Das Wichtigste in Kürze
- Die B-25 ist ein zweimotoriger mittlerer Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg, Erstflug 1940, gebaut in knapp 10.000 Exemplaren.
- Schnellster Erkennungsweg: doppeltes Seitenleitwerk plus Knickflügel plus Bugrad – diese Kombination hat kein anderer Warbird, den du in Europa am Himmel siehst.
- Berühmt wurde sie durch den Doolittle Raid am 18. April 1942: 16 B-25B starteten vom Flugzeugträger USS Hornet zum Angriff auf Japan.
- Im deutschsprachigen Raum ist die B-25J der Flying Bulls mit dem Kennzeichen N6123C die Maschine, die du am ehesten fliegen siehst – Heimat ist der Hangar-7 am Flughafen Salzburg.
- Weltweit sind nur noch einige Dutzend B-25 flugfähig, die meisten davon in den USA.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die B-25 Mitchell?
- 2.Die Versionen im Überblick
- 3.So erkennst du die B-25 in drei Schritten
- 4.Verwechslungsgefahr: B-25 oder anderer Zweimot?
- 5.Geschichte: vom Doolittle Raid bis Hollywood
- 6.Die Flying-Bulls-B-25J in Salzburg
- 7.Weitere flugfähige B-25 weltweit
- 8.Airshow-Planung: so erwischst du die Mitchell
- 9.Fototipps speziell für die B-25
- 10.Häufige Fehlbestimmungen ausschließen
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | North American Aviation (Werke Inglewood/Kalifornien und Kansas City/Fairfax) |
|---|---|
| Rolle | Mittlerer Bomber, später auch Erdkampf- und Trainingsflugzeug |
| ICAO-Typcode | B25 |
| Erstflug | 19. August 1940 |
| Bauzeit | 1941 bis 1945 |
| Gebaute Exemplare | knapp 10.000 (Angaben je nach Quelle rund 9.800 bis 9.980), davon 4.318 B-25J |
| Antrieb | 2 × Wright R-2600 Twin Cyclone, 14-Zylinder-Doppelsternmotor, bei der B-25J je rund 1.700 PS |
| Länge | ca. 16,1 m (B-25J) |
| Spannweite | ca. 20,6 m |
| Höhe | ca. 5,0 m |
| Max. Abflugmasse | rund 15,9 t (B-25J) |
| Höchstgeschwindigkeit | rund 440 km/h (B-25J, je nach Quelle) |
| Reichweite | rund 2.170 km |
| Besatzung | 5 bis 6, je nach Version |
| Fahrwerk | Bugradfahrwerk, alle drei Beine einziehbar |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Doppeltes Seitenleitwerk: zwei ovale Seitenflossen an den Enden des Höhenleitwerks – das wichtigste Merkmal auf Distanz
- Knickflügel: Der Innenflügel bis zu den Motoren steigt nach außen an, die Außenflügel verlaufen fast waagerecht – von vorn sieht das wie eine flache Möwe aus
- Zwei große Sternmotoren mit runden Verkleidungen und Dreiblattpropellern
- Bugradfahrwerk: Am Boden steht der Rumpf waagerecht – anders als bei Spornrad-Oldtimern wie DC-3 oder T-6
- Bei der B-25J eine verglaste Bugkanzel für den Bombenschützen, dahinter das Cockpit mit eigener Verglasung
- Schlanker, eckiger Rumpf mit verglaster Heckschützenstellung hinter den Leitwerken und einem Waffenturm auf dem Rumpfrücken
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein dumpfes Grollen über dem Flugplatz, dann schiebt sich ein schlanker Zweimot mit verglaster Nase und zwei Seitenflossen ins Bild: Das ist eine North American B-25 Mitchell. Der mittlere Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg gehört zu den bekanntesten Warbirds überhaupt, und mit der B-25J der Flying Bulls in Salzburg fliegt eines der wenigen europäischen Exemplare direkt vor deiner Haustür. Auf dieser Seite erfährst du, woran du die B-25 sicher erkennst, wie sie sich von anderen Oldtimern unterscheidet und wo du heute noch flugfähige Maschinen erlebst.
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Was ist die B-25 Mitchell?
Die B-25 ist ein zweimotoriger mittlerer Bomber von North American Aviation, dem kalifornischen Hersteller, der auch die P-51 Mustang und den Trainer T-6 Texan gebaut hat. „Mittlerer Bomber“ heißt: kleiner und schneller als die viermotorigen schweren Bomber wie die B-17 Flying Fortress, dafür mit geringerer Bombenlast und Reichweite. Gedacht war der Typ für Angriffe auf Ziele hinter der Front, Flugplätze, Brücken und Schiffe.
Der Erstflug fand am 19. August 1940 statt. Entwickelt wurde die Maschine aus einem Vorläuferprojekt mit der Werksbezeichnung NA-40, das Serienmuster hieß intern NA-62. Den Namen erhielt sie zu Ehren von William „Billy“ Mitchell, einem US-General, der schon in den 1920er-Jahren die Bedeutung der Luftmacht predigte und dafür vor ein Militärgericht kam.
Gebaut wurde die B-25 von 1941 bis 1945 in zwei Werken: im Stammwerk Inglewood in Kalifornien und in einer neuen Fabrik am Fairfax-Flugplatz in Kansas City. Insgesamt entstanden knapp 10.000 Exemplare – die Angaben schwanken je nach Zählweise zwischen gut 9.800 und rund 9.980. Allein aus Kansas City kamen über 6.600 Maschinen.
Die Versionen im Überblick
Die B-25 wurde während des Krieges laufend weiterentwickelt. Für Spotter sind vor allem zwei Nasenformen wichtig: verglast oder geschlossen.
| Version | Besonderheit | Gebaut (ca.) |
|---|---|---|
| B-25 / B-25A | Erste Serienmaschinen, frühe Exemplare noch ohne Knickflügel | kleine Stückzahlen |
| B-25B | Mit Waffentürmen oben und unten, ohne Heckstand – das Muster des Doolittle Raid | kleine Serie |
| B-25C / B-25D | Erste Großserie aus Inglewood (C) und Kansas City (D) | 1.625 / 2.290 |
| B-25G | Geschlossene Nase mit 75-mm-Kanone | rund 400 |
| B-25H | Weiterentwicklung der G mit noch mehr Bordwaffen | 1.000 |
| B-25J | Zurück zur verglasten Nase, verbesserte Ausstattung | 4.318 |
| PBJ-1 | Versionen für US Navy und Marine Corps | – |
Interessantes Detail aus der Entwicklung: Die ersten Maschinen hatten einen durchgehend gleich stark nach oben angestellten Flügel und neigten zu unangenehmen Taumelbewegungen um die Hochachse. North American nahm den Außenflügeln deshalb die V-Stellung – so entstand der Knickflügel, der die B-25 bis heute unverwechselbar macht.
Nach dem Krieg flog die B-25 noch lange als Schul- und Verbindungsflugzeug, etwa als TB-25. Ihren letzten Flug in der US Air Force absolvierte sie im Mai 1960. Danach begann die zivile Karriere vieler Maschinen: als Sprühflugzeug, Löschflugzeug, Filmkamera-Träger oder Firmenflieger.
So erkennst du die B-25 in drei Schritten
Für die Bestimmung brauchst du keine Spezialkenntnisse. Drei Beobachtungen reichen, und zwei davon funktionieren schon aus großer Entfernung.
Leitwerk ansehen
Zwei ovale Seitenflossen an den Enden des Höhenleitwerks – das ist das Erkennungszeichen schlechthin. Ein einzelnes, großes Seitenleitwerk schließt die B-25 aus.
Flügel von vorn prüfen
Der Innenflügel steigt bis zu den Motorgondeln an, danach verläuft der Flügel fast flach. Im Anflug von vorn wirkt die Silhouette wie ein flaches „M“.
Fahrwerk und Nase checken
Bugrad statt Spornrad, dazu bei der B-25J eine verglaste Kanzel vor dem Cockpit. Am Boden steht der Rumpf waagerecht.
Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ. Die meisten flugfähigen B-25 tragen US-Zivilkennzeichen mit „N“, auch die Flying-Bulls-Maschine in Salzburg. Viele sind zusätzlich mit ihrer historischen Militärseriennummer am Seitenleitwerk lackiert; wie du solche Seriennummern liest, erklärt der Beitrag zu US-Militärkennzeichen.
Praxis-Tipp für die Airshow
Bei Vorbeiflügen zeigt sich die B-25 oft im Seitenprofil. Achte dann auf die verglaste Heckschützenstellung hinter den beiden Seitenflossen und den Waffenturm auf dem Rumpfrücken hinter dem Cockpit – beides gibt es bei keinem zweimotorigen Verkehrsflugzeug dieser Ära.
Verwechslungsgefahr: B-25 oder anderer Zweimot?
Bei Oldtimer-Treffen stehen oft mehrere zweimotorige Propellerflugzeuge nebeneinander. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: zweimotoriger Oldtimer
North American B-25 Mitchell
Doppeltes Seitenleitwerk, Bugrad und schlanker Bomberrumpf: Das ist das typische B-25-Bild. Prüf noch den Knickflügel – dann ist die Sache klar.
Douglas DC-3 / C-47
Spornrad, ein einzelnes Seitenleitwerk und ein bauchiger Rumpf mit Fensterreihe sprechen für den Transporter. Mehr dazu auf der Seite zur DC-3.
Lockheed P-38 Lightning
Zwei Leitwerksträger und eine kurze Mittelgondel: Das ist der zweimotorige Jäger, den die Flying Bulls ebenfalls in Salzburg betreiben.
Bei viermotorigen Bombern wie der B-17 oder der B-29 Superfortress stellt sich die Frage gar nicht erst: Zähl die Motoren. Auch die Douglas DC-6 der Flying Bulls, mit der die B-25 manchmal gemeinsam auftritt, hat vier Motoren und ein einzelnes Seitenleitwerk. Eine ausführliche Übersicht zu Oldtimern findest du im Guide Oldtimer am Himmel erkennen.
Geschichte: vom Doolittle Raid bis Hollywood
Ihren Platz in den Geschichtsbüchern verdankt die B-25 vor allem einem Einsatz: dem Doolittle Raid. Am 18. April 1942 starteten 16 B-25B vom Flugzeugträger USS Hornet, um Ziele in Tokio, Yokohama, Nagoya, Kobe und anderen japanischen Städten anzugreifen. An Bord waren 80 Männer in Fünf-Mann-Besatzungen, angeführt von Lieutenant Colonel James Doolittle. Weil der Verband früher als geplant entdeckt wurde, mussten die Bomber weiter draußen auf See starten als vorgesehen. Keine Maschine kehrte zurück: 15 gingen über China verloren, eine landete in der Sowjetunion. Militärisch war der Schaden gering, für die Stimmung in den USA war der Angriff wenige Monate nach Pearl Harbor aber ein Wendepunkt. Doolittle erhielt dafür die Medal of Honor.
Danach flog die B-25 an praktisch allen Fronten: im Pazifik, in Nordafrika, im Mittelmeerraum und in Europa. Die britische Royal Air Force erhielt über das Leih-Pacht-Programm rund 900 Maschinen und setzte sie als Mitchell Mk I bis III ein, darunter auch eine niederländische Staffel im RAF-Verbund. Die Sowjetunion bekam ebenfalls mehrere Hundert Exemplare, dazu kamen Australien, Kanada, China, das Freie Frankreich, Brasilien und weitere Länder.
Zwei kuriose Episoden: Im März 1944 zerstörte der Ausbruch des Vesuvs bei Neapel auf einem Feldflugplatz je nach Quelle 70 bis knapp 90 B-25 durch Asche und Gesteinsbrocken. Und am 28. Juli 1945 prallte eine B-25 bei schlechter Sicht in New York gegen das Empire State Building.
Nach dem Krieg wurde die Mitchell zum Filmstar. Für den Kinofilm „Catch-22“ von 1970 trug die Produktion je nach Zählweise 17 bis 18 B-25 zusammen – damals eine der größten privaten Bomberflotten der Welt. Einige der heute noch fliegenden Maschinen haben genau diese Filmvergangenheit.
Die Flying-Bulls-B-25J in Salzburg
Für Spotter im deutschsprachigen Raum ist eine B-25 besonders interessant: die B-25J der Flying Bulls mit dem US-Kennzeichen N6123C. Laut den Flying Bulls stammt sie aus dem Baujahr 1945 und gehört damit zur letzten und häufigsten Bauserie.
Ihre Lebensgeschichte ist typisch für viele überlebende Mitchells. Nach Jahren im Dienst der US-Luftwaffe wurde sie Ende der 1950er-Jahre auf der Davis-Monthan Air Force Base in Arizona eingelagert und 1958 an einen zivilen Betreiber verkauft. Dort erhielt sie das Kennzeichen N6123C, wurde mit Sprühanlage und Tanks ausgerüstet und flog später auch als Löschflugzeug. Anfang der 1970er-Jahre stand sie stillgelegt in Arizona herum.
Die Rettung kam aus Kansas City: Eine Warbird-Gruppe kaufte die Maschine 1977 und restaurierte sie bis Mitte der 1980er-Jahre wieder flugfähig. Danach tourte sie in Militärbemalung als „Fairfax Ghost“ über amerikanische Airshows – eine Anspielung auf das B-25-Werk am Fairfax-Flugplatz. Ende der 1990er-Jahre ging die Maschine an Red Bull und wurde nach Salzburg überführt. Seitdem gehört sie zur Flotte der Flying Bulls, die im Hangar-7 am Flughafen Salzburg ihre historischen Flugzeuge zeigen.
Gute Gesellschaft im Hangar
Die B-25J teilt sich die Flying-Bulls-Flotte unter anderem mit einer Douglas DC-6B, einer Lockheed P-38 Lightning, einer P-51D Mustang, einer Vought F4U Corsair und einer North American T-6. Welche Maschinen gerade im Hangar stehen und welche unterwegs sind, wechselt mit Wartung und Airshow-Saison.
Am Boden erlebst du die B-25 im Hangar-7 – vorausgesetzt, sie ist gerade nicht auf Tour oder in der Werft. Öffnungszeiten und Bedingungen für den Besuch findest du auf der offiziellen Seite des Hangar-7; vor einer langen Anreise lohnt ein kurzer Check. Tipps für Standpunkte rund um das Gebäude gibt es auf der Spot-Seite Hangar-7 am Flughafen Salzburg. Wenn die Maschine fliegt, ist die Besucherterrasse am Flughafen Salzburg ein naheliegender Startpunkt. Alles zum Flughafen selbst steht auf der Seite Flughafen Salzburg.
N6123C auf die Wunschliste
Setz das Kennzeichen der Flying-Bulls-B-25 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn die Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Weitere flugfähige B-25 weltweit
Von den knapp 10.000 gebauten B-25 existieren heute noch mehr als hundert, die meisten davon als Museumsstücke. Flugfähig sind laut gängigen Übersichten rund 45 Maschinen – der Großteil in den USA, wo Stiftungen, Museen und private Sammler sie für Airshows und Rundflüge betreiben. Bekannte Namen der US-Szene sind etwa „Panchito“, „Devil Dog“, „Miss Mitchell“ und „Briefing Time“.
In Europa ist die Auswahl deutlich kleiner. Neben der Flying-Bulls-Maschine in Österreich ist in den Niederlanden die B-25 „Sarinah“ als flugfähig gelistet; sie erinnert in ihrer Bemalung an die Mitchells der niederländischen Luftstreitkräfte im Zweiten Weltkrieg. Weitere Exemplare in Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien sind ausgestellt, eingelagert oder in Restaurierung.
| Ort | Chance auf eine B-25 | Warum |
|---|---|---|
| Salzburg | mittel | Heimat der Flying-Bulls-B-25J, Flugbetrieb je nach Saison |
| Airshows in Österreich | mittel | Flying Bulls treten regelmäßig bei heimischen Großveranstaltungen auf |
| Oldtimer-Treffen in Mitteleuropa | niedrig bis mittel | Teilnahme wechselt von Jahr zu Jahr |
| USA, besonders bei großen Airshows | hoch | Dort fliegen die meisten erhaltenen Maschinen |
| Museen | sicher (statisch) | Ausgestellte Exemplare in den USA und Europa |
Statisch triffst du die B-25 zum Beispiel im National Museum of the US Air Force in Dayton, das zu den größten Militärluftfahrtmuseen der Welt gehört. Für Besuche vor Ort hilft die Spot-Seite zum Museumsgelände in Dayton. In Großbritannien ist das Imperial War Museum Duxford die erste Adresse für amerikanische Weltkriegsflugzeuge; bei den Airshows in Duxford tauchen regelmäßig seltene Warbirds aus ganz Europa auf.
Flugfähig ist kein Dauerzustand
Warbirds verschwinden oft für Monate oder Jahre in der Werft, wechseln den Besitzer oder ziehen um. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf vor einer Reise das aktuelle Programm der Veranstaltung oder die Ankündigungen des Betreibers.
Airshow-Planung: so erwischst du die Mitchell
Die besten Chancen auf eine fliegende B-25 im Alpenraum hast du bei Flugshows, bei denen die Flying Bulls auftreten. Die bekannteste ist die AIRPOWER in Zeltweg, wo historische Maschinen traditionell neben modernen Jets fliegen. Auch Oldtimer-Veranstaltungen wie das Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide lohnen den Blick ins Programm. Einen Überblick über die wichtigsten Termine bietet der Beitrag Airshows in Europa für Planespotter.
Bereit für die B-25?
- Ich habe im offiziellen Programm geprüft, ob die B-25 angekündigt ist.
- Ich kenne die Display-Linie und weiß, von wo die Sonne scheint.
- Meine Verschlusszeit ist auf Propeller eingestellt, nicht auf Jets.
- Ich habe einen Platz mit freier Sicht auf die Vorbeiflüge.
- Akku voll, Speicherkarte frei, Gehörschutz eingepackt.
Was du für einen langen Airshow-Tag einpacken solltest, steht in der Checkliste für den Airshow-Tag.
Fototipps speziell für die B-25
Die Mitchell ist ein dankbares Motiv: zwei große Propeller, viel Glas, markante Leitwerke. Ein paar Punkte machen den Unterschied zwischen Belegfoto und Lieblingsbild.
Propeller drehen lassen
Mit zu kurzer Verschlusszeit frierst du die Propeller ein, und die B-25 wirkt wie ein Standmodell. Lieber etwas länger belichten und mitziehen. Wie das genau geht, erklärt der Guide Propeller fotografieren.
Dreiviertelansicht suchen
Schräg von vorn siehst du Bugkanzel, Knickflügel und beide Seitenflossen gleichzeitig. Im reinen Seitenprofil verdeckt die eine Flosse die andere.
Blankes Metall beachten
Polierte Oberflächen spiegeln stark. Mit der Sonne im Rücken und eher flachem Licht vermeidest du ausgefressene Lichter auf Rumpf und Flügeln.
Boden-Details mitnehmen
Wenn die Maschine im Hangar steht, lohnen Nahaufnahmen von Bugkanzel, Motorgondeln und Heckstand – solche Details zeigen Spotter selten.
Allgemeine Tipps zur Fotografie bei Flugshows findest du im Beitrag Airshows fotografieren.
Häufige Fehlbestimmungen ausschließen
Es spricht für die B-25, wenn …
- zwei ovale Seitenflossen am Höhenleitwerk sitzen
- der Flügel einen deutlichen Knick an den Motorgondeln hat
- die Maschine auf einem Bugrad waagerecht steht
- vorn eine verglaste Kanzel und hinten ein Heckstand zu sehen sind
Sieh genauer hin, wenn …
- die Nase geschlossen ist – dann könnte es eine B-25H oder eine umgebaute Maschine sein
- du die Maschine nur von unten oder im Gegenlicht siehst
- keine Bordwaffen-Attrappen montiert sind, wie bei manchen zivil genutzten Exemplaren
Es ist keine B-25, wenn …
- die Maschine schräg auf einem Spornrad steht
- du nur ein einzelnes Seitenleitwerk siehst
- vier Motoren unter den Flügeln hängen
- zwei lange Leitwerksträger vom Flügel nach hinten laufen – dann ist es eine P-38
Fazit
Die B-25 Mitchell ist einer der Warbirds, die man nach dem ersten bewussten Sehen nicht mehr verwechselt. Doppeltes Seitenleitwerk, Knickflügel und Bugrad liefern den Typ, die Nase die Version, das Kennzeichen die Bestätigung. Für Spotter im Alpenraum ist die Flying-Bulls-Maschine N6123C in Salzburg ein echter Glücksfall: Eine der wenigen flugfähigen Mitchells Europas ist hier zu Hause.
Kurzfazit
Zwei Seitenflossen, Knickflügel, Bugrad und verglaste Nase: Das ist die B-25J. Wer sie fliegen sehen will, behält die Auftritte der Flying Bulls im Blick und plant Airshows wie die AIRPOWER oder einen Besuch im Hangar-7 in Salzburg ein.
Zusammenfassung
- Die B-25 Mitchell flog erstmals 1940 und wurde bis 1945 in mehreren Versionen gebaut; die verglaste B-25J ist die häufigste.
- Doppeltes Seitenleitwerk, Knickflügel und Bugradfahrwerk unterscheiden sie sicher von anderen zweimotorigen Oldtimern.
- Die Flying-Bulls-B-25J N6123C stammt aus dem Jahr 1945, war in den USA unter anderem Sprühflugzeug und Feuerlöschflieger und kam Ende der 1990er-Jahre nach Salzburg.
- Flugfähige B-25 siehst du in Europa vor allem bei Airshows und Oldtimer-Treffen – Termine und Teilnehmer ändern sich jedes Jahr.
Häufige Fragen
Woher hat die B-25 den Namen Mitchell?
Sie ist nach William „Billy“ Mitchell benannt, einem US-General, der in den 1920er-Jahren vehement für eine eigenständige, starke Luftwaffe eintrat.
Welchen ICAO-Typcode hat die B-25?
Der Typ läuft unter B25. Weil die flugfähigen Exemplare fast alle zivil registriert sind, tauchen sie mit diesem Code und ihrem Kennzeichen auch in Tracking-Diensten auf, sofern ein Transponder mit ADS-B-Ausgabe an Bord ist.
Wo sehe ich in Österreich oder Deutschland eine fliegende B-25?
Am ehesten bei Einsätzen der Flying Bulls, deren B-25J am Flughafen Salzburg stationiert ist. Sie zeigt sich bei Flugshows und Sonderflügen; ob sie bei einer bestimmten Veranstaltung dabei ist, prüfst du am besten kurz vorher im offiziellen Programm.
Was war der Doolittle Raid?
Am 18. April 1942 starteten 16 B-25B unter Führung von Lieutenant Colonel James Doolittle vom Flugzeugträger USS Hornet und griffen Ziele in Tokio und weiteren japanischen Städten an. Der militärische Schaden war gering, die Wirkung auf die Moral in den USA und in Japan dafür enorm. Keine der Maschinen kehrte auf den Träger zurück – das war auch nie vorgesehen.
Wie unterscheide ich die B-25 von der DC-3 oder C-47?
Die DC-3 hat ein Spornrad und steht am Boden schräg, dazu ein einzelnes, großes Seitenleitwerk. Die B-25 steht auf einem Bugrad waagerecht und trägt zwei Seitenflossen. Auch der Rumpf ist bei der B-25 deutlich schlanker.
Wie viele B-25 fliegen heute noch?
Gängige Übersichten nennen rund 45 flugfähige Exemplare weltweit, der überwiegende Teil in den USA. Die Zahl schwankt, weil Maschinen in die Restaurierung gehen, nach Jahren wieder abheben oder nach Unfällen ausfallen.
Was ist der Unterschied zwischen B-25J und B-25H?
Die B-25H hatte eine kurze, geschlossene Metallnase mit einer 75-mm-Kanone und Maschinengewehren für Angriffe auf Bodenziele. Die B-25J kehrte zur verglasten Bugkanzel mit Bombenschützenplatz zurück, ein Teil wurde später mit einer Achtfach-MG-Nase ausgerüstet. Die meisten heute fliegenden Exemplare sind B-25J.
North American B-25 Mitchell sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Wo du die North American B-25 Mitchell siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
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