Das Wichtigste in Kürze
- Die Do X war 1929 das größte Flugzeug der Welt: ein Flugboot mit 48 Metern Spannweite und zwölf Motoren, gebaut in Altenrhein am Bodensee.
- Rekord mit 169 Menschen: Am 21. Oktober 1929 flog sie mit 169 Menschen an Bord, darunter zehn Besatzungsmitglieder, rund 53 Minuten über den Bodensee.
- Großer Werbeflug: Von November 1930 bis Mai 1932 flog sie über Westafrika und Südamerika nach New York und zurück nach Berlin – mit langen Pannenpausen.
- Kein Exemplar erhalten: Die Do X1 wurde 1943 in Berlin bei einem Luftangriff beschädigt und danach weitgehend zerlegt, die beiden italienischen Schwestern verschrottete man schon 1937.
- Ein Verein baut sie nach: Ein deutscher Förderkreis arbeitet an einer begehbaren 1:1-Rekonstruktion; Zielmarke ist das 100-Jahre-Jubiläum 2029.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was war die Dornier Do X?
- 2.Technik: zwölf Motoren und drei Decks
- 3.Der Rekordflug mit 169 Menschen
- 4.Der große Werbeflug nach Amerika
- 5.Do X2 und Do X3: die italienischen Schwestern
- 6.So erkennst du die Do X auf Fotos und Modellen
- 7.Größenvergleich: Do X, Spruce Goose und heute
- 8.Was aus der Do X wurde
- 9.Die Museumsreplik: ein Flugschiff entsteht neu
- 10.Deine Do-X-Tour am Bodensee
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Dornier; gebaut bei der Dornier-Gesellschaft Doflug in Altenrhein (Schweiz) am Bodensee |
|---|---|
| Konstrukteur | Claude Dornier |
| Bauart | Verkehrsflugboot („Flugschiff“), abgestrebter Schulterdecker mit Bootsrumpf und seitlichen Stützflossen |
| Erstflug | Juli 1929 auf dem Bodensee (kurzer Hüpfer am 12. Juli, offizieller Erstflug laut deutschen Quellen am 15. Juli) |
| Gebaute Exemplare | 3 (Do X1, dazu Do X2 und Do X3 für Italien) |
| Status | historisch – kein Exemplar erhalten, nur Einzelteile in Museen |
| Triebwerke | 12 Kolbenmotoren in 6 Tandemgondeln über dem Flügel; zunächst Siemens Jupiter, ab 1930 Curtiss Conqueror, bei den italienischen Maschinen Fiat |
| Länge | 40,10 m |
| Spannweite | 48,00 m |
| Höhe | 10,25 m |
| Flügelfläche | rund 450 m² |
| Max. Startmasse | rund 50 t (Angaben je nach Quelle und Bauzustand leicht unterschiedlich) |
| Reisegeschwindigkeit | rund 170 km/h |
| Passagiere | im Linienentwurf 66 Sitze; beim Rekordflug 1929 deutlich mehr Menschen an Bord |
| Kennzeichen | D-1929 (Do X1); I-REDI (Do X2), I-ABBN (Do X3) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwölf Motoren auf dem Flügel: sechs Gondeln, in jeder ein Zug- und ein Druckpropeller hintereinander – auf Fotos sieht das aus wie eine Reihe kleiner Doppelmotoren über der Tragfläche
- Schiffsrumpf mit hohem Bug, Stufe im Boden und vielen Fenstern in mehreren Ebenen
- Stützflossen („Stummel“) seitlich am Rumpf auf Höhe der Wasserlinie statt Schwimmern unter den Flügeln – ein typisches Dornier-Merkmal, das du auch vom Wal und der Do 24 kennst
- Hoch angesetzter, abgestrebter Flügel; die Streben laufen von den Stummeln schräg nach oben
- Bei der ersten Bauphase sitzen die Motoren in offenen Gondeln auf Gerüsten, später sind sie in längeren, verkleideten Gondeln untergebracht
- Großes Leitwerk am hochgezogenen Heck des Bootsrumpfs
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Rumpf wie ein Ozeandampfer, darüber ein riesiger Flügel, auf dem zwölf Motoren in Reih und Glied stehen: Die Dornier Do X sieht selbst auf vergilbten Schwarzweißfotos noch spektakulär aus. 1929 war sie das größte Flugzeug der Welt, sie flog mit 169 Menschen an Bord und schaffte es bis nach New York. Fotografieren kannst du sie heute nicht mehr – aber ihre Spuren findest du am Bodensee, in Berlin und in einem Nachbauprojekt, das die Legende zurückholen will. Hier bekommst du Geschichte, Technik, Erkennungsmerkmale und die Orte, an denen du der Do X noch begegnest.
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Was war die Dornier Do X?
Die Do X war ein Verkehrsflugboot, das die Zeitgenossen gern „Flugschiff“ nannten – und das trifft es gut. Claude Dornier skizzierte die Idee eines großen Eindecker-Flugboots schon 1924, die eigentliche Konstruktion begann Ende 1926. Ziel war ein Flugzeug, das Passagiere und Post über lange Seestrecken, letztlich über den Atlantik, befördern konnte. Weil der Versailler Vertrag den Flugzeugbau in Deutschland damals noch einschränkte, entstand die Maschine im Werk Altenrhein auf der Schweizer Seite des Bodensees. Das Geld kam zu großen Teilen vom Reichsverkehrsministerium. Mehr zum Unternehmen selbst findest du auf der Seite zu Dornier.
Der Bau der ersten Maschine begann im Dezember 1927 und verschlang nach Firmenangaben rund 240.000 Arbeitsstunden. Am 12. Juli 1929 lief die Do X vom Stapel und hob bei Rollversuchen kurz ab; als offizieller Erstflug gilt in deutschen Quellen der 15. Juli 1929. Sie trug das Kennzeichen D-1929 – das Jahr ihres Erstflugs.
Vieles an Bord erinnerte an ein Schiff, angefangen beim Kommandanten an der Spitze der Besatzung. Neben den Piloten flog ein Bordingenieur mit, der von einem eigenen Stand aus die Gashebel und Instrumente der zwölf Motoren bediente; Navigations- und Funkraum lagen ebenfalls im Oberdeck.
Technik: zwölf Motoren und drei Decks
Der Rumpf war als Bootsrumpf gebaut, mit Stufe im Boden, damit die Maschine beim Start vom Wasser „losreißen“ konnte. Seitlich saßen kurze Stützflossen, die Dornier schon beim Wal verwendet hatte: Sie hielten das Flugboot im Wasser stabil, ersetzten Schwimmer unter den Flügeln und dienten gleichzeitig als Ansatzpunkt für die Flügelstreben.
Innen verteilte sich der Raum auf drei Ebenen. Ganz oben lagen Cockpit, Navigationsraum, Funkraum und der Stand des Bordingenieurs. Auf dem Hauptdeck reisten die Passagiere: Laut Beschreibungen gab es einen Speisesalon, einen Rauchsalon mit Bar und Sitze für 66 Fluggäste, die sich in Schlafplätze umbauen ließen, dazu Bordküche und Toiletten. Das Unterdeck nahm Treibstofftanks und wasserdichte Abteilungen auf. Für die frühen 1930er-Jahre war das Luxus auf einem Niveau, das sonst nur Zeppeline boten – wie die Luftschiffe aus derselben Stadt aufgebaut waren, erzählt die Geschichte der Zeppeline.
Der Antrieb war das große Problem. Die ersten zwölf Motoren waren Siemens-Jupiter-Sternmotoren, luftgekühlte Lizenzbauten des Bristol Jupiter mit rund 500 PS. Sie neigten zur Überhitzung und verloren bei längerem Lauf an Leistung. 1930 bekam die Do X deshalb wassergekühlte Curtiss-Conqueror-V12-Motoren mit gut 600 PS je Stück. Die beiden italienischen Maschinen flogen mit Fiat-Motoren.
| Merkmal | Do X1 (Stand 1930) |
|---|---|
| Länge | 40,10 m |
| Spannweite | 48,00 m |
| Höhe | 10,25 m |
| Flügelfläche | rund 450 m² |
| Motoren | 12 × Curtiss Conqueror (zuvor Siemens Jupiter) |
| Max. Startmasse | rund 50 t |
| Reisegeschwindigkeit | rund 170 km/h |
| Reichweite (Literaturangabe) | rund 2.800 km |
Mit voller Beladung erreichte die Do X nur geringe Flughöhen. Für die geplante Atlantikroute war das ein echtes Risiko – und einer der Gründe, warum aus dem Linienbetrieb nie etwas wurde.
Der Rekordflug mit 169 Menschen
Am 21. Oktober 1929 schrieb die Do X Luftfahrtgeschichte. Mit 169 Menschen an Bord, darunter zehn Besatzungsmitglieder und überwiegend Mitarbeitende von Dornier mit ihren Familien, flog sie rund 53 Minuten über den Bodensee. Wie sich die Fluggäste genau aufteilten, wird in der Literatur unterschiedlich angegeben – manche Quellen erwähnen auch blinde Passagiere. Eine Zulassung für Passagierflüge hatte sie zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht. Der Rekord für die meisten Menschen an Bord eines Flugzeugs hielt rund 20 Jahre.
Die Bilder von diesem Tag gingen um die Welt und machten die Do X schlagartig berühmt. Im Oktober 1930 erhielt sie dann die offizielle Abnahme durch die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt.
Der große Werbeflug nach Amerika
Um Käufer zu gewinnen, schickte Dornier die Do X auf eine Repräsentationsreise, die eher einer Odyssee glich.
November 1930: Start nach Westen
Am 5. November startet die Do X Richtung Amsterdam, weiter geht es über England und Frankreich nach Portugal. In Lissabon fängt Ende November eine Plane über einem Flügel Feuer – die Reparatur dauert rund zwei Monate.
1931: Afrika und Südatlantik
Über die Kanaren geht es entlang der westafrikanischen Küste, dann über den Südatlantik nach Brasilien. Im Juni 1931 erreicht die Do X Rio de Janeiro.
August 1931: New York
Über die Karibik und Miami fliegt sie nach New York und landet dort Ende August 1931. Kommandant ist Friedrich Christiansen. Die Besatzung wird sogar im Weißen Haus empfangen.
Mai 1932: Heimkehr nach Berlin
Nach einem Winter in New York startet die Do X am 20. Mai 1932 zum Rückflug und wassert am 24. Mai auf dem Müggelsee in Berlin.
Überwintert hatte die Do X am damaligen Glenn-Curtiss-Flugplatz in Queens, dem Gelände des heutigen Flughafens LaGuardia. Wer heute im Planeview Park am Flughafen LaGuardia steht, spottet also auf historischem Boden. An Bord des Rückflugs war übrigens auch die Pilotin Antonie Straßmann.
Nach der Rückkehr folgten noch Besuchsflüge zu deutschen Städten. Am 9. Mai 1933 setzte die Do X bei einer Landung auf einem Donau-Stausee bei Passau zu hart auf, das Heck brach ab. Die Maschine wurde repariert, doch der Passagierbetrieb war damit Geschichte.
Datum mit Vorsicht genießen
Bei einigen Daten der Amerikareise unterscheiden sich die Quellen um ein paar Tage, etwa bei der Ankunft in New York. Wenn du für ein Foto-Posting oder einen Vortrag recherchierst, lohnt sich ein Blick in mehrere Nachschlagewerke.
Do X2 und Do X3: die italienischen Schwestern
1931 bestellte die italienische Gesellschaft SANA zwei Maschinen für den Mittelmeerverkehr. Sie bekamen die Namen „Umberto Maddalena“ (I-REDI) und „Alessandro Guidoni“ (I-ABBN) und flogen mit Fiat-Motoren in stromlinienförmig verkleideten Gondeln. Den geplanten Linienverkehr gab es nie. Stattdessen nutzte das italienische Militär die beiden Flugschiffe für Schulungsflüge und Repräsentationseinsätze. Die Do X2 wurde nach mehreren Havarien 1935 stillgelegt, 1937 wurden beide verschrottet.
| Exemplar | Kennzeichen | Motoren | Verbleib |
|---|---|---|---|
| Do X1 | D-1929 | Siemens Jupiter, später Curtiss Conqueror | 1943 in Berlin zerstört |
| Do X2 „Umberto Maddalena“ | I-REDI | Fiat | 1937 verschrottet |
| Do X3 „Alessandro Guidoni“ | I-ABBN | Fiat | 1937 verschrottet |
So erkennst du die Do X auf Fotos und Modellen
Eine fliegende Do X wirst du nie sehen. Auf historischen Aufnahmen, Postkarten, Briefmarken oder als Modell im Museum begegnet sie dir aber oft – und dann hilft ein geschulter Blick, sie von anderen Flugbooten der Zeit zu unterscheiden.
Es ist eine Do X, wenn …
- du sechs Motorgondeln mit je zwei Propellern über dem Flügel zählst
- der Rumpf mehrere Fensterreihen übereinander zeigt
- seitliche Stützflossen statt Flügelschwimmern das Boot im Wasser halten
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur eine oder zwei Tandemgondeln siehst – dann ist es vermutlich ein Dornier Wal
- drei Motoren auf dem Flügel und ebenfalls Stützflossen zu sehen sind – das spricht für die Dornier Do 24
Es ist keine Do X, wenn …
- die Motoren in die Flügelvorderkante integriert sind wie beim Boeing 314 Clipper
- du Wellblech und ein Landfahrwerk siehst – dann bist du bei der Junkers Ju 52
Ob Frühversion oder Umbau, verraten die Gondeln: Mit den Siemens-Motoren standen die Triebwerke recht offen auf Gerüsten, nach der Umrüstung auf Curtiss-Motoren wirken die Gondeln länger und geschlossener. Mehr Kniffe für Oldtimer liefert der Guide Oldtimer am Himmel erkennen.
Größenvergleich: Do X, Spruce Goose und heute
Die Do X wurde in ihrer Rolle als größtes Flugzeug irgendwann überholt – berühmt ist vor allem ein späterer Riese, die Hughes H-4 „Spruce Goose“, deren Geschichte der Beitrag Hughes H-4 Hercules erzählt. Spannend ist der Vergleich mit heutigen Flugzeugen: Mit 48 Metern Spannweite war die Do X breiter als eine A320 oder Boeing 737, ihre Startmasse lag dagegen deutlich darunter. Den Platz nutzte sie vor allem für Flügel, Motoren und Treibstoff – nicht für Nutzlast.
Gerade dieses Verhältnis zeigt, warum Flugboote dieser Größe in den 1930ern an Grenzen stießen. Leistungsstärkere Motoren und später Landflugzeuge mit festen Pisten übernahmen den Langstreckenverkehr.
Was aus der Do X wurde
1933 kam die Do X1 nach Berlin und wurde in der Deutschen Luftfahrtsammlung ausgestellt, einem Vorläufer des heutigen Deutschen Technikmuseums Berlin. Bei einem Luftangriff im November 1943 wurde sie schwer beschädigt, nach dem Krieg verschwanden die Reste weitgehend. Heute sind nur Einzelteile erhalten:
- Dornier Museum Friedrichshafen: Teile des 1933 bei Passau abgebrochenen Leitwerks und ein Holmprofil
- Deutsches Technikmuseum Berlin: einige Metallteile
- Friesenmuseum auf Föhr: ein Holzpropeller, weil Kommandant Christiansen von der Insel stammte
Das Dornier Museum Friedrichshafen liegt direkt am Flughafen Friedrichshafen. Ein vollständiger Do-X-Nachbau steht dort nicht; die Flugboot-Ära vertreten die 1:1-Nachbauten von Merkur und Wal, die Do X ist Teil der Firmengeschichte in der Ausstellung. Nur wenige Minuten entfernt erzählt das Zeppelin Museum Friedrichshafen die Geschichte der Luftschiffe, aus deren Umfeld Claude Dornier kam.
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Die Museumsreplik: ein Flugschiff entsteht neu
Seit 2014 arbeitet der deutsche Freundes- und Förderkreis Do X e.V. unter Vorsitz von Peter Kielhorn an einer statischen, begehbaren Rekonstruktion im Maßstab 1:1. Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (Standorte Friedrichshafen, Mosbach und Lörrach) haben an der Rekonstruktion mitgearbeitet. Als Vorlage dienen historische Fotos und Dokumente sowie erhaltene Originalbauteile – darunter Leihgaben aus einer Sammlung in Turin, die 2022 per Laser eingescannt wurden.
2021: Spant 44
Als erstes großes Bauteil entsteht ein rund sechs Meter hoher Rumpfspant. Er hängt 2022 auf der AERO in Friedrichshafen unter der Hallendecke.
2023–2024: Vorschiff und Cockpit
Der Aufbau des Vorschiffs wächst weiter; 2024 zeigt der Verein auf der AERO nachgebaute Cockpit-Instrumente.
2024–2026: Altenrhein und zurück
Ende April 2024 wird der Aufbau im Fliegermuseum Altenrhein montiert und dort ausgestellt. Nach der Auflösung des Schweizer Partnervereins meldet die Lokalpresse im April 2026, dass der Nachbau nicht dort entsteht und die Teile am Flughafen Friedrichshafen eingelagert sind.
Ziel 2029: 100 Jahre Do X
Zum Jubiläum des Erstflugs soll das komplette Vorschiff fertig sein. Dafür müssten laut Lokalpresse ab 2027 die Spanten 45 bis 58 gebaut werden.
Ob und wo der Nachbau dauerhaft ausgestellt wird, ist Stand Oktober 2026 offen. Der Verein steht laut Presseberichten in regelmäßigem Kontakt mit der Leitung des Dornier Museums. Wer das Projekt live erleben will, hat auf der Luftfahrtmesse in Friedrichshafen gute Chancen – was dich dort erwartet, steht im Beitrag AERO Friedrichshafen. Wie du dich selbst in solchen Projekten einbringen kannst, zeigt Ehrenamt in Luftfahrtmuseen.
Vor dem Besuch prüfen
Der Standort der Replik-Bauteile hat sich mehrfach geändert. Prüf vor einer Tour direkt beim Verein oder bei den Museen, was gerade öffentlich zu sehen ist.
Ein flugfähiges Modell im Maßstab 1:8 mit rund sechs Metern Spannweite bauten Modellflieger aus der Region bereits 1998 für eine Airshow am Bodensee; laut Nachschlagewerken ist es im Fliegermuseum Altenrhein untergebracht. Den Flugplatz, auf dem die Do X einst entstand, beschreibt der Spot Fliegermuseum Altenrhein am Bodensee.
Deine Do-X-Tour am Bodensee
Bereit für den Bodensee?
- Ich habe die Öffnungszeiten des Dornier Museums geprüft.
- Ich weiß, ob in Altenrhein gerade ein Museums- oder Flugtag ist.
- Ich habe den aktuellen Stand des Nachbauprojekts nachgelesen.
- Ich plane einen Abstecher ans Vorfeld des Flughafens Friedrichshafen ein.
Mit Planetrack legst du dir die Do X auf deine Wunschliste und postest Fotos von Originalteilen und Replik mit Flugzeugtyp, Ort und Spot. In deinem Hangar siehst du dann auf einen Blick, was du schon gesammelt hast. Weitere Dornier-Typen, die du am Bodensee findest, sind die Do 27 und die Dornier 228. Die ausführliche Erzählung rund um das Flugschiff liefert der Magazinbeitrag Dornier Do X.
Fazit
Die Do X war ihrer Zeit voraus – und gleichzeitig zu früh. Zwölf Motoren, drei Decks und ein Rekordflug mit 169 Menschen machten sie zur Sensation, schwache Motoren und geringe Flughöhe verhinderten den Erfolg im Linienverkehr. Kein Exemplar hat überlebt, doch Leitwerksreste, Propeller und ein entstehender Nachbau halten die Legende lebendig.
Kurzfazit
Sechs Tandemgondeln über dem Flügel, ein Schiffsrumpf mit Stützflossen: Das ist die Do X. Original sehen kannst du sie nicht mehr, Spuren aber schon – im Dornier Museum Friedrichshafen, im Technikmuseum Berlin und beim 1:1-Nachbau, der zum 100. Jubiläum 2029 wachsen soll.
Zusammenfassung
- Claude Dornier entwarf die Do X ab Mitte der 1920er-Jahre als Flugboot für den Transatlantikverkehr; gebaut wurde sie in Altenrhein auf der Schweizer Seite des Bodensees.
- Technisch war sie ein Meilenstein, wirtschaftlich ein Misserfolg: Es entstanden nur drei Exemplare, keine Airline setzte sie im Liniendienst ein.
- Erkennen lässt sie sich auf Fotos sofort an den sechs Tandemgondeln über dem Flügel und den seitlichen Stützflossen am Schiffsrumpf.
- Spuren findest du heute im Dornier Museum Friedrichshafen, im Deutschen Technikmuseum Berlin und rund um den Bodensee, wo auch der Nachbau entsteht.
Häufige Fragen
Wie groß war die Dornier Do X?
Die Do X war 40,10 m lang, hatte eine Spannweite von 48 m und war gut 10 m hoch. Die maximale Startmasse lag bei rund 50 Tonnen. Damit war sie bei ihrem Erstflug 1929 das größte Flugzeug der Welt.
Wie viele Motoren hatte die Do X?
Zwölf. Sie saßen paarweise in sechs Gondeln über dem Flügel, jeweils ein Motor mit Zugpropeller vorn und einer mit Druckpropeller hinten. Anfangs waren es luftgekühlte Siemens-Jupiter-Sternmotoren, ab 1930 wassergekühlte Curtiss-Conqueror-V12-Motoren.
Stimmt es, dass 169 Menschen mit der Do X geflogen sind?
Ja. Am 21. Oktober 1929 startete die Do X mit 169 Menschen an Bord, darunter zehn Besatzungsmitglieder und überwiegend Werksangehörige mit ihren Familien, zu einem knapp einstündigen Rundflug über dem Bodensee. Dieser Personenrekord hielt rund zwei Jahrzehnte.
Ist heute noch eine Do X erhalten?
Nein. Die Do X1 stand ab 1933 in der Deutschen Luftfahrtsammlung in Berlin und wurde im November 1943 bei einem Bombenangriff schwer beschädigt, die Reste verschwanden nach dem Krieg. Die italienischen Do X2 und Do X3 wurden 1937 verschrottet. Erhalten sind nur Einzelteile, etwa Leitwerksteile im Dornier Museum Friedrichshafen und Metallteile im Deutschen Technikmuseum Berlin.
Gibt es einen Nachbau der Do X?
Ein deutscher Förderverein unter Vorsitz von Peter Kielhorn arbeitet seit 2014 an einer begehbaren 1:1-Rekonstruktion, unterstützt von Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Fertig sind bisher vor allem große Teile des Vorschiffs. Nach dem Aus des Schweizer Partnervereins 2026 sind die Teile laut Lokalpresse am Flughafen Friedrichshafen eingelagert. Zum 100. Jubiläum 2029 soll das Vorschiff komplett sein – einen festen Ausstellungsort und Termin prüfst du am besten beim Verein.
Hat die Do X einen ICAO-Typcode?
Nein. Die Do X flog lange vor Einführung der heutigen ICAO-Typcodes, und es fliegt kein Exemplar mehr. In Tracking-Diensten wirst du sie deshalb nie finden – nur in Museen, Archiven und Büchern.
Warum flog die Do X nie im Liniendienst?
Sie war für die damalige Technik zu schwer und zu durstig. Mit voller Beladung kam sie nur auf geringe Flughöhen, die Motoren machten immer wieder Probleme, und der lange Amerikaflug zeigte, wie anfällig das Konzept war. Nach einem Unfall 1933 bei Passau endete der Passagierbetrieb endgültig.
Dornier Do X sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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