Das Wichtigste in Kürze
- Die B-17 ist eine Ikone des Zweiten Weltkriegs: 1935 erstmals geflogen, bis 1945 gebaut und mit 12.731 Exemplaren einer der meistgebauten schweren Bomber.
- Schnellster Erkennungsweg: vier Sternmotoren, ein einzelnes großes Seitenleitwerk mit langer Rückenflosse und ein Spornrad.
- Die häufigste Version ist die B-17G – erkennbar am Kinnturm unter der verglasten Nase.
- In Europa fliegt nur noch eine B-17: die „Sally B“ (G-BEDF) mit Basis in Duxford.
- Statisch siehst du die B-17 vor allem in Großbritannien und den USA, etwa im RAF Museum in London oder in Dayton, wo die „Memphis Belle“ steht.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing B-17 Flying Fortress?
- 2.Die Versionen: Von der schlanken Ur-B-17 zur B-17G
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.B-17, Lancaster, B-24 oder B-29?
- 5.Die B-17 im Zweiten Weltkrieg
- 6.Nach dem Krieg: Vermesser, Löschflugzeug, Filmstar
- 7.Sally B: die letzte fliegende B-17 Europas
- 8.Flugfähige B-17 in den USA
- 9.B-17 im Museum: die wichtigsten Adressen
- 10.Fototipps speziell für die B-17
- 11.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 12.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing, Seattle (USA); in Lizenz zusätzlich Douglas und Lockheed-Vega |
|---|---|
| ICAO-Typcode | B17 |
| Erstflug | 28. Juli 1935 (Prototyp Model 299) |
| Bauzeit | 1936 bis 1945 |
| Stückzahl | 12.731 (alle Versionen) |
| Status | historisch – nur noch wenige flugfähige Exemplare, rund 45 erhaltene Flugzeuge weltweit |
| Bauart | Viermotoriger Ganzmetall-Tiefdecker mit Spornradfahrwerk |
| Triebwerke (B-17G) | 4 × Wright R-1820-97 Cyclone mit Turbolader, je rund 1.200 PS (Sternmotoren) |
| Länge (B-17G) | rund 22,7 m |
| Spannweite (B-17G) | 31,62 m |
| Höhe (B-17G) | 5,82 m |
| Max. Startgewicht (B-17G) | rund 29,7 t |
| Besatzung (B-17G) | 10 |
| Bewaffnung (B-17G) | 13 Maschinengewehre Kaliber .50 in neun Positionen |
| Höchstgeschwindigkeit (B-17G) | rund 470 km/h in 7.600 m Höhe |
| Dienstgipfelhöhe (B-17G) | rund 10.850 m |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Vier Sternmotoren in runden Gondeln am Tiefdecker-Flügel
- Ein einzelnes, sehr großes Seitenleitwerk, dessen Rückenflosse weit nach vorn in den Rumpf ausläuft (ab B-17E)
- Spornradfahrwerk: Am Boden steht die B-17 mit erhobener Nase, das Heck ruht auf einem kleinen Rad
- Verglaste Bugnase, bei der B-17G mit einem Kinnturm mit zwei MG darunter
- MG-Türme oben hinter dem Cockpit und als Kugelturm unter dem Rumpf, dazu ein Heckstand
- Seitliche Schießluken im Rumpf hinter dem Flügel für die beiden Seitenschützen
Aktualisiert: Oktober 2026 – Erst hörst du sie, dann siehst du sie: vier Sternmotoren mit tiefem, unrundem Brummen, dahinter eine silberne oder olivgrüne Silhouette mit hohem Leitwerk und Maschinengewehrtürmen rundum. Wenn das über Duxford passiert, ist es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Sally B, die letzte flugfähige Boeing B-17 Flying Fortress Europas. Hier erfährst du, wie du die B-17 erkennst, welche Versionen es gab und wo du heute noch eine fliegend oder im Museum erlebst.
B17 im Hangar abhaken
Mit Planetrack hältst du deine Sichtung der Sally B oder einer Museums-B-17 mit Foto, Kennzeichen, Flughafen und Spot fest und setzt die übrigen Exemplare auf deine Wunschliste. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Boeing B-17 Flying Fortress?
Die B-17 ist ein viermotoriger schwerer Bomber aus Ganzmetall, entwickelt von Boeing in Seattle. Den Anstoß gab Mitte der 1930er-Jahre eine Ausschreibung des US Army Air Corps für einen mehrmotorigen Bomber. Boeing ging ein hohes Risiko ein und baute auf eigene Kosten einen Prototyp mit vier statt der üblichen zwei Motoren: das Model 299. Es flog am 28. Juli 1935 zum ersten Mal.
Bei der Vorstellung fiel das Flugzeug durch seine vielen MG-Stände auf. Nach gängiger Darstellung schrieb ein Reporter der Seattle Times deshalb von einer „fliegenden Festung“ – der Name blieb hängen, Boeing ließ ihn schützen.
Der Start verlief alles andere als glatt. Am 30. Oktober 1935 stürzte das Model 299 bei einem Vorführflug auf dem Wright Field in Ohio ab, zwei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Die Ursache: Die Ruderverriegelung für den Boden war nicht gelöst worden. Aus diesem Unfall entstand eine Neuerung, die bis heute jede Cockpitarbeit prägt – die schriftliche Checkliste für Piloten. Das Air Corps bestellte trotz des Verlusts eine Testserie, und die B-17 ging ab 1936 in Produktion.
Bis 1945 entstanden 12.731 Exemplare. Neben Boeing bauten auch Douglas und Lockheed-Vega die B-17 in Lizenz. Allein die letzte Hauptversion B-17G kam auf 8.680 Maschinen.
Die Versionen: Von der schlanken Ur-B-17 zur B-17G
Wer die B-17 genauer bestimmen will, schaut vor allem auf Leitwerk und Nase. Die Entwicklung lief in zwei großen Schritten: Mit der B-17E bekam sie das große Leitwerk und den Heckstand, mit der B-17G den Kinnturm.
| Version | Stückzahl | Erkennungsmerkmal |
|---|---|---|
| Model 299 / Y1B-17 | Prototyp und Testserie | kleines, schlankes Seitenleitwerk, MG-Blasen am Rumpf |
| B-17C | kleine Serie | flache Seitenfenster statt Blasen, Wanne unter dem Rumpf |
| B-17D | 42 | ähnlich der C, kleines Leitwerk |
| B-17E | 512 | großes Leitwerk mit langer Rückenflosse, Heckstand, Rücken- und Kugelturm |
| B-17F | 3.405 | große, fast rahmenlose Glasnase |
| B-17G | 8.680 | Kinnturm mit zwei MG unter der Nase |
Die B-17C flog als Fortress Mk I bei der Royal Air Force. Ihr erster Einsatz im Sommer 1941 verlief enttäuschend, die Briten gaben die Maschinen bald an das Coastal Command ab. Die Erfahrungen flossen in die B-17E ein, die das Erscheinungsbild der B-17 grundlegend änderte: Ein deutlich größeres Seitenleitwerk mit lang auslaufender Rückenflosse und ein eigener Stand für den Heckschützen machten aus dem eleganten Vorkriegsflugzeug den bekannten Kriegsbomber.
Die B-17F brachte eine große Glasnase für den Bombenschützen. Weil deutsche Jäger die B-17 bevorzugt frontal angriffen, bekamen späte F-Serien von Douglas und dann die gesamte B-17G einen ferngesteuerten Kinnturm unter der Nase. Mit insgesamt 13 Maschinengewehren war die G die am stärksten bewaffnete Version. Fast alle heute erhaltenen B-17 sind G-Modelle.
Achtung bei Film-Lackierungen
Mehrere erhaltene B-17G tragen Bemalungen früherer Versionen – etwa für Dreharbeiten. Die Sally B wurde für den Film „Memphis Belle“ (1990) sogar auf das Aussehen einer B-17F umgerüstet. Für die Bestimmung zählt also die Bauform, nicht der Name an der Nase.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Motoren zählen
Vier runde Sternmotoren an einem Tiefdecker-Flügel – damit bist du bei den großen Bombern und Transportern der 1940er-Jahre.
Aufs Leitwerk schauen
Ein einzelnes, sehr hohes Seitenleitwerk, dessen Rückenflosse sich weit nach vorn über den Rumpf zieht. Das trennt die B-17 sofort von Lancaster und B-24 mit ihren Doppelleitwerken.
Nase und Fahrwerk prüfen
Spornrad statt Bugrad schließt die B-29 aus. Ein Kinnturm unter der Glasnase verrät die B-17G.
Die letzte Sicherheit liefert wie immer das Kennzeichen oder die Seriennummer. Viele B-17 tragen am Leitwerk die originale Militärnummer in verkürzter Form, dazu ein ziviles Kennzeichen. Wie du US-Militärseriennummern liest, erklärt der Guide US-Militärkennzeichen.
B-17, Lancaster, B-24 oder B-29?
Bei Oldtimer-Bombern sind die Verwechslungsgefahren überschaubar – wenn du weißt, wo du hinschauen musst. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: viermotoriger Weltkriegsbomber
Boeing B-17 Flying Fortress
Einzelleitwerk mit langer Rückenflosse, Sternmotoren und Spornrad sind das klassische B-17-Bild. Ein Kinnturm unter der Nase heißt B-17G.
Avro Lancaster
Doppelleitwerk und spitze Gondeln mit Merlin-Reihenmotoren sprechen für den britischen Bomber – ebenfalls mit Spornrad, aber mit ganz anderer Heckpartie.
Boeing B-29 Superfortress
Bugradfahrwerk, ein langer, runder Druckrumpf und eine gerundete Glasnase ohne Stufe deuten auf die größere Nachfolgerin der B-17.
Die Avro Lancaster ist der klassische britische Gegenpart und trifft in Großbritannien oft auf dieselben Spotter. Die Consolidated B-24 Liberator hat ebenfalls ein Doppelleitwerk, dazu einen schlanken, hoch am Rumpf sitzenden Flügel – flugfähig ist sie heute noch seltener als die B-17. Die Boeing B-29 Superfortress ist die deutlich größere Weiterentwicklung mit Bugrad und Druckkabine. Und die zweimotorige North American B-25 Mitchell scheidet schon wegen der Motorenzahl aus.
Die B-17 im Zweiten Weltkrieg
Im Krieg wurde die B-17 zum Symbol der amerikanischen Tagesbomber-Strategie in Europa. Die Eighth Air Force flog von Flugplätzen in Ostengland aus; ihr erster Einsatz mit schweren Bombern ging im August 1942 gegen den Rangierbahnhof Rouen-Sotteville in Frankreich. Die Idee dahinter: Eng gestaffelte Verbände sollten sich mit ihren vielen Maschinengewehren selbst gegen Jäger verteidigen.
Die Rechnung ging 1943 nicht auf. Bei den Angriffen auf Schweinfurt und Regensburg verloren die Verbände sehr viele Flugzeuge, am „Black Thursday“ im Oktober 1943 gingen durch Abschüsse, Bruchlandungen und irreparable Schäden insgesamt 77 B-17 verloren, rund 60 davon über Deutschland. Erst mit Langstrecken-Begleitjägern wie der North American P-51 Mustang sanken die Verluste ab 1944 deutlich. Die B-17 flog auch im Pazifik und im Mittelmeerraum, doch ihr Ruf entstand über Deutschland.
Viele Maschinen trugen Namen und Nose Art. Am bekanntesten ist die B-17F „Memphis Belle“, deren Besatzung 1943 als eine der ersten in Europa 25 Einsätze abschloss. Ihre Geschichte wurde zweimal verfilmt; das Original steht heute restauriert im National Museum of the US Air Force in Dayton.
Ein Flugzeug mit schwerer Geschichte
Die B-17 ist für viele ein Stück Luftfahrt-Nostalgie, für andere Teil der Erinnerung an den Bombenkrieg über deutschen und europäischen Städten. Die Betreiber der Sally B verstehen ihr Flugzeug ausdrücklich als fliegendes Denkmal für die gefallenen Besatzungen.
Nach dem Krieg: Vermesser, Löschflugzeug, Filmstar
Nach 1945 wurden Tausende B-17 verschrottet. Einige überlebten in Nebenrollen: als Seenotrettungsflugzeug mit abwerfbarem Rettungsboot, als ferngesteuertes Zieldarstellungsflugzeug, bei der US Navy als Frühwarnflugzeug unter der Bezeichnung PB-1W. Zivil flogen B-17 als Frachter, in den USA als Löschflugzeug gegen Waldbrände und in Frankreich als Vermessungsflugzeug beim Institut Géographique National.
Genau diese späte Karriere rettete viele der heute erhaltenen Flugzeuge – auch die Sally B. Später folgten Auftritte in Filmen und Fernsehserien, die der B-17 ein neues Publikum brachten.
Zur Geschichte gehören auch tragische Unfälle der jüngeren Zeit. Im Oktober 2019 verunglückte eine B-17G der Collings Foundation bei Rundflügen am Flughafen Bradley in Connecticut, sieben Menschen starben. Im November 2022 ging die B-17G „Texas Raiders“ bei einer Kollision während einer Flugshow in Dallas verloren. Beide Unfälle haben die Zahl der flugfähigen B-17 weiter verringert.
Sally B: die letzte fliegende B-17 Europas
Die Sally B ist eine B-17G mit der Seriennummer 44-85784. Sie wurde im Juni 1945 an die US-Luftwaffe übergeben – zu spät für Kampfeinsätze. Nach einigen Jahren im Militärdienst kaufte sie 1954 das französische Institut Géographique National, das sie als Vermessungsflugzeug einsetzte. 1975 kam sie nach England, erhielt das Kennzeichen G-BEDF und wurde in den Kriegszustand zurückversetzt.
Betreiber ist die gemeinnützige B-17 Preservation unter Leitung von Elly Sallingboe. Die Sally B gehört nicht zur Sammlung des Museums, ist aber dauerhaft in IWM Duxford stationiert. Wartung und Betrieb hängen an Ehrenamtlichen und Spenden. Ein festes Ritual ist der Überflug nach der Gedenkfeier am amerikanischen Soldatenfriedhof Madingley bei Cambridge zum Memorial Day.
Ein Detail für Fotografen: Seit den Dreharbeiten zu „Memphis Belle“ trägt eine Rumpfseite noch die Memphis-Belle-Bemalung. Je nach Seite fotografierst du also zwei verschiedene Flugzeugnamen.
| Ort | Was du siehst | Trefferchance |
|---|---|---|
| IWM Duxford | Sally B im Static Display oder im Flug, dazu eine statische B-17G im American Air Museum | hoch für die statische Maschine, Flug je nach Programm |
| Airshows in Großbritannien | Sally B im Display | abhängig vom Programm der Saison |
| Kontinentaleuropa | gelegentliche Auftritte der Sally B | niedrig |
Flugstatus vor dem Besuch prüfen
Für 2026 hat der Betreiber eine Verzögerung der Display-Saison gemeldet. Ob und wann die Sally B fliegt, hängt von Wartung, Auflagen und Finanzierung ab. Prüf vor deiner Tour die Ankündigungen von B-17 Preservation und das Programm in Duxford.
Wie du die Flugtage in Duxford planst, steht im Beitrag IWM Duxford Airshows. Den Platz selbst beschreibt die Spot-Seite IWM Duxford.
Keinen B-17-Überflug mehr verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für das Kennzeichen G-BEDF oder den Typ B17 ein – Planetrack meldet sich, wenn die Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Flugfähige B-17 in den USA
Die übrigen flugfähigen B-17 stehen in den USA, betrieben von Vereinen, Stiftungen und privaten Sammlungen. Bekannt sind etwa die „Sentimental Journey“ der Commemorative Air Force in Arizona und die „Aluminum Overcast“ der Experimental Aircraft Association. Je nach Quelle und Stichtag zählen Bestandslisten insgesamt nur noch drei bis vier flugfähige Maschinen weltweit. Welche davon gerade fliegt, ändert sich mit Wartung und Restaurierungen – verlass dich nicht auf ältere Listen.
B-17 im Museum: die wichtigsten Adressen
Weltweit sind rund 45 mehr oder weniger vollständige B-17 erhalten, die meisten davon in den USA. In Deutschland steht nach den gängigen Bestandslisten keine. Diese Museen zeigen laut Bestandslisten eine B-17:
- IWM Duxford: eine statische B-17G im American Air Museum, dazu die flugfähige Sally B.
- RAF Museum London: eine B-17G in der Ausstellung.
- National Museum of the US Air Force, Dayton: die restaurierte „Memphis Belle“; als Spot beschrieben unter Dayton.
- Museum of Flight Seattle: eine B-17F direkt am Boeing Field, der Heimat der B-17 – mehr zum Spot unter Museum of Flight am Boeing Field.
- Pima Air & Space Museum Tucson: eine B-17G im angeschlossenen Gedenkmuseum der 390th Bomb Group.
Ausstellungen werden umgebaut, Flugzeuge restauriert oder verliehen. Kläre vor dem Besuch, ob die Maschine aktuell zu sehen ist. Wie selten deine Sichtung ist, ordnest du mit Seltenheit einer Sichtung einschätzen ein – eine fliegende B-17 gehört in Europa zu den seltensten Motiven überhaupt.
Bereit für deinen B-17-Tag?
- Ich habe geprüft, ob die Sally B in dieser Saison fliegt oder im Static Display steht.
- Ich kenne das Flugprogramm in Duxford oder auf der Airshow.
- Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
- Meine Kamera steht auf einer Verschlusszeit, die die Propeller nicht einfriert.
- Ich habe genug Akku und Speicher für Anlassen, Rollen und Display.
Fototipps speziell für die B-17
Die B-17 ist eines der fotogensten Flugzeuge überhaupt: lange Flügel, viele Details und Nose Art mit Geschichte. Ein paar Punkte machen den Unterschied.
Propeller drehen lassen
Vier stehende Propeller lassen eine fliegende B-17 wie ein Modell aussehen. Mit längeren Belichtungszeiten und sauberem Mitziehen zeigst du die Propellerscheiben – Details im Guide Propeller fotografieren.
Das Anlassen mitnehmen
Beim Start der Sternmotoren gibt es Rauch und manchmal Flammen aus den Auspuffen. Bleib in Position, wenn die Crew einsteigt.
Beide Seiten fotografieren
Gerade bei der Sally B lohnt sich das: Die Rumpfseiten tragen unterschiedliche Namen und Bemalungen.
Die Türme ins Bild holen
Kinnturm, Rückenturm und Kugelturm machen die B-17 aus. Eine Dreiviertelansicht von schräg vorn unten zeigt sie im Überflug am besten.
Wann das Licht passt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Für den Airshow-Tag helfen dir Airshows fotografieren und der Überblick Airshows in Europa. Einen breiteren Einstieg in die Bestimmung alter Typen liefert Oldtimer am Himmel erkennen.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für eine B-17, wenn …
- vier Sternmotoren an einem Tiefdecker-Flügel hängen
- ein einzelnes hohes Leitwerk mit langer Rückenflosse zu sehen ist
- die Maschine auf einem Spornrad steht
- MG-Türme oben, unten und am Heck sitzen
Sieh genauer hin, wenn …
- kein Kinnturm da ist – dann B-17F oder eine umgerüstete G
- das Leitwerk klein und schlank wirkt – dann eine frühe Version oder eine Nachbildung
- die Lackierung einen berühmten Namen trägt – viele B-17 stellen andere Maschinen dar
Es ist keine B-17, wenn …
- zwei Seitenflossen am Heck sitzen – dann eher Lancaster oder B-24
- die Maschine waagerecht auf einem Bugrad steht – dann eher B-29
- nur zwei Motoren dran sind – dann eher B-25 oder DC-3 / C-47
- spitze Gondeln mit Reihenmotoren zu sehen sind – dann ein britischer Typ wie die Lancaster
Fazit
Die B-17 Flying Fortress ist mehr als ein alter Bomber: Sie steht für den Aufstieg Boeings, für die Einführung der Pilotencheckliste und für einen der härtesten Abschnitte des Luftkriegs über Europa. Vier Sternmotoren, das hohe Einzelleitwerk und das Spornrad machen sie unverwechselbar, der Kinnturm verrät die G-Version. Fliegend erlebst du sie in Europa nur noch mit Glück und guter Planung in Duxford – im Museum dafür an einigen großen Adressen in Großbritannien und den USA.
Kurzfazit
Vier Sternmotoren, ein hohes Einzelleitwerk mit langer Rückenflosse, ein Spornrad: Das ist die B-17. Mit Kinnturm ist es eine B-17G. Die einzige flugfähige B-17 Europas ist die Sally B in Duxford – ihren Flugstatus prüfst du vor jeder Tour aktuell.
Zusammenfassung
- Boeing entwickelte die B-17 als Model 299 für eine Ausschreibung des US Army Air Corps; der Prototyp flog am 28. Juli 1935.
- Im Zweiten Weltkrieg trug sie zusammen mit der B-24 die Hauptlast der amerikanischen Tagesangriffe über Europa.
- Nach dem Krieg flog sie als Vermessungs-, Lösch- und Transportflugzeug, heute nur noch als Museumsstück und Airshow-Star.
- Spotter erkennen sie an vier Sternmotoren, dem hohen Einzelleitwerk und dem Spornrad; die Version verrät vor allem die Nase.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die B-17?
Die B-17 läuft unter B17. Weil kaum noch Exemplare fliegen, taucht der Code in Tracking-Diensten nur selten auf – am ehesten bei Überführungen und Airshow-Flügen der wenigen flugfähigen Maschinen.
Woher kommt der Name „Flying Fortress“?
Der Name entstand bei der Vorstellung des Prototyps 1935. Nach gängiger Darstellung beschrieb ein Reporter der Seattle Times das schwer bewaffnete Flugzeug als „fliegende Festung“. Boeing sicherte sich den Namen danach als Marke.
Wie viele B-17 fliegen noch?
Nur noch eine Handvoll. Je nach Quelle und Stichtag sind es drei bis vier flugfähige Maschinen, fast alle in den USA. In Europa ist die Sally B in Duxford die einzige flugfähige B-17. Der Flugstatus kann sich durch Wartung und Auflagen jederzeit ändern.
Was ist die Sally B?
Eine B-17G, die 1945 an die US-Luftwaffe ausgeliefert wurde, aber nicht mehr in den Krieg kam. Sie flog später als Vermessungsflugzeug in Frankreich und kam 1975 nach England, wo sie als G-BEDF zugelassen wurde. Betreiber ist die gemeinnützige Organisation B-17 Preservation, Basis ist IWM Duxford.
Was unterscheidet die B-17G von früheren Versionen?
Vor allem der Kinnturm mit zwei MG unter der verglasten Nase, eingeführt gegen Frontalangriffe von Jägern. Die B-17F hat eine fast rahmenlose Glasnase ohne Kinnturm (nur späte Douglas-Serien bekamen ihn schon), die B-17C und -D noch das kleine, frühe Seitenleitwerk ohne Heckstand.
Wie unterscheide ich B-17 und Avro Lancaster?
Die Lancaster hat ein doppeltes Seitenleitwerk und flache Merlin-Reihenmotoren in spitzen Gondeln. Die B-17 hat ein einzelnes großes Leitwerk und runde Sternmotoren. Beide sind viermotorig mit Spornrad.
Gibt es eine B-17 in einem deutschen Museum?
Nach den gängigen Bestandslisten nicht. Die nächstgelegenen erhaltenen B-17 stehen in Großbritannien, etwa in Duxford und im RAF Museum in London, sowie in Frankreich.
Boeing B-17 Flying Fortress sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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