Das Wichtigste in Kürze
- IATA BUD, ICAO LHBP: Ungarns wichtigster Flughafen, bis 2011 Ferihegy, heute nach Franz Liszt benannt – 2025 mit rund 19,6 Millionen Passagieren.
- Zwei Parallelpisten: 13L/31R mit 3.707 Metern und 13R/31L mit 3.010 Metern, dazwischen liegt das Terminal 2.
- Heimat von Wizz Air: Seit dem Ende von Malév 2012 prägen Low-Cost-Airlines das Bild, ergänzt um Netzwerk-Zubringer, Golf-Carrier und Langstrecken nach Asien.
- Starker Frachtstandort: Laut VINCI Airports knapp 300.000 Tonnen pro Jahr und eine eigene Cargo City bringen regelmäßig Großraumfrachter nach Budapest.
- Vier legale Anlaufpunkte: Terrasse in Terminal 2A, der Aeropark, der Spotter Hill an der 13R und der Spotterdomb an der 31R.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Was du als Spotter wissen solltest
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Von Ferihegy zu Liszt Ferenc
- 8.Eigentümer: zurück in staatlicher Hand
- 9.Zwei Parallelpisten, Terminal in der Mitte
- 10.Die Terminals: 2A, 2B, SkyCourt – und ein Denkmal
- 11.Wizz Air prägt das Bild
- 12.Netzwerk, Golf und Langstrecke
- 13.Fracht: Budapest als Cargo-Drehscheibe
- 14.Spotten in Budapest: vier Anlaufpunkte
- 15.Anreise: Bus, Bahn oder Auto
- 16.Budapest im Vergleich
- 17.Fazit
- 18.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | BUD |
|---|---|
| ICAO-Code | LHBP |
| Betreiber | Budapest Airport Zrt. – seit Juni 2024 zu 80 % im Besitz einer staatlichen ungarischen Beteiligungsgesellschaft (Corvinus) und zu 20 % bei VINCI Airports, das den Flughafen betreibt |
| Konzession | Laut VINCI Airports bis 2080 |
| Lage | Rund 16 km südöstlich der Budapester Innenstadt im XVIII. Bezirk, nahe der Autobahn M4 |
| Start- und Landebahnen | Zwei parallele Pisten: 13L/31R mit 3.707 m und 13R/31L mit 3.010 m Länge, beide 45 m breit |
| Passagierterminals | Terminal 2A und 2B, verbunden durch den SkyCourt; Terminal 1 ist seit 2012 für den Linien-Passagierverkehr geschlossen |
| Wichtigster Nutzer | Wizz Air – Unternehmenssitz und wichtigstes Drehkreuz; Ryanair unterhält eine Basis |
| Verkehr 2025 | Rund 19,6 Mio. Passagiere – Rekord und knapp 12 % mehr als 2024 |
| Fracht | Laut VINCI Airports knapp 300.000 Tonnen Fracht pro Jahr; eigene BUD Cargo City seit 2019 |
| Anreise | Expressbus 100E ab Deák Ferenc tér, Bus 200E ab Metro M3 Kőbánya-Kispest, Regionalzüge bis Haltepunkt Ferihegy, Autobahn M4 |
| Für Spotter relevant | Besucherterrasse in Terminal 2A, Freiluftmuseum Aeropark an der 31L, Spotter Hill an der 13R und Spotterdomb bei Vecsés an der 31R |
| Offizielle Website | www.bud.hu |
Tätigkeitsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Budapest Liszt Ferenc aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Budapest Liszt Ferenc
- Die aktive Betriebsrichtung vor dem Besuch geprüft – 31 oder 13, und auf welcher Bahn landet der Verkehr?
- Einen Wizz-Air-A321neo in Pink und Lila über der Heimatbasis erwischt
- Eine Boeing 737 von Ryanair notiert – mit Kennzeichen, denn die Flotte ist riesig
- Einen Großraumfrachter wie die Boeing 747 oder die 777F an der Cargo City erwischt
- Eine Langstrecke aus Asien oder vom Golf fotografiert
- Im Aeropark die Tu-154 und die Il-18 in Malév-Farben betreten
- Das historische Terminal 1 mit seinem flugzeugförmigen Grundriss ins Bild gesetzt
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Mehrere legale Spots: Terrasse, Museum und zwei Hügel
- Aeropark mit sowjetischen Klassikern direkt am Flughafen
- Wizz-Air-Heimat mit der wohl größten A321neo-Dichte, die du in Mitteleuropa findest
- Überraschend viel Frachtverkehr mit Großraumfrachtern
- Langstrecken nach China, Korea, Nordamerika und an den Golf
- Terminal und Aeropark ohne Auto erreichbar
Wo es hakt
- Die Hügel sind ohne Auto kaum sinnvoll erreichbar
- Welche Piste wofür genutzt wird, wechselt – ohne Vorab-Check stehst du schnell falsch
- Wenig Netzwerk-Airline-Verkehr seit dem Aus von Malév
- An heißen Tagen starkes Hitzeflimmern über den langen Pisten
- Aeropark eintrittspflichtig und an Öffnungszeiten gebunden
Wer an Budapest denkt, denkt an Donau, Parlament und Thermalbäder – und meistens nicht an einen der spannendsten Spotting-Flughäfen Mitteleuropas. Dabei bietet Ferihegy, wie der Flughafen in der Szene noch immer heißt, eine Mischung, die es so selten gibt: die Heimatbasis von Wizz Air, einen Frachtbereich mit Großraumfrachtern, Langstrecken nach China und Korea, zwei parallele Pisten mit klarer Rollenverteilung und ein Freiluftmuseum, in dem du sowjetische Verkehrsflugzeuge betreten kannst. Dazu kommen eine Terrasse im Terminal und zwei Hügel am Zaun. Wer die Betriebsrichtung kennt, hat hier einen sehr guten Spottertag.
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Von Ferihegy zu Liszt Ferenc
Die Geschichte beginnt Ende der 1930er-Jahre. Budapests Flughafen lag damals in Budaörs, war aber zu klein geworden. Für einen neuen Standort auf dem Gebiet von Ferihegy wählte die Stadt im Dezember 1939 den Entwurf des Architekten Károly Dávid jr. – ein Empfangsgebäude, dessen Grundriss von oben an ein Flugzeug erinnert. Ab 1942 wurde gebaut, militärische Anlagen gingen zuerst in Betrieb, und gegen Kriegsende wurden viele Gebäude beschädigt. Für den zivilen Luftverkehr öffnete der Flughafen erst am 7. Mai 1950.
Der Name Ferihegy geht übrigens nicht auf einen Ort zurück, sondern auf einen Menschen: Ferenc Mayerffy, der im 19. Jahrhundert Land in der Gegend bewirtschaftete – ungarische Quellen beschreiben ihn mal als Brauer, mal als Weingutsbesitzer. Aus „Feri“, der Koseform von Ferenc, und „hegy“ für Hügel wurde der Name, den Generationen von Reisenden kannten. Im März 2011 benannte die Regierung den Flughafen zum 200. Geburtstag des Komponisten in Budapest Liszt Ferenc um – eine Entscheidung, die damals politisch umstritten war. Im Alltag sagen viele Ungarn bis heute Ferihegy.
Über Jahrzehnte war Ferihegy die Basis von Malév, der 1954 gegründeten Staatsairline. 1957 landete mit KLM die erste westliche Fluggesellschaft in Budapest, 1983 kam die zweite Piste hinzu, 1985 das Terminal 2A und Ende 1998 das Terminal 2B. Am 3. Februar 2012 stellte Malév den Flugbetrieb ein – ein Einschnitt, der den Flughafen auf einen Schlag rund 1,5 Millionen Umsteigepassagiere im Jahr kostete und sein Profil grundlegend verändert hat.
Von dem Schock hat sich Budapest längst erholt. 2019 zählte der Flughafen rund 16,2 Millionen Passagiere, 2024 rund 17,5 Millionen, und 2025 wurde mit rund 19,6 Millionen ein neuer Rekord erreicht – ein Plus von knapp zwölf Prozent. Getragen wird das Wachstum vor allem vom Low-Cost-Verkehr, dazu kommen neue Langstrecken. Für dich heißt das: Budapest ist heute deutlich voller als zu Malév-Zeiten, nur eben mit einem ganz anderen Airline-Mix.
Eigentümer: zurück in staatlicher Hand
Die Besitzverhältnisse haben sich in den vergangenen zwanzig Jahren mehrfach gedreht. 2005 verkaufte der ungarische Staat eine Mehrheit am Betreiber an die britische Flughafengesellschaft BAA. Schon 2007 übernahm ein Konsortium unter Führung des deutschen Baukonzerns Hochtief diesen Anteil, an dem unter anderem kanadische und singapurische Investoren beteiligt waren.
Im Juni 2024 kaufte der Staat den Flughafen für rund 3,1 Milliarden Euro zurück. Seitdem hält eine staatliche Beteiligungsgesellschaft 80 Prozent, die französische VINCI Airports 20 Prozent. VINCI betreibt den Flughafen im Rahmen einer Konzession, die nach Angaben des Unternehmens bis 2080 läuft. Für den Alltag am Zaun ändert das wenig, für die langfristige Entwicklung umso mehr – denn mit den neuen Eigentümern kam wieder Bewegung in die Ausbaupläne.
Zwei Parallelpisten, Terminal in der Mitte
Budapest hat zwei parallele Pisten in Nordwest-Südost-Richtung. Die nördliche 13L/31R ist mit 3.707 Metern die längere und wurde 1983 eröffnet. Die südliche 13R/31L misst 3.010 Meter. Beide sind 45 Meter breit. Zwischen ihnen liegt das Terminal 2 mit den Bereichen 2A und 2B, das alte Terminal 1 befindet sich weiter westlich am Rand des Geländes.
| Piste | Länge | Typische Rolle | Für Spotter |
|---|---|---|---|
| 13L/31R | 3.707 m | bei Betrieb auf 31 meist Landungen, schwere Frachter | Spotterdomb bei Vecsés, Terrasse in 2A |
| 13R/31L | 3.010 m | bei Betrieb auf 31 meist Starts | Aeropark bei Landungen auf 31L |
| Betrieb auf 13 | – | Landungen auf der 13R, Starts auf der 13L | Spotter Hill im Nordwesten |
Als Faustregel gilt laut verbreiteten Spotterführern: Gelandet wird auf der jeweils rechten Bahn, gestartet auf der linken. Bei Betrieb in Richtung 31 landet der Verkehr also meist auf der 31R und startet auf der 31L, bei Betrieb in Richtung 13 entsprechend auf der 13R und der 13L. Ausnahmen gibt es: Schwere Frachter wie die Boeing 747 fragen aus Leistungsgründen oft die längere Bahn an, und Landungen auf der 31L kommen in bestimmten Verkehrslagen vor – dann ziehen die Anflüge tief über den Aeropark. Frühmorgens bevorzugt die Flugsicherung nach denselben Quellen häufig die 13, um Starts über der Stadt zu vermeiden.
Betriebsrichtung in zwei Minuten prüfen
Ein Blick auf die Live-Positionen in einer Flugverfolgung zeigt dir sofort, ob Budapest gerade auf 31 oder 13 arbeitet und welche Bahn für Landungen genutzt wird. Danach entscheidest du, ob du zum Spotter Hill, zum Spotterdomb oder in den Aeropark fährst. Wie das geht, erklärt der Beitrag zur Flugverfolgung mit ADS-B; die Grundlagen zum Wind stehen unter Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Die Terminals: 2A, 2B, SkyCourt – und ein Denkmal
Der Passagierverkehr läuft heute komplett über das Terminal 2. Der Teil 2A wurde 1985 für Malév eröffnet und dient heute vor allem Flügen innerhalb des Schengen-Raums, der Teil 2B kam Ende 1998 dazu und übernimmt den Großteil der Nicht-Schengen-Flüge. Seit dem 27. März 2011 verbindet der SkyCourt die beiden Bereiche – ein großer Zentralbau mit Sicherheitskontrolle, Lounges und Shops.
Das historische Terminal 1 mit seinem flugzeugförmigen Grundriss steht unter Denkmalschutz. Nach der Privatisierung wurde es 2005 renoviert und als Terminal für Billigflieger genutzt. Ende Mai 2012, wenige Monate nach dem Aus von Malév, schloss es für den Linien-Passagierverkehr. Seitdem dient der Bereich nach Angaben ungarischer Nachschlagewerke für Fracht-, Charter-, Klein- und Regierungsflüge. Für Spotter ist das alte Gebäude ein schönes Motiv – und ein Hinweis darauf, dass auf der Westseite gelegentlich Flugzeuge außerhalb des Linienbetriebs stehen.
Über ein neues Terminal wird seit Jahren gesprochen – ursprünglich war es schon für die Zeit um 2020 vorgesehen. Im Februar 2026 wurde laut Nachschlagewerken der Grundstein für ein neues Terminal gelegt. Kapazität und Eröffnungstermin waren bei Redaktionsschluss nicht verlässlich belegt. Für dich bedeutet das: Ansichten rund um das Terminal 2 können sich in den nächsten Jahren durch Baustellen verändern.
Wizz-Air-Kennzeichen sammeln
Mit Planetrack setzt du Typen, Kennzeichen und Special Liveries auf die Wunschliste deines Hangars und wirst benachrichtigt, wenn sie Budapest anfliegen. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Wizz Air prägt das Bild
Seit dem Ende von Malév gibt es in Budapest keine Netzwerk-Airline mit Drehkreuz mehr. Die Lücke hat der Low-Cost-Verkehr gefüllt, allen voran Wizz Air. Die 2003 gegründete Airline hat in Budapest ihren Sitz und ihr wichtigstes Drehkreuz. Entsprechend dominieren Airbus-Schmalrumpfjets in Pink und Lila, vor allem der A321neo und der A321. Wer Wizz-Air-Kennzeichen sammelt, ist hier an der richtigen Adresse.
Kurz nach dem Aus von Malév eröffnete Ryanair eine Basis in Budapest. Die irische Airline fliegt dort mit der Boeing 737-800 und Jets der 737-MAX-Familie. Weil sich die Ryanair-Jets äußerlich kaum unterscheiden, lohnt es sich, jedes Kennzeichen sauber zu notieren. Daneben nennen Nachschlagewerke Smartwings Hungary als Airline mit Basis in Budapest, die zum tschechischen Smartwings-Konzern gehört.
Netzwerk, Golf und Langstrecke
Die großen europäischen Drehkreuze sind mit Zubringern vertreten. Unter anderem verbinden Lufthansa, Swiss, Austrian, LOT, KLM, Air France und British Airways Budapest mit ihren Heimatflughäfen. Nach den veröffentlichten Streckenzahlen war Istanbul 2024 die passagierstärkste Strecke, dicht gefolgt von London-Stansted, Frankfurt und Barcelona – mit Turkish Airlines und Pegasus ist Istanbul entsprechend gut bedient.
Spannend für Spotter ist die Langstrecke. Vom Golf kommen Emirates und flydubai aus Dubai, Qatar Airways ist vor allem mit Frachtern präsent. Aus Asien fliegen nach Nachschlagewerken mehrere chinesische Gesellschaften, darunter Air China, China Southern, Shanghai Airlines und Hainan Airlines, außerdem Korean Air und Asiana aus Seoul. Nach Nordamerika gibt es saisonale Verbindungen von Air Canada nach Toronto und von American Airlines nach Philadelphia. Stand Oktober 2026 – Langstrecken ändern sich mit jedem Flugplan, prüf das aktuelle Angebot vor deinem Besuch.
| Bereich | Hauptnutzer | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Terminal 2A | Schengen-Flüge, Netzwerk-Airlines | A320-Familie, Regionaljets |
| Terminal 2B | Nicht-Schengen, Langstrecke, Golf | Großraumjets, A321neo |
| Low-Cost | Wizz Air, Ryanair | A321neo, A321, 737-800, 737 MAX |
| Cargo City | Frachtairlines | Boeing 747, 777F und weitere Großraumfrachter |
Fracht: Budapest als Cargo-Drehscheibe
Was viele unterschätzen: Budapest ist ein bedeutender Frachtflughafen. Laut VINCI Airports werden pro Jahr knapp 300.000 Tonnen Luftfracht umgeschlagen. Seit November 2019 gibt es die BUD Cargo City mit eigenem Vorfeld, das in der ersten Ausbaustufe für zwei Boeing 747-8F ausgelegt war. Zu den Frachtairlines, die Budapest bedienen, zählen nach Nachschlagewerken unter anderem Cargolux, FedEx, UPS, Turkish Cargo, Qatar Airways Cargo, Korean Air Cargo und mehrere chinesische Frachtgesellschaften.
Für dich bedeutet das echte Großraumfrachter wie die Boeing 747-400, die 747-8 und die 777F. Weil die schweren Jets oft die lange 13L/31R nutzen, stehen deine Chancen am Spotterdomb bei Vecsés besser als im Aeropark. Wie du Frachtversionen von Passagierjets unterscheidest, erklärt der Beitrag Frachtflugzeuge erkennen.
Spotten in Budapest: vier Anlaufpunkte
Anders als manche große Flughäfen macht es Budapest Spottern relativ leicht. Es gibt eine Terrasse im Terminal, ein Museum am Flughafengelände und zwei Hügel, die in der Szene etabliert sind. Welcher Spot sich lohnt, entscheidet die Betriebsrichtung.
Besucherterrasse in Terminal 2A: Im Obergeschoss oberhalb der Check-in-Schalter liegt eine Aussichtsterrasse, die du vor der Sicherheitskontrolle mit dem Aufzug erreichst. Der Blick geht auf die nördlichen Abstellpositionen und die Piste 13L/31R. Ideal, um ohne Auto aktuelle Registrierungen am Gate zu sammeln. Öffnungszeiten prüfst du vor Ort.
Aeropark: Das Freiluftmuseum nahe Terminal 2B zeigt die Flotte der früheren Malév, darunter Tu-154, Tu-134, zwei Il-18 und eine Il-14. Viele Flugzeuge kannst du betreten. Wenn auf der 31L gelandet wird, ziehen die Anflüge tief über das Gelände. Alle Details zu Sammlung, Tickets und Anreise stehen im Spot-Guide zum Aeropark am Flughafen Budapest.
Spotter Hill an der 13R: Im Nordwesten des Flughafens am Ende der Igló utca liegt ein Hügel, der bei Einheimischen beliebt ist. Er eignet sich für Landungen auf der 13R, die andere Bahn siehst du nur aus der Ferne. Erreichbar ist er mit dem Auto oder mit dem Bus 200E bis zur Haltestelle Szemeretelep vasútállomás.
Spotterdomb bei Vecsés: Im Südosten an der 13L/31R liegt ein Hügel für Landungen und Starts auf der 31R, mit Sitzbänken und Lücken im Bewuchs als Fotofenster. Weil hier oft die schweren Frachter landen, ist er der Spot für Großraumflugzeuge. Sinnvoll erreichbar ist er praktisch nur mit dem Auto über die M4.
Betriebsrichtung checken
Arbeitet Budapest auf 31 oder 13? Und auf welcher Bahn landet der Verkehr? Davon hängt dein Spot ab.
Spot wählen
Landungen auf der 13R: Spotter Hill. Betrieb auf der 31R: Spotterdomb. Landungen auf der 31L: Aeropark. Für Gate-Ansichten: Terrasse in 2A.
Licht planen
Die Pisten liegen in Nordwest-Südost-Richtung. Prüf vorab, wann die Sonne an deinem Standpunkt im Rücken steht.
Anreise klären
Terrasse und Aeropark erreichst du gut mit dem Bus, für die Hügel brauchst du in der Regel ein Auto.
Kennzeichen mitschreiben
Bei Dutzenden ähnlichen A321neo und 737 ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen sauber zu unterscheiden.
Zaun bleibt Zaun
An den Hügeln stehst du direkt am Sicherheitsbereich. Fass den Zaun nicht an, lehne keine Leiter daran und betritt keine abgesperrten Flächen – Sensoren können Alarm auslösen. Drohnen sind rund um den Flughafen ohne Genehmigung tabu. Was grundsätzlich erlaubt ist, fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen; zu Drohnen gibt es einen eigenen Beitrag über Drohnen am Flughafen.
Für Fotos über die langen Pisten gilt: An heißen Sommertagen flimmert die Luft ab dem späten Vormittag stark. Frühe Morgenstunden und der Abend bringen meist die schärferen Bilder. Wie du die Sonne für deinen Standpunkt planst, steht im Beitrag Sonnenstand am Fotospot planen; die passende Brennweite findest du in Objektiv und Brennweite fürs Planespotting.
Budapest passt zu dir, wenn …
- du Low-Cost-Jets und Kennzeichen sammelst
- du Frachter und asiatische Langstrecken suchst
- du Museumsflugzeuge und Live-Verkehr kombinieren willst
Bedingt geeignet, wenn …
- du ohne Auto unterwegs bist – dann bleiben Terrasse und Aeropark
- du an einem heißen Sommertag mittags fotografieren willst
Eher woanders, wenn …
- du vor allem Netzwerk-Airlines mit großer Typenvielfalt suchst
- du einen Spot ohne jede Planung willst
Anreise: Bus, Bahn oder Auto
Der Flughafen liegt rund 16 Kilometer südöstlich der Innenstadt im XVIII. Bezirk. Am schnellsten aus dem Zentrum ist der Expressbus 100E, der seit 2017 ab Deák Ferenc tér zum Terminal 2 fährt. Für ihn gilt ein eigener Tarif, normale Stadtfahrkarten werden nicht anerkannt.
Günstiger ist die Kombination aus Metro M3 bis zur Endstation Kőbánya-Kispest und dem Bus 200E Richtung Terminal 2. Der Bus hält auch an der Haltestelle Repülőmúzeum am Aeropark. Seit 2007 gibt es außerdem den Bahn-Haltepunkt Ferihegy an der Bahnstrecke Richtung Cegléd, nahe dem alten Terminal 1. Regionalzüge brauchen von dort gut 20 Minuten in die Innenstadt zum Bahnhof Nyugati. Zum Terminal 2 geht es vom Haltepunkt mit dem Bus weiter.
Mit dem Auto fährst du über die M4 zum Flughafen. Für die Hügel ist das Auto praktisch Pflicht, für Terrasse und Aeropark reicht der Nahverkehr.
Jeder Tag an der 31R zählt
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht, Sonnenstand-Planer und Wetter, Wind und Pisten am Flughafen – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Budapest im Vergleich
In Mitteleuropa spielt Budapest in einer Liga mit dem Flughafen Prag und dem Flughafen Warschau Chopin. Anders als Warschau mit LOT hat Budapest aber keine eigene Netzwerk-Airline mehr. Dafür ist der Low-Cost-Anteil höher, und der Frachtverkehr ist deutlich stärker, als die Passagierzahl vermuten lässt.
Der Flughafen Wien ist nur gut zweieinhalb Autostunden entfernt und lässt sich ideal kombinieren: Dort sind Austrian und die Lufthansa Group stark, in Budapest Wizz Air und Ryanair. Für Live-Verkehr in Wien ist der Spotterhügel die erste Adresse. Wer das Konzept Museum plus Flughafen mag, findet es in Deutschland in der Flugwerft Schleißheim bei München. Weitere Ideen für eine Spotter-Reise sammelt der Beitrag zu den besten Spotting-Spots in Europa.
Fazit
Der Flughafen Budapest Liszt Ferenc hat sich nach dem Aus von Malév neu erfunden. Statt eines Netzwerk-Drehkreuzes findest du heute einen Low-Cost-Flughafen mit Wizz Air im Zentrum, einen starken Frachtstandort und überraschend viele Langstrecken nach Asien und an den Golf. Zwei parallele Pisten mit klarer Rollenverteilung machen die Planung überschaubar – vorausgesetzt, du prüfst die Betriebsrichtung.
Mit der Terrasse in Terminal 2A, dem Aeropark und den beiden Hügeln hat Budapest mehr legale Spots als viele größere Flughäfen. Ohne Auto bleibt dir die Kombination aus Terrasse und Museum, mit Auto erreichst du auch die Frachter und Landungen am Spotterdomb und am Spotter Hill.
Kurzfazit
BUD ist die Heimat von Wizz Air und ein unterschätzter Frachtflughafen. Plane nach Betriebsrichtung: Spotter Hill für die 13R, Spotterdomb für die 31R, Aeropark für Landungen auf der 31L – dann lohnt sich Budapest.
Zusammenfassung
- Budapest ist kein Netzwerk-Drehkreuz mehr, sondern ein Low-Cost- und Frachtflughafen mit überraschend vielen Langstrecken.
- Zwei parallele Pisten mit klarer Rollenverteilung machen die Planung einfach – wenn du die Betriebsrichtung vorher prüfst.
- Wizz Air dominiert, Ryanair ist stark vertreten, dazu kommen Golf-Carrier, asiatische Airlines und Frachter.
- Mit Terrasse, Aeropark und zwei Hügeln hat Budapest mehr legale Spots als viele größere Flughäfen.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Budapest?
Der IATA-Code ist BUD, der ICAO-Code LHBP. BUD steht auf Bordkarten und Gepäckanhängern, LHBP nutzen Flugsicherung, Wetterdienste und Flugverfolgung. Den Unterschied erklärt der Beitrag zu IATA- und ICAO-Codes.
Ist Ferihegy dasselbe wie der Flughafen Budapest Liszt Ferenc?
Ja. Bis März 2011 hieß der Flughafen offiziell Budapest Ferihegy, dann wurde er zum 200. Geburtstag von Franz Liszt umbenannt. Im Alltag und in der Spotterszene ist der Name Ferihegy bis heute verbreitet. Er geht auf Ferenc Mayerffy zurück, der im 19. Jahrhundert Land in der Gegend besaß beziehungsweise gepachtet hatte.
Wie viele Pisten hat der Flughafen Budapest?
Zwei parallele Pisten: die 13L/31R mit 3.707 Metern und die 13R/31L mit 3.010 Metern, beide 45 Meter breit. Die längere Bahn ging 1983 in Betrieb. Was die Zahlen und Buchstaben bedeuten, steht im Beitrag zu Pistenbezeichnungen.
Wem gehört der Flughafen Budapest?
Seit Juni 2024 hält eine staatliche ungarische Beteiligungsgesellschaft 80 Prozent, die französische VINCI Airports 20 Prozent. VINCI betreibt den Flughafen, die Konzession läuft laut VINCI bis 2080. Zuvor gehörte der Betreiber nach der Privatisierung von 2005 erst der britischen BAA und ab 2007 einem Konsortium um Hochtief.
Gibt es am Flughafen Budapest eine Besucherterrasse?
Ja. In Terminal 2A gibt es eine Aussichtsterrasse im Obergeschoss oberhalb der Check-in-Schalter, die du vor der Sicherheitskontrolle erreichst. Sie blickt auf die nördlichen Abstellpositionen und die Piste 13L/31R. Öffnungszeiten und Zugang prüfst du am besten vor Ort, weil sie sich ändern können.
Wo kann ich in Budapest legal Flugzeuge fotografieren?
Neben der Terrasse in Terminal 2A gibt es den Aeropark im Anflugbereich der 31L, den Spotter Hill im Nordwesten an der 13R und den Spotterdomb bei Vecsés im Südosten an der 31R. Welche Stelle sich lohnt, hängt von der Betriebsrichtung ab. Die Grundregeln stehen im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?.
Was ist mit dem alten Terminal 1?
Das historische Empfangsgebäude von 1950 steht unter Denkmalschutz. Nach dem Aus von Malév wurde es im Mai 2012 für den Linien-Passagierverkehr geschlossen. Seitdem nutzt der Flughafen den Bereich für Fracht-, Charter-, Klein- und Regierungsflüge. Am Terminal 1 liegt auch der Bahn-Haltepunkt Ferihegy.
Wie komme ich zum Flughafen Budapest?
Am bequemsten mit dem Expressbus 100E ab Deák Ferenc tér, für den ein eigener Tarif gilt. Günstiger ist die Metro M3 bis Kőbánya-Kispest und von dort der Bus 200E. Regionalzüge ab Nyugati halten am Haltepunkt Ferihegy beim alten Terminal 1, von dort geht es mit dem Bus weiter zum Terminal 2.
Sichtungen rund um Flughafen Budapest Liszt Ferenc sammeln
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Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Wizz Air
Ungarns Low-Cost-Airline aus Budapest: reine Airbus-Flotte mit Schwerpunkt A321neo, drei Gesellschaften mit HA-, 9H- und G-Kennzeichen und ein Netz, das von Mittel- und Osteuropa bis in den Nahen Osten reicht.
FR / RYRRyanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
LO / LOTLOT Polish Airlines
Polens Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Warschau: gegründet 1928, seit 2003 in der Star Alliance, erster Dreamliner-Betreiber Europas – und vor dem Wechsel von Embraer auf Airbus A220.
LH / DLHLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
TK / THYTurkish Airlines
Die türkische Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 1933 gegründet, seit 2008 in der Star Alliance und mit dem Drehkreuz Istanbul eine der Airlines, die die meisten Länder der Welt anfliegt.
EK / UAEEmirates
Die Langstrecken-Airline aus Dubai: Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt, fliegt fast ausschließlich Großraumjets und ist an vier deutschen Flughäfen ein fester Bestandteil des Spotteralltags.
QR / QTRQatar Airways
Die Airline aus Katar mit der Oryx am Leitwerk: Drehkreuz Doha, oneworld-Mitglied, Erstkundin des A350 und mit fünf deutschen Zielen eine der präsentesten Golf-Airlines in Deutschland.
CV / CLXCargolux
Europas große Nurfracht-Airline aus Luxemburg: eine reine Flotte aus Boeing 747-400F und 747-8F, Erstkunde der 747-8F, Basis am Flughafen Luxemburg und eine Tochter in Mailand.
Typische Flugzeuge
Airbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypBoeing 747-400
Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.
FlugzeugtypBoeing 777F
Ein 777-Rumpf ganz ohne Fensterreihe, ein riesiges Tor hinter dem Flügel und zwei GE90 unter den Tragflächen: Die 777F ist der wichtigste Langstrecken-Frachter unserer Zeit. So erkennst du sie und findest sie in Frankfurt und Leipzig.
Spotting-Spots rund um Flughafen Budapest Liszt Ferenc
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aeropark am Flughafen Budapest
Ein Freiluftmuseum direkt am Flughafen Ferihegy: Im Aeropark stehen Tupolew, Iljuschin und Jakowlew in Malév-Farben, du kletterst in die Kabinen – und je nach Betriebsrichtung ziehen die Anflüge auf die 31L tief über dein Stativ hinweg.
SpotterhügelSpotterhügel Flughafen Wien
Seit die Besucherterrasse auf Terminal 3 geschlossen ist, führt in Wien kaum ein Weg am Spotterhügel vorbei: ein vom Flughafen aufgeschütteter Erdhügel östlich der Piste 16/34, kostenlos, rund um die Uhr erreichbar und morgens mit der Sonne im Rücken.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Wien
Die lange Dachterrasse auf Terminal 3 war jahrelang der bequemste Spot in Wien – derzeit ist sie wegen der Bauarbeiten an der Süderweiterung geschlossen. Hier liest du, was offiziell bekannt ist und welche legalen Alternativen dir am Flughafen Wien bleiben.
Weitere Einträge
Flughafen Wien-Schwechat
Größter Flughafen Österreichs und Drehkreuz von Austrian Airlines: zwei sich kreuzende Pisten, ein Terminal 3 im Umbau, starker Low-Cost-Verkehr – und seit dem Aus der Besucherterrasse ein Spotterhügel als wichtigster legaler Standpunkt.
FlughafenFlughafen Prag Václav Havel
Größter Flughafen Tschechiens und Heimatbasis von Smartwings: eine dominierende Hauptbahn 06/24, eine Querbahn 12/30, zwei Terminals für Schengen und Non-Schengen – und offizielle Spotterplattformen, die der Flughafen selbst angelegt hat.
FlughafenFlughafen Warschau-Chopin
Größter Flughafen Polens und Drehkreuz von LOT Polish Airlines: zwei sich kreuzende Pisten mitten in der Stadt, Dreamliner, Boeing 737 MAX und eine der größten Embraer-Flotten Europas – dazu Fotolöcher im Zaun und eine Terminal-Terrasse, die derzeit geschlossen ist.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
Passende Guides aus dem Blog
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- Pistenbezeichnungen verstehen: Was 25C, 08L und 36 am Flughafen bedeuten
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