Fokker 50

Hoher Flügel, sechsblättrige Propeller und eine lange Reihe kleiner Fenster: Die Fokker 50 war der letzte Turboprop aus den Niederlanden. Heute fliegt sie nur noch bei wenigen Betreibern – so findest und erkennst du sie.

Auch bekannt als: F50 · Fokker F50 · Fokker 50 Freighter · Fokker 60

NiederlandeFokkerTurbopropsICAO-Typcode: F5012 Min. Lesezeit

F50

ICAO-Typcode

1985

Erstflug

~213

Gebaute Exemplare

6

Blätter pro Propeller

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Fokker 50 ist die modernisierte Nachfolgerin der F27 Friendship: gleiche Grundform, aber neue Triebwerke, Glascockpit und überarbeitete Kabine.
  • Schnellster Erkennungsweg: Hochdecker mit Höhenleitwerk am Rumpf plus sechsblättrige Propeller – diese Kombination hat sonst kaum ein Airliner.
  • Von der F27 trennst du sie über Propeller und Fenster: sechs statt vier Blätter, viele kleine statt weniger großer ovaler Fenster.
  • Kleine Stückzahl: Mit rund 213 Exemplaren blieb sie deutlich hinter der F27 zurück; die Produktion endete mit der Fokker-Insolvenz 1996.
  • Heute selten: Größter ziviler Betreiber ist PopulAir (früher Amapola Flyg) in Schweden, dazu kommen kleinere Airlines in Ostafrika und einige Militärs.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Fokker 50?
  2. 2.Ein kurzes Leben am Band
  3. 3.Die Versionen im Überblick
  4. 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  5. 5.Fokker 50, F27 oder ATR?
  6. 6.Die Fokker 50 im deutschsprachigen Raum
  7. 7.Letzte Betreiber und Sichtungschancen
  8. 8.Der Prototyp im Museum
  9. 9.So planst du die Jagd auf eine Fokker 50
  10. 10.Fototipps speziell für die Fokker 50
  11. 11.Warum die Fokker 50 Spotter fasziniert
  12. 12.Fazit

Steckbrief

HerstellerFokker (Niederlande)
FamilieFokker 50, Fokker 50 Freighter (Umbau), Fokker 60; Vorgänger: F27 Friendship
ICAO-TypcodeF50
ProgrammstartNovember 1983
Erstflug28. Dezember 1985
Indienststellung1987; Erstkunden DLT und Ansett Australia
Bauzeit1985 bis 1996, letzte Auslieferung 1997
Gebaute Exemplarerund 213 (je nach Zählweise 213 oder 214), dazu 4 Fokker 60
Triebwerke2 × Pratt & Whitney Canada PW125B (Turboprop), je rund 1.860 kW
Propellersechsblättrig, Dowty Rotol, rund 3,66 m Durchmesser
Länge25,25 m (Fokker 60: 26,87 m)
Spannweite29,00 m
Höhe8,32 m
Sitzplätzetypisch 46 bis 56
Max. Startgewichtbis rund 20,8 t (je nach Version)
Reisegeschwindigkeitrund 500 km/h

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Schulterdecker: Der Flügel sitzt oben auf dem Rumpf – Grundform wie bei der F27
  • Konventionelles Leitwerk: Höhenleitwerk am Rumpfende, kein T-Leitwerk wie bei ATR oder Dash 8
  • Sechsblättrige Propeller an den Pratt-&-Whitney-Canada-Turboprops – die F27 hat nur vier Blätter
  • Viele, vergleichsweise kleine Kabinenfenster in dichter Reihe statt weniger großer ovaler Fenster wie bei der F27
  • Hauptfahrwerk, das in die Triebwerksgondeln einfährt – keine Fahrwerksverkleidungen am Rumpf wie bei der ATR
  • Tieferes, gleichmäßiges Turboprop-Brummen statt des hellen Pfeifens der Rolls-Royce Dart

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Hochdecker mit zwei Turboprops rollt zur Piste, das Höhenleitwerk sitzt ganz normal am Rumpfende, und die Propeller drehen sich mit auffällig vielen Blättern: Gut möglich, dass du gerade eine Fokker 50 vor dir hast. Sie war der letzte Turboprop-Airliner aus den Niederlanden und über ein Jahrzehnt ein vertrauter Gast an deutschen, österreichischen und Benelux-Flughäfen. Heute ist sie selten geworden. Hier erfährst du, woran du sie sicher erkennst, wie du sie von F27, ATR und Dash 8 trennst und wo du ihr im Oktober 2026 noch begegnen kannst.

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Was ist die Fokker 50?

Die Fokker 50 ist ein zweimotoriges Turboprop-Regionalflugzeug für typischerweise 46 bis 56 Passagiere. Anfang der Achtzigerjahre verkaufte sich die bewährte Fokker F27 Friendship immer schlechter – ihr Konzept stammte aus den Fünfzigern, und neue Konkurrenten mit sparsameren Triebwerken drängten auf den Markt. Fokker reagierte im November 1983 mit dem Start eines Nachfolgeprogramms.

Auf den ersten Blick wirkt das Ergebnis wie eine aufgefrischte F27. Tatsächlich übernahm Fokker die Grundform der gestreckten F27-500, krempelte aber fast alles darunter um. Statt der Rolls-Royce Dart arbeiten zwei Pratt & Whitney Canada PW125B mit sechsblättrigen Propellern von Dowty Rotol. Der Treibstoffverbrauch sank gegenüber der F27 um rund 30 Prozent. Dazu kamen ein Glascockpit, mehr Verbundwerkstoffe und eine überarbeitete Kabine mit einer dichteren Fensterreihe. Von der F27 blieb unter der Haut nur wenig übrig – die äußere Verwandtschaft täuscht also.

Der erste Prototyp hob am 28. Dezember 1985 ab. Nach der Zulassung 1987 gingen die ersten Maschinen an die deutsche DLT – die Vorgängerin der heutigen Lufthansa CityLine – und an Ansett Australia. DLT war damit die erste Airline in Europa mit der Fokker 50. Mehr zum Hersteller selbst findest du auf der Seite zu Fokker, mehr zum Triebwerkshersteller bei Pratt & Whitney.

F50ICAO-Typcode in Flugplänen und Tracking-Diensten
~213gebaute Fokker 50, dazu vier Fokker 60
~30 %weniger Treibstoffverbrauch als die F27

Ein kurzes Leben am Band

Die Fokker 50 kam in eine Zeit harter Konkurrenz. Die ATR 42, die Dash 8 und die Saab 340 buhlten um dieselben Kunden, später kam die größere ATR 72 dazu. Gleichzeitig steckte Fokker viel Geld in die Jet-Familie aus Fokker 100 und Fokker 70. Als die Verluste wuchsen, kam es 1994 und 1995 zu Einschnitten, im März 1996 folgte die Insolvenz. Damit endete auch die Fertigung der Fokker 50; die letzte Maschine wurde 1997 ausgeliefert.

Am Ende stehen rund 213 Exemplare in den Büchern – je nach Quelle auch 214. Im Vergleich zu den knapp 800 F27 aus Fokker- und Fairchild-Produktion ist das eine kleine Zahl. Für die Betreuung der verbliebenen Flotte gründete sich 1996 Fokker Services, das den Typ und seine Schwestern bis heute technisch unterstützt.

Die Versionen im Überblick

Viele Varianten gibt es nicht. Für Spotter sind vor allem drei Ausprägungen relevant.

Version Besonderheit
Fokker 50 Standardversion mit PW125B, typisch 46 bis 56 Sitze
Fokker 50 (Varianten mit stärkeren Triebwerken) Für heiße und hoch gelegene Plätze, je nach Quelle mit PW127B
Fokker 50 Freighter Umgebaute Frachter mit großen Ladetüren, u. a. 2008 bei MiniLiner in Italien in Dienst gestellt
Fokker 60 Um 1,62 m gestreckt, verstärkt, große Frachttür rechts; vier Stück für die niederländische Luftwaffe, Erstflug November 1995

Die Fokker 60 ist mit 26,87 Metern Länge die einzige echte Rumpfverlängerung. Die vier Maschinen standen nach ihrer Zeit in den Niederlanden eine Weile abgestellt und gingen 2010 an die peruanische Marine. Ein fünftes Exemplar war im Bau, wurde aber nie fertiggestellt.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Hochdeckende Turboprops gibt es an Regionalflughäfen viele. Die Fokker 50 verrät sich aber über eine Kombination, die bei den gängigen Konkurrenten fehlt.

Leitwerk prüfen

Das Höhenleitwerk sitzt bei der Fokker 50 unten am Rumpfende. ATR 42/72 und Dash 8 tragen es oben auf der Seitenflosse als T-Leitwerk – damit sind sie sofort raus.

Propellerblätter zählen

Sechs Blätter pro Propeller bedeuten Fokker 50. Siehst du nur vier Blätter an schlanken Gondeln, steht eher eine F27 vor dir.

Fenster ansehen

Die Fokker 50 hat eine lange Reihe kleiner Fenster. Die F27 zeigt wenige, große ovale Fenster mit breiten Abständen.

Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ. Gerade bei einem Flugzeug, das seit Jahrzehnten von Betreiber zu Betreiber wandert, lohnt sich der Blick in eine Datenbank. Wie du das Alter einer Maschine herausfindest, steht im Beitrag Flugzeugalter herausfinden.

Praxis-Tipp: Fahrwerk im Anflug

Beim Landeanflug siehst du gut, wohin das Hauptfahrwerk gehört: Bei der Fokker 50 kommt es aus den Triebwerksgondeln unter dem Flügel. Bei der ATR sitzt es in Verkleidungen seitlich am Rumpf. Das klappt auch aus großer Entfernung.

Fokker 50, F27 oder ATR?

Die häufigste Verwechslung passiert innerhalb der eigenen Familie. Von außen sind F27-500 und Fokker 50 eng verwandt, beide Hochdecker mit klassischem Leitwerk und praktisch gleicher Spannweite von 29 Metern. Propeller und Fenster klären es. Bei den modernen Konkurrenten hilft dagegen das Leitwerk.

Merkmal Fokker 50 Fokker F27 ATR 72 Saab 2000
ICAO-Typcode F50 F27 AT72/AT75/AT76 SB20
Flügel hoch hoch hoch tief
Leitwerk konventionell konventionell T-Leitwerk konventionell
Propellerblätter 6 4 4 oder 6 je nach Version 6
Kabinenfenster viele, klein wenige, groß und oval viele, klein viele, klein

Die Saab 2000 hat ebenfalls sechsblättrige Propeller und ein Höhenleitwerk am Rumpf, ist aber ein Tiefdecker. Das erkennst du aus jeder Perspektive. Ausführlich vergleicht die gängigen Regionalturboprops der Beitrag Turboprops unterscheiden.

Schnellbestimmung: zweimotoriger Hochdecker-Turboprop

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Fokker 50

Hochdecker, konventionelles Leitwerk, sechsblättrige Propeller und viele kleine Fenster ergeben das typische Fokker-50-Bild. Ist der Rumpf auffällig lang und hat eine große Tür rechts, könnte es eine Fokker 60 sein.

Wahrscheinlich

Fokker F27 Friendship

Vierblättrige Propeller und große ovale Fenster sprechen für die ältere F27. Achte noch auf den hellen, pfeifenden Klang der Dart-Triebwerke.

Wahrscheinlich

ATR 42/72 oder Dash 8

Ein T-Leitwerk schließt die Fokker 50 aus. Fahrwerksverkleidungen seitlich am Rumpf deuten auf eine ATR, Fahrwerk in den Gondeln mit T-Leitwerk eher auf eine Dash 8.

Es spricht für die Fokker 50, wenn …

  • der Flügel oben sitzt und das Höhenleitwerk am Rumpf
  • du sechs Blätter pro Propeller zählst
  • eine lange Reihe kleiner Fenster zu sehen ist
  • im Tracking-Dienst F50 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Maschine keine Kabinenfenster zeigt – dann kann es ein umgebauter Frachter sein
  • der Rumpf auffällig lang wirkt und eine Militärlackierung trägt (Fokker 60)
  • du nur die Silhouette im Gegenlicht siehst und die Propeller nicht zählen kannst

Es ist keine Fokker 50, wenn …

  • ein T-Leitwerk oben auf der Seitenflosse sitzt
  • der Flügel unten am Rumpf angesetzt ist
  • die Propeller vier Blätter haben und die Fenster groß und oval sind
  • die Triebwerke Jets sind – dann bist du eher bei F28, Fokker 70 oder Fokker 100

Die Fokker 50 im deutschsprachigen Raum

In Deutschland begann die Fokker-50-Geschichte gleich mit einem Paukenschlag: DLT war 1987 die erste europäische Betreiberin. Bei der Nachfolgerin Lufthansa CityLine flogen insgesamt 35 Maschinen. 1995 beschloss der Aufsichtsrat, alle Fokker 50 bis 1997 an Contact Air abzugeben, die damit weiter Zubringerflüge im Lufthansa-Umfeld bediente.

In Österreich setzte Austrian Air Services die Fokker 50 ab 1988 ein. Als die Gesellschaft 1994 in Tyrolean Airways aufging, wanderten die Maschinen dorthin. Weitere bekannte europäische Betreiber waren KLM Cityhopper im Heimatland des Herstellers, Luxair in Luxemburg, Air Nostrum in Spanien und Air Baltic. Außerhalb Europas gehörten Ethiopian Airlines und Ansett Australia zu den Kunden. Die meisten dieser Airlines haben den Typ längst ausgemustert.

Ein trauriges Kapitel ist der Absturz von Luxair-Flug 9642 im November 2002 beim Anflug auf den Flughafen Luxemburg, bei dem 20 der 22 Menschen an Bord ums Leben kamen. Bis heute ist er eines der bekanntesten Unglücke des Typs.

Lange eine sichere Bank war die belgische VLM Airlines. Sie flog ihre Fokker 50 unter anderem zwischen Antwerpen und London City sowie nach Zürich. Im August 2018 stellte VLM den Flugbetrieb endgültig ein – damit verschwand eine der letzten regelmäßigen Fokker-50-Verbindungen in Westeuropa.

Bestandsdaten sind Momentaufnahmen

Die Flotte schrumpft seit Jahren. Im August 2006 waren noch rund 170 Fokker 50 im Airline-Dienst, 2022 nach unterschiedlichen Flottenstatistiken nur noch rund 50 bis 70. Neuere verlässliche Gesamtzahlen gibt es kaum. Prüf deshalb vor jeder Tour über den Typcode F50, ob eine Maschine wirklich fliegt.

Letzte Betreiber und Sichtungschancen

Wer heute gezielt eine Fokker 50 sehen will, schaut zuerst nach Schweden. Dort betreibt PopulAir, bis Oktober 2023 als Amapola Flyg bekannt, nach Flottenangaben von August 2025 zwölf Maschinen – sieben Passagierflugzeuge mit je 50 Sitzen und fünf Frachter. Damit ist die Airline der größte zivile Fokker-50-Betreiber. Heimatbasis ist der Flughafen Stockholm-Arlanda, dazu fliegt PopulAir im Auftrag der schwedischen Verkehrsbehörde Linienverbindungen nach Nordschweden und verbindet Mariehamn auf Åland mit Turku. An Arlanda findest du an den offiziellen Spotterplätzen einen guten Startpunkt.

In Kenia ist der Typ ebenfalls noch im Einsatz. Skyward Express fliegt nach Angaben vom Juli 2026 drei Fokker 50 ab Nairobi-Wilson und Jomo Kenyatta; 2022 gehörten auch Silverstone Air Services mit mehreren Maschinen zu den großen Betreibern. Weitere Fokker 50 fliegen bei kleineren Airlines in Ostafrika und Mittelamerika – so listet Air Panama nach Flottenangaben vom Frühjahr 2026 noch zwei Maschinen, die durch die Dash 8-400 ersetzt werden sollen.

Nach Bestandslisten von 2022 nutzten den Typ militärisch und staatlich unter anderem die peruanische Marine mit Fokker 50 und Fokker 60, die tansanische Regierungsflugstaffel, die Luftstreitkräfte von Singapur und Taiwan sowie die thailändische Polizei; ob alle diese Maschinen im Oktober 2026 noch fliegen, lässt sich nicht verlässlich sagen.

Ort / Gelegenheit Trefferchance Warum
Stockholm-Arlanda mittel bis hoch Basis von PopulAir mit der größten zivilen Fokker-50-Flotte
Regionalflughäfen in Nordschweden mittel PopulAir bedient dort Verbindungen im öffentlichen Auftrag
Nairobi mittel kenianische Betreiber wie Skyward Express
Aviodrome Lelystad sicher, aber statisch Fokker-50-Prototyp am Museumseingang
Deutsche, österreichische und Schweizer Flughäfen sehr gering höchstens Überführungen, Wartungs- oder Charterflüge

Keine Fokker 50 mehr verpassen

Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ F50 oder ein bestimmtes Kennzeichen ein – Planetrack meldet sich, wenn die Maschine an deinem Flughafen im Anflug ist. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Der Prototyp im Museum

Die sicherste Begegnung bietet das Aviodrome in Lelystad. Den Eingang flankiert einer der beiden Fokker-50-Prototypen, die aus F27-Zellen entstanden. Weil zur Sammlung auch F27 Friendship gehören, kannst du beide Generationen mit etwas Glück direkt vergleichen – Propeller, Fenster und Gondeln zeigen die Unterschiede am besten. Wie du den Besuch mit dem Flugbetrieb am Platz verbindest, beschreibt der Spot Aviodrome am Flughafen Lelystad. Wer ohnehin in den Niederlanden ist, kann den Ausflug gut mit einem Tag am Flughafen Schiphol verbinden; Tipps liefert der Schiphol-Spotting-Guide.

So planst du die Jagd auf eine Fokker 50

Bei einem Typ mit so kleiner Restflotte entscheidet die Vorbereitung. Die Maschinen fliegen meist auf festen Regionalstrecken, aber Umläufe und Einsätze ändern sich kurzfristig.

Bereit für deine Fokker-50-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe in einer Tracking-App nach dem Typcode F50 gefiltert.
  • Ich kenne die aktuellen Umläufe der Maschinen an meinem Ziel.
  • Ich weiß, aus welcher Richtung gelandet wird.
  • Ich habe den Sonnenstand zur erwarteten Ankunftszeit geprüft.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.

Wie du Flüge live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B; wie du dich bei einem bestimmten Typ benachrichtigen lässt, zeigt Flugverfolgungs-Alarme einrichten. Allgemeine Strategien für Raritäten findest du unter Seltene Flugzeuge spotten, und wie besonders deine Sichtung ist, ordnest du mit Seltenheit einer Sichtung einschätzen ein. Wer eine Fokker 50 nicht nur sehen, sondern auch fliegen will, findet Anregungen im Beitrag Seltene Flugzeugtypen als Passagier fliegen.

Fototipps speziell für die Fokker 50

Die Fokker 50 ist ein schlankes, elegantes Motiv. Ein paar Punkte heben dein Bild vom reinen Belegfoto ab.

Propellerscheibe zeigen

Mit zu kurzer Verschlusszeit wirken die sechs Blätter eingefroren. Etwas längere Zeiten erzeugen eine schöne Propellerscheibe. Wie das klappt, steht im Guide Propeller fotografieren.

Seitenprofil für die Fenster

Die dichte Fensterreihe ist das Detail, das die Fokker 50 von der F27 trennt. Im Seitenprofil bei flachem Licht kommt sie am besten zur Geltung.

Von unten im Anflug

Ein Standpunkt unter der Anfluglinie zeigt Schulterdecker, Gondeln und ausgefahrenes Fahrwerk auf einen Blick.

Nordisches Licht nutzen

In Schweden steht die Sonne im Winter sehr tief. Das gibt weiches Licht über viele Stunden, aber auch lange Schatten – plan den Standpunkt entsprechend.

Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Wie sich verschiedene Turboprops anhören, erklärt der Artikel Flugzeugtypen am Geräusch erkennen, und was hinter Codes wie F50 steckt, zeigt ICAO-Typcodes erklärt.

Warum die Fokker 50 Spotter fasziniert

Die Fokker 50 markiert das Ende einer Ära. Sie war der letzte Turboprop-Airliner, den Fokker entwickelte, und zugleich der Versuch, das Erfolgsrezept der F27 in die Moderne zu retten. Gegen ATR und Dash 8 konnte sie sich am Markt nicht durchsetzen, und die Insolvenz des Herstellers beendete das Programm nach gut zehn Jahren. Gerade deshalb ist sie heute ein Stück Luftfahrtgeschichte, das noch im Linienverkehr unterwegs ist.

Wer eine Fokker 50 erwischt, sollte Kennzeichen, Ort und Datum festhalten. Die Zahl der fliegenden Maschinen wird nicht größer, und jede Sichtung hat schon jetzt Seltenheitswert.

Fazit

Hochdecker mit Höhenleitwerk am Rumpf, sechsblättrige Propeller und eine lange Reihe kleiner Fenster: So erkennst du die Fokker 50. Die Propeller und Fenster trennen sie von der F27, das Leitwerk von ATR und Dash 8, der Flügel von der Saab 2000. Gebaut in rund 213 Exemplaren, fliegt sie heute vor allem noch in Schweden und Ostafrika – und steht als Prototyp vor dem Aviodrome.

Kurzfazit

Sechs Propellerblätter, hoher Flügel, klassisches Leitwerk: Das ist die Fokker 50. Wer sie sehen will, filtert nach F50 und plant einen Abstecher nach Stockholm-Arlanda oder besucht den Prototyp in Lelystad.

Zusammenfassung

  • Die Fokker 50 flog erstmals am 28. Dezember 1985 und ging 1987 bei DLT und Ansett Australia in Dienst.
  • Bis zur Insolvenz von Fokker im März 1996 entstanden rund 213 Maschinen, dazu vier gestreckte Fokker 60 für die niederländische Luftwaffe.
  • Sechsblättrige Propeller, viele kleine Fenster und das konventionelle Leitwerk unterscheiden sie von F27, ATR und Dash 8.
  • Die beste Chance in Europa bietet Schweden mit PopulAir ab Stockholm-Arlanda; statisch steht ein Prototyp am Eingang des Aviodrome in Lelystad.

Häufige Fragen

Was ist die Fokker 50?

Ein zweimotoriges Turboprop-Regionalflugzeug des niederländischen Herstellers Fokker für typischerweise 46 bis 56 Passagiere. Sie entstand Anfang der Achtzigerjahre als Nachfolgerin der F27 Friendship, flog erstmals 1985 und war ab 1987 im Liniendienst.

Welchen ICAO-Typcode hat die Fokker 50?

Die Fokker 50 läuft unter F50. Ihre Vorgängerin F27 hat den Code F27. Mit dem Code filterst du in Tracking-Diensten gezielt nach den noch aktiven Maschinen.

Wie unterscheide ich Fokker 50 und F27?

Am schnellsten an den Propellern: Die Fokker 50 hat sechs Blätter, die F27 vier. Außerdem zeigt die Fokker 50 deutlich mehr und kleinere Kabinenfenster, während die F27 wenige große ovale Fenster hat. Akustisch fehlt der Fokker 50 das typische helle Pfeifen der Dart-Triebwerke.

Wie unterscheide ich die Fokker 50 von ATR und Dash 8?

Über das Leitwerk: ATR 42/72 und die Dash 8 haben ein T-Leitwerk, bei dem das Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse sitzt. Bei der Fokker 50 sitzt es klassisch unten am Rumpfende. Dazu fährt das Hauptfahrwerk der Fokker in die Triebwerksgondeln ein, bei der ATR in Verkleidungen am Rumpf.

Was ist die Fokker 60?

Eine um 1,62 Meter gestreckte und verstärkte Version mit großer Frachttür auf der rechten Seite. Gebaut wurden nur vier Exemplare für die Königlich Niederländische Luftwaffe; der Erstflug war im November 1995. Seit 2010 fliegen die vier Maschinen bei der peruanischen Marine.

Wer fliegt die Fokker 50 heute noch?

Größter ziviler Betreiber ist nach Flottenangaben von August 2025 PopulAir, die frühere Amapola Flyg, mit zwölf Maschinen ab Stockholm-Arlanda. In Kenia nutzen kleinere Airlines wie Skyward Express den Typ, dazu kommen Regierungs- und Militärbetreiber etwa in Peru und Tansania. Flotten ändern sich schnell – prüf den aktuellen Stand über den Typcode F50.

Wo sehe ich eine Fokker 50 im Museum?

Am Eingang des Aviodrome in Lelystad in den Niederlanden steht einer der beiden Fokker-50-Prototypen. Zur Sammlung des Museums gehören auch F27 Friendship – ob sie gerade ausgestellt sind, prüfst du am besten vor dem Besuch.

Fokker 50 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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