Das Wichtigste in Kürze
- IATA PAD, ICAO EDLP: Regionalflughafen in Büren-Ahden, rund 15 Kilometer südwestlich von Paderborn.
- Eine Bahn, 2.180 Meter lang: heute als 05/23 bezeichnet, früher als 06/24 – mit Instrumentenlandesystem in beiden Richtungen.
- Insolvenz 2020: Verfahren in Eigenverwaltung, deutlicher Personalabbau und Neustart 2021 mit neuer Geschäftsführung.
- Kein Drehkreuz mehr: Lufthansa beendete Frankfurt 2020 und München 2025 – heute dominieren Ferienflüge mit Ryanair, SunExpress und Co.
- Spotten am Quax-Hangar: Aussichtsterrasse mit Blick auf Vorfeld und Bahn, dazu historische Flugzeuge im Hangar.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Vom Landeplatz zum Verkehrsflughafen
- 7.Die Insolvenz von 2020
- 8.Abschied von Lufthansa
- 9.Neuausrichtung: Ferienflüge statt Umsteiger
- 10.Die Bahn 05/23
- 11.Betriebsrichtung: 23 oder 05?
- 12.Spotten am Quax-Hangar
- 13.Anreise und Lage
- 14.Regionalflughafen im Vergleich
- 15.Tipps für einen guten Tag in PAD
- 16.Fazit
- 17.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | PAD |
|---|---|
| ICAO-Code | EDLP |
| Betreiber | Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH – größter Gesellschafter ist der Kreis Paderborn (77,94 %), dazu Kreis Soest (12,26 %), Hochsauerlandkreis und Kreis Höxter (je 3,92 %) sowie die IHKs Ostwestfalen zu Bielefeld und Lippe zu Detmold |
| Lage | Im Bürener Ortsteil Ahden, rund 15 km südwestlich von Paderborn und etwa 20 km östlich von Lippstadt, nahe der Anschlussstelle Büren der A44 |
| Start- und Landebahn | Eine Bahn: 05/23 (früher 06/24), 2.180 m lang und 45 m breit; Instrumentenlandesystem in beiden Richtungen |
| Höhe | 699 ft (rund 213 m) über dem Meeresspiegel |
| Verkehr 2025 | Rund 711.000 Passagiere und gut 44.000 Flugbewegungen (Starts und Landungen inklusive allgemeiner Luftfahrt) |
| Rekordjahr | 2000 mit rund 1,36 Mio. Passagieren |
| Airlines (Stand Oktober 2026) | Laut Flughafen unter anderem Ryanair, SunExpress, Pegasus Airlines, TUIfly, Eurowings, Aegean, Freebird Airlines und Air Cairo – überwiegend saisonal |
| Insolvenz | Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ab Herbst 2020, Neustart mit neuer Geschäftsführung 2021 |
| Namensgeber | Seit 2024 trägt der Flughafen den Namen des Computerpioniers Heinz Nixdorf |
| Für Spotter relevant | Aussichtsterrasse am Quax-Hangar mit Blick auf Vorfeld, Rollwege und Bahn; geöffnet zu den Zeiten der dortigen Gastronomie |
| Offizielle Website | www.airport-pad.com |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Paderborn/Lippstadt aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Paderborn/Lippstadt
- Die Betriebsrichtung vor dem Besuch geprüft – bei Westwind wird auf der 23 nach Südwesten gestartet, bei Ostwind auf der 05 nach Nordosten
- Eine Boeing 737 einer Ferien- oder Low-Cost-Airline fotografiert, etwa von Ryanair, SunExpress oder TUIfly
- Einen türkischen Carrier wie Pegasus oder Freebird beim Rollen erwischt
- Einen Ferienflug aus Ägypten oder Griechenland gesehen, zum Beispiel von Air Cairo oder Aegean
- Ein historisches Flugzeug des Quax-Vereins im Hangar oder bei einem Rundflug entdeckt
- Einen Business-Jet oder ein Kleinflugzeug der allgemeinen Luftfahrt notiert
- Das Kennzeichen jeder Sichtung festgehalten – bei wenigen Bewegungen am Tag zählt jede einzelne
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Aussichtsterrasse direkt am Vorfeld – kurze Distanzen zu rollenden Flugzeugen
- Kleiner, übersichtlicher Flughafen ohne Gedränge
- Bunte Mischung aus deutschen, irischen, türkischen, griechischen und ägyptischen Airlines
- Historische Flugzeuge des Quax-Vereins als zusätzlicher Anreiz
- Allgemeine Luftfahrt und Flugschulbetrieb sorgen auch abseits der Linienflüge für Bewegung
Wo es hakt
- Wenige Linien- und Charterflüge pro Tag, im Winter noch deutlich weniger
- Viele Flüge saisonal – der Flugplan ändert sich stark zwischen Sommer und Winter
- Ohne Auto mühsam: Anbindung nur per Bus
- Terrassenzugang hängt an den Öffnungszeiten der Gastronomie
- Kaum Großraumflugzeuge – die Bahn erlaubt sie, der Flugplan bringt sie selten
Paderborn/Lippstadt ist kein Flughafen, für den man quer durch Deutschland fährt. Aber er ist einer, an dem du sehr gut sehen kannst, wie sich die deutsche Regionalluftfahrt in den letzten Jahren verändert hat. Bis 2020 brachten Lufthansa-Flüge Geschäftsreisende aus Ostwestfalen zu den Drehkreuzen Frankfurt und München. Dann kamen Pandemie und Insolvenz, und am Ende verschwand auch die letzte Lufthansa-Verbindung. Heute starten in Büren-Ahden vor allem Urlaubsflüge nach Mallorca, Antalya, Kreta oder Hurghada. Für Spotter ist das ein ruhiger Platz mit kurzen Wegen, einer überraschend bunten Airline-Mischung und einem Hangar voller historischer Flugzeuge.
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Vom Landeplatz zum Verkehrsflughafen
Die Idee eines eigenen Flughafens für Südost-Westfalen ist älter als der Platz selbst. Im Oktober 1969 wurde dafür eine eigene Gesellschaft gegründet, die Regionalflughafen Südost-Westfalen GmbH. Zwei Jahre später, im September 1971, begann auf der Hochfläche bei Ahden der Flugbetrieb – zunächst als Verkehrslandeplatz für kleine Flugzeuge und Geschäftsreisejets. Für die Wirtschaft der Region, zu der damals auch die aufstrebende Nixdorf Computer AG aus Paderborn gehörte, bedeuteten kurze Wege in die Luft einen echten Standortvorteil.
Ab 1975 gab es Linienflüge nach Frankfurt als Zubringer zur Lufthansa. 1984 folgte der große Schritt: Eine neue Bahn ging in Betrieb, der Platz wurde offiziell zum Verkehrsflughafen. Ende der 1980er-Jahre kamen die ersten Charterflüge nach Mallorca dazu – der Anfang eines Geschäfts, das heute das Rückgrat des Flughafens bildet. In den 1990ern entstanden das Passagierterminal, neue Hallen und ein Parkhaus, 1994 wurde die Bahn auf 45 Meter verbreitert, 2001 kam ein neues Ankunftsgebäude hinzu.
Seinen Höhepunkt erreichte der Flughafen im Jahr 2000 mit rund 1,36 Millionen Passagieren. Danach ging es in Wellen abwärts. Spätestens ab 2009 schrieb die Gesellschaft Jahr für Jahr Verluste.
Die Insolvenz von 2020
2020 kam vieles zusammen. Lufthansa hatte schon zu Jahresbeginn angekündigt, die Frankfurt-Strecke aus wirtschaftlichen Gründen aufzugeben. Dann brach mit der Pandemie der Passagierverkehr ein: 2020 zählte der Flughafen nur noch gut 92.000 Fluggäste. Laut der deutschsprachigen Wikipedia verlor der Flughafen in dieser Phase rund 700.000 Euro pro Monat.
Im Herbst 2020 beantragte die Betreibergesellschaft beim Amtsgericht Paderborn ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Anders als bei einer klassischen Insolvenz übernimmt dabei kein externer Verwalter das Ruder, die Geschäftsführung bleibt im Amt und saniert das Unternehmen unter Aufsicht eines Sachwalters. Der Flugbetrieb lief weiter.
Der Sanierungsplan war hart. Die Abfertigungskapazität wurde deutlich verkleinert, und ein großer Teil der Belegschaft verlor den Job – nach Angaben der deutschsprachigen Wikipedia rund 100 von 170 Beschäftigten. Nach etwa einem halben Jahr war das Verfahren abgeschlossen. Seit August 2021 führt Roland Hüser die Geschäfte, die Chronik des Flughafens fasst das Jahr knapp als „Neustart mit neuer Geschäftsführung“ zusammen.
Auch die Eigentümerstruktur hat sich in dieser Zeit verschoben. Die Stadt Bielefeld verkaufte ihre Anteile im Zuge der Sanierung an den Kreis Paderborn; auch die Kreise Gütersloh und Lippe tauchen in der heutigen Gesellschafterliste nicht mehr auf. Heute hält er laut Flughafen knapp 78 Prozent, den Rest teilen sich der Kreis Soest, der Hochsauerlandkreis, der Kreis Höxter und zwei Industrie- und Handelskammern.
Insolvenz ist nicht gleich Schließung
Viele denken bei „Insolvenz" sofort an das Ende eines Flughafens. In Paderborn war das Gegenteil der Fall: Das Verfahren in Eigenverwaltung diente dazu, Kosten zu senken und den Betrieb zu sichern. Wie unterschiedlich Pleiten in der Luftfahrt ausgehen können, zeigt der Überblick über große Airline-Insolvenzen in Europa.
Abschied von Lufthansa
Für Paderborn waren die Lufthansa-Zubringer über Jahrzehnte ein Aushängeschild. Wer in Ostwestfalen wohnte, konnte morgens nach Frankfurt oder München fliegen und von dort in die ganze Welt umsteigen. Die Frankfurt-Verbindung gab es mit Unterbrechungen seit den 1970er-Jahren, später kam München als zweites Drehkreuz hinzu.
2020 endete Frankfurt. München hielt sich noch einige Jahre, bis Lufthansa im November 2024 das Aus ankündigte. Mit dem Sommerflugplan 2025 verschwand die letzte Verbindung zu einem großen Drehkreuz. Ein Versuch eines anderen Anbieters, die München-Strecke weiterzuführen, hielt sich nur einige Monate. Seitdem führt die Liste der Flugziele auf der Website des Flughafens unter „Deutschland“ keinen Eintrag mehr.
Damit ist PAD heute im Kern ein Ferienflughafen. Für Spotter hat das eine klare Konsequenz: Die Regionaljets der Lufthansa-Gruppe, die früher zum Alltag gehörten, sind Geschichte. Wer sie in alten Logbüchern findet, hält inzwischen ein Stück Flughafenhistorie in der Hand.
Neuausrichtung: Ferienflüge statt Umsteiger
Seit dem Neustart setzt der Flughafen auf Urlauber aus Ostwestfalen-Lippe, dem Sauerland und den angrenzenden Regionen in Hessen und Niedersachsen. Er vermarktet sich als „Heimathafen“ – mit dem Versprechen kurzer Wege, günstiger Parkplätze und staufreier Anreise. Auf der Website nennt der Flughafen als Flugziele aktuell unter anderem Palma de Mallorca, Alicante, Málaga, Antalya, Heraklion, Rhodos, Kos und Hurghada.
Ein Wendepunkt war 2023, als Ryanair mit Verbindungen nach Alicante und Málaga nach Paderborn kam. 2024 erreichte der Flughafen mit rund 818.000 Passagieren den besten Wert seit dem Neustart. 2025 lag die Zahl mit gut 711.000 wieder niedriger – aber noch leicht über dem Wert von 2019, als rund 693.000 Fluggäste gezählt wurden.
Laut Website zählt der Flughafen (Stand Oktober 2026) diese Airlines zu seinen Partnern. Welche Airline welches Ziel bedient und wie oft, wechselt mit jeder Saison – nimm die Tabelle als Orientierung, nicht als Flugplan.
| Airline | Herkunft | Typisches Fluggerät im Netz der Airline |
|---|---|---|
| Ryanair | Irland | Boeing 737-800 und 737-8-200 |
| SunExpress | Türkei/Deutschland | Boeing 737-800 und 737 MAX 8 |
| Pegasus Airlines | Türkei | A320neo-Familie und Boeing 737 |
| Freebird Airlines | Türkei | A320-Familie |
| TUIfly | Deutschland | Boeing 737-800 und 737 MAX 8 |
| Eurowings | Deutschland | A320-Familie |
| Aegean | Griechenland | A320-Familie |
| Air Cairo | Ägypten | A320-Familie |
Für dich bedeutet die Mischung: Auf einem kleinen Platz siehst du Lackierungen aus vier, fünf Ländern, die an manchem größeren Flughafen weniger auffallen würden. Was ein Charter- von einem Linienflug unterscheidet und warum das für deinen Spottertag relevant ist, erklärt der Beitrag Charterflug und Linienflug.
Den seltenen Ferienflieger nicht verpassen
Mit Planetrack legst du Sichtungs-Alarme für Airlines, Typen, Kennzeichen und Special Liveries an und wirst bei Anflug und Landung benachrichtigt. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Die Bahn 05/23
Der Flughafen hat eine einzige Start- und Landebahn. Sie ist 2.180 Meter lang, 45 Meter breit und verläuft von Südwesten nach Nordosten. Lange hieß sie 06/24, inzwischen trägt sie die Bezeichnung 05/23. Hintergrund ist die Wanderung des magnetischen Nordpols: Bahnnummern geben die magnetische Ausrichtung in Zehngradschritten an, und wenn sich diese genug verschiebt, wird umbenannt. An der Lage der Bahn und an den Flugrouten hat sich laut Flughafen nichts geändert.
Beide Richtungen sind mit einem Instrumentenlandesystem ausgestattet, sodass auch bei schlechtem Wetter in beiden Richtungen gelandet werden kann. Die Bahn lässt grundsätzlich auch größere Flugzeuge zu; im Alltag dominieren aber Schmalrumpfjets wie die Boeing 737-800, die 737 MAX 8 und die A320neo.
| Element | Angabe | Bedeutung für Spotter |
|---|---|---|
| Bahn | 05/23, 2.180 × 45 m | Alle Starts und Landungen auf einer Bahn – du verpasst nichts, wenn du richtig stehst |
| Instrumentenlandesystem | in beiden Richtungen | Landungen auch bei tiefer Wolkenbasis möglich |
| Vorfeld | ein Abfertigungsvorfeld vor dem Terminal | Abgestellte Flugzeuge und Bodenabfertigung gut im Blick |
| Wartungshallen | bis zur Größe von A321 und Boeing 757 | Gelegentlich Maschinen, die nicht im Linienflugplan stehen |
| Quax-Hangar | mit Aussichtsterrasse | Fester Standpunkt für Besucher |
Betriebsrichtung: 23 oder 05?
Wie überall wird gegen den Wind gestartet und gelandet. Weil in Westfalen meist Westwind herrscht, wird häufig in Richtung 23 geflogen: Die Flugzeuge landen dann aus Nordosten kommend und starten nach Südwesten. Bei Ostwind dreht sich das Bild, dann gilt die 05.
Bei nur einer Bahn und wenigen Bewegungen am Tag lohnt sich diese Planung besonders. Ein falsch gewählter Standpunkt kostet dich hier nicht ein paar Bilder, sondern unter Umständen den einzigen Flug der nächsten Stunde. Wie du Wind und Betriebsrichtung vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Licht und Bahn zusammen denken
Die Bahn läuft von Südwest nach Nordost. Stehst du nördlich davon und blickst Richtung Süden, fotografierst du mittags gegen die Sonne; vormittags und abends wird das Licht seitlicher. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du das vor der Anfahrt.
Spotten am Quax-Hangar
Der bekannteste Standpunkt für Besucher ist der Quax-Hangar. Das Gebäude öffnete 2011 und verbindet Werkstatt, Ausstellungsfläche und Gastronomie. Laut Flughafen bietet die Aussichtsterrasse einen Panoramablick auf Bahn, Rollwege und Vorfeld. Feste Öffnungszeiten nennt der Flughafen für die Terrasse nicht – der Zugang richtet sich nach den Zeiten der Gastronomie im Hangar. Prüf sie also vorher, bevor du hinfährst.
Im Hangar selbst ist der Quax-Förderverein für historisches Fluggerät zu Hause. Der Verein betreibt laut eigener Darstellung mehr als zehn Flugzeuge, darunter auch Segelflugzeuge; ein Teil gehört dem Verein, ein Teil privaten Eigentümern. Im Winter stehen sie im Hangar, im Sommer sind sie über mehrere Stationen verteilt. Wer die Werkstatt genauer sehen möchte, kann laut Flughafen an Führungen teilnehmen. Wie du Oldtimer am Himmel sicher bestimmst, erklärt der Beitrag Oldtimer am Himmel erkennen.
Neben dem Linienverkehr lohnt der Blick auf die allgemeine Luftfahrt. Am Platz sind Flugschulen für Privat- und Berufspiloten ansässig, dazu kommen Geschäftsreiseflugzeuge und Privatmaschinen. An verkehrsarmen Tagen machen sie oft den Großteil der Bewegungen aus – die Statistik zeigt das deutlich: 2025 zählte der Flughafen gut 44.000 Flugbewegungen, aber nur rund 711.000 Passagiere. Tipps zu Kleinflugzeugen und Business-Jets findest du im Beitrag General Aviation spotten.
Flugplan des Tages prüfen
Bei wenigen Flügen entscheidet die Abflug- und Ankunftstafel, ob sich die Fahrt lohnt. Im Sommer ist deutlich mehr los als im Winter.
Wind und Betriebsrichtung einschätzen
Westwind heißt meist Richtung 23, Ostwind Richtung 05. Daraus ergibt sich, von welcher Seite die Landungen kommen.
Öffnungszeiten der Terrasse checken
Der Zugang zur Aussichtsterrasse hängt an der Gastronomie im Quax-Hangar. Ein Blick auf die Website spart dir eine Enttäuschung.
Anreise planen
Mit dem Auto über die A44 (Anschlussstelle Büren), ohne Auto mit den Buslinien aus Paderborn. Busfahrpläne vorher prüfen.
Kennzeichen notieren
Gerade bei Ferienfliegern wechseln die Maschinen häufig. Das Kennzeichen macht jede Sichtung eindeutig.
Zaun bleibt Zaun
Auch an einem ruhigen Regionalflughafen gelten Absperrungen, Sicherheitsbereiche und Hinweise des Betreibers ohne Ausnahme – Leitern, Drohnen und Stative am Zaun eingeschlossen. Was erlaubt ist und wo die Grenzen liegen, fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen.
Anreise und Lage
Der Flughafen liegt nicht in Paderborn, sondern im Ortsteil Ahden der Stadt Büren, rund 15 Kilometer südwestlich der Paderborner Innenstadt. Lippstadt ist etwa 20 Kilometer entfernt. Mit dem Auto erreichst du ihn über die A44, deren Anschlussstelle Büren direkt südlich des Geländes liegt. Ohne Auto bist du auf Busse angewiesen; einen Bahnanschluss gibt es nicht.
Für Tagesausflüge aus dem Ruhrgebiet oder aus Niedersachsen lässt sich PAD gut mit anderen Plätzen kombinieren. Der Flughafen Dortmund liegt rund eine Autostunde westlich und bietet mit Wizz Air ein ganz anderes Airline-Bild. Weiter nördlich ist der Flughafen Münster/Osnabrück ein ähnlich strukturierter Regionalflughafen, der Flughafen Hannover bringt deutlich mehr Verkehr. Für das große Programm lohnt der Weg zum Flughafen Düsseldorf.
Regionalflughafen im Vergleich
Paderborn/Lippstadt steht mit seiner Geschichte nicht allein. Viele deutsche Regionalflughäfen haben in den letzten Jahren Drehkreuz-Zubringer verloren und sich auf Ferien- und Low-Cost-Verkehr umgestellt. Einen Überblick über die Plätze, die sich für Spotter trotzdem lohnen, gibt der Beitrag Regionalflughäfen in Deutschland für Spotter.
| Flughafen | Prägende Airlines | Charakter |
|---|---|---|
| Paderborn/Lippstadt (PAD) | Ryanair, SunExpress, TUIfly, türkische und griechische Carrier | Ferienflughafen, viel allgemeine Luftfahrt |
| Dortmund (DTM) | Wizz Air, Eurowings | Low-Cost-Fokus auf Mittel- und Osteuropa |
| Münster/Osnabrück (FMO) | Ferien- und Linienairlines | Regionalflughafen im Münsterland |
| Köln/Bonn (CGN) | Eurowings, Ryanair, Frachtairlines | Großer Punkt-zu-Punkt- und Frachtflughafen |
Paderborn passt zu dir, wenn …
- du einen ruhigen Platz ohne Gedränge suchst
- du Ferienairlines aus mehreren Ländern sammeln willst
- du dich für historische Flugzeuge und allgemeine Luftfahrt interessierst
Bedingt geeignet, wenn …
- du im Winter fährst – dann ist der Flugplan stark ausgedünnt
- du ohne Auto anreist
Eher woanders, wenn …
- du Großraumflugzeuge und Langstrecke sehen willst
- du in kurzer Zeit möglichst viele Bewegungen brauchst
Tipps für einen guten Tag in PAD
An einem Regionalflughafen mit wenigen Flügen gelten etwas andere Regeln als an einem Drehkreuz. Du musst nicht stundenlang auf einem Hügel sitzen, sondern kannst deinen Besuch auf die Zeitfenster legen, in denen mehrere Flüge kurz nacheinander kommen und gehen. Ferienflüge sammeln sich oft am Vormittag und am Nachmittag; die genauen Zeiten verrät der Flugplan. Grundsätzliches zum Spotten an kleinen Plätzen findest du im Beitrag Spotting an kleinen Regionalflughäfen.
Achte auch auf Details. Bei Ferienairlines sind Leasingmaschinen und Aushilfsflugzeuge anderer Gesellschaften keine Seltenheit – dann landet statt der erwarteten Lackierung plötzlich eine ganz andere Maschine. Wer die Boeing-737-Generationen auseinanderhalten will, findet im Beitrag 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden die wichtigsten Merkmale. Bei den Airbus-Mustern hilft der Beitrag zu A318, A319, A320 und A321.
Jeder Ferienflieger zählt
Beiträge mit Foto, Kennzeichen und Airline posten, die Spot-Karte mit bestem Licht nutzen und Wetter, Wind und Pisten am Flughafen checken – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Paderborn/Lippstadt hat eine bewegte Zeit hinter sich: vom kleinen Verkehrslandeplatz über den Lufthansa-Zubringer mit über einer Million Passagieren bis zur Insolvenz in Eigenverwaltung und dem Neustart als Ferienflughafen. Heute fliegen keine Umsteigeverbindungen mehr, dafür Urlaubsflüge in den Süden mit Airlines aus Irland, Deutschland, der Türkei, Griechenland und Ägypten.
Für Spotter ist PAD kein Ort für Masse, sondern für Ruhe und Abwechslung. Mit Blick auf Flugplan, Wind und die Öffnungszeiten der Terrasse holst du aus einem Nachmittag in Büren-Ahden mehr heraus, als die Passagierzahlen vermuten lassen.
Kurzfazit
PAD ist nach Insolvenz und Lufthansa-Abschied ein reiner Ferienflughafen mit einer 2.180-Meter-Bahn. Plane nach Flugplan und Betriebsrichtung, nutze die Terrasse am Quax-Hangar – und nimm die allgemeine Luftfahrt gleich mit.
Zusammenfassung
- Paderborn/Lippstadt ist ein Lehrstück dafür, wie stark sich ein deutscher Regionalflughafen in wenigen Jahren wandeln kann.
- Nach Insolvenz und Verlust der Lufthansa-Zubringer lebt der Flughafen heute vor allem vom Ferienverkehr in den Süden.
- Für Spotter ist PAD ein ruhiger Platz mit überschaubarem Verkehr, kurzen Wegen und einer abwechslungsreichen Airline-Mischung.
- Wer den Flugplan vorher prüft, kann an einem Sommertag mehrere Airlines aus verschiedenen Ländern mitnehmen.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Paderborn/Lippstadt?
Der IATA-Code ist PAD, der ICAO-Code EDLP. PAD steht auf Bordkarten und Gepäckanhängern, EDLP nutzen Flugsicherung und Flugverfolgungsdienste.
Ist der Flughafen Paderborn/Lippstadt insolvent?
Nicht mehr. Die Betreibergesellschaft hat im Herbst 2020 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, also unter Fortführung des Betriebs. Nach rund einem halben Jahr war das Verfahren abgeschlossen, und der Flughafen ist 2021 mit neuer Geschäftsführung und kleinerer Belegschaft neu gestartet.
Fliegt Lufthansa noch ab Paderborn?
Nein. Die Verbindung nach Frankfurt endete 2020, die nach München mit dem Sommerflugplan 2025. Seitdem hat Paderborn/Lippstadt keine Linienverbindung mehr zu einem der großen Lufthansa-Drehkreuze.
Welche Airlines fliegen ab Paderborn/Lippstadt?
Laut Flughafen gehören (Stand Oktober 2026) unter anderem Ryanair, SunExpress, Pegasus, TUIfly, Eurowings, Aegean, Freebird Airlines und Air Cairo zu den Partnern. Viele Verbindungen sind saisonal – prüf vor dem Besuch den aktuellen Flugplan.
Wo kann man am Flughafen Paderborn/Lippstadt Flugzeuge beobachten?
Der wichtigste Standpunkt ist die Aussichtsterrasse am Quax-Hangar. Sie blickt auf Vorfeld, Rollwege und Bahn. Geöffnet ist sie zu den Zeiten der Gastronomie im Hangar, die Zeiten solltest du vorher auf der Website des Flughafens prüfen. Rund um den Zaun gelten die üblichen Regeln: Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu.
Warum heißt die Bahn jetzt 05/23 und nicht mehr 06/24?
Bahnbezeichnungen richten sich nach der magnetischen Ausrichtung. Weil sich der magnetische Nordpol langsam verschiebt, wurde die Bahn neu benannt. An ihrer Lage und an den An- und Abflugrouten hat sich laut Flughafen nichts geändert – in älteren Fotos, Datenbanken und Logbüchern findest du aber noch 06/24.
Warum heißt der Flughafen nach Heinz Nixdorf?
Heinz Nixdorf hat in Paderborn eines der bekanntesten deutschen Computerunternehmen aufgebaut und gilt als einer der prägenden Unternehmer der Region. 2024 erhielt der Flughafen seinen Namen, passend zu dessen 100. Geburtstag im April 2025.
Landen in Paderborn auch große Flugzeuge?
Die 2.180 Meter lange Bahn erlaubt grundsätzlich auch größere Muster, der Alltag besteht aber fast ausschließlich aus Schmalrumpfjets wie Boeing 737-800 und Maschinen der A320-Familie. Großraumflugzeuge sind seltene Ausnahmen, etwa bei Sonderflügen.
Sichtungen rund um Flughafen Paderborn/Lippstadt sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Ryanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
XQ / SXSSunExpress
Der türkische Ferienflieger aus Antalya gehört je zur Hälfte Lufthansa und Turkish Airlines, fliegt ausschließlich Boeing 737 und verbindet Deutschland so dicht mit der Türkei wie kaum eine andere Airline.
PC / PGTPegasus Airlines
Die türkische Low-Cost-Airline aus Istanbul-Sabiha Gökçen: fast reine Airbus-A320neo-Familie, ein dichtes Deutschland-Netz und seit Oktober 2026 die Smartwings-Gruppe unter dem eigenen Dach.
X3 / TUITUIfly
Der Ferienflieger des TUI-Konzerns aus Hannover: reine Boeing-737-Flotte, Basen an fünf deutschen Flughäfen und eine Geschichte, die 1973 als Hapag-Lloyd Flug begann.
EW / EWGEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
A3 / AEEAegean Airlines
Griechenlands größte Airline mit Drehkreuz Athen: Star-Alliance-Mitglied seit 2010, reine Airbus-A320-Familie im Jetverkehr und mit Olympic Air eine Tochter, die mit ATR-Turboprops die Inseln anfliegt.
FH / FHYFreebird Airlines
Türkischer Ferien- und Charterflieger mit Basis in Antalya: kleine, reine Airbus-A320-Flotte, Leitwerke in unterschiedlichen Farben und eine maltesische Schwester, die mit EU-Lizenz fliegt.
SM / MSCAir Cairo
Ägyptische Hybrid-Airline mit Mehrheitsbeteiligung von EgyptAir: Ferienflüge von vielen deutschen Flughäfen ans Rote Meer, dazu Linienverkehr in Nahost und eine gemischte Flotte aus Airbus, ATR und Embraer.
LH / DLHLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
Typische Flugzeuge
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypBoeing 737-8-200 (MAX 200)
Von außen eine MAX 8, mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied: einem zusätzlichen Paar Notausgangstüren hinter dem Flügel. So erkennst du die 737-8-200, die Boeing für Ryanair entwickelt hat.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
Weitere Einträge
Flughafen Dortmund
Kompakter Low-Cost-Flughafen im Osten des Ruhrgebiets: eine einzige 2.000-Meter-Bahn, ein Terminal mit kostenloser Besucherterrasse und ein Flugplan, den Wizz Air mit Verbindungen nach Mittel- und Osteuropa prägt. 2026 feiert der Platz sein 100-jähriges Bestehen.
FlughafenFlughafen Münster/Osnabrück
Regionalflughafen zwischen Münsterland und Osnabrücker Land: eine 2.170-Meter-Piste in Greven, Ferienflieger nach Antalya, Mallorca und Kreta, die Lufthansa-Verbindung nach München und eine Besucherterrasse im Terminal – überschaubar, aber mit viel Abwechslung in den Ferien.
FlughafenFlughafen Hannover
Niedersachsens Tor zur Welt liegt in Langenhagen: zwei parallele Bahnen, ein kompaktes Terminal mit S-Bahn-Halt, TUIfly als Heimat-Airline und keine generelle Nachtsperre. Für Spotter ein entspannter Flughafen mit Ferienfliegern, Zubringern der großen Netzwerk-Airlines und nächtlichem Frachtverkehr.
FlughafenFlughafen Düsseldorf
Größter Flughafen Nordrhein-Westfalens und Heimat der Eurowings: zwei dicht nebeneinander liegende Bahnen im Norden der Stadt, drei Terminals unter einem Dach, strenge Kapazitätsregeln – und für Spotter eine Lage, die sich seit der Pandemie spürbar verändert hat.
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