Das Wichtigste in Kürze
- Aerolíneas Argentinas ist die staatliche Flag-Carrier Argentiniens mit Sitz am Aeroparque in Buenos Aires.
- Codes: IATA AR, ICAO ARG, Rufzeichen „ARGENTINA“; Kennzeichen beginnen mit LV-.
- SkyTeam-Mitglied seit 2012.
- In Europa siehst du sie in Madrid und Rom, eingesetzt wird dort der Airbus A330-200.
- Privatisierung ist ein Dauerthema: 1990 privatisiert, 2008 wiederverstaatlicht, seit 2023 erneut auf der politischen Agenda.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Aerolíneas Argentinas im Überblick
- 2.Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
- 3.Zwischen Staat und Markt: die Geschichte
- 4.Die Privatisierungsdebatte
- 5.Die Flotte
- 6.Woran du Aerolíneas Argentinas erkennst
- 7.Aerolíneas Argentinas in Europa spotten
- 8.Argentinischer Luftverkehr im Kontext
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | AR |
|---|---|
| ICAO-Code | ARG |
| Rufzeichen | ARGENTINA |
| Drehkreuze | EZE, AEP |
| Allianz | SkyTeam |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Inlands-, Regional- und Langstreckenverkehr |
| Sitz | Flughafen Aeroparque Jorge Newbery, Buenos Aires |
| Gegründet | 1949 per Zusammenschluss staatlicher Vorgänger, Flugbetrieb unter eigenem Namen seit Dezember 1950 |
| Eigentümer | Argentinischer Staat (seit der Wiederverstaatlichung 2008) |
| Drehkreuze | Buenos Aires-Ezeiza (EZE) für Langstrecke, Buenos Aires-Aeroparque (AEP) für Inlandsverkehr |
| Allianz | SkyTeam, Mitglied seit August 2012 |
| Flotte (Stand Ende 2025) | 83 Flugzeuge: 10 Airbus A330-200, 4 Boeing 737-700, 28 Boeing 737-800, 15 Boeing 737 MAX 8, 24 Embraer 190, 2 Boeing 737-800BCF (Fracht) |
| Bestellungen | Airbus A330-900 (Auslieferungen ab 2028 vorgesehen), weitere 737 MAX 8 und 737 MAX 10 |
| Europa-Ziele | Madrid-Barajas und Rom-Fiumicino, jeweils ab Buenos Aires-Ezeiza |
| Kennzeichen | Argentinisches Präfix LV- |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Aerolíneas Argentinas?
- Weißer Rumpf mit Schriftzug „Aerolíneas Argentinas“ und einem Farbschema aus Hellblau und Grau, angelehnt an die argentinische Flagge
- Logo im seit Juni 2010 genutzten Design in Hellblau und Grau
- In Europa fast immer ein Airbus A330-200 – der einzige Großraumjet der aktuellen Flotte
- Kennzeichen mit dem argentinischen Präfix LV-
- Flugnummer beginnt mit AR, auf dem Tracker steht ARG, im Funk „ARGENTINA“
- Zu Hause in Buenos Aires: viele Boeing 737 und Embraer 190 im Inlandsverkehr
Wenn in Madrid oder Rom ein A330 mit hellblau-grauem Logo und dem Schriftzug „Aerolíneas Argentinas“ aufsetzt, hast du eine der seltensten Netzwerk-Airlines Südamerikas vor der Linse. Nur zwei europäische Ziele, ein einziger Langstreckentyp, eine bewegte Geschichte zwischen Staat und privaten Investoren: Diese Seite zeigt dir, wie du die argentinische Flag-Carrier zuordnest, was hinter ihrer Flotte steckt und warum ihr Name in Argentinien regelmäßig für politischen Streit sorgt.
Der seltene Gast aus Buenos Aires
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und baust dir im Hangar deine Sammlung südamerikanischer Airlines auf. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Aerolíneas Argentinas im Überblick
Aerolíneas Argentinas ist die staatliche Flag-Carrier Argentiniens. Entstanden ist sie 1949, als der Staat mehrere eigene Fluggesellschaften – darunter Aeroposta Argentina, ALFA, FAMA und ZONDA – zu einem Unternehmen zusammenlegte. Unter dem neuen Namen flog die Airline ab Dezember 1950. Ihren Sitz hat sie am Flughafen Aeroparque Jorge Newbery mitten in Buenos Aires.
Das Netz ist klar zweigeteilt. Im Inland verbindet Aerolíneas die Hauptstadt mit den Provinzen und ist dort trotz wachsender Low-Cost-Konkurrenz durch Flybondi und JetSMART Argentina die prägende Airline. Dazu kommen Regionalflüge innerhalb Südamerikas und eine überschaubare Zahl an Langstrecken. Für Spotter in Europa zählen vor allem zwei Verbindungen: Buenos Aires–Madrid und Buenos Aires–Rom.
Seit August 2012 ist Aerolíneas Argentinas Mitglied der SkyTeam-Allianz. Damit gehört sie zum selben Bündnis wie Air France, KLM, Delta oder ITA Airways. Als Pate beim Beitritt trat Delta auf. Die Frachtsparte, Aerolíneas Cargo, folgte 2013 in SkyTeam Cargo.
Codes, Rufzeichen und Kennzeichen
- IATA-Code AR: steht in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und im Ticket.
- ICAO-Code ARG: nutzt die Flugsicherung, und du findest ihn auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen ARGENTINA: so meldet sich die Crew im Funk – leicht zu merken, weil es schlicht der Landesname ist. Mehr über solche Funknamen liest du unter Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.
- Kennzeichen LV-: Alle Flugzeuge sind in Argentinien registriert und tragen das Präfix LV- am Rumpf.
Praktisch für dich: Weil Aerolíneas in Europa nur zwei Flughäfen anfliegt und dort ausschließlich mit einem Typ auftritt, ist die Zuordnung eindeutig. Steht auf dem Tracker ARG und ein A330 im Anflug, ist es fast sicher ein Flug aus Buenos Aires. Wie die Codes grundsätzlich funktionieren, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes.
Kennzeichen zuerst
Weil die zehn A330-200 einander sehr ähnlich sehen, lohnt sich ein Foto, auf dem das LV-Kennzeichen lesbar ist. So weißt du später, welche Maschine du schon hast – und welche noch fehlt. Mehr dazu im Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Zwischen Staat und Markt: die Geschichte
Nur wenige große Airlines haben ihre Eigentümer so oft gewechselt wie Aerolíneas Argentinas. Die Geschichte lässt sich in vier Phasen gliedern.
1949–1990: Staatsairline
Gegründet durch den Staat, Flugbetrieb ab Dezember 1950. In den folgenden Jahrzehnten wächst das Netz bis nach Europa und Nordamerika.
1990: erste Privatisierung
Ein Konsortium unter Führung von Iberia übernimmt die Kontrolle. Es folgt ein Jahrzehnt mit wechselnden Besitzverhältnissen und finanziellen Problemen.
2001: Krise und Marsans
Im Krisenjahr 2001 werden zeitweise auch die letzten Europa-Flüge eingestellt. Noch 2001 übernimmt die spanische Marsans-Gruppe über ihre Tochter Air Comet die Mehrheit.
2008: zurück zum Staat
Argentinien verstaatlicht die Airline erneut. 2010 folgt ein neuer Markenauftritt, 2012 der Beitritt zu SkyTeam.
Ein wichtiger Meilenstein für Europa-Spotter liegt in den 1970er-Jahren: Ab Januar 1977 flog Aerolíneas mit der damals neuen Boeing 747 nach Frankfurt, Madrid und Rom. Später kamen weitere europäische Ziele hinzu, darunter Paris, London, Zürich und Amsterdam – alle diese Verbindungen sind heute Geschichte. Geblieben sind nur Madrid und Rom.
2020 folgte der nächste Einschnitt. Während der Corona-Krise wurden Aerolíneas Argentinas und ihre Tochter Austral Líneas Aéreas zusammengelegt, die Marke Aerolíneas blieb. Austral hatte zuvor ein eigenes Farbschema mit roter Zierlinie getragen und war vor allem im Inland und in der Region unterwegs.
Die Privatisierungsdebatte
Die Frage, ob Aerolíneas Argentinas in Staatshand gehört, spaltet Argentinien seit Jahrzehnten. Mit dem Amtsantritt von Präsident Javier Milei Ende 2023 ist sie wieder ganz oben auf der Agenda.
Milei kündigte an, die Airline erneut zu privatisieren. Im Gespräch war unter anderem, Anteile an die Beschäftigten zu übertragen und die staatlichen Zuschüsse zu beenden. Ein Präsidialdekret vom Dezember 2023 leitete den Prozess formal ein und öffnete zugleich den Inlandsmarkt stärker für andere Anbieter. Gewerkschaften protestierten, es kam zu Streiks.
Im großen Reformgesetz „Ley Bases“ stand Aerolíneas zunächst auf der Liste der Staatsunternehmen, die privatisiert werden können. Im Laufe der parlamentarischen Beratungen 2024 wurde die Airline aber – zusammen mit der Post und dem Staatsrundfunk – wieder gestrichen, bevor das Gesetz im Juni 2024 verabschiedet wurde.
Parallel arbeitete das Management an den Finanzen. Für 2024 und 2025 meldete die Airline operative Überschüsse – nach Unternehmensangaben die ersten seit vielen Jahren. Nach den bei Redaktionsschluss (Oktober 2026) verfügbaren Quellen ist Aerolíneas weiterhin in Staatsbesitz; die Debatte über eine Privatisierung ist aber nicht abgeschlossen und kann jederzeit wieder aufflammen.
Argumente der Befürworter
- Entlastung des Staatshaushalts von Zuschüssen
- Mehr Wettbewerb im Inlandsmarkt
- Unternehmerische Freiheit bei Strecken und Flotte
Argumente der Gegner
- Anbindung abgelegener Provinzen könnte leiden
- Schlechte Erfahrungen mit der Privatisierung ab 1990
- Arbeitsplätze und nationale Symbolkraft der Airline
Für Spotter ist die Debatte mehr als Politik: Eigentümerwechsel bedeuteten bei Aerolíneas in der Vergangenheit oft neue Strecken, gestrichene Ziele oder Flottenumbauten. Wer die Airline in Europa fotografieren will, sollte die Nachrichten im Blick behalten.
Die Flotte
Die Flotte ist kompakt und klar nach Aufgaben sortiert. Laut der Flottenübersicht mit Stand Dezember 2025 sieht sie so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A330-200 | 10 | 272 | Langstrecke, u. a. Madrid und Rom | Einziger Großraumjet – den siehst du in Europa |
| Boeing 737-700 | 4 | 128 | Inland und Region | Kürzeste 737 der Flotte |
| Boeing 737-800 | 28 | 170 | Inland und Region | Größte Teilflotte |
| Boeing 737 MAX 8 | 15 | 170 | Inland und Region | Seit November 2017 im Einsatz, weitere bestellt |
| Embraer 190 | 24 | 96 | Inland und Region | Erbe der früheren Austral-Flotte |
| Boeing 737-800BCF | 2 | Fracht | Aerolíneas Cargo | Umgebaute Frachter |
| Airbus A330-900 | 6 bestellt | – | Langstrecke | Auslieferungen ab 2028 vorgesehen |
| Boeing 737 MAX 10 | 8 bestellt | – | Inland und Region | Termin noch offen |
Der Airbus A330-200 ist das Arbeitspferd auf den Fernstrecken. Er hat die früheren Vierstrahler abgelöst: Die Boeing 747 schied 2012 aus, der Airbus A340 einige Jahre später. Mit dem bestellten A330-900 bleibt Aerolíneas der A330-Familie treu – die neo-Version erkennst du später an den größeren Triebwerken und den neuen Flügelspitzen.
Im Inland dominiert die Boeing 737 in drei Varianten: 737-700, 737-800 und 737 MAX 8. Ergänzt wird sie durch die Embraer 190, die vor allem kleinere Städte bedient; wie du sie von E170, E175 und E195 unterscheidest, erklärt der Guide Embraer E-Jets unterscheiden. Wie du die 737-Generationen auseinanderhältst, zeigt der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Nur noch ein LV-Kennzeichen fehlt?
Setz Airlines, Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du Aerolíneas Argentinas erkennst
Seit Juni 2010 tritt die Airline mit einem modernisierten Erscheinungsbild auf. Das frühere, sehr weiße Design wich einem Farbschema, das sich an der argentinischen Flagge orientiert und durch Grau ergänzt wird. Das Logo kombiniert Hellblau und Grau, der Schriftzug „Aerolíneas Argentinas“ läuft groß über den weißen Rumpf.
Im Alltag sind diese Merkmale am hilfreichsten:
- Hellblau-graue Akzente auf weißem Grund – in Madrid und Rom sticht das zwischen den vielen europäischen Airlines heraus.
- Typ A330-200 in Europa: Zwei Triebwerke, große Flügel, kein vierstrahliger A340 mehr. Den Unterschied erklärt der Guide A330 oder A340?.
- LV-Kennzeichen am hinteren Rumpf.
- SkyTeam-Bezug: Einzelne Airlines des Bündnisses fliegen Maschinen in Allianz-Sonderbemalung; welche Allianz-Lackierungen es gibt, zeigt der Artikel Star-Alliance-, oneworld- und SkyTeam-Lackierungen.
Achtung Verwechslung
Auch andere südamerikanische Airlines setzen Blau und Weiß ein. Achte auf den vollständigen Schriftzug und das LV-Präfix: Brasilianische Maschinen tragen etwa PR-, PS- oder PT-, chilenische CC-.
Aerolíneas Argentinas in Europa spotten
Madrid-Barajas
Madrid ist die traditionsreichste Europa-Verbindung der Airline – kein Wunder bei den engen Verbindungen zwischen Spanien und Argentinien. Die Flüge kommen aus Buenos Aires-Ezeiza an den Flughafen Madrid-Barajas. Dort teilt sich Aerolíneas den Platz mit Langstreckenverkehr aus ganz Lateinamerika, etwa von Iberia, Air Europa oder Aeroméxico. Ein beliebter Fotopunkt ist der Hügel La Muñoza; weitere Tipps findest du im Guide Planespotting in Madrid-Barajas.
Rom-Fiumicino
Die zweite Europa-Destination ist der Flughafen Rom-Fiumicino. Hier passt Aerolíneas gut ins SkyTeam-Bild, weil ITA Airways als Allianzpartner ebenfalls in Fiumicino zu Hause ist. Wie du dort Spots, Pisten und Licht kombinierst, liest du im Guide Planespotting in Rom-Fiumicino.
Timing
Die Flüge aus Südamerika sind Nachtflüge. Die Ankunft in Europa fällt daher meist in die erste Tageshälfte; die genauen Zeiten für Ankunft und Rückflug schwanken je nach Saison. Den passenden Zeitpunkt planst du am besten mit Flugplan und Tracker – beachte dabei den Wechsel zwischen Sommer- und Winterflugplan; Hintergründe zu typischen Zeitfenstern liefert der Artikel Wann Langstreckenflüge in Europa landen und starten.
Gute Chancen, wenn …
- du in Madrid oder Rom bist und der AR-Flug im aktuellen Plan steht
- du vormittags am Spot bist und die Betriebsrichtung passt
- der Tracker den Flug mit ARG und A330 bereits im Anflug zeigt
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – Frequenzen ändern sich saisonal
- der Flug verspätet ist, was bei Langstrecken häufig vorkommt
Kein Aerolíneas-Tag, wenn …
- du in Deutschland, Österreich oder der Schweiz spottest – dort fliegt die Airline derzeit nicht
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Flächen. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und auch im Ausland gelten strenge Regeln für Drohnen in Flughafennähe. Informier dich vor der Reise über die lokalen Vorschriften.
Argentinischer Luftverkehr im Kontext
Aerolíneas ist nicht die einzige Airline Argentiniens, aber die mit Abstand bekannteste. Wer sich tiefer einarbeiten will, findet weitere Kapitel der argentinischen Luftfahrt: die frühere Inlandsairline LAPA, die Charter- und Linienairline Andes Líneas Aéreas sowie die Low-Cost-Anbieter, die seit einigen Jahren im Inlandsmarkt mitmischen. Im Vergleich zu Südamerikas größtem Konzern, der LATAM Airlines Group, ist Aerolíneas deutlich kleiner – mit LATAM besteht inzwischen aber eine Codeshare-Partnerschaft.
Häufige Verwechslungen
- AR für „Argentinien“ halten und gleichsetzen mit jeder argentinischen Airline – der IATA-Code AR gehört nur Aerolíneas Argentinas.
- A330 mit A340 verwechseln – den vierstrahligen A340 hat Aerolíneas ausgemustert; in Europa kommt heute der zweistrahlige A330-200.
- Austral als eigene Airline notieren – seit der Fusion 2020 fliegt alles unter Aerolíneas Argentinas.
- Jedes blau-weiße Flugzeug aus Südamerika zuordnen – das LV-Kennzeichen ist das sichere Merkmal.
- Eigentümer für privat halten – nach den verfügbaren Quellen ist die Airline weiterhin staatlich.
Aerolíneas Argentinas im Blick behalten
Lass dich benachrichtigen, wenn ein A330 von Aerolíneas Argentinas anfliegt, plane mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Aerolíneas Argentinas ist für europäische Spotter ein seltener, aber gut planbarer Fang. Zwei Ziele, ein Langstreckentyp und eindeutige Codes machen die Zuordnung leicht – spannend wird es beim Sammeln der einzelnen LV-Kennzeichen. Und wer die Geschichte kennt, weiß: Bei kaum einer Airline hängen Strecken und Flotte so eng an der Politik wie hier.
Kurzfazit
Aerolíneas Argentinas (IATA AR, ICAO ARG) ist die staatliche Flag-Carrier Argentiniens und SkyTeam-Mitglied. In Europa siehst du sie mit dem Airbus A330-200 in Madrid und Rom; die Privatisierungsfrage bleibt politisch offen.
Zusammenfassung
- Aerolíneas Argentinas ist die größte Airline Argentiniens und verbindet das Land mit eigenen Langstreckenflügen nach Europa.
- In Europa beschränkt sich der Auftritt auf Madrid-Barajas und Rom-Fiumicino – beide Strecken fliegt die Airline ab Buenos Aires-Ezeiza mit dem A330-200.
- Die Flotte ist überschaubar und klar gegliedert: A330 für die Langstrecke, Boeing 737 für Inland und Region, Embraer 190 aus der früheren Austral-Flotte.
- Politisch ist die Airline ein Dauerbrenner: Ihre Eigentümerschaft hat seit 1990 mehrfach gewechselt, und die Privatisierungsfrage ist seit 2023 wieder offen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Aerolíneas Argentinas?
Der IATA-Code ist AR, der ICAO-Code ARG. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „ARGENTINA“. Die Flugzeuge tragen argentinische Kennzeichen mit dem Präfix LV-.
Gehört Aerolíneas Argentinas zu einer Allianz?
Ja. Aerolíneas Argentinas ist seit August 2012 Mitglied von SkyTeam, also im selben Bündnis wie Air France, KLM, Delta und ITA Airways. Die Frachtsparte trat 2013 zusätzlich SkyTeam Cargo bei.
Welche Flugzeuge fliegt Aerolíneas Argentinas nach Europa?
Auf den Langstrecken setzt die Airline den Airbus A330-200 ein, laut Flottenübersicht mit 272 Sitzen (24 Business, 248 Economy). Er ist der einzige Großraumjet der aktuellen Flotte. Als Nachfolger sind A330-900 bestellt, deren Auslieferung ab 2028 vorgesehen ist.
Wohin fliegt Aerolíneas Argentinas in Europa?
Die Europa-Ziele sind Madrid-Barajas und Rom-Fiumicino, beide mit Nonstop-Flügen ab Buenos Aires-Ezeiza. Frühere Ziele wie Frankfurt, Paris, London oder Zürich werden längst nicht mehr angeflogen. Prüf vor dem Spotten den aktuellen Flugplan, weil sich Frequenzen saisonal ändern können.
Ist Aerolíneas Argentinas privatisiert?
Nein, nach den bei Redaktionsschluss verfügbaren Quellen gehört die Airline weiterhin dem argentinischen Staat. Präsident Javier Milei hat seit Ende 2023 eine erneute Privatisierung vorangetrieben. Im Reformgesetz „Ley Bases“ wurde Aerolíneas im Laufe der Beratungen 2024 jedoch von der Liste der privatisierbaren Staatsunternehmen gestrichen. Die Debatte ist damit nicht beendet.
Was ist aus Austral geworden?
Austral Líneas Aéreas war lange die Regional- und Inlandstochter von Aerolíneas Argentinas. 2020, mitten in der Corona-Krise, wurden beide Gesellschaften zusammengelegt; die Marke Aerolíneas Argentinas blieb bestehen. Die Embraer 190, die du heute in Aerolíneas-Farben siehst, sind das sichtbarste Erbe dieser Fusion.
Welche Flughäfen nutzt Aerolíneas Argentinas in Buenos Aires?
Zwei: Ezeiza (EZE), der internationale Flughafen außerhalb der Stadt, ist der Ausgangspunkt für Langstrecken nach Europa. Aeroparque Jorge Newbery (AEP) liegt stadtnah am Río de la Plata, dort sitzt die Firmenzentrale und dort läuft der Großteil des Inlandsverkehrs.
Wo sehe ich Aerolíneas Argentinas in Europa am besten?
In Madrid-Barajas und Rom-Fiumicino. Die Flüge aus Buenos Aires sind Nachtflüge, die Ankunft in Europa liegt daher typischerweise in der ersten Tageshälfte. Mit dem aktuellen Flugplan und einem Flugtracker planst du den passenden Zeitpunkt.
Aerolíneas Argentinas im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-900neo
Klassischer A330-Rumpf, aber mit Sharklets, schwarzer Cockpit-Maske und deutlich größeren Triebwerken: Die A330-900neo ist die Neuauflage eines Langstrecken-Klassikers. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypBoeing 737-700
Kurz, stämmig und seit 1997 in der Luft: Die 737-700 ist die kompakte Next-Generation-737. Sie wird seltener – so erkennst du sie und weißt, wo du sie noch findest.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypBoeing 737-800BCF und 737-800SF
Fensterloser Rumpf, großes Tor links vorn, aber Winglets und moderne Triebwerke: Die umgebaute 737-800 ist der neue Standard-Frachter im Express-Nachtnetz. Hier erfährst du, wer sie umbaut, wer sie fliegt und wie du sie erkennst.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 10
Die längste 737, die Boeing je gebaut hat: Die MAX 10 bekommt ein Fahrwerk, das sich beim Start streckt, wartet seit Jahren auf ihre Zulassung und tritt gegen Airbus’ A321neo an. So erkennst du sie.
Weitere Airlines
Austral Líneas Aéreas
Historische Inlandsairline aus Argentinien: 1971 aus zwei Vorgängern entstanden, später Schwester von Aerolíneas Argentinas mit Embraer-190-Flotte – und Ende November 2020 vollständig in den Flag-Carrier integriert.
Low-CostFlybondi
Argentiniens erste Ultra-Low-Cost-Airline: 2016 gegründet, ab 2018 mit Boeing 737-800 im Inland unterwegs – und seit August 2026 ohne regulären Flugbetrieb.
Low-CostJetSMART Argentina
Der argentinische Ableger der chilenischen Low-Cost-Gruppe JetSMART: hervorgegangen aus dem Start-up Alas del Sur, seit 2019 in der Luft, mit Airbus-A320-Familie und Basis am Stadtflughafen Aeroparque in Buenos Aires.
Low-CostLAPA – Líneas Aéreas Privadas Argentinas
Historische Airline aus Buenos Aires von 1977 bis 2003: LAPA brachte mit günstigen Tarifen Bewegung in Argentiniens Inlandsmarkt – und Flug 3142 wurde 1999 zu einer der schwersten Katastrophen der argentinischen Luftfahrt.
NetzwerkAeroméxico
Mexikos Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Mexiko-Stadt: Gründungsmitglied von SkyTeam, Joint-Venture-Partner von Delta und mit Boeing 787 Dreamliner regelmäßig in Madrid, Paris, Amsterdam, London und Rom zu Gast.
NetzwerkIberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
SkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
FlughafenFlughafen Madrid-Barajas
Spaniens größter Flughafen und das Tor nach Lateinamerika: vier Start- und Landebahnen, zwei Betriebsrichtungen mit klaren Regeln, Terminal 4 als Heimat von Iberia und oneworld – und eine Spotterszene, die zwischen Schotterweg, Autobahnbrücke und offizieller Aena-Zone pendelt.
FlughafenFlughafen Rom-Fiumicino
Italiens größter Flughafen liegt direkt am Tyrrhenischen Meer: drei Bahnen mit klarer Arbeitsteilung, ITA Airways als Heimatairline, viel Nordamerika- und Asienverkehr – und keine Besucherterrasse. Wer hier spotten will, braucht ein Auto, einen Plan für die Betriebsrichtung und Respekt vor dem Zaun.
Wo du Aerolíneas Argentinas vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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