Das Wichtigste in Kürze
- LATAM Cargo ist die Frachtsparte der LATAM Airlines Group mit Sitz in Santiago de Chile; bis 2016 hieß sie LAN Cargo.
- Codes: IATA UC, ICAO LCO, Rufzeichen „LAN CARGO“ für LATAM Cargo Chile.
- Hinter der Marke stecken mehrere Gesellschaften: Chile (LCO), Brasilien (LTG) und Kolumbien (LAE).
- Die Flotte besteht aus Boeing-767-Frachtern, ein Teil davon sind umgebaute Passagierjets der Gruppe. Die Boeing 777F flog nur bis 2017/2018.
- Europa-Ziele wie Frankfurt und Amsterdam machen LATAM Cargo auch für Spotter in Mitteleuropa erreichbar – mit Glück und Flugplan-Check.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | UC |
|---|---|
| ICAO-Code | LCO |
| Rufzeichen | LAN CARGO |
| Drehkreuze | SCL, MIA |
| Geschäftsmodell | Nurfracht-Airline der LATAM Airlines Group; dazu vermarktet LATAM Cargo die Frachträume der Passagierflugzeuge der Gruppe |
| Sitz | Santiago de Chile |
| Herkunft | Frachtgeschäft der chilenischen LAN; als eigene Gesellschaft u. a. Fast Air Carrier (1998), Lan Chile Cargo (2001), LAN Cargo (2004) |
| Markenname LATAM Cargo | seit Mai 2016, davor LAN Cargo |
| Konzern | LATAM Airlines Group (Santiago de Chile) |
| Gesellschaften | LATAM Cargo Chile (ICAO LCO), LATAM Cargo Brasil (ICAO LTG, Basis Campinas-Viracopos), LATAM Cargo Colombia (ICAO LAE, Basis Bogotá) |
| Drehkreuze | Santiago de Chile (SCL) und Miami (MIA); dazu Campinas-Viracopos (VCP) und Bogotá (BOG) für die Schwestergesellschaften |
| Flotte (Stand 2024) | rund 20 Frachter, alle Boeing 767: 767-300F ab Werk und zu Frachtern umgebaute 767-300ER (BCF) |
| Frühere Typen | u. a. Boeing 707-320C, Douglas DC-8-71F und Boeing 777F (bis 2017/2018) |
| Allianz | keine (LATAM verließ oneworld 2020) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich LATAM Cargo?
- Immer eine Boeing 767: zwei Triebwerke, schlanker Großraumrumpf – die 777F ist bei LATAM Cargo Geschichte
- Konzernbemalung der LATAM-Gruppe mit Indigoblau und Korallenrot am Leitwerk
- Kaum Fenster und eine große Frachttür auf der linken Seite vor dem Flügel
- Ab Werk gebaute 767-300F und umgebaute 767-300ER (BCF) sehen sich sehr ähnlich – Kennzeichen und Datenbank klären die Herkunft
- Auf dem Tracker steht je nach Gesellschaft LCO, LTG oder LAE
- In Europa vor allem an Frachtflughäfen wie Frankfurt und Amsterdam zu sehen, oft zu Randzeiten
Ein südamerikanischer Frachter in Frankfurt ist kein Alltagsbild. Wenn eine Boeing 767 in den Farben der LATAM-Gruppe ohne Fensterreihe auf die Piste einschwebt, lohnt sich das Hinschauen: LATAM Cargo ist die Frachtsparte der größten Airline-Gruppe Südamerikas, fliegt mit einer reinen 767-Flotte und verbindet Chile, Brasilien und Kolumbien mit Nordamerika und Europa. Diese Seite zeigt dir, woher die Airline kommt, welche Gesellschaften hinter der Marke stecken und wie du eine LATAM-Cargo-Sichtung sauber zuordnest.
Seltene Frachter festhalten
Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – und siehst in deinem Hangar, welche LATAM-Frachter dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
LATAM Cargo im Überblick
LATAM Cargo ist die Frachtsparte der LATAM Airlines Group mit Sitz in Santiago de Chile. Ihre Wurzeln liegen bei der chilenischen LAN, die schon früh Fracht transportierte. 1970 wurde das Frachtgeschäft vom Passagierverkehr getrennt, später lief es unter wechselnden Namen: Fast Air Carrier, Lan Chile Cargo und ab 2004 LAN Cargo. Nach dem Zusammenschluss von LAN und der brasilianischen TAM zur LATAM-Gruppe ging der Name LAN Cargo im Mai 2016 in der neuen Marke LATAM Cargo auf.
Wichtig für das Verständnis: LATAM Cargo ist zwei Dinge zugleich. Zum einen betreibt sie eine eigene Flotte von Nurfrachtern. Zum anderen vermarktet sie die Frachträume im Unterdeck der Passagierflugzeuge der Gruppe – also auch die Fracht, die in den Großraumjets von LATAM Airlines oder LATAM Airlines Brasil mitfliegt. Für Spotter zählen natürlich vor allem die Frachter, denn nur sie tragen die LATAM-Cargo-Codes auf dem Tracker.
Neben Santiago ist Miami das zweite Standbein. Von dort laufen viele Verbindungen zwischen Nord- und Südamerika, etwa für Schnittblumen und Obst aus dem Süden. Ein Saisonhöhepunkt ist die chilenische Kirschenernte, für die LATAM Cargo jedes Jahr zusätzliche Kapazität nach Asien und Nordamerika organisiert.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code UC: steht in der Flugnummer von LATAM Cargo Chile, also im Frachtflugplan.
- ICAO-Code LCO: zeigt dir der Flugtracker bei Flügen der chilenischen Gesellschaft.
- Rufzeichen LAN CARGO: so meldet sich die Besatzung im Funk – der alte Name lebt hier weiter.
Das Rufzeichen ist ein schönes Detail für alle, die Funk mithören: Obwohl die Marke LAN seit 2016 verschwunden ist, hörst du „LAN CARGO“ weiterhin auf der Frequenz. Ähnlich wie bei der Passagier-Schwester in Brasilien, die noch das Rufzeichen TAM nutzt, haben sich die alten Kennungen gehalten.
Tracker richtig lesen
Ein LATAM-Frachter muss nicht LCO heißen. Fliegt die brasilianische oder kolumbianische Schwester, steht auf dem Tracker LTG oder LAE. Wie du ADS-B-Daten am Spot sinnvoll nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Eine Marke, drei Frachtgesellschaften
Unter dem Namen LATAM Cargo fliegen mehrere Gesellschaften mit eigenen Betriebsgenehmigungen. Für die Kundschaft ist das kaum sichtbar, für Spotter ist es der spannendste Teil.
| Gesellschaft | Land | IATA | ICAO | Rufzeichen | Basis |
|---|---|---|---|---|---|
| LATAM Cargo Chile | Chile | UC | LCO | LAN CARGO | Santiago de Chile, Miami |
| LATAM Cargo Brasil | Brasilien | M3 | LTG | TAMCARGO | Campinas-Viracopos |
| LATAM Cargo Colombia | Kolumbien | L7 | LAE | LANCO | Bogotá |
LATAM Cargo Brasil geht auf die frühere ABSA zurück, an der LAN ab 2001 die Mehrheit hielt. ABSA übernahm 2002 ihre erste 767-300F, flog ab 2012 unter dem Namen TAM Cargo und trägt seit 2016 den LATAM-Namen. Die Basis liegt am Frachtflughafen Viracopos bei Campinas, nicht in São Paulo-Guarulhos.
LATAM Cargo Colombia startete 2009 unter dem Namen LANCO, trat zunächst kurz unter eigener Marke auf und wechselte dann in die Optik von LAN Cargo. Das Rufzeichen LANCO erinnert bis heute daran. Kolumbien ist ein klassischer Frachtmarkt: Von Bogotá aus gehen große Mengen Schnittblumen in die USA – ein Geschäft, um das LATAM mit Avianca Cargo konkurriert.
Eine mexikanische Gesellschaft gehörte ebenfalls einmal dazu: MasAir trug ab 2016 den Namen LATAM Cargo Mexico, bevor LATAM ihre Beteiligung Ende 2018 verkaufte. Seitdem ist MasAir wieder eigenständig.
Bemalung prüfen
Indigoblau und Korallenrot am Leitwerk, keine Fenster – damit ist die LATAM-Gruppe als Frachter klar.
ICAO-Code lesen
LCO, LTG oder LAE auf dem Tracker zeigt dir, welche Gesellschaft den Flug durchführt.
Kennzeichen notieren
Das Länderpräfix am Heck bestätigt die Registrierung – brasilianische Frachter tragen etwa ein P-Kennzeichen.
Getrennt loggen
Halte Gesellschaft, Kennzeichen und Typvariante getrennt fest. So bleibt die Sichtung später eindeutig.
Die Flotte: alles Boeing 767
Die Frachtflotte der LATAM-Gruppe ist übersichtlich und typenrein. Nach Angaben von LATAM umfasste sie zur Kirschensaison 2023/24 insgesamt 20 Flugzeuge, alle aus der Familie der Boeing 767.
| Typ | Herkunft | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 767-300F | ab Werk als Frachter gebaut | Rückgrat der Flotte seit Anfang der 2000er-Jahre | große Frachttür links vorn, keine Fensterreihe |
| Boeing 767-300ER (BCF) | aus Passagierjets der Gruppe umgebaut | Ausbau der Flotte in den 2020er-Jahren | sieht der 767-300F sehr ähnlich, Herkunft am besten per Datenbank klären |
| Boeing 777F | historisch, ab 2009 eingesetzt | bis 2017/2018 in der Flotte | heute nicht mehr bei LATAM Cargo |
Die Boeing 767-300F ist der klassische Mittelklasse-Frachter für Strecken zwischen Süd- und Nordamerika. Spannender für Typenjäger sind die umgebauten 767-300ER: LATAM hat einen Teil der eigenen Passagierflugzeuge vom Typ 767-300ER zu Frachtern umrüsten lassen. Die Fenster werden dabei verschlossen, eine große Frachttür eingebaut und der Boden verstärkt. Von außen sind ab Werk gebaute und umgebaute Frachter nur schwer zu unterscheiden – manchmal sieht man an verschlossenen Fensteröffnungen noch Spuren des früheren Lebens. Wer sicher gehen will, schaut sich die Historie des Kennzeichens an. Hersteller aller Typen ist Boeing.
Die Boeing 777F gehört zur Geschichte von LATAM Cargo. LAN Cargo setzte den großen Zweistrahler ab 2009 ein, auch die kolumbianische Schwester hatte zeitweise eine 777F. 2017 und 2018 verließen die letzten Exemplare die Flotte, seitdem fliegt die Gruppe ausschließlich 767. Hast du noch ein Foto einer 777F in LAN- oder LATAM-Farben im Archiv, ist das inzwischen ein echtes Stück Zeitgeschichte.
Nie wieder einen LATAM-Frachter verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für die Airline oder einzelne Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie bei deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Ein Blick zurück: von der 707 zur 767
Die Frachtgeschichte von LAN reicht weit zurück. Lange bevor es die 767 gab, flogen chilenische Frachter mit Typen, die heute nur noch im Museum oder bei Spezialbetreibern zu finden sind.
1970
Das Frachtgeschäft von LAN Chile wird vom Passagierverkehr getrennt.
bis 1994
Boeing 707-320C fliegen als Frachter; in den 1990er-Jahren kommen Douglas DC-8-71F hinzu.
1998–2004
Die Sparte firmiert als Fast Air Carrier, dann als Lan Chile Cargo und schließlich als LAN Cargo.
2002
Die brasilianische ABSA, inzwischen mehrheitlich in LAN-Hand, übernimmt ihre erste 767-300F.
2009
Die Boeing 777F kommt in die Flotte, im selben Jahr startet LANCO in Kolumbien.
2016
Aus LAN Cargo wird LATAM Cargo, die Frachter erhalten die neue Konzernbemalung.
2017/2018
Die letzten 777F verlassen die Flotte – ab jetzt fliegt die Gruppe nur noch 767-Frachter.
Auch die Pandemie hat Spuren hinterlassen. Als die LATAM-Gruppe im Mai 2020 in den USA ein Verfahren nach Chapter 11 einleitete, flogen die Frachter weiter, und LATAM Cargo nahm zusätzlich Sonderflüge auf, weil Unterdeck-Kapazität in Passagierjets plötzlich fehlte.
Woran du LATAM Cargo erkennst
Die Frachter tragen die Konzernbemalung der LATAM-Gruppe: weißer Rumpf, großer Schriftzug „LATAM“ und ein Leitwerk in Indigoblau mit korallenrotem Akzent. Wer die Passagierflotte kennt, erkennt die Optik sofort wieder. Der entscheidende Unterschied ist die fehlende Fensterreihe – und die große Frachttür auf der linken Rumpfseite vor dem Flügel.
Beim Typ hilft dir die Form: Die 767 ist ein schlanker Großraumjet mit zwei Triebwerken und einem vergleichsweise kurzen Fahrwerk. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der Boeing 757, die schmaler ist und ein höheres Fahrwerk hat. Wie du die beiden auseinanderhältst, erklärt der Artikel Boeing 757 und 767 unterscheiden. Allgemeine Merkmale von Nurfrachtern findest du im Guide Frachtflugzeuge erkennen.
Achtung Verwechslung
Eine 767 in LATAM-Farben mit Fenstern ist kein Frachter, sondern ein Passagierjet der Gruppe. Und ein LATAM-Frachter mit Fenster-Spuren ist kein Fehler im Bild, sondern oft ein umgebauter 767-300ER. Mach immer auch ein Foto, auf dem das Kennzeichen lesbar ist.
LATAM Cargo in Europa spotten
Für Spotter in Mitteleuropa sind zwei Flughäfen besonders interessant. Der Flughafen Frankfurt gehört seit Langem zu den europäischen Zielen von LATAM Cargo, ebenso der Flughafen Amsterdam-Schiphol. Beide sind große Frachtdrehkreuze, an denen täglich zahlreiche Nurfrachter landen – LATAM Cargo ist dort aber kein Stammgast wie etwa Lufthansa Cargo in Frankfurt, sondern eine Sichtung, für die du gezielt planen musst.
Die Frachter fliegen nicht nach einem starren Passagierfahrplan. Strecken, Zwischenlandungen und Frequenzen richten sich nach Saison und Nachfrage, und nicht jeder Flug geht nonstop. Dazu kommt: Viele Frachtflüge landen früh am Morgen oder spät am Abend. Was an deutschen Flughäfen nachts erlaubt ist, erklärt der Artikel zum Nachtflugverbot an deutschen Flughäfen.
Konkrete Spots und Lichtverhältnisse findest du in den Guides zu Planespotting in Frankfurt und Planespotting in Schiphol. Außerhalb Europas ist Miami der Ort, an dem du LATAM-Frachter am zuverlässigsten zu sehen bekommst.
Gute Chancen auf LATAM Cargo, wenn …
- du den Flug vorher im Tracker oder Frachtflugplan gefunden hast
- du in Frankfurt oder Amsterdam bist und die Betriebsrichtung zu deinem Spot passt
- du in Miami, Santiago, Bogotá oder Campinas spottest
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – Frachtstrecken ändern sich häufig
- die Ankunft in die Randzeiten fällt und das Licht knapp wird
Eher kein LATAM-Cargo-Tag, wenn …
- dein Flughafen kaum Frachtverkehr aus Südamerika hat
- du auf eine 777F hoffst – die fliegt bei LATAM Cargo nicht mehr
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Frachtbereiche sind besonders gesichert – Zäune, Absperrungen und Zufahrten zu den Cargo-Hallen sind tabu, und Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren.
Häufige Verwechslungen
- LATAM Cargo mit einem Passagierjet verwechseln – ohne Fensterreihe und mit Frachttür ist es ein Frachter, mit Fenstern ein Flugzeug von LATAM Airlines.
- Jeden LATAM-Frachter als LCO loggen – brasilianische Flüge laufen unter LTG, kolumbianische unter LAE.
- Die 777F noch erwarten – sie verließ die Flotte 2017/2018, heute fliegt die Gruppe nur 767.
- 767 und 757 vertauschen – die 767 ist breiter, ein Großraumflugzeug mit kürzerem Fahrwerk.
- MasAir für eine LATAM-Tochter halten – die Beteiligung wurde 2018 verkauft.
- Das Rufzeichen „LAN CARGO“ für eine andere Airline halten – es ist der alte Name von LATAM Cargo Chile.
LATAM Cargo im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen, lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen und teile deine Sichtung mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
LATAM Cargo ist eine der wenigen südamerikanischen Frachtairlines, die du in Europa vor die Linse bekommen kannst. Hinter der Marke stecken drei Gesellschaften aus Chile, Brasilien und Kolumbien, eine typenreine 767-Flotte aus Werksfrachtern und umgebauten Passagierjets und eine Geschichte, die von der 707 über die DC-8 bis zur 777F reicht. Wer ICAO-Code und Kennzeichen mitnotiert, macht aus der seltenen Sichtung einen sauberen Logbuch-Eintrag.
Kurzfazit
LATAM Cargo (IATA UC, ICAO LCO) ist die Frachtsparte der LATAM-Gruppe aus Santiago de Chile. Sie fliegt ausschließlich Boeing 767, die 777F ist Geschichte – und in Frankfurt und Amsterdam ist sie eine lohnende, aber planungsbedürftige Sichtung.
Zusammenfassung
- LATAM Cargo erkennst du an der LATAM-Bemalung auf einer Boeing 767 ohne Fensterreihe.
- Wer genau loggen will, notiert die durchführende Gesellschaft: LCO aus Chile, LTG aus Brasilien oder LAE aus Kolumbien.
- Die 777F gehört zur Geschichte der Airline – aktuelle Sichtungen sind 767-Frachter.
- In Frankfurt und Amsterdam ist LATAM Cargo eine Rarität im Vergleich zu den großen Fracht-Stammgästen; plane mit Tracker und aktuellem Flugplan.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat LATAM Cargo?
LATAM Cargo Chile nutzt den IATA-Code UC und den ICAO-Code LCO, im Funk meldet sie sich mit „LAN CARGO“ – ein Überbleibsel des alten Namens. Die brasilianische Schwester LATAM Cargo Brasil fliegt unter ICAO LTG (IATA M3), LATAM Cargo Colombia unter ICAO LAE (IATA L7).
Welche Flugzeuge fliegt LATAM Cargo?
Ausschließlich Boeing 767. Die Gruppe betreibt ab Werk gebaute 767-300F und zusätzlich 767-300ER, die aus der eigenen Passagierflotte zu Frachtern umgebaut wurden. Laut LATAM umfasste die Frachtflotte zur Kirschensaison 2023/24 insgesamt 20 Flugzeuge. Genaue Zahlen pro Gesellschaft ändern sich, weil Flugzeuge zwischen Chile, Brasilien und Kolumbien verschoben werden.
Fliegt LATAM Cargo noch die Boeing 777F?
Nein. LAN Cargo und später LATAM Cargo setzten die Boeing 777F ab 2009 ein, die letzten Exemplare verließen die Flotte 2017 beziehungsweise 2018. Seitdem setzt die Gruppe ganz auf die 767. Eine 777F mit LATAM-Bemalung ist heute ein Motiv fürs Archiv, nicht fürs Vorfeld.
Fliegt LATAM Cargo nach Deutschland?
Frankfurt gehört seit Langem zu den europäischen Zielen von LATAM Cargo, ebenso Amsterdam. Die Frachter fliegen nicht täglich, und Strecken, Zwischenlandungen und Frequenzen ändern sich je nach Saison und Nachfrage. Prüf deshalb vor dem Spotten den aktuellen Flugplan oder einen Flugtracker.
Was hat LATAM Cargo mit LAN Cargo zu tun?
Es ist dieselbe Airline. Das Frachtgeschäft der chilenischen LAN wurde 1970 vom Passagierverkehr getrennt und lief später unter Namen wie Fast Air Carrier, Lan Chile Cargo und LAN Cargo. Nach dem Zusammenschluss von LAN und TAM zur LATAM Airlines Group trägt die Sparte seit 2016 den Namen LATAM Cargo.
Ist MasAir eine LATAM-Tochter?
Nicht mehr. Die mexikanische Frachtairline MasAir gehörte zeitweise mehrheitlich zur Gruppe und trug ab 2016 den Namen LATAM Cargo Mexico. Ende 2018 verkaufte LATAM ihren Anteil, seitdem ist MasAir wieder eigenständig.
Gehört LATAM Cargo zu einer Allianz?
Nein. Die LATAM-Gruppe verließ oneworld zum 1. Mai 2020; zuvor hatte Delta Air Lines 2019 den Einstieg mit rund 20 Prozent angekündigt. Für Frachtsichtungen spielt das kaum eine Rolle – Frachter tragen ohnehin keine Allianz-Bemalung.
LATAM Cargo im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 767-300F und 767-300BCF
Fensterloser, schlanker Großraumrumpf, großes Frachttor vorn links: Die 767-300F ist das Arbeitspferd der Express-Netze. So erkennst du Neubau-Frachter und Umbauten und findest sie an den Cargo-Drehkreuzen.
FlugzeugtypBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypBoeing 777F
Ein 777-Rumpf ganz ohne Fensterreihe, ein riesiges Tor hinter dem Flügel und zwei GE90 unter den Tragflächen: Die 777F ist der wichtigste Langstrecken-Frachter unserer Zeit. So erkennst du sie und findest sie in Frankfurt und Leipzig.
Weitere Airlines
LATAM Airlines
Südamerikas größte Airline-Gruppe, entstanden aus der chilenischen LAN und der brasilianischen TAM: Sitz in Santiago, Boeing 787 auf der Langstrecke, seit 2020 ohne Allianz und eng mit Delta verbunden.
NetzwerkLATAM Airlines Brasil
Brasiliens größte Airline, hervorgegangen aus TAM: Airbus-A320-Familie im Inland, Boeing 777-300ER und 787 auf der Langstrecke nach Frankfurt, Lissabon, Mailand und weiteren Zielen in Europa.
FrachtAvianca Cargo
Die Frachtairline der Avianca-Gruppe aus Kolumbien, bis 2013 als Tampa Cargo bekannt: Airbus-A330-Frachter, Drehkreuze Bogotá, Medellín und Miami – und Tonnen von Schnittblumen für die USA und Europa.
Frachtmas (MasAir)
Mexikos bekannteste Frachtairline: früher als MasAir mit Boeing 767F im LAN- und LATAM-Verbund unterwegs, seit 2018 eigenständig und heute unter dem Namen mas mit umgebauten Airbus-A330-Frachtern ab Mexiko-Stadt im Einsatz.
FrachtLufthansa Cargo
Die Frachttochter der Lufthansa Group: Boeing-777F-Flotte mit Basis Frankfurt, ICAO-Code GEC aus German-Cargo-Zeiten, dazu Beiladefracht in den Passagierjets des Konzerns und die Beteiligung an AeroLogic.
FrachtCargolux
Europas große Nurfracht-Airline aus Luxemburg: eine reine Flotte aus Boeing 747-400F und 747-8F, Erstkunde der 747-8F, Basis am Flughafen Luxemburg und eine Tochter in Mailand.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
LATAM Airlines Group
Aus der chilenischen LAN und der brasilianischen TAM entstand 2012 die größte Airline-Gruppe Südamerikas. Alle Töchter tragen dasselbe Indigoblau – wer sie auseinanderhalten will, braucht Codes, Rufzeichen und Kennzeichen.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
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