Flybondi

Argentiniens erste Ultra-Low-Cost-Airline: 2016 gegründet, ab 2018 mit Boeing 737-800 im Inland unterwegs – und seit August 2026 ohne regulären Flugbetrieb.

Auch bekannt als: FB Líneas Aéreas S.A. · Flybondi Líneas Aéreas · FO

ArgentinienArgentinienLow-Cost-AirlinesIATA: FOICAO: FBZ10 Min. Lesezeit

FO

IATA-Code

FBZ

ICAO-Code

189

Sitze in der 737-800

2018

Erster Linienflug

Das Wichtigste in Kürze

  • Flybondi ist Argentiniens erste Ultra-Low-Cost-Airline, gegründet 2016, erster Linienflug im Januar 2018.
  • Codes: IATA FO, ICAO FBZ, Rufzeichen „BONDI“.
  • Die Flotte bestand aus geleasten Boeing 737-800 mit 189 Sitzen in einer Klasse.
  • El Palomar war die erste Heimat in Buenos Aires; nach der Pandemie wurde Aeroparque zur Hauptbasis.
  • Stand Oktober 2026 fliegt Flybondi nicht: Seit Anfang August ruht der Betrieb, Anfang Oktober folgte der Antrag auf ein Vergleichsverfahren.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Flybondi im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Das Geschäftsmodell: Ultra-Low-Cost nach europäischem Vorbild
  4. 4.El Palomar, Aeroparque, Ezeiza: die Basen
  5. 5.Die Flotte: geleaste Boeing 737-800
  6. 6.Woran du Flybondi erkennst
  7. 7.Von der Erfolgsgeschichte zur Krise
  8. 8.Flybondi heute spotten
  9. 9.Flybondi im Vergleich zu anderen Airlines Südamerikas
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeFO
ICAO-CodeFBZ
RufzeichenBONDI
DrehkreuzeAEP, COR
GeschäftsmodellUltra-Low-Cost-Airline mit Einheitsklasse und Zusatzgebühren
BetreibergesellschaftFB Líneas Aéreas S.A., Buenos Aires
GegründetSeptember 2016, erster Linienflug am 26. Januar 2018 (Córdoba–Puerto Iguazú)
Wichtigste BasenBuenos Aires-Aeroparque (AEP), Córdoba (COR); bis 2020 Buenos Aires-El Palomar
Allianzkeine
FlottentypBoeing 737-800 mit 189 Sitzen in einer Klasse, ausschließlich geleast
KennzeichenArgentinisches Präfix LV-
Status (Stand Oktober 2026)Kein regulärer Flugbetrieb seit Anfang August 2026, Anfang Oktober 2026 gerichtliches Vergleichsverfahren (Concurso preventivo) beantragt

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Flybondi?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Logo „flybondi“ in Kleinbuchstaben und kräftigem Gelb
  • Fast immer eine Boeing 737-800 – eine andere Typenfamilie hatte Flybondi nicht im eigenen Betrieb
  • Argentinisches Kennzeichen mit LV- am Heck, etwa LV-HKS, die erste Maschine
  • Flugnummer beginnt mit FO, auf dem Tracker steht FBZ
  • Die ersten Flugzeuge trugen Vornamen wie „Nelson“ oder „Valkyria“
  • Im Funk meldet sich die Crew mit dem Rufzeichen „BONDI“

Wer in den letzten Jahren durch Argentinien gereist ist, kam an Flybondi kaum vorbei: Die gelbe Schrift in Kleinbuchstaben, eine Boeing 737-800 und Ticketpreise, die mit dem Fernbus konkurrierten. Flybondi war die erste Ultra-Low-Cost-Airline des Landes – und ist im Herbst 2026 ein Lehrstück dafür, wie schnell ein solches Modell kippen kann. Diese Seite erklärt dir die Airline, ihre Codes und Kennzeichen und den aktuellen Stand.

Stand Oktober 2026

Flybondi führt seit Anfang August 2026 keine regulären Flüge mehr durch. Anfang Oktober 2026 hat die Betreibergesellschaft ein gerichtliches Vergleichsverfahren mit ihren Gläubigern beantragt. Die Angaben zu Flotte und Strecken auf dieser Seite beschreiben deshalb vor allem den Betrieb bis 2026.

Flybondi im Überblick

Flybondi ist eine argentinische Ultra-Low-Cost-Airline mit Sitz in Buenos Aires. Betreiberin ist die FB Líneas Aéreas S.A. Angekündigt wurde das Projekt im September 2016 von einer Gruppe argentinischer Unternehmer und internationaler Luftfahrt-Investoren. Darunter waren bekannte Namen aus der europäischen Billigflieger-Welt: Michael Cawley, früher in leitender Rolle bei Ryanair, Robert Wright, Gründer von CityFlyer Express und später Anteilseigner und Aufsichtsrat bei Wizz Air, sowie der frühere Air-Canada-Chef Montie Brewer. Mitgründer und erster CEO war der Schweizer Julian Cook, der zuvor die Regionalairline FlyBaboo gegründet hatte.

Der Name ist ein Wortspiel: „Bondi“ nennen die Leute in Buenos Aires den Stadtbus. Fliegen sollte so normal werden wie Busfahren. Ursprünglich war „Air Bondi“ im Gespräch – das klang aber zu sehr nach Airbus, also wurde daraus Flybondi. Der Slogan „La libertad de volar“ – die Freiheit zu fliegen – passte zu diesem Anspruch.

Im März 2017 fiel die Typenentscheidung für die Boeing 737. Am 26. Januar 2018 startete der erste Linienflug von Córdoba nach Puerto Iguazú.

FOIATA-Code in der Flugnummer
FBZICAO-Code auf dem Tracker
LV-argentinisches Kennzeichen-Präfix

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code FO: steht in der Flugnummer, auf Tickets und Anzeigetafeln.
  • ICAO-Code FBZ: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
  • Rufzeichen BONDI: So meldete sich die Crew im Funk – eine direkte Anspielung auf den Markennamen.

Die Codes FO und FBZ wirken auf den ersten Blick nicht besonders „flybondi“-typisch. Das ist normal: IATA- und ICAO-Codes werden nach Verfügbarkeit vergeben und müssen nicht zum Namen passen. Wie du die Codes auf Trackern sauber liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

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Das Geschäftsmodell: Ultra-Low-Cost nach europäischem Vorbild

Flybondi übertrug ein Modell nach Argentinien, das in Europa längst etabliert war: eine einzige Flugzeugfamilie, eine einzige Klasse, möglichst viele Sitze und ein niedriger Grundpreis, zu dem Gepäck, Sitzplatzwahl und weitere Leistungen extra kosten. Wer sich für die Mechanik dahinter interessiert, findet sie im Artikel Wie Billigflieger funktionieren.

Neu war das Modell für Argentinien vor allem deshalb, weil der Inlandsmarkt jahrzehntelang von staatlichen oder staatsnahen Gesellschaften geprägt war – heute vor allem von Aerolíneas Argentinas, die zu SkyTeam gehört. Flybondi war die erste Airline, die bewusst auf Ultra-Low-Cost setzte. Kurz darauf folgte mit JetSMART Argentina der argentinische Ableger der chilenischen JetSMART – mit Airbus statt Boeing.

Ein Merkmal des Modells war das Streckennetz abseits der Hauptstadt. Flybondi startete nicht in Buenos Aires, sondern in Córdoba und verband von dort Ziele wie Mendoza, Bariloche und Puerto Iguazú. Später wuchs das Netz deutlich, darunter Patagonien-Ziele wie El Calafate, Ushuaia oder Puerto Madryn, dazu zeitweise Salta, Neuquén und Mar del Plata.

El Palomar, Aeroparque, Ezeiza: die Basen

Für Spotter ist die Basis-Geschichte von Flybondi besonders interessant, weil sie einen ungewöhnlichen Flugplatz betrifft.

Córdoba (2018)

Hier begann im Januar 2018 der Linienbetrieb. Córdoba blieb danach ein wichtiger Schwerpunkt im Netz.

El Palomar (2018–2020)

Ab Februar 2018 flog Flybondi als erste zivile Airline vom Militärflugplatz El Palomar im Westen des Großraums Buenos Aires.

Aeroparque und Ezeiza (ab 2020)

Mit der Pandemie endete der zivile Linienverkehr in El Palomar. Flybondi zog nach Aeroparque Jorge Newbery um und nutzte zeitweise auch Ezeiza.

El Palomar liegt rund 18 Kilometer vom Zentrum entfernt und war ein Stützpunkt der argentinischen Luftwaffe. Dass hier ab 2018 plötzlich gelb beschriftete 737-800 zwischen Militärmaschinen standen, war eine der kuriosesten Phasen der argentinischen Luftfahrt. Seit 2020 gibt es dort keinen zivilen Linienverkehr mehr – Fotos von Flybondi in El Palomar sind deshalb heute echte Zeitdokumente.

Danach wurde Aeroparque (AEP) zur wichtigsten Basis: der Stadtflughafen direkt am Río de la Plata. Zeitweise nutzte Flybondi auch den Großflughafen Ezeiza.

Tipp: Archivbilder sortieren

Hast du Flybondi-Fotos aus Argentinien im Archiv? Notiere zu jeder Aufnahme den Flughafen. Eine Flybondi-737 in El Palomar ist inzwischen deutlich seltener als dieselbe Maschine in Aeroparque. Wie du Fotos sauber beschriftest, zeigt der Guide Fotos richtig beschriften.

Die Flotte: geleaste Boeing 737-800

Flybondi blieb über die ganze Zeit bei einer Flugzeugfamilie: der Boeing 737-800. Die Maschinen hatten 189 Sitze in einer Einheitsklasse und waren durchweg geleast – wie das funktioniert, erklärt der Guide zum Flugzeugleasing. Das erste Flugzeug, LV-HKS, übernahm Flybondi im Dezember 2017 vom Leasinggeber SMBC Aviation Capital. Es trug den Namen „Nelson“ und flog später bei Andes Líneas Aéreas.

Phase Flotte Spotter-Hinweis
Start 2017/2018 erste 737-800 Namensflugzeuge wie „Nelson“ (LV-HKS), „Valkyria“ und „Max“
2022 rund 12 Boeing 737-800 Betrieb ab Aeroparque nach dem Ende in El Palomar
2024/2025 rund 15 Boeing 737-800 Höhepunkt der Flottengröße
2026 stark geschrumpft Zehn Flugzeuge an Leasinggeber zurück, drei inaktiv in Argentinien (Stand Oktober 2026)

Hersteller der Flotte ist Boeing. Die 737-800 gehört zur Next Generation der 737 – erkennbar an den CFM56-Triebwerken mit abgeflachter Unterseite der Verkleidung und meist an Blended Winglets. Wie du sie von älteren Classics oder der neueren 737 MAX 8 unterscheidest, erklärt der Artikel Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.

Eine Besonderheit für Datenbank-Fans: Taucht unter einer FO-Flugnummer ein Flugzeug mit ausländischem Kennzeichen und fremder Optik auf, steckt meist ein angemietetes Flugzeug samt Crew dahinter – ein sogenannter Wet Lease. Und eine für Flybondi vorgesehene 737-800 (LV-HXQ) wurde nie ausgeliefert; sie fliegt heute bei Jet2 in Großbritannien.

Ehemalige Flybondi-737 wiederfinden

Richte einen Sichtungs-Alarm für ein Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn die Maschine unter neuer Flagge in deiner Nähe anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Woran du Flybondi erkennst

Das Markenzeichen ist das Logo: „flybondi“ in Kleinbuchstaben und kräftigem Gelb. Mit dieser Farbe hob sich die Airline deutlich vom Blau-Weiß der Aerolíneas Argentinas ab. Weil die Flotte nur aus einem Typ bestand, ist die Kombination aus gelbem Schriftzug, 737-800 und LV-Kennzeichen praktisch eindeutig.

Das argentinische Kennzeichen beginnt mit LV-, gefolgt von drei Buchstaben. Die Systematik von Länderpräfixen erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen. Da alle Flybondi-Maschinen geleast waren, lohnt sich bei jeder Sichtung ein Blick in die Historie: Viele 737-800 flogen vorher bei anderen Airlines und tauchen nach der Rückgabe wieder mit neuem Kennzeichen auf.

Typisch Flybondi

  • Gelbes Logo „flybondi“ in Kleinbuchstaben
  • Boeing 737-800 mit Winglets und CFM56-Triebwerken mit abgeflachter Unterseite
  • Kennzeichen mit LV- am Heck
  • FO-Flugnummer, FBZ auf dem Tracker

Eher nicht Flybondi

  • Airbus A320 oder A321 – das deutet auf JetSMART
  • Blau-weiße Optik mit Kondor-Motiv – das ist Aerolíneas Argentinas
  • Ausländisches Kennzeichen unter FO-Flugnummer – vermutlich ein Wet-Lease-Flugzeug

Achtung Verwechslung

Auf Fotos aus Argentinien ist eine 737 nicht automatisch Flybondi. Aerolíneas Argentinas fliegt ebenfalls Boeing 737, und auch Andes Líneas Aéreas setzte 737 ein. Entscheidend sind Logo und Schriftzug – und im Zweifel das Kennzeichen.

Von der Erfolgsgeschichte zur Krise

In den ersten Jahren wuchs Flybondi schnell. Ab Dezember 2018 kamen internationale Ziele dazu, zuerst Asunción in Paraguay, ab Oktober 2019 Rio de Janeiro. Später folgten weitere Strecken nach Brasilien, darunter Florianópolis und São Paulo-Guarulhos. Laut Zahlen der argentinischen Luftfahrtbehörde ANAC, die argentinische Medien zitieren, erreichte Flybondi im August 2025 einen Anteil von rund 17 Prozent am Inlandsmarkt.

Gleichzeitig häuften sich die Probleme. Schon im Dezember 2024 stellte die ANAC der Airline nach zahlreichen Ausfällen an einem einzigen Wochenende ein Ultimatum. Im Juni 2025 sollte die Mehrheit der Anteile wechseln: Der bisherige Haupteigentümer Cartesian Capital Group verkaufte laut spanischsprachiger Wikipedia an den Fonds COC Global Enterprise des Unternehmers Leonardo Scatturice. Später hieß es, die formale Übertragung sei nie abgeschlossen worden. Im August 2026 kündigte COC rechtliche Schritte gegen Cartesian an.

Im Lauf des Jahres 2026 brach der Betrieb weitgehend zusammen:

  • Massenhafte Ausfälle: Argentinische Medien berichten von rund 2.400 gestrichenen Flügen im Jahr 2026 mit mehreren Hunderttausend betroffenen Fluggästen. Diese Zahlen stammen aus Erhebungen Dritter, nicht aus einem amtlichen Register.
  • Schrumpfender Betrieb: Im Juli 2026 flog Flybondi nur noch einen kleinen Teil der angesetzten Flüge. Seit dem 6. August 2026 gibt es keinen regulären Flugbetrieb mehr.
  • Marktanteil: Laut ANAC-Daten fiel der Inlandsanteil von rund 17 Prozent im August 2025 auf 0,1 Prozent im August 2026.
  • Vergleichsverfahren: Anfang Oktober 2026 beantragte FB Líneas Aéreas beim Handelsgericht Nr. 24 in Buenos Aires ein Concurso preventivo, um Verbindlichkeiten von geschätzt rund 120 Millionen US-Dollar neu zu ordnen.

Nach Angaben aus dem Umfeld des Unternehmens will Flybondi den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Einen konkreten Plan mit Termin gibt es Stand Oktober 2026 nicht. Einen Teil der Strecken übernehmen inzwischen Aerolíneas Argentinas und JetSMART.

Flybondi heute spotten

Ehrlich gesagt: Eine aktive Flybondi-Maschine im Flug zu erwischen, ist Stand Oktober 2026 kaum möglich. Spannend bleibt die Airline trotzdem – auf drei Wegen.

Gute Chancen, wenn …

  • du gezielt nach ehemaligen Flybondi-737 suchst, die nach der Rückgabe bei anderen Airlines fliegen
  • du Bildarchive aus Argentinien und Brasilien nach Kennzeichen durchgehst

Prüf es vorher, wenn …

  • du in Buenos Aires bist und abgestellte Maschinen fotografieren willst – Standorte ändern sich mit jeder Rückgabe
  • es Meldungen über einen Neustart gibt

Eher kein Flybondi-Tag, wenn …

  • du auf einen normalen FO-Linienflug im Flugplan hoffst

Erstens: die abgestellten Flugzeuge. Laut Berichten stehen noch drei Flybondi-Maschinen in Argentinien, alle außer Betrieb. Fotografiere sie nur von öffentlich zugänglichen Bereichen – Vorfeld und Wartungsbereiche sind tabu.

Zweitens: die zurückgegebenen 737-800. Leasingflugzeuge bekommen nach der Rückgabe meist ein neues Kennzeichen und eine neue Bemalung. In der Übergangszeit entstehen oft Mischlackierungen mit weißem Rumpf und Resten des alten Logos. Wie du solche Fälle erkennst, zeigt der Artikel zu Hybrid- und Mischlackierungen; die Hintergründe von Kennzeichenwechseln erklärt der Guide zu Umregistrierungen.

Drittens: die Historie. Wenn ein Flugzeug auf dem Tracker fehlt, liegt das nicht immer an der Airline – manchmal fehlt einfach der Empfang oder das Flugzeug steht. Was dahintersteckt, erfährst du unter Warum ein Flugzeug nicht auf Flightradar erscheint.

Sicherheit und Regeln

Auch abgestellte Flugzeuge stehen im Sicherheitsbereich. Zäune und Absperrungen sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Flybondi im Vergleich zu anderen Airlines Südamerikas

Mit ihrer reinen 737-Flotte steht Flybondi in einer Reihe mit anderen Low-Cost-Airlines des Kontinents. Die brasilianische GOL setzt ebenfalls ausschließlich auf die Boeing 737 und war auf den Brasilien-Strecken direkter Konkurrent. JetSMART dagegen fliegt Airbus aus der A320-Familie – vom Spot aus ist der Unterschied deshalb schnell klar. Wer sich für das Ultra-Low-Cost-Modell weltweit interessiert, findet Parallelen bei der kanadischen Flair Airlines, die ebenfalls auf Boeing setzt.

Auch das Vorbild Europa ist erkennbar: Das Grundprinzip von Flybondi – einheitliche 737-Flotte, eine Klasse, Zusatzgebühren – erinnert stark an Ryanair. Kein Zufall, denn mit Michael Cawley saß ein früherer Ryanair-Manager unter den Gründungsinvestoren.

Häufige Verwechslungen

  • Jede 737 in Argentinien für Flybondi halten – auch Aerolíneas Argentinas fliegt Boeing 737.
  • Flybondi und JetSMART verwechseln – JetSMART fliegt Airbus, Flybondi flog Boeing.
  • FO-Flugnummer mit eigener Maschine gleichsetzen – im Wet-Lease flogen auch fremde Flugzeuge unter FO.
  • El Palomar für einen aktiven Zivilflughafen halten – seit 2020 gibt es dort keinen zivilen Linienverkehr.
  • Flybondi als aktive Airline notieren – Stand Oktober 2026 ruht der Betrieb.

Deine Südamerika-Sichtungen festhalten

Poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – und sammle seltene Airlines wie Flybondi in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Flybondi hat Argentiniens Luftfahrt verändert: Mit dem Start 2018 kam das Ultra-Low-Cost-Modell ins Land, und zeitweise flog jeder sechste Inlandspassagier mit der gelben Marke. Für Spotter bleibt eine kompakte, gut dokumentierbare Airline – ein Typ, ein Kennzeichen-Präfix, eine überschaubare Zahl an Registrierungen. Seit August 2026 steht der Betrieb still, und ob Flybondi zurückkehrt, ist offen. Umso wertvoller sind Fotos aus den aktiven Jahren.

Kurzfazit

Flybondi (IATA FO, ICAO FBZ) war Argentiniens erste Ultra-Low-Cost-Airline mit reiner Boeing-737-800-Flotte und LV-Kennzeichen. Stand Oktober 2026 ruht der Flugbetrieb, ein Vergleichsverfahren läuft.

Zusammenfassung

  • Flybondi brachte 2018 das Ultra-Low-Cost-Modell nach Argentinien – mit einer einheitlichen Boeing-737-800-Flotte und dem gelben Logo in Kleinbuchstaben.
  • Für Spotter sind LV-Kennzeichen, der ICAO-Code FBZ und die frühen Namensflugzeuge die wichtigsten Merkmale.
  • Nach Rekordjahren mit zeitweise rund 17 Prozent Inlandsmarktanteil geriet die Airline 2025 und 2026 in eine schwere Krise mit massenhaften Ausfällen.
  • Seit August 2026 ruht der Flugbetrieb; viele Maschinen sind an die Leasinggeber zurückgegangen. Ob und wie Flybondi wieder fliegt, ist offen.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Flybondi?

Der IATA-Code von Flybondi ist FO, der ICAO-Code FBZ. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „BONDI“. Die Betreibergesellschaft heißt FB Líneas Aéreas S.A.

Fliegt Flybondi noch?

Stand Oktober 2026 nicht regulär. Seit Anfang August 2026 hat Flybondi keine Linienflüge mehr durchgeführt. Anfang Oktober 2026 beantragte die Betreibergesellschaft bei einem Handelsgericht in Buenos Aires ein Vergleichsverfahren mit den Gläubigern (Concurso preventivo). Das Unternehmen erklärte, es wolle den Betrieb wieder aufnehmen; einen Termin gibt es nicht.

Welche Flugzeuge hat Flybondi eingesetzt?

Flybondi setzte von Anfang an auf die Boeing 737-800 mit 189 Sitzen in einer einzigen Klasse. Alle Flugzeuge waren geleast, die erste Maschine LV-HKS kam im Dezember 2017 vom Leasinggeber SMBC Aviation Capital. In der Hochphase flogen rund 15 Exemplare.

Woher kommt der Name Flybondi?

„Bondi“ ist in Buenos Aires das umgangssprachliche Wort für den Stadtbus. Der Name sollte zeigen, dass Fliegen so selbstverständlich werden soll wie Busfahren. Die ursprünglich überlegte Variante „Air Bondi“ ließen die Gründer fallen – zu nah an Airbus.

Was war El Palomar?

El Palomar ist ein Militärflugplatz im Großraum Buenos Aires, rund 18 Kilometer vom Zentrum entfernt. Flybondi war ab Februar 2018 die erste zivile Airline, die dort Linienflüge anbot. Seit der Pandemie 2020 gibt es dort keinen zivilen Linienverkehr mehr; Flybondi flog danach vor allem von Aeroparque.

Gehört Flybondi zu einer Allianz?

Nein. Flybondi war nie Mitglied einer Allianz. Anders als Aerolíneas Argentinas, die zu SkyTeam gehört, verkaufte Flybondi ausschließlich eigene Direktflüge.

Kann ich Flybondi-Flugzeuge noch spotten?

Nur mit Glück. Laut Berichten aus Argentinien stehen Anfang Oktober 2026 noch drei Flybondi-Maschinen im Land, alle außer Betrieb; zehn weitere gingen an die Leasinggeber zurück. Solche Flugzeuge tauchen oft mit neuem Kennzeichen bei anderen Airlines wieder auf – Reste der alten Bemalung inklusive.

Flybondi im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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