LATAM Cargo

Die Frachtsparte der LATAM-Gruppe aus Santiago de Chile: eine Flotte aus Boeing 767-300F und umgebauten 767-300ER, Gesellschaften in Chile, Brasilien und Kolumbien, Drehkreuz Miami und Frachtflüge nach Europa – früher auch mit der Boeing 777F.

Auch bekannt als: LATAM Cargo Chile · LAN Cargo · LAN Chile Cargo · Fast Air Carrier · LATAM Cargo Brasil · LATAM Cargo Colombia · UC

ChileChileFracht-AirlinesIATA: UCICAO: LCO10 Min. Lesezeit

UC

IATA-Code (LATAM Cargo Chile)

LCO

ICAO-Code

~20

Boeing-767-Frachter in der Gruppe

1970

Fracht vom Passagiergeschäft getrennt

Das Wichtigste in Kürze

  • LATAM Cargo ist die Frachtsparte der LATAM Airlines Group mit Sitz in Santiago de Chile; bis 2016 hieß sie LAN Cargo.
  • Codes: IATA UC, ICAO LCO, Rufzeichen „LAN CARGO“ für LATAM Cargo Chile.
  • Hinter der Marke stecken mehrere Gesellschaften: Chile (LCO), Brasilien (LTG) und Kolumbien (LAE).
  • Die Flotte besteht aus Boeing-767-Frachtern, ein Teil davon sind umgebaute Passagierjets der Gruppe. Die Boeing 777F flog nur bis 2017/2018.
  • Europa-Ziele wie Frankfurt und Amsterdam machen LATAM Cargo auch für Spotter in Mitteleuropa erreichbar – mit Glück und Flugplan-Check.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.LATAM Cargo im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Eine Marke, drei Frachtgesellschaften
  4. 4.Die Flotte: alles Boeing 767
  5. 5.Ein Blick zurück: von der 707 zur 767
  6. 6.Woran du LATAM Cargo erkennst
  7. 7.LATAM Cargo in Europa spotten
  8. 8.Häufige Verwechslungen
  9. 9.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeUC
ICAO-CodeLCO
RufzeichenLAN CARGO
DrehkreuzeSCL, MIA
GeschäftsmodellNurfracht-Airline der LATAM Airlines Group; dazu vermarktet LATAM Cargo die Frachträume der Passagierflugzeuge der Gruppe
SitzSantiago de Chile
HerkunftFrachtgeschäft der chilenischen LAN; als eigene Gesellschaft u. a. Fast Air Carrier (1998), Lan Chile Cargo (2001), LAN Cargo (2004)
Markenname LATAM Cargoseit Mai 2016, davor LAN Cargo
KonzernLATAM Airlines Group (Santiago de Chile)
GesellschaftenLATAM Cargo Chile (ICAO LCO), LATAM Cargo Brasil (ICAO LTG, Basis Campinas-Viracopos), LATAM Cargo Colombia (ICAO LAE, Basis Bogotá)
DrehkreuzeSantiago de Chile (SCL) und Miami (MIA); dazu Campinas-Viracopos (VCP) und Bogotá (BOG) für die Schwestergesellschaften
Flotte (Stand 2024)rund 20 Frachter, alle Boeing 767: 767-300F ab Werk und zu Frachtern umgebaute 767-300ER (BCF)
Frühere Typenu. a. Boeing 707-320C, Douglas DC-8-71F und Boeing 777F (bis 2017/2018)
Allianzkeine (LATAM verließ oneworld 2020)

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich LATAM Cargo?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Immer eine Boeing 767: zwei Triebwerke, schlanker Großraumrumpf – die 777F ist bei LATAM Cargo Geschichte
  • Konzernbemalung der LATAM-Gruppe mit Indigoblau und Korallenrot am Leitwerk
  • Kaum Fenster und eine große Frachttür auf der linken Seite vor dem Flügel
  • Ab Werk gebaute 767-300F und umgebaute 767-300ER (BCF) sehen sich sehr ähnlich – Kennzeichen und Datenbank klären die Herkunft
  • Auf dem Tracker steht je nach Gesellschaft LCO, LTG oder LAE
  • In Europa vor allem an Frachtflughäfen wie Frankfurt und Amsterdam zu sehen, oft zu Randzeiten

Ein südamerikanischer Frachter in Frankfurt ist kein Alltagsbild. Wenn eine Boeing 767 in den Farben der LATAM-Gruppe ohne Fensterreihe auf die Piste einschwebt, lohnt sich das Hinschauen: LATAM Cargo ist die Frachtsparte der größten Airline-Gruppe Südamerikas, fliegt mit einer reinen 767-Flotte und verbindet Chile, Brasilien und Kolumbien mit Nordamerika und Europa. Diese Seite zeigt dir, woher die Airline kommt, welche Gesellschaften hinter der Marke stecken und wie du eine LATAM-Cargo-Sichtung sauber zuordnest.

Seltene Frachter festhalten

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LATAM Cargo im Überblick

LATAM Cargo ist die Frachtsparte der LATAM Airlines Group mit Sitz in Santiago de Chile. Ihre Wurzeln liegen bei der chilenischen LAN, die schon früh Fracht transportierte. 1970 wurde das Frachtgeschäft vom Passagierverkehr getrennt, später lief es unter wechselnden Namen: Fast Air Carrier, Lan Chile Cargo und ab 2004 LAN Cargo. Nach dem Zusammenschluss von LAN und der brasilianischen TAM zur LATAM-Gruppe ging der Name LAN Cargo im Mai 2016 in der neuen Marke LATAM Cargo auf.

Wichtig für das Verständnis: LATAM Cargo ist zwei Dinge zugleich. Zum einen betreibt sie eine eigene Flotte von Nurfrachtern. Zum anderen vermarktet sie die Frachträume im Unterdeck der Passagierflugzeuge der Gruppe – also auch die Fracht, die in den Großraumjets von LATAM Airlines oder LATAM Airlines Brasil mitfliegt. Für Spotter zählen natürlich vor allem die Frachter, denn nur sie tragen die LATAM-Cargo-Codes auf dem Tracker.

Neben Santiago ist Miami das zweite Standbein. Von dort laufen viele Verbindungen zwischen Nord- und Südamerika, etwa für Schnittblumen und Obst aus dem Süden. Ein Saisonhöhepunkt ist die chilenische Kirschenernte, für die LATAM Cargo jedes Jahr zusätzliche Kapazität nach Asien und Nordamerika organisiert.

UCIATA-Code von LATAM Cargo Chile
LCOICAO-Code auf dem Tracker
767einziger Frachtertyp der Gruppe

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code UC: steht in der Flugnummer von LATAM Cargo Chile, also im Frachtflugplan.
  • ICAO-Code LCO: zeigt dir der Flugtracker bei Flügen der chilenischen Gesellschaft.
  • Rufzeichen LAN CARGO: so meldet sich die Besatzung im Funk – der alte Name lebt hier weiter.

Das Rufzeichen ist ein schönes Detail für alle, die Funk mithören: Obwohl die Marke LAN seit 2016 verschwunden ist, hörst du „LAN CARGO“ weiterhin auf der Frequenz. Ähnlich wie bei der Passagier-Schwester in Brasilien, die noch das Rufzeichen TAM nutzt, haben sich die alten Kennungen gehalten.

Tracker richtig lesen

Ein LATAM-Frachter muss nicht LCO heißen. Fliegt die brasilianische oder kolumbianische Schwester, steht auf dem Tracker LTG oder LAE. Wie du ADS-B-Daten am Spot sinnvoll nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Eine Marke, drei Frachtgesellschaften

Unter dem Namen LATAM Cargo fliegen mehrere Gesellschaften mit eigenen Betriebsgenehmigungen. Für die Kundschaft ist das kaum sichtbar, für Spotter ist es der spannendste Teil.

Gesellschaft Land IATA ICAO Rufzeichen Basis
LATAM Cargo Chile Chile UC LCO LAN CARGO Santiago de Chile, Miami
LATAM Cargo Brasil Brasilien M3 LTG TAMCARGO Campinas-Viracopos
LATAM Cargo Colombia Kolumbien L7 LAE LANCO Bogotá

LATAM Cargo Brasil geht auf die frühere ABSA zurück, an der LAN ab 2001 die Mehrheit hielt. ABSA übernahm 2002 ihre erste 767-300F, flog ab 2012 unter dem Namen TAM Cargo und trägt seit 2016 den LATAM-Namen. Die Basis liegt am Frachtflughafen Viracopos bei Campinas, nicht in São Paulo-Guarulhos.

LATAM Cargo Colombia startete 2009 unter dem Namen LANCO, trat zunächst kurz unter eigener Marke auf und wechselte dann in die Optik von LAN Cargo. Das Rufzeichen LANCO erinnert bis heute daran. Kolumbien ist ein klassischer Frachtmarkt: Von Bogotá aus gehen große Mengen Schnittblumen in die USA – ein Geschäft, um das LATAM mit Avianca Cargo konkurriert.

Eine mexikanische Gesellschaft gehörte ebenfalls einmal dazu: MasAir trug ab 2016 den Namen LATAM Cargo Mexico, bevor LATAM ihre Beteiligung Ende 2018 verkaufte. Seitdem ist MasAir wieder eigenständig.

Bemalung prüfen

Indigoblau und Korallenrot am Leitwerk, keine Fenster – damit ist die LATAM-Gruppe als Frachter klar.

ICAO-Code lesen

LCO, LTG oder LAE auf dem Tracker zeigt dir, welche Gesellschaft den Flug durchführt.

Kennzeichen notieren

Das Länderpräfix am Heck bestätigt die Registrierung – brasilianische Frachter tragen etwa ein P-Kennzeichen.

Getrennt loggen

Halte Gesellschaft, Kennzeichen und Typvariante getrennt fest. So bleibt die Sichtung später eindeutig.

Die Flotte: alles Boeing 767

Die Frachtflotte der LATAM-Gruppe ist übersichtlich und typenrein. Nach Angaben von LATAM umfasste sie zur Kirschensaison 2023/24 insgesamt 20 Flugzeuge, alle aus der Familie der Boeing 767.

Typ Herkunft Rolle Spotter-Hinweis
Boeing 767-300F ab Werk als Frachter gebaut Rückgrat der Flotte seit Anfang der 2000er-Jahre große Frachttür links vorn, keine Fensterreihe
Boeing 767-300ER (BCF) aus Passagierjets der Gruppe umgebaut Ausbau der Flotte in den 2020er-Jahren sieht der 767-300F sehr ähnlich, Herkunft am besten per Datenbank klären
Boeing 777F historisch, ab 2009 eingesetzt bis 2017/2018 in der Flotte heute nicht mehr bei LATAM Cargo

Die Boeing 767-300F ist der klassische Mittelklasse-Frachter für Strecken zwischen Süd- und Nordamerika. Spannender für Typenjäger sind die umgebauten 767-300ER: LATAM hat einen Teil der eigenen Passagierflugzeuge vom Typ 767-300ER zu Frachtern umrüsten lassen. Die Fenster werden dabei verschlossen, eine große Frachttür eingebaut und der Boden verstärkt. Von außen sind ab Werk gebaute und umgebaute Frachter nur schwer zu unterscheiden – manchmal sieht man an verschlossenen Fensteröffnungen noch Spuren des früheren Lebens. Wer sicher gehen will, schaut sich die Historie des Kennzeichens an. Hersteller aller Typen ist Boeing.

Die Boeing 777F gehört zur Geschichte von LATAM Cargo. LAN Cargo setzte den großen Zweistrahler ab 2009 ein, auch die kolumbianische Schwester hatte zeitweise eine 777F. 2017 und 2018 verließen die letzten Exemplare die Flotte, seitdem fliegt die Gruppe ausschließlich 767. Hast du noch ein Foto einer 777F in LAN- oder LATAM-Farben im Archiv, ist das inzwischen ein echtes Stück Zeitgeschichte.

Nie wieder einen LATAM-Frachter verpassen

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Ein Blick zurück: von der 707 zur 767

Die Frachtgeschichte von LAN reicht weit zurück. Lange bevor es die 767 gab, flogen chilenische Frachter mit Typen, die heute nur noch im Museum oder bei Spezialbetreibern zu finden sind.

1970

Das Frachtgeschäft von LAN Chile wird vom Passagierverkehr getrennt.

bis 1994

Boeing 707-320C fliegen als Frachter; in den 1990er-Jahren kommen Douglas DC-8-71F hinzu.

1998–2004

Die Sparte firmiert als Fast Air Carrier, dann als Lan Chile Cargo und schließlich als LAN Cargo.

2002

Die brasilianische ABSA, inzwischen mehrheitlich in LAN-Hand, übernimmt ihre erste 767-300F.

2009

Die Boeing 777F kommt in die Flotte, im selben Jahr startet LANCO in Kolumbien.

2016

Aus LAN Cargo wird LATAM Cargo, die Frachter erhalten die neue Konzernbemalung.

2017/2018

Die letzten 777F verlassen die Flotte – ab jetzt fliegt die Gruppe nur noch 767-Frachter.

Auch die Pandemie hat Spuren hinterlassen. Als die LATAM-Gruppe im Mai 2020 in den USA ein Verfahren nach Chapter 11 einleitete, flogen die Frachter weiter, und LATAM Cargo nahm zusätzlich Sonderflüge auf, weil Unterdeck-Kapazität in Passagierjets plötzlich fehlte.

Woran du LATAM Cargo erkennst

Die Frachter tragen die Konzernbemalung der LATAM-Gruppe: weißer Rumpf, großer Schriftzug „LATAM“ und ein Leitwerk in Indigoblau mit korallenrotem Akzent. Wer die Passagierflotte kennt, erkennt die Optik sofort wieder. Der entscheidende Unterschied ist die fehlende Fensterreihe – und die große Frachttür auf der linken Rumpfseite vor dem Flügel.

Beim Typ hilft dir die Form: Die 767 ist ein schlanker Großraumjet mit zwei Triebwerken und einem vergleichsweise kurzen Fahrwerk. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der Boeing 757, die schmaler ist und ein höheres Fahrwerk hat. Wie du die beiden auseinanderhältst, erklärt der Artikel Boeing 757 und 767 unterscheiden. Allgemeine Merkmale von Nurfrachtern findest du im Guide Frachtflugzeuge erkennen.

Achtung Verwechslung

Eine 767 in LATAM-Farben mit Fenstern ist kein Frachter, sondern ein Passagierjet der Gruppe. Und ein LATAM-Frachter mit Fenster-Spuren ist kein Fehler im Bild, sondern oft ein umgebauter 767-300ER. Mach immer auch ein Foto, auf dem das Kennzeichen lesbar ist.

LATAM Cargo in Europa spotten

Für Spotter in Mitteleuropa sind zwei Flughäfen besonders interessant. Der Flughafen Frankfurt gehört seit Langem zu den europäischen Zielen von LATAM Cargo, ebenso der Flughafen Amsterdam-Schiphol. Beide sind große Frachtdrehkreuze, an denen täglich zahlreiche Nurfrachter landen – LATAM Cargo ist dort aber kein Stammgast wie etwa Lufthansa Cargo in Frankfurt, sondern eine Sichtung, für die du gezielt planen musst.

Die Frachter fliegen nicht nach einem starren Passagierfahrplan. Strecken, Zwischenlandungen und Frequenzen richten sich nach Saison und Nachfrage, und nicht jeder Flug geht nonstop. Dazu kommt: Viele Frachtflüge landen früh am Morgen oder spät am Abend. Was an deutschen Flughäfen nachts erlaubt ist, erklärt der Artikel zum Nachtflugverbot an deutschen Flughäfen.

Konkrete Spots und Lichtverhältnisse findest du in den Guides zu Planespotting in Frankfurt und Planespotting in Schiphol. Außerhalb Europas ist Miami der Ort, an dem du LATAM-Frachter am zuverlässigsten zu sehen bekommst.

Gute Chancen auf LATAM Cargo, wenn …

  • du den Flug vorher im Tracker oder Frachtflugplan gefunden hast
  • du in Frankfurt oder Amsterdam bist und die Betriebsrichtung zu deinem Spot passt
  • du in Miami, Santiago, Bogotá oder Campinas spottest

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach älteren Spotterberichten planst – Frachtstrecken ändern sich häufig
  • die Ankunft in die Randzeiten fällt und das Licht knapp wird

Eher kein LATAM-Cargo-Tag, wenn …

  • dein Flughafen kaum Frachtverkehr aus Südamerika hat
  • du auf eine 777F hoffst – die fliegt bei LATAM Cargo nicht mehr

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Frachtbereiche sind besonders gesichert – Zäune, Absperrungen und Zufahrten zu den Cargo-Hallen sind tabu, und Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren.

Häufige Verwechslungen

  • LATAM Cargo mit einem Passagierjet verwechseln – ohne Fensterreihe und mit Frachttür ist es ein Frachter, mit Fenstern ein Flugzeug von LATAM Airlines.
  • Jeden LATAM-Frachter als LCO loggen – brasilianische Flüge laufen unter LTG, kolumbianische unter LAE.
  • Die 777F noch erwarten – sie verließ die Flotte 2017/2018, heute fliegt die Gruppe nur 767.
  • 767 und 757 vertauschen – die 767 ist breiter, ein Großraumflugzeug mit kürzerem Fahrwerk.
  • MasAir für eine LATAM-Tochter halten – die Beteiligung wurde 2018 verkauft.
  • Das Rufzeichen „LAN CARGO“ für eine andere Airline halten – es ist der alte Name von LATAM Cargo Chile.

LATAM Cargo im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen, lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen und teile deine Sichtung mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

LATAM Cargo ist eine der wenigen südamerikanischen Frachtairlines, die du in Europa vor die Linse bekommen kannst. Hinter der Marke stecken drei Gesellschaften aus Chile, Brasilien und Kolumbien, eine typenreine 767-Flotte aus Werksfrachtern und umgebauten Passagierjets und eine Geschichte, die von der 707 über die DC-8 bis zur 777F reicht. Wer ICAO-Code und Kennzeichen mitnotiert, macht aus der seltenen Sichtung einen sauberen Logbuch-Eintrag.

Kurzfazit

LATAM Cargo (IATA UC, ICAO LCO) ist die Frachtsparte der LATAM-Gruppe aus Santiago de Chile. Sie fliegt ausschließlich Boeing 767, die 777F ist Geschichte – und in Frankfurt und Amsterdam ist sie eine lohnende, aber planungsbedürftige Sichtung.

Zusammenfassung

  • LATAM Cargo erkennst du an der LATAM-Bemalung auf einer Boeing 767 ohne Fensterreihe.
  • Wer genau loggen will, notiert die durchführende Gesellschaft: LCO aus Chile, LTG aus Brasilien oder LAE aus Kolumbien.
  • Die 777F gehört zur Geschichte der Airline – aktuelle Sichtungen sind 767-Frachter.
  • In Frankfurt und Amsterdam ist LATAM Cargo eine Rarität im Vergleich zu den großen Fracht-Stammgästen; plane mit Tracker und aktuellem Flugplan.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat LATAM Cargo?

LATAM Cargo Chile nutzt den IATA-Code UC und den ICAO-Code LCO, im Funk meldet sie sich mit „LAN CARGO“ – ein Überbleibsel des alten Namens. Die brasilianische Schwester LATAM Cargo Brasil fliegt unter ICAO LTG (IATA M3), LATAM Cargo Colombia unter ICAO LAE (IATA L7).

Welche Flugzeuge fliegt LATAM Cargo?

Ausschließlich Boeing 767. Die Gruppe betreibt ab Werk gebaute 767-300F und zusätzlich 767-300ER, die aus der eigenen Passagierflotte zu Frachtern umgebaut wurden. Laut LATAM umfasste die Frachtflotte zur Kirschensaison 2023/24 insgesamt 20 Flugzeuge. Genaue Zahlen pro Gesellschaft ändern sich, weil Flugzeuge zwischen Chile, Brasilien und Kolumbien verschoben werden.

Fliegt LATAM Cargo noch die Boeing 777F?

Nein. LAN Cargo und später LATAM Cargo setzten die Boeing 777F ab 2009 ein, die letzten Exemplare verließen die Flotte 2017 beziehungsweise 2018. Seitdem setzt die Gruppe ganz auf die 767. Eine 777F mit LATAM-Bemalung ist heute ein Motiv fürs Archiv, nicht fürs Vorfeld.

Fliegt LATAM Cargo nach Deutschland?

Frankfurt gehört seit Langem zu den europäischen Zielen von LATAM Cargo, ebenso Amsterdam. Die Frachter fliegen nicht täglich, und Strecken, Zwischenlandungen und Frequenzen ändern sich je nach Saison und Nachfrage. Prüf deshalb vor dem Spotten den aktuellen Flugplan oder einen Flugtracker.

Was hat LATAM Cargo mit LAN Cargo zu tun?

Es ist dieselbe Airline. Das Frachtgeschäft der chilenischen LAN wurde 1970 vom Passagierverkehr getrennt und lief später unter Namen wie Fast Air Carrier, Lan Chile Cargo und LAN Cargo. Nach dem Zusammenschluss von LAN und TAM zur LATAM Airlines Group trägt die Sparte seit 2016 den Namen LATAM Cargo.

Ist MasAir eine LATAM-Tochter?

Nicht mehr. Die mexikanische Frachtairline MasAir gehörte zeitweise mehrheitlich zur Gruppe und trug ab 2016 den Namen LATAM Cargo Mexico. Ende 2018 verkaufte LATAM ihren Anteil, seitdem ist MasAir wieder eigenständig.

Gehört LATAM Cargo zu einer Allianz?

Nein. Die LATAM-Gruppe verließ oneworld zum 1. Mai 2020; zuvor hatte Delta Air Lines 2019 den Einstieg mit rund 20 Prozent angekündigt. Für Frachtsichtungen spielt das kaum eine Rolle – Frachter tragen ohnehin keine Allianz-Bemalung.

LATAM Cargo im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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