Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide: historische Flugzeuge in Kirchheim/Teck

Seit 1981 verwandelt die Fliegergruppe Wolf Hirth den Graspisten-Flugplatz Hahnweide in eines der bekanntesten Oldtimer-Treffen Europas. Was du über Rhythmus, Anreise, Tickets und Fotografie wissen solltest.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Kein Jahres-Event: Das Oldtimer-Fliegertreffen findet unregelmäßig statt. Die erste Ausgabe lief 1981, die 19. im Jahr 2019, die 20. stand für den 12. bis 14. September 2025 im Kalender.
  • Ehrenamt statt Eventagentur: Veranstalter ist die Fliegergruppe Wolf Hirth aus Kirchheim unter Teck, ein Verein, der das komplette Treffen mit freiwilligen Helfern stemmt.
  • Graspisten-Flair: Die Hahnweide (ICAO: EDST) ist ein Sonderlandeplatz mit drei Graspisten zwischen 520 und 640 Metern Länge – perfekte Kulisse für Doppeldecker, Schulflugzeuge und Warbirds.
  • Tickets nur vor Ort: 2025 gab es keinen Vorverkauf, Kinder bis 14 Jahre hatten freien Eintritt, Parken auf der Hahnweide war kostenlos.
  • Kolbenmotoren brauchen kurze Zeiten nicht: Für drehende Propeller im Bild arbeitest du mit deutlich längeren Belichtungszeiten als beim Jet-Spotting – und mit Mitzieher-Technik.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Das Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide in Kürze
  2. 2.Der Flugplatz: Graspisten unter der Teck
  3. 3.Was dich am Himmel erwartet
  4. 4.Anreise, Tickets und Infrastruktur
  5. 5.Fotografieren auf der Hahnweide
  6. 6.Sicherheit: Warum Regeln hier ernst gemeint sind
  7. 7.Die Hahnweide im Vergleich zu anderen Events
  8. 8.Worauf du achten solltest
  9. 9.Fazit

Grasbahn, Albtrauf im Hintergrund, und über dir knattert ein Sternmotor: Das Oldtimer-Fliegertreffen auf der Hahnweide bei Kirchheim unter Teck gehört zu den Veranstaltungen, über die Spotter noch Jahre später reden. Kein Jet-Lärm, keine Kunstflugstaffel im Minutentakt, sondern Doppeldecker, Schulflugzeuge, Verbindungsflugzeuge und Warbirds, die auf einer Wiese starten und landen. Dieser Guide erklärt, wie das Treffen entstanden ist, warum es nicht jedes Jahr stattfindet, wie du anreist und wie du historische Propellerflugzeuge so fotografierst, dass sie nicht wie Modelle mit stehender Luftschraube aussehen.

Jede Sichtung festhalten

Mit Planetrack postest du deine Oldtimer-Sichtungen mit Foto, Typ und Kennzeichen und sammelst sie in deinem Hangar – samt Wunschliste für die Typen, die dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Das Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide in Kürze

Das Treffen ist ein mehrtägiges Fly-in mit Flugvorführungen für historische Luftfahrzeuge, ausgerichtet von der Fliegergruppe Wolf Hirth Kirchheim unter Teck e.V. Die erste Ausgabe fand am 12. und 13. September 1981 statt. Seitdem gab es das Treffen in unregelmäßigen Abständen, typischerweise im September: Die 18. Ausgabe lief 2016, die 19. vom 13. bis 15. September 2019, die 20. war für den 12. bis 14. September 2025 angesetzt.

Bemerkenswert ist der Charakter: Der Verein betont, dass die gesamte Organisation in den Händen ehrenamtlicher Helfer liegt; die Verpflegungsstände betreiben überwiegend die ansässigen Fliegergruppen. Das erklärt auch die Pausen. Nach 2019 setzte das Treffen mehrere Jahre aus. In einer Stellungnahme von 2023 begründeten die Organisatoren das damit, dass die Risiken für einen kleinen Verein zu groß seien; Auflagen der Behörden, fehlende Helfer oder fehlendes Know-how seien ausdrücklich nicht der Grund.

1981erstes Oldtimer-Fliegertreffen auf der Hahnweide
1.112Flugbewegungen beim Treffen 2019 laut Veranstalter
3Graspisten auf dem Sonderlandeplatz EDST

Zum Redaktionsstand (Oktober 2026) lag uns kein bestätigter Termin für eine 21. Ausgabe vor. Wenn du das Treffen auf dem Schirm behalten willst, beobachte die offizielle Website und die Social-Media-Kanäle des Veranstalters – dort wird ein neuer Termin zuerst bekanntgegeben.

Der Flugplatz: Graspisten unter der Teck

Die Hahnweide ist ein Sonderlandeplatz rund zwei Kilometer südwestlich von Kirchheim unter Teck auf etwa 356 Metern Höhe, ICAO-Code EDST. Eigentümerin ist die Stadt Kirchheim, gepachtet hat das Gelände der Baden-Württembergische Luftfahrtverband (BWLV), vor Ort vertreten meist durch die Fliegergruppe Wolf Hirth. Neben ihr sind weitere Vereine aus der Region auf dem Platz zu Hause, außerdem betreibt der BWLV hier eine Motorflugschule.

Für Spotter wichtig sind die Pisten – alle drei aus Gras:

Piste Länge × Breite grobe Ausrichtung
12R/30L 640 × 30 m Ostsüdost – Westnordwest
12L/30R 640 × 30 m Ostsüdost – Westnordwest
06/24 520 × 30 m Ostnordost – Westsüdwest

Im Alltag ist die Hahnweide vor allem ein Segelflugplatz. Der Internationale Hahnweide-Segelflugwettbewerb wird seit 1966 jährlich ausgetragen. Der Motorflug ist begrenzt: Pro Jahr sind höchstens 15.000 Flugbewegungen zulässig, und platzfremde Motorflugzeuge können in aller Regel nicht anfliegen. Genau deshalb ist das Oldtimer-Treffen eine Ausnahme-Situation: An diesen Tagen landen auf einem sonst ruhigen Segelfluggelände zahlreiche historische Maschinen – allerdings nur solche, die mit Teilnehmernummer angemeldet sind.

Der Namensgeber des Vereins, Wolf Hirth (1900–1959), war einer der prägenden deutschen Segelflugpioniere. Er unterstützte 1935 Martin Schempp bei der Gründung von dessen Segelflugzeugbau und wurde später Teilhaber; die Firma firmierte ab 1938 als Schempp-Hirth und zog im selben Jahr nach Kirchheim unter Teck. Wer sich für diese Seite der Luftfahrtgeschichte interessiert, findet im Deutschen Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe viel Kontext, und zum Mitlesen der Segelflieger am Himmel hilft der Guide FLARM und Open Glider Network.

Was dich am Himmel erwartet

Das Teilnehmerfeld steht jedes Mal neu fest und hängt davon ab, welche Eigner und Piloten sich anmelden. Eine verbindliche Typenliste gibt es deshalb nicht; der Veranstalter veröffentlicht vor dem Treffen eine Teilnehmerliste, die bis kurz vor Beginn wächst. Für 2019 hob der Verein im Rückblick hervor, dass viele Warbirds, Doppeldecker und ungewöhnliche Flugzeuge dabei waren – und dass ihm die Mischung wichtiger sei als möglichst viel Hubraum. Dazu kamen Segelflug-Vorführungen, Moderation, abendliche Musik und eine Indoor-Show. Als letztes Flugzeug verabschiedete sich 2019 eine Hawker Sea Fury mit einem Überflug.

Damit du vor Ort schneller zuordnen kannst, hilft ein Blick auf die Typfamilien, die auf europäischen Oldtimer-Treffen generell häufig vertreten sind:

Welche dieser Typen bei einer konkreten Ausgabe tatsächlich kommen, verrät nur die aktuelle Teilnehmerliste. Wie du Oldtimer an Silhouette, Motor und Leitwerk auseinanderhältst, erklärt der Guide Oldtimer am Himmel erkennen. Für die Kennzeichen der Gastmaschinen aus dem In- und Ausland lohnt außerdem ein Blick in Kleinflugzeuge erkennen.

Teilnehmerliste vorher abgleichen

Druck dir die veröffentlichte Teilnehmerliste aus oder speichere sie offline. Auf einer Wiese mit hunderten Flugzeugen ist es Gold wert, Kennzeichen direkt Typ und Herkunft zuordnen zu können – gerade bei seltenen Einzelstücken, die du sonst nie wieder vor die Linse bekommst.

Anreise, Tickets und Infrastruktur

Die folgenden Angaben stammen aus den Besucherinformationen zur Ausgabe 2025. Für eine spätere Ausgabe können sich Preise, Zeiten und Shuttle-Haltestellen ändern – prüfe vor der Fahrt die offizielle Seite.

Tickets und Öffnungszeiten

Ticket 2025 Preis
Freitag 18 Euro
Samstag 25 Euro
Sonntag 25 Euro
alle drei Tage 48 Euro
Kinder bis 14 Jahre frei

Schwerbehinderte Besucher mit Merkzeichen B zahlten die Hälfte, ebenso eine Begleitperson. Einen Vorverkauf gab es nicht, Tickets wurden ausschließlich an der Kasse vor Ort verkauft. Die Hauptkasse öffnete freitags ab 7:30 Uhr, samstags und sonntags schon ab 6:00 Uhr. Der Flugbetrieb startete jeweils gegen 9 Uhr und lief bis in den Abend.

Mit Bahn und Shuttle

Am entspanntesten reist du mit der S-Bahn-Linie S1 bis Kirchheim unter Teck. Vom Bahnhof fuhr 2025 ein kostenloser Shuttlebus zur Hahnweide, der unterwegs mehrere Haltestellen im Stadtgebiet bediente, darunter den ZOB. Die Betriebszeiten: Freitag 11 bis 22 Uhr, Samstag 8 bis 24 Uhr, Sonntag 8 bis 20 Uhr. Wer am Freitagmorgen schon zur Kassenöffnung da sein will, braucht also eine andere Lösung – Fahrrad, Fußweg oder Auto.

Mit dem Auto oder Rad

Mit dem Auto führt der Weg über die A8 Stuttgart–München, Ausfahrt Kirchheim-West, Richtung Nürtingen und nach rund 500 Metern links Richtung Segelfluggelände Hahnweide. Parken auf dem Gelände war kostenlos, der Veranstalter rechnete aber mit viel Verkehr und empfahl den Shuttle. Fahrräder, Motorräder und Roller werden vor der Hauptkasse abgestellt, nicht auf dem Gelände.

Verpflegung und Hunde

Auf dem Platz gibt es mehrere Essens- und Getränkestände, überwiegend betrieben von den Hahnweide-Fliegergruppen – die Einnahmen fließen in deren Jugendarbeit. Eigene Verpflegung durfte 2025 mitgebracht werden. Hunde waren an der Leine erlaubt; der Veranstalter wies darauf hin, dass lärmempfindliche Tiere es hier schwer haben.

Wenn du die Fahrt mit einem Abstecher an einen großen Verkehrsflughafen verbinden willst: Der Flughafen Stuttgart liegt in der Nähe, und der Spotter-Guide Stuttgart zeigt dir, wo du dort am besten stehst.

Wind, Wetter und Pisten im Blick

Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und Pisten am Flughafen – und meldet dir per Sichtungs-Alarm, wenn ein Kennzeichen oder Typ, auf den du wartest, anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fotografieren auf der Hahnweide

Ein Oldtimer-Treffen stellt andere Anforderungen als ein Flughafenzaun. Die Flugzeuge sind klein, langsam und haben Propeller – und genau die entscheiden über ein gutes oder ein misslungenes Bild.

Propeller brauchen Zeit

Mit 1/2000 Sekunde frierst du die Luftschraube komplett ein, und das Flugzeug sieht aus, als würde es mit stehendem Motor durch die Luft gleiten. Für eine sichtbare Propellerscheibe musst du die Verschlusszeit deutlich verlängern. Als grober Einstieg gelten bei Rollaufnahmen und Starts Werte um 1/250 bis 1/160 Sekunde, bei langsamer drehenden Sternmotoren und Doppeldeckern auch länger. Die genaue Rechnung mit Drehzahl und Blattzahl erklärt der Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit.

Längere Zeiten verzeihen keine Verwacklung. Hier kommt die Mitzieher-Technik ins Spiel: Du schwenkst die Kamera gleichmäßig mit dem Flugzeug mit und löst während der Bewegung aus. Das Flugzeug bleibt scharf, der Hintergrund verwischt. Wie du das übst, steht im Artikel Mitzieher-Technik. Plane ruhig einige Ausschussbilder ein – bei 1/125 Sekunde ist auch bei Profis nicht jeder Schuss scharf.

Brennweite und Ausrüstung

Weil du als normaler Besucher nicht an die Flightline kommst – 2025 war der Zugang auf akkreditierte Presse mit Auftrag beschränkt –, brauchst du für Flugaufnahmen Reichweite. Ein 100–400-mm-Zoom ist für die meisten Situationen ein guter Kompromiss; welche Modelle sich lohnen, vergleicht der Beitrag 100-400-mm-Telezooms im Vergleich. Für die Static Display und Stimmungsbilder am Boden ist ein Standardzoom praktisch. Was sonst noch in die Tasche gehört – Akkus, Speicherkarten, Sonnenschutz, Gehörschutz –, sammelt die Checkliste für den Airshow-Tag.

1. Teilnehmerliste sichten

Markiere die Typen und Kennzeichen, die du unbedingt haben willst, und notiere dir ihre Programmpunkte, sobald der Flugplan steht.

2. Früh da sein

Der Flugbetrieb beginnt morgens. Das flache Licht der ersten Stunden und die ruhigere Luft über dem Gras sind fotografisch die beste Zeit des Tages.

3. Standort nach Licht wählen

Prüfe, wo die Sonne zur gewünschten Uhrzeit steht, und wähle deinen Platz im Zuschauerbereich so, dass sie möglichst hinter dir liegt.

4. Verschlusszeit stufenweise verlängern

Starte bei sicheren Werten und gehe Schritt für Schritt länger, sobald deine Mitzieher sitzen. Kontrolliere die Propellerscheibe in der Bildvorschau.

5. Pausen für die Static Display nutzen

Zwischen den Vorführungen lohnen Details: Sternmotoren, Nasenkunst, Cockpits durch die Haube, Bespannung und Nieten.

Licht über die Pistenachse planen

Die beiden langen Graspisten liegen auf der Achse 12/30, also grob von Ostsüdost nach Westnordwest. Daraus folgt die Grundregel: Auf der südwestlichen Seite der Achse mit Blick nach Nordosten hast du die Sonne über weite Teile des späten Vormittags und Nachmittags eher im Rücken, auf der nordöstlichen Seite mit Blick nach Südwesten fotografierst du um diese Zeit eher ins Gegenlicht. Wo genau der Zuschauerbereich bei einer Ausgabe liegt, legt der Veranstalter fest – prüfe also vor Ort, welche Seite dir offensteht, und plane deine Prioritäten entsprechend. Für die Abendstunden lohnt der Guide Golden Hour und Blaue Stunde, und an warmen Septembertagen kann über dem Gras Hitzeflimmern bei langen Brennweiten zum Thema werden.

Ein Tag reicht, wenn …

  • du vor allem Atmosphäre und ein paar Highlights willst
  • die Teilnehmerliste deine Wunschtypen nicht klar einem Tag zuordnet
  • du mit Familie unterwegs bist

Zwei Tage lohnen, wenn …

  • du Flugaufnahmen und Static Display getrennt angehen willst
  • das Wetter an einem Tag unsicher ist
  • du Mitzieher mit langen Zeiten üben möchtest

Das Drei-Tage-Ticket nimmst du, wenn …

  • du möglichst viele Kennzeichen sammeln willst
  • auch Ankünfte und Abflüge der Teilnehmer auf deiner Liste stehen
  • du ohnehin weit anreist und vor Ort übernachtest

Sicherheit: Warum Regeln hier ernst gemeint sind

Historische Flugzeuge sind oft schwer zu sehen, haben eingeschränkte Sicht nach vorn und fliegen in einem dichten Programm. Behördlich begleitet wird die Veranstaltung vom Regierungspräsidium Stuttgart als zuständiger Luftfahrtbehörde. Dass Flugvorführungen in Deutschland streng reguliert sind, hat auch mit dem Flugtagunglück von Ramstein 1988 zu tun, nach dem die Regeln für Airshows grundlegend überarbeitet wurden.

Auch auf der Hahnweide ist nicht alles glatt gegangen: Beim Treffen 2019 rollten am Sonntag zwei Flugzeuge am Boden ineinander. Laut Veranstalter wurden die Insassen nur leicht verletzt, das Flugprogramm wurde für diesen Tag abgebrochen. Für dich als Besucher heißt das: Absperrungen respektieren, Anweisungen der Ordner befolgen und keine eigenen Drohnen mitbringen – über einem Platz mit dichtem Flugbetrieb hat eine private Drohne nichts verloren.

Die Hahnweide im Vergleich zu anderen Events

Wer schon auf großen Militär- oder Messe-Airshows war, erlebt auf der Hahnweide ein anderes Format. Statt Jets mit Nachbrenner dominieren Kolbenmotoren, statt Betonpiste Gras, statt Sponsorenzelten Vereinsstände. Am ehesten vergleichbar sind Warbird-Veranstaltungen in England – einen Eindruck davon gibt der Beitrag über die Airshows in Duxford. Einen Überblick über weitere Termine in Europa bekommst du im Guide Airshows in Europa für Planespotter, allgemeine Tipps für Vorführungen jeder Art in Airshows fotografieren.

Dafür spricht

  • seltene historische Flugzeuge aus vielen Ländern an einem Ort
  • familiäre Vereinsatmosphäre statt Großevent-Hektik
  • faire Eintrittspreise, Kinder frei, kostenloser Shuttle
  • Kolbenmotor-Sound und Propellerbilder, die du am Flughafen nicht bekommst

Dagegen spricht

  • kein fester Rhythmus, teils jahrelange Pausen
  • kein Vorverkauf und viel Andrang an den Hauptkassen
  • Flightline-Zugang nur für akkreditierte Presse
  • stark wetterabhängiges Programm

Bist du bereit für die Hahnweide?

Hak ab, was du vor dem Losfahren erledigt hast.

  • Ich habe den aktuellen Termin und die Besucherinfos auf der offiziellen Seite geprüft.
  • Ich habe Bargeld oder eine passende Zahlungsmöglichkeit für die Tageskasse dabei.
  • Ich kenne meine Anreise – S1 plus Shuttle oder A8-Ausfahrt Kirchheim-West.
  • Ich habe die Teilnehmerliste offline gespeichert.
  • Ich habe Teleobjektiv, Ersatzakkus und genug Speicherkarten eingepackt.
  • Ich habe Gehörschutz, Sonnenschutz und Regenjacke dabei.

Worauf du achten solltest

  • Termin immer offiziell prüfen. Weil das Treffen unregelmäßig stattfindet, kursieren in Foren oft veraltete Daten. Maßgeblich ist allein der Veranstalter.
  • Programm ist ohne Gewähr. Der Veranstalter weist darauf hin, dass Wetter und Technik den Ablauf jederzeit ändern können. Gerade bei Oldtimern fällt mal ein Programmpunkt aus.
  • Nicht jeder Teilnehmer fliegt Vorführung. Viele Maschinen kommen als Gäste und stehen vor allem am Boden. Die schönsten Flugbilder entstehen oft bei Ankunft und Abflug.
  • Rücksicht auf Anwohner. Die Hahnweide ist im Alltag ein Segelfluggelände mit begrenztem Motorflugbetrieb. Wer parkt, wo er nicht soll, schadet am Ende dem Verein.
  • Die Vereine unterstützen. Die Stände finanzieren die Jugendarbeit der Fliegergruppen – ein Grund mehr, dort zu essen. Wer selbst ins Cockpit will, findet im Beitrag zum Segelflugschein einen Einstieg.

Oldtimer sammeln, teilen, wiederfinden

Poste deine Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot, sammle sie im Hangar und teile die besten Bilder mit der Community – vielleicht wird deins das Foto der Woche. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Das Oldtimer-Fliegertreffen auf der Hahnweide ist kein Pflichttermin im Jahreskalender, sondern ein seltenes Ereignis – und gerade deshalb so begehrt. Ein kleiner Verein bringt auf einem Graspisten-Flugplatz am Fuß der Schwäbischen Alb Flugzeuge zusammen, die du sonst über halb Europa verteilt suchen müsstest. Wer früh kommt, das Licht über die Pistenachse plant und seine Verschlusszeiten für Propeller im Griff hat, fährt mit Bildern nach Hause, die am Flughafenzaun nicht möglich sind.

Kurzfazit

Seit 1981 und in unregelmäßigen Abständen organisiert die Fliegergruppe Wolf Hirth auf der Hahnweide eines der stimmungsvollsten Oldtimer-Treffen Deutschlands. Prüf den Termin beim Veranstalter, reise mit S1 und Shuttle an, kauf dein Ticket an der Tageskasse und nimm Teleobjektiv plus Geduld für lange Mitzieher mit.

Zusammenfassung

  • Die Hahnweide liegt rund zwei Kilometer südwestlich von Kirchheim unter Teck am Albtrauf und ist sonst vor allem ein Segelflugplatz mit einem seit 1966 jährlich ausgetragenen Wettbewerb.
  • Beim Oldtimer-Fliegertreffen dürfen nur angemeldete Flugzeuge mit Teilnehmernummer landen; 2019 zählte der Veranstalter 1.112 Flugbewegungen.
  • Die Anreise klappt am entspanntesten mit der S1 nach Kirchheim und dem kostenlosen Shuttlebus, mit dem Auto über die A8-Ausfahrt Kirchheim-West.
  • Wer fotografieren will, plant Licht über die Pistenachse 12/30, nimmt lange Brennweiten und längere Verschlusszeiten mit und kommt früh, weil der Flugbetrieb ab dem Morgen läuft.

Häufige Fragen

Wann findet das Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide statt?

Das Treffen hat keinen festen Jahresrhythmus. Bisherige Ausgaben lagen im September, die 20. Ausgabe war für den 12. bis 14. September 2025 angesetzt. Zwischen 2019 und 2025 lag eine längere Pause. Einen bestätigten Termin für eine 21. Ausgabe kannten wir zum Redaktionsstand im Oktober 2026 nicht – schau für aktuelle Infos auf die offizielle Seite der Fliegergruppe Wolf Hirth.

Wer veranstaltet das Treffen?

Die Fliegergruppe Wolf Hirth Kirchheim unter Teck e.V. Der Verein organisiert das Treffen nach eigenen Angaben komplett mit ehrenamtlichen Helfern. Als Luftfahrtbehörde begleitet das Regierungspräsidium Stuttgart die Veranstaltung.

Was kostet der Eintritt?

Für 2025 nannte der Veranstalter 18 Euro für Freitag, je 25 Euro für Samstag und Sonntag und 48 Euro für alle drei Tage. Kinder bis 14 Jahre hatten freien Eintritt, schwerbehinderte Besucher mit Merkzeichen B zahlten die Hälfte, die Begleitperson ebenfalls. Tickets gab es ausschließlich vor Ort. Preise für eine spätere Ausgabe können abweichen.

Wie komme ich zur Hahnweide?

Mit der S-Bahn-Linie S1 bis Kirchheim unter Teck, von dort fuhr 2025 ein kostenloser Shuttlebus ab dem Bahnhof. Mit dem Auto nimmst du die A8 bis zur Ausfahrt Kirchheim-West und folgst den Schildern Richtung Segelfluggelände Hahnweide. Parken auf dem Gelände war kostenlos, der Veranstalter empfahl wegen des Andrangs trotzdem den Shuttle.

Welche Flugzeuge sind auf der Hahnweide zu sehen?

Das Teilnehmerfeld wechselt von Ausgabe zu Ausgabe und hängt von den Anmeldungen ab. 2019 hob der Veranstalter viele Warbirds, Doppeldecker und ausgefallene Typen hervor, dazu Segelflug-Vorführungen. Den Abschluss machte damals der Abschiedsüberflug einer Hawker Sea Fury. Die aktuelle Teilnehmerliste veröffentlicht der Veranstalter auf seiner Website.

Darf ich meinen Hund mitbringen?

Ja, 2025 waren Hunde an der Leine erlaubt, Hinterlassenschaften mussten eingesammelt werden. Der Veranstalter wies ausdrücklich darauf hin, dass es laut wird – lärmempfindliche Hunde bleiben besser zu Hause.

Komme ich als Fotograf an die Flightline?

Der Zugang zur Flightline war 2025 auf das nötige Minimum begrenzt und an eine Presseakkreditierung mit Auftrag eines anerkannten Mediums gebunden. Als normaler Besucher fotografierst du aus dem Zuschauerbereich – mit langer Brennweite funktioniert das gut.

PT

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