umfeld der Privatjet-Firma JetSuite und heißt seit 2019 nur noch JSX.
- Das Geschäftsmodell verbindet einen Linienflugplan mit der Abfertigung an Privatterminals – möglich durch die Konstruktion als Public Charter.
- Die ERJ135 und ERJ145 haben je 30 Sitze; die kürzere ERJ135 erkennst du an der geringeren Rumpflänge und weniger Fenstern.
- Kennzeichen auf -JX, der Tracker-Code JSX und mehrere Sonderlackierungen machen die kleine Flotte zu einem dankbaren Sammelziel.
Häufige Fragen
Was ist JSX für eine Airline?
JSX ist eine US-Fluggesellschaft mit Sitz in Dallas, die sich selbst als „Hop-on-Jet-Service“ bezeichnet. Sie bietet feste Flugpläne zwischen Städten vor allem im Westen und Süden der USA an, fertigt aber nicht an den großen Passagierterminals ab, sondern an privaten Terminals. In den Flugzeugen gibt es nur 30 Sitze.
Welchen IATA- und ICAO-Code hat JSX?
Der IATA-Code ist XE, der ICAO-Code JSX. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „BIGSTRIPE“. Auf Flugtrackern siehst du deshalb meist JSX und eine Flugnummer – leicht zu merken, weil der ICAO-Code dem Markennamen entspricht.
Warum fliegt JSX von Privatterminals?
JSX ist als Public-Charter-Anbieter organisiert. Die Firma verkauft die Sitze, das Flugzeug samt Crew stellt die Tochter Delux Public Charter. Für solche Charterflüge mit kleinen Flugzeugen gelten andere Sicherheitsvorgaben als für große Linienairlines. Deshalb kann JSX die Fluggäste an sogenannten FBO-Terminals abfertigen, die sonst Privat- und Geschäftsflugzeuge nutzen. JSX nutzt den Abgleich über das Secure-Flight-Programm der TSA und ergänzt ihn um eigene Kontrollen, etwa auf Sprengstoff und Waffen.
Welche Flugzeuge fliegt JSX?
Den Kern bilden Embraer ERJ145 und die kürzere ERJ135. Beide hat JSX auf 30 Sitze umgerüstet, ohne Gepäckfächer über den Sitzen und mit Stromanschluss an jedem Platz. Seit Ende 2025 kommen ATR 42-600 mit ebenfalls 30 Sitzen hinzu. Die genauen Flottenzahlen schwanken je nach Quelle, weil ein Teil der ERJ145 zeitweise abgestellt ist; Stand 2026 sind gut 50 Embraer-Jets aktiv.
Gehört JSX zu einer Allianz?
Nein. JSX ist in keiner Allianz und hat keine Ticket- oder Gepäckabkommen mit anderen Airlines, weil alle Flüge an eigenen Privatterminals abgefertigt werden. JetBlue und Qatar Airways sind als Minderheitsaktionäre beteiligt; eine Codeshare-Partnerschaft mit JetBlue lief bis Februar 2026.
Was hat JSX mit JetSuite zu tun?
JetSuite war eine Privatjet-Firma, die Alex Wilcox 2006 gegründet hatte. Sie rief 2016 JetSuiteX ins Leben, das 2019 in JSX umbenannt wurde. JetSuite selbst stellte 2020 während der Pandemie den Betrieb ein und flog danach unter dem Namen Superior Air Charter weiter. JSX ist ein eigenständiges Unternehmen.
Wo kann ich JSX spotten?
Am besten an den Basen wie Burbank, Dallas Love Field, Las Vegas, Oakland, Orange County oder Scottsdale. Viele Strecken führen außerdem zu kleineren Flugplätzen, etwa Santa Monica, Teterboro oder Westchester (White Plains). Das Netz ändert sich häufig, einige Ziele werden nur saisonal angeflogen. Prüf vorher Flugplan und Tracker – und halte Ausschau nach dem Privatterminal statt nach den Airline-Gates.
Woran unterscheide ich ERJ135 und ERJ145 bei JSX?
Beide sehen fast gleich aus und tragen dieselbe Bemalung. Die ERJ135 ist aber rund dreieinhalb Meter kürzer, das siehst du vor allem am kürzeren Rumpfstück vor dem Flügel und an weniger Fenstern. Am sichersten ist der Typcode auf dem Tracker: E135 für die kurze, E145 für die lange Version.
JSX im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer ERJ 145
Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.
FlugzeugtypEmbraer ERJ 135
Der kürzeste Jet der ERJ-Familie: Die ERJ 135 ist eine um rund 3,5 Meter gekürzte ERJ 145 mit 37 Sitzen, Hecktriebwerken und T-Leitwerk – und die Basis für den Businessjet Legacy 600.
FlugzeugtypATR 42-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei Sechsblatt-Propeller und ein kurzer, kompakter Rumpf: Die ATR 42-600 ist der kleinste Turboprop von ATR. So erkennst du sie und trennst sie von der größeren ATR 72.
Weitere Airlines
CommuteAir
Die Regionalairline aus Ohio fliegt seit 1989 Zubringer für große US-Airlines und ist heute der einzige Betreiber der Embraer ERJ145 im Netz von United Express – mit Schwerpunkt Washington-Dulles und Houston.
RegionalExpressJet Airlines
Historische US-Regionalairline: als Continental Express Erstkunde der Embraer-Regionaljets, nach der Fusion mit ASA zeitweise die größte Regionalairline der Welt, 2020 Ende bei United Express und 2022 Aus für den Ableger aha!.
Low-CostJetBlue Airways
Die New Yorker Airline zwischen Low-Cost und Netzwerk: reine Airbus-Flotte, bunte Leitwerksmuster in Blautönen, die Mint-Kabine – und seit 2021 Schmalrumpf-Transatlantikflüge nach London, Paris, Amsterdam, Dublin und Edinburgh.
RegionalSilver Airways
Historische US-Regionalairline aus Fort Lauderdale: aus Gulfstream International hervorgegangen, mit Saab 340 und später ATR-Turboprops auf Florida-, Bahamas- und Karibikstrecken unterwegs – bis zur Einstellung im Juni 2025.
RegionalGoJet Airlines
Die Regionalairline aus dem Großraum St. Louis gehört zu Trans States Holdings, fliegt seit 2005 für United Express und war 2019 die erste Betreiberin des CRJ550 – des 50-Sitzers mit echter First Class.
RegionalHorizon Air
Regionaltochter der Alaska Air Group aus dem Großraum Seattle: seit 1981 im Westen der USA unterwegs, heute mit einer reinen Embraer-E175-Flotte – und über zwei Jahrzehnte das Zuhause der Dash 8 Q400.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Embraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
HerstellerATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
FlughafenFlughafen Las Vegas Harry Reid (LAS)
Vom Wüstenflugplatz Alamo Field zum Tor in die Glücksspielmetropole: vier Pisten direkt am Strip, Southwest-737 im Minutentakt, Spielautomaten im Terminal, die geheimnisvollen weißen Janet-Jets – und ein offizieller Spotterplatz mit der Sonne im Rücken.
FlughafenFlughafen Los Angeles (LAX)
Vom Weizenfeld Mines Field zum Tor nach Asien und Australien: vier Parallelbahnen direkt am Pazifik, vier große Hausairlines, Großraumjets aus aller Welt – und mitten im Terminal-Hufeisen das Theme Building, die fliegende Untertasse aus dem Jahr 1961.
Wo du JSX vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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