Airbus A321P2F

Bekannter A321-Rumpf, aber ohne Fensterreihe und mit großem Tor vorn links: Die A321P2F ist der Umbaufrachter, der die alternde Boeing 757F ablöst. So erkennst du sie und findest sie in Europa.

Auch bekannt als: A321-200P2F · A321 Passenger-to-Freighter · A321F · A321-200PCF · A321 Umbaufrachter

FrankreichAirbusFrachtflugzeugeICAO-Typcode: A32112 Min. Lesezeit

A321

ICAO-Typcode

2020

Erste Auslieferung

~28 t

Max. Nutzlast

14 + 10

Containerpositionen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die A321P2F ist ein umgebauter Passagierjet: gebrauchte A321-200 bekommen ein Frachttor, einen verstärkten Boden und ein Ladesystem.
  • Entwickelt haben das Programm die Elbe Flugzeugwerke aus Dresden zusammen mit Airbus und ST Engineering; der erste Umbau flog im Januar 2020.
  • Erstbetreiber war Qantas Freight, die die Maschine ab Oktober 2020 für Australia Post einsetzte.
  • Bis zu 14 Container passen aufs Hauptdeck, zehn weitere in den Unterflurfrachtraum – deshalb gilt sie als Nachfolger der Boeing 757F.
  • Im Tracker erscheint sie wie jede andere A321ceo unter dem Code A321; Gewissheit bringt erst das Kennzeichen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Airbus A321P2F?
  2. 2.Von Dresden nach Singapur: die Geschichte des Programms
  3. 3.Weitere Umbauprogramme
  4. 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  5. 5.A321P2F oder Boeing 757F?
  6. 6.Wer fliegt die A321P2F?
  7. 7.Spotting in Europa: wo die A321P2F unterwegs ist
  8. 8.Fototipps speziell für die A321P2F
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

BasisGebrauchte Airbus A321-200 (ceo), umgebaut vom Passagier- zum Frachtflugzeug
UmbauprogrammElbe Flugzeugwerke (EFW) mit Airbus und ST Engineering
ProgrammstartJuni 2015 (Vereinbarung Airbus, ST Aerospace, EFW)
Erstflug des ersten Umbaus22. Januar 2020 in Singapur
ZulassungEASA-Ergänzungsmusterzulassung (STC) Februar 2020, FAA-Validierung Juli 2020
ErstbetreiberQantas Freight für Australia Post, Oktober 2020
ICAO-TypcodeA321 (wie die Passagierversion)
Länge44,51 m
Spannweite35,80 m
Höhe11,76 m
Max. Nutzlastbis rund 28 t (Herstellerangabe)
Ladepositionen14 auf dem Hauptdeck, 10 im Unterflurfrachtraum
Containervolumenrund 208 m³ (EFW-Angabe)
Max. Startgewicht93,5 t
Hauptdeck-Frachttorvorn links, rund 3,6 m breit und 2,2 m hoch, hydraulisch betätigt

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Langer, schlanker Schmalrumpf der A320-Familie mit zwei Triebwerken – die Silhouette einer A321
  • Großes Frachttor vorn auf der linken Rumpfseite, zwischen Cockpit-Tür und Flügel
  • Keine durchgehende Fensterreihe: Die Kabinenfenster sind verschlossen, oft zeichnen sich ihre Umrisse noch unter dem Lack ab
  • Cockpitfenster und vordere Crew-Tür bleiben unverändert, die übrigen Türen sind stillgelegt
  • Hauptfahrwerk mit nur zwei Rädern pro Bein und niedriger Stand – der klare Unterschied zur Boeing 757F
  • Meist ceo-Triebwerke (CFM56 oder IAE V2500) und je nach Flugzeug Wingtip-Fences oder Sharklets

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein langer Airbus-Schmalrumpf rollt nachts zur Piste, aber irgendetwas fehlt: die Fensterreihe. Dafür zeichnet sich vorn links eine riesige Klappe im Rumpf ab. Das ist sehr wahrscheinlich eine Airbus A321P2F, ein umgebauter Passagierjet, der heute Pakete statt Urlauber fliegt. Hier erfährst du, wie aus einer A321 ein Frachter wird, warum der Typ die Boeing 757F ablöst und wo du ihn in Europa vor die Kamera bekommst.

Frachter sammeln mit System

Mit Planetrack hältst du jede A321P2F mit Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot fest und siehst in deinem Hangar, welche Umbaufrachter dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Was ist die Airbus A321P2F?

Die A321P2F ist kein neu gebautes Flugzeug, sondern ein umgebauter Passagierjet. Das Kürzel steht für „Passenger to Freighter“. Als Basis dient die Airbus A321 in der Version A321-200, also die klassische ceo-Generation, die seit den 1990er-Jahren bei Airlines in aller Welt fliegt. Nach 15, 20 oder mehr Jahren im Passagierdienst ist so ein Flugzeug für eine Airline oft nicht mehr wirtschaftlich – als Frachter auf kürzeren Express-Strecken aber noch viele Jahre brauchbar.

Beim Umbau wird die Kabine komplett entkernt: Sitze, Bordküchen, Toiletten und Gepäckfächer fliegen raus. Danach bekommt der Rumpf vorn links ein großes, hydraulisch betätigtes Frachttor, der Kabinenboden wird verstärkt und mit einem Ladesystem für Container und Paletten ausgestattet. Zwischen Cockpit und Laderaum sitzt eine feste Trennwand, die nach Herstellerangaben Lasten bis zum Neunfachen der Erdbeschleunigung abfängt. Das Hauptdeck wird zum Frachtraum der Klasse E, also einem Bereich, den die Crew im Flug nicht betreten muss. Im Crew-Bereich lassen sich optional zwei zusätzliche Sitze einbauen.

Die Fenster der Passagierkabine werden verschlossen, mehrere Türen stillgelegt. Laut EFW werden die Türen 2R und 3 stillgelegt; Tür 4 wird umgebaut und neu beplankt, um mehr Platz für Fracht zu schaffen. Das Ergebnis ist ein Frachter mit eigener Ergänzungsmusterzulassung, der aerodynamisch aber eine A321 bleibt. Mehr zur Familie und zum Hersteller findest du auf der Seite zu Airbus.

~28 tmaximale Nutzlast nach Herstellerangabe
14 + 10Containerpositionen auf Haupt- und Unterdeck
2020erster Umbau im Liniendienst bei Qantas

Von Dresden nach Singapur: die Geschichte des Programms

Die Idee, A320-Familienjets zu Frachtern umzubauen, ist älter als die A321P2F. Ein erster Anlauf von Airbus zusammen mit dem russischen Hersteller Irkut wurde 2011 eingestellt, bevor ein einziges Flugzeug umgebaut war. Der Markt war damals noch nicht reif: Es gab zu wenig günstige gebrauchte A320 und A321.

Im Juni 2015 unterzeichneten Airbus, ST Aerospace (heute ST Engineering) und die Elbe Flugzeugwerke (EFW) die Vereinbarungen für einen neuen Anlauf. Die EFW sitzen am Flughafen Dresden und haben seit den 1990er-Jahren große Erfahrung mit Airbus-Frachterumbauten, angefangen bei A310 und A300-600F. Heute gehört das Unternehmen mehrheitlich zu ST Engineering, Airbus hält eine Minderheitsbeteiligung.

Im Februar 2018 fiel der Startschuss für die A321-Version: Der Leasinggeber Vallair unterschrieb als Erstkunde für mehrere Umbauten. Der erste Umbau entstand nicht in Dresden, sondern bei ST Engineering in Singapur. Die umgebaute Maschine mit der Seriennummer 835 startete am 22. Januar 2020 in Singapur zum Erstflug. Die europäische Agentur EASA erteilte die Ergänzungsmusterzulassung im Februar 2020, die US-Behörde FAA validierte sie im Juli.

Vallair übernahm das fertige Flugzeug im September 2020. Seit dem 27. Oktober 2020 fliegt es bei Qantas für Australia Post.

2015: Neustart

Airbus, ST Aerospace und EFW vereinbaren das A320/A321-Umbauprogramm.

2018: Erstkunde

Vallair bestellt als erster Kunde A321-Umbauten bei EFW.

2020: Erstflug und Zulassung

Erstflug im Januar in Singapur, EASA-Zulassung im Februar, Auslieferung an Qantas im Oktober.

Danach: Serie

Weitere Umbaulinien und Kunden kommen hinzu, außerdem die kleinere A320P2F.

Die kleinere Schwester A320P2F folgte nach demselben Prinzip und bietet elf Positionen auf dem Hauptdeck. Für Großraumfrachter bieten die EFW mit der A330P2F eine dritte Variante an, deren erstes Exemplar im Dezember 2017 an DHL Express ging.

Dresden als Spotter-Ziel

Auf dem Werftgelände der EFW stehen immer wieder Flugzeuge mitten im Umbau – mal noch mit Passagierlackierung, mal schon fensterlos. Welche Muster gerade dort sind, ändert sich laufend. Von der Besucherterrasse am Flughafen Dresden hast du einen ersten Überblick; mehr Tipps stehen im Guide Planespotting in Dresden.

Weitere Umbauprogramme

Airbus bezeichnet die EFW-Variante als das vom Hersteller unterstützte P2F-Programm für die A321. Ganz allein ist sie aber nicht. Precision Conversions bietet die A321-200PCF an, die 2021 zugelassen wurde. Auch Sine Draco Aviation hat ein eigenes A321-Umbauprogramm entwickelt. Von außen sehen die Ergebnisse sehr ähnlich aus: Frachttor vorn links, verschlossene Fenster, gleiche Silhouette. Für Spotter ist der Unterschied meist nur über das Kennzeichen und eine Datenbankabfrage zu klären.

Im Alltag fassen viele die Umbauten einfach als „A321F“ oder „A321-Frachter“ zusammen. Wenn du deine Sichtung sauber dokumentieren willst, lohnt es sich, das genaue Programm nachzuschlagen. Wie du zu einem Kennzeichen die Historie findest, erklärt der Beitrag Flugzeugalter herausfinden; spannend sind auch die oft zahlreichen Umregistrierungen, die so ein Flugzeug in seinem Leben sammelt.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Eine A321P2F zu erkennen, ist einfacher als sie im Flugplan zu finden. Drei Beobachtungen genügen.

A321 erkennen

Langer, schlanker Rumpf, zwei Triebwerke unter den Flügeln, niedriges Fahrwerk mit zwei Rädern pro Bein. Die Länge von gut 44 Metern unterscheidet sie von der kürzeren A320.

Fensterreihe prüfen

Fehlen die Kabinenfenster, ist es ein Frachter. Oft siehst du noch die Konturen der verschlossenen Fenster und Türen unter dem Lack.

Frachttor suchen

Auf der linken Seite sitzt vorn ein großes, rechteckiges Tor, rund 3,6 Meter breit. Auf der rechten Seite fehlt es – dort siehst du nur die glatte Rumpfwand.

Ob A321 oder A320, verrät die Rumpflänge: Bei der A321 sind die Bereiche vor und hinter dem Flügel sichtbar gestreckt, beim Frachter wirkt das wegen der fehlenden Fenster sogar noch deutlicher. Wie du die Familienmitglieder auch im Passagierdienst auseinanderhältst, zeigt der Beitrag A318, A319, A320 und A321 unterscheiden. Allgemeine Merkmale von Fracht- und Umbaufrachtern erklärt der Guide Frachtflugzeuge erkennen.

Der Typcode hilft hier nicht

Die A321P2F läuft im Tracker unter A321, genau wie jede Passagier-A321ceo. Filtere deshalb nach Frachtairlines oder deren Rufzeichen und bestätige den Typ über das Kennzeichen.

A321P2F oder Boeing 757F?

Die Boeing 757 wurde 2004 eingestellt, ihre Frachtversionen fliegen aber bis heute in großer Zahl für Paketdienste – etwa bei DHL Air UK. Je älter diese Flotte wird, desto attraktiver werden gebrauchte A321 als Ersatz. EFW positioniert die A321P2F ausdrücklich als Nachfolger der 757-200 und nennt im Vergleich rund 13,5 Prozent mehr Containerkapazität und etwa neun Prozent weniger Treibstoffverbrauch pro Tonne. Das sind Herstellerangaben, aber die Richtung ist klar: In Expressnetzen tauchen immer mehr A321-Frachter auf.

Merkmal A321P2F Boeing 757-200F
ICAO-Typcode A321 B752
Basis Umbau aus A321-200 Neubau- oder Umbaufrachter
Räder pro Hauptfahrwerksbein 2 4
Fahrwerkshöhe niedrig, Rumpf nah am Boden hoch, langbeinig
Nase rundliche Airbus-Nase spitz zulaufende Boeing-Nase
Frachttor vorn links vorn links

Weil beide das Tor an derselben Stelle haben, verlass dich nicht darauf. Entscheidend sind Fahrwerk und Nase. Mehr zur 757 als Frachter steht auf der Seite zur Boeing 757-200F, die Passagierversion findest du unter Boeing 757-200. Wie du 757 und 767 trennst, erklärt der Beitrag Boeing 757 und 767 unterscheiden.

Schnellbestimmung: fensterloser Schmalrumpf

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Airbus A321P2F

Zweirädriges Fahrwerk, Airbus-Nase und langer Rumpf ohne Fenster passen zur A321P2F. Prüf jetzt das Kennzeichen, um das Umbauprogramm und die Vorgeschichte nachzuschlagen.

Wahrscheinlich

Boeing 757F

Vier Räder pro Bein, hohe Beine und spitze Nase sprechen für die 757. Die Frachtversionen fliegen in Europa vor allem für Express-Netzwerke.

Wahrscheinlich

Airbus A320P2F

Wirkt der fensterlose Airbus kurz, steht wohl die kleinere A320P2F vor dir. Sie hat elf statt 14 Positionen auf dem Hauptdeck.

Wer fliegt die A321P2F?

Die Betreiberliste wächst seit 2020 stetig, verändert sich aber auch, weil Leasingfirmen Flugzeuge zwischen Airlines verschieben. Die folgenden Beispiele sind öffentlich dokumentiert; den aktuellen Stand prüfst du am besten vor deiner Tour.

Qantas Freight war der Erstbetreiber. Die Grundlage bildete ein Vertrag mit Australia Post vom August 2019, der den Einsatz der ersten A321P2F ab Oktober 2020 vorsah. Im Februar 2023 kündigte Qantas drei weitere Maschinen an; laut Flottenübersichten waren Ende 2024 sechs Flugzeuge im Dienst, weitere waren bestellt. Wer Australien bereist, sieht die Frachter in den Farben von Australia Post oder Qantas Freight. Mehr zur Airline findest du bei Qantas und der Qantas Group.

Lufthansa Cargo ist für Spotter im deutschsprachigen Raum der wichtigste Betreiber. Seit März 2022 fliegen umgebaute A321-200 für die Frachttochter, zunächst betrieben von Lufthansa CityLine. Im Oktober 2024 wechselten alle vier Maschinen zu Lufthansa Cargo. Eingesetzt wurden sie vor allem für Express-Sendungen innerhalb Europas. Ob alle vier im Herbst 2026 noch aktiv sind, ist in den Quellen nicht einheitlich dokumentiert. Details stehen auf der Seite zu Lufthansa Cargo.

Titan Airways aus Großbritannien führt ebenfalls mehrere A321P2F in ihrer Flotte. Mehr dazu bei Titan Airways.

SmartLynx baute ab 2022 eine größere A321-Frachterflotte auf, die überwiegend bei der maltesischen Tochter registriert war; schon 2021 hatte die Airline eine Partnerschaft mit DHL geschlossen, deren Netzwerk die Seite zu DHL Aviation näher beschreibt. Die lettische Muttergesellschaft stellte den Flugbetrieb im November 2025 ein; wo die Frachter heute fliegen, solltest du deshalb vor der Tour prüfen. Mehr zur Airline findest du bei SmartLynx Airlines.

Betreiber Region Hinweis
Qantas Freight Australien Erstbetreiber seit Oktober 2020, Einsatz für Australia Post
Lufthansa Cargo Europa Vier A321-200P2F (Stand 2025), bis Oktober 2024 von CityLine betrieben
Titan Airways Großbritannien A321P2F für Charter- und Frachtaufträge
SmartLynx Malta, Lettland Frachter überwiegend bei der Malta-Tochter, Mutter seit 11/2025 ohne Flugbetrieb

Flotten ändern sich schnell

Umbaufrachter wechseln oft den Betreiber, weil sie Leasingfirmen gehören. Nimm die Tabelle als Orientierung und prüf vor dem Spotten, welche Kennzeichen gerade wo unterwegs sind.

Nie wieder einen A321-Frachter verpassen

Leg Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen oder Frachtairlines an – Planetrack benachrichtigt dich, sobald sie anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Spotting in Europa: wo die A321P2F unterwegs ist

Frachter wie die A321P2F fliegen vor allem in Expressnetzen: abends sammeln, nachts zum Drehkreuz, morgens zurück. Deshalb lohnt sich der Blick auf die großen Fracht- und Paketflughäfen. Wie DHL, FedEx und UPS ihre Netze organisieren, erklärt der Beitrag Express-Integratoren DHL, FedEx und UPS.

Ort Warum interessant Tipp
Leipzig/Halle Europäisches DHL-Drehkreuz mit dichtem Nachtverkehr Morgen- und Abendwellen im Sommer bei Tageslicht nutzen
Köln/Bonn Wichtiger Fracht- und Paketflughafen Tracker nach Frachtairlines filtern
Frankfurt Heimatbasis von Lufthansa Cargo Cargo City Nord im Blick behalten
Lüttich Großer Frachtflughafen in Belgien Viele Frachtbewegungen auch tagsüber
East Midlands Britisches Expressdrehkreuz Gute Chancen auf 757F und A321-Frachter im Vergleich
Dresden Sitz der Elbe Flugzeugwerke Werftbesucher gezielt verfolgen

In Leipzig/Halle startest du am besten von der Besucherterrasse; einen umfassenden Überblick gibt der Guide Planespotting in Leipzig/Halle. In Belgien ist der Spotterplatz am Flughafen Lüttich eine gute Adresse, in England der East Midlands Aeropark. Für Köln/Bonn bietet sich die Besucherterrasse an.

Bereit für deine Frachter-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe im Tracker eine A321 eines Frachtbetreibers gefunden.
  • Ich weiß, ob sie bei Tageslicht ankommt oder abfliegt.
  • Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
  • Für Dämmerung habe ich eine lichtstarke Optik oder ein Stativ dabei.

Wie du ein einzelnes Flugzeug über sein Kennzeichen live verfolgst, zeigt der Beitrag Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.

Fototipps speziell für die A321P2F

Frachter sind Nachtschwärmer – das macht sie fotografisch anspruchsvoll. Ein paar Punkte helfen dir, trotzdem gute Bilder zu bekommen.

Linke Seite bevorzugen

Das Frachttor ist das Erkennungszeichen und sitzt nur links. Wähle deinen Standpunkt so, dass du die linke Rumpfseite siehst.

Sommer nutzen

Früh morgens und spät abends liegen viele Frachtwellen. In den langen Sommertagen fallen sie häufiger ins Tageslicht.

Streiflicht für Konturen

Flaches, seitliches Licht bringt die Umrisse der verschlossenen Fenster heraus – ein schönes Detail für die Umbaugeschichte.

Vorfeld beobachten

Mit Glück erwischst du das offene Frachttor beim Beladen. Das zeigt den Frachter in seinem Element.

Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. In Planetrack zeigt dir der Sonnenstand-Planer direkt am Spot, wann die Sonne günstig steht, und die Spot-Karte verrät dir Anreise, bestes Licht und Community-Fotos.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die A321P2F, wenn …

  • ein langer Airbus-Schmalrumpf keine Kabinenfenster hat
  • vorn links ein großes Frachttor sitzt
  • du zwei Räder pro Hauptfahrwerksbein zählst
  • im Tracker A321 mit einem Frachtbetreiber erscheint

Sieh genauer hin, wenn …

  • der Rumpf eher kurz wirkt – dann kann es eine A320P2F sein
  • du nur die rechte Seite siehst, auf der das Tor fehlt
  • die Maschine noch in alter Passagierlackierung fliegt

Es ist keine A321P2F, wenn …

  • du vier Räder pro Hauptfahrwerksbein und eine spitze Nase siehst – dann ist es eine 757
  • eine durchgehende Fensterreihe vorhanden ist
  • die Triebwerke sehr groß und rund sind – dann bist du bei einer A321neo im Passagierdienst

Fazit

Die A321P2F zeigt, wie ein Passagierjet ein zweites Leben bekommt. Aus einer A321-200, die vielleicht 20 Jahre lang Urlauber geflogen hat, wird ein Frachter mit 14 Containern auf dem Hauptdeck, der Schritt für Schritt die alternde 757F ablöst. Für Spotter ist sie doppelt spannend: Sie verbindet die bekannte A321-Silhouette mit einer Umbaugeschichte, die sich am Kennzeichen nachverfolgen lässt – oft über mehrere Airlines und Länder hinweg.

Kurzfazit

Langer Airbus-Schmalrumpf, keine Fenster, Frachttor vorn links, zwei Räder pro Fahrwerksbein: Das ist die A321P2F. Weil der Tracker sie als normale A321 führt, suchst du sie am besten über Frachtbetreiber an Expressdrehkreuzen wie Leipzig/Halle, Köln/Bonn oder Lüttich.

Zusammenfassung

  • Jede A321P2F ist eine gebrauchte A321-200, die nach dem Passagierdienst ein zweites Leben als Frachter beginnt.
  • Hauptanbieter ist das Programm von EFW, Airbus und ST Engineering; daneben gibt es Umbauten anderer Firmen, etwa die A321-200PCF von Precision.
  • Mit 14 Hauptdeck- und zehn Unterflurpositionen tritt sie direkt gegen die alternde Boeing 757F an.
  • Erkennbar ist sie am Frachttor vorn links, an der fehlenden Fensterreihe und am zweirädrigen Fahrwerk.
  • In Europa begegnet sie dir vor allem an Express- und Frachtdrehkreuzen; welche Betreiber gerade wo fliegen, prüfst du am besten im Tracker.

Häufige Fragen

Wofür steht P2F?

P2F heißt „Passenger to Freighter“, also Umbau vom Passagier- zum Frachtflugzeug. Anders als ein Neubaufrachter hat eine P2F schon ein Leben als Passagierjet hinter sich. Die A321P2F baut auf der A321-200 auf, der klassischen ceo-Version.

Wer baut die A321P2F um?

Das bekannteste Programm stammt von den Elbe Flugzeugwerken (EFW) in Dresden, einem Gemeinschaftsunternehmen von ST Engineering und Airbus. Den ersten Umbau führte ST Engineering in Singapur aus. Daneben gibt es konkurrierende Programme, etwa die A321-200PCF von Precision, die 2021 zugelassen wurde, und ein Angebot von Sine Draco Aviation.

Welchen ICAO-Typcode hat die A321P2F?

Sie läuft wie die Passagierversion unter A321. Ein eigener Code für den Frachter existiert nicht. Im Tracker erkennst du sie deshalb meist nur am Betreiber, am Rufzeichen oder am Kennzeichen.

Wie viel Fracht passt in eine A321P2F?

Airbus und EFW nennen eine Nutzlast von bis zu rund 28 Tonnen. Auf dem Hauptdeck finden 14 Container oder Paletten Platz, im Unterflurfrachtraum zehn weitere Container. EFW gibt das Volumen bei voller Containerbeladung mit rund 208 Kubikmetern an.

Warum gilt die A321P2F als Nachfolger der Boeing 757F?

Beide sind große Schmalrumpffrachter für Express- und Paketnetze. Die 757 wird seit 2004 nicht mehr gebaut, die Flotte altert. Gebrauchte A321 sind dagegen zahlreich verfügbar. EFW wirbt im Vergleich zur 757 mit rund 13,5 Prozent mehr Containerkapazität und etwa neun Prozent weniger Treibstoff pro Tonne – das sind Herstellerangaben.

Wie unterscheide ich A321P2F und Boeing 757F?

Am schnellsten am Fahrwerk: Die 757 steht hoch auf vier Rädern pro Hauptfahrwerksbein, die A321 niedrig auf zwei. Dazu kommen die spitzere Boeing-Nase und die deutlich größeren Triebwerke der 757.

Wer war der Erstkunde der A321P2F?

Leasinggeber und Programmkunde der ersten Stunde war Vallair. Die erste umgebaute Maschine (Seriennummer 835) ging im Oktober 2020 an Qantas, die sie für Australia Post fliegt. Umgebaut wurde sie bei ST Engineering in Singapur.

Wo sehe ich eine A321P2F in Deutschland?

Am ehesten über Lufthansa Cargo, die zuletzt vier A321-Frachter in der Flotte führte, sowie an den Expressdrehkreuzen wie Leipzig/Halle oder Köln/Bonn, wo Partnerairlines der Paketdienste verkehren. Welche Maschinen gerade wo fliegen, ändert sich häufig – prüf vor deiner Tour die aktuellen Bewegungen im Tracker.

Airbus A321P2F sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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