Das Wichtigste in Kürze
- Das Stammhaus auf der Museumsinsel zeigt Luftfahrt in zwei Ausstellungen: Historische Luftfahrt (bis 1945) und Moderne Luftfahrt (seit 1945).
- Zusammen rund 5.600 m²: laut Museum 26 Flugzeuge und 6 Hubschrauber, dazu mehr als 1.000 weitere Objekte wie Triebwerke, Modelle und Cockpits.
- Die Ju 52 ist begehbar – das Ausstellungsstück ist eine 1947 in Frankreich gebaute AAC.1 Toucan.
- Nicht verwechseln: Die Flugwerft Schleißheim ist eine eigene Außenstelle auf einem Flugplatz im Norden Münchens mit eigener Sammlung.
- Seit Juli 2022 wieder offen: Die Luftfahrt gehört zum ersten modernisierten Bauabschnitt, der Rest des Hauses folgt laut Museum 2028.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Was du als Spotter wissen solltest
- 4.Stärken und Schwächen
- 5.Museumsinsel oder Schleißheim? Die Abgrenzung
- 6.Ein Museum mit über hundert Jahren Geschichte
- 7.Historische Luftfahrt: 1918 bis 1945
- 8.Moderne Luftfahrt: seit 1945
- 9.So planst du den Besuch
- 10.Fotografieren in den Luftfahrthallen
- 11.Museum, Flugwerft und Flughafen kombinieren
- 12.Weitere Luftfahrtmuseen in Deutschland
- 13.Fazit
- 14.Häufige Fragen
Steckbrief
| Träger | Deutsches Museum – Stammhaus auf der Museumsinsel; Außenstellen sind unter anderem die Flugwerft Schleißheim und das Verkehrszentrum |
|---|---|
| Standort | Museumsinsel 1, 80538 München – auf einer Isarinsel in der Innenstadt |
| Gründung | 1903 auf Initiative von Oskar von Miller; Eröffnung des Ausstellungsgebäudes auf der Museumsinsel am 7. Mai 1925 |
| Historische Luftfahrt | Ebenen 1 und 1+, rund 2.500 m², etwa 690 Objekte, davon 16 vollständige Flugzeuge (Angaben des Museums) |
| Moderne Luftfahrt | Ebenen 0 und 0+, rund 3.130 m², etwa 500 Objekte, davon 10 Flugzeuge und 6 Hubschrauber (Angaben des Museums) |
| Luftfahrt-Highlights | Junkers F 13, Junkers Ju 52 (begehbar), Messerschmitt Me 262 und Me 163, Lockheed F-104 Starfighter, Cockpit einer Boeing 707 |
| Öffnung | laut Museum täglich 9 bis 17 Uhr, letzter Einlass 16:30 Uhr, an wenigen Schließtagen im Jahr geschlossen |
| Anreise | S-Bahn bis Isartor oder U-Bahn bis Fraunhoferstraße; Eingang derzeit am Glasbau nahe der Corneliusbrücke |
| Umbau | Erster Bauabschnitt seit Juli 2022 offen (inklusive Luftfahrt), der zweite Gebäudeteil wird laut Museum bis 2028 modernisiert |
| Abgrenzung | Die Flugwerft Schleißheim ist eine eigene Außenstelle mit über 70 Fluggeräten auf einem historischen Flugplatz nördlich von München |
| Offizielle Website | www.deutsches-museum.de/museumsinsel |
Tätigkeitsfelder
Deutsches Museum München aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Deutsches Museum München
- Die Junkers Ju 52 von innen gesehen – über seitliche Treppen kommst du in Kabine und Cockpit
- Die Junkers F 13 fotografiert, das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug der Welt
- Me 262 und Me 163 nebeneinander verglichen – Strahljäger und Raketenabfangjäger
- Den Themenbereich zum Lockheed F-104 Starfighter durchgearbeitet
- Im Cockpit-Segment einer Boeing 707 von 1959 die analogen Instrumente gezählt
- Geschnittene Triebwerke vom JT9D bis zum CF6-50 verglichen – die Antriebe der ersten Großraumjets
- Bei einer Vorführung im Flugsimulator zugeschaut
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Zwei große Luftfahrtausstellungen mitten in der Münchner Innenstadt, gut mit S- und U-Bahn erreichbar
- Seltene Originale wie Junkers F 13, Me 163 und Me 262 aus nächster Nähe
- Begehbare Ju 52 – Kabine und Cockpit eines Klassikers
- Triebwerke, Cockpits und Systeme erklären die Technik hinter dem, was du am Zaun fotografierst
- Wetterunabhängig und gut mit Flughafen München oder Flugwerft Schleißheim kombinierbar
Wo es hakt
- Kein Flugplatz und kein Live-Verkehr – reine Hallenausstellung
- Großraumflugzeuge siehst du nur in Teilen, etwa als Cockpit oder Triebwerk
- Hallenlicht und dicht gestellte Exponate machen Fotos anspruchsvoll
- Der zweite Gebäudeteil ist bis zum Ende der Sanierung geschlossen, Wege und Eingang sind provisorisch
- An Ferientagen und Wochenenden oft viel Betrieb
Mitten in München, auf einer Insel in der Isar, steht eines der größten Technikmuseen der Welt – und darin zwei Luftfahrtausstellungen, für die viele Spotter extra anreisen. Das Deutsche Museum zeigt auf vier Ebenen, wie aus Holz-und-Stoff-Konstruktionen Ganzmetallflugzeuge wurden, wie der Strahlantrieb den Krieg und danach den Linienverkehr veränderte und was heute in einem Cockpit, einem Triebwerk oder einer Flügelstruktur steckt. Wichtig gleich vorweg: Die Luftfahrthallen auf der Museumsinsel sind nicht die Flugwerft Schleißheim. Beide gehören zum Deutschen Museum, sind aber zwei verschiedene Häuser mit eigener Sammlung.
Auch Museumsflugzeuge zählen
Ju 52, Starfighter oder Me 262: In Planetrack hältst du jede Begegnung als Beitrag fest und sammelst die Typen in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Museumsinsel oder Schleißheim? Die Abgrenzung
Wer „Deutsches Museum Flugzeuge“ sucht, landet schnell bei zwei Adressen. Damit du nicht am falschen Ort stehst, hier die Unterschiede auf einen Blick:
| Deutsches Museum (Museumsinsel) | Flugwerft Schleißheim | |
|---|---|---|
| Lage | Museumsinsel 1, Münchner Innenstadt | Oberschleißheim, nördlich von München |
| Charakter | Universal-Technikmuseum, Luftfahrt ist ein Schwerpunkt unter vielen | Reines Luft- und Raumfahrtmuseum |
| Luftfahrt-Fläche | rund 5.600 m² in zwei Ausstellungen | rund 8.000 m² plus Freigelände |
| Fluggeräte | laut Museum 26 Flugzeuge und 6 Hubschrauber | laut Museum über 70 Fluggeräte |
| Schwerpunkt | Luftfahrtgeschichte 1918–1945 und Technik des Fliegens seit 1945 | Militär-, Versuchs- und Senkrechtstartflugzeuge, Restaurierung |
| Besonderheit | begehbare Ju 52, Triebwerke und Systeme, Flugsimulator-Vorführung | historischer Flugplatz, gläserne Restaurierungswerkstatt |
| Anreise | S-Bahn Isartor, U-Bahn Fraunhoferstraße | S-Bahn S1 bis Oberschleißheim |
Die Flugwerft Schleißheim wurde 1992 als erste Außenstelle des Deutschen Museums eröffnet und steht auf einem der ältesten Flugplätze Deutschlands. Dort findest du die großen Brocken, die in der Innenstadt keinen Platz hätten – vom Senkrechtstart-Transporter bis zum Eurofighter-Prototyp. Das Stammhaus dagegen erzählt Luftfahrt eher als Technik- und Zeitgeschichte, mit vielen Originalen, aber auch mit Triebwerken, Modellen und Mitmachstationen. Wenn du Zeit hast, besuch beide: Sie überschneiden sich weniger, als man denkt.
Ein Museum mit über hundert Jahren Geschichte
Das Deutsche Museum geht auf den Ingenieur Oskar von Miller zurück. 1903 lud er zur Gründung eines Museumsvereins ein, der Technik und Naturwissenschaft für alle anschaulich machen wollte. Der Grundstein für das Gebäude auf der Museumsinsel wurde 1906 gelegt, durch Ersten Weltkrieg und Inflation verzögerte sich der Bau. Eröffnet wurde das Haus am 7. Mai 1925, dem 70. Geburtstag des Gründers.
Im Zweiten Weltkrieg wurden laut Museum rund 80 Prozent der Gebäude und etwa ein Fünftel der Exponate beschädigt oder zerstört. Ab 1947 lief der Ausstellungsbetrieb wieder an, den Vorkriegsstand bei der Fläche erreichte das Haus erst Mitte der Sechzigerjahre. Weil die Substanz lange nur geflickt war, startete 2006 eine große Zukunftsinitiative, 2015 begann die Generalsanierung des Ausstellungsgebäudes.
Für Luftfahrtfans ist vor allem der 7. Juli 2022 wichtig: An diesem Tag öffnete der erste modernisierte Bauabschnitt mit rund 20 neuen oder überarbeiteten Dauerausstellungen. Die Luftfahrt war dabei – die großen Flugzeuge kehrten in die Halle zurück, darunter die Ju 52 und ein Sikorsky-Hubschrauber, und wurden neu inszeniert. Seitdem wird die andere Hälfte des Gebäudes saniert. Laut Museum ist der Abschluss für 2028 vorgesehen, das Jahr seines 125-jährigen Bestehens; bis dahin sind Teile des Hauses geschlossen und der Eingang liegt provisorisch an einem Glasbau nahe der Corneliusbrücke.
Historische Luftfahrt: 1918 bis 1945
Die Ausstellung Historische Luftfahrt liegt auf Ebene 1 und einer Galerie im Zwischengeschoss darüber. Laut Museum sind es rund 2.500 Quadratmeter mit etwa 690 Objekten, davon 16 vollständige Flugzeuge. Erzählt wird die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die Luftfahrt einen enormen technischen Sprung machte – geprägt von zwei Weltkriegen. Der Hauptraum gliedert sich in die Zeit der Weimarer Republik, die Jahre von 1933 bis Kriegsende und einen Überblick über Flugantriebe. Die Galerie gehört dem Modell- und dem Segelflug, inklusive Simulatoren.
Das Museum macht dabei keinen Bogen um die dunklen Seiten. Kurator Andreas Hempfer beschreibt die Ausstellung als Geschichte vom ersten Ganzmetall-Passagierflugzeug bis zur V2 – mit dem Streben nach Leistung, aber auch mit menschlichem Leid und Mythen rund um die deutsche Luftfahrtgeschichte. Bei der Me 262 etwa erklärt das Museum, dass die Fertigung in Stollen und Waldfabriken Tausende Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge das Leben kostete.
| Exponat | Was es besonders macht |
|---|---|
| Junkers F 13 | 1919 das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug der Welt, vier Passagiere, gehörte zur Erstausstattung der 1926 gegründeten Luft Hansa |
| Junkers Ju 52 | Dreimotoriger Klassiker der Lufthansa der 1930er-Jahre; das Museumsexemplar ist eine 1947 in Frankreich gebaute AAC.1 Toucan und begehbar |
| Messerschmitt M 17 | Kleines Motorflugzeug von 1925 aus der Frühzeit von Messerschmitt |
| Messerschmitt Bf 109 E | Standardjäger der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg |
| Messerschmitt Me 163 | Einziger in Serie gebauter Abfangjäger mit Raketenantrieb; das Museumsexemplar wurde per XXL-Computertomografie untersucht |
| Messerschmitt Me 262 | Erstes in Serie gebautes Strahlflugzeug, rund 1.400 Exemplare bis 1945 |
| Klemm Kl 25, Junkers Junior | Leichtflugzeuge, die Sportfliegerei der Zwischenkriegszeit zeigen |
| Triebwerke | Umlaufmotor Oberursel U0, Siemens Sh 14, BMW 801, Nachbau des Strahltriebwerks He S3B von Hans von Ohain |
Dazu kommen Propeller, die Fieseler Fi 103 sowie Exponate und ein Diorama zur Raketenentwicklung in Peenemünde. Dioramen gehören übrigens zur DNA des Hauses: Schon Oskar von Miller setzte auf solche Szenen, um Technik in ihrem Umfeld zu zeigen.
Steig in die Tante Ju
Über seitliche Treppen kommst du in die Ju 52 hinein und siehst Kabine und Cockpit. Laut Museum ist die Ju 52 nach der amerikanischen DC-3 das meistgebaute Transportflugzeug der westlichen Welt – über 5.000 Stück entstanden zwischen 1932 und 1952. Die ganze Geschichte des Typs steht im Beitrag Junkers Ju 52 – Tante Ju.
Warum die F 13 für Spotter wichtig ist
Die Junkers F 13 sieht neben modernen Jets winzig aus, aber ohne sie gäbe es den heutigen Flugzeugbau nicht in dieser Form. Sie war das erste Verkehrsflugzeug ganz aus Metall, mit einer gewellten Beplankung aus Leichtmetall, die bei der Ju 52 wieder auftaucht. Laut Museum wurden mehr als 300 Exemplare gebaut. Wer das Wellblech der F 13 einmal aus der Nähe gesehen hat, erkennt die Junkers-Familie auf alten Fotos und bei Oldtimer-Flugtagen sofort – Tipps dazu gibt der Beitrag Oldtimer am Himmel erkennen.
Moderne Luftfahrt: seit 1945
Eine Etage tiefer beginnt die Ausstellung Moderne Luftfahrt. Laut Museum belegt sie die Ebenen 0 und 0+ mit rund 3.130 Quadratmetern, etwa 500 Objekten, davon 10 Flugzeuge und 6 Hubschrauber, und jeweils rund 30 Medienstationen und Mitmach-Elementen. Kurator Robert Kluge hat das Konzept bewusst so angelegt, dass einzelne Exponate mehrere Geschichten erzählen – weil selbst eine große Halle schnell voll ist, wenn man Passagierflugzeuge zeigen will.
Der Rundgang im Erdgeschoss führt von den Grundlagen des Fliegens über den Flugzeugbau zu einzelnen Systemen und Triebwerken. Eigene Themenbereiche gibt es zum Starfighter und zu den Drehflüglern. Danach geht es hinter die Kulissen des Flugbetriebs, bevor du ins Zwischengeschoss steigst, wo es um die Zusammenarbeit von Fluglotsen und Piloten und um Flugsicherheit geht.
| Exponat | Warum es sich lohnt |
|---|---|
| Lockheed F-104 Starfighter | Eigener Themenbereich – Technik und Politik in einem Flugzeug |
| HFB 320 Hansa Jet | Deutscher Geschäftsreisejet mit nach vorn gepfeilten Flügeln |
| Dornier Do 27 | Laut Museum die erste deutsche Nachkriegs-Eigenentwicklung ohne Lizenzbindung, über 600 gebaut |
| fs-24 Phönix | Segelflugzeug, das als erstes komplett aus glasfaserverstärktem Kunststoff gebaut wurde |
| Sikorsky S-55 | Früher leistungsstarker Hubschrauber mit Sternmotor im Bug |
| Grob-Businessjet | Deutsches Geschäftsreiseflugzeug in Verbundbauweise |
| Boeing 707, Cockpit-Segment | Frontsektion von 1959, früher bei American Airlines |
| Triebwerke | Pratt & Whitney JT3C und JT9D, General Electric CF6-50, Rolls-Royce Dart, Iwtschenko AI-20 und andere |
Für Spotter ist diese Ausstellung oft die ergiebigere. Die geschnittenen Triebwerke zeigen, warum ein moderner Großraumjet so viel dickere Gondeln hat als eine frühe Boeing 707: Beim schlanken JT3C strömt fast die ganze Luft durch den Kern, beim JT9D und CF6 – den Antrieben der ersten Jumbos und Großraumjets – geht ein großer Teil als Mantelstrom außen herum. Wie du Triebwerke draußen am Flugzeug auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Triebwerke erkennen. Die Geschichte des ersten erfolgreichen Jetliners erzählt der Beitrag zur Boeing 707.
Vom Museum auf die Wunschliste
Hast du die Klassiker im Museum gesehen, setz die heutigen Typen auf die Wunschliste in deinem Hangar – Planetrack meldet dir, wenn eines davon im Anflug ist. Die App startet bald, die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Flugsimulator und Fallblattanzeige
Ein Highlight für alle, die Cockpits mögen, ist der Flugsimulator. Er basiert auf der zweimotorigen Diamond DA 42 NG, hat ein Originalcockpit mit passender Instrumentierung und eine Rundum-Projektion. Laut Museum lässt sich damit jeder Flughafen der Welt anfliegen. Erfahrene Mitarbeiter zeigen bei regelmäßigen Vorführungen verschiedene Manöver – welche Vorführungen an deinem Besuchstag laufen, veröffentlicht das Museum jeden Morgen gegen 9:20 Uhr im Tagesprogramm.
Ein kleines Detail mit großem Wiedererkennungswert hängt ebenfalls in der Halle: die frühere Fallblattanzeige des Stuttgarter Flughafens. Das Klappern der Anzeigetafeln kennen ältere Spotter noch aus jedem Terminal; laut Museum wurden für die Ausstellung 1.770 einzelne Module geprüft und gereinigt. Wer selbst gern fliegt, statt nur zu fotografieren, findet im Beitrag Einstieg in die Flugsimulation den Weg zum eigenen Setup.
So planst du den Besuch
Laut Museum ist die Museumsinsel täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 16:30 Uhr; an wenigen Tagen im Jahr bleibt das Haus zu. Mit der S-Bahn fährst du bis Isartor, mit der U-Bahn bis Fraunhoferstraße. Den Eingang findest du während des Umbaus an einem mehrstöckigen Glasgebäude nahe der Corneliusbrücke, die Garderobe liegt auf Ebene 1. Preise und Schließtage ändern sich – prüf sie kurz vor dem Besuch auf der Website des Museums.
Früh kommen
Direkt nach Öffnung sind die Hallen am leersten. Für Übersichtsbilder der Ju 52 oder des Starfighters ohne Menschen davor ist das die beste Zeit.
Tagesprogramm checken
Führungen und die Simulator-Vorführung stehen im Tagesprogramm, das gegen 9:20 Uhr online geht. Plane deinen Rundgang darum herum.
Von oben nach unten oder umgekehrt
Chronologisch startest du in der Historischen Luftfahrt auf Ebene 1 und steigst dann in die Moderne Luftfahrt ab. Die Raumfahrt auf Ebene 2 liegt direkt darüber.
Zeit realistisch einschätzen
Für beide Luftfahrtausstellungen mit Fotos planst du am besten mehrere Stunden ein. Das restliche Haus ist ein eigener Tag.
Typ und Kennzeichen notieren
Viele Museumsflugzeuge tragen historische Kennzeichen. Schreib sie mit – oft steckt dahinter eine eigene Geschichte.
Fotografieren in den Luftfahrthallen
In der Halle hast du keine Sonne, kein Hitzeflimmern und keinen Zaun – dafür wenig Abstand, gemischtes Licht und viele Besucher. Die großen Exponate stehen auf Podesten oder hängen von der Decke. Das ergibt reizvolle Perspektiven von unten und aus den Zwischengeschossen, aber selten den klassischen Seitenschuss.
Ein Weitwinkel- oder Normalobjektiv ist hier wichtiger als ein langes Tele. Welche Brennweiten sich für enge Situationen eignen, erklärt der Beitrag Weitwinkel- und Normalobjektive beim Spotting. Setz den Weißabgleich fest, statt die Automatik zwischen Tageslicht und Hallenbeleuchtung springen zu lassen, und arbeite mit offener Blende und höherer ISO. Die stärksten Motive sind oft Details: das Wellblech der F 13, die Cockpitverglasung der Ju 52, die Einläufe der geschnittenen Triebwerke.
Hausordnung vor Ausrüstung
Laut Museum sind private Fotos auch mit Blitz erlaubt, Stative und Selfiesticks aber nicht; kommerzielle Aufnahmen laufen über die Pressestelle. Lass das Stativ also zu Hause und prüf die Regeln kurz vor dem Besuch. Und: Absperrungen um die Exponate gelten auch für das perfekte Foto.
Hinfahren, wenn du …
- Junkers, Messerschmitt und Starfighter im Original sehen willst
- verstehen willst, wie Triebwerke, Cockpits und Flugsicherung funktionieren
- einen Regentag in München sinnvoll füllen möchtest
Vorher klären, wenn du …
- ein bestimmtes Exponat oder eine Vorführung sehen willst
- kommerzielle Aufnahmen planst
- an Feiertagen oder in den Ferien kommst
Eher Schleißheim oder Flughafen, wenn du …
- vor allem Senkrechtstarter, Kampfjets und Restaurierung suchst
- Live-Verkehr und neue Kennzeichen sammeln willst
Museum, Flugwerft und Flughafen kombinieren
München ist für Luftfahrtfans ein Dreiklang. Das Deutsche Museum liegt im Zentrum, die Flugwerft Schleißheim im Norden und der Flughafen München im Nordosten im Erdinger Moos. An einem Tag alle drei zu schaffen, ist sportlich – besser sind zwei Tage: einer für Museumsinsel und Stadt, einer für Schleißheim am Vormittag und Live-Verkehr am Nachmittag.
Am Flughafen siehst du am Besucherhügel die heutige Flotte der Lufthansa. Deren Name geht auf die Deutsche Luft Hansa von 1926 zurück, zu deren Erstausstattung die F 13 gehörte und deren Standardflugzeug in den 1930er-Jahren die Ju 52 war. Wie du den Spottertag in München planst, steht im Planespotting-Guide für München.
Nach dem Museum an den Zaun
Spot-Karte, Sonnenstand-Planer und Wetter, Wind und Pisten am Flughafen: Mit Planetrack planst du den zweiten Teil deines München-Tages. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Weitere Luftfahrtmuseen in Deutschland
Wenn dich die Junkers-Exponate gepackt haben, lohnt das Technikmuseum Hugo Junkers in Dessau, am früheren Standort der Junkers-Werke. Das Deutsche Technikmuseum Berlin ist das zweite große Universal-Technikmuseum mit starker Luftfahrtabteilung. Große Verkehrsflugzeuge zum Begehen gibt es im Technik Museum Speyer. Und wer selbst mit anpacken möchte, findet im Beitrag Ehrenamt in Luftfahrtmuseen Wege dahin. Einen Überblick über weitere Häuser gibt der Beitrag Luftfahrtmuseen in Deutschland.
Fazit
Die Luftfahrthallen des Deutschen Museums sind kein Ersatz für einen Tag am Zaun, sondern dessen Fundament. Hier siehst du, woher die Bauweisen stammen, die du heute fotografierst: das Ganzmetallflugzeug der F 13, den Strahlantrieb der Me 262, den Weg vom schlanken Turbojet zum dicken Mantelstromtriebwerk. Die Ausstellungen sind seit 2022 modern aufbereitet und benennen auch die Schattenseiten der Luftfahrtgeschichte offen.
Merk dir vor allem die Abgrenzung: Die Museumsinsel zeigt rund 30 Fluggeräte in einem großen Technikmuseum, die Flugwerft Schleißheim über 70 auf einem echten Flugplatz. Wer beide besucht, hat in München einen sehr breiten Querschnitt durch die deutsche Luftfahrtgeschichte gesehen.
Kurzfazit
Zwei Luftfahrtausstellungen mitten in München: Historische Luftfahrt bis 1945 mit F 13, Ju 52 und Me 262, Moderne Luftfahrt seit 1945 mit Starfighter, Triebwerken und Simulator. Für Großgerät und Restaurierung geht es zusätzlich nach Schleißheim.
Zusammenfassung
- Die Luftfahrthallen des Deutschen Museums gehören zu den wichtigsten Luftfahrtausstellungen in Deutschland und liegen mitten in München.
- Historische Luftfahrt erzählt die Zeit von 1918 bis 1945 inklusive Rüstung und Zwangsarbeit, Moderne Luftfahrt die Technik des Fliegens seit 1945.
- Für Spotter lohnt sich vor allem der Blick unter die Verkleidung: Triebwerke, Cockpits und Bauweisen erklären, warum Flugzeuge so aussehen, wie sie aussehen.
- Wer Großflugzeuge, Senkrechtstarter und Restaurierung sehen will, fährt zusätzlich nach Schleißheim – beide Häuser ergänzen sich.
Häufige Fragen
Wo im Deutschen Museum ist die Luftfahrt?
Die Luftfahrt liegt im modernisierten ersten Bauabschnitt auf der Museumsinsel. Moderne Luftfahrt belegt laut Museum die Ebenen 0 und 0+, also Erdgeschoss und Zwischengeschoss der großen Halle. Historische Luftfahrt liegt darüber auf Ebene 1 und einer Galerie auf Ebene 1+. Die Raumfahrt schließt auf Ebene 2 an.
Was ist der Unterschied zwischen Deutschem Museum und Flugwerft Schleißheim?
Beide gehören zum Deutschen Museum, sind aber getrennte Häuser mit eigener Sammlung. Das Stammhaus auf der Museumsinsel zeigt Luftfahrt neben vielen anderen Technikthemen. Die Flugwerft Schleißheim in Oberschleißheim ist ganz der Luft- und Raumfahrt gewidmet, steht auf einem historischen Flugplatz und hat eine gläserne Restaurierungswerkstatt. Du brauchst für beide Häuser jeweils einen eigenen Besuch.
Welche Flugzeuge stehen in der Historischen Luftfahrt?
Das Museum nennt unter anderem Junkers F 13, Junkers Ju 52, Messerschmitt M 17, Bf 109 E, Me 163 und Me 262, dazu Klemm Kl 25 und Junkers Junior. Hinzu kommen Triebwerke wie der Umlaufmotor Oberursel U0 und der BMW 801 sowie eine Fieseler Fi 103 und Raketentechnik aus Peenemünde.
Was zeigt die Ausstellung Moderne Luftfahrt?
Sie erklärt Luftfahrt seit 1945: Grundlagen des Fliegens, Flugzeugbau, Systeme und Triebwerke, mit eigenen Bereichen zum Starfighter und zu Hubschraubern. Zu den Exponaten gehören laut Museum unter anderem der HFB 320 Hansa Jet, eine Dornier Do 27, das Segelflugzeug fs-24 Phönix, ein Sikorsky S-55 und das Cockpit-Segment einer Boeing 707. Im Zwischengeschoss geht es um Flugsicherung und Flugsicherheit.
Kann man in die Ju 52 einsteigen?
Ja. Laut Museum führen seitliche Treppen in die Maschine, sodass du Kabine und Cockpit anschauen kannst. Das ausgestellte Exemplar ist eine AAC.1 Toucan, die 1947 in Frankreich in Lizenz gebaut wurde. Mehr zum Typ steht im Beitrag zur Ju 52.
Ist das ganze Deutsche Museum geöffnet?
Nein. Seit Juli 2022 ist der erste, modernisierte Bauabschnitt mit rund 20 Ausstellungen geöffnet – darunter beide Luftfahrtausstellungen. Der zweite Gebäudeteil wird saniert; laut Museum ist die Fertigstellung des gesamten Hauses für 2028, zum 125-jährigen Bestehen, vorgesehen. Welche Bereiche gerade geschlossen sind, zeigt das Museum auf seiner Website.
Wann hat das Deutsche Museum geöffnet und wie komme ich hin?
Laut Museum täglich von 9 bis 17 Uhr, letzter Einlass 16:30 Uhr; an wenigen Tagen im Jahr ist geschlossen. Mit der S-Bahn fährst du bis Isartor, mit der U-Bahn bis Fraunhoferstraße. Der Eingang liegt während des Umbaus am Glasbau nahe der Corneliusbrücke. Eintrittspreise ändern sich, deshalb stehen sie hier bewusst nicht.
Darf ich in den Luftfahrthallen fotografieren?
Ja, für private Zwecke. Laut Besucherinformation des Museums sind private Fotos und Videos erlaubt, auch mit Blitz. Stative und Selfiesticks sind dagegen nicht gestattet, für kommerzielle Aufnahmen ist die Pressestelle zuständig. Prüf die Regeln vor dem Besuch, falls sie sich geändert haben.
Sichtungen rund um Deutsches Museum München sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Lufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
Deutsche Luft Hansa
Historische deutsche Staatsairline von 1926 bis 1945: Drehkreuz Berlin-Tempelhof, Ju 52 als Arbeitspferd, Fw 200 Condor für Rekordflüge, Katapultpost über den Südatlantik – und rechtlich keine Vorgängerin der heutigen Lufthansa.
Typische Flugzeuge
Junkers Ju 52/3m (Tante Ju)
Wellblech, drei Sternmotoren und ein unverwechselbares Brummen: Die Junkers Ju 52 war das Rückgrat der frühen Lufthansa und flog bis 2018 noch Passagiere. So erkennst du die Tante Ju – und wo du sie heute noch findest.
FlugzeugtypJunkers F 13
Ein Motor, vier Passagiere, Wellblech aus Duralumin: Die Junkers F 13 von 1919 gilt als erstes Ganzmetall-Verkehrsflugzeug der Welt. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, was hinter den Schweizer Nachbauten steckt und wo du Originale siehst.
FlugzeugtypMesserschmitt Me 262
Dreieckiger Rumpf, zwei Strahltriebwerke unter den Flügeln, Bugradfahrwerk: Die Me 262 war der erste Strahljäger im Truppeneinsatz. Heute siehst du sie als Original im Museum oder als flugfähigen Nachbau mit modernen Triebwerken.
FlugzeugtypMesserschmitt Bf 109
Schmale Nase, kantige Haube und ein eng stehendes Fahrwerk: Die Messerschmitt Bf 109 ist das meistgebaute Jagdflugzeug der Geschichte und heute ein seltener Warbird. So unterscheidest du Emil, Gustav und den spanischen Buchón und findest flugfähige Exemplare.
FlugzeugtypLockheed F-104 Starfighter
Nadelspitze, Stummelflügel, T-Leitwerk: Der Starfighter war der erste Mach-2-Jäger der Bundeswehr und zugleich ihr größtes Trauma. Hier erfährst du, wie du ihn erkennst, was hinter der Starfighter-Krise steckt und wo du ihn heute noch siehst.
FlugzeugtypDornier Do 27
Freitragender Hochdeckerflügel, Spornrad und riesige Kabinenfenster: Die Do 27 war das erste Serienflugzeug aus Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und flog bei der Bundeswehr in großer Zahl. Heute triffst du sie an Vereinsflugplätzen und Oldtimertreffen.
FlugzeugtypBoeing 707-120
Vier Triebwerke an schlanken Pylonen, ein stark gepfeilter Flügel und ein kurzes, frühes Seitenleitwerk: Die 707-120 war die erste Serienversion der Boeing 707 und brachte ab 1958 den Düsenjet in den Alltag. So erkennst du sie und grenzt sie von der 707-320 ab.
FlugzeugtypDiamond DA42 Twin Star
Langer, schlanker Flügel, T-Leitwerk, glatter Verbundrumpf und zwei Dieselmotoren, die Kerosin verbrennen: Die Diamond DA42 Twin Star aus Wiener Neustadt ist einer der wichtigsten Mehrmotor-Trainer der Welt – und als MPP auch ein fliegender Sensorträger.
Spotting-Spots rund um Deutsches Museum München
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Weitere Einträge
Flugwerft Schleißheim
Die Flugwerft Schleißheim ist die Luftfahrt-Außenstelle des Deutschen Museums im Norden von München. Auf einem der ältesten Flugplätze Deutschlands stehen rund 70 Fluggeräte – vom Lilienthal-Gleiter über Senkrechtstarter bis zum ersten Eurofighter-Prototyp –, verteilt auf historische Bauten von 1912 bis 1918 und eine moderne Ausstellungshalle.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
MuseumDeutsches Technikmuseum Berlin
Über dem Landwehrkanal in Kreuzberg hängt eine Douglas C-47 am Dach – das Wahrzeichen des Deutschen Technikmuseums. Drinnen erzählt die Ausstellung „Vom Ballon zur Luftbrücke“ mit über 40 Flugzeugen und Großobjekten deutsche Luftfahrtgeschichte, von der Jeannin-Stahltaube über die Ju 52 bis zur Luftbrücke 1948/49.
MuseumTechnikmuseum Hugo Junkers Dessau
Auf dem Gelände der früheren Junkers-Flugzeugwerke in Dessau steht eine Ju 52, die 1940 in einem norwegischen See versank und Jahrzehnte später geborgen wurde. Drumherum zeigt das Technikmuseum „Hugo Junkers“ Nachbauten von F 13 und J 1, Motoren, Gleiter, NVA-Jets und das Erbe eines Erfinders, der weit mehr als Flugzeuge baute.
Passende Guides aus dem Blog
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- Einstieg in die Flugsimulation: Microsoft Flight Simulator, X-Plane und Hardware

