Das Wichtigste in Kürze
- Die Ju 52 ist eine Ikone der deutschen Luftfahrt: 1932 als Dreimot erstmals geflogen, über Jahre Standardflugzeug der Deutschen Luft Hansa und mit rund 4.800 Exemplaren extrem verbreitet.
- Schnellster Erkennungsweg: Wellblech, drei Sternmotoren und Spornrad – diese Kombination hat praktisch kein anderes Flugzeug.
- Lizenzbauten zählen mit: Die französische AAC.1 Toucan und die spanische CASA 352 sind Nachbauten der Ju 52/3m; die CASA 352 läuft unter demselben Typcode JU52.
- Passagierflüge sind Geschichte: Die Lufthansa-Ju D-AQUI flog 2018 zum letzten Mal, die Schweizer Ju-Air stellte ihre Ju-52-Rundflüge nach dem Absturz 2018 ein.
- Heute triffst du sie vor allem im Museum – etwa in Dessau, Berlin, Dübendorf oder Wernigerode – und nur noch selten fliegend auf Airshows.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Junkers Ju 52?
- 2.Die Tante Ju bei der Luft Hansa
- 3.Krieg und Nachkriegszeit
- 4.Die Lufthansa-Ju D-AQUI: ein Flugzeug mit drei Leben
- 5.Ju-Air: Rundflüge mit Schweizer Tante Jus
- 6.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 7.Ju 52, DC-3, Twin Beech oder An-2?
- 8.Wo du die Ju 52 heute siehst
- 9.Fototipps speziell für die Tante Ju
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Junkers Flugzeug- und Motorenwerke, Dessau; Lizenzbau bei Amiot/AAC (Frankreich) und CASA (Spanien) |
|---|---|
| ICAO-Typcode | JU52 (auch für den spanischen Lizenzbau CASA 352) |
| Erstflug | 1930 (einmotorige Ju 52/1m), 7. März 1932 (dreimotorige Ju 52/3m) |
| Bauzeit | 1932 bis in die 1950er-Jahre (Lizenzbau in Frankreich und Spanien) |
| Stückzahl | nach gängigen Angaben rund 4.800 einschließlich Lizenzbau |
| Status | historisch – keine Passagierflüge mehr in Europa, einzelne Exemplare auf Airshows und viele in Museen |
| Bauart | Dreimotoriger Ganzmetall-Tiefdecker mit Wellblechbeplankung und Junkers-Doppelflügel |
| Fahrwerk | Starres Spornradfahrwerk; auch mit Schwimmern oder Kufen betrieben |
| Triebwerke | meist 3 × BMW 132 Sternmotoren; je nach Version auch Pratt & Whitney Hornet oder Elizalde, rund 600 bis 750 PS je Motor |
| Länge | rund 18,5 m |
| Spannweite | rund 29,3 m |
| Max. Startgewicht | rund 10,5 t |
| Besatzung / Passagiere | 3 Besatzungsmitglieder, 15 bis 17 Passagiere |
| Reisegeschwindigkeit | rund 180 km/h |
| Reichweite | rund 1.200 bis 1.300 km |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Wellblech: Rumpf und Flügel sind mit gewelltem Aluminiumblech beplankt – die Längsrillen siehst du schon aus großer Entfernung
- Drei Motoren: einer in der Rumpfnase, je einer an den Flügeln – bei Oldtimern dieser Größe sehr selten
- Junkers-Doppelflügel: Klappen und Querruder hängen als schmaler Zusatzflügel unter und hinter der Flügelhinterkante, über die ganze Spannweite
- Starres Spornradfahrwerk: Am Boden steht die Tante Ju mit erhobener Nase, die Hauptfahrwerksbeine bleiben auch im Flug draußen
- Kantiger Rumpf mit großer, eckiger Seitenflosse und einer Reihe rechteckiger Kabinenfenster
- Tiefes, sägendes Brummen der drei Sternmotoren, das du lange hörst, bevor du die Maschine siehst
Aktualisiert: Oktober 2026 – Wellblech glänzt in der Sonne, drei Sternmotoren sägen sich durch die Luft, und das Brummen hörst du schon, bevor du die Maschine siehst: Die Junkers Ju 52, in Deutschland liebevoll Tante Ju genannt, ist eines der bekanntesten Flugzeuge der Luftfahrtgeschichte. Sie war das Rückgrat der frühen Lufthansa, und noch bis 2018 konntest du in ihr mitfliegen. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, welche Versionen es gibt, was aus der Lufthansa-Ju und der Ju-Air wurde und wo du sie heute noch vor die Linse bekommst.
JU52 im Hangar abhaken
Mit Planetrack hältst du jede Tante-Ju-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Flughafen und Spot fest und setzt seltene Exemplare auf deine Wunschliste. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Junkers Ju 52?
Die Ju 52/3m ist ein dreimotoriger Ganzmetall-Tiefdecker für bis zu 17 Passagiere, gebaut bei den Junkers Flugzeug- und Motorenwerken in Dessau. Die Konstruktion leitete Ernst Zindel. Am Anfang stand allerdings kein Passagierflugzeug: Junkers plante die Ju 52 als einmotorigen Frachter, die Ju 52/1m flog 1930 zum ersten Mal. Daraus entstand die Variante mit drei Motoren, und die erste Ju 52/3m hob am 7. März 1932 ab.
Damit traf Junkers den Nerv der Zeit. Die Ju 52/3m war robust, kam mit kurzen und unbefestigten Pisten zurecht und ließ sich mit Rädern, Schwimmern oder Kufen betreiben. Ihre Ahnenreihe ist klar zu erkennen: Wellblech und Ganzmetallbauweise hatte Junkers schon mit der Junkers F 13 eingeführt, dem ersten Ganzmetall-Verkehrsflugzeug der Welt. Das Werk und seine Geschichte zeigt heute das Technikmuseum Hugo Junkers in Dessau.
Nach gängigen Angaben entstanden einschließlich der Lizenzbauten rund 4.800 Ju 52. Sie war damit das meistgebaute europäische Verkehrsflugzeug ihrer Epoche.
Die Tante Ju bei der Luft Hansa
Im Mai 1932 übernahm die Deutsche Luft Hansa ihre erste Ju 52/3m. Schnell wurde der Dreimot zum Standardmuster: Laut Literatur flog die Gesellschaft 1938 rund drei Viertel ihres Verkehrs mit der Ju 52. Die Maschinen verbanden Berlin mit Zielen in ganz Europa, flogen nach Spanien und in den Nahen Osten und kamen auch in Südamerika, Afrika und Asien zum Einsatz, teils über Tochter- und Partnergesellschaften. Ein wichtiger Knoten war der Flughafen Berlin-Tempelhof, dessen Geschichte der Beitrag Flughafen Tempelhof erzählt.
Komfortabel war das Reisen nach heutigen Maßstäben nicht: Die Kabine hatte keine Druckbelüftung, war laut und vibrierte. Dafür war die Ju 52 zuverlässig, und das zählte in den 1930er-Jahren mehr als alles andere. Die Kabine war beheizt, für Flüge in größerer Höhe lagen Sauerstoffmasken bereit.
Dass Lufthansa die Tante Ju bis heute als Traditionsflugzeug pflegt, hat genau hier seinen Ursprung. Mehr über die heutige Airline erfährst du auf der Seite zur Lufthansa und zur Lufthansa Group.
Krieg und Nachkriegszeit
Die Ju 52 hat auch eine dunkle Seite, die zur ehrlichen Einordnung gehört. Schon im Spanischen Bürgerkrieg setzte die Legion Condor sie als Transporter und Behelfsbomber ein. Im Zweiten Weltkrieg war sie das Standard-Transportflugzeug der Luftwaffe: Sie brachte Fallschirmjäger, Nachschub und Verwundete, flog als Minensucher mit einem großen Magnetring unter dem Rumpf und erlitt bei Einsätzen wie Kreta oder Stalingrad schwere Verluste.
Nach 1945 endete die Produktion nicht. In Frankreich baute Amiot die Maschine weiter, nach dem Krieg als AAC.1 Toucan. In Spanien fertigte CASA die CASA 352, laut Literatur 106 Stück, dazu 64 CASA 352L mit spanischen Motoren. Viele Luftstreitkräfte flogen die Ju 52 noch jahrzehntelang, darunter Spanien, Frankreich, Portugal und die Schweiz.
| Version | Herkunft | Besonderheit |
|---|---|---|
| Ju 52/1m | Junkers, Dessau | einmotoriger Frachter, nur wenige gebaut |
| Ju 52/3m | Junkers, Dessau | die klassische Dreimot-Version in vielen Unterversionen |
| AAC.1 Toucan | Amiot/AAC, Frankreich | Lizenzbau, im Krieg begonnen und danach fortgesetzt |
| CASA 352 / 352L | CASA, Spanien | Lizenzbau, 352L mit spanischen Motoren |
Die Schweizer Luftwaffe beschaffte 1939 drei Ju 52/3m und flog sie bis Anfang der 1980er-Jahre. Genau diese drei Maschinen wurden später zur Keimzelle der Ju-Air.
CASA oder echte Junkers?
Viele erhaltene „Ju 52“ sind in Wahrheit spanische CASA 352. Von außen siehst du das kaum, die Herkunft verrät erst die Werknummer. Wie du Kennzeichen und Register liest, steht in Geschichte der deutschen Luftfahrzeugkennzeichen und Schweizer HB-Kennzeichen.
Die Lufthansa-Ju D-AQUI: ein Flugzeug mit drei Leben
Die bekannteste Ju 52 der Gegenwart ist die D-AQUI. Junkers baute sie 1936 in Dessau, sie ging an die Luft Hansa und flog zunächst als Wasserflugzeug. Danach führte ihr Weg über Norwegen, wo sie Küstenstrecken bis Kirkenes bediente und nach dem Krieg noch für SAS flog, nach Ecuador. Dort blieb sie Anfang der 1960er-Jahre nach einem Motorschaden stehen.
Ein US-Sammler holte das Wrack 1970 in die USA. Bei der Restaurierung bekam sie Pratt-&-Whitney-Wasp-Sternmotoren statt der originalen BMW 132 und flog als „Iron Annie“ auf Airshows. 1984 kaufte Lufthansa die Maschine zurück, überführte sie über den Atlantik nach Hamburg und ließ sie bei der heutigen Lufthansa Technik überholen. Ab 1986 flog sie unter der Kennung D-CDLH, aber mit dem historischen Schriftzug D-AQUI und dem Namen „Berlin-Tempelhof“, betreut von der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung.
Mehr als drei Jahrzehnte nahm sie Passagiere auf Rundflüge und Streckenflüge mit. 2015 wurde sie in Hamburg als bewegliches Denkmal unter Schutz gestellt. Nach strukturellen Befunden endete der Flugbetrieb im August 2018, im Frühjahr 2019 entschied Lufthansa, die Maschine endgültig außer Dienst zu stellen. Nach Zwischenstationen in Bremen und am Flughafen Paderborn/Lippstadt steht sie laut Nachschlagewerken seit Anfang 2026 im Lufthansa Hangar One in Frankfurt. Die ganze Geschichte erzählt der Beitrag Junkers Ju 52: die Tante Ju.
Ausstellungsort vorher prüfen
Ob und wann die D-AQUI öffentlich zu sehen ist, hängt von Lufthansa und den Betreibern der Ausstellung ab. Informier dich vor einem Besuch direkt bei Lufthansa oder dem Ausstellungsort, statt dich auf ältere Berichte zu verlassen.
Ju-Air: Rundflüge mit Schweizer Tante Jus
Als die Schweizer Luftwaffe ihre drei Ju 52 Anfang der 1980er-Jahre ausmusterte, gründete der Verein der Freunde der Schweizer Luftwaffe 1982 die Ju-Air in Dübendorf. Ab 1983 flogen die ehemaligen Militärmaschinen mit den Kennzeichen HB-HOP, HB-HOS und HB-HOT zivile Rundflüge, 1997 kam die CASA 352 HB-HOY dazu. Für viele Luftfahrtfans war ein Flug mit der Ju-Air über die Alpen ein Lebenstraum.
Am 4. August 2018 stürzte die HB-HOT am Piz Segnas in Graubünden ab, alle 20 Menschen an Bord kamen ums Leben. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle stellte bei ihren Untersuchungen erhebliche Strukturschäden fest, die beiden verbliebenen Ju 52 blieben am Boden. Im März 2019 entzog das Bundesamt für Zivilluftfahrt der Ju-Air die Bewilligung für gewerbliche Rundflüge.
Und die Flotte heute? Die HB-HOP steht im Flieger-Flab-Museum Dübendorf, die HB-HOS ging 2023 zerlegt an das Luftfahrtmuseum Wernigerode, und die CASA HB-HOY absolvierte ihren letzten Flug bereits 2016. 2022 erklärte die Ju-Air eine Wiederaufnahme der Ju-52-Rundflüge vorerst für nicht möglich; schon ab 2020 bot sie stattdessen Flüge mit Nachbauten der Junkers F 13 an. Wer die Ju-52-Zeit in Dübendorf nachspüren will, findet den Standort unter Flieger Flab Museum am Flugplatz Dübendorf.
Keine Tante Ju mehr verpassen
Leg einen Sichtungs-Alarm für den Typ JU52 oder ein bestimmtes Kennzeichen an – Planetrack meldet sich, wenn die Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Motoren zählen
Ein Motor in der Nase, zwei an den Flügeln: Ein Dreimot dieser Größe aus der Propellerzeit ist fast immer eine Ju 52. Die runden Sternmotoren sitzen teils in Ringverkleidungen.
Auf die Haut schauen
Das gewellte Blech mit Längsrillen auf Rumpf und Flügeln ist das Junkers-Markenzeichen. Bei schrägem Licht wirft es feine Schattenlinien.
Flügelhinterkante prüfen
Unter der Hinterkante hängt über die ganze Spannweite ein schmaler zweiter Flügel – der Junkers-Doppelflügel mit Klappen und Querrudern. Dazu kommt das starre Spornradfahrwerk.
Die letzte Sicherheit liefert das Kennzeichen. Weil JU52 auch für die CASA-Bauten gilt, siehst du im Register oft erst an der Werknummer, ob eine Junkers, eine AAC.1 oder eine CASA vor dir steht.
Ju 52, DC-3, Twin Beech oder An-2?
Bei Oldtimern liegen die Verwechslungen woanders als im Airline-Alltag. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: historisches Verkehrsflugzeug
Junkers Ju 52 (oder CASA 352 / AAC.1)
Drei Motoren, Wellblech und eine eckige Flosse sind das klassische Tante-Ju-Bild. Ob Original oder Lizenzbau, klärt die Werknummer.
Douglas DC-3 / C-47
Zwei Sternmotoren, glatte Haut und eine abgerundete Seitenflosse sprechen für die DC-3 – den großen Konkurrenten der Ju 52 aus den USA.
Antonov An-2
Ein einzelner Sternmotor und zwei Flügelebenen deuten auf den sowjetischen Doppeldecker An-2.
Beechcraft Model 18
Ein Doppelleitwerk mit zwei ovalen Flossen ist das Markenzeichen der deutlich kleineren Twin Beech.
Die Douglas DC-3 ist der naheliegende Vergleich: gleiche Epoche, ähnliche Größe, aber zwei Motoren und glatte Haut. Mit ihrer moderneren Aerodynamik löste sie die Ju 52 in vielen Flotten ab; ihre Geschichte steht im Beitrag Douglas DC-3. Die Beechcraft Model 18 ist viel kleiner und hat ein Doppelleitwerk. Die Antonov An-2 und die De Havilland DH.89 Dragon Rapide scheiden als Doppeldecker aus. Und die Junkers F 13 hat zwar ebenfalls Wellblech, aber nur einen Motor und ist deutlich kleiner – genau mit ihr fliegt die Ju-Air heute.
Wo du die Ju 52 heute siehst
Fliegende Ju 52 sind inzwischen echte Raritäten. Laut Nachschlagewerken tritt in Frankreich noch ein Exemplar der Amicale Jean-Baptiste Salis auf Airshows auf, in den USA besitzt das Military Aviation Museum in Virginia Beach eine CASA 352L. Passagiere nimmt keine dieser Maschinen mit. Deine realistischsten Chancen hast du in Museen:
Deutschland. Eine Ju 52/3m zeigen das Deutsche Technikmuseum Berlin und das Technikmuseum Hugo Junkers in Dessau; das Luftfahrtmuseum Wernigerode hat die frühere Ju-Air-Maschine HB-HOS übernommen. Das Deutsche Museum München hat laut Literatur eine AAC.1. Das Technik Museum Speyer besitzt eine Ju 52/3m und eine CASA 352, weitere CASA-Bauten stehen im Technik Museum Sinsheim und in der Flugausstellung Hermeskeil.
Schweiz. Im Flieger-Flab-Museum Dübendorf steht eine Ju 52 der ehemaligen Ju-Air-Flotte – ein Pflichtbesuch, wenn du in der Region um den Flughafen Zürich spottest.
Weiteres Europa. Ju 52 zeigen laut Literatur auch das Norsk Luftfartsmuseum in Bodø und das Museu do Ar in Sintra, eine AAC.1 gehört zur Sammlung des Musée de l’Air et de l’Espace in Le Bourget, ist dort aber laut Literatur eingelagert.
Ausstellungen ändern sich
Museen bauen um, lagern Flugzeuge ein oder verleihen sie. Ob eine bestimmte Ju 52 gerade zu sehen ist, kläre vor dem Besuch direkt beim Museum. Verlass dich nicht auf ältere Listen.
Wie selten deine Sichtung im Vergleich wirklich ist, ordnest du mit Seltenheit einer Sichtung einschätzen ein. Einen breiteren Einstieg in die Bestimmung alter Typen liefert Oldtimer am Himmel erkennen, Termine mit historischem Gerät findest du über Airshows in Europa und das Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide.
Bereit für deinen Ju-52-Besuch?
- Ich habe geprüft, ob die Maschine im Museum aktuell ausgestellt ist.
- Ich kenne Öffnungszeiten und Fotoregeln des Museums.
- Ich habe ein Weitwinkelobjektiv für enge Hallen dabei.
- Ich weiß, ob die Maschine drinnen oder im Freigelände steht.
- Ich habe genug Akku und Speicherplatz für Details wie Wellblech und Motoren.
Fototipps speziell für die Tante Ju
Die Ju 52 ist ein dankbares Motiv: Wellblech, drei Motoren und eine kantige Silhouette mit viel Charakter. Ein paar Punkte machen den Unterschied.
Streiflicht für das Wellblech
Fällt das Licht schräg auf die Haut, werfen die Rillen feine Schatten und das Blech wirkt plastisch. Im Freigelände planst du das mit dem Guide Sonnenstand planen.
Alle drei Motoren zeigen
Eine leicht erhöhte Dreiviertelansicht von vorn zeigt Nasenmotor und beide Flügelmotoren zugleich – das typische Tante-Ju-Bild.
Propeller drehen lassen
Hast du das Glück, eine fliegende Ju 52 auf einer Airshow zu erwischen, wähl eine längere Verschlusszeit. Wie das gelingt, steht in Propeller fotografieren.
Details nicht vergessen
Doppelflügel, Spornrad, Typenschild und Cockpit erzählen die Geschichte der Maschine. Im Museum lohnen sich Nahaufnahmen mehr als das zehnte Gesamtbild.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für eine Ju 52, wenn …
- drei Sternmotoren dran sind, einer davon in der Nase
- Rumpf und Flügel mit gewelltem Blech beplankt sind
- unter der Flügelhinterkante ein schmaler zweiter Flügel hängt
- im Register Ju 52, AAC.1 oder CASA 352 als Muster steht
Sieh genauer hin, wenn …
- eine spanische oder französische Herkunft im Spiel ist – dann ist es oft ein Lizenzbau
- die Maschine nur einen Motor in der Nase hat – möglich bei der seltenen Ju 52/1m oder einem Nachbau
- Schwimmer statt Rädern dran sind – auch das gab es bei der Ju 52
Es ist keine Ju 52, wenn …
- zwei Motoren und eine glatte Haut zu sehen sind – dann eher DC-3
- das Flugzeug klein ist, Wellblech hat und nur einen Motor – dann eher eine F 13
- zwei Flügelebenen da sind – dann ein Doppeldecker wie die An-2
- ein Doppelleitwerk dran ist – dann eher eine Twin Beech
Fazit
Die Junkers Ju 52 erzählt ein großes Stück Luftfahrtgeschichte: als Arbeitspferd der frühen Lufthansa, als Transporter im Krieg, als Lizenzbau in Frankreich und Spanien und zuletzt als fliegendes Denkmal bei Lufthansa und Ju-Air. Mit dem Ende der Passagierflüge 2018 und 2019 ist eine Ära zu Ende gegangen. Erkennen kannst du sie trotzdem in Sekunden – Wellblech, drei Sternmotoren und Spornrad gibt es so nur einmal.
Kurzfazit
Drei Sternmotoren, Wellblech, Doppelflügel und Spornrad: Das ist die Tante Ju. Ob Junkers-Original, AAC.1 oder CASA 352, klärt die Werknummer. Fliegend ist sie heute eine Rarität, im Museum findest du sie aber an vielen Orten – von Dessau und Berlin bis Dübendorf und Wernigerode.
Zusammenfassung
- Junkers entwickelte die Ju 52 um 1930 zunächst als einmotorigen Frachter; daraus entstand die dreimotorige Ju 52/3m, die 1932 erstmals flog.
- Sie wurde zum Standardflugzeug der Luft Hansa und flog Strecken in ganz Europa sowie nach Südamerika, Afrika und Asien.
- Im Zweiten Weltkrieg war sie das wichtigste Transportflugzeug der Luftwaffe; nach dem Krieg bauten Frankreich und Spanien sie in Lizenz weiter.
- Spotter erkennen sie an Wellblech, drei Sternmotoren und Spornrad; ob AAC.1 oder CASA 352, verrät erst die Werknummer.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Junkers Ju 52?
Die Ju 52 läuft unter JU52. Darunter fällt auch der spanische Lizenzbau CASA 352. Welche Variante genau vor dir steht, klärst du über Kennzeichen und Werknummer.
Warum heißt die Ju 52 „Tante Ju“?
Der Spitzname ist eine liebevolle Verkürzung von „Junkers“ und hat sich in Deutschland schon früh eingebürgert. Im englischen Sprachraum war die Ju 52 als Iron Annie bekannt – so hieß auch die heutige Lufthansa-Ju während ihrer Jahre in den USA.
Warum hat die Ju 52 eine Wellblechhaut?
Das gewellte Blech war ein Markenzeichen der Junkers-Ganzmetallbauweise, bekannt etwa von der F 13. Die Rillen machen die dünne Beplankung steifer, sodass sie Lasten mittragen kann. Der Nachteil ist ein höherer Luftwiderstand, weshalb spätere Konstruktionen auf glatte Haut umstiegen.
Kann man heute noch mit der Ju 52 mitfliegen?
In Europa nach aktuellem Stand nicht. Die Lufthansa-Ju D-AQUI beendete 2018 den Flugbetrieb, und die Schweizer Ju-Air verlor 2019 die Bewilligung für gewerbliche Rundflüge. Einzelne Exemplare treten noch auf Airshows auf, Passagierflüge bieten sie nicht an.
Was ist eine CASA 352?
Die CASA 352 ist der spanische Lizenzbau der Ju 52/3m. Laut Literatur entstanden 106 CASA 352 und 64 CASA 352L mit spanischen Motoren. Die spanische Luftwaffe flog sie lange, viele heute erhaltene „Ju 52“ sind in Wahrheit CASA-Bauten.
Wo steht die Lufthansa-Ju D-AQUI heute?
Nach dem Ende der Flüge lagerte die Maschine zunächst in Bremen und kam 2020 zerlegt nach Paderborn/Lippstadt. Laut Nachschlagewerken steht sie seit Anfang 2026 im Hangar One der Lufthansa in Frankfurt. Prüf vor einem Besuch, ob und wann sie dort öffentlich zu sehen ist.
Was ist mit der Ju-Air passiert?
Die Ju-Air flog ab 1983 mit ehemaligen Ju 52 der Schweizer Luftwaffe Rundflüge. Nach dem Absturz der HB-HOT am 4. August 2018 mit 20 Toten wurden die Schwestermaschinen am Boden gehalten, 2019 entzog das BAZL die gewerbliche Bewilligung. Ab 2020 bot die Ju-Air stattdessen Flüge mit Nachbauten der Junkers F 13 an, die Ju-52-Rundflüge wurden nicht wieder aufgenommen.
Junkers Ju 52/3m (Tante Ju) sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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MuseumLuftfahrtmuseum Wernigerode
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Wo du die Junkers Ju 52/3m (Tante Ju) siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Flieger Flab Museum am Flugplatz Dübendorf
Auf dem ältesten Flugplatz der Schweiz erzählt das Flieger Flab Museum die Geschichte der Schweizer Luftwaffe – vom Blériot-Eindecker über Hunter und Mirage bis zum F-5 Tiger. Dazu die Ju 52 HB-HOP, eine riesige Motorensammlung und nebenan ein aktiver Militärflugplatz.
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