Das Wichtigste in Kürze
- Bergauf landen, bergab starten: Der Altiport Courchevel (ICAO LFLJ) hat eine nur 537 Meter lange Asphaltpiste mit einer Steigung von bis zu 18,5 Prozent. Gelandet wird bergauf, gestartet bergab.
- Kein zweiter Versuch: Wegen des Geländes gibt es für Landungen keine Durchstartprozedur. Instrumentenanflug und Pistenbefeuerung fehlen, geflogen wird nur bei Sicht und bei Tag.
- Offizielle Spotter-Zonen: Vom 1. Dezember bis 30. April erlaubt die Gemeinde Fotografen nur an drei festgelegten Stellen rund um den Altiport.
- Hubschrauber dominieren: Nach Angaben des Betreibers entfallen rund 70 Prozent der etwa 6.500 Winterbewegungen auf Hubschrauber. Dazu kommen Turboprops wie die Pilatus PC-12 und die Cessna Caravan.
- Nicht der einzige Altiport: Méribel, Megève und Alpe d'Huez haben ebenfalls kurze, geneigte Bergpisten. Die Idee der Altiports stammt aus den Savoyer Alpen der frühen 1960er-Jahre.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist ein Altiport?
- 2.Der Altiport Courchevel im Überblick
- 3.Geschichte: Vom Gletscherflug zum Hubschrauber-Hub
- 4.Was du in Courchevel zu sehen bekommst
- 5.Wo du als Spotter stehen darfst
- 6.Licht, Wetter und Fototipps
- 7.Die anderen Altiports der Alpen
- 8.Anreise nach Courchevel
- 9.Courchevel im Vergleich mit anderen Extrem-Flughäfen
- 10.Fazit
Ein Hubschrauber setzt auf der Wiese neben dem Tower auf, Skifahrer ziehen an der Bahn vorbei, und dann taucht über dem Tal eine Pilatus PC-12 auf. Sie fliegt direkt auf den Hang zu, setzt auf und rollt mit viel Leistung bergauf, bis sie oben auf der flachen Plattform zum Stehen kommt. Planespotting am Altiport Courchevel ist etwas völlig anderes als ein Nachmittag am Flughafenzaun: wenige Bewegungen, eine extrem kurze und steile Piste, Hochgebirge ringsum. Dieser Guide erklärt dir, wie ein Altiport funktioniert, wo du als Spotter offiziell stehen darfst und welche anderen Bergflugplätze es in den französischen Alpen gibt.
Bergflugplätze im Hangar sammeln
Mit Planetrack postest du deine Landung am Altiport mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Flughafen und Spot und sammelst seltene Plätze wie Courchevel in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist ein Altiport?
Ein Altiport ist ein Flugplatz im Hochgebirge mit einer kurzen, geneigten Piste. Das Prinzip ist immer gleich: Gelandet wird bergauf, gestartet bergab, und zwar weitgehend unabhängig vom Wind. Die Steigung bremst das landende Flugzeug auf kurzer Strecke ab, beim Start hilft das Gefälle beim Beschleunigen. So reichen wenige hundert Meter Asphalt für Maschinen, die in der Ebene eine deutlich längere Bahn bräuchten.
Der Preis dafür: Durchstarten ist kurz vor dem Aufsetzen nicht mehr möglich, weil die Bahn in den Hang hineinführt. Ab einem bestimmten Punkt im Endanflug ist die Landung verbindlich. In Frankreich, wo die meisten Altiports der Alpen liegen, darf ein Pilot deshalb nur mit einer Bergflug-Berechtigung (Qualification montagne für Räder oder Skier) oder einer Ortseinweisung für den jeweiligen Platz dort landen. Der Begriff „Altiport“ selbst stammt aus Savoyen: Er entstand Anfang der 1960er-Jahre, als die ersten Pisten bei Méribel und Courchevel gebaut wurden.
Der Altiport Courchevel im Überblick
Der Altiport Courchevel trägt seit 2023 offiziell den Namen seines Gründers Michel Ziegler und liegt am obersten Rand von Courchevel 1850 in Savoyen. Die Codes lauten LFLJ (ICAO) und CVF (IATA). Betreiber ist die Gemeinde Courchevel, die die Bahn mit einem Fluginformationsdienst (AFIS) und eigener Flughafenfeuerwehr betreibt.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Höhe | rund 2.000 m (Betreiber: 2.007 m) |
| Piste | 04/22, Asphalt |
| Länge × Breite | 537 m × 40 m |
| Steigung | bis 18,5 % (andere Quellen: 18,6 %) |
| Betrieb | nur bei Tag, keine Nachtflüge |
| Öffnung | ganzjährig, im Winter laufend geräumt |
Die Steigung verteilt sich nicht gleichmäßig. Nach veröffentlichten Pistenprofilen beginnt die Bahn mit einem mäßig steilen Abschnitt, gefolgt vom steilsten Teil mit knapp 19 Prozent. Oben läuft sie in eine nahezu ebene Fläche aus. Dort wenden die Maschinen und rollen zu den Abstellplätzen. Für dich als Spotter heißt das: Das Flugzeug „klettert“ nach dem Aufsetzen sichtbar den Hang hinauf, und genau diese Szene macht die Fotos so ungewöhnlich.
Einen Instrumentenanflug und eine Pistenbefeuerung gibt es nicht. Bei Nebel oder tief hängenden Wolken ist eine Landung praktisch ausgeschlossen. Laut Betreiber ist Courchevel der höchstgelegene Altiport Europas und der einzige, der den ganzen Winter auf Rädern angeflogen werden kann, weil die Bahn seit Anfang der 1970er-Jahre ständig geräumt wird.
Regeln für den Flugbetrieb
Die Gemeinde hat einige Sonderregeln veröffentlicht, die auch für deine Planung wichtig sind:
- Keine Nachtflüge. Geöffnet ist der Platz grundsätzlich von 9 bis 19 Uhr Ortszeit, Rettungsflüge ausgenommen.
- Mittagsruhe für Platzrunden. Zwischen 12:30 und 14:30 Uhr sind Platzrunden verboten.
- Begrenzte Übungsflüge. Gastflugzeuge dürfen ohne Sondergenehmigung höchstens zwei Platzrunden pro Tag fliegen.
Am Vormittag und Nachmittag ist also am meisten los, zur Mittagszeit wird es ruhiger.
Geschichte: Vom Gletscherflug zum Hubschrauber-Hub
Die Idee hinter den Altiports war, abgelegene Wintersportorte aus der Luft zu erschließen und Skifahrer auf Gletscher zu fliegen. Treibende Kraft war Michel Ziegler mit seinem Team. Am 31. Januar 1962 landete das erste Flugzeug in Courchevel, einen Tag nach dem ersten Anflug auf den benachbarten Altiport Méribel.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1961 | Der Gemeinderat beschließt den Bau einer Landebahn oberhalb von Courchevel. |
| 1962 | Erste Landung am 31. Januar. In den Folgejahren verbindet die Regionalgesellschaft Air Alpes den Altiport mit Genf, Lyon und Chambéry. |
| 1972 | Am 22. Januar startet die Verbindung Paris–Courchevel. Ab Mitte der 1970er-Jahre bringen Twin Otter täglich Gäste aus Paris oder Genf. |
| 1981 | TAT übernimmt Air Alpes und beendet die regelmäßige Verbindung. |
| 1985 | Gletscherlandungen mit Skifahrern werden in Frankreich verboten, der Verkehr bricht ein. |
| 1989–1992 | Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Albertville wird die Bahn verlängert und neu ausgerichtet, damit die viermotorige Dash 7 landen kann. |
| seit den 1990ern | Privatflugzeuge und Taxi-Hubschrauber prägen den Verkehr. |
In den Anfangsjahren flogen kleine Kurzstartflugzeuge Passagiere und setzten Skifahrer auf Gletschern ab. Später kamen die DHC-6 Twin Otter und die Dash 7 dazu, beide Kurzstartflugzeuge von De Havilland Canada. Ursprünglich war die Piste nur 375 Meter lang, erst im Vorfeld der Olympischen Spiele 1992 wurde sie auf die heutige Länge gebracht und verbreitert. Bei schlechtem Wetter mussten die Air-Alpes-Flüge früher nach Chambéry ausweichen, die Gäste fuhren dann mit dem Bus weiter.
Bekannt wurde der Altiport auch durch das Kino: Im Bond-Film „Der Morgen stirbt nie“ (1997) diente er als Kulisse für einen Waffenmarkt. In der Eröffnungssequenz entkommt James Bond mit einem erbeuteten Jet über die steile Bahn.
Was du in Courchevel zu sehen bekommst
Nach Angaben des Betreibers verzeichnet der Altiport rund 6.500 Bewegungen im Winter, und etwa 70 Prozent davon sind Hubschrauber. Das macht Courchevel zu einem der interessantesten Hubschrauber-Spots der Alpen. Zur Saison pendeln Helikopter-Taxis zwischen den Talflughäfen und dem Skiort. Wie du die verschiedenen Muster auseinanderhältst, erklärt der Guide Hubschraubertypen erkennen. Allgemeine Tipps zum Fotografieren findest du unter Hubschrauber spotten.
Bei den Flächenflugzeugen landen in Courchevel kleine, robuste Maschinen. Typisch sind die Pilatus PC-12 vom Schweizer Hersteller Pilatus und die Cessna 208 Caravan. Dazu kommen einmotorige Privatflugzeuge, leichte Zweimots und Flugzeuge der örtlichen Flugschule. Klassische Businessjets wie Citation oder Challenger findest du hier nicht, denn für Jets ist die Bahn zu kurz. Die landen unten im Tal oder in Genf. Mehr dazu im Artikel Businessjets spotten.
Viele der Maschinen tragen französische Kennzeichen mit F-, da der Platz aber gut von der Schweiz und anderen Nachbarländern aus erreichbar ist, lohnt sich ein Blick auf jedes Kennzeichen. Wie die Schweizer Kennzeichen aufgebaut sind, liest du im Artikel zu den HB-Kennzeichen.
Keine PC-12 mehr verpassen
Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn ein beobachteter Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen im Anflug ist – praktisch an einem Platz mit wenigen Bewegungen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Wo du als Spotter stehen darfst
Courchevel ist einer der wenigen Flugplätze, an denen die Gemeinde das Spotten ausdrücklich geregelt hat. Anlass war eine Anfrage mehrerer Hubschrauber-Spottergruppen im Januar 2018. Seitdem gilt ein Gemeindeerlass vom 17. Januar 2018: Vom 1. Dezember bis 30. April ist die Tätigkeit von Luftfahrtfotografen nur in drei festgelegten Zonen erlaubt. Hintergrund sind Sicherheit, Ruhe und der Schutz der Privatsphäre von Gästen, die am Altiport ankommen.
Zone 1: unterhalb des Altipôle
- entlang der Straße, die vom Altiport bergab führt
- rechts nach dem Gebäude der SAF-Hubschrauberbasis
- nahe der Hubschrauberbasis
Zone 2: Kurve zum Cap Horn
- an der Kurve zum Restaurant Cap Horn
- am Ortsrand von Courchevel 1850
Zone 3: Piste Praméruel
- auf der Skipiste hinter dem Restaurant Le Pilatus
- Perspektive mit Skifahrern und Bergen
- auf Skibetrieb achten, nicht mitten in der Abfahrt stehen
Einen Plan der Zonen veröffentlicht die Gemeinde auf der Website des Altiports im Bereich Reglementierung. Schau dort vor deiner Reise nach, ob die Regelung noch so gilt. Außerhalb der Wintersaison schreibt der Erlass keine Zonen vor. Respektiere aber trotzdem Absperrungen, Hinweise des Personals und die Privatsphäre der Passagiere. Wie die Rechtslage in Frankreich allgemein aussieht, fasst der Artikel Fotografieren an französischen Flughäfen zusammen.
Skipiste ist kein Vorfeld
Die Skipisten liegen direkt neben der Landebahn. Betritt niemals die Bahn oder die Rollflächen, auch nicht, um „nur kurz“ ein Foto zu machen. Auf einer Piste ohne Durchstartmöglichkeit kann ein Mensch auf der Bahn eine gefährliche Situation auslösen.
Drohnen bleiben im Rucksack
Hubschrauber fliegen hier tief und häufig, dazu kommen Rettungsflüge. Eine Drohne hat in der Nähe des Altiports nichts verloren. Was in Frankreich und im EU-Ausland für Drohnen gilt, erklärt der Artikel Mit der Drohne in den Urlaub.
Licht, Wetter und Fototipps
Die Piste 04/22 verläuft grob von Nordosten nach Südwesten. Wo die Sonne steht, hängt stark von deiner Zone und der Tageszeit ab. Hinzu kommt: Im Winter steht die Sonne in den Alpen tief, und Berge werfen früh lange Schatten auf Teile des Platzes. Plane deine Zone deshalb mit einem Sonnenstand-Tool, bevor du dich auf den Weg machst. Wie das geht, zeigt der Guide Sonnenstand planen.
- Schnee und Belichtung: Weiße Hänge täuschen den Belichtungsmesser. Korrigiere die Belichtung nach oben oder kontrolliere das Histogramm, sonst wird der Schnee grau.
- Brennweite: Für Landungen über dem Tal und das Rollen den Hang hinauf reicht oft ein mittleres Tele. Für Details an den Hubschraubern lohnt mehr Brennweite. Tipps dazu im Artikel zur richtigen Brennweite.
- Landschaft zeigen: Ein weiter Ausschnitt mit Bergkulisse und Skipiste erzählt mehr als ein formatfüllendes Bild. Ideen findest du unter Weitwinkel beim Spotting.
- Kälte: Akkus entladen sich bei Frost schneller. Halte Ersatzakkus warm am Körper und lass die Kamera nach dem Spotten langsam aufwärmen, damit sie nicht beschlägt.
- Sicht: Geflogen wird nur bei Sicht. An Tagen mit tiefen Wolken bleibt der Altiport oft still. Wetter-Apps helfen bei der Planung, mehr dazu unter Wetter-Apps für Spotter.
Die anderen Altiports der Alpen
Courchevel ist der berühmteste, aber nicht der einzige Altiport. In den französischen Alpen gibt es mehrere Bergflugplätze dieser Art. Die meisten sind kleiner, ruhiger und vor allem von der allgemeinen Luftfahrt und Hubschraubern genutzt.
| Altiport | ICAO | Besonderheit |
|---|---|---|
| Courchevel | LFLJ | 537 m, bis 18,5 % Steigung, laut Betreiber höchster Altiport Europas |
| Méribel | LFKX | 406 m × 15 m, im Mittelteil rund 11 % Steigung |
| Megève | LFHM | kurze Asphaltbahn 15/33 auf etwa 1.470 m |
| Alpe d’Huez | LFHU | Bahn 06/24 (rund 450 m) auf etwa 1.840 m |
Méribel liegt im Nachbartal von Courchevel und schrieb Geschichte: Hier landete das erste Flugzeug in einem französischen Wintersportort. Der Platz wurde am 29. Januar 1962 eingeweiht, am Tag danach landete dort das erste Flugzeug. Die Bahn ist mit 406 Metern noch kürzer als in Courchevel. Betrieben wird er vom örtlichen Aeroclub, eine Flugverkehrskontrolle gibt es nicht: Die Piloten melden sich auf einer gemeinsamen Frequenz selbst an.
Megève in Haute-Savoie liegt einige Kilometer südöstlich des gleichnamigen Ortes. Alpe d’Huez im Département Isère liegt direkt beim gleichnamigen Skiort. Auch hier bestimmen leichte Flugzeuge und Hubschrauber das Bild. Wer an diesen Plätzen spotten will, sollte vorher klären, ob es eigene Regeln für Besucher gibt, und sich im Zweifel beim Betreiber melden.
Das spricht für Courchevel
- eine der steilsten Pisten der Welt, Landungen bergauf
- viele Hubschrauber in der Wintersaison
- offiziell geregelte Spotter-Zonen
- Alpenpanorama und Skiort als Kulisse
Das solltest du wissen
- keine Jets, kaum Vielfalt bei großen Typen
- nur bei Sicht und bei Tag Betrieb
- teurer Skiort, Anreise ins Hochgebirge
- im Winter nur drei erlaubte Standorte
Anreise nach Courchevel
Courchevel liegt im Tal der Tarentaise in Savoyen. Für Spotter bietet es sich an, die Reise mit einem größeren Flughafen zu verbinden.
1. Über Genf oder Lyon
Die großen Flughäfen für die Region sind Genf und Lyon-Saint Exupéry. In der Skisaison landen dort viele Ferien- und Businessflüge mit Gästen für die Alpen.
2. Weiter ins Tal
Von dort geht es per Mietwagen, Transferbus oder Bahn bis Moûtiers und weiter hinauf nach Courchevel. Im Winter brauchst du Winterausrüstung fürs Auto.
3. Hoch zum Altiport
Der Altiport liegt am oberen Rand von Courchevel 1850, direkt an den Skipisten. Laut Tourismusbüro bringen Gratis-Shuttles, Hotelshuttles und Taxis dich in wenigen Minuten hin.
4. Oder gleich per Luft
Wer es exklusiv mag, bucht einen Taxiflug mit Flugzeug oder Hubschrauber und erlebt die Landung bergauf aus der Kabine.
Ein Wintertag in Genf mit den Skicharter-Flügen am Morgen und eine Tour hinauf nach Courchevel lassen sich gut kombinieren. Tipps für den großen Schweizer Flughafen liefert der Guide Planespotting in Genf und der Spot-Steckbrief zur Aussichtsterrasse am Flughafen Genf. Wie du Spotting und Urlaub sinnvoll planst, steht im Artikel Spotting-Urlaub planen.
Courchevel im Vergleich mit anderen Extrem-Flughäfen
Courchevel steht oft auf Listen der außergewöhnlichsten Flughäfen der Welt, zum Beispiel in der TV-Reihe „Most Extreme Airports“ des History Channel. Verwandt ist der Platz vor allem mit Lukla in Nepal: Auch dort landen Kurzstartflugzeuge bergauf auf einer steilen Bahn ohne Möglichkeit zum Durchstarten. Auf St. Barthélemy kippen kleine Turboprops über einen Hügel auf eine kurze Piste, auf Barra landet die Twin Otter auf einem Strand. Mehr solcher Ziele findest du in der Bucket List der Spotting-Spots weltweit und in der Übersicht der besten Spotting-Spots in Europa.
Bist du bereit für Courchevel?
- Ich kenne die drei offiziellen Spotter-Zonen und habe den aktuellen Plan geprüft.
- Ich weiß, dass Bahn und Rollflächen tabu sind, auch wenn die Skipiste direkt daneben liegt.
- Ich habe einen Tag mit guter Sicht ausgesucht.
- Ich habe den Sonnenstand für meine Zone geprüft.
- Ich habe warme Kleidung und Ersatzakkus dabei.
- Die Drohne bleibt am Altiport im Rucksack.
Spots finden, Wetter prüfen
Planetrack zeigt dir auf der Spot-Karte Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos und liefert dir Wetter, Wind und Pisten am Flughafen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Courchevel ist kein Ort für lange Typenlisten. Wer hierher kommt, will eine einzige Szene einfangen: ein Flugzeug, das auf rund 2.000 Metern auf eine Bahn mit fast 19 Prozent Steigung zufliegt, aufsetzt und den Hang hinaufrollt. Dazu kommen in der Saison zahlreiche Hubschrauber und eine Kulisse aus Schnee, Skifahrern und Gipfeln. Halte dich an die drei Spotter-Zonen, wähl einen klaren Tag und plane das Licht vorher. Dann bekommst du Bilder, die an kaum einem anderen Flugplatz Europas möglich sind.
Kurzfazit
Der Altiport Courchevel bietet Landungen bergauf auf einer der steilsten Pisten der Welt. Im Winter darfst du nur in drei offiziellen Zonen fotografieren, geflogen wird nur bei Tag und guter Sicht. Hubschrauber, PC-12 und Caravan bestimmen den Verkehr – Jets gibt es dafür unten in Genf oder Lyon.
Zusammenfassung
- Der Altiport Courchevel liegt auf rund 2.000 Metern am oberen Rand von Courchevel 1850. Die Gemeinde betreibt ihn, er ist ganzjährig geöffnet und wird im Winter laufend geräumt.
- Wer dort landen will, braucht in Frankreich eine Bergflug-Berechtigung oder eine Ortseinweisung für genau diesen Platz. Nachtflüge sind verboten, geöffnet ist in der Regel von 9 bis 19 Uhr Ortszeit.
- Spotter stehen im Winter in drei offiziellen Zonen: unterhalb des Altipôle, an der Kurve zum Restaurant Cap Horn und auf der Skipiste Praméruel hinter dem Restaurant Le Pilatus.
- In Méribel (LFKX) landete 1962 das erste Flugzeug in einem französischen Wintersportort, Megève (LFHM) und Alpe d'Huez (LFHU) gehören ebenfalls zur Familie der Alpen-Altiports.
Häufige Fragen
Wie steil ist die Piste in Courchevel?
Der Betreiber nennt eine Steigung von bis zu 18,5 Prozent, andere Quellen kommen auf 18,6 Prozent. Die Neigung ist nicht gleichmäßig: Auf einen mäßig steilen Abschnitt folgt der steilste Teil, oben läuft die Piste in eine fast ebene Fläche aus, auf der die Maschinen abgestellt werden. Insgesamt ist die Bahn 537 Meter lang und 40 Meter breit.
Darf ich am Altiport Courchevel fotografieren?
Ja, aber im Winter nur an festgelegten Stellen. Ein Gemeindeerlass von 2018 erlaubt Spottern vom 1. Dezember bis 30. April ausschließlich drei Zonen: unterhalb des Altipôle entlang der Straße bergab, an der Kurve zum Restaurant Cap Horn und auf der Skipiste Praméruel hinter dem Restaurant Le Pilatus. Den aktuellen Stand prüfst du auf der Website des Altiports.
Welche Flugzeuge landen in Courchevel?
Vor allem Hubschrauber, die nach Angaben des Betreibers rund 70 Prozent der Winterbewegungen ausmachen. Bei den Flächenflugzeugen sind es kleine, kurzstartfähige Maschinen wie die Pilatus PC-12 und die Cessna 208 Caravan sowie einmotorige und leichte zweimotorige Privatflugzeuge. Große Businessjets können dort nicht landen.
Gibt es Linienflüge nach Courchevel?
Heute nicht im klassischen Sinn. Historisch flog Air Alpes ab 1972 eine Verbindung von Paris nach Courchevel, unter anderem mit der Twin Otter. 1981 übernahm TAT die Gesellschaft und stellte die regelmäßige Verbindung ein. Heute gibt es Privat-, Charter- und Taxiflüge mit Flugzeug oder Hubschrauber.
Warum kann man in Courchevel nicht durchstarten?
Weil die Piste bergauf in den Hang hineinführt und das umliegende Gelände kein sicheres Steigen nach einem Abbruch kurz vor dem Aufsetzen zulässt. Ab einem bestimmten Punkt im Endanflug ist die Landung deshalb verbindlich. Das gilt grundsätzlich für Altiports und ist einer der Gründe, warum dafür eine besondere Ausbildung nötig ist.
Was war in Courchevel bei James Bond zu sehen?
Der Altiport war Drehort für den Bond-Film „Der Morgen stirbt nie“ von 1997. Dort stellte er einen Waffenbasar an der russischen Grenze dar, und Bond startet in der Eröffnungssequenz mit einem erbeuteten Jet über die steile Bahn.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Die meisten Bewegungen gibt es in der Skisaison, besonders an Wochenenden mit Gästewechsel. Im Sommer ist es ruhiger, dafür ist die Anreise einfacher. Weil nur bei guter Sicht geflogen wird, lohnt sich ein klarer, wolkenarmer Tag besonders.
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Flughäfen & Hersteller dazu
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