Flugwerft Schleißheim

Die Flugwerft Schleißheim ist die Luftfahrt-Außenstelle des Deutschen Museums im Norden von München. Auf einem der ältesten Flugplätze Deutschlands stehen rund 70 Fluggeräte – vom Lilienthal-Gleiter über Senkrechtstarter bis zum ersten Eurofighter-Prototyp –, verteilt auf historische Bauten von 1912 bis 1918 und eine moderne Ausstellungshalle.

Auch bekannt als: Deutsches Museum Flugwerft Schleißheim · Flugwerft Oberschleißheim · Museum für Luft- und Raumfahrt Schleißheim

DeutschlandDeutschlandLuftfahrtmuseenseit 199210 Min. Lesezeit

1912

Beginn des Flugbetriebs am Standort

1992

Eröffnung als Museum

8.000 m²

Ausstellungsfläche

74

Fluggeräte laut Museum

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Flugwerft Schleißheim ist die Luftfahrt-Außenstelle des Deutschen Museums und wurde 1992 als dessen erstes Zweigmuseum eröffnet.
  • Der Standort ist selbst historisch: 1912 wurde hier die Königlich Bayerische Fliegertruppe stationiert, Kommandantur und Werfthalle stehen noch.
  • Rund 70 Fluggeräte auf etwa 8.000 m² – vom Lilienthal-Gleiter bis zu Eurofighter, Tornado und Starfighter.
  • Die gläserne Restaurierungswerkstatt ist das Alleinstellungsmerkmal: Seit 2020 wird hier der originale Lilienthal-Gleiter restauriert.
  • Kombiniere den Besuch mit München: Vormittags Museum, nachmittags Linienverkehr am Flughafen – beide liegen im Münchner Norden.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Was du als Spotter wissen solltest
  4. 4.Stärken und Schwächen
  5. 5.Ein Museum auf einem echten Flugplatz
  6. 6.Hundert Jahre Flugplatzgeschichte in Kurzform
  7. 7.Was in den Hallen steht
  8. 8.Die gläserne Restaurierungswerkstatt
  9. 9.Fotografieren in der Halle: andere Regeln als am Zaun
  10. 10.Museum und Flughafen an einem Tag
  11. 11.Fazit
  12. 12.Häufige Fragen

Steckbrief

TrägerDeutsches Museum – die Flugwerft ist seine erste Außenstelle
StandortEffnerstraße 18, 85764 Oberschleißheim, nördlich von München
GeländeFlugplatz Schleißheim, eine der ältesten Flugplatzanlagen Deutschlands
GebäudeKommandantur (ab 1912), historische Werfthalle (Ende des Ersten Weltkriegs) und eine 1992 eröffnete neue Ausstellungshalle
Ausstellungsflächerund 8.000 m², dazu ein Freigelände am Flugfeld
Sammlung74 Fluggeräte sowie zahlreiche Triebwerke und Modelle (Angabe des Museums)
BesonderheitGläserne Restaurierungswerkstatt – du siehst den Restauratoren durch eine Glasfront bei der Arbeit zu
Öffnunglaut Museum täglich 9 bis 17 Uhr, an einzelnen Feiertagen geschlossen
AnreiseS-Bahn S1 bis Oberschleißheim; Parkplätze nur begrenzt
Offizielle Websitewww.deutsches-museum.de/flugwerft-schleissheim

Tätigkeitsfelder

Dauerausstellung – Luftfahrtgeschichte von den Gleitflugversuchen bis zu Kampfjets, Hubschraubern und Raumfahrttechnik
Restaurierung – Werkstatt mit Glasfront, in der Originalflugzeuge konserviert und wieder aufgebaut werden
Denkmalerhalt – Kommandantur und Werfthalle aus der Frühzeit der bayerischen Militärfliegerei
Sonderausstellungen – wechselnde Themenschauen, zuletzt etwa zu Raumanzügen
Vermittlung – Führungen, Vorführungen etwa mit Fesselflugmodellen, Workshops und Vorträge
Veranstaltungen – Jubiläen und Fly-Ins auf dem historischen Flugplatz, Vermietung der Hallen für Events

Flugwerft Schleißheim aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Flugwerft Schleißheim

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Kommandantur – das älteste Gebäude der Anlage, entstanden ab 1912
  • Historische Werfthalle aus der Endphase des Ersten Weltkriegs, Namensgeber des Museums
  • Große moderne Halle direkt daneben, in der die meisten Flugzeuge stehen und Segelflugzeuge unter der Decke hängen
  • Glasfront der Restaurierungswerkstatt – Flugzeugteile auf Böcken statt fertiger Exponate
  • Aktiver Flugplatz nebenan: Sportflugzeuge und Hubschrauber statt Linienverkehr
  • Dornier Do 31 – ein Transporter mit Hubtriebwerken in den Flügelgondeln, den du so nirgends sonst siehst

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Rund 70 Fluggeräte aus über hundert Jahren Luftfahrt an einem Ort, wetterunabhängig
  • Einzelstücke, die es nur hier gibt, etwa der Senkrechtstarter-Transporter Do 31 und der erste Eurofighter-Prototyp
  • Historische Bauten aus der Frühzeit der Fliegerei – der Ort selbst ist Teil der Ausstellung
  • Restaurierungswerkstatt zeigt, was hinter einem Exponat steckt
  • Mit der S-Bahn erreichbar und gut mit einem Besuch am Flughafen München kombinierbar

Wo es hakt

  • Kein Linienverkehr: Wer Airliner im Anflug sehen will, ist hier am falschen Ort
  • Hallenfotografie mit gemischtem Licht und dicht gestellten Exponaten ist anspruchsvoll
  • Die Ausstellung wird immer wieder umgestellt – nicht jedes Flugzeug steht an der gleichen Stelle oder ist zugänglich
  • Parkplätze sind begrenzt
  • Moderne Verkehrsflugzeuge sind kaum vertreten, der Schwerpunkt liegt auf Militär-, Sport- und Versuchsflugzeugen

Die meisten Flugzeuge, die Spotter fotografieren, sind in ein paar Jahrzehnten Geschichte. Die Flugwerft Schleißheim zeigt, wie diese Geschichte angefangen hat – und was dazwischen alles gebaut wurde, das heute kein Mensch mehr am Himmel sieht. Das Museum ist die Luftfahrt-Außenstelle des Deutschen Museums und liegt im Norden von München, auf einem Flugplatz, auf dem schon 1912 geflogen wurde.

Museumsflugzeuge gehören in deinen Hangar

Auch ein Starfighter in der Halle ist eine Sichtung wert. In Planetrack sammelst du Typen und Kennzeichen in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Ein Museum auf einem echten Flugplatz

Viele Luftfahrtmuseen stehen in Industriehallen oder Messegeländen. In Schleißheim ist das anders: Die Ausstellung nutzt die Gebäude eines Flugplatzes, der seit über hundert Jahren existiert und bis heute in Betrieb ist. Das Deutsche Museum beschreibt die Anlage als eine der ältesten Flugplatzanlagen Deutschlands.

Das Ensemble besteht aus drei Teilen, die du bei einem Besuch nacheinander durchläufst:

  • Die Kommandantur ist das älteste Gebäude. Sie entstand ab 1912 als Verwaltungssitz des neuen Flugplatzes, damals flankiert von zwei hölzernen Flugzeughallen. Heute geht es dort um die Anfänge der Fliegerei.
  • Die Werfthalle wurde gegen Ende des Ersten Weltkriegs gebaut, um Flugzeuge unterzustellen und zu reparieren. Von ihr hat das Museum seinen Namen.
  • Die neue Ausstellungshalle kam 1992 mit der Museumseröffnung dazu. Hier steht der Großteil der Sammlung, Segelflugzeuge hängen unter der Decke.

Draußen schließt das Flugfeld an. Im Gegensatz zu einem reinen Museumsgelände ist der Platz aktiv: Laut Deutschem Museum nutzen ihn die Fliegerstaffel der Bundespolizei und mehrere Flugsportvereine. Das ist kein Ersatz für einen Verkehrsflughafen, aber es erklärt, warum hier gelegentlich Hubschrauber und Sportflugzeuge über die Köpfe der Museumsbesucher ziehen.

1912Stationierung der bayerischen Fliegertruppe
1981Ende des militärischen Flugbetriebs
1992Eröffnung als Museum
8.000 m²Ausstellungsfläche

Hundert Jahre Flugplatzgeschichte in Kurzform

Die Geschichte des Standorts liest sich wie ein Querschnitt durch die deutsche Luftfahrt. 1912 wird das Gelände südlich der Schleißheimer Schlösser zum Standort der neu gegründeten bayerischen Fliegertruppe. Im Ersten Weltkrieg werden hier Piloten, Beobachter und Bordschützen ausgebildet, der Platz wächst um Hallen und Unterkünfte.

In den Zwanzigerjahren starten von Schleißheim planmäßige Post- und Passagierflüge. Zum eigentlichen Münchner Flughafen wird aber das stadtnähere Oberwiesenfeld ausgebaut, und Schleißheim bleibt Schulungsplatz: Ab 1927 bildet die Deutsche Verkehrsfliegerschule hier Flugzeugführer aus. In der NS-Zeit wird der Platz zum Fliegerhorst der Luftwaffe; 1944 richten Luftangriffe schwere Zerstörungen an, auch unter der Zivilbevölkerung.

Nach 1945 übernimmt die US-Armee das Gelände und stationiert bis 1968 Transporthubschrauber. Ab 1958 kommen die Heeresflieger der Bundeswehr dazu. Als sie 1981 abziehen, endet der militärische Flugbetrieb – und die historischen Gebäude beginnen zu verfallen. In den Achtzigerjahren setzen sich Unterstützer dafür ein, die Bauten vor dem Abriss zu bewahren. Nach der Restaurierung öffnet am Standort 1992 die Flugwerft als „Museum für Luft- und Raumfahrt“.

Seitdem ist die Sammlung kontinuierlich gewachsen. Einige Meilensteine aus der Chronik des Museums:

Jahr Was in die Flugwerft kam oder passierte
2006 Das Flugboot Dornier Do 24 wird in die Ausstellung integriert
2007 Der erste Eurofighter-Prototyp kommt – per Nachttransport über teils gesperrte Autobahnen
2010 Ein Panavia Tornado wird Teil der Sammlung
2013 Das Forschungsflugzeug ATTAS wird offiziell übergeben
2015/2016 Me 262, ein Senkrechtstarter und ein Starfighter ziehen aus dem Haupthaus nach Schleißheim
2020 Die Restaurierung des originalen Lilienthal-Gleiters beginnt
2022 Die Flugwerft feiert ihr 30-jähriges Bestehen

Für dich als Besucher bedeutet das vor allem eins: Die Ausstellung ist nicht statisch. Mit der Modernisierung des Deutschen Museums auf der Münchner Museumsinsel sind Flugzeuge umgezogen, und auch in Schleißheim wird immer wieder umgestellt. Zum Zeitpunkt dieses Artikels weist das Museum selbst auf Umräumarbeiten in den Hallen hin.

Was in den Hallen steht

Die Sammlung lässt sich am besten nach Themengruppen erschließen. Das Museum zählt 74 Fluggeräte, dazu kommen Triebwerke und Modelle. Die folgende Übersicht nennt Beispiele, keine vollständige Liste – welche Maschine gerade wo steht, kann sich ändern.

Bereich Beispiele aus der Sammlung Warum es für Spotter spannend ist
Frühzeit und Gleitflug Lilienthal-Gleiter, frühe Holz-Stoff-Konstruktionen, Nachbau des Udet U 12 Flamingo Die Wurzeln dessen, was du heute am Flughafen siehst
Propellerflugzeuge Fokker D.VII von 1918, Antonow An-2 Bauweisen und Formen, die aus dem Luftraum verschwunden sind
Strahlflugzeuge Me 262, Lockheed F-104 Starfighter, MiG-21, Saab Draken, Panavia Tornado, Eurofighter-Prototyp Kampfjets aus Ost und West direkt nebeneinander
Senkrechtstarter Dornier Do 31, VJ 101 Deutsche Versuchsentwicklungen, die nie in Serie gingen
Hubschrauber Bell UH-1D, Sikorsky S-58, Volocopter Von der Hubschrauber-Ära der Fünfziger bis zum elektrischen Multikopter
Forschung VFW 614 ATTAS, Experimentalflugzeug LFU 205, Segelflugzeug DG 300 Flugzeuge, mit denen Luftfahrtforschung betrieben wurde
Raumfahrt und Triebwerke Raketenstufen, Kolben- und Strahltriebwerke Die Technik unter der Verkleidung

Die Do 31 ist das Stück, für das du kommst

Die Dornier Do 31 gilt als einziges strahlgetriebenes Transportflugzeug, das senkrecht starten und landen konnte. Neben den beiden Haupttriebwerken trägt sie in Gondeln an den Flügelspitzen zusätzliche Hubtriebwerke. Das Projekt kam über die Versuchsphase nie hinaus. Wer verstehen will, warum Senkrechtstart im Transportbereich gescheitert ist, steht hier vor dem besten Anschauungsobjekt.

Forschungsflugzeuge: die stillen Stars

Ein Teil der Sammlung stammt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die VFW 614 ATTAS ist ein umgebauter Regionaljet, mit dem das Flugverhalten anderer Flugzeuge simuliert wurde – ein fliegendes Testlabor. Die LFU 205 diente laut DLR rund fünfzig Jahre lang der Forschung an Aerodynamik und Bauweisen. Und das Hochleistungs-Segelflugzeug DG 300 war drei Jahrzehnte lang ein Vergleichsflugzeug, an dem die Flugleistungen zahlreicher anderer Segler gemessen wurden.

Für Spotter sind solche Maschinen reizvoll, weil sie zeigen, wie viel Arbeit hinter einem neuen Muster steckt, bevor es überhaupt in einer Airline-Flotte landet. Eine VFW 614 ist zudem ein Stück deutscher Zivilluftfahrtgeschichte: Der kleine Jet mit den über dem Flügel montierten Triebwerken wurde nur in sehr geringer Stückzahl gebaut.

Der Fokker D.VII und seine Detektivgeschichte

Ein schönes Beispiel dafür, dass ein Museum nie fertig ist: Der ausgestellte Fokker D.VII von 1918 trägt eine deutsche Bemalung. Laut DLR-Bericht zeigten Untersuchungen mit niederländischen Partnern seit 2020 aber, dass die Maschine ursprünglich bei den niederländischen Marinefliegern geflogen ist. Auffälligkeiten an der Lackierung waren schon bei früheren Arbeiten bemerkt worden. Genau diese Art von Herkunftsforschung kennst du vom Spotten – nur dass es hier nicht um ein Kennzeichen von gestern, sondern um eine Zelle von vor über hundert Jahren geht.

Kennzeichen und Geschichte zusammen festhalten

In Planetrack gehören Typ, Kennzeichen und Ort zu jedem Beitrag – auch bei einer Museumsmaschine. Die App startet bald, trag dich in die Warteliste ein.

Die gläserne Restaurierungswerkstatt

Was die Flugwerft von vielen anderen Museen unterscheidet, ist die Restaurierungswerkstatt hinter Glas. Durch die Glasfront schaust du zu, wie Flugzeuge zerlegt, konserviert und wieder zusammengesetzt werden. Statt eines fertigen Exponats siehst du Tragflächen auf Böcken, offene Rümpfe und Bauteile, die einzeln untersucht werden.

Das prominenteste Projekt der letzten Jahre ist der originale Lilienthal-Gleiter. Laut DLR existieren weltweit nur noch vier erhaltene Originale. Die Restaurierung begann 2020, mit dem Ziel, möglichst viel über die Bauweise zu lernen und dabei so wenig Originalsubstanz wie möglich zu verändern. Wie weit die Arbeiten gerade sind, siehst du nur vor Ort – und genau das macht wiederholte Besuche interessant.

Fotografieren in der Halle: andere Regeln als am Zaun

Am Flughafen kämpfst du mit Sonnenstand, Hitzeflimmern und Zaunmaschen. In der Halle sind es andere Gegner: gemischtes Licht, eng gestellte Exponate und Besucher im Bild. Mit ein paar Kniffen kommst du trotzdem zu sauberen Aufnahmen.

Früh am Tag kommen

Direkt nach Öffnung sind die Hallen am leersten. Für Gesamtansichten ohne Menschen ist das die beste Zeit.

Weitwinkel und lichtstarkes Objektiv einpacken

Große Flugzeuge stehen dicht beieinander, du hast wenig Abstand. Ein Weitwinkel holt den ganzen Rumpf ins Bild, eine offene Blende hilft bei wenig Licht.

Weißabgleich manuell setzen

Tageslicht durch Fenster und Hallenbeleuchtung mischen sich. Ein fester Weißabgleich spart dir später viel Arbeit.

Details statt Gesamtansicht

Triebwerkseinläufe, Cockpitverglasung, Nieten und alte Hoheitszeichen sind oft die stärkeren Motive als das komplette Flugzeug.

Hausordnung beachten

Ob Stativ oder Blitz erlaubt sind, regelt das Museum. Kläre das vorab, bevor du mit großer Ausrüstung anreist.

Was du sonst noch einpacken solltest – Akkus, Speicherkarten, Reinigungstuch –, steht in der Ausrüstungs-Checkliste für Planespotter. Für die Halle reicht meist deutlich weniger als für einen Tag am Zaun; ein schweres Teleobjektiv brauchst du hier kaum.

Wie viel Zeit brauchst du in der Flugwerft?

Stell ein, was du vorhast – der Rechner schätzt deine Zeit vor Ort.

Richtwert ohne Anfahrt und Pausen.

Museum und Flughafen an einem Tag

Die Flugwerft liegt im Norden von München, in der gleichen Himmelsrichtung wie der Flughafen München. Das macht eine Kombination naheliegend: vormittags die Hallen in Schleißheim, nachmittags Live-Verkehr am Besucherhügel. Dort siehst du unter anderem die Lufthansa-Flotte am Drehkreuz München, von der A320neo bis zur A350-900, und Gäste wie den A380 von Emirates.

Die Reihenfolge hat einen praktischen Grund: Die Hallen sind lichtunabhängig, der Flughafen nicht. Wenn du vorher prüfst, wann die Sonne für deinen Standort am Hügel günstig steht, kannst du den Museumsbesuch passend davor oder danach legen. Wie das geht, erklärt der Beitrag zur Sonnenstandsplanung. Und weil am Flughafen der Wind über die Betriebsrichtung entscheidet, lohnt auch ein Blick in den Artikel Betriebsrichtung verstehen.

Hinfahren, wenn du …

  • Militär-, Versuchs- und Senkrechtstartflugzeuge aus der Nähe sehen willst
  • einen wetterfesten Plan für einen Regentag in München suchst
  • dich für Luftfahrtgeschichte und Restaurierung interessierst

Vorher klären, wenn du …

  • ein ganz bestimmtes Flugzeug sehen willst – es könnte gerade umgestellt oder in der Werkstatt sein
  • mit Stativ oder Blitz fotografieren möchtest
  • an einem Feiertag kommen willst

Woanders besser, wenn du …

  • vor allem aktuelle Airliner im Anflug fotografieren willst
  • möglichst viele neue Kennzeichen für deine Sammlung suchst
  • große Verkehrsflugzeuge zum Begehen erwartest

Der Flugplatz ist kein Museumsgelände

Auf dem Flugplatz Schleißheim wird geflogen. Rollwege, Vorfeld und Flugfeld sind Betriebsflächen – Zutritt nur, wo das Museum ihn ausdrücklich freigibt. Das gilt auch an Aktionstagen. Was beim Fotografieren rund um Flugplätze grundsätzlich erlaubt ist, steht im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?.

Plane den Nachmittag am Flughafen

Spot-Karte, Sonnenstand-Planer und Sichtungs-Alarme für seltene Gäste: Planetrack bringt alles für den zweiten Teil deines Tages zusammen. Die App startet bald – sichere dir mit der Warteliste frühen Zugang.

Fazit

Die Flugwerft Schleißheim ist kein Ort für Kennzeichen-Jäger, sondern für alle, die wissen wollen, woher die Luftfahrt kommt. Der historische Flugplatz, die Werfthalle aus dem Ersten Weltkrieg und eine Sammlung voller Einzelstücke machen sie zu einem der spannendsten Luftfahrtmuseen in Deutschland. Wenn du gerade erst mit dem Hobby anfängst, schärft ein Besuch zudem den Blick für Bauformen und Details – nützlich für jede spätere Typenbestimmung am Zaun, wie sie im Einsteiger-Guide beschrieben ist.

Erwarte keine Airliner-Ausstellung. Erwarte Senkrechtstarter, Kampfjets, Forschungsflugzeuge und Gleiter – und eine Werkstatt, in der du Geschichte im Entstehen siehst.

Kurzfazit

Rund 70 Fluggeräte auf einem Flugplatz von 1912, dazu die gläserne Restaurierungswerkstatt. Ideal als wetterfester Halbtag, am besten kombiniert mit Live-Verkehr am Flughafen München.

Zusammenfassung

  • Die Flugwerft Schleißheim steht auf einem der ältesten Flugplätze Deutschlands und nutzt dessen historische Gebäude als Museum.
  • Die Sammlung des Deutschen Museums zeigt hier rund 70 Fluggeräte, darunter Raritäten aus der deutschen Senkrechtstarter- und Versuchsflugzeug-Entwicklung.
  • Für Spotter ist das Museum die wetterfeste Ergänzung zum Live-Verkehr: Typen, die längst aus dem Himmel verschwunden sind, aus nächster Nähe.
  • Plane Hallenfotografie bewusst und prüfe vor dem Besuch Öffnungszeiten, Sonderausstellungen und eventuelle Umbauten auf der Museumsseite.

Häufige Fragen

Was ist die Flugwerft Schleißheim?

Eine Außenstelle des Deutschen Museums in Oberschleißheim bei München, die sich ganz der Luft- und Raumfahrt widmet. Sie wurde 1992 eröffnet und war das erste Zweigmuseum des Deutschen Museums. Ausgestellt wird in historischen Flugplatzgebäuden und einer modernen Halle.

Wie viele Flugzeuge stehen in der Flugwerft?

Das Museum nennt 74 Fluggeräte auf rund 8.000 Quadratmetern, dazu Triebwerke und Modelle. In anderen Darstellungen ist von „mehr als 70 Flugobjekten“ die Rede. Die genaue Zahl schwankt, weil Exponate zur Restaurierung abgebaut, verlegt oder neu aufgenommen werden.

Welche Highlights sollte ich nicht verpassen?

Für Luftfahrtfans besonders interessant sind die Dornier Do 31 als einziger strahlgetriebener Senkrechtstart-Transporter, der erste Eurofighter-Prototyp, der Tornado, der Starfighter, die Me 262, das Flugboot Do 24, das ehemalige DLR-Forschungsflugzeug ATTAS und der Fokker D.VII von 1918. Dazu kommt ein originaler Lilienthal-Gleiter, der derzeit restauriert wird.

Warum heißt das Museum „Flugwerft“?

Weil der historische Kern eine Werfthalle ist, also ein Gebäude, in dem Flugzeuge untergestellt und repariert wurden. Sie entstand gegen Ende des Ersten Weltkriegs, als Schleißheim ein wichtiger Ausbildungsstandort der Fliegertruppe war.

Ist der Flugplatz Schleißheim noch in Betrieb?

Ja. Militärischer Flugbetrieb endete 1981, als die Heeresflieger der Bundeswehr abzogen. Heute nutzen laut Deutschem Museum die Fliegerstaffel der Bundespolizei und mehrere Flugsportvereine das Gelände. Du siehst dort also Sportflugzeuge, Segelflugzeuge und Hubschrauber – aber keinen Linienverkehr.

Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin?

Mit der S-Bahn S1 bis Oberschleißheim, von dort geht es zu Fuß weiter zur Effnerstraße. Wer mit dem Auto kommt, findet nur begrenzt Parkplätze – an Aktionstagen ist die Bahn die entspanntere Wahl.

Wann hat die Flugwerft geöffnet und was kostet der Eintritt?

Laut Museum ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, an einigen Feiertagen ist geschlossen. Eintrittspreise und Sonderregeln ändern sich, deshalb stehen sie hier bewusst nicht. Prüfe beides kurz vor dem Besuch auf der Website des Deutschen Museums – dort stehen auch Hinweise zu laufenden Umbauten.

Kann ich den Besuch mit Planespotting am Flughafen München verbinden?

Gut sogar. Oberschleißheim und der Flughafen München liegen beide im Norden der Stadt. Ein sinnvoller Tag: vormittags die Hallen in Schleißheim, nachmittags der Besucherhügel am Flughafen München. Prüfe vorher die Betriebsrichtung, damit du am Hügel auf der richtigen Seite stehst.

Darf ich in der Flugwerft fotografieren?

Fotografieren für private Zwecke ist in Museen üblich, die genauen Regeln – etwa zu Stativen, Blitz oder kommerzieller Nutzung – legt aber die Hausordnung fest. Schau vor dem Besuch nach oder frag an der Kasse, bevor du mit großer Ausrüstung anrückst.

Sichtungen rund um Flugwerft Schleißheim sammeln

Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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Typische Flugzeuge

Spotting-Spots rund um Flugwerft Schleißheim

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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